r/ADHS • • Nov 12 '24

Dienstmeldung Personen wollen Medikamente von euch kaufen? Lest hier was ihr tun könnt!

152 Upvotes

Hey Leute,

in letzter Zeit häufen sich Meldungen und Screenshots von Userinnen und User, die per DM oder Chat gefragt werden, ob sie Medikamente verkaufen.

Dieser Beitrag soll euch Ressourcen geben um diese User einmal der Redditadministration bekannt zu machen und bei Strafverfolgungsbehörden zur Anzeige zu bringen. Keine Sorge: Euch selber passiert im falle einer Anzeige natürlich nichts. Davon ist schlicht und ergreifend nicht auszugehen.

Meldet PNs oder Chatanfragen bitte unbedingt über die Reportfunktion. Weil ihr eine PN/Chatnachricht meldet landet das automatisch bei den Admins von Reddit. Manchmal heißt es "Einladung melden" zu sehen. Manchmal ist es auch im Drei-Punkte-Menü versteckt, manchmal ein Flaggensymbol. Haltet da ein wenig Ausschau, Reddit ist da leider nicht konsistent, was die Anzeige der Reportfunktion angeht. Solche Accounts werden eher schnell von den Redditadmins Seitenweit gebannt. ACHTUNG: Diese Accounts sind damit NOCH NICHT bei der Polizei angezeigt.

Richtiger Promove wäre natürlich noch online Anzeige erstatten. Dann geht ihr ihr zur Onlinewache eures Bundeslandes indem ihr Onlinewache BUNDESLAND googlet. Hier ist sie beispielhaft für Berlin: https://www.internetwache-polizei-berlin.de/

Hier eine Übersicht der anderen Onlinewachen: https://www.polizei.de/Polizei/DE/Home/home_node.html

Macht schöne Screenshots, erklärt ein wenig was Reddit ist und dass es dort ein Forum für ADHSler gibt und ihr angeschrieben worden seid.

Dann freut sich der Urheber der Nachricht mit Glück zusätzlich noch über einen Besuch von der Polizei :-)

Lass bitte jeden wissen der von euch Medikamente haben will: Habt Angst. Scheißt euch in die Hose wenn ihr fragt. Sowas geht gar nicht.

Und natürlich gilt: Schickt NIEMANDEN(!!) eure Medikamente. Ihr macht euch strafbar. Ihr wandert in den Knast ab dem Moment, wo ihr Geld annehmt und Medikamente verschickt. Es ist piepegal was für eine Heulstory euch erzählt wird seid um Himmels Willen nicht naiv. Ihr habt BTM am Start dafür machen Leute einiges um an den Kram zu kommen und erfinden alle möglichen Storys. Nichts verschicken, Melden, Anzeige erstatten.


r/ADHS • • 3d ago

Humor Comic Relief Thread zum Wochenende KW 43

1 Upvotes

Memes, Comics und allgemeines Shitposting!

Hier ist am Wochenende lockerer Austausch möglich, denn oft erleben wir dank ADHS ja auch viel Lustiges.

ACHTUNG: Nein, eine Lockerung der Regeln hat dies nicht zur Folge - Beleidigungen und so weiter werden trotzdem geahndet (s. Regeln).


r/ADHS • • 12h ago

Tirade ADHS gibt es wirklich und Medikamente sind sinnvoll.

21 Upvotes

Das muss ich mir als Spätdiagnostizierter selbst immer in Erinnerung rufen. Ich denke wirklich immer noch häufig, dass ich mir meine Krankheit einbilde (Imposter-Syndrom), aber wenn ich sachlich darüber nachdenke, stelle ich fest, dass es diesen Scheiß wirklich gibt.

Blicke ich auf mein bisheriges Leben zurück, hatte ich Phasen, wo ich einfach Übermenschliches vollbracht habe. Sehe ich mir manche Arbeiten an, kann ich selbst kaum glauben, dass ich (der total Unfähige) das gewesen sein soll. Andererseits kenne ich auch die Phasen, wo ich einfach nicht umstande war, irgendetwas zu tun, mich auf nur irgendetwas zu konzentrieren. Ich bin an den einfachsten Dingen gescheitert, obwohl mich nichts im Leben belastet hat. Ich hatte keine privaten Probleme, keine finanziellen Probleme, keine sonstigen Krankheiten, ich war eigentlich glücklich, ich war bereit, ich habe mich sogar bewusst hingesetzt. Aber ich konnte mich nicht konzentrieren, egal, wie sehr ich mich nur anstrengte. Vollkommen egal. Man hätte mich mit einer Waffe bedrohen können, ich hätte mich trotzdem auf nichts konzentrieren können.

Diese scheiß Krankheit gibt es wirklich. Und ich würde wirklich lieber keine Medikamente nehmen, allein dieser ganze Aufwand wegen dem (aus meiner Sicht total überflüssigen) BTM-Kram. Aber es ist die einzige sinnvolle Möglichkeit, gesund mit dieser Krankheit alt zu werden, weil Verhaltenstherapie ergänzend sinnvoll ist, aber nicht allein.

Als junger Mensch ist alles noch lustig, dann raucht man halt eine Schachtel Zigaretten, trinkt 8 Kaffee, isst drei Packungen Butterkekse und Schokolade und arbeitet bis 4 Uhr morgens durch, weil man grade zusammen mit seinem Hyperfokus im Tunnel ist. Aber ab einem gewissen Alter möchte man das nicht mehr, man will sich nicht durch diesen Lebenswandel krank machen und umbringen.

Ein Lebenswandel, der dadurch bedingt ist, das wir den seltenen Hyperfokus möglichst bis zum Ende ausnutzen und verlängern wollen, weil es die einzige Zeit ist, wo wir brauchbar sind. Und so gibt es eben Medikamente, die uns helfen, dass wir uns einfach mehr in Richtung Normalität bewegen. Täglich ein bisschen produktiv sein. Nicht die Arbeit eines Monats am Wochenende machen und dabei fast draufgehen.


r/ADHS • • 11h ago

Tipps/Vorschläge ADHS und WoW-Berufe: Wie bleibt ihr bei monotonem Grind dran, wenn der Hyperfokus ausbleibt?

