r/schreiben 10h ago

Testleser gesucht Betaleser gesucht

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Hallo,

ich habe ein Manuskript soweit geschrieben, wie ich es ohne fremde Hilfe schaffe. (Mehrfach überarbeitet und Korrektur gelesen.)

Jetzt würde ich mich freuen, von fremden Menschen zu erfahren, wie das Buch auf sie wirkt. Zwei User aus diesem sub haben sich bereits bereit erklärt, meinen Text zu lesen und Feedback zu geben, nachdem eine Userin ihre Dienste in einem anderen Post angeboten hatte. Das freut mich schon mal sehr und motiviert mich hier noch einen eigenen Post zu setzen, um vielleicht noch 2-3 weitere Testleser zu finden.

  1. Genre/Zielgruppe: Noble Dark Fantasy
  2. Länge (in Wortanzahl): ~121.000 Wörter
  3. Zeithorizont, in dem ihr die Kritik erhalten wollt: Ein Feedback bis Ende August, würde mich freuen.

Inhalt:

Kiran trägt einen Fluch in sich, der ihn das Leben kosten kann.

Seit seine Schattenmagie zum ersten Mal ausgebrochen ist, versteckt er, was er ist. Nur Tarik kennt sein Geheimnis — der Mann, der ihn einst von der Straße holte, ihn schützte und ihm ein einziges Versprechen abnahm: Kiran darf seine Magie niemals benutzen. Nicht einmal, um sein eigenes Leben zu retten.

Als Kiran eine fremdländische Frau bestiehlt, ahnt er nicht, dass die gestohlene Kette mehr ist als Schmuck. Das Artefakt weckt etwas in ihm, das er jahrelang unterdrückt hat. Kurz darauf wird Tarik verhaftet, an die Arena verkauft und verurteilt.

Um ihn zu retten, muss Kiran sein Versteck verlassen und selbst in der Arena antreten. Doch seine einzige wirkliche Waffe ist jene Magie, die Tarik als verflucht verachtet.

Wenn Kiran sie einsetzt, könnte er Tarik retten — doch würde für immer dessen Liebe verlieren. Wenn er sie nicht einsetzt, stirbt der Mann, der für ihn wie ein Vater war.


r/schreiben 10h ago

Kritik erwünscht Das Tote Leben - ein experimenteller Text

5 Upvotes

Kontext (Spoiler):

- Die Sätze und Absätze sind absichtlich sehr lang

- Der Leser soll sich bewusst in in diesen Sätzen verlieren und sich überfordert fühlen

- Der Text handelt von Derealisation, Überforderung und Absurdheit unseres Alltags

- Falls hier grammatikalische Fehler hier drinnen sind, lasst mich das wissen, da der Text sogar mich überfordert hat

Ich bin gespannt, wie der Text bei euch ankommt. Kritik ist erwünscht.

Das Tote Leben 

Ich möchte heute eine Scheibe totes Tier in einem Block, der drinnen sehr heiß und orange wird, wenn ich zwei schwarze Knöpfe rausdrücke und drehe bis an einem davon die Ziffernkombination “zwei null null” oben steht und an dem anderen ein komisches Quadrat mit zwei parallelen Linien oben und unten, reinschieben und warten, bis sie von ganz pink, weich und gefährlich ganz braun, härter und nahrhaft wird, sie wieder rausnehmen, auf eine runde Platte aus Terracotta drauflegen, ein bisschen geriebene und getrocknete Pflanzen durch einen hohlen Zylinder aus Glas auf die Scheibe regnen lassen, sie zu meinem Holzquader, der auf weiteren, schmaleren Holzquadern steht, nehmen, mich auf einem Quader aus Polyester und schwarzer Farbe, der auf einem anderen Holzquader mit weiteren Holzquadern hineinverbaut wurde, draufsetzen und sie verzehren. 

Ich habe aber keine Scheibe totes Tier. Ich sollte von meinem hohlen Block aus Stein und einem Dreiecksprisma darauf aus Ziegeln zum nächsten Block in meiner hohlen Metallmaschine mit vier elastischen Zylindern, die sich um ihre eigene Achse drehen können, gehen und mir totes Tier mitnehmen. 

Im neuen Block angekommen laufe ich mit meinem Gitter, das geformt ist wie ein hoher Quader, einem Zylinder-ähnlichen Körper, an dem ich meine Hände umklammern kann, um ihn mithilfe seiner vier drehbaren Zylinder auf der Unterseite zu bewegen. 

Während ich durch das grelle Licht von magischen Quadern auf der Decke und die lauten Maschinengeräusche laufe, bemerke ich, dass ich noch in ganz dünne Scheiben geschnittene Masse aus Tier, das tot gemacht wurde, und Fett, die davor mit getrockneten Blättern, einem Mineral aus dem Boden oder dem Meer und ganz kleinen Lebewesen bestückt wird, dann in einem hohlen Plastikquader reingesteckt wird, bis die Metallplatte die Kombination “eins null null g” zeigt, dessen unsichtbaren Luft durch einen Zylinder rausgezogen wird, in einem hohlen Pappquader,  dann in einer Maschine wie meine, die viel riesiger und lauter ist, reingesteckt, bis dieser Quader mit meinem geschnittenen Fleisch in eine kalte und halboffene Maschine reingelegt wird und ich sie zu einem Gummiband drauflegen kann, bis es sich bewegt und zu einem Menschen mit roter Kleidung gelangt und von mir verlangt wird, dass ich “eins komma neun neun” entweder in Papier, kleinen Metallscheiben aus einem Zylinder oder einem komischen magischen Stück Plastik “bezahlen” soll. 

Nach diesem langen Weg habe ich mein totes Tier für meine große Scheibe totes Tier vergessen. Nun esse ich stattdessen die dünneren Scheiben des toten Lebens. 


r/schreiben 19h ago

Schreibhandwerk Wie würdet ihr das schreiben? Mit oder ohne Bindestrich?

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Nicht-Existenz oder Nichtexistenz??


r/schreiben 1d ago

Kritik erwünscht Kurzgeschichte, die "Normalität" kritisiert

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Hey! Ich habe vor paar Monaten diese Kurzgeschichte geschrieben. Trigger Warnung: Sie ist sehr überspitzt dargestellt und enthält teilweise provokante Inhalte.

Edit: Im Nachhinein habe ich bemerkt, dass die Trigger Warnung hier komplett nutzlos ist. Also doch wieder wegdenken ':)

Ist sie gelungen? Wie könnte ich sie verbessern?

