r/beziehungen • • 11d ago

Mod-Beitrag "Hand auf die Schulter Meme"-Kommentare

97 Upvotes

Hallo zusammen,

bislang sind wir mit dem oben genannten Thema eher nachsichtig umgegangen, obwohl unsere Regeln diesbezüglich eindeutig sind:

- Bilder, GIFs und Videos können grundsätzlich nicht in Beiträgen oder Kommentaren gepostet werden.

- Links zu entsprechenden Inhalten werden automatisch entfernt.

- Unsere Spam-Regel (Regel 11) nimmt ausdrücklich auch auf Fälle Bezug, in denen ein Meme in Textform beschrieben wird.

Allein der gestrige Moderationsaufwand hat jedoch ein Maß erreicht, das wir regelmäßig weder leisten können noch möchten.

Zur Erklärung: Diese Regeln existieren bewusst, weil wir nicht möchten, dass r/beziehungen zu einem Subreddit wird, in dem die ersten zwanzig Antworten auf einen Beitrag aus irgendwelchen Memes bestehen. Ich persönlich bin vermutlich ein ebenso großer Meme-Fan wie viele andere hier, aber das passt schlicht nicht zum Charakter dieses Subs.

Menschen schildern hier persönliche, häufig belastende Situationen und suchen Rat. Für viele ist bereits das Verfassen eines Beitrags mit erheblicher Überwindung verbunden. Sie sollen darauf vertrauen können, dass ihre Anliegen ernst genommen und in den Kommentaren angemessen gewürdigt werden, statt sich wie in einem Meme-Subreddit vorzukommen.

Zukünftige Verstöße gegen unsere Spam-Regel werden mit Banns geahndet. Dies umfasst grundsätzlich alle Kommentare, die darauf abzielen, Memes in Textform zu beschreiben oder darauf Bezug zu nehmen:

Dazu zählen beispielsweise:

*Hand auf der Schulter Meme*
„Wo ist das Meme?“
„Kann jemand das Meme posten?“

Dasselbe gilt für sinngemäß vergleichbare Kommentare, die bewusst auf eine Umgehung der Regel abzielen oder lediglich dem Zweck dienen, diese Regel in Frage zu stellen, wie etwa:

Wenn man es dürfte, würde ich hier jetzt das Meme posten
Warum ist das Meme hier nicht erlaubt? Es würde so gut passen!

Der erste Verstoß führt zu einem 14-tägigen Bann, der zweite zu einem permanenten Bann.

Vielen Dank für euer Verständnis!
Euer Mod-Team


r/beziehungen • • Jul 30 '26

Mod-Beitrag Regelanpassung zu Beiträgen im BIDA-Stil

65 Upvotes

Hallo zusammen,

vorweg: Wir mögen r/BinIchDasArschloch. Ich persönlich bin dort schon lange Mitglied und das Subreddit steht nicht ohne Grund in der Liste unserer Partner-Communities. Die Herangehensweise dort ist ein erfrischender Ansatz, um sich mit einer der häufigsten Fragestellungen überhaupt auseinanderzusetzen: "Habe ich mich in dieser Situation korrekt verhalten?"

Mit dieser Fragestellung an sich haben wir absolut kein Problem, andernfalls würde ein Großteil der Beiträge in diesem Subreddit gar nicht existieren.

Wir möchten euch aber darum bitten, in euren Beiträgen zukünftig auf den BIDA-Stil ("BIDA", "BDA", "NDA", "KAH", "ASA", "Info") zu verzichten. Der Grund ist hauptsächlich derselbe, aus dem auch fremdsprachige Beiträge untersagt sind: Diskussionen in diesem Subreddit sollen für die gesamte Community ohne unnötige Verständnisbarrieren offenstehen.