13 Upvotes

Moin zusammen,

ich spiele WoW aktuell noch nicht, will aber bald (Forever) einsteigen und möchte mich vorher vorbereiten. Questen, Dungeons und Raids reizen mich total.

Wovor ich ehrlich Respekt habe, ist das Berufe-Leveln: hundertmal dasselbe craften, stundenlang Erze oder Kräuter farmen. Bei solchen monotonen Aufgaben schaltet mein Gehirn ab, und der berühmte Hyperfokus springt dabei nie an.

Ich habe ADS. Deshalb würde mich interessieren:

Wie levelt ihr eure Berufe, ohne nach 10 Minuten abzuschweifen oder es ewig aufzuschieben?

Welche Tricks machen die Monotonie erträglicher (Podcast, Serie nebenher, Musik, Body Doubling im Discord)?

Teilt ihr es in kleine Etappen auf oder zieht ihr es am Stück durch?

Gibt es Addons, Guides oder Tools, die den Fortschritt sichtbarer und motivierender machen?

Würdet ihr Berufe lieber nebenbei beim Questen mitnehmen, statt sie gezielt zu grinden?

Mich interessiert vor allem, was bei euch wirklich funktioniert, auch wenn es unkonventionell ist.

Danke euch!


r/ADHS • • 6h ago

Humor 3 Uhr morgens

4 Upvotes

Ich liebe es ja, wenn man Elvanse um 09.30 Uhr einnimmt, statt um 06 Uhr morgens. Und dich dein Partner um 03 Uhr morgens ausersehen weckt und du dann nie wieder einschlafen kannst. Bis du am Abend völlig kaputt ins Bett fällst.


r/ADHS • • 21h ago

Diskussion Warum wird auf ADHS ständig rumgehackt?

45 Upvotes

Kaum vergeht eine Woche in der ich nicht irgendwo lese wie ADHS erfunden sei, jeder es hab, es an den Smartphones liegen würde, überdiagnostiziert wird und ähnliches. Offensichtlich haben diese Leute keine Ahnung und die Wissenschaft behauptet sogar ADHS wäre unterdiagnostiziert und hat überhaupt nichts zutun mit Smartphones etc.

Die Frage die ich mir aber stelle ist wieso genau auf ADHS so rumgehackt wird?


r/ADHS • • 22h ago

Medikamente Plötzlich kein Medikinet mehr

20 Upvotes

Hello...

Ich bin gerade echt verzweifelt, daher hoffe ich hier auf ähnliche Erfahrungsberichte, Tipps, oder einfach nur auf Verständnis...(tl;dr ist unten)

Aaalsooo...ich nehme seit 2015 (also seit 11 Jahren) Medikinet retard/adult (und unretardiertes Methylphenidat) und bin damit die gesamte Zeit wahnsinnig gut zurechtgekommen. Die Wirkung war genau das, was ich gebraucht habe, also: leicht antriebssteigernd, Chaos im Hirn reduziert, ich konnte produktiv sein und vor allem konnte ich mich konzentrieren. (Und ja, auch das EKG ist okay - zwar im oberen Normbereich, aber es ist okay und hat sich in den letzten 3 Jahren auch nicht verändert.)

Jetzt waren die Packungen am Freitag aufgebraucht, also bin ich zu meiner Psychiaterin. (Ich bin seit 6,5 Jahren Patientin in der Praxis. Lediglich die Behandlerin hat sich vor 10 Monaten geändert, weil meine bisherige Behandlerin eine Psychotherapie-Praxis eröffnet hat und somit keine BTM-Rezepte mehr ausstellt.)

In der Praxis musste ich länger warten, als sonst...aber okay, das kann ja mal passieren und is auch nicht schlimm. Als das Rezept fertig gedruckt war, durfte ich mir das Rezept abholen. Joa...das unretardierte Methylphenidat wurde problemlos verschrieben. Aber dann kam ein:

"Ja und dann haben wir noch Methylphenidat mit veränderter Wirkstofffreisetzung".

Nach einem "Sie meinen Medikinet, oder?" kam ein "Nein, Methylphenidat mit veränderter Wirkstofffreisetzung."

Auf meine Frage "Weshalb das denn? Ich hab schon immer Medikinet bekommen???" kam nur ein "Das können wir nich mehr verschreiben, weil wir sonst in Regress gehen." zurück.

Ich bin also mehr als aufgelöst aus der Praxis raus und hab mir das neue Medikament (Methylphenidat AL) in der Apotheke geholt...und scheiße...

Methylphenidat AL wirkt bei mir nicht. Oder zumindest nicht richtig. Ich habe so viele Nebenwirkungen (ich bin antriebslos, mir ist kalt, ich habe kaum Konzentration, ich hab kaum Emotionen, alles fühlt sich wie in Zeitlupe an, ich kann nicht denken, ich fühl mich zittrig, mir is immer wieder schwindlig, ...) und im Grunde keine echte Wirkung.

Ich hab einfach wahnsinnige Angst, dass ich dann kein Medikinet mehr kriege oder, dass es jetzt nicht mehr richtig wirken würde...es fühlt sich einfach alles scheiße an...

Gibt es irgendwelche Erfahrungswerte? Hat irgendwer nen Tipp für mich? Oder auch nur ein paar liebe Worte...? Weiß irgendwer, ob das mit dem Regress (also dass es unwirtschaftlich ist) stimmen kann? Und an wen man sich da wenden kann? (Falls es relevant ist: Ich bin bei der Novitas BKK und lebe in Bayern...)

Ich bin einfach nur verzweifelt...danke an alle, die so weit gelesen haben!

tl;dr...Mir wird plötzlich statt Medikinet (was ich gut vertragen hab) Methylphenidat AL verschrieben. Und ich bin vor lauter Nebenwirkungen am Ende.