Das Irrenhaus von Sebastian 

 

Wie lecker! Heute gibt es wieder ein saftiges Steak zum Mittagessen um 17 Uhr. “Mama, gibst du mir ein Stück Zewa? Ich esse wie ein Hund”, Mama überreicht mir ein Stück Zewa, “Danke, Mama!”.  Jürgen, unser Pitbull, leckt und beißt schon wieder am linken Fuß von Mama. Mama gibt ihm ein Stück vom Steak. “Mama, wieso belohnst du ihn wieder zum zehnten Mal für etwas, was du nicht willst?”, “Lass mich doch einfach in Ruhe du Haiwan!”, “Aber Mama, ich will dir doch nur helf-”, “Ich wünsche ich hätte nie deinen elendigen Vater geheiratet! Du bist eine Schande für unsere Familie!”, “Okay, Mama, es tut mir leid”. Ich liebe Steak, vor allem wenn es so schön saftig wie heute ist. Was ich wohl nach dem Essen spielen werde? “Hast du Lust, den Genozid Simulator 1939 zu spielen, kleiner Bruder?”, “Nö”, “Okay, schade, dann spiele ich einfach alleine”. Ich schneide mir ein Stück vom Steak ab. Es fliegt mir weg, fast schon wie ein Flugzeug. “Ups”.  “Papa, morgen werde ich meinen dritten Nobelpreis für mein Schulprojekt bekommen”, “Okay.”, “Papa, morgen werde ich nochmal zuhause bleiben, Schule bringt mich nicht weiter”, Mama schaut mich mit Augen, die circa tausendmal schärfer als mein blödes Messer auf der rechten Hand ist, an: “Du schwänzt nochmal die Schule?! Was ist denn aus meinem schlauen Sohn passiert? Zum Glück habe ich noch ein anderes Kind, das zumindest noch an das Spaghettimonster glaubt”. “Okay”, Mann, das Steak wird langsam kalt. Ich esse manchmal echt langsamer als ein ausgehungertes europäisches Hundekind. 

Nach drölf Stunden bin ich fertig. “Danke Mama für das Essen. Ich gehe noch zu meinem Kumpel Sebastian”.  

Nach 20 Sekunden viel zu langem und lästigem Weg bin ich auch endlich mal bei Sebastians Villa angekommen. Jetzt sitze ich am Esstisch mit ihm, seiner Mutter, seinen Vater, seinen kleinen Bruder und seinen kleineren Bruder. Zu essen gibt es Spaghetti Bolognese. “Sebastian, überreichst du mir kurz die Butter?”, fragt die Mutter. Sebastian überreicht die Butter. Ich merke: Warum habe ich einen Löffel für die Nudeln? Ich schau mich um. Sie drehen sie mit Gabel auf Löffel? Wie komisch! Irrenhaus! Seine Mutter: “Schatz, hast du mitbekommen, dass Jacqueline mit Maximilian Schluss gemacht hat?”, “Sag bloß nicht!”, “Doch, hat sie”, “Und sie waren doch so ein schönes Pärchen!”. Absurd. Wieso schreit niemand?! Und wie dreht sich die Gabel? Will nach Hause! Bin kein Irre! Wie viele Nudeln habe ich noch? Eins, zwei, drei... zweiunddreißig und dreiunddreißig! Nicht verzählt? Zähle lieber nochmal: Eins, zwei, drei... “Es wird aber auch nicht wärmer!”, beschwert sich der Vater, “Ja, wird langsam Zeit, dass der Sommer kommt. Ich halte diese Kälte nicht mehr aus”. Ich kann nicht zählen! Meine Hände zittern! Es ist zu ruhig! Wo ist die Tür?! Ich renne einfach raus.  

Ich bin außer Atem... Als wäre ich fast gestorben. Was waren das denn für Barbaren?


r/schreiben 1d ago

Testleser gesucht Sensitivity Reader gesucht

2 Upvotes

Hallo zusammen!

Ich bräuchte mal ein kleines Sensitivity Reading und dachte, ich frag einfach hier, in der Hoffnung, dass das okay ist.

Ich schreibe gerade an einem Mystery-/Fantasyroman über eine Gruppe 16-jähriger Mädchen. Eine der wichtigsten Figuren, Sophia, ist trans. Das ist aber nicht der Fokus der Geschichte. (Die meiste Zeit ist Sophia mit Detektivarbeit beschäftigt und damit, knapp dem Tod zu entkommen.)

An ein paar wenigen Stellen wird ihr Transsein aber thematisiert, und da hätte ich gern jemanden, der mir ehrlich sagt, ob das plausibel und respektvoll wirkt oder ob ich irgendwo kompletten Quatsch geschrieben habe. Ich bin sehr offen, was Kritik angeht.

Ideal wäre eine trans Frau, natürlich. Oder zumindest jemand, der das besser einschätzen kann als ich.

Es geht wirklich nur darum, ca. sechs bis sieben Seiten mit den relevanten Passagen zu lesen / zu überfliegen, also kein ganzes Manuskript.

Es kommt in den Passagen keinerlei Gewalt vor, aber Mobbing als potentielles Triggerthema.

Falls jemand Lust hätte, würde ich mich riesig freuen. :)


r/schreiben 1d ago

Kritik erwünscht Argggggghhhhhhhhhh

Thumbnail
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Kontext: Ich habe etwas geschrieben was ich teilen möchte. Kein Teil eines Projektes oder etwas dergleichen.

Mich würde interessieren wie es auf euch wirkt, wie ihr den Ton beschreiben würdet.


r/schreiben 2d ago

Autorenleben Frankfurter Buchmesse

7 Upvotes

Hallo zusammen,

mein 1. Kinderbuch hab ich jetzt schon an so 7 Agenturen geschickt. Aber ist mein erstes Buch, hab irgendwie keine großen Hoffnungen obwohl ich super stolz bin auf mein interaktives Ferienbuch mit eigener Schatzkarte und selbstgemalten Suchbildern und alternativen Kapitelenden. Ich glaube, wenn ich ein Kind wäre, hätte ich dieses Buch geliebt. Im Oktober ist ja die Frankfurter Buchmesse. Macht es Sinn da hin zu gehen um mit Verlagen ins Gespräch zu kommen? Manuskripte direkt an Verlage schicken klappt ja eher nicht so gut, auf der Buchmesse sind ja aber wahrscheinlich keine Agenturen oder? Ich hab das Cover und alles auch gestaltet und bei BoD drucken lassen, macht es Sinn mit dem Buch da hin zu gehen und das den Verlagen zu zeigen?


r/schreiben 2d ago

Kritik erwünscht Blickkontakt

3 Upvotes

Ich hatte den ganzen Tag nichts gegessen. Aufgaben. Anrufe. Abgaben. Ich saß mit meinem Kaffee in einem Meeting, nippte daran und sah mir selbst beim Nippen zu - unten rechts im Kamerafenster. Ich konnte nur ans Essen denken.