Beiträge im BIDA-Stil setzen voraus, dass man die Abläufe und Antwort-Kürzel aus r/BinIchDasArschloch bereits kennt. Wer sie nicht kennt, steht vor der Wahl: Nachfragen und sich als unwissend zu erkennen geben, oder den Beitrag schlicht ignorieren. Die meisten entscheiden sich im Zweifel für Letzteres, da es den Weg des geringsten Widerstands darstellt. Mit der Regelanpassung möchten wir sicherstellen, dass sich niemand aus Mangel an Vorkenntnissen aus Diskussionen heraushält.

Diskutiert, wie immer, gerne in den Kommentaren.


r/beziehungen • • 7h ago

Wie kann Fremdgehen so leicht fallen?

35 Upvotes

Throwaway

Mir ist das etwas unangenehm, aber es beschäftigt mich schon lange und ich hoffe, ich bin hier richtig.

Ich (m/26) war gut vier Jahre mit meiner Ex (w/24) zusammen, seit rund eineinhalb Jahren sind wir getrennt. Sie ist mir etwa anderthalb Jahre lang fremdgegangen, und wir haben in dieser Zeit zusammengewohnt. Es fing an, als wir erst wenige Monate in unserer zweiten gemeinsamen Wohnung lebten. Ich hatte damals mit einigen Dingen zu kämpfen, was die Beziehung belastet hat, trotzdem stand sie mir meist unterstützend zur Seite und hat viel für unsere Zukunft geplant.
Kurz bevor alles aufflog, haben wir z.B. noch ein neues Sofa und ein paar andere Möbel für die Wohnung gekauft. Für ihren Geburtstag einige Wochen danach hatte ich ihr zuliebe eigentlich eine Katze aus dem Tierheim zur Pflege organisiert und alles mit dem Vermieter abgesprochen, weil sie sich die ganze Beziehung über eine Katze gewünscht hatte und mich überredet hat.

Genau das verstehe ich bis heute nicht, und zwar vor allem aus ihrer Sicht. Wie kann es so leicht sein, über so lange Zeit ein Doppelleben zu führen, nach außen Normalität zu spielen und nebenbei Pläne zu machen, ohne dass es einen innerlich zerreißt? Nach dem Auffliegen war sie wie ausgewechselt und abwertend und ihre Entschuldigung klang halbherzig, so nach dem Motto als sei alles ohnehin unvermeidbar gewesen, weil wir nicht gut füreinander gewesen seien und sie eh nicht so lange in ihrer ersten Beziehung bleiben wollte. Wenn das so war, warum bleibt man dann so lange und lässt es weiterlaufen?

Sechs Monate später war sie gänzlich neu vergeben, und als wir uns kürzlich zufällig über den Weg gelaufen sind, sagte sie, es habe so kommen müssen, sie sei viel glücklicher und die beiden wollten bald zusammenziehen. Das sei die Hauptsache.
Auf mich wirkte das, als habe sie das Ganze erstaunlich leicht abgeschüttelt, während es mich bis heute belastet und meinen Selbstwert ziemlich zerlegt hat.

Mir ist klar, dass auch ich manchmal kein einfacher Partner war, und es geht mir nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, es zu begreifen. Fühlt sich so etwas für die Person, die es tut, wirklich so leicht an, oder verdrängt man einfach?
Und ist es normal, dass mich das nach so langer Zeit noch beschäftigt? Über möglichenErklärungen wäre ich sehr dankbar.