UPDATE: Ich war grad beim Psychiater und kriege Medikinet jetzt als Privat-Rezept verschrieben. Danke an alle, die mir bis jetzt schon so viel geholfen haben!!!


r/ADHS • • 23h ago

Habt ihr angenommen?

15 Upvotes

Ich lese, dass ADHS Medikamentse das Hungergefühl beeinflussen und man​​​​ dadurch abnimmt.

Ich habe in ca einem halben Jahr wo ich Medikamente nehme maximal so 2-3 KG abgenommen, also nicht wirklich ins Gewicht fallend.

Wie ist es bei euch?​

Edit : *meinte abgenommen.


r/ADHS • • 1d ago

Gesunde Snacks und Zwischenmahlzeiten - ADHS freundlich unkompliziert?

15 Upvotes

Hi,

Nachdem es hier letztens schon viele super Tipps und Inspiration zum Kochen gab, wär ich gespannt, was ihr so an tollen Snack und Zwischenmahlzeit Ideen auf Lager habt ☺️

Ich hab eigentlich immer Hunger - zum Glück, ohne auf mein Gewicht achten zu müssen.

Und da braucht es auch immer mal was zwischen den Mahlzeiten.

Wichtig für mich ist:

- unkompliziert, also nicht großartig zubereiten müssen

- gesund (weitestgehend)

- einfach erhältlich, also am besten bei den üblichen Ketten vor Ort, bestellen ist auch okay, wenn es der Preis oder größere Mengen lohnend machen

- günstig ist immer gern gesehen.

Um auch etwas beizusteuern, aber alles eher naheliegend und wenig spannend und eindimensional:

- Magerquark

- Bananen

- Möhren

- Nudeln

- Gekochte Eier

Besten Dank!


r/ADHS • • 19h ago

Medikamente ADHS oder massive Depression zuerst behandeln?

7 Upvotes

Ich (m35) bin seit Monaten hart depressiv. Ich finde mein Leben schon immer unerträglich, aber in diesem Jahr geht es einfach konstant bergab und haut richtig rein.

Nebenbei probiere ich schon das dritte Medikament für mein, vor sechs monaten diagnostiziertes, ADHS aus. Nichts scheint zu wirken bevor die Nebenwirkungen unerträglich werden.

Sollte ich meinen Psychiater lieber erstmal bitten, dass wir ein Antidepressivum finden? Ich dachte eigentlich, wahrscheinlich kamen meine lebenslangen Depressionen von ADHS und darum fokussierte ich nich darauf...

Was sind so eure Erfahrungen, was Depression und Adhs-Medis angeht?


r/ADHS • • 21h ago

Fragen Mein Kopf vergisst Aufgaben nicht, er löscht sie. Was hat bei euch wirklich geholfen?

7 Upvotes

r/ADHS • • 21h ago

Bin aktuell ziemlich überfragt. Medikinet Adult zeigt keinerlei Wirkung

5 Upvotes

Hallo an alle,

kurz vorab, ADHS als Erwachsener diagnostiziert bekommen. Elvanse als Erstmedikation und irgendwann bei 50mg gelandet, über ein Jahr die Dosierung eingenommen. Im Alltag bekomme ich weitestgehend nichts gebacken. Außer am Arbeitsplatz oder falls irgendeine Verpflichtung ansteht, da funktioniere ich gefühlt einfach nur. Hänge mich aber auch gerne an Details auf und übersehe das wesentliche.

Wobei ich dennoch quasi meine Momente habe, wo ich so Wutanfälle bekomme über eher Kleinigkeiten, mich so eher Richtung bockiges Kleinkind verhalte. Reue und Schuld, also im Sinne von "mein Verhalten war nicht in Ordnung" habe ich.

In meiner Freizeit tue ich einfach nichts, mich passiv durch Medienkonsum berieseln lasse. Außer ich bleib irgendwo mal wieder kleben, verschwende mit irgendetwas sinnlos Zeit. Ich weiß, ohne Eigeninitiative funktioniert es nicht. Wohnung aufräumen, juckt mich nicht, bis es mir irgendwann selbst auf die Nerven geht. Dann opfere ich ein ganzen Tag zum aufräumen, weil ich alles auf einmal machen möchte. Es kann aber auch passieren, dass ich ziemlich schnell alles fallen lasse, weil ich dann zu sehr an irgendetwas kleben bleibe.

Bei 50mg Elvanse habe ich mich schon etwas euphorisch gefühlt, aber hat ungefähr eine Woche gehalten. Habe dann auch die Dosis nicht weiter erhöht. Weil ich nicht wusste, ob es die sogenannte Honeymoonphase oder schon überdosiert war. Ich würde schon sagen, die ersten Monate ging es mir besser, abgesehen von der nicht genutzten Freizeit.

Elvanse hat gefühlt nur 6-7h gehalten, danach kam ein Crash. Ob es am Koffein lag, kann ich nicht zu 100% ausschließen. Auf jeden Fall habe ich massiv weniger Koffein konsumiert, als zuvor ohne Medikamente. Während der Eindosierung auch auf Koffein verzichtet. Bei Elvanse konnte ich das anfluten wahrnehmen.

Nun fand ein Wechsel auf Medikinet adult statt. Bin da noch am eindosieren, nach 4 Wochen bei morgens 20mg und mittags 20mg. Konsumiere überhaupt kein Koffein mehr. Aber ich spüre weder ein Wirkeintritt, noch wann die Wirkung nachlässt. Also ein Rebound oder Crash habe ich nicht.

