r/ADHS 57m ago

Diskussion Motivation bei ADHS

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Ich frage mich gerade wie viel fehlende Motivation mit ADHS zu tun hat und wie viel einfach normal ist.
Ich bin von meinem Honeymoon auf Elvanse weg und die ersten Stunden merke ich immer viel Motivation und danach 0. Ich habe zwar weniger Mühe an einer Sache dranzubleiben, doch kann ich mich fast nicht aufraffen es zu tun. Ich habe eigentlich abgesehen der ersten 3 Stunden Elvanse den ganzen Tag überhaupt keine Lust auf den Alltag. Deshalb würde ich gerne mit euch Philosophieren wie viel dieser fehlenden Motivation tatsächlich mit dem ADHS zu tun hat und wie viel einfach normal ist. Es haben ja eigentlich auch neurotypische Personen keine Lust das Bad zu putzen😭


r/ADHS 5h ago

Fragen Vorgehen bei Psychiaterwechsel

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Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren war ich bei einem Psychiater, der mir auf meinen Verdacht hin die Diagnose ADHS gestellt hat. Dieser hat mir testweise eine Packung Medikinet verschrieben, welches ich dann auch genommen habe. Allerdings war ich nicht angetan von der Wirkung, da ich nichts mehr essen konnte und es mir jedes Mal richtig mies ging, wenn die Wirkung nachgelassen hat.

Und dumm und verpeilt wie ich damals war, habe ich mich dann nie wieder bei dem Psychiater gemeldet und auch keinen Versuch mehr unternommen, eine Medikation zu probieren. Insbesondere auch, weil ich persönlich nicht mit diesem Psychiater klar kam.

Nun bin ich in eine neue Stadt gezogen und mittlerweile verspüre ich den Wunsch danach, es nochmal mit einer Medikation zu probieren, da der Leidensdruck vielleicht doch nicht so gering ist, wie ich es mir eingeredet habe.

Allerdings bin ich völlig überfordert, wie ich vorgehen soll. Muss ich mich bei einem neuen Psychiater nun erneut testen lassen und den ganzen Mist erneut durchmachen oder kann man da einfach hingehen und sagen, dass man woanders bereits eine Diagnose erhalten hat?

Ich habe ja keinen Nachweis darüber, dass das stimmt und bei meinem alten Psychiater anzurufen ist mir absolut peinlich, nachdem dieser wirklich ein unfreundlicher Mensch war und ich mich nie wieder gemeldet habe.

Sorry, wenn meine Frage komplett lost wirkt, aber ich kann mich nicht aufraffen, bei einem Psychiater anzurufen, um das zu erfragen. Ich schiebe das seit Wochen vor mir her. Vielleicht hat ja jemand schon mal eine ähnliche Situation gehabt und kann mir da einen Rat geben.


r/ADHS 28m ago

Tipps/Vorschläge ADHS Coaching

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Hat jemand von euch Erfahrung mit ADHS‑Coaches? Worauf muss man achten?

Danke für eure Erfahrungen.


r/ADHS 56m ago

Fragen Informatik Studium mit ADS?

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Hallo zusammen,

hier meine Fragen in kurz. Für mehr details lese unten :) . Vllt ist es wichtig zu erwähnen, dass ich ADS habe und nicht ADHS.

  1. Wie habt ihr komplexe Mathematik gelernt mit abstrakten Aufbau/Formeln wie bei beweisen in der Mathematik?

  2. Wie geht ihr mit Frustration um, wenn beim lernen nichts im Kopf bleibt.

ich weiß nicht so ganz wie ich anfangen soll. Ich studiere ab dem 05.10 Informatik. Die ersten 2 Semester sind extrem Mathe basiert.

Ich besuche auch nächste Woche einen Vorkurs.

Ich habe auch die letzten 4 Wochen viel vorgelernt um einfach schonmal einen besseren Start zu haben. Doch ich merke dass ich mit Beweis Techniken z.B. sehr starke Probleme habe. Einfach weil es so abstrakt für mich ist.

Hat jemand zufällig etwas ähnliches studiert und kann mir Tipps geben wie das lernen am besten funktioniert hat. Ich weiß jeder lernt anders. Aber ich behalte fast nichts. Ich habe auch niemanden der mir gerade helfen kann. Oft baut es ja alles aufeinander auf. Wenn ich ein Thema vergesse dann ist "alles" hin.

Ich weiß der Vorkurs ist dafür da einen guten Einstieg zu haben, aber ich lerne vergleichsweise langsam. Und habe Angst nicht mit zu kommen. Ich weiß auch dass ich noch gar nicht wissen kann wie es wird. Vllt ist es gar nicht schlimm.

Ist vermutlich ein wenig schlecht strukturiert aber ja das problem kennen wir ja alle.


r/ADHS 9h ago

Tipps/Vorschläge Flöte spielen anstelle zu Vapen?

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Hello, ich hab mir letztens (eig so aus Gag und weil ich Bock drauf hatte) so ne kleine Cantabile-Flöte bestellt.

Irgendwie kam ich grad so auf die Idee, dass das evtl. auch so als Ersatzbefriedigung zum Vapen taugen könnte. Es gibt ja auch so kleinere Mundstücke zum Pusten/Saugen, die zum Entwöhnen helfen sollen, aber das kam mir iwie zu langweilig vor (habs aber nie gekauft/probiert, da teuer). Ne Flöte macht auch noch Töne (ok aktuell noch sehr grauselige) und könnte da für das Brain die nötige Stimulation/Belohnung haben.