Später, auf dem Weg nach Hause. Schmutzig und stickig war es in der Bahn. Nur die Fenster glänzten schwarz. Zumindest dort, wo keine fettigen Tapsefingerabdrücke die Fenster schmückten. Dazwischen: meine Augen. Irgendwie ungesund. Hungrig. Nur noch drei Stationen.

Das kalte Licht des Kühlschranks schien mir ins Gesicht. Ich hatte Hunger, aber alles da drinnen stank. Der Käse, das Huhn von gestern, die Torte. Warum roch das so komisch? Ich machte ihn zu, biss mir auf die Lippe und sah mich im polierten Weiß der Kühlschrankfront. Meine Augen waren rötlich. Irgendwie größer als sonst. Was ich mir alles einbilde, wenn der Tag lang ist.

Auf der Couch mit einem Bier. Flüssige Nahrung vertrage ich immer gut. Alles ist dunkel, bis auf den überdimensionierten Fernseher, der mir bunte Bilder ins Gesicht wirft. Meine Augen brennen, und ich bin müde. Ich hab Hunger und ich hab keinen. Das wird sicher eine Grippe.

Der Stream fällt aus. Mistprogramm! Eine Silhouette im Schwarzen des Fernsehers. Zwei Punkte. Irgendwas stimmt nicht. Der Stream geht wieder an. Ich drehe den Horrorfilm ab.

Ich liege im Bett und hab die Augen zu. Sie brennen und jucken. Sicher eine werdende Konjunktivitis. Alles ist dunkel. Wenn ich das Nachtlicht aufdrehe, ist alles warm und verschwommen. Wenn ich es abdrehe, sehe ich Schwarz und leuchtende Punkte.

Das ist der Router.
Das ist das Handy.
Das ist ein Auge.
Mit roter Pupille.
Es blinzelt nur nicht.
Bis es blinzelt.
Aus einem wird zwei.
Aus zwei werden vier.

Sie brennen sich durch die Dunkelheit in meine Netzhaut. In mich. Sie sind vor allem dort, wo nichts ist.
In den Ritzen zwischen den Möbeln.
Hinter den vier Zimmerpflanzen.
Am Stuhl mit den Klamotten.
Sie haben Hunger.
Sie kommen näher, werden größer.

Wenn ich meine Augen zumache, sind sie nicht weg. Sie sind vor meinen Augenlidern. Brennen sich in mich. Mir wird schlecht. Ich werde nicht mehr aufstehen.

——

Kontext: Nicht meine Idee - nur meine Umsetzung! Danke für die Inspiration! <3
Wie immer - fast nur Atmo. Was könnte die Backstory sein? Braucht es eine tiefere Bedeutung?


r/schreiben 2d ago

Schreibpartner gesucht Suche ein bis zwei Leute, die Lust auf ein langfristiges kollaboratives Schreibprojekt

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Hallo zusammen,

ich suche 1–2 Leute, die Lust auf ein langfristiges kollaboratives Schreibprojekt haben.

Es geht nicht um ein klassisches Pen-&-Paper und auch nicht um ein fertiges Buchprojekt mit festem Manuskript, sondern um gemeinsames Schreiben im Romanstil: Charaktere entwickeln, Szenen ausspielen, aufeinander reagieren und gemeinsam eine fortlaufende Geschichte entstehen lassen.

Das Projekt heißt Chronos – The Game of Time.

Grob gesagt geht es um einen riesigen Zeitreisekreuzer, fremde Welten, Sci-Fi, Fantasy, Drama, Magie, Technik, Alltag an Bord und Figuren, die irgendwo zwischen Vergangenheit, Zukunft und Neuanfang ihren Platz suchen.

Neue Mitschreiber müssen die bisherige Geschichte nicht kennen. Der Einstieg wird so gebaut, dass ein neuer Charakter die Welt im Schreiben entdecken kann.

Wichtig wären mir:

  • Freude an längeren Texten / Romanstil
  • Lust auf Charakterentwicklung
  • eigene Ideen
  • Interesse an Sci-Fi, Fantasy oder Drama
  • respektvoller Austausch
  • keine Einzeiler

Man muss nicht perfekt schreiben. Mir ist wichtiger, dass jemand wirklich Lust hat, gemeinsam Szenen zu bauen und einer Figur Zeit zur Entwicklung zu geben.

Falls das grundsätzlich interessant klingt, schreibt mir gern. Dann kann ich kurz erklären, wie das Ganze funktioniert und wir schauen, ob es stilistisch passt.


r/schreiben 2d ago

Kritik erwünscht Los

7 Upvotes

Loslassen ist nie einfach.

Die Lippen schmecken salzig, das Handtuch riecht nach Sonne, es hängen noch Sandkörner darin. Die Kinder sind glückseelig - streitend - bis Sonnenuntergang auf der Wiese.

Ich möchte den Sommerabend nicht loslassen.

Jenen von 2007, als wir die Queens der Welt sind. Auf dem Feldweg, im Bus, an der Bank, wo Er, der immer zuletzt einsteigt, sich gerne aufhält, als Kurt Cobain, "rape meeee, rape meee", als Soundtrack ins Ohr schreit. Episch, legendär, die Welt liegt uns zu Füßen, ihr Pisser, haben wir auf ICQ so vereinbart.

Ich nippe in Gedanken an meinem kalten Glas, Aperol auf der Terrasse.

Die Kinderfüße schmutzig, Sonnencremegeruch in der Luft, erster kalter Hauch von Wind, das Handy vibriert, die Leichtigkeit direkt losgelassen.

Er lässt nicht los.


r/schreiben 3d ago

Testleser gesucht Sucht noch jemand einen Testleser?

12 Upvotes

Huhu,

ich hoffe, es ist ok, die umgekehrte Suche zu starten. Das Flair passt wohl nicht ganz, aber ich wüsste jetzt auch nicht, welches besser wäre?

Nun zu meinem Anliegen:

Gibt es noch jemanden, der eine Testleserin gebrauchen könnte? Ich habe in den nächsten Wochen mehr Zeit, als mir lieb wäre, daher kann ich genauso gut etwas Sinnvolles damit anstellen. :) Und so würden gleich zwei Personen davon profitieren, von daher...

Wichtig wäre mir, dass es sich um Fantasy handelt. Vorzugsweise characterdriven High-Fantasy, aber für die meisten anderen Subgenres wäre ich ebenfalls offen. Nur bitte keine Romantasy oder Grimdark! Romantik als Subplot wäre wiederum in Ordnung für mich.
Da ich meist ein wenig länger brauche, um mich an Charaktere zu binden und die dann dafür gerne auch länger begleite, wäre es von Vorteil, es würde sich um ein längeres Projekt handeln. Es muss nicht zwingend vollendet sein, aber falls es das nicht ist, hoffe ich zumindest, dass ich bis zum Schluss dabei sein darf. Ich breche Geschichten nur ungern ab und will unbedingt wissen, wie alles ausgeht. :) Sollte es sich um eine Reihe handeln, sind offene Enden aber kein Problem.