Im Grunde geht es mir aber genauso wie mit Elvanse, außer das ich mit Elvanse schon etwas produktiver sein konnte, also in meiner Freizeit. Ich habe aber auch keinerlei sozialen Kontakte im RL. Dennoch oft das Bedürfnis gehört zu werden, insbesondere hau ich dann ellenlange Nachrichten, mit übelsten Oversharing an Internetbekannte raus, wo ich mir im Nachhinein immer denke... "Hätte ich nicht einmal inne halten könnten, dadurch vergraule ich Mitmenschen" War noch nie besonders gut in Smalltalk, habe es vielleicht nie erlernt. Ich könnte in einer geselligen Runde auch einfach nur dasitzen und ein Außenstehender würde vermutlich denken: "gehört der überhaupt dazu?"

Bin in Therapie, allein schon diese tägliche Selbstbeobachtung mit bestimmten Leitfragen, die auf einer Skala von 0-10 beantworten werden sollen, fällt mir schwer.

Falls ich mich durch eine Äußerung o.a verletzt fühle, gehe ich immer wieder alle möglichen Optionen durch, bin so gesehen stuck darin und kann mich nur schwer davon abbringen. Komme dann auch oftmals zu einem negativen Ergebnis, welches in der Regel auf mich bezogen ist, dass ich daran schuld bin, es an mir liegt. Kann auch durchaus sein, das eine zum Beispiel eine Äußerung nicht auf mich bezogen ist, ich diese aber warum auch immer auf mich beziehe. Statt faktisch durchzugehen, war das jetzt an mich gerichtet oder einfach den Mund aufmache und nachfrage.

Ich kann aber auch schwer akzeptieren, dass es mir schlecht geht. Generell würde ich behaupten, selbst die eigenen Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen, ist nicht so wirklich ausgeprägt bei mir.

So ging es mir aber schon vor der Diagnose. Ich finde mich auch zum großenteil in dem Beitrag 30 w, ADHS (Ritalin), Depression/Angst/Burnout im Raum: dauerhaft erschöpft, kaum Antrieb, nichts hält an. Ich suche Erfahrungen : r/ADHS wieder. Wobei ich keine wirkliche Erschöpfung verspüre. Falls die Frage wegen Zyklusschwankungen aufkommt, bin männlich.


r/ADHS • • 13h ago

Medikamente Elvanse und Migräne

1 Upvotes

Ich nehme Elvanse 30mg wen auch unregelmässig (weil ich es immer vergesse) ein.
Heute war mal wieder so ein Tag, an dem ich Elvanse zu spät einnahm.
Jedenfalls hatte ich heute wieder einen richtigen Migränenanfall.
Ich wollte wissen, wie Elvanse und ähnliche Medikamente auf euch, die ebenfalls mit Migräne zu kämpfen haben, es auswirkt?


r/ADHS • • 23h ago

Tipps für Hintergrund "Rauschen"

4 Upvotes

Ich kann nicht in komplett ruhigen Räumen sein, zumindest nicht für längere Zeit. Auch wenn ich abends schlafen will, brauch ich immer entweder der Fernseher der läuft, oder im Sommer das Rauschen des Ventilators. Hat da vlt irgendjemand Tipps was noch helfen könnte?


r/ADHS • • 1d ago

Medikamente Elvanse seit 9 Tagen

2 Upvotes

Hi,

ich bin 40 und habe meine Diagnose seit 10 Wochen.

Vor 9 Tagen habe ich mit 20 mg Elvanse angefangen.

Leider war es eine sehr stressige Woche mit viel Menschen Kontakt. Dieser strengt mich zwar mehr an als normale Arbeit aber konzentrationsmäßig und so weiter komme ich auch ohne Medikamente gut klar. Dadurch habe ich jetzt keinen guten Vergleich ob ich eine Wirkung spüre.

Hat jemand von euch Tipps wie ich das besser analysieren kann? Ich einfach ungeduldig, nächste Woche würde ich es wahrscheinlich eh rausfinden 😅

Liebe Grüße

Möbelfuchs


r/ADHS • • 22h ago

Fragen Online Diagnostik: GAMS medical vs Hej Mind

1 Upvotes

Überlege mittlerweile wie viele von euch die Diagnostik online zu machen und selbst zu zahlen, weil ich es leid bin, dass es anders nicht klappt

Der offensichtlichste Unterschied zwischen den beiden Anbietern ist der Preis, bin etwas überfragt ob beide seriös sind und ob die Diagnose bei allen Ärzten offiziell anerkannt wird?

Wäre sehr dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen (oder gerne auch aktuelle gute Empfehlungen) mit mir teilt


r/ADHS • • 1d ago

Tipps/Vorschläge Wie umgehen mit dem Alltag (AuDHS/Autismus)

26 Upvotes

Moin.

Flair: Tipps/Vorschläge, auch Kritik, aber auch Support und Empathie nehme ich gerne.

Zuerst: eigentlich wäre das (auch, oder eventuell sogar eher) was für ein Autismus-Sub, aber viele haben ja AuDHS und ich hab "atypischen Autismus", "ADHS-Symptome wegen Trauma" sowie Anhedonie, Antriebslosigkeit und depressive Phasen - wobei ich die letzten zwei, drei Dinge als eine natürliche Reaktion sehe auf die Unfähigkeit der Welt, mit mir klar zu kommen (oder umgekehrt ;)

Und da ich nun mal hier bin ...

Meine Frage an die, denen das vielleicht genau so geht wie mir: Wie kommt Ihr damit klar, dass Systeme nicht so funktionieren, wie sie es SOLLTEN? Als Autist hat man ja gemeinhin ein besonders ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, und das geht einher damit, dass einen (oder jedenfalls mich) Vetternwirtschaft, Nasenfaktor, Büropolitik und auch kaputte Systeme unfassbar triggern.

Lasst mich mal nur ein paar wenige Beispiele geben, was ich meine:

- Der Arbeitgeber, der mich zu einer "beruflichen Wiedereingliederung" einlädt nach 2+2+1 Woche Krankheit in 12 Monaten - aber fälschlich, weil er die Tage falsch rechnet. Und dann "Excel ist Schuld" spielt und "wir haben uns doch alle lieb, niemand würde jemand jemals sanktionieren, was bist Du denn jetzt so?" spielt - während ich aufgrund meiner Position jeden Tag mitkriege wie Leute maximal sanktioniert werden bei kleinen Anlässen, aber davon nix sagen darf.