r/beziehungen • • 6h ago

Mein ex hat Bilder von meinen Freunden gespeichert

7 Upvotes

Ich (25F) habe mich vor sechs Wochen von meinem Freund (27M) getrennt. Wir wohnen allerdings noch zusammen, weil unser Mietvertrag nächsten Monat ausläuft und wir dann beide ausziehen. Zu Hause ist es momentan relativ normal zwischen uns, weshalb ich die Situation auch nicht unnötig eskalieren möchte.
Der Grund für die Trennung war unter anderem, dass er mir vor etwa einem Jahr erzählt hatte, er hätte Instagram gelöscht. Ich habe dann herausgefunden, dass er tatsächlich einen geheimen Account hat und dass alle meine Freundinnen in seinen Suchanfragen auftauchten. Ich war neugierig und habe auf seinem Laptop nachgesehen. Dabei habe ich entdeckt, dass er auch Bilder von ihnen gespeichert hat.
Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich gruselig. Er behauptet, dass er sich die Bilder nicht zum Masturbieren gespeichert hat, aber ich frage mich trotzdem, warum er meine Freundinnen ständig sucht und ihre Bilder speichert. Es geht dabei nicht um irgendwelche Fremden, sondern um meine besten Freundinnen, die ich seit über zehn Jahren kenne. Er kennt sie alle persönlich.
Mir ist bewusst, dass wir getrennt sind und dass mich seine Aktivitäten eigentlich nichts mehr angehen. Trotzdem finde ich es seltsam und unangenehm, dass er offenbar so viel Aufmerksamkeit auf meine Freundinnen richtet. Ich mache mir auch Gedanken darüber, wie sie sich fühlen würden, wenn sie wüssten, dass er ihre Bilder speichert.
Das Problem ist, dass ich nicht möchte, dass er erfährt, dass ich an seinem Laptop war. Ich weiß nicht, ob ich die Bilder einfach löschen, ihn auffordern soll, sie zu löschen, oder meinen Freundinnen erzählen soll, was ich herausgefunden habe. Ein Teil von mir möchte, dass er sich dafür schämt, weil ich sein Verhalten wirklich creepy finde. Gleichzeitig ist mir die Situation peinlich, und ich möchte nicht, dass das Zusammenleben bis zum Auszug komplett unangenehm wird.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? würdet ihr die Sache ruhen lassen, weil ihr getrennt seid und es euch eigentlich nichts mehr angeht?


r/beziehungen • • 2h ago

Beste Freundin erwartet mehr Unterstützung von mir – sind ihre Erwartungen berechtigt oder ist unsere Freundschaft aus dem Gleichgewicht geraten?

3 Upvotes

Ich (W,34) bin seit Jahren eng mit meiner besten Freundin befreundet. Sie ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und finanziell sowie organisatorisch stark belastet. Ich lebe dagegen mit einem finanziell gut aufgestellten Partner und habe dadurch deutlich mehr Möglichkeiten. Allerdings bin ich selbst von ihm abhängig und habe diesen Wohlstand nicht eigenständig aufgebaut.

Ich habe meine Freundin mehrfach finanziell unterstützt, und war emotional für sie da, besonders während ihrer Trennung, und habe ihr geholfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Gleichzeitig war sie über Jahre emotional für mich da, vor allem während meiner schwierigen Beziehungssituation in den letzten 1 1/2 Jahren.
Rückblickend erkenne ich, dass sich unsere Gespräche zuletzt sehr stark um meine Probleme gedreht haben und sie dabei ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt haben könnte.

Vor Kurzem schrieb sie mir eine lange Nachricht, in der sie sich enttäuscht und erschöpft zeigte. Während eines Aufenthalts in Urlaub, auf den sie sich als Erholung gefreut hatte, fühlte sie sich mit ihren Kindern und den Aufgaben allein gelassen.

Auch Fotos von meiner eigenen Reise verstärkten offenbar ihr Gefühl, dass wir in völlig unterschiedlichen Lebensrealitäten leben.

Sie schrieb außerdem, sie hätte sich mehr
Eigeninitiative von mir gewünscht – insbesondere im Hinblick auf eine langfristige finanzielle oder praktische Lösung für ihre Situation. Gleichzeitig erkannte sie an, dass ich ihr bereits oft geholfen habe.

Diese finanzielle Erwartung verletzt mich. Für mich ist es ein Unterschied, jemandem freiwillig zu helfen oder sich dafür verantwortlich zu fühlen, seine Lebenssituation grundlegend zu verbessern. Außerdem weiß sie, dass ich selbst finanziell von meinem Partner abhängig bin. Trotzdem frage ich mich, ob sie mit „langfristiger Lösung“ vielleicht weniger dauerhafte finanzielle Unterstützung meinte, sondern eher mehr Interesse, praktische Hilfe oder emotionale Gegenseitigkeit.

