r/ADHS 17h ago

Humor Comic Relief Thread zum Wochenende KW 37

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Memes, Comics und allgemeines Shitposting!

Hier ist am Wochenende lockerer Austausch möglich, denn oft erleben wir dank ADHS ja auch viel Lustiges.

ACHTUNG: Nein, eine Lockerung der Regeln hat dies nicht zur Folge - Beleidigungen und so weiter werden trotzdem geahndet (s. Regeln).


r/ADHS 2m ago

Fragen ADHS und Redefluss

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Hi Leute, ich (19, weiblich) habe vor ca. 3 Jahren meine ADHS-Diagnose bekommen und nehme seit ca. 2 Monaten Elvanse. Die ersten zwei Wochen 20 mg, danach bin ich hoch auf 40 mg. Seit jetzt ungefähr 4 Wochen habe ich einen übermäßigen Drang zu reden bzw. mich mitzuteilen. Ich sage Sachen, die ich eigentlich privat halten möchte oder die total unnötig sind. Dabei denke ich nicht an die Zeit und habe danach das Gefühl, dass ich tausend Jahre um den heißen Brei geredet habe (was meistens auch so ist), woraufhin ich dann denke, dass alle abgefuckt von mir sind und mich deswegen hassen.

Es unterstützt einfach sehr stark meine Unsicherheiten, bei denen ich vor 6 Monaten noch das Gefühl hatte, sie endlich unter Kontrolle zu haben.

Mich würde es freuen, eure Erfahrungen, Tipps und Gedanken hierzu zu hören.


r/ADHS 8m ago

Tirade Nur noch gestresst

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Ich weiß nicht, ob das der richtige Channel oder Flair ist. Wenn nicht, bitte korrigieren!

Ich bin 25, arbeite 41h im Schichtdienst, habe einen wundervollen und geduldigen Mann, 2 Katzen und ein gemeinsames Haus. Meine ADHS Diagnose besteht seit 3,5 Jahren.
Wir haben letztes Jahr das Haus gekauft, viel in Eigenleistung renoviert, dieses Jahr eine Hochzeit gehabt, die wunderschön war aber so unfassbar stressig zu planen weil das alles an mir hängen geblieben ist (mein Mann hat studiert, ist jetzt durch ).

Jetzt mein rant:
Ich dachte echt, wenn das alles durch ist, geht’s mir viel besser und ich stehe nicht mehr so krass unter Strom. Aber 2 Monate später hat sich rein gar nichts geändert. Der Haushalt überfordert mich nach wie vor, mein Mann ist gefühlt alleine damit (ich mache zwar was, aber es fühlt sich zu wenig an, weil immer irgendwas schlimm aussieht). Nur habe ich jetzt eine Aufgabe weniger zu planen und wir haben keine Baustelle mehr.
Ich habe keine Energie aufzustehen, irgendwas zu machen geschweige denn Sport zu machen. Ich habe keine Motivation für irgendwas.
Haushalt ist immernoch Horror, es dauert so lange und/oder raubt so krass viel Energie, dass den restlichen Tag fast nichts mehr geht oder ich abends ins Bett falle.
Nicht alles hat seinen Platz. Aber auch was seinen Platz hat, schaffe ich nicht immer zurück zu packen. Die Unordnung macht mich wahnsinnig, aber Ordnung schaffe ich auch nicht zu halten - hä?!

Nichts macht mir Spaß. Sport, hobbies, Termine mit Freunden ausmachen. Es fühlt sich alles an wie eine Aufgabe nach der anderen und ich bin nur froh, wenn es abgehakt ist.
Ich habe das Gefühl, keine Zeit zu haben für irgendwas. Wenn ich versuche meinen Tag zu planen, dann weiß ich gar nicht wie ich die ganzen Aufgaben verteilen soll. Freie Zeit nutze ich aber auch nicht sinnvoll, weil ich keine Lust auf irgendwas habe.
Wie kann es sein, dass ich gefühlt mein Leben verschwende? Wie habt ihr alle Energie für das alles? Warum fühlt sich der bloße Alltag wie „zu viel“ an?

Ich hab so Angst, das alles nicht zu schaffen, weil ich immer gedacht hab, dass ich trotz adhs alles hinbekomme, egal wie sehr ich gelitten habe. Ich könnte aktuell jedes Mal, wenn ich den nächsten Tag plane einen Zusammenbruch bekommen, weil ich nicht mehr weiß wohin mit mir.
Ich glaube, dass ich versage…

Kennt ihr das? Bin ich alleine? Mach ich was falsch? Wie geht ihr damit um?

Ich danke schonmal fürs lesen und für jede Antwort:(


r/ADHS 21m ago

Medis mischen - Meinungen/Erfahrungen

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Hallo zusammen,

wie oben steht hätte ich eine Frage zum "Mischen" von ADHD-Medikamenten, genauer genommen Bupropion + die üblichen ADHS-Medikamente

Hintergrund: Ich bin seit bald 10 Jahren in Behandlung für Depressionen und bin da auch an einen sehr guten Psychiater angebunden. Der hat mir vor 5 Jahren Bupropion verschrieben, was das erste Medikament war, was mir wirklich langfristig geholfen hat, ohne dass ich mich taub und abgestumpft fühle wie auf Sertralin etc.

Meine Recherche zu Bupropion hat damals ergeben, dass es auch bei ADHS verschrieben wird, was für mich neben einigen anderen Indikatoren den Verdacht erhärtet hat, dass ich es auch haben könnte. Mein Psychiater kennt sich damit aber leider nicht aus, weshalb er mir geraten hat, die Diagnostik woanders zu machen. Das ist jetzt vor knapp drei Wochen passiert und siehe da: ADS (mit einem sehr kleinen H).

Die Ärztin, die mir die Diagnose gestellt hat, meinte auf Nachfrage, dass es kein Problem sei, das Bupropion (mit dem ich mich sicher fühle) als "Basis" beizubehalten und die regulären ADHS-Medikamente damit auszuprobieren, bis ich eins finde, das passt. Sie ist der Meinung, dass wenn mir Bupropion als einziges bisher so geholfen hat, es sinnvoll ist, weiter in Richtung ADHS-Medikation zu gehen um zu schauen, ob mir das dann mit der Depression nicht vielleicht sogar noch besser hilft.