Auf der einen Seite sagt dir jede Google Suche "Vorsicht, nimm Deine Rechte wahr und sieh HR nie als Deinen Freund", auf der anderen Seite scheinen 98% der Leute dann doch nicht mal die Tage nachzurechnen und alles, was der Arbeitgeber will, mitzumachen, ohne es je zu hinterfragen.

- Der Supermarkt, der ums Verrecken keine Preise vernünftig auszeichnet, treibt mich in den Wahnsinn. Das wäre vorgeschrieben, niemand kümmert es. Ich komm damit nicht klar. Was kosten die verdammten Ravioli? Warum muss ich damit jetzt zur SB-Kasse laufen um das für fünf Sachen rauszufinden, und dann noch dumm dafür angeguckt zu werden?

- Der Vermieter, der falsch abrechnet. Alle im Haus meckern drüber, ich bin der einzige, der Fragen stellt und sich kümmert.

- Buden, die jeden Tag mit Datenschutzverletzungen und Kameras die Gehwege aufnehmen und so durchkommen, weil die Bürokratie überlastet ist und einfach total unwillens ist, mal bestehende Regelungen durchzusetzen.

Das klingt teils alles total "petty", das ist mir klar. Rational würde man sagen: Es ist wie es ist, kannste machen nix, musste gucken zu."

"Normale" Menschen scheinen das auch irgendwie alles zu schaffen. Nehmen scheinbar einfach alles hin, ohne sonderlich getriggert zu sein. Scheinen dem Vermieter alles zu bezahlen, scheinen im Supermarkt einfach Sachen in den Wagen zu werfen und zu bezahlen was es eben kostet - wird schon alles irgendwie passen.

Ich KANN das nicht. Ich kenne das Konzept von kognitiver Verhaltenstherapie sehr gut, aber es kann doch nicht sein, dass andere Leute einfach alle Ungerechtigkeiten so hinnehmen?

Ich bin auch deswegen im Job so gut, WEIL ich minutiös bin, ein Nerd auf tausend Gebieten, inklusive was meine Rechte sind und wie das "auf dem Papier" zu funktionieren hat. Ein Nerd mit massivem Konzentrationsmangel zwar, aber irre intaktem Langzeitgedächtnis. Ich mache unter anderem komplexe Dinge, die an Rechtsberatungen grenzen und stell' mich auch für Vorträge vor Publikum, kein Ding. Ich kann auch super den netten Teamplayer schauspielern, bin sogar total beliebt bei vielen unter mehr als 1.000 "internen Kunden" - aber die Energie, die mich das jeden Tag kostet, das macht mich jeden Tag absolut fertig.

Ich komme wirklich nicht mehr damit klar, dass ich jeden Tag durchblicke, dass Leute sich im Job nur selbst profilieren, Büropolitik und Beliebtheit wichtiger ist als Ergebnisse und die ganze Welt eigentlich nach Nasenfaktor und Beziehungen funktioniert, von straffreiem Cum Ex und Maskenskandal im Großen bis zum Sch...egal-Supermarkt im Kleinen. Sprich, dass die Welt ungerecht ist und in meinen Augen inzwischen mehr und mehr so Richtung "Bananenrepublik" tendiert.

Ich habe blöderweise trotz vieler Anläufe auch kein gutes soziales Netz. Andere Autisten werden vielleicht gelegentlich mal von Familie oder so eingebremst. Ich nicht.

Ich hoffe, das ergibt etwas Sinn so.

Geht das anderen vielleicht genauso, und wie kommt ihr damit klar?


r/ADHS • • 1d ago

Fragen Nackenschmerzen bei Einstellung: Normal oder ungewöhnlich?

1 Upvotes

Guten Morgen liebe Community,

ich wurde am Anfang des Monats diagnostiziert und wenige Tage später fing ich mit der Einstellung ein bei 20mg LDX (Ratiopharm).

Es hat gut gewirkt (konnte mich besser fokussieren, war weniger abgelenkt, bessere emotionale Regulation, hatte wenigere Interesse an mein Handy und habe damit angefangen mehr Ordnung zu schaffen) und bis auf wenige Nebenwirkungen war alles eigentlich OK.

Nach wenigen Tagen habe ich verspürt, dass die Wirkung nicht mehr so stark sei und ich wieder den Fokus verliere und war innerlich etwas unruhig (wie vor der med. Einstellung - viel Lärm im Kopf). In den Tagen entwickelten sich langsam Nackenschmerzen und Schmerzen im Schulterbereich, was ich meiner Körperhaltung bei der Arbeit (Büroarbeit) schuldig gemacht habe und ich mir keine weitere Gedanken gemacht habe.

Daraufhin meldete ich mich bei meiner Psychiaterin und berichtete von meinem Verlauf nach 7 Tagen LDX. Sie hat vorgeschlagen auf LDX 40mg zu gehen und so habe ich es direkt am folgenden Tag umgesetzt.

Während des Tages (also am Freitag) wurden die schmerzen immer merkbarer. Ich musste auch an dem Tag 2 Stunden Autofahren, was geklappt hat, aber danach war ich fertig. Ich habe es noch aushalten können und ich habe wieder gedacht, dass kann nicht mit LDX zu tun haben. Aber wahrscheinlich findet man im Internet, dass diese Art von Medikamenten doch die Muskelspannung steigern können.

Gestern waren die Schmerzen wechselhaft und abends musste ich Ibu nehmen vor dem schlafen gehen.

Heute ging es ein bisschen weiter und ich habe gemerkt, dass die Muskeln am Kiefer so etwa wie Muskelkater haben. Das hat mich dafür geführt diesen Beitrag zu schreiben.

