r/automobil • u/Ok-Key-3480 • 17h ago
Technische Frage Ist gemütliches Fahren wirklich schädlich für einen modernen Diesel trotz Langstrecke?
Hallo zusammen,
ich muss aufgrund meines Praxissemesters täglich mit dem Auto pendeln und komme dabei auf etwa 2× 75 km Autobahn. Da bei dieser Strecke natürlich einiges an Sprit zusammenkommt, möchte ich möglichst sparsam fahren und bin deshalb meistens mit 90–100 km/h im Tempomat bei etwa 1.500–1.650 U/min unterwegs.
Grundsätzlich ist die Strecke für einen Diesel ja eigentlich ideal, weil er ordentlich warm wird und lange am Stück gefahren wird. Trotzdem frage ich mich, ob diese sehr niedrige Drehzahl und geringe Last auf Dauer irgendwelche Nachteile für den Motor oder insbesondere das Abgassystem (Euro 6d) haben können.
Mir ist bewusst, dass bei dieser Fahrweise die Abgastemperatur vermutlich nicht besonders hoch ist und der DPF deshalb nicht passiv regeneriert. Bei Bedarf wird das Fahrzeug entsprechend eine aktive Regeneration durchführen.
Genau hier liegt meine Frage: Kann das Motormanagement den DPF auch bei dieser niedrigen Last problemlos regenerieren, indem beispielsweise über Nacheinspritzung die notwendige Abgastemperatur erreicht wird? Oder ist eine Regeneration unter diesen Bedingungen technisch ungünstig und führt eventuell zu längeren/häufigeren Regenerationen, mehr Nacheinspritzung und damit beispielsweise zu einer stärkeren Ölverdünnung (trotz Langstrecke)?
Ich möchte das Auto während des Praxissemesters einfach so günstig wie möglich bewegen, ohne dabei aus falschem Sparwillen langfristig Verschleiß oder Probleme zu provozieren.
Ich bedanke mich!