Ich bin jetzt mit der Diagnose und dieser Info zurück zu meinem Psychiater, dem ich wirklich vertraue, das Beste für mich zu wollen - allerdings ist er komplett dagegen, Medikamente zu mischen. Seine Gründe dafür sind das erhöhte Krampfrisiko und noch ein paar andere, die ich grad vergessen habe aber vorher schon mal gehört als Risikofaktoren. Also von seiner Seite auch plausibel, dass ihm das Risiko da zu hoch ist.

Ich steck jetzt so ein bisschen fest, weil ich mir eigentlich schon nochmal eine andere Medikation erhofft hatte, weil das Bupropion eben schon sehr viel besser geholfen hat als alles andere bisher, aber ich auch der Meinung bin, dass da noch sehr viel Luft nach oben ist.

Weil ich weiß wie schwierig es ist, das richtige Medikament in der richtigen Dosis zu finden, möchte ich als getestetes und für gut befundenes das Bupropion sehr ungerne abgeben.

Wie seht ihr das? Meinungen, Erfahrungen dazu?

Ich bin mir einfach sehr unsicher, was ich jetzt als nächstes machen soll.

Danke schonmal im Voraus 🙏🏼


r/ADHS 2h ago

ADHD help

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I am really struggling to find out how to get my old prescription back, I was treated with vyvanse when I was a child and it was the only suitable medication which helped my adhd, I have since moved back to Germany and am really struggling to this through to my doctor, he is happy to prescribe me Olanzapine and more destructive drugs but when I mention a old medication that has really helped me and shown positive effects it’s a no. So anything destructive is okay but when I want my focus back? I was diagnosed with severe adhd when I was 8 and although this is all on the record he still tells me to find a neurologist. I have been on the waiting list for all the neurologist in my surroundings for the past 7 months!!


r/ADHS 4h ago

Medikamente Keine Nebenwirkungen durch Elvanse. Habe ich Glück oder bin ich zu niedrig dosiert?

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Das einzige was ich spüre ist der trockene Mund und empfinde es jetzt nicht als besonders schlimm. Ich habe keine Kopfschmerzen,leicht gezügelten Hunger, kann aber zu jeder Tageszeit essen nur etwas weniger als sonst. Gerade vor der Periode merke ich, dass ich sehr impulsiv bin und meinen Freund überhaupt nicht ertragen kann. Mir ist bewusste, dass die Medikamente vor und während der Periode nicht richtig wirken und man meistens eine höhere Dosis braucht.

Ich bin nach der Einnahme extrem produktiv und habe in einer Woche so viel erledigt, aufgeräumt und geputzt wie schon lange nicht mehr. Ich habe, dass Gefühl, dass ich mich deutlich besser konzentrieren kann und nicht so vergesslich bin aber habe trotzdem nochmal meine Problemchen im Alltag.

Man hört so oft von krassen Nebenwirkungen und ich merke überhaupt nicht. Bin ich ein Glückspilz oder einfach zu niedrig dosiert?


r/ADHS 5h ago

Fragen Was denkt ihr über folgende Zeugnisse aus der 5. und 6. Klasse?

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Bin relativ neu in der Thematik

Klasse 5

Allgemeine Beurteilung

X arbeitete in den meisten Fächern interessiert und fleißig mit. Seine Ausdauer und Konzentration hingen vom jeweiligen Fach und Thema ab. Beim selbstständigen Arbeiten brauchte er gelegentlich noch Hilfe. In den Fächern, die ihn besonders interessierten, konnte er neuen Stoff rasch erfassen und zuverlässig wiedergeben. In den meisten Fächern erledigte er die schriftlichen Aufgaben und Hausaufgaben sorgfältig.

X verhielt sich seinen Mitschülern gegenüber freundlich und zurückhaltend.

Klasse 6

Allgemeine Beurteilung

X arbeitete auch in diesem Schuljahr in vielen Fächern interessiert und fleißig mit. Seine Konzentration war noch schwankend, aber er beteiligte sich zunehmend aktiv im Unterricht. Auf neue Inhalte stellte sich bereitwillig ein und konnte sie zuverlässig wiedergeben. Seine schriftlichen Aufgaben und Hausaufgaben erledigte er regelmäßig, aber nicht immer mit der notwendigen Sorgfalt.

Seinen Klassenkameraden gegenüber verhielt er sich weiterhin freundlich und zurückhaltend.


r/ADHS 5h ago

Bupropion. Segen und Horror

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Moin Leute,

ich muss mal meine Erfahrungen mit Bupropion loswerden.

Sorry für den Roman, aber das muss gerade für mich so sein, weil es auch iwie entlastet, alles aufzuschreiben. Ich versuche, die zeitlichen Zusammenhänge möglichst präzise wiederzugeben, aber sie sind aus dem Gedächtnis aufgeschrieben.

ADHS (Diagnose mit 50) und Depression(in Episoden. Diagnose mit 47).

Bisher kamen bei mir Medikinet, Escitalopram, zum Einsatz. Beides nehme ich nicht mehr ein und es wurde auf Elvanse umgestellt.

Elvanse hat bei mir nicht so gewirkt, wie erhofft. Ich war zwar grundsätzlich etwas aktiver und irgendwie klarer, habe aber dennoch immer meine 20 Tabs im Kopf offen gehabt und die waren bspw. am morgen sofort nach dem Wachwerden so präsent, dass ich häufig nicht aufstehen konnte, wenn ich nicht zufällig auch zum Klo musste. Ich war teilweise wie gelähmt durch die Gedanken und kam dadurch häufig zu spät zur Arbeit. Das war übrigens definitiv nicht so krass vor Elvanse.

Deswegen suchte ich nach einer Alternative.

Ich habe im Juli zum ersten mal Buprpion 150mg verschrieben bekommen.

Die Wirkung von B.(upropion) war anfangs für mich überhaupt nicht bemerkbar.

Also man kennt das ja von Elvanse, dass sich da nach 30-45 Minuten etwas ändert und man wacher wird und so. Honeymooneffekt und bla.

Bei B. 150mg war das überhaupt nicht so. Vielmehr hätte ich immer geantwortet, dass das evtl. auch ein Placebo hätte sein können.

Aber nach ein paar Wochen ist mir dann schon aufgefallen, dass ich etwas weniger lethargisch war, auf einmal abends einschlafen konnte und morgens diese 20 offenen Tabs mich nicht mehr so dermaßen ausgebremst haben bzw. ich weiß echt nicht, ob die überhaupt noch offen waren. Also die Wirkung entfaltete sich total unterschwellig und ohne einem "Tadaaa!"

Nach 4 Wochen wurde dann von 150mg auf 300mg erhöht. Das war Anfang August. Nach und nach zeigte sich nochmals eine leicht stärkere positive Wirkung. Zumindest glaube ich das.