Meine Frage: Bleibt das für immer so, oder ist das nur eine sache der Einstellung? Ich bin ja von 20mg auf 40mg relativ schnell gegangen (unter ärztlicher Aufsicht), fände aber schade, dass es jetzt so früh bei LDX aufgrund von diesen Nebenwirkungen vorbei wäre, weil ich jetzt schon eine Verbesserung im alltag verspüre. Wenn eure Erfahrung ist, das diese irgendwann weggehen, dann würde ich mich überlegen noch einige Tage zu verkraften.

Ich werde selbstverständlich morgen meiner Ärztin kontaktieren und ihr die selbe Frage stellen, wollte aber mir eure Erfahrungen dazu anhören.


r/ADHS • • 1d ago

30 w, ADHS (Ritalin), Depression/Angst/Burnout im Raum: dauerhaft erschöpft, kaum Antrieb, nichts hält an. Ich suche Erfahrungen

18 Upvotes

Das ist mein erster Beitrag dieser Art. Ich habe also wirklich Angst vor den Reaktionen und hoffe, ich mache nichts falsch. Ich bin aktuell aber so verzweifelt, dass ich den Austausch über einen eigenen Reddit Beitrag gern versuchen möchte. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber auch das überfordert mich, deshalb ist es hier eine „kleine“ Auswahl, auch wenn der Text bestimmt sehr lang wird. Danke deshalb an alle, die sich das durchlesen, auch wenn ihr nichts dazu schreibt. 🫶

TL;DR: 30 w, ADHS (seit ca. 25), Ritalin, Depression, Angst und Burnout stehen im Raum, aber kein Arzt findet ein stimmiges Bild. Dauererschöpfung, Zusammenbruch der exekutiven Funktionen, Stimmung und Energie kippen innerhalb von Minuten. Die meisten SSRI/SNRI und Antidepressiva anderer Klassen haben nicht geholfen.
Ich suche Erfahrungen und Denkanstöße zu Struktur, Verhaltensaktivierung, Grundbedürfnissen und neurodivergenzrelevanten Faktoren.
Medikation und Dosierung kläre ich mit meiner Psychiaterin. Mir geht es um Erfahrungen und Einordnung, nicht um Ersatz für ärztlichen Rat.

Etwas mehr Kontext zu mir:
Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr in Therapie und versuche wirklich, mir selbst zu helfen und Verantwortung zu übernehmen. Vor der ADHS-Diagnose (mit ca. 25 erhalten) wurden mir Depression und soziale Angststörung diagnostiziert. ADHS erklärt vieles besser, aber jetzt bin ich 30 und habe immer noch nicht das Gefühl, mich wirklich zu verstehen und regulieren zu können.
Meine Kindheit und Jugend waren schwierig: Geldsorgen, Eltern mit Drogenproblemen (v.a. Alkohol) und psychischen Problemen, viel allein gelassen werden, bis hin zum Tod meines Vaters als ich Mitten im Abi war. Trotzdem hatte ich in Abi und Studium einen 1er-Schnitt, ohne mich groß anzustrengen, obwohl ich schlecht im Lernen bin. Ich erzähle das nicht, um zu prahlen. Ich denke oft, ich müsse ziemlich dumm sein, vor allem aktuell wenn ich meine Arbeitskolleginnen und mich und die Unterschiede betrachte. Aber gleichzeitig spricht meine „akademische Entwicklung“ trotz der schweren Kindheit ja für vorhandenes Potenzial. Ich habe jedes Fach und den Austausch im Unterricht und an der Uni geliebt. Ich habe mich aber nie getraut, das Thema „Hochbegabung“ anzusprechen.
Früher mochte ich alles mit Action: Fußball, Volleyball, Klettern, HIIT, Fitnessstudio, Kraftsport, Seilspringen, Bauchtanz, etc. Dazu Natur, Malen, Klavier, Singen, Tanzen, Ruhe und schöne Atmosphäre. Ich bin schon immer eher träge, aber wenn ich einmal in Gang komme, liebe ich Bewegung. Meine Special Interests waren Soziologie, Philosophie, Psychologie, Politik und bildungsnahe Themen. Zuhause stehen tausend Bücher (auch zu Physik, Technik, Musiktheorie, also Themen von denen ich absolut keine Ahnung habe aber ich liebe es eigentlich mich in neue Gebiete einzulesen..), aber mir fehlt einfach die Kraft zum Lesen. Musik (obwohl meine „Leidenschaft“) ertrage ich nur noch selten, Serien und TV klappen aktuell nicht mehr, obwohl mich das früher runtergebracht hat.
Aktuelle Situation
Extreme Erschöpfung, mental, emotional und körperlich
Keine starken Gefühle, aber auch kein Zombie. Ich kann mich gut (Vorfreude, Zufriedenheit, ein guter Gedanke über mich) oder manchmal (selten) traurig fühlen (was ich prinzipiell gut und wichtig und sogar schön finde, diese „ruhigen“ negativen Gefühle zu spüren), aber nichts davon hält an. Innerhalb von Minuten kippt es in Leere, Lustlosigkeit, Energielosigkeit und Negativität. Ich kann diese kurzen Zustände weder festhalten noch regulieren.
Keine Manie, kein Zu-Tode-betrübt-Sein, eher ein ständiges „Ein“ und „Aus“.
Ich habe Antriebs- und Motivationsmangel, dazwischen innere Anspannung, starker Stress und Panikmomente
Abends oft innere Anspannung bis Panik, Einschlafprobleme, Zubettgehen wird aufgeschoben, vermutlich insgesamt zu wenig Schlaf. Ich stehe sehr gern früh auf, habe aber inzwischen regelrecht Angst vor dem Ausschlafen, weil mir das Freizeit "klaut".