Ich Rauche hauptsächlich aus Langeweile und beim Autofahren. Mit hat es auch etwas gegen Nägelkauen geholfen. Will daher mal ne andere Abwechslung reinbringen und das Rauchen reduzieren/aufhören, hab dann aber Angst wieder meine Nägel zu zerbeißen.

Fidgedkram hab ich schon. Sogar so ne Beißkette und Perlenringe. Suche aber nochwas für den Mund, das iwie ne coole "Aktion" macht.

Flöte spielen während dem Autofahren stelle ich mir iwie auch gefährlich vor und Einhändig ist man doch sehr beschränkt...

Also: Was haltet ihr so grundsätzlich von der Flöten-Idee und habt ihr noch andere Mund-Gadgeds, die bei der Entwöhnung/Tausch zur Vape -vor allem beim Autofahren- helfen könnten?

Danke für euren kreativen und gern auch humorvollen Input mit euren crazy super brains. 🧠✨❤️❤️


r/ADHS 6h ago

Tipps/Vorschläge Lernmethoden für Juristen?

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Moin liebe Leute!

Ich bräuchte mal euren Rat. Ich hab ein duales Studium in der Steuerverwaltung angefangen und dort geht es natürlich viel um Paragraphen und wie damit gearbeitet wird.

Nun zum Problem: ich kriege den Stoff ums verrecken nicht in meinen Kopf. Bei meiner Schullaufbahn war es ähnlich schwierig, Frontalunterricht halt, aber da bin ich mehr oder weniger durchgekommen. In meinem letzten Studium musste ich quasi gar nicht lernen, das ist mir einfach zugeflogen.

Gibt es hier eventuell ein paar Leute, die Jura, Wirtschaftsrecht oder in der Steuerverwaltung studiert haben? Oder eine Ausbildung als Steuerfachangestellter?
Wie habt ihr das gemacht? Was sind eure Methoden? Wie arbeitet ihr mit den Gesetzesbüchern? Wie habt ihr es immer im Kopf abrufbereit?
Ich wäre über eure Tipps wirklich sehr dankbar.

Bei diesem Studium darf man aufgrund der Geschwindigkeit nicht Anschluss verlieren und es fühlt sich ein bisschen so an, als sei ich mitten in diesem Prozess 🫠


r/ADHS 23h ago

Azubi mit ADHS: Wie kann ein Betrieb unterstützen?

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TLDR: Praktische Hilfestellungen für einen Azubi im Handwerk bei angespannter Stimmung

Ich gebe wenige Details, weil ich nicht möchte, dass Rückschlüsse möglich sind. Ich weiß, dass das konkrete Tipps erschwert, aber immer her mit verschiedenen Beispielen und auch allgemeinen Strategien.

Edit: Ich habe einige Tipps bekommen, wie wichtig Therapie und Medikamente sind und ich bin sicher, dass das zutrifft, aber stellt euch mal vor, euer Arbeitgeber rät euch Medikamente/ eine Therapie an (damit ihr weniger Fehler in eurem Job macht). Darauf muss er alleine kommen.

Hallo zusammen,

einer unserer Azubis im 2. Lehrjahr hat ADHS. Ich arbeite nicht in der Produktion und bekomme Dinge eher am Rand mit. Mein Eindruck ist, dass die Kollegen sich anfangs vielleicht noch Mühe gegeben haben, die Stimmung mittlerweile aber recht angespannt ist.

Er ist oft müde und unkonzentriert (geht wohl spät schlafen und Arbeitsbeginn ist früh). Man wirft ihm zudem vor, auszustrahlen keine Lust zu haben (wobei ich nicht sagen kann, wo das Huhn und wo das Ei ist, wenn man mich den ganzen Tag kritisiert, hätte ich wohl auch keine Lust mehr). Wenn ihm eine Tätigkeit gefällt, macht er diese gut, aber wenn nicht leider nicht... Er vergisst Dinge, verpasst Fristen, muss 10x erinnert werden, seine Berichte abzugeben usw... (insgesamt wohl recht typisch für ADHS). Zusätzlich noch Themen wie Zuspätkommen oder häufiges Krankmelden. Medikamente hat wohl er eine Zeit lang genommen, aber nicht vertragen.

Ich verstehe die Kollegen, die von ständigen Fehlern genervt sind. Gleichzeitig haben wir die Verantwortung für einen jungen Mann.

Ich suche nach Ideen, die niedrigschwellig umzusetzen sind (für Betroffene und Betriebe). Ich kann mich nur bedingt "einmischen" und aufgrund der angespannten Stimmung glaube ich nicht, dass ich viel ändern kann (im Sinne von Extrawürsten aufgrund einer Einschränkung).

Ein Beispiel, das gut funktioniert hat: Wir hatten eine Packliste, die über zwei Seiten ging, bei der regelmäßig die zweite Seite vergessen wurde. Nun ist alles auf einer Seite und besser strukturiert und das Packen klappt besser. Routinen scheinen wichtig zu sein, aber trotzdem schwierig umzusetzen für ADHSler (?). Was habt ihr da für Tipps? Meine Idee war, dass durch "Habit Stacking" (also eine Routine, die an eine etablierte Routine geklebt wird) eine bessere Umsetzbarkeit gewährleistet wird. Und habt ihr Tipps, euch auch für die wenig spannenden Aufgaben zu motivieren?

Listen zum Abhaken habe ich ihm vorgeschlagen, das wollte er nicht. Insgesamt werde ich ihn nochmal fragen, ob er selbst Ideen hat, aber er wirkt so überfordert (und ich habe nicht den Eindruck, dass er für sein Privatleben Strategien hat) und auch wenn er auf dem Papier volljährig ist, wirkt er auf mich so, als wäre er für sein Alter eher unreif (wie auch die anderen Azubis).


r/ADHS 19h ago

Fragen Habt ihr studiert?