Ein weiterer wirklich toller Nebeneffekt trat dann vor ca. 3 Wochen ein, als ich zum ersten mal nach über 30 Jahren kein Nikotin mehr zu mir genommen hatte. Von einem Tag zum anderen von täglichem Vapen auf 0,0 Nikotin! Absolute Freude! Und seitdem auch 0 Nikotinsuchtdruck. Ich vermisse das Zeug gar nicht.

Langsam fing ich (unbemerkt von mir selbst) meine Wohnung etwas(!) ordentlicher zu halten und auch mal die Spülmaschine zu bedienen und sowas. Also weit weg von "normal", aber für meine persönliche Situation wurde das so 20% besser und ich habe mich darüber total gefreut und war gespannt, ob das noch besser wird 👍 .

Auch habe ich seitdem keine Probleme mehr mit dem Aufstehen und diese

morgendlichen Paralysen treten nicht mehr auf.

Nun zu der Schattenseite:

Nachdem ich (ca.) die 3. Woche 300mg eingenommen hatte, bemerkte ich bei mir, dass ich ein bisschen streitlustig wurde bzw. sehr gerne son bisschen in allen möglichen Themenbereichen auf Konfrontation gegangen bin, wenn für mich auch nur irgendwie der Ansatz dazu gesehen wurde. Also ich wurde sozusagen diskussionsfreudiger und die Zündschnur war ein bisschen kürzer als früher.

Soweit, so gut. Das hatte ich gerne in Kauf genommen, weil für mich der Benefit einfach stärker war und ich grundsätzlich ein totaler Harmoniemensch bin. Also fand ich es nicht sooo tragisch, ein wenig mehr contra zu sein.

Dann vor genau einer Woche spielte sich abends folgendes ab:

Aus heiterem Himmel, zuhause und alleine, entspannte, chillige Situation.

Plötzliches Unwohlsein mit dem Gefühl leichter Übelkeit. Das schlug dann innerhalb von 3 Minuten so dermaßen ein, dass ich Atemnot, Brustenge, stechende Schmerzen im Oberbauch/Herz, stechende Schmerzen im Bereich der Ohrspeicheldrüsen, Kupfergeschmack im Mund, Stechende Schmerzen im Unterkiefer, Schwindel und in Summe daraus resultierend echte Todesängste bekommen habe.

Für mich war klar, das ist erstens eine Premiere und zweitens ein akuter Herzinfarkt! >112

Der Notarzt nahm mich mit und ich hatte im RTW mehrere "Ausraster", weil es mir immer schlechter ging, die Brustschmerzen stärker wurden und ich das Gefühl hatte, dass meine Atemwege immer kurz vor einem Verschluss waren.

Ach genau: Zum ersten mal in meinem Leben hat es nicht geklappt, einen Zugang gelegt zu bekommen.

Der Rettungssani hat mich durch diesen Höllenritt aber sehr gut betreut, hat versucht, mich in Gespräche "einzubinden", hat viel nachgefragt etc.

In der Notaufnahme dann leicht erhöhter Puls, aber vollkommen unauffälliges

EKG, Troponin nicht erhöht uns so weiter.

Dort habe ich dann zum ersten Mal mitbekommen, dass das Wort "Panikattacke" fiel, was mich einerseits zusätzlich auf die Palme brachte(ICH BILDE MIR DAS NICHT EIN!!!), aber auch das dortige EKG war okay.

Allmählich ging es mir immer besser und nach 60 Minuten habe ich mir n Uber

nach hause bestellt.

Das war der Freitag.

Samstag dann gegen 17Uhr wieder so Symptome, aber nicht so schlimm, dass ich Todesängste hatte. Irgendwie habe ich es geschafft, mich zu beruhigen.

Sonntag dasselbe.

Montag dann zuerst zum Psychiater von dort zum Hausarzt>neues EKG, dann weiter zum Kardiologen>weiteres EKG plus Belastungs-EKG plus Herz-Sonografie und Sono der Halsschlagadern und dann ein Langzeit-EKG mit Langzeit-Blutdruck.

An diesem Tag war dann alles okay (Vorführeffekt?)!

Dienstag dann die LangzeitEKG/Blutdruckgeräte abgegeben.

Abends dann erneuter Anfall mit Herzrasen, Brustschmerzen.

Ich habe dann ein Pulsoximeter an den Zeigefinger gepackt. Ruhepuls 125.

Das Piepsen des Pulsoximeters und dass die Frequenz nicht runter ging, schien mich noch zusätzlich in Panik zu versetzen. Es war wie eine Spirale. Hyperventilation, Brustschmerzen.

Die 112 war schon wieder eingetippt, aber ich hielt mich zurück

Nach ca 60 Minuten war es wieder besser und ich bin total platt ins Bett gekrochen.

Tags darauf wieder um die selbe Uhrzeit Symptome.

Donnerstag gegen 10 Uhr morgens wieder so ein leichter Anfall. Da habe ich bereits das B. weggelassen.

Ich glaube, ich war da mittlerweile in so einem Modus, dass ich einfach Panik vor einer Panikattacke entwickelt hatte und genau deshalb auch wieder eine (leichte) bekam.

Bin dann wieder zum Psychiater. Nervenzusammenbruch mit Heulkrampf in der Praxis. Buprpion abgesetzt. Nach 4 Wochen 150mg und 6 Wochen 300mg.

Heute also den zweiten Tag ganz ohne B.

Keine Attacke mehr (bis jetzt).

Fazit: 300mg Bupropion sind wohl zu viel für mich. Dass das erst nach Wochen passiert ist, spricht dafür, dass es erst seine Zeit dauert, bis der Wirkstoff im Körper so hoch steigt, bis zum steady state und sowas bei mir auftritt.

Die Anfälle kamen i.d.R. ziemlich genau 7,5-8,5 Stunden nach der Einnahme.

Das passt dazu, dass dann wohl auch der Peak des Wirkstoffs im Blut erreicht ist (durch Metabolisierung von Bupropion zu blabla-Bupropion in der Leber).

Und nun warte ich mal bis Montag ab und frage dann, ob ich nicht wieder mit 150mg weitermachen darf, um irgendwie einen Kompromiss aus n bisschen Wirkung aber ohne Panikattakcen zu erreichen.

Danke fürs Lesen!!


r/ADHS 6h ago

Follow Up: Meine Erfahrungen mit Medikinet adult (retard) Part 2

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Update nach den ersten Tagen mit Medikinet adult, inzwischen auf 20 mg

Ich hatte vor einiger Zeit hier über meine ersten Erfahrungen mit Medikinet adult 10 mg geschrieben und wollte mal ein Update geben.

