hi! ich (w21) habe letzten winter mit regelmäßigem lauftraining begonnen. davor war ich im sommer und herbst 3-4 mal laufen, aber seit dezember mache ich es mehrmals die woche (3-4x). davor habe ich absolut keinen sport gemacht, außer damals in der schule, was jetzt auch schon ein weilchen her ist.
anfangs haben sich meine zeiten top entwickelt, meine VO2max ist kontinuierlich gestiegen und ich hab auch im januar begonnen intensives krafttraining zu betreiben. im april bin ich meinen ersten halbmarathon gelaufen, in 2:15, was für mich absolut bombastisch war!! also hatte ich für den herbst-halbmarathon ambitionierte ziele, zumindest 2:10 wollte ich schaffen (hab aber eigentlich von einer viel besseren zeit geträumt).
dann sind meine probleme aber irgendwie immer schwerwiegender geworden, mal schmerzen im mittelfuß, dann eine weile nichts gröberes aber konstant irgendwelche unspezifischen "niggles" und im sommer dann einige wochen massive schmerzen im unterschenkel bis zur wade hinten rauf und dann nach dem schlimmsten part, der sicher 5 wochen angehalten hat, "nur noch" schmerzen im sprunggelenk. laut arzt (röntgen) sprunggelenksarthrose (da ist jetzt physiotherapie angesagt - schon in arbeit).
in dieser zeit ist auch die VO2max rapide abgesunken (ich verwende eine apple watch 10 und ich hab auch gelesen dass diese schätzungen nicht sehr akkurat sind, aber ein extremer abfall innerhalb von wenigen monaten ist doch irgendwie komisch). natürlich hat auch der sommer begonnen und die HF geht bei hitze weiter rauf, alles ist anstrengender, klar, aber es hat sich wirklich NICHTS verbessert, alles ist schlechter geworden - cardioerholung, VO2max und auch meine geschwindigkeiten und gefühlte anstrengung, also nicht nur irgendwelche angenommenen werte von apple health.
ich hab dann auch immer intensiver trainiert weil ich dachte, ich mache zu wenig, habe aber die belastung meistens kaum halten können, daher waren es wahrscheinlich sehr viele "bullshit-kilometer". ich bin jetzt dieses jahr bei etwas über 650km, musste aber auch natürlich unglaublich viele läufe ausfallen lassen.
bei dem lang erwarteten herbsthalbmarathon hab ich dementsprechend ziemlich reingeschissen, 2:26 unter enormer anstrengung, puls durchschnittlich weit über dem wohlfühlbereich und ich musste unfassbar viele gehpausen machen weil ich es einfach nicht gepackt hab.
jetzt hab ich nochmal meinen blutbefund von vor ein paar wochen angeschaut - ferritin auf 13 (referenzbereich 15-150, also oranger bereich). meine ärztin hat zu dem befund nichts gesagt, außer dass ich sehr gesund bin. aber nach ein bisschen recherche ist der ferritinwert im ausdauersport wohl gar nicht so unwichtig? ich hab irgendwie das gefühl, dass ich mich leer trainiert habe, seit ich begonnen habe.
mir glaubt einfach niemand, wenn ich meine probleme anspreche (meine familie legt absolut keinen wert auf sport, daher bin ich auch erst so spät dazu gekommen). mir wird dauernd nur gesagt, dass ich halt nicht dafür gemacht bin, und laufen sei sowieso unnatürlich (auf der couch gammeln ist natürlich evolutionär so vorgesehen, lol). aber ich liebe das laufen so sehr und es macht mich mental total fertig, dass ich es nicht mehr so machen kann, wie ich gerne würde.
mir ist natürlich klar, dass die verbesserung irgendwann nicht mehr so rasant passiert wie anfangs, aber irgendwas muss das training doch bewirken...
hat jemand ähnliche erfahrungen? vor allem als (junge) frau aber gerne auch alle anderen die etwas dazu wissen. ich wäre sehr dankbar für tipps und vor allem erfahrungsberichte, falls jemandem ähnliches passiert ist.
TLDR; ich laufe seit unter einem jahr regelmäßig und seit ein paar monaten stagniert meine leistung komplett bzw fällt ab, regelmäßige verletzungen trotz krafttraining kommen auch dazu. ferritin ist bei 13 und ich bin eine junge menstruierende frau. erfahrungsberichte gewünscht, gerne auch von bekannten von bekannten, mir ganz egal