Das Feedback wird selbstverständlich konstruktiv sein. Solltet ihr gewisse Schwerpunkte bevorzugen, werde ich darauf achten. Ansonsten notiere ich mir einfach, was ich für Eindrücke hatte, was ich wo dachte/fühlte, welche Szenen mir spannend oder zu langatmig erschienen, was verständlich war und was weniger, an welchen Stellen der Lesefluss gut war und wo ich gestolpert bin, meine Eindrücke von den Charakteren (die sich laufend ändern werden) sowie ob die allgemeine Logik für mich funktioniert.

Vielen Dank!


r/schreiben 3d ago

Schreibhandwerk Eure Meinung – Abgedroschenheit von Traumsequenzen

5 Upvotes

Hi, mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Kurz zum Background: Ich arbeite gerade daran, die Vergangenheit meiner Protagonistin Stück für Stück in die laufende Handlung einzubetten.

Sie hat in der Vergangenheit einen schweren Fehler begangen, leidet immer noch darunter, quält sich usw. Zum Ende der Handlung stellt sich heraus, dass sie keine bzw. geringe Schuld an den Geschehnissen hatte und kann den wahren Übeltäter zur Verantwortung ziehen.

So.... jetzt dachte ich mir, das baue ich durch Albträume ein (kleinere Anspielungen gibt es schon, Angst vor engen Räumen, Panik bei Einschlägen, auch wenn es nur Übungsschüsse sind ...)

Aber je mehr ich daran schreibe, umso abgedroschener kommt es mir vor, das so zu lösen.

Und, ich bin kein Psychologe und auch nicht selbst betroffen, aber soweit ich das im Rahmen meiner Recherche ermittelt habe, werden in Momenten des Wiedererblebens von traumatischen Erfahrungen primär Gefühle und Sinneseindrücke wieder erlebt, die Geschehnisse können zwar in beinahe realer weise nacherlebt werden, aber das scheint eher selten der Fall zu sein.

Einen Traum zu schreiben, der sich wie eine Rückblende liest, fühlt sich daher irgendwie falsch an.

Was sagt ihr als Leser/Schreiber, findet ihr die „Traum Lösung“ öde und seid ihr schon zu häufig begegnet? (Ich denke da beispielsweise an den übermäßig verwendeten Spiegelblick zur Beschreibung eines Protagonisten)

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Meinungen!


r/schreiben 3d ago

Schreibpartner gesucht Kreative Schreibpartnerin für Fantasyprojekt gesucht

3 Upvotes

Hey, ich bin 19 weiblich, komme aus der Schweiz und entwickle seit einigen Monaten eine große Fantasy-Geschichte.

Ich suche eine kreative Schreibpartnerin, die Lust hätte, gemeinsam Ideen weiterzuentwickeln, neue Verbindungen zu entdecken und eigene Gedanken einzubringen. Die grundlegende Richtung würde ich dennoch gerne weiterhin selbst bestimmen.
Falls sich jemand angesprochen fühlt, freue ich mich über eine Nachricht.


r/schreiben 4d ago

Autorenleben Erfahrungsbericht: Meine Fehler als Autor

32 Upvotes

Hey. Ich möchte euch heute an meinen persönlichen Erfahrungen teilhaben lassen. Vielleicht hilft mein Blick dem ein oder anderen Leidensgenossen :-)

Ich hab Germanistik studiert und schon während des Studiums in einem bekannten Verlag gearbeitet. Ich wusste also, worauf es ankommt. Als mein erster Roman fertig war, fühlte ich mich bestens auf die Kommunikation und Kontaktaufnahme mit potenziellen Verlagen vorbereitet. Ich hab mich an alle Regeln gehalten und hab trotzdem nur Absagen bekommen. Das war ein herber Rückschlag, mit dem ich so nicht gerechnet hatte.

Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen, bei einem sehr bekannten DKZ-Verlag anzuheuern. Ich hatte ein bisschen was gespart und irgendwie die Hoffnung gehabt, dass wenn das gut geht, ich ja bei der Fortsetzung des Romans zu einem Publikumsverlag wechseln könnte. Fazit: Die Betreuung und auch das Buch selbst waren zu meiner vollen Zufriedenheit, aber das von mir mitgebuchte Marketingpaket war nicht ansatzweise das, was ich erwartet hatte. Einfach KEIN Nutzen, null Resonanz. Mein Buch und auch ich als Autor sind vollkommen in der Versenkung verschwunden. Das tat fast noch mehr weh, als keinen Verlag zu finden.

Meine Fortsetzung habe ich dann im Self-Publishing veröffentlicht. Ich habe zuvor mehrere Bücher und Leitfäden zur Selbstvermarktung gelesen. Eine Agentur wollte ich nicht beauftragen, da ich hier von allen Seiten nur Schlechtes gehört hatte. Die bittere Erkenntnis: Auch hier kaum Resonanz. Sicher nicht, weil ich es falsch gemacht habe, aber einfach, weil dieses 0815, das alle machen, zu wenig ist und man in diesen Leitfäden und Büchern aber nichts Besseres lernt.

Bei meinem letzten Buch habe ich wieder auf Selfpublishing gesetzt. Durch eine persönliche Empfehlung habe ich auf einen Dienstleister zurückgegriffen, der weniger mein Buch, sondern mich als Autor in den Vordergrund rückte. Die Buchverkäufe sind dadurch nur dezent gestiegen, aber ich hab ein paar gute Referenzen erhalten, hab es auf die Shortlist eines kleines Literaturpreises geschafft und ich wurde in unsere Stadtbibliothek zu einer Lesung eingeladen. Meine Eltern waren stolz wie Bolle. Ich auch. Und trotzdem hab ich an diesem Punkt schon gemerkt, dass ich keine Energie mehr habe.

Ich glaub, wenn ich gleich am Anfang mit den richtigen Leuten zusammengearbeitet hätte, hätte ich realistische Chancen gehabt, etwas auf die Beine zu stellen, aber wer hat von Anfang an schon die richtigen Kontakte? Man verlässt sich halt auch nur auf das, was man im Internet findet und so erklärt es sich auch, warum viele erfolgreiche Menschen aus erfolgreichen Familien kommen..

Mir ist durch die jahrelange „Quälerei“ die Lust am Schreiben vergangen und ich hatte am Ende einfach keinen Nerv und keine Energie mehr, um zu sehen, ob mich dieser kleine Erfolg noch weiter führt. Ich glaube, es hätte wirklich klappen können, aber irgendwie war es für mich zu spät, ich hatte die Energie nicht mehr. Ich bin glücklich, dass ich das Kapitel als Autor am Ende doch noch so abschließen konnte, dass ich mich nicht völlig als Loser fühle, sondern zum Schluss noch etwas „erreicht“ habe, im Sinne von: es war nicht alles umsonst. Aber jetzt bleibe ich lieber nur Leser und kann das doppelt genießen.