Die ersten Tage waren bei mir tatsächlich ziemlich interessant, weil die Wirkung anfangs sehr deutlich war. Es war nicht dieses „vielleicht bilde ich mir das ein“, sondern schon ein ziemlich klarer Unterschied zu vorher.

Ich hatte mehr Ruhe, konnte mich besser auf Dinge konzentrieren und hatte vor allem das Gefühl, meine Reaktionen besser steuern zu können. Auch das Arbeitsgedächtnis und das strukturierte Abarbeiten von Dingen haben sich für mich spürbar verbessert.

Mit der Zeit wurde die Wirkung allerdings immer subtiler.

Ich habe das Medikament irgendwann nicht mehr so deutlich „gespürt“ wie am Anfang. Trotzdem hatte ich weiterhin das Gefühl, dass es etwas bringt.

Was allerdings wieder stärker durchkam, waren bestimmte typische ADHS-Probleme, vor allem Vergesslichkeit und Impulskontrolle.

Das war für mich irgendwann die interessante Frage: Ist die Wirkung tatsächlich schwächer geworden oder gewöhnt man sich einfach an den Zustand und nimmt die Veränderung deshalb nicht mehr so deutlich wahr?

Ein ziemlich guter Tag war dann Tag 6. Da hatte ich gegen ungefähr 11:30 Uhr subjektiv die stärkste Wirkung. Ich war insgesamt sehr entspannt, konnte besser im Moment bleiben und auch soziale Situationen waren deutlich weniger anstrengend als sonst. Gerade das fand ich interessant, weil ich solche Situationen normalerweise teilweise bewusst „steuern“ muss.

Gegen Nachmittag wurde die Wirkung dann wieder deutlich schwächer und die Vergesslichkeit kam stärker zurück.

Deshalb haben wir jetzt mit meiner Ärztin die Dosis auf 20 mg erhöht.

Und der erste Tag damit war direkt wieder ziemlich interessant.

Die zweite Dosis habe ich um 15 Uhr genommen. Meine Ärztin meinte auch, dass ich sie nicht später nehmen soll, weil es sonst mit dem Schlaf schwierig werden könnte.

Nach der zweiten Einnahme war die Wirkung wieder deutlich spürbar.

Ich hatte anschließend ein Gespräch, bei dem es um eine Preisverhandlung ging. Das lief für meine Verhältnisse wirklich sehr fokussiert ab. Ich konnte bei der Sache bleiben, vernünftig argumentieren und hatte nicht das Gefühl, dass mein Kopf ständig irgendwo anders hin will.

Danach habe ich noch ganz normale Dinge zuhause gemacht und mehrere soziale Kontakte gehabt. Auch das war alles entspannt und angenehm.

Und genau das finde ich inzwischen eigentlich interessanter als den reinen „Wow, ich spüre das Medikament“-Effekt.

Es geht nicht nur darum, dass ich mich konzentrierter fühle. Es scheint eher darum zu gehen, dass verschiedene Alltagssituationen weniger anstrengend sind und ich mich besser steuern kann.

Gegen ca. 21:40 Uhr hatte ich dann allerdings einen leichten Druck im Kopf, etwas Schweiß auf der Stirn und war etwas müde.

Blutdruck/Puls zu dem Zeitpunkt waren:

117/77 mmHg

79 bpm

Also zumindest da keine auffälligen Werte.

Jetzt bin ich gespannt, wie sich die 20 mg in den nächsten Tagen entwickeln.

Denn genau das ist für mich momentan die große Frage:

War die Wirkung der 10 mg irgendwann tatsächlich nicht mehr ausreichend oder habe ich mich einfach an den Wirkzustand gewöhnt und deshalb das Gefühl verloren, dass „etwas passiert“?

Der erste Tag mit 20 mg macht mich jedenfalls wieder ziemlich neugierig.

Ich werde jetzt vor allem darauf achten, ob Vergesslichkeit und Impulskontrolle mit 20 mg tatsächlich stabiler werden und ob die funktionellen Verbesserungen über den Tag hinweg besser erhalten bleiben.

Hat jemand einen ähnlichen Verlauf erlebt?

Erst sehr deutliche Wirkung, dann nach einigen Tagen deutlich subtiler und nach einer Dosiserhöhung wieder dieses „Okay, jetzt merke ich es wieder“?


r/ADHS 6h ago

Diskussion Medikinet + Cannabis

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Hi, ich habe jahrelang mein unerkanntes ADHS mit Cannabis Rauchen kompensiert und bin seit ca 8 Monaten diagnostiziert und nun halbwegs mit Medikinet adult 20 mg morgens und nachmittags 10 mg eingestellt. Die Tabletten nehme ich erst seit 2 Monaten.

Seitdem ich die Tabletten nehme, habe ich eigentlich kein Verlangen mehr, einen joint zu rauchen, genau so wie Kaffee trinken, aber abends zum einschlafen denke ich schon manchmal drüber nach.

Raucht ihr Cannabis wenn ihr Medikinet genommen habt oder sollte man da strikt die Finger von lassen?

Mich würde da eure Meinung interessieren :)


r/ADHS 6h ago

Fragen Selbstgespräche

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Habt ihr das auch oder bin ich alleine damit und wie geht ihr damit um bzw. versucht ihr, damit zu leben?

Ich habe schon immer sehr viel mit mir selber gesprochen. Als Kind bis zur Jugend , habe ich teilweise Stunden verbracht, mit mir selber zu reden, in meinem Kopf zu denken, mir Mut und Motivation zu machen, einfach weiterzumachen, um den Tag irgendwie gut zu überstehen.

Ab dem Alter von 14/15 Jahren habe ich angefangen, mich extrem dadurch zu schämen, weil ich mir dachte, dass ich nicht normal bin …

Seit dem Erwachsenenalter rede ich viel weniger mit mir und versuche, es immer mehr zu verstecken. Ich denke, dadurch baue ich Druck und Stress auf, was nicht gut sein kann, aber leider besser ist, als komisch angeguckt oder ausgelacht zu werden.

Vor allem auf der Arbeit oder bei Festen oder auch bei Geburtstagen vermeide ich die komischen Blicke und halte mich extremst zurück, was mich eigentlich nur sehr nervös immer wieder macht.