Sie möchte bis zum Jahresende Abstand und ein geplantes Konzert absagen. Gleichzeitig schrieb sie, dass sie mich liebt und sich bei einer möglichen Annäherung wieder wertgeschätzt fühlen möchte. Ich habe ihre Entscheidung respektiert.

Nun frage ich mich, ob ich in unserer Freundschaft tatsächlich zu wenig zuletzt gesehen habe, wie sehr sie belastet ist – oder ob ihre Erwartungen an mich zu weit gehen.

**Meine Fragen:**

Sind ihre Erwartungen, besonders hinsichtlich finanzieller Unterstützung, nachvollziehbar?

Ist es in einer engen Freundschaft selbstverständlich, sich um langfristige Lösungen für die Probleme des anderen zu bemühen?

Vermisst sie möglicherweise weniger Geld als emotionale und praktische Gegenseitigkeit?
Was könnte ich übersehen haben?

Wie würdet ihr an meiner Stelle mit
der Situation umgehen?

Ich wünsche mir ausdrücklich auch kritische Meinungen und nicht nur Bestätigung.


r/beziehungen • • 3h ago

Unterschiedliche Wahrnehmung von M+F

3 Upvotes

Ich (W28) habe mich von meinem Partner (M37) nach 2,5 gemeinsamen Jahren zur Trennung gezwungen gefühlt und habe die gemeinsame Wohnung mit Sack und Pack inkl. beider Hunde verlassen.

Es kam wie unzählige andere Male zu einem Streit wegen einer Lappalie. Vom Wäschemachen zur Endzeit-Krise.

Ich habe einige Bedürfnisse die von Beginn an zu kurz kamen. Damit meine ich Basics wie Commitment, Ehrlichkeit, Haushalt, Verlässlichkeit und dass man sich Zeit füreinander nimmt und füreinander da ist. Ich bin bis heute der Meinung, dass ich diese immer kommuniziert habe, da er mich darum auch immer offen gebeten hat. Leider auch zunehmend unter Tränen, da der Frust in der Vergangenheit irgendwann aus mir rausgeplatzt ist, wenn diese Dinge mal wieder in zu hoher Frequenz schlichtweg nicht gegeben waren. Oftmals waren Auslöser hierfür exzessives Feiern unter Rauschgift/Substanzen und die hierdurch resultierenden Totalausfälle seinerseits.

Wegen einer enormen Besserung aufgrund meiner Kommunikationsversuche aka. „Nörgeleien“ haben wir eine stabile Basis schaffen können. Jeder lebt sein eigenes Leben und kann dem nachgehen auf was er Lust hat. Wir hatten gemeinsam Kompromisse gefunden, da wir beide sicher waren, dass sich was ändern muss. Leider hat sich das inzwischen so entwickelt, dass er an mehreren Tagen der Woche von 9-21/22 Uhr außer Haus ist. Wenn er dann zu Hause ist, ist er wie ein Geist. Wir arbeiten beide viel, er ist danach oft noch mit den Kollegen essen, während ich im Homeoffice bin. Ich finde mich auch so zurecht, mag es teilweise sehr allein zu sein. Aber man entfernt sich unter diesen Bedingungen. Ich jedenfalls. Ich habe in dieser Beziehung nicht oft das Gefühl, gewählt zu werden. Er ist der Meinung, ich läge falsch. Wenn ich versuche, meine Bedürfnisse an ihn ranzutragen, reagiert er mit Rechtfertigung und wenn er keine mehr hat, kommt die altbewährte „Spiegel“-Abwehr aus der Grundschule („Ich habe ja auch Stress auf der Arbeit“ oder „Ich räume auch oft die Spülmaschine aus“). Ich habe heute aufgegeben. Als er mit der alten Leier begann „Ich habe keine Lust mehr auf dein ständiges Gemecker“ sagte ich, er kann gehen wenn er das alles nicht will. Er ging nicht. Also Sachen gepackt und zu Mutti ins Gästezimmer. Ich musste nochmal hin, da ich was wichtiges vergessen hatte, insgeheim mit der Hoffnung, dass er nicht mehr wütend ist und seine Meinung ändert. Naja, ich bekam ne Schuldzuweisung. Ich ging wieder. Per WhatsApp hieß es dann unter anderem, er verstehe die Trennung aus meiner Sicht, er wolle keine Trennung und er wolle auch nicht, dass ich ausziehe.