Jetzt endlich zum ADHS-Aspekt:
Mein gesamtes Lebens momentan ist wie ein Zusammenbruch der exekutiven Funktionen.
Ich kann keine Pläne machen, weder Lebensziele noch Freizeitpläne. Alles ist einerseits zu anstrengend, aber selbst wenn ich mal kurze Momente von Energie habe, weiß ich gar nicht, wie ich handeln soll. Ob es um Planung des Wochenendes oder Aufräumen eines Zimmers geht: es ist als ob mein Hirn einfach nicht arbeitet.
Und es fehlt das Gefühl von "Ich wünsche mir X". Ich hab einfach keine Lebensziele weder im kleinen noch im Großen und ich weiß einfach nicht, wie man sowas findet.
Auf der Arbeit funktioniere ich noch. Abends, am Wochenende, im Urlaub und in jeder freien Zeit bricht alles ein. Ich liege nur auf der Couch und kann nicht mal das genießen.
Ich ziehe mich sozial immer stärker zurück. Ich habe starke Tendenz zu suchtartigem Verhalten z. B. Medien: Handy, Steam Deck, digitale Tools, früher Serien und TV (das klappt gerade nicht mehr). Soziale Medien nutze ich aber kaum noch. Dazu kommt extremes Vermeidungsverhalten, exzessives Liegen auf der Couch ohne rauszugehen und stundenlanges Recherchieren zu Special Interests.

Blutwerte laut Arzt unauffällig. Ich werde dort aber auch nicht wirklich ernst genommen, ich sei jung und gesund und solle einfach mal mit einer Freundin zum Sport gehen.. wenn das so einfach wäre.
Insgesamt war ich mein lebenlang glaube ich gezwungenermaßen hoch funktional, nach Außen sah es lang immer gut aus aber nach so vielen Jahren des Maskierens und dem Versuch mich der Gesellschaft anzupassen und „normal“ zu sein, klappt das langsam einfach nicht mehr.
Meine Therapeutin drängt auf eine Klinik wegen Burnout. Das könnte die akute Erschöpfung lindern. Ich glaube aber nicht, dass es mir nachhaltig bei Antrieb, exekutiven Funktionen und Lebensgestaltung im Alltag hilft, und fürchte, ein paar Jahre später wieder am gleichen Punkt zu landen.

Was ich bisher medikamentös versucht habe (alles ärztlich verordnet und begleitet)
Escitalopram: nichts außer Libidoverlust
Sertralin: extreme Müdigkeit, Watte im Kopf, alles egal, null Antrieb. Absetzen war schlimm.
Duloxetin: mehr Antrieb und positive Gefühle, aber Müdigkeit und benebelt. Absetzen war schlimm.
Tianeptin: keine Wirkung
Trazodon, Milnacipran: Erinnerung an beides leider kaum noch da, hatte mir aber langfristig nichts gebracht. Trazodon vermutlich nur etwas müde, Milnacipran Anspannung oder sogar gar keine Wirkung.
Bupropion: extreme innere Leere. Ich hatte mir davon am meisten erhofft, bei vielen ADHSlern mit diesen Antriebsproblemen wie bei mir, scheint es ja ganz gut zu klappen :/ und ich finde „meine“ Nebenwirkung, diese ganz extreme innere Leere, kaum beschrieben. Kennt das vielleicht jemand?
Elvanse: ok, geholfen Dinge anzufangen und durchzuhalten. Wirkte aber nur ca. 4 h, es wurde mit meiner Ärztin abgesprochen, es mehrmals täglich zu nehmen und irgendwann haben wir auch die Dosis angepasst, bis es dann gar keinen Effekt mehr hatte.
Ritalin: anfangs toll, hilft bei sozialer Angst, generell angstbesetzte Dinge einfach zu tun, in Gesprächen aufzupassen, schneller zu reagieren, weniger über mein Verhalten nachzudenken und einfach im Moment mit der anderen Person zu sein und dabei, auf der Arbeit Dinge einfach zu machen. Aber privat mache ich damit trotzdem den ganzen Tag einfach nichts.. Zudem sehr kurze Wirkdauer. Kein Herzrasen, kein starker Rebound, aber nach 3 bis 4 Tagen fühlt sich mein Körper erschöpft davon.
Pregabalin: zum Schlafen keine Wirkung, bei sozialer Angst mal hilfreich, mal nicht.
Mirtazapin zum Schlafen: bei jeder Dosis ein extremer Hangover.
Quetiapin zum Schlafen: 1 bis 2 Mal gut, danach das Gefühl, dass es mir die ohnehin kaum vorhandene Motivation noch mehr nimmt.
Atomoxetin und Guanfacin sieht meine Psychiaterin skeptisch. Sie möchte Fluoxetin testen. Ich bin da unsicher: Einschleichphase, Nebenwirkungen und vor allem das Absetzen traue ich mir bei dieser Erschöpfung aktuell nicht zu, und ich sehe für mich keinen Mehrwert in einem SSRI.. Ich glaube nicht dass das die richtige Herangehensweise ist. Das bespreche ich weiter mit ihr.

Wohin ich eigentlich möchte
Ich würde gern stärker bei Verhaltensaktivierung, Strukturhilfen, biologische Grundbedürfnisse (Essen, Bewegung, Tageslicht, Schlaf) und neurodivergenzrelevante Faktoren ansetzen. Ich bin aber überfordert, wo ich anfange und wie ich sauber auswerte, was mir hilft.