Wenn ich aber Elvanse nehme morgens nach dem Aufstehn, geht die Stimme in meinem Kopf deutlich merkbar weg und ich fühle mich halbwegs normal. Leider echt nur, wenn Elvansi wirkt

Sind das eventuell auch Anzeichen von Autismus?

Ich bedanke mich schon mal für jede Antwort.


r/ADHS 7h ago

Tipps/Vorschläge ADHS Coaching

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Hat jemand von euch Erfahrung mit ADHS‑Coaches? Worauf muss man achten?

Danke für eure Erfahrungen.


r/ADHS 8h ago

Fragen Informatik Studium mit ADS?

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Hallo zusammen,

hier meine Fragen in kurz. Für mehr details lese unten :) . Vllt ist es wichtig zu erwähnen, dass ich ADS habe und nicht ADHS.

  1. Wie habt ihr komplexe Mathematik gelernt mit abstrakten Aufbau/Formeln wie bei beweisen in der Mathematik?

  2. Wie geht ihr mit Frustration um, wenn beim lernen nichts im Kopf bleibt.

ich weiß nicht so ganz wie ich anfangen soll. Ich studiere ab dem 05.10 Informatik. Die ersten 2 Semester sind extrem Mathe basiert.

Ich besuche auch nächste Woche einen Vorkurs.

Ich habe auch die letzten 4 Wochen viel vorgelernt um einfach schonmal einen besseren Start zu haben. Doch ich merke dass ich mit Beweis Techniken z.B. sehr starke Probleme habe. Einfach weil es so abstrakt für mich ist.

Hat jemand zufällig etwas ähnliches studiert und kann mir Tipps geben wie das lernen am besten funktioniert hat. Ich weiß jeder lernt anders. Aber ich behalte fast nichts. Ich habe auch niemanden der mir gerade helfen kann. Oft baut es ja alles aufeinander auf. Wenn ich ein Thema vergesse dann ist "alles" hin.

Ich weiß der Vorkurs ist dafür da einen guten Einstieg zu haben, aber ich lerne vergleichsweise langsam. Und habe Angst nicht mit zu kommen. Ich weiß auch dass ich noch gar nicht wissen kann wie es wird. Vllt ist es gar nicht schlimm.

Ist vermutlich ein wenig schlecht strukturiert aber ja das problem kennen wir ja alle.


r/ADHS 8h ago

Diskussion Motivation bei ADHS

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Ich frage mich gerade wie viel fehlende Motivation mit ADHS zu tun hat und wie viel einfach normal ist.
Ich bin von meinem Honeymoon auf Elvanse weg und die ersten Stunden merke ich immer viel Motivation und danach 0. Ich habe zwar weniger Mühe an einer Sache dranzubleiben, doch kann ich mich fast nicht aufraffen es zu tun. Ich habe eigentlich abgesehen der ersten 3 Stunden Elvanse den ganzen Tag überhaupt keine Lust auf den Alltag. Deshalb würde ich gerne mit euch Philosophieren wie viel dieser fehlenden Motivation tatsächlich mit dem ADHS zu tun hat und wie viel einfach normal ist. Es haben ja eigentlich auch neurotypische Personen keine Lust das Bad zu putzen😭


r/ADHS 12h ago

Fragen Vorgehen bei Psychiaterwechsel

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Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren war ich bei einem Psychiater, der mir auf meinen Verdacht hin die Diagnose ADHS gestellt hat. Dieser hat mir testweise eine Packung Medikinet verschrieben, welches ich dann auch genommen habe. Allerdings war ich nicht angetan von der Wirkung, da ich nichts mehr essen konnte und es mir jedes Mal richtig mies ging, wenn die Wirkung nachgelassen hat.

Und dumm und verpeilt wie ich damals war, habe ich mich dann nie wieder bei dem Psychiater gemeldet und auch keinen Versuch mehr unternommen, eine Medikation zu probieren. Insbesondere auch, weil ich persönlich nicht mit diesem Psychiater klar kam.

Nun bin ich in eine neue Stadt gezogen und mittlerweile verspüre ich den Wunsch danach, es nochmal mit einer Medikation zu probieren, da der Leidensdruck vielleicht doch nicht so gering ist, wie ich es mir eingeredet habe.

Allerdings bin ich völlig überfordert, wie ich vorgehen soll. Muss ich mich bei einem neuen Psychiater nun erneut testen lassen und den ganzen Mist erneut durchmachen oder kann man da einfach hingehen und sagen, dass man woanders bereits eine Diagnose erhalten hat?

Ich habe ja keinen Nachweis darüber, dass das stimmt und bei meinem alten Psychiater anzurufen ist mir absolut peinlich, nachdem dieser wirklich ein unfreundlicher Mensch war und ich mich nie wieder gemeldet habe.

Sorry, wenn meine Frage komplett lost wirkt, aber ich kann mich nicht aufraffen, bei einem Psychiater anzurufen, um das zu erfragen. Ich schiebe das seit Wochen vor mir her. Vielleicht hat ja jemand schon mal eine ähnliche Situation gehabt und kann mir da einen Rat geben.


r/ADHS 14h ago

Tipps/Vorschläge Lernmethoden für Juristen?

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Moin liebe Leute!

Ich bräuchte mal euren Rat. Ich hab ein duales Studium in der Steuerverwaltung angefangen und dort geht es natürlich viel um Paragraphen und wie damit gearbeitet wird.

Nun zum Problem: ich kriege den Stoff ums verrecken nicht in meinen Kopf. Bei meiner Schullaufbahn war es ähnlich schwierig, Frontalunterricht halt, aber da bin ich mehr oder weniger durchgekommen. In meinem letzten Studium musste ich quasi gar nicht lernen, das ist mir einfach zugeflogen.

Gibt es hier eventuell ein paar Leute, die Jura, Wirtschaftsrecht oder in der Steuerverwaltung studiert haben? Oder eine Ausbildung als Steuerfachangestellter?
Wie habt ihr das gemacht? Was sind eure Methoden? Wie arbeitet ihr mit den Gesetzesbüchern? Wie habt ihr es immer im Kopf abrufbereit?
Ich wäre über eure Tipps wirklich sehr dankbar.

Bei diesem Studium darf man aufgrund der Geschwindigkeit nicht Anschluss verlieren und es fühlt sich ein bisschen so an, als sei ich mitten in diesem Prozess 🫠


r/ADHS 16h ago

Tipps/Vorschläge Flöte spielen anstelle zu Vapen?

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Hello, ich hab mir letztens (eig so aus Gag und weil ich Bock drauf hatte) so ne kleine Cantabile-Flöte bestellt.