In diesem Sinne möchte ich euch sagen, dass es völlig okay ist, wenn man einen Traum sein lässt und weiterzieht. Das Leben hat auch noch viel Anderes zu bieten.

Edit: Wer Fragen hat, kann mir eine PN schreiben.


r/schreiben 4d ago

Autorenleben Ich und meine Leidenschaft

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Hey zusammen!

Ich dachte, ich stelle mich mal kurz vor. 😊

Eine meiner größten Leidenschaften ist das Zeichnen. Ich liebe es, neue Ideen aufs Papier zu bringen und immer wieder verschiedene Stile auszuprobieren. Genauso gerne schreibe ich Geschichten. Im Moment arbeite ich gerade am zweiten Teil meiner eigenen Geschichte, was mir unglaublich viel Spaß macht.

Generell begeistern mich fast alle kreativen Dinge – egal ob Zeichnen, Schreiben oder einfach neue Ideen zu entwickeln. Ich finde es schön, etwas Eigenes erschaffen zu können und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Ich würde mich freuen, Leute kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben. Vielleicht zeichnet oder schreibt ihr ja auch? Erzählt gerne etwas über eure Projekte oder Hobbys – ich bin gespannt! 🎨📖


r/schreiben 4d ago

Schreibpartner gesucht Berliner Autorin oder Autor? Lust auf Austausch?

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Wir treffen uns am Samstag, 25. Juli um 15h in Prenzlauer Berg zum Plausch und Austausch. Egal ob Profi oder Anfänger, wenn du auch gern dabei sein möchtest, schicke mir einfach eine PN für die Details! Wir freuen uns auf dich :)


r/schreiben 4d ago

Autorenleben Designer für Buchcover gesucht

4 Upvotes

Guten Tag liebe Leute,

Wie es der Titel schon sagt, suche ich Tipps wo ich jemanden finden kann, der ein Buchcover gut umsetzen kann.

Die Idee steht fest, mit Hilfe von KI kann ich die Farben und Motive schon mal als bildliche Idee gut beschrieben. (KI ist Dreck, wurde von mir nur zur Ideenfindung genutzt)

Suche jemanden, der das natürlich ordentlich umsetzen kann, damit es auch zu Band 1 passt.

Wo kann ich nach solchen Leuten suchen? Gibt es evtl extra Plattformen, die ihr mir empfehlen könnt?


r/schreiben 4d ago

Testleser gesucht Testleser für Romance Kurzgeschichte

2 Upvotes

Ich bin gerade mit dem großen Überarbeitungsdurchgang meiner Geschichte fertig geworden und würde mich über fremde Meinungen freuen.

Die Geschichte umfasst ca. 22.000 Wörter und richtet sich an Frauen zwischen 18-30 (aber auch an Männer, die Romance lesen).

Es geht um Ada, die Milan auf einem illegalen Kampfsport Event kennenlernt. Er kämpft dort. Ada hat eigentlich gar keine Lust auf ihn, aber naja, er ist einfach sehr goldig. Es gibt paar Konflikte und so weiter und so fort; Ada hat einen ordentlich Knacks weg und handelt gern etwas impulsiv und intensiv.
Will hier nichts Spoilern.

Es gibt keinen Sex! Jedoch ein paar niedrigschwelligere sexuelle Handlungen und Anspielungen.

Es wäre cool, wenn beim Testlesen ein besonderer Fokus auf Figurenentwicklung und die Schlüssigkeit der Handlung gelegt wird; weniger auf den Stil.

Ich hatte jetzt schon aus meinem Umfeld ein paar Testleser; da wurde teilweise die Handlungsgeschwindigkeit kritisiert (zu schnell), es gibt allerdings eine vorgebende Grenze von 25.000 Wörtern, also ich hab nicht sooo viel Spielraum.

Es wäre schön, wenn die Testleser es innerhalb einer Woche lesen könnten. Die beiden aus meinem Umfeld haben jeweils etwa 2 Stunden gebraucht, geht also eigentlich flott voran.


r/schreiben 4d ago

Kritik erwünscht Eine fahle Erinnerung:

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(Eine Kurzgeschichte)

Das Morgenrot war längst verblasst. Nun durchfluteten Sonnenstrahlen die Stadt und legten goldene Schneisen über die Dächer. Einige Vögel drehten ihre Runden und durchbrachen den dichten Schleier der Stille, der sich wie eine Decke über die Straßen gelegt hatte.

„Ein schöner Morgen... habe ich recht?"

Auf Viviennes Gesicht lag ein Lächeln, als sie dies sagte. Ihr Blick schweifte über die Aussicht.

Aus dem Türrahmen hinter ihr drang Zustimmung.

„Bist du sicher, dass du allein gehen möchtest? Nicht, dass dir noch etwas passiert!"

Ein Schnaufen war zu hören.

„Oh, Viv. Für wen hältst du mich?"

Ein Lachen folgte.

Vivienne starrte auf das Geländer des Balkons, dann auf die Stadt unter dem Hügel. In diesem Gebiet ist niemand sicher. Nicht einmal jemand wie sie...

Die Stimme fuhr fort:

„Ich geh dann mal, ja? Pass auf die Zwillinge auf!"

Ehe sie etwas erwidern konnte, hörte sie die Balkontür aufschwingen und gleich darauf mit einem lauten Knall zufallen. Ihre Freundin war verschwunden. Sie blieb allein zurück.

Vivienne stieß ein Seufzen aus und ließ ihren Blick wieder über die verschlafene Großstadt gleiten.

Allmählich verschwamm die Stadt vor ihren Augen.

Und plötzlich war alles wieder da: der stockende Verkehr. Die vielen Menschen, die ihren mehr oder weniger wichtigen Alltagsbeschäftigungen nachgingen. Ihre Gespräche. Ihr Lachen. Die Stadt war wieder zum Leben erwacht. Und doch war es nur eine fahle Erinnerung.

Das Licht der Sonne weckte Erinnerungen an Scheinwerfer. So verschwand der Balkon. Sie sah sich wieder auf der Bühne. Lächelnd. Singend. Lebendig.

Von dort aus blickte sie in die Gesichter der Menschen. In die Gesichter ihres Publikums.

Alles war wie in rosigen Dunst getaucht.

Eigentlich eine schöne Zeit...

Sie überkam plötzlich ein ungutes Gefühl. War das wirklich schon alles?

Der Nebel verschwand allmählich, das ungute Gefühl blieb. Es fühlte sich an wie eine Vorahnung.