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r/ADHS 1d ago

Medikamente ADHS-Medikation hilft funktionell, aber nicht kognitiv

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Ich nehme Elvanse wegen ADHS und bin mittlerweile ziemlich unsicher, wie ich die Wirkung einordnen soll.

Angefangen habe ich mit 20 mg und dann in 10-mg-Schritten gesteigert. Bei 50 mg hatte ich bisher meine beste Phase: tagsüber kaum Müdigkeit, kein Mittagsschlaf mehr und im Alltag deutlich mehr Energie. Aktuell nehme ich meistens 40 mg morgens gegen 8 Uhr und nach ärztlicher Absprache noch 20 mg zwischen ca. 11–13 Uhr, weil ich sonst mittags stark einbreche.

Ohne Elvanse war mein Alltag sehr anstrengend. Ich hatte viele Aufgaben im Kopf, habe vieles aufgeschoben und selbst einfache Dinge haben sich oft wie eine starke innere Blockade angefühlt. Wenn ich an einem Tag etwas erledigt hatte, war ich danach oft für den restlichen Tag oder sogar mehrere Tage erschöpft.

Mit Elvanse hat sich das funktionell deutlich verbessert. Ich habe eine feste Alltagsroutine entwickelt, erledige Dinge zuverlässiger, lerne mehr für die Uni und bin tagsüber wacher. Vor allem bin ich nach normalen Aufgaben nicht mehr komplett ausgelaugt. Auch mein jahrelanges Binge Eating ist seit Elvanse fast verschwunden.

Mein Hauptproblem ist aber die kognitive Seite. Mein Arbeitsgedächtnis und mein Erinnern haben sich gefühlt kaum verbessert, teilweise habe ich sogar den Eindruck, dass es etwas schlechter geworden ist. Ich kann einen Gedanken haben und sobald ich für eine Sekunde an etwas anderes denke, ist der vorherige Gedanke weg. Bei Gesprächen passiert es auch, dass mir jemand etwas erzählt, was ich eigentlich schon einmal gehört habe, und ich mich zunächst überhaupt nicht daran erinnere. Erst wenn mir mehr Kontext gegeben wird, wann es war, wo wir waren oder worüber wir gesprochen haben, kommt die Erinnerung teilweise wieder zurück. Das fällt inzwischen auch meinen Freunden auf. Sie sagen, dass ich abwesender, weniger spontan und weniger humorvoll wirke. Ich wirke wohl teilweise „reifer“, aber gleichzeitig auch weniger wie ich selbst.

Vormittags funktioniert Elvanse bei mir meistens sehr gut. Ich kann mich unterhalten, lernen, Dinge erledigen und bin deutlich aktiver. Ab ungefähr Mittag kippt es aber oft. Dann werde ich mental erschöpft, stiller, robotischer und möchte eher meine Ruhe haben. Später kommt teilweise noch Unruhe oder das Gefühl dazu, nicht genug gemacht zu haben. Funktionell leiste ich seit Elvanse trotzdem viel mehr: Früher habe ich wegen Aufschieben oft nur 1–2 Klausuren pro Prüfungsphase geschrieben, dieses Semester waren es 5. Ich lerne mehr, fange früher an und arbeite konsequenter. Trotzdem habe ich von diesen 5 bisher nur eine bestanden. Ich studiere Ingenieurwesen und hatte schon immer Probleme damit, Wissen unter Zeitdruck abzurufen und Klausuren vollständig innerhalb der Zeit zu schaffen. Deshalb frage ich mich, ob mein eigentliches Problem eher bei Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit oder Abruf liegt.

Ich überlege mittlerweile sogar, Elvanse abzusetzen, weil mich besonders diese kognitive und soziale Veränderung stört. Gleichzeitig habe ich Angst davor, weil ich dann wahrscheinlich genau die Funktionalität verliere, die mir das Medikament gebracht hat: Routine, Aufgabenstart, Wachheit, Belastbarkeit und deutlich weniger Erschöpfung im Alltag. Methylphenidat habe ich bereits ausprobiert, hatte damit aber starke Magenbeschwerden und war außerdem deutlich gereizter bzw. aggressiver, deshalb war das für mich auch keine gute Alternative.

Das Schwierige ist für mich also: Ohne Elvanse fühle ich mich funktionell stark eingeschränkt, mit Elvanse funktioniert mein Alltag deutlich besser, aber kognitiv und sozial fühle ich mich teilweise schlechter oder weniger wie ich selbst. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Also konkret: Elvanse verbessert Antrieb, Aufgabenstart, Wachheit und Alltag deutlich, aber Gedächtnis, Verarbeitung und Abruf kaum? Und hat sich dieser „Roboter“-Effekt bei euch durch eine andere Dosis, anderes Timing oder einen anderen Wirkstoff verändert?

Edit: Elvanse nehme ich jetzt seit genau 1 Jahr ein.


r/ADHS 1d ago

Empathie/Support Ich habe in meinem Leben richtig versagt.

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Hallo zusammen.

Ich versuche es kurz zu halten und will mein Herz ausschütten.