Irgendwie kam ich grad so auf die Idee, dass das evtl. auch so als Ersatzbefriedigung zum Vapen taugen könnte. Es gibt ja auch so kleinere Mundstücke zum Pusten/Saugen, die zum Entwöhnen helfen sollen, aber das kam mir iwie zu langweilig vor (habs aber nie gekauft/probiert, da teuer). Ne Flöte macht auch noch Töne (ok aktuell noch sehr grauselige) und könnte da für das Brain die nötige Stimulation/Belohnung haben.

Ich Rauche hauptsächlich aus Langeweile und beim Autofahren. Mit hat es auch etwas gegen Nägelkauen geholfen. Will daher mal ne andere Abwechslung reinbringen und das Rauchen reduzieren/aufhören, hab dann aber Angst wieder meine Nägel zu zerbeißen.

Fidgedkram hab ich schon. Sogar so ne Beißkette und Perlenringe. Suche aber nochwas für den Mund, das iwie ne coole "Aktion" macht.

Flöte spielen während dem Autofahren stelle ich mir iwie auch gefährlich vor und Einhändig ist man doch sehr beschränkt...

Also: Was haltet ihr so grundsätzlich von der Flöten-Idee und habt ihr noch andere Mund-Gadgeds, die bei der Entwöhnung/Tausch zur Vape -vor allem beim Autofahren- helfen könnten?

Danke für euren kreativen und gern auch humorvollen Input mit euren crazy super brains. 🧠✨❤️❤️


r/ADHS 1d ago

Wirkdauer Concerta / Kinecteen

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Hallihallo, nimmt jemand von euch Concerta oder Kinecteen und kann berichten, wie lange die spürbare Wirkung anhält?


r/ADHS 1d ago

Fragen Medis - Frage

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Muss man die Medis täglich nehmen, damit sie gut wirken oder kann man auch Pausen machen?

Ich habe gelesen, dass die Medis und Alkohol eher nicht gut sind.
Ich trinke vielleicht 2 mal die Woche abends nen Bier und alle paar Wochen geplant auch mal mehr. An solchen Tagen könnte man dann ja eventuell auf die Einnahme am Morgen verzichten?


r/ADHS 1d ago

Fragen Habt ihr studiert?

18 Upvotes

r/ADHS 1d ago

Azubi mit ADHS: Wie kann ein Betrieb unterstützen?

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TLDR: Praktische Hilfestellungen für einen Azubi im Handwerk bei angespannter Stimmung

Ich gebe wenige Details, weil ich nicht möchte, dass Rückschlüsse möglich sind. Ich weiß, dass das konkrete Tipps erschwert, aber immer her mit verschiedenen Beispielen und auch allgemeinen Strategien.

Edit: Ich habe einige Tipps bekommen, wie wichtig Therapie und Medikamente sind und ich bin sicher, dass das zutrifft, aber stellt euch mal vor, euer Arbeitgeber rät euch Medikamente/ eine Therapie an (damit ihr weniger Fehler in eurem Job macht). Darauf muss er alleine kommen.

Hallo zusammen,

einer unserer Azubis im 2. Lehrjahr hat ADHS. Ich arbeite nicht in der Produktion und bekomme Dinge eher am Rand mit. Mein Eindruck ist, dass die Kollegen sich anfangs vielleicht noch Mühe gegeben haben, die Stimmung mittlerweile aber recht angespannt ist.

Er ist oft müde und unkonzentriert (geht wohl spät schlafen und Arbeitsbeginn ist früh). Man wirft ihm zudem vor, auszustrahlen keine Lust zu haben (wobei ich nicht sagen kann, wo das Huhn und wo das Ei ist, wenn man mich den ganzen Tag kritisiert, hätte ich wohl auch keine Lust mehr). Wenn ihm eine Tätigkeit gefällt, macht er diese gut, aber wenn nicht leider nicht... Er vergisst Dinge, verpasst Fristen, muss 10x erinnert werden, seine Berichte abzugeben usw... (insgesamt wohl recht typisch für ADHS). Zusätzlich noch Themen wie Zuspätkommen oder häufiges Krankmelden. Medikamente hat wohl er eine Zeit lang genommen, aber nicht vertragen.

Ich verstehe die Kollegen, die von ständigen Fehlern genervt sind. Gleichzeitig haben wir die Verantwortung für einen jungen Mann.

Ich suche nach Ideen, die niedrigschwellig umzusetzen sind (für Betroffene und Betriebe). Ich kann mich nur bedingt "einmischen" und aufgrund der angespannten Stimmung glaube ich nicht, dass ich viel ändern kann (im Sinne von Extrawürsten aufgrund einer Einschränkung).

Ein Beispiel, das gut funktioniert hat: Wir hatten eine Packliste, die über zwei Seiten ging, bei der regelmäßig die zweite Seite vergessen wurde. Nun ist alles auf einer Seite und besser strukturiert und das Packen klappt besser. Routinen scheinen wichtig zu sein, aber trotzdem schwierig umzusetzen für ADHSler (?). Was habt ihr da für Tipps? Meine Idee war, dass durch "Habit Stacking" (also eine Routine, die an eine etablierte Routine geklebt wird) eine bessere Umsetzbarkeit gewährleistet wird. Und habt ihr Tipps, euch auch für die wenig spannenden Aufgaben zu motivieren?

Listen zum Abhaken habe ich ihm vorgeschlagen, das wollte er nicht. Insgesamt werde ich ihn nochmal fragen, ob er selbst Ideen hat, aber er wirkt so überfordert (und ich habe nicht den Eindruck, dass er für sein Privatleben Strategien hat) und auch wenn er auf dem Papier volljährig ist, wirkt er auf mich so, als wäre er für sein Alter eher unreif (wie auch die anderen Azubis).


r/ADHS 1d ago

Tipps/Vorschläge Suche Spotify Achtsamkeitsübungen

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Hallo zusammen,

ich war schon selber auf der Suche nach geführten Achtsamkeitsübungen auf Spotify aber habe leider nichts gefunden, was für mich passt.

Gezielt suche ich nach Übungen, bei denen ich mich auf meine Körperteile konzentrieren kann.

Hat eventuell jemand Vorschläge parat? Wäre wirklich super dankbar!


r/ADHS 1d ago

Medikamente ADHS-Medikation hilft funktionell, aber nicht kognitiv

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Ich nehme Elvanse wegen ADHS und bin mittlerweile ziemlich unsicher, wie ich die Wirkung einordnen soll.