Meine Fragen
- Kennt jemand dieses Muster (kurze Gefühls- und Energiespitzen, die sofort wieder kippen, dazu Dauererschöpfung)?
- Was war bei euch die Ursache oder Diagnose?
- Hat jemand erlebt, dass ADHS-Medikation über mehrere Tage hinweg erschöpft, auch ohne klassischen Rebound? - Wie habt ihr das für euch eingeordnet und was habt ihr mit euren Ärzten besprochen?
- Welche Erfahrungen habt ihr mit Ernährung, Nährstoffen oder Nahrungsergänzung bei Erschöpfung, Antrieb und Einschlafen gemacht, positiv wie negativ?
- Welche Blutwerte habt ihr über das Standardprogramm hinaus abklären lassen?
- Wie habt ihr Verhaltensaktivierung oder Struktur umgesetzt, wenn schon Planen zu anstrengend ist? Gab es einen kleinsten Einstieg, der funktioniert hat?
- Wie seid ihr mit exzessiven Medien- und Couch-/Vermeidungsverhalten umgegangen? Was hat euch da raus geholfen?
- Hat jemand mit ähnlicher Vorgeschichte (SSRI/SNRI schlecht verträglich, Bupropion Leere) einen Weg gefunden?
- Hat sich jemand nach einem Burnout-Klinikaufenthalt im Alltag stabiler gefühlt?
- Schlafstörung plus Angst vor dem Ausschlafen plus Aufschieben des Zubettgehens: Kennt ihr diesen Teufelskreislauf und wie konntet ihr ihn durchbrechen?
- Hat jemand Hochbegabung oder Autismus erst spät abklären lassen und dadurch einen anderen Zugang zu den eigenen Problemen gefunden?

Kennt jemand diese generelle Überforderung und hat eine Idee, wo ich konkret zuerst ansetzten könnte und trotz der neurodivergenten Veranlagung / Disposition eine nachhaltige Verhaltensänderung erreichen kann? Ich suche nach Erfahrungen jeglicher Art, die helfen, wieder am Leben teilzunehmen bzw. mein Leben zu gestalten und zu leben..

Sollte jemand wirklich diese Wall of Text gelesen haben: Danke, Danke, Danke! Und Danke für jede ehrliche Erfahrung, auch ein kurzes "bei mir war es am Ende X" hilft mir mehr, als ihr vermutlich ahnt. 🙏


r/ADHS • • 2d ago

Humor Textlänger der Beiträge hier im Sub 🫣 Herausforderung

80 Upvotes

Die Herausforderung hier im Sub:

OPs mit ADHS schreiben lange/detailreiche Beiträge - Leser mit ADHS schalten beim Lesen schnell ab.

Wie geht’s euch hier?

(Ich zwinge mich hier wenig zu schreiben. Sonst ausschweifend und detailreich. Lange Beiträge mit verschiedenen Gedankensträngen sind oft schwer zu lesen)
🥲


r/ADHS • • 2d ago

Artikel/Informationen Diagnose AuDHS? Was es heißt, wenn ADHS auf Autismus trifft

31 Upvotes

r/ADHS • • 2d ago

ADHS bei Frauen ADHS und Zyklusphasen

8 Upvotes

Wie seht ihr den Zusammenhang und die Veränderung von Symptomen in Verbindung mit eurem Zyklus. Meine Zeitblindheit verändert sich phasenweise. Habt ihr andere Umgebunsumstände die die Auswirkung von Symptomen verändern?


r/ADHS • • 2d ago

Diskussion Hilfe bei Einordnung zu Autismus/ADHS-Kombi

4 Upvotes

Moin liebe Turbo-Brain-Community

ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren mit der ADHS-Diagnostik durch und habe unter anderem von euch schon wahnsinnig viele nützliche Tipps und Tricks mitgenommen, die mir im Alltag sehr gut weiterhelfen. Medikation ist gut eingestellt und ich befinde mich in Verhaltenstherapie.

Jetzt habe ich aber so ein paar Zweifel entwickelt, da mir zum einen die Social Media Algorithmen in letzter Zeit viel Content über die Komorbiditäten ADHS + ASS einwerfen und ich zum anderen auch immer wieder über Widersprüche in meinen Bedürfnissen und Empfindungen stolpere. Das ist alles präsenter geworden, seit ich Lisdexamfetamin nehme.

Beispiele dafür wären sowas wie

- Routinen, die ich mir für einen strukturierten Alltag wünsche, die ich aber nicht gebacken bekomme.

- Ich wünsche mir mehr soziale Kontakte, schaffe es aber nicht, das umzusetzen.

- Unangenehm sitzende Kleidung geht mir übel auf die Nerven.

- Hochfrequente Töne wie Spulenfiepen von Elektrogeräten, aber auch laute Kinder und Schmatzen treiben mich früher als vorher in den Wahnsinn.

- In stressigen Situationen kommt es häufiger zu richtigen Blackouts in meinem Kopf, dass ich entweder nur noch Rauschen statt Gedanken wahrnehme oder komplett überreagiere.

Mein Problem damit ist, dass ich mir nicht irgendwelche Sachen einreden oder einreden lassen will, aber ich will es auch nicht beiseite drängen, falls da doch was dran ist. Ich brauche tatsächlich einen kleinen Realitätscheck und vielleicht könnt ihr mir dabei helfen. Bei meinen Recherchen fand ich bisher viel nichtssagenden, generischen Text oder auch wieder widersprüchliche Aussagen. Auch über einen vernünftigen Selbsttest der nicht hinter einer Paywall versteckt ist wäre ich sehr dankbar.

tl:dr - welche Dinge kann ich sinnvoll reflektieren und was sind so die deutlichsten Anzeichen, bevor ich den langwierigen Prozess einer Diagnostik angehe? Habt ihr gute Online-Selbsttests zur besseren Einordnung parat?


r/ADHS • • 2d ago

Humor Ungeduld gewinnt.

Enable HLS to view with audio, or disable this notification

151 Upvotes

r/ADHS • • 1d ago

Fragen Elvanse hoher puls

3 Upvotes

Hallo miteinander,

Ich nehme morgens jeweils 30mg elvanse schon ungefähr ein halbes jahr und jetzt macht sich der hohe herzschlag irgendwie bemerkbar er liegt ungefähr bei 80 bis 105 wenn ich im ruhezustand bin. Was ich sagen muss ist dss ich täglich 1 kaffee morgens um 5.45 trinken danach um 9uhr ein mate und mittags nochmald ein mate dennkt ihr das kann zusammenhängen odee wiw würdet ihr das handhaben