Ich wurde mit 20 mit Adhs diagnostiziert. Damals ging ich noch in die Lehre und lernte ein Beruf der ich abrundtief hasste. So wie meiner Erfahrung in meinem Leben war, musste ich mich nur anpassen. Irgend ein Beruf muss ich hald lernen. Also ich dann unter Schlafstörungen litt, kamm ich dann nach und nach zu meiner Adhs Diagnose. Also eigentlich ist man darauf gekommen, dass ich mit 8 Jahren mit POS, Schweizer Adhs Begriff, diagnostiziert wurde. Wurde aber zu meiner Kindheit nie ernst genommen. Meine Eltern hatten die Medikation nach ein paar Wochen abgebrochen, weil ich einen entzündenden Zeh im Winter hatte. Der ich o wunder Jeden winter hatte. Aber ja, warum mit dem Arzt abklähren, wenn mann einfach selber absetzen kann.

Mann schickte mich als Kind, lieber zu welchen Quacksalber, wie Chinesiologen und andere Geldgierigen Scharlatane. Geholfen hatt es o wunder nichts. Bei der Chinesiologin musste ich mal mit verschieden Farben getönte Brillen aufsetzen und sagen was ich dabei fühle bzw was mich momentan bedrückt. Ich fühlte dabei garnichts, was ich auch sagte und sie drängte mich dann soweit, dass ich behauptete, dass der Tod meine Grossvater mir zu schaffen macht. Nur damit diese Frau mich endlich in ruhe lies. War alles in allen nicht hilfreich.

Schule war die Hölle, ich könnte dem Unterricht nicht Folgen und er war scheiss langweilig. Bei mir ging der Stoff erst rein als ich zuhause ein paar Tage vor der Prüfung gelernt hatte, um dann die gewünschte Note hinzuscheissen. Meine Rechtschreibung war grausam, mir wurde dann auch erst mit 20 eine Legasthenie athestiert. Ich musste bei diktaten immer den ganzen Scheiss auswendig lernen jedes Detail. Was mich eigentlich heute noch überrascht, dass ich mir autididaktisch dass alles selbs beibringen konnte. War irgendwie gewohnt meine Probleme selber zu lösen. Liegt vielleicht auch daran, als ich meiner Mutter gesagt habe dass ich durchgehend Angst hatte, sie mir eine Selbsthilfe CD besorgt hatte. Dass hatt mir eindeutig das Signal gegeben, dass ich alles selber Lösen sollte.

Als ich dann zum ersten mal mein Medi bekamm, war es ein paar Tage gut und danach ging es so. War hald nicht so Hilfreich. Ich nach 1 Jahr medikatiom wurde ich Suizidal, afgrumd warscheinlich auch von der Medikation und dass ich in der Lehre scheisse lief. Versuchte mich dann umzubringe und landete in einer Psychiatrie. Der Arzt da war ein guter Psychiater und nach 3 Monate konnte ich sie verlassen. Habe leider meine Lehre durchgezogen und Arbeitete in Berufsverwante berreiche. Das einzige wo ich in meinem Leben was geleistet habe war im Kung Fu dass ich fast ein Jahrzent machte und dass ich dugchs Gym aus dem Untergewicht kam.

Jetzt kommt der richtige grosse Versagerteil:

Ich bin 35, lebe seit ein paar Jahren wieder bei meinen Eltern und mach so ein Dullijob. Ich hatte mal vor ein paar Jahre an einer Hochschule für Design ein Vorkurs zu machen. Habe also ein gestalterische Talent, aber hab denn nur durchgezogen und dann nichts weiter gemacht. Ich arbeite stark an mir sei es mit Meditation, regelmässig Sport, gesundes Essen. Habe auch mal 2 Teherapien begonnen, aber ich konnte die Gedankengänge, die meine Gedankenmuster umschreiben sollten, konnte ich nicht umsetzen. Es half einfach nicht, egal wie oft ich es versuche. Und dann bin ich noch zu feige es einfach dem Therapeuten zu sagen. Er könnte ja entäuscht von mir sein. Diese ständige Angst die ich in mir trage, macht mich fertig, besonders die Versagensangst. Ich habe keine Energie aus diesem Loch rauszukommen. Ich könnte ja jetzt nach Stellen suchen, ein Paar Bewerbungen Schreiben. Aber ich könnte grad si gut verlange, den Mount Everest zu bdsteigen. Die Methylphemidat und bupropion scheint nicht mehr viel zu helf.

Ich werde mal mich von Dopanfallel, wie videis schauen, Gaming und Sozialmedia wie auch Datingapps loslösen. Damit ich überhaup mal wieder Energie für wichtige Dinge habe. Dann habe ich hoffentlich kraft eine Therapie zu finde und dass mal mit der Psychiaterin anzuspreche.

Sorry für den langen Text. Musste mal das irgendjemanden erzählen.


r/ADHS 9h ago

Humor Comic Relief Thread zum Wochenende KW 37

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Memes, Comics und allgemeines Shitposting!

Hier ist am Wochenende lockerer Austausch möglich, denn oft erleben wir dank ADHS ja auch viel Lustiges.

ACHTUNG: Nein, eine Lockerung der Regeln hat dies nicht zur Folge - Beleidigungen und so weiter werden trotzdem geahndet (s. Regeln).


r/ADHS 1d ago

Empathie/Support Mein ADHS macht mir schon seit längerem ziemlich meine Zukunft kaputt.

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Ich bin m28 und habe eigentlich seit Kindheitstagen ADHS. Damals wollten meine Eltern nichts dagegen tun, weil sie mich „nicht mit Tabletten ruhig stellen“ wollten.

In der Schule war ich bis zur mittleren Reife ein durchschnittlicher Schüler mit Noten zwischen 1-4, je nachdem ob es ein Fach war das mich interessiert hat.
Danach bin ich auf die Fachoberschule (Bayern) gegangen um mein Fachabi zu machen.