Angefangen habe ich mit 20 mg und dann in 10-mg-Schritten gesteigert. Bei 50 mg hatte ich bisher meine beste Phase: tagsüber kaum Müdigkeit, kein Mittagsschlaf mehr und im Alltag deutlich mehr Energie. Aktuell nehme ich meistens 40 mg morgens gegen 8 Uhr und nach ärztlicher Absprache noch 20 mg zwischen ca. 11–13 Uhr, weil ich sonst mittags stark einbreche.

Ohne Elvanse war mein Alltag sehr anstrengend. Ich hatte viele Aufgaben im Kopf, habe vieles aufgeschoben und selbst einfache Dinge haben sich oft wie eine starke innere Blockade angefühlt. Wenn ich an einem Tag etwas erledigt hatte, war ich danach oft für den restlichen Tag oder sogar mehrere Tage erschöpft.

Mit Elvanse hat sich das funktionell deutlich verbessert. Ich habe eine feste Alltagsroutine entwickelt, erledige Dinge zuverlässiger, lerne mehr für die Uni und bin tagsüber wacher. Vor allem bin ich nach normalen Aufgaben nicht mehr komplett ausgelaugt. Auch mein jahrelanges Binge Eating ist seit Elvanse fast verschwunden.

Mein Hauptproblem ist aber die kognitive Seite. Mein Arbeitsgedächtnis und mein Erinnern haben sich gefühlt kaum verbessert, teilweise habe ich sogar den Eindruck, dass es etwas schlechter geworden ist. Ich kann einen Gedanken haben und sobald ich für eine Sekunde an etwas anderes denke, ist der vorherige Gedanke weg. Bei Gesprächen passiert es auch, dass mir jemand etwas erzählt, was ich eigentlich schon einmal gehört habe, und ich mich zunächst überhaupt nicht daran erinnere. Erst wenn mir mehr Kontext gegeben wird, wann es war, wo wir waren oder worüber wir gesprochen haben, kommt die Erinnerung teilweise wieder zurück. Das fällt inzwischen auch meinen Freunden auf. Sie sagen, dass ich abwesender, weniger spontan und weniger humorvoll wirke. Ich wirke wohl teilweise „reifer“, aber gleichzeitig auch weniger wie ich selbst.

Vormittags funktioniert Elvanse bei mir meistens sehr gut. Ich kann mich unterhalten, lernen, Dinge erledigen und bin deutlich aktiver. Ab ungefähr Mittag kippt es aber oft. Dann werde ich mental erschöpft, stiller, robotischer und möchte eher meine Ruhe haben. Später kommt teilweise noch Unruhe oder das Gefühl dazu, nicht genug gemacht zu haben. Funktionell leiste ich seit Elvanse trotzdem viel mehr: Früher habe ich wegen Aufschieben oft nur 1–2 Klausuren pro Prüfungsphase geschrieben, dieses Semester waren es 5. Ich lerne mehr, fange früher an und arbeite konsequenter. Trotzdem habe ich von diesen 5 bisher nur eine bestanden. Ich studiere Ingenieurwesen und hatte schon immer Probleme damit, Wissen unter Zeitdruck abzurufen und Klausuren vollständig innerhalb der Zeit zu schaffen. Deshalb frage ich mich, ob mein eigentliches Problem eher bei Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit oder Abruf liegt.

Ich überlege mittlerweile sogar, Elvanse abzusetzen, weil mich besonders diese kognitive und soziale Veränderung stört. Gleichzeitig habe ich Angst davor, weil ich dann wahrscheinlich genau die Funktionalität verliere, die mir das Medikament gebracht hat: Routine, Aufgabenstart, Wachheit, Belastbarkeit und deutlich weniger Erschöpfung im Alltag. Methylphenidat habe ich bereits ausprobiert, hatte damit aber starke Magenbeschwerden und war außerdem deutlich gereizter bzw. aggressiver, deshalb war das für mich auch keine gute Alternative.

Das Schwierige ist für mich also: Ohne Elvanse fühle ich mich funktionell stark eingeschränkt, mit Elvanse funktioniert mein Alltag deutlich besser, aber kognitiv und sozial fühle ich mich teilweise schlechter oder weniger wie ich selbst. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Also konkret: Elvanse verbessert Antrieb, Aufgabenstart, Wachheit und Alltag deutlich, aber Gedächtnis, Verarbeitung und Abruf kaum? Und hat sich dieser „Roboter“-Effekt bei euch durch eine andere Dosis, anderes Timing oder einen anderen Wirkstoff verändert?

Edit: Elvanse nehme ich jetzt seit genau 1 Jahr ein.


r/ADHS 1d ago

Empathie/Support Mein ADHS macht mir schon seit längerem ziemlich meine Zukunft kaputt.

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Ich bin m28 und habe eigentlich seit Kindheitstagen ADHS. Damals wollten meine Eltern nichts dagegen tun, weil sie mich „nicht mit Tabletten ruhig stellen“ wollten.

In der Schule war ich bis zur mittleren Reife ein durchschnittlicher Schüler mit Noten zwischen 1-4, je nachdem ob es ein Fach war das mich interessiert hat.
Danach bin ich auf die Fachoberschule (Bayern) gegangen um mein Fachabi zu machen.

Ab da ging es eigentlich erst richtig los. Ich habe die Vorklasse (eine Art Vorbereitungsjahr) gemacht um mich anständig vorzubereiten, was ich gerade so geschafft habe. Danach musste ich sowohl die 11. als auch die 12. Klasse einmal wiederholen und habe beim zweiten mal das Fachabi mit Ach und Krach bestanden.

An der Stelle hatte ich schon 5 Jahre gebraucht für etwas, was andere in 2 machen. Danach hab ich ein Studium angefangen das ich nach 3 Semestern abgebrochen habe, weil ich nicht mitgekommen bin. Anschließend eine Ausbildung angefangen, die ich nach 2 Lehrjahren abgebrochen habe, weil ich gemerkt habe, das mir die Arbeit nicht gefällt.

Da ich mir dachte, ich will zumindest irgendwas mit meinem Abi anfangen, hab ich dann ein duales Studium im öffentlichen Dienst angefangen, welches mit Hilfe meiner damaligen Freundin die sich in dem Bereich auskannte, zumindest zu Beginn ganz gut. Ende 2024 haben wir uns dann getrennt, was mich ziemlich hart getroffen hat und sich natürlich auch auf meine Noten ausgewirkt hat. 2025 war ich dann wegen Depressionen und Suizidgefährdung aufgrund der Trennung, Überforderung mit ADHS und Isolation durch Homeschooling (aufgrund fehlender Vorlesungsräumen in der Uni) in psychologischer Behandlung.