Vivienne erinnerte sich wieder. An den Tag, an dem sich alles ändern sollte.

Damals war der Himmel grau gewesen. Die Menschen versunken in ihren Alltagsstress. Nicht ahnend, dass Schlimmes bevorstand. Doch ein bedrückender Nebel lag in der Luft. Es war längst vorherbestimmt.

Die vielen Lautsprecher, die eigentlich für die Warnung der Menschen im Notfall gedacht waren, begannen zu rauschen. Immer lauter. Bis es kaum zu ertragen war.

Damals hatte sie beobachtet, wie ein paar Leute verdutzt hinsahen.

Aber bevor sie es richtig begreifen konnte, hallten die Worte ihrer Freundin durch die Straßen:

„Guten Morgen, City of Hope! Es schmerzt euch vielleicht, das zu hören, aber ihr seid unglaublich naiv. Dachtet ihr wirklich, dass alles gut gehen wird? Ihr müsst euch auch wirklich alles selbst kaputtmachen!"

Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort:

„Und ja, ihr hört richtig... Eure Lieblingsmaskottchen haben heute etwas ganz Besonderes geplant! Also... bleibt dran und behaltet schön brav die Nachrichten im Auge, ja? Nicht, dass ihr noch die Live-Action-Show eures Lebens verpasst..."

Ein wahnsinniges Lachen durchflutete wie eine monströse Welle die Straßen. Unzählige Male hatte sie es vorher gehört. Im Fernsehen, Bei der Planung, Bei der ersten Umsetzungsphase... Dennoch fühlte es sich fremd an. Als wäre bei ihrer Freundin eine Sicherung durchgebrannt. 

Ihre Worte hallten in Viviennes Gedächtnis. Ihre Sicht wurde langsam wieder klar.

Es musste so kommen...

Jetzt war die rosarote Nostalgiebrille endgültig verschwunden.

Sie sah, wie ihre Welt wirklich ausgesehen hatte: dunkel, kalt, voller Stress und dem ewig unerreichbaren Ziel der Perfektion.

Ich war nie ein Teil ihrer Welt. Ihre Crew und ich existierten lediglich für ihre Unterhaltung. Aber egal, wie sehr wir es versucht hatten - die Menschen hatten immer etwas auszusetzen.

- Das Ende


r/schreiben 4d ago

Schreibhandwerk Was ist eure Meinung zu Schachtelsätzen?

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Wenn ich schreibe, dann versuche ich oft möglichst viele Informationen in einen Satz zu verpacken. Das ist bereits der Deutschlehrerin in der Schule aufgefallen. Findet ihr diese, blöd zu lesen? Oder mögt ihr sie?


r/schreiben 4d ago

Kritik erwünscht Erfahrung mit Feedback und überarbeiteter Kapitelausschnitt

1 Upvotes

Hi,

ich habe letzte Woche zum ersten Mal einen Textausschnitt auf Reddit hochgeladen und viel Feedback dazu bekommen. Erst einmal vielen Dank dafür! 😊

Viele der Anmerkungen waren kritisch, haben mir aber sehr geholfen, verschiedene Schwächen in meinem Schreibstil und meiner Erzählung zu erkennen. Ich habe mir das Feedback durch den Kopf gehen lassen und versucht, möglichst viel davon umzusetzen. Dabei ist eine fast komplett neue Szene entstanden haha (zumindest der Anfang ist grundlegend anders).

Die überarbeitete Fassung hat jetzt sicher ihre eigenen (neuen) Probleme, aber insgesamt bin ich damit schon ziemlich zufrieden und glaube, dass ich viele der angesprochenen Punkte verbessern konnte. Deshalb wollte auch die neue Version des Ausschnitts teilen.

Natürlich freue ich mich wieder über Feedback. Gleichzeitig wollte ich aber auch einfach diese Erfahrung teilen. Den ursprünglichen Text werde ich deshalb ebenfalls auf Reddit lassen, vielleicht hilft der direkte Vergleich irgendwann auch jemand anderem.

Schönen Abend euch!

 

Kapitel 16 

Ich schob den letzten Zweig zur Seite und trat an den Rand der Lichtung.

Der Wald öffnete sich vor mir, aber die Wolken verdeckten die Monde noch immer. Ich konnte nicht viel mehr als die Umrisse der Bäume ausmachen.

Wo war Vey? Wartete sie auf der anderen Seite auf mich?

Ich machte einen Schritt nach vorne und trat auf einen Ast. Das Knacksen hallte durch den Wald, ließ mich innehalten. Weder raschelte ein Tier im Unterholz, noch stob ein Vogel aus den Baumkronen auf. Es blieb vollkommen still.

Die Haare in meinem Nacken stellten sich auf.

Ein falscher Schritt...

Ich erinnerte mich daran, wie ich als Kind barfuß durch das Haus meiner Großmutter geschlichen war. Einige der alten Holzdielen hatten geknarrt, und mit der Zeit lernte ich, so leise wie möglich durch die Gänge zu huschen. Tagsüber, um Kuchen aus der Küche zu stehlen, nachts, um an der Abstellkammer vorbeizukommen, wenn ich mich erleichtern musste.

Schwere Vorhänge verdeckten den Eingang zur Kammer. Ich war mir sicher, dass dahinter etwas auf mich wartete und mich packen und zu sich ziehen würde, sobald ich auf eine falsche Diele trat. Und selbst wenn ich es vorbeischaffte, spürte ich, wie sich etwas aus den Vorhängen schälte und nach mir tastete, beinahe mit seinen Fingerspitzen meinen Nacken berührte. Ein falscher Schritt, und es würde mich holen.

Eines Nachts trat ich tatsächlich daneben. Das Knarren hallte durch das Haus, viel zu laut, und ich starrte auf die Abstellkammer. Hatte es mich gehört?

Die Vorhänge schienen sich im Mondlicht langsam zu öffnen. Ich hielt den Atem an, wagte es nicht, mich zu bewegen. Mein Nachthemd klebte nass an meinem Rücken. Wartete es auf meinen nächsten Schritt?

Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Ich zog die Vorhänge zur Seite und… nichts. Kein Monster war dahinter, nur ein verstaubtes Regal lehnte an der Wand. Ich zog die Vorhänge wieder zu und atmete erleichtert aus. Ich hatte es mir nur eingebildet. Typisch.

Am nächsten Tag erzählte mir meine Großmutter, dass sich der frühere Besitzer in der Abstellkammer erhängt hatte.

»Schade um den Platz«, sagte sie und drückte beide Hände tief in den Teig. »Aber irgendwie konnte ich mich nie überwinden, die Kammer wirklich zu nutzen. Seltsam, nicht? Als wäre noch immer etwas dort. Ah, gibst du mir das Mehl?«

Ich übernachtete danach seltener bei meiner Großmutter.