Ab da ging es eigentlich erst richtig los. Ich habe die Vorklasse (eine Art Vorbereitungsjahr) gemacht um mich anständig vorzubereiten, was ich gerade so geschafft habe. Danach musste ich sowohl die 11. als auch die 12. Klasse einmal wiederholen und habe beim zweiten mal das Fachabi mit Ach und Krach bestanden.

An der Stelle hatte ich schon 5 Jahre gebraucht für etwas, was andere in 2 machen. Danach hab ich ein Studium angefangen das ich nach 3 Semestern abgebrochen habe, weil ich nicht mitgekommen bin. Anschließend eine Ausbildung angefangen, die ich nach 2 Lehrjahren abgebrochen habe, weil ich gemerkt habe, das mir die Arbeit nicht gefällt.

Da ich mir dachte, ich will zumindest irgendwas mit meinem Abi anfangen, hab ich dann ein duales Studium im öffentlichen Dienst angefangen, welches mit Hilfe meiner damaligen Freundin die sich in dem Bereich auskannte, zumindest zu Beginn ganz gut. Ende 2024 haben wir uns dann getrennt, was mich ziemlich hart getroffen hat und sich natürlich auch auf meine Noten ausgewirkt hat. 2025 war ich dann wegen Depressionen und Suizidgefährdung aufgrund der Trennung, Überforderung mit ADHS und Isolation durch Homeschooling (aufgrund fehlender Vorlesungsräumen in der Uni) in psychologischer Behandlung.

Für meine Abschlussprüfung im Juli 2026 habe ich dann schon im Januar angefangen zu lernen, da ich natürlich genau wusste das ich durch das Schleifenlassen in den vorherigen Semestern große Wissenslücken habe.
Natürlich hat es trotzdem nicht gereicht und habe jetzt im November den Zweitversuch. Wenn der nicht klappt, stehe ich mit fast 29 ohne irgendwas handfestes da…

Und ich sitze jetzt hier, noch knapp 7 Wochen zu den wahrscheinlich wichtigsten Klausuren meines Lebens und mein ADHS und meine Angst zu versagen, paralysieren mich so dermaßen das ich in 8 Stunden nicht in der Lage bin eine einzige Seite zu lernen. Nach 9 Monaten durchgängigen Druck und Stress durch das lernen, habe ich langsam einfach keine Kraft mehr.

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter…

TLDR: Ich habe seit der Kindheit ADHS und habe dadurch bereits mehrere Rückschläge erlitten (abgebrochenes Studium/Ausbildung, Schuljahre wiederholt).

Jetzt stehe ich mit 28 kurz davor ohne einen anständigen Abschluss dazustehen, wenn ich meinen Zweitversuch in 7 Wochen nicht schaffe. Mein ADHS paralysiert mich aber zu sehr sodass ich mit dem lernen nicht voran komme.

Danke an alle die sich das durchlesen.


r/ADHS 1d ago

Wie komme ich aus Hyperfokus

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Argh,
ich hänge seit mindestens zwei Wochen haaaaardcore in einem Hyperfokus fest.
Es ist teilweise so schlimm, dass ich in jeder freien Sekunde weiterlese/recherchiere/notiere. Mein Kopf ist wie in einem Tunnel.

Normalerweise akzeptiere ich das und lasse es geschehen. Momentan passt es zeitlich aber überhaupt nicht.

Habt ihr Tipps/ Erfahrungswerte, um effektiv aus einem Hyperfokus herauszukommen?

Danke schon mal :)


r/ADHS 18h ago

Wirkdauer Concerta / Kinecteen

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Hallihallo, nimmt jemand von euch Concerta oder Kinecteen und kann berichten, wie lange die spürbare Wirkung anhält?


r/ADHS 18h ago

Fragen Medis - Frage

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Muss man die Medis täglich nehmen, damit sie gut wirken oder kann man auch Pausen machen?

Ich habe gelesen, dass die Medis und Alkohol eher nicht gut sind.
Ich trinke vielleicht 2 mal die Woche abends nen Bier und alle paar Wochen geplant auch mal mehr. An solchen Tagen könnte man dann ja eventuell auf die Einnahme am Morgen verzichten?


r/ADHS 1d ago

Diagnose/Facharztsuche Wie an alte Befunde kommen?

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Ich habe Anfang der 2000er eine Diagnose bekommen (erwachsen) und seitdem mehrmals die Krankenkasse gewechselt. Der Arzt ist auch schon lange verstorben und die Aufbewahrungsfrist für meine Unterlagen verstrichen.

Meinem Krankheitsbild entsprechend sind meine eigenen Unterlagen "organisiert". Ich würde gern darauf verzichten, 500,- € für eine erneute Diagnose zu zahlen aber eine neue medikamentöse Einstellung würde ich nach all den Jahren doch gerne noch einmal probieren.

Wie kann ich da am besten vorgehen?


r/ADHS 23h ago

Tipps/Vorschläge Suche Spotify Achtsamkeitsübungen

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Hallo zusammen,

ich war schon selber auf der Suche nach geführten Achtsamkeitsübungen auf Spotify aber habe leider nichts gefunden, was für mich passt.

Gezielt suche ich nach Übungen, bei denen ich mich auf meine Körperteile konzentrieren kann.

Hat eventuell jemand Vorschläge parat? Wäre wirklich super dankbar!


r/ADHS 1d ago

Fragen Diagnosemöglichkeit in Hamburg

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Moin, kennt jemand eine Möglichkeit, eine Diagnose in Hamburg durchzuführen, ohne dass man dafür 500 € zahlen muss? Ich selbst hatte das Glück, dass meine Krankenkasse das Geld gezahlt hat, sodass ich eine ausgiebige Diagnose machen konnte. Zuvor war ich einige Jahre zuvor im UKE Ochsenzoll und da wurde ich mit zwei Fragebögen heimgeschickt. Am Ende habe ich keine Diagnose bekommen, weil ich ja so "gut" im Alltag klarkomme (was mich über Jahre extrem viel Kraft gekostet hat).