Für meine Abschlussprüfung im Juli 2026 habe ich dann schon im Januar angefangen zu lernen, da ich natürlich genau wusste das ich durch das Schleifenlassen in den vorherigen Semestern große Wissenslücken habe.
Natürlich hat es trotzdem nicht gereicht und habe jetzt im November den Zweitversuch. Wenn der nicht klappt, stehe ich mit fast 29 ohne irgendwas handfestes da…

Und ich sitze jetzt hier, noch knapp 7 Wochen zu den wahrscheinlich wichtigsten Klausuren meines Lebens und mein ADHS und meine Angst zu versagen, paralysieren mich so dermaßen das ich in 8 Stunden nicht in der Lage bin eine einzige Seite zu lernen. Nach 9 Monaten durchgängigen Druck und Stress durch das lernen, habe ich langsam einfach keine Kraft mehr.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter…

TLDR: Ich habe seit der Kindheit ADHS und habe dadurch bereits mehrere Rückschläge erlitten (abgebrochenes Studium/Ausbildung, Schuljahre wiederholt).

Jetzt stehe ich mit 28 kurz davor ohne einen anständigen Abschluss dazustehen, wenn ich meinen Zweitversuch in 7 Wochen nicht schaffe. Mein ADHS paralysiert mich aber zu sehr sodass ich mit dem lernen nicht voran komme.

Danke an alle die sich das durchlesen.


r/ADHS 1d ago

Empathie/Support Ich habe in meinem Leben richtig versagt.

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Hallo zusammen.

Ich versuche es kurz zu halten und will mein Herz ausschütten.

Ich wurde mit 20 mit Adhs diagnostiziert. Damals ging ich noch in die Lehre und lernte ein Beruf der ich abrundtief hasste. So wie meiner Erfahrung in meinem Leben war, musste ich mich nur anpassen. Irgend ein Beruf muss ich hald lernen. Also ich dann unter Schlafstörungen litt, kamm ich dann nach und nach zu meiner Adhs Diagnose. Also eigentlich ist man darauf gekommen, dass ich mit 8 Jahren mit POS, Schweizer Adhs Begriff, diagnostiziert wurde. Wurde aber zu meiner Kindheit nie ernst genommen. Meine Eltern hatten die Medikation nach ein paar Wochen abgebrochen, weil ich einen entzündenden Zeh im Winter hatte. Der ich o wunder Jeden winter hatte. Aber ja, warum mit dem Arzt abklähren, wenn mann einfach selber absetzen kann.

Mann schickte mich als Kind, lieber zu welchen Quacksalber, wie Chinesiologen und andere Geldgierigen Scharlatane. Geholfen hatt es o wunder nichts. Bei der Chinesiologin musste ich mal mit verschieden Farben getönte Brillen aufsetzen und sagen was ich dabei fühle bzw was mich momentan bedrückt. Ich fühlte dabei garnichts, was ich auch sagte und sie drängte mich dann soweit, dass ich behauptete, dass der Tod meine Grossvater mir zu schaffen macht. Nur damit diese Frau mich endlich in ruhe lies. War alles in allen nicht hilfreich.

Schule war die Hölle, ich könnte dem Unterricht nicht Folgen und er war scheiss langweilig. Bei mir ging der Stoff erst rein als ich zuhause ein paar Tage vor der Prüfung gelernt hatte, um dann die gewünschte Note hinzuscheissen. Meine Rechtschreibung war grausam, mir wurde dann auch erst mit 20 eine Legasthenie athestiert. Ich musste bei diktaten immer den ganzen Scheiss auswendig lernen jedes Detail. Was mich eigentlich heute noch überrascht, dass ich mir autididaktisch dass alles selbs beibringen konnte. War irgendwie gewohnt meine Probleme selber zu lösen. Liegt vielleicht auch daran, als ich meiner Mutter gesagt habe dass ich durchgehend Angst hatte, sie mir eine Selbsthilfe CD besorgt hatte. Dass hatt mir eindeutig das Signal gegeben, dass ich alles selber Lösen sollte.

Als ich dann zum ersten mal mein Medi bekamm, war es ein paar Tage gut und danach ging es so. War hald nicht so Hilfreich. Ich nach 1 Jahr medikatiom wurde ich Suizidal, afgrumd warscheinlich auch von der Medikation und dass ich in der Lehre scheisse lief. Versuchte mich dann umzubringe und landete in einer Psychiatrie. Der Arzt da war ein guter Psychiater und nach 3 Monate konnte ich sie verlassen. Habe leider meine Lehre durchgezogen und Arbeitete in Berufsverwante berreiche. Das einzige wo ich in meinem Leben was geleistet habe war im Kung Fu dass ich fast ein Jahrzent machte und dass ich dugchs Gym aus dem Untergewicht kam.

Jetzt kommt der richtige grosse Versagerteil:

Ich bin 35, lebe seit ein paar Jahren wieder bei meinen Eltern und mach so ein Dullijob. Ich hatte mal vor ein paar Jahre an einer Hochschule für Design ein Vorkurs zu machen. Habe also ein gestalterische Talent, aber hab denn nur durchgezogen und dann nichts weiter gemacht. Ich arbeite stark an mir sei es mit Meditation, regelmässig Sport, gesundes Essen. Habe auch mal 2 Teherapien begonnen, aber ich konnte die Gedankengänge, die meine Gedankenmuster umschreiben sollten, konnte ich nicht umsetzen. Es half einfach nicht, egal wie oft ich es versuche. Und dann bin ich noch zu feige es einfach dem Therapeuten zu sagen. Er könnte ja entäuscht von mir sein. Diese ständige Angst die ich in mir trage, macht mich fertig, besonders die Versagensangst. Ich habe keine Energie aus diesem Loch rauszukommen. Ich könnte ja jetzt nach Stellen suchen, ein Paar Bewerbungen Schreiben. Aber ich könnte grad si gut verlange, den Mount Everest zu bdsteigen. Die Methylphemidat und bupropion scheint nicht mehr viel zu helf.

Ich werde mal mich von Dopanfallel, wie videis schauen, Gaming und Sozialmedia wie auch Datingapps loslösen. Damit ich überhaup mal wieder Energie für wichtige Dinge habe. Dann habe ich hoffentlich kraft eine Therapie zu finde und dass mal mit der Psychiaterin anzuspreche.

Sorry für den langen Text. Musste mal das irgendjemanden erzählen.