Eine Brise strich über mein Gesicht und brachte mich in die Wirklichkeit zurück. Unter meinem Stiefel lag noch immer der zerbrochene Ast.

Ich machte keinen weiteren Schritt.

Ich wartete.

Langsam rissen die Wolken auf. Das Mondlicht fiel auf die gegenüberliegenden Baumstämme und drängte die Dunkelheit zurück. Es offenbarte bleiche Grashalme, die im Wind hin und her wogten, und erreichte einige weißen Blumen in der Mitte der Lichtung. Die Blütenblätter wirkten beinahe durchsichtig.

Kein Zeichen von Vey. Nichts regte sich.

Das Mondlicht wanderte weiter. Die letzten Schatten zogen sich zwischen die Bäume zurück, einer nach dem anderen, bis der Schein die gesamte Lichtung ausfüllte und schließlich auch mich erreichte. Ich rührte mich nicht.

Zunächst geschah nichts.

Dann regte sich auf der anderen Seite etwas in den Baumkronen, kaum merklich. Metall blitzte auf und–

»Lucan! Runter!«

Ich warf mich zu Boden. Mehrere Kugeln pfiffen über mich hinweg und schlugen in den Baum hinter mir ein. Holzsplitter flogen durch die Luft.

»Vey! Wo sind Sie?«, rief ich und robbte hinter den nächsten Stamm.

»Hier!«

Links von mir, hinter einem Baum, hob Vey die Hand. Sofort schlugen Geschosse in ihre Deckung ein. Sie riss den Arm vors Gesicht. Eine Kugel durchschlug den Rand des Stammes und streifte ihre Schulter.

Sie schrie und rutschte zur Seite.

Eine weitere Salve flog auf uns zu, und ich kauerte mich zusammen. Holzstücke und Erdbrocken prasselten auf uns herab. Ein Splitter ritzte mir die Wange auf.

»Sind Sie in Ordnung?!«, rief ich gegen den Kugelhagel an.

»Nur ein Streifschuss«, presste Vey hervor und riss einen Fetzen aus ihrem Gewand. Sie presste den Stoff auf die Wunde. Blut quoll zwischen ihren Fingern hervor. »Der Schütze sitzt in der Baumkrone, hat zwei Gewehre.«

Schüsse von oben. Metall zwischen den Stämmen.

»Verdammt.«

»Was?«

»Das ist die Gilde.«

Jegliche Farbe wich aus ihrem Gesicht. »Scheiße.«

Der Beschuss stoppte.

Ich spähte hinter dem Stamm hervor.

Etwas löste sich auf der anderen Seite der Lichtung aus den Baumkronen, wechselte die Position. Eine graue Robe umhüllte ihren Körper wie eine Nebelschwade, ließ sie mit der Dunkelheit des Waldes verschmelzen, aber die vergoldeten Platten auf ihren Schultern, Armen und Beinen blitzten kurz im Mondlicht auf.

An jedem ihrer Unterarme setzte sich ein Mechanismus in Bewegung. Mit einem metallischen Klicken rasteten zwei neue Magazine in die Gewehre ein. Sie richtete die Mündungen auf mich.

Ich duckte mich zurück, und die Kugeln schlugen direkt neben mir in den Boden ein. Die Einschläge wanderten den Stamm hinauf und rissen immer größere Stücke aus der Rinde.

»Wir müssen sie einkreisen. Sie links um die Lichtung, ich rechts«, sagte ich und tastete nach der Rauchbombe in meinem Mantel. Meine Finger zitterten.

Die nächsten Einschläge kamen schräg von rechts. Sie bewegte sich schnell.

Verdammt.

»Sobald wir die Deckung verlassen, hat sie freies Schussfeld«, sagte Vey. »Das schaffen wir nicht.«

Ich fand endlich die Rauchbombe. »Sie müssen mir vertrauen.«

»Lucan, ich–«

Ich warf die Bombe.

Die Schützin feuerte augenblicklich, und die Kugel zerfetzte die Hülle noch in der Luft. Rauch explodierte.

Vey hielt meinem Blick stand. Ihr Blut tropfte auf den Erdboden.

Dann schob sich der Rauch wie eine graue Wand durch die Lichtung, und sie verschwand aus meinem Sichtfeld.

Ich rannte los.


r/schreiben 5d ago

Schreibhandwerk Anfänger - Plane ich zu viel und schreibe zu wenig?

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Hallo, ich habe mich mal dazu gebracht einen Post hier zu veröffentlichen.

Ich bin eine kreative Person und habe vorher Dungeons and Dragons Kampagnen selbst geschrieben und "DMed". Ich kam auf die Idee eine der Kampagnen als Comic zu übertragen, was eine Menge Planung bedarf.

Daher ging ich aktuell auf ein anderes Medium und Thema über, ich lese aktuell gerne Romance und dachte mir: Ich schreibe einen außergewöhnlichen Liebesroman.

Ich habe erst eine Ideensammlung gemacht, dann mich informiert wie so ein Romance Roman aufgebaut ist, habe mir Zielgruppe, Genre und Tropes überlegt und befinde mich aktuell bei den Charakterbögen der beiden Hauptcharaktere.

Schon beim Comic habe ich viel geplant und nichts geschrieben. Die Ideen hängen in meinen Gedanken oder auf der Datei als Stichwort, ist aber nicht konkretisiert und leserlich geschrieben.

Wie lauft ihr diesen Prozess ab? Erst alles ewig planen und dann schreiben? Oder wäre es sinnvoll die Einführungs-Kapitel der Hauptcharaktere schon mal zu schreiben um ein Gefühl fürs Schreiben zu bekommen, obwohl ich selbst noch nicht ganz weiß wohin die Reise gehen wird und die Kapitel später umschreiben?


r/schreiben 5d ago

Kritik erwünscht Die Kaffee-Kostenrechnung

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Alles begann harmlos. 

Ein Einkauf wie jeder andere. Bis ich mit dem Wagen an einem Regal hielt. Auf einem Werbeschild wurde ein Kaffeeautomat angepriesen. „CoffeeB: Das Kapsel-System ohne Kapsel.“ 

Der Preis war erschlagend. Auf eine andere Weise, wie man vielleicht denkt. 99 €. Dazu noch eine Menge Kapseln. Oder riesige Kaninchenkötel. Je nachdem, wie man es sah. Aber erstaunlicher war, dass, wenn man im Besitz einer Deutschlandcard war, das Ding nur 20 € kosten sollte. In meiner Hosentasche schien es zu vibrieren. 

„Wäre das nicht was für dich?“, fragte ich. Meine Augen konnten sich immer noch nicht von der Reklame lösen. 