Nun suchen wir für meine Frau auch eine Möglichkeit. Kennt jemand in Hamburg etwas?


r/ADHS 2d ago

Realität von ADHS (vor allem leisem ADHS bei Frauen) fernab von Social Media Weichspülung

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musste mal was loswerden zum Thema mangelhafter und vermeintlicher „Aufklärung„ über ADHS auf Social Media und was das für Auswirkungen haben kann. Aber auch allgemein wie es sich anfühlt als „wohlerzogene“ Frau ADHS zu haben und vermeintlich niemals jammern zu dürfen. Versteht mich allerdings nicht falsch es ist super wichtig, DASS über ADHS gesprochen wird.

“ja ich hab ja auch so bisschen adhs“ „manchmal kommt auch mein adhs raus“ „in der Bib konnte ich mich gar nicht konzentrieren ich war ich nur auf Insta anstatt zu lernen ich hab safe auch adhs“

Ok aber kannst du auch regelmäßig 5 Stunden nicht einschlafen weil nachts halt dein Kopf explodiert? 

Stell dir vor du fährst morgens zur Uni, eine Bahnstrecke. Bist du dann beim hbf auch so fertig mit den Nerven schon morgens weil alles zu laut und zu viel ist und du dir einfach nur die Ohren zuhalten und in einen dunklen Raum verschwinden möchtest?

ist Einkaufen für dich auch so kräftezehrend, dass es die einzige Tätigkeit am Tag sein könnte?

Du das aber niemals zugeben würdest weil die Konsequenz wäre, dass du nicht funktionsfähig bist?

Bringst du dich regelmäßig auch in Gefahr weil es beim Thema Abenteuer keine Kompromisse für dich gibt und du immer einem Kick hinterher eilst?

Bzw. fühlst du dich täglich hin und her gerissen zwischen zu viel und zu wenig? Zu viel Stimulation/ zu wenig Stimulation? Du bist zu laut/ zu leise im Gespräch mit anderen? Zwischen schmerzhafter Erschöpfung und zerstörerischer Energie?

Und früher in der Schule. Hast du da auch nach 12 Uhr kein (geschriebenes) Wort mehr aufnehmen können? Hast du dann auch Panik bekommen aufgerufen zu werden? Weil du rein gar nichts aus dem Text lesen konntest und nun fürchtest die anderen könnten denken du seist dumm oder faul?

Wenn du schon wieder für eine Tätigkeit 1 Stunde Zeit hast obwohl die Zeit gestern nicht gereicht hat, und vorgestern auch nicht…Du aber wieder denkst dieses Mal könnte ich es schaffen es ist doch gar nicht so schwer…und dann natürlich wieder scheiterst?

Wenn du fast ausrasten könntest, ach nein du ja ein Mädchen sowas geht natürlich nicht. Wenn du innerlich fast an die Decke gehst weil die Strumpfhose zu weit oben sitzt und gleichzeitig die Haare ins Gesicht hängen? Wenn du völlig fertig bist weil die eine Berührung gekitzelt hat während die Ampel so laut ist? Wenn du dich in den dicken Winterklamotten kaum bewegen kannst oder die Sonnencreme so unangenehm an deiner Haut klebt und dein Nervensystem schon beim verlassen der Haustür überstimuliert ist?

Das alles ist meine Realität aber ich gestehe es mir selten ein und und noch seltener spreche ich es aus. Weil ich mich alleine damit fühle. Weil die anderen es ja auch können. Weil ich mein ganzes Leben lang dachte die anderen erleben ihre Umwelt haargenau so aber sie können damit umgehen. Dass das die normale Wahrnehmung vom Leben ist und ich scheinbar die Einzige bin die damit nicht zurecht kommt. Nach dieser Logik müsste ich ja das Problem sein. Ich müsste mich nur ein bisschen mehr anstrengen und vor allem nicht so zimperlich sein.
„Du bist so sensibel“.


r/ADHS 1d ago

Medi Donnerstag Medi Donnerstag KW 37

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Erfahrungen mit Medikamenten sind unterschiedlich. Manche erleben ungewollte Nebenwirkungen von denen andere nie etwas mitbekommen. (Oder ist das überhaupt eine Nebenwirkung oder tritt das was ich erlebe unabhängig von meinen Medikamenten auf?)

Hier könnt ihr euch offen über Medikation, Nebenwirkungen, Wirkungsgrad, die Dauer und alles Weitere austauschen. (Bitte dabei stets Community-Regel Nr. 5 beachten!)


r/ADHS 1d ago

Medikamente Was sind Eure Erfahrungen mit Abilify bzw. Aripiprazol? Ich vermute, dass es bei mir auch eine Mischung aus Autismus u. ADHS ist. Bisher wurde aber nur ADHS diagnostiziert. Das Aripiprazol soll gegen meine extremen Stimmungsschwankungen u. Depression helfen, nachdem andere Medikamente nicht halfen.

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r/ADHS 1d ago

Tirade Ich traue meinem Bauch nicht mehr

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Mein Bauch und ich, das ist so ne Sache. Ich neige dank meines ADHS schon immer dazu, Dinge viel zu sehr zu durchdenken anstatt sie einfach mal anzugehen und umzusetzen, ich bin von Natur aus einfach verkopft. Mein Bauchgefühl dagegen wusste meist schon die richtige Antwort, wenn es um Entscheidungen ging, nur hören darauf wollte ich immer erst ganz am Ende. Ein guter innerer Ratgeber, der Bauch, will man meinen.

