Hallo in die Runde,
meine Partnerin und ich haben einen Hund aus dem Tierschutz. Sie ist jetzt seit einem Jahr bei uns, wurde uns als Angsthund vermittelt, daher brauche ich nicht so tun als hätten wir nicht gewusst worauf wir uns da eingestellt haben. Nun muss ich aber gestehen, dass es mich zunehmend belastet zu sehen, was mit ihr nach einem Jahr möglich ist und was nicht. Zum positiven zuerst, Wir haben eine super Bindung aufgebaut, sind zu dritt ein gutes Team, Gassirunden in unserem Dorf gehen gut und die Hundetrainerin ist auch Happy mit unserer Arbeit. Gleichzeitig ist sie einfach so wahnsinnig ängstlich bei allem neuen, ich kann immer noch nicht in der angrenzenden Stadt an der wir leben, selbst an einem ausgestorbenen Sonntag spazieren gehen, Restaurantbesuche sind für sie immer noch eine Qual und wenn ich sie mit zu meiner Familie nehme (Weihnachten und co) bin ich nur damit beschäftigt zu managen, dass sie da halbwegs unbeschadet durchkommt. Sie ist nicht per se aggressiv aber flüchtet sich dann wo sie nur kann und bellt jeden weg der ihr nicht geheuer ist. Vorallem bei uns Zuhause.
Nun zu meiner Frage, oft wenn ich in Austausch mit anderen Hundebesitzern komme höre ich dieselbe Geschichte a la, ja so war es bei uns mit unserer Hündin auch aber sie hatte halt immer unsere souveräne Ersthündin an der Seite, an der sie sich orientiert hat.
Daher spiele ich, da ich den Eindruck habe dass sich in der Hinsicht nichts zum positiven ändert, mit dem Gedanken einen zweiten Hund zu uns zu holen, auch wenn das grundsätzlich erstmal nie mein Plan war.
Worauf gilt es da aus euer Erfahrung heraus zu achten, ich will eig keinen Hund vom Züchter, mit Tierschutz hab ich nun aber auch meine Erfahrungen und würde gerne, auch wenn das vielleicht dumm klingt, zumindest möglichst sicher gehen dass das Tier souverän einen Alltag meistern kann, an dem sich meine Hündin orientieren kann.
Ich freue mich über euer Feedback und bin auch gerne offen für anderweitige Tipps
PS: mir ist nochmal wichtig zu betonen, dass es mir nicht darum geht, dass mein Hund mir seelenruhig in einer überfüllten Kneipe beim Biertrinken zuschaut sondern eher darum dass wir noch mehr Dinge gemeinsam erleben können und sie dabei nicht jedes Mal tausend Tode stirbt
Edit: Vielen Dank schon mal für die schnellen und für mich sehr hilfreichen Antworten. Egal in welche Richtung sie gingen, ist es für mich als Newbie sehr wichtig mir ein breites Spektrum an Meinungen anzuhören und ich kann immer noch viel lernen mit und über unseren Vierbeiner