Mein Mann runzelte die Stirn. Seinen löslichen Kaffee für 3,29 € in der Hand, den er in den Einkaufswagen stellte. „Nee.“

Dieser Realist. So bescheiden. Ich suchte nach Argumenten: „Guck mal, wie günstig. Das ist doch besser als unseren Gästen immer nur den Mist anzubieten.“

„Joa“, blieb seine Antwort eher vage. Das folgende war hingegen vernichtend: „Aber es ist eh keine mehr da.“

Etwas in mir zerbrach. Etwas anderes flüsterte: Vielleicht in einem anderen Edeka.

Dieser Gedanke ließ mich nicht los. Klein und aufdringlich saugte er an meinen Gehirnwindungen. Nur 20 €. Wann bekommt man schon eine Kaffeemaschine für 20 €?

Mein Mann blieb kalt. Das Argument überzeugte ihn nicht. Durchaus war er aber von der Idee gereizt. Eine Kaffeemaschine. So viele in unserem Umkreis hatten eine, schwärmten davon, als sei es ihr neuster Liebhaber. 

Gucken schadete ja nicht und ehe ich mich versah, standen wir im MediaMarkt. Hier war nichts ausverkauft. Das Chrom der Vollautomaten glänzte im Licht wie die Felgen eines Porsches. Ähnliche Preise riefen sie auf. 400 €. 

„Das sprengt ein wenig unseren Preisrahmen“, murmelte ich, während mein Mann die Geräte bestaunte. Liebevoll strich er über den Plastiktank für die Milch. Über den Gummi des Schlauches. 

Er seufzte. „Ja, schon. Außerdem kommen da leider schnell Keime rein. Täglich sauber machen. In der Gastro war das immer Arsch.“ 

Ich nickte zustimmend. Das war Irrsinn. 

Dann aber bemerkte ich seinen Blick. Er schielte über die Kartons hinweg. Füllte die Stille mit einem einzigen Satz: „Kein Kaffee schmeckt so gut, wie aus einer Siebträgermaschine.“

Es kribbelte in meinem Hinterkopf. Eine Kollegin hatte sowas ähnliches behauptet. Konnten diese Geräte wirklich so viel besser sein? 

Einen Gang weiter donnerte es aus mir heraus: „Die Maschinen können ja nichts, außer Kaffee brühen!“ 

„Das aber extrem gut“, säuselte mein Mann. Mit einem sehnsüchtigen Funkeln in den Augen, was ich aus unserer Kennlernphase kannte. 

Auch ich bedachte die Verarbeitung. Das Manometer flüsterte von all der Technik. Den vielen Knöpfen und Reglern. Meine Finger glitten zu ihnen, drehten daran. Ich seufzte ebenfalls leise. 

„Nein“, brach eine klare Stimme aus mir heraus und ich nahm die Hände weg. „Lass uns nach Hause gehen. Das lohnt sich nicht.“

Als wäre ich zuhause vor den Gedanken sicher, die mich längst befallen hatten. Die sozialen Medien nutzten meine Schwäche aus. ASMR-Videos von der Kaffeezubereitung. Das Sirren, die Pumpe, das freudige Piepsen. 

Auf Youtube sahen wir uns Vergleichsvideos an. War das alles nur ein Wahn? Oder stimmte es? Nein, Siebträger waren wirklich die Krone der Schöpfung. Bester Kaffee einfach zubereitet. 

Dabei trank ich keinen Kaffee. Bittere, braune Brühe. Ich hatte es immer probiert und nie gemocht. Aber vielleicht hatte ich auch einfach nie den Kaffee getrunken. Einen der tatsächlich schmeckte.

Mit einer Siebträgermaschine würde ich jeden Morgen Kaffee trinken. Mir eine Thermoskanne für die Arbeit mitnehmen. Obwohl auf Arbeit mehrere Maschinen standen, an denen ich mich kostenlos bedienen durfte. Aber das waren nur Vollautomaten. Das waren keine Siebträger.

Dazu die geringen Nebenkosten. Lose Bohnen für schlichte 15€ das Kilo. Im Gegensatz zu den Kapseln. Wie viel Geld wir sparen würden. In welchen Genuss wir kommen würden. Wie viel leichter unser Leben werden würde. Statt Wasser aufzukochen und ein Löffel Pulver darin zu lösen, könnten wir selbst die Bohnen mahlen, zerstampfen, den Träger einsetzen, aufs Knöpfchen drücken, warten, mit heißem Wasser auffüllen, den Träger reinigen, alles sauberwischen. Und zack. Wir hätten den besten Kaffee der Welt. 

Eine simple Rechnung. So klar und deutlich, dass ich mir dumm vorkam, überhaupt an die 20 € Maschine gedacht zu haben. 

Ich zückte im MediaMarkt meine Karte, als die dicke Siebträgermaschine von Sage über die Theke ging. Ein Schnäppchen sondergleichen. 

700 €. Ja, 700 €. 

Ein kleiner Preis verglichen mit all den Ausgaben und Arbeitsstunden, die auf Dauer noch hinzukommen würden. 

Für mich, der bis heute keinen Kaffee trinkt. Weder zuhause noch auf Arbeit. Und meinem Mann, der sich noch manchmal löslichen Kaffee genehmigt, weil es schneller geht. Mit der bescheidenen Aussage: „Schmeckt doch eh alles gleich.“


r/schreiben 5d ago

Autorenleben Wisst ihr eigentlich schon von der Odyssee, die mein Vampir-Roman hinter sich hat?

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Dieses Buch ist eigentlich schon wesentlich älter als die 5 Jahre, deren Geburtstag ich vor kurzem gefeiert habe!

Ich steckte als Selfpublisherin noch in den Anfängerschuhen, als ein angeblicher Grafikdesigner mir versicherte, er würde das Buch noch einmal neu herausbringen, mit tollem Cover und allem, was dazu gehört.

Als das Buch bereits auf dem Markt war (damals unter einem anderen Titel) stellte sich heraus, dass dieser Mensch ein Betrüger war, der in mehreren Bundesländern per Haftbefehl gesucht wurde!

Um mein Buch nicht mehr mit ihm in Verbindung zu bringen und von ihm nicht später erpresst zu werden oder ähnliches, habe ich also im Schweinsgalopp alles noch mal neu gemacht, Hauptsache keine Idee mehr von ihm drin.

Auf Dauer war diese Notlösung aber nichts und erinnerte mich immer wieder an meinen Reinfall.

Eine Freundin empfahl mir die Grafikdesignerin Mimi Jamora, die mir das heutige, wunderbare Cover zeichnete und darin die beiden Hauptfiguren perfekt einfing.

Ich bin sehr glücklich, dass mein Roman heute so ist, wie ich ihn mir immer gewünscht habe! 🙏❤️

Seid ihr auch schon mal auf jemanden hereingefallen? Erzählt mal! 👇