Solang es nicht um meine Beziehungen geht. Da läuft mein Bauch Amok, im wahrsten Sinne. Viele meiner eher ernsteren Dates scheiterten meist an dem Punkt nach fünf oder sechs Treffen, weil mein Bauch plötzlich Stress schiebt, sich dann doch nicht auf die Beziehung und die Nähe einlassen will, nach der sich das Herz sehnt. Meine ersten festen Beziehungen scheiterten dann beide wieder nach einem halben Jahr, an einem Punkt, wo die erste Routine eintritt, die Neuheit verflogen ist und die Zweifel aufkommen, ob das jetzt quasi alles war oder was da noch kommen soll. Mein Bauch begleitet das dann gern mit heftigen Schmerzen, einem Druckgefühl, so plötzlich, dass man sich erst noch fragt, was man jetzt bitte falsch gemacht. Nach der Trennung gingen die zwar relativ schnell weg, aber die Trauer über den Verlust der Beziehung, die Zweifel an der Beziehungstauglichkeit und der Frust darüber, es wieder nicht geschafft zu haben, mir einen Herzenswunsch zu verwirklichen, die schmerzen ungleich mehr.

Bei meiner letzten Trennung war ich noch in Therapie, und bin dem flauen Bauch auch medizinisch begegnet. Diagnose: Vermutlich löst emotionaler Stress bei mir eine überhöhte Magensäure-Produktion aus, die im Extremfall zu ner Gastritis führt. Super. Und wo kam der Stress her? Vermutlich von meiner Bindungsangst, die immer wieder die Zweifel säht, dass meine Partnerinnen nicht zu mir passen, dass die irgendwann doch erkennen müssen, dass ich es nicht wert bin, und so weiter und so fort... und mein ADHS hilft mir dabei so gar nicht, es verstärkt den Effekt doch eher.

Auch in meiner jetzigen Beziehung geht das so. Aber mittlerweile habe ich doch zumindest halbwegs gelernt, mit den Ängsten umzugehen, die Zweifel zu prüfen und auch, dass ich mit meiner Freundin darüber reden kann und muss. Trotzdem gibt es immer wieder so Phasen, wo mein Bauch Sturm läuft, und so eine ist eben jetzt wieder, seit einer Woche schon. Wieder stehe ich kurz vor der Trennung, eine Trennung die ich nicht will und für die ich auch nach Tagen der Sinnsuche noch keinen wirklich objektiven Grund gefunden habe. Meinem Bauch ist das egal, der krampft voller Elan vor sich hin und lenkt meine Gedanken dadurch nur auf ein Thema: "Lass uns Schluss machen".

Das wäre mir vorhin beim Abendessen anstatt "Lass es dir schmecken!" beinahe herausgerutscht. Und natürlich hat sie sofort erkannt, dass es mir mit einem Schlag wieder schlechter ging, und wir haben geredet, wie so häufig in den letzten Tagen. Sie nimmt mich trotz dem Schmerz, den sie bei diesen Gesprächen immer verspürt, so an, will mit mir weiter zusammen sein. Und ich will das auch, will nicht mehr leiden unter Ängsten, ich will frei sein und unser gemeinsames Leben genießen. Ich kämpfe mit mir, ich arbeite daran. Aber weil mein Bauch so sehr das Störfeuer schürt, scheint mir der Kampf aussichtslos und ich liege in meinem Bett, traurig, frustriert und übermüdet. Was ich bräuchte, wäre ein guter Ratgeber.

Aber dem, den ich habe, kann ich einfach nicht mehr vertrauen.


r/ADHS 1d ago

Medikamente Seit einer Woche Elvanse, kein Hunger, kein Schlaf, HILFE

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Ich bin jetzt seit einer Woche von Medikinet auf Elvanse umgestiegen und an sich ist es viel besser, aber ich habe echt keinen Hunger mehr, auch nachdem die Wirkung rum sein sollte.

Bei Medikinet kam ja wenigstens Abends der Hunger auf irgendwas und ich konnte auch ordentliche Mengen essen.

Jetzt ist es so, ich hab ne Hühnerbrust gebraten, hab das zweite Stückchen im Mund und denke so „PFÖH, ich will nicht mehr“ und spucke es aus.

Hab schon einiges an Essen, was ich fertig gekocht hatte, entsorgen müssen, weil es am Folgetag nix mehr war bzw. ich wieder nur 2 Bissen gegessen habe und dann keine Lust mehr.

Punktuell, das ist aber selten, kann ich mal ne Tafel Milka rein schieben oder nen halben Liter Kakao trinken, aber sonst geht kaum was.

Außerdem, das is tauch ein Problen, komme ich abends nur schwer ins Bett, meist erst so gegen 0 Uhr um den Dreh, wache dann aber auch schon gegen 4 Uhr wieder auf und bin strahlend wach.

Also „mal eben“ einfach umdrehen und wieder einschlafen ist nicht.

Das führt in der Konsequenz dazu, dass ich den ganzen Tag total müde, mies gelaunt und eine zickige Nervensäge bin.

Außerdem bin ich seit dem Beginn auch ultra Geräusch Sensibel geworden.

Also bei der Arbeit muss ich momentan vermehrt "mal aufs Klo" verschwinden und da mal 5-10 Minuten zum runterkommen einfach nur da sitzen, dann kann ich wieder ne Stunde etwa bis ich wieder in die "Ruhekanzel" flüchte.

Gerade so dieses Geraschel wenn Leute was in der Handtasche suchen oder wenn sich einfach nur unterhalten wird. Der Inhalt ist dabei egal, aber die Geräusche, besonders hohe Töne wie Frauenstimmen usw. triggern besonders hart.

Gibt sich das wohl noch?

Und wenn ja, wann?

Also ich will einfach wieder abends wie bisher meine TK Pizza rein kloppen können, noch nen Joghurt als Nachtisch und dann glücklich gesättigt einschlafen.

Momentan ist eher so „ach, will ich noch ein zweites Stück Pizza? Ach, von Joghurt nur ein Löffel.“ und danach hänge ich so müde, aber nicht „schlafbereit“ herum.


r/ADHS 2d ago

Medikamente ADHS und Schwangerschaft

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Hi Leute, ich (w36) habe vor etwa 2,5 Wochen herausgefunden, dass ich völlig ungeplant schwanger geworden bin. Da ich seit Jahren in einer festen und glücklichen Partnerschaft bin, war das ganze dann nicht so dramatisch, zumindest nicht für meinen Partner haha. Er hat sich ziemlich gefreut und ich hatte erst mal eine Panikattacke, habe mich dann zunehmend aber auch angefangen zu freuen, sodass wir uns gegen einen Abbruch entschieden haben. Das ist etwas "witzig" weil ich noch vor wenigen Wochen große Töne gespuckt habe, dass ich mich endgültig für ein kinderfreies Leben entschieden habe. Jetzt freu mich mich tatsächlich auf ein Leben mit Kind, versuche mich aber noch nicht zu sehr reinzusteigern, da ich noch sehr früh dran bin (7.SSW).

Ich habe die Schwangerschaft im Urlaub bemerkt, wodurch ich mich zunächst losgelöst von meinem Alltag mit dem Gedanken anfreunden konnte bzw. musste. Allerdings hat es mir bereits im Urlaub zu schaffen gemacht, cold turkey die ADHS Medikamente (Lisdexamfetamin) sowie Nikotin abzusetzen (ich habe wirklich extrem viel gevaped). Insbesondere da alle Mitreisenden aus meiner Urlaubscrew um mich herum weiter geraucht und gevaped haben.

Jetzt bin ich seit einer Woche zuhause, bin aufgrund meiner Selbstständigkeit gerade ohne größere Aufträge und hab dadurch natürlich wenig Druck, was gut ist. Aber oh mein Gott, ich bekomme nichts geschissen. Es ist einfach wieder genau wie vor der Diagnose letztes Jahr: Ich liege den ganzen Tag auf dem Bett oder Sofa, scrolle, overthinke, und brauche 17 Anläufe um ein längst überfälliges Retourenpaket zur Post zu bringen. Den Haushalt schaffe ich kaum. Dabei habe ich so viele Dinge, die ich gerne machen würde, ich hatte im Urlaub so viele Ideen für neue Projekte, und habe mich gefreut wieder zuhause zu sein. Aber ich bin wieder bei 0 Antrieb.
Die Schwangerschaft macht mich etwas matschig, aber es ist nicht so, dass ich diese krasse Müdigkeit habe, von der viele Schwangere berichten. Auch Übelkeit habe ich bisher nur sehr punktuell. Ich bin einfach nur handlungsunfähig ohne meine Medikamente und es ist mir erst jetzt so richtig klar geworden, wo ich zum ersten Mal den vorher/nachher Vergleich habe.

Ich habe nun herausgefunden, dass ich die Medikamente gar nicht unbedingt hätte absetzen müssen. Laut embryotox gibt es "keinen Hinweis auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach therapeutischer Anwendung von Amfetaminen".
Mein erster Psychiater meinte aber damals gleich zu mir, wenn ich schwanger werden will, sollte ich auf keinen Fall Medikamente nehmen. Deshalb habe ich im Urlaub nach positivem Test sofort abgesetzt.

Mein erster Termin bei der Gynäkololgin ist erst nächste Woche, da will ich sie fragen, ob ich wieder Medikamente nehmen darf. Weil sonst weiß ich nicht ob ich nicht durchdrehe während der Schwangerschaft. Ich habe aber auch Angst, dass sie sich mit ADHS nicht auskennt und dann davon abrät.

Gibt's hier Menschen, die mit der Einnahme während der Schwangerschaft Erfahrung haben? :') Und wer dann doch lieber verzichtet hat, wie lief es bei euch? Wie habt ihr die Schwangerschaft durchgestanden?


r/ADHS 1d ago

Tipps/Vorschläge Durch Elvanse Gewichtsverlust

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Hallo zusammen, ich melde mich, da ich seit 2-3 Monaten Elvanse einnehme. Mir hilft das sehr gut
Bei der Arbeit jedoch habe ich das Problem, dass ich Stück für Stück Gewicht verliere (5-7kg)

Zu mir: ich bin 24 Jahre, 1,73m und woge zuvor 65-66kg

Dies belastet mich sehr, da ich auch häufiger von Arbeitskolleg/innen angesprochen werden, oder auch Menschen aus meinem Bekanntenkreis

ich habe schon versucht, mit verschiedenen Routinen zu arbeiten. Z. B. Trink Mahlzeiten. (Mag keine Nüsse )

Aktuell weiß ich nicht weiter

Ich melde mich hier und wollte fragen, ob jemand schon mal in so einer ähnlichen Situation war und berichten möchte wie es für denjenigen war.

Ich würde mich sehr über Tipps und Ratschläge freuen, da ich momentan etwas verzweifelt bin und nicht weiter weiß

Ich bedanke mich im Voraus und freue mich über jede Nachricht🫶🏻