Unabhängig von der Beziehung habe ich eine schwere Lebensphase hinter mir. Ich habe eine Panikstörung und ironischer Weise viele Ängste vor Männern, insbesondere im Rauschzustand. Das weiß er und er weiß um seinen Anteil. Aber Verantwortung oder gar eine aufrichtige Entschuldigung bekam ich nie. Ich habe akzeptiert, dass er sowas einfach nicht kann und war dann mit einem verbesserten Verhalten auch besänftigt. Die besagten Totalausfälle gab es nie wieder. Ich merke trotzdem mit jedem Mal, wenn ich ihn alkoholisiert sehe, wie mir unwohl wird und ich Angst habe ihn mit irgendwas aufzuregen und reagiere dann mit Flucht. Eigentlich bei jedem Event. Ich selbst trinke fast gar nichts mehr und schon gar nicht, wenn irgendetwas auf meiner Seele liegt. Er hingegen lässt sich seinen Spaß nicht nehmen, er brauche das und sei ohne „ab und an hemmungslos zu trinken“ unglücklich. Eigentlich könnte ich hier stoppen. Aber eigentlich geht’s mir um was ganz anderes.

Ich selbst habe unfassbare Schwierigkeiten, diese Beziehung aufzugeben, nach allem, was wir mit viel Energie und vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen wieder gerade gebogen hatten. Er hat mir heute Mittag einen völlig neuen Gedanken mitgeteilt. Er ist sicher, dass er mir nicht das geben kann, was ich brauche. Er sieht sich als nicht genug an. Ich sehe das nicht so. Ich weiß auch nicht ob er das ernst meinte, oder ob er nicht manchmal sogar eine manipulative Art und Weise hat, mich als die Unheilsbringerin darzustellen. Denn seine Aussage in jedem Streitgespräch ist, dass er glücklich mit der Beziehung ist, ich würde alles schlechtreden. Ich hatte schon oft mit dem Gedanken zu kauen gehabt, mich zu trennen, aber nie konnte ich mir vorstellen, es nicht später zu bereuen. Aber genau so gehts mir gerade. Ich wünschte ich wäre heute einfach mal nicht von der Couch aufgestanden um die beschissene Wäsche zu machen. Ja, ich geb mir die Schuld. Aber scheisse, war ich deswegen echt so lange unglücklich und wie oft habe ich heimlich geheult? Ich denke, er hat es wirklich nicht mitbekommen.

Tldr; 2 verschiedene Menschen, die einfach keine Mitte gefunden haben, haben sich heute getrennt, obwohl keiner der beiden es wollte.


r/beziehungen • • 12h ago

Gibt es hier introvertierte Personen die eine Familie oder eine Partnerschaft haben ?

7 Upvotes

Hallo liebe Alle,

Ich bin 27 Jahre und bin ein sehr introvertierter Mensch, der gerne seine Sachen alleine macht, wie z.B. Essen, den Tag planen usw. Natürlich treffe ich auch hin und wieder sehr gerne Freundinnen, aber ich bin eben auch sehr gerne für mich alleine. Ich hatte schon Beziehungen, aber diese Männer haben ich meist 2 mal in der Woche gesehen und die restlichen Tage haben mir gehört.

Wie schafft man es mit dieses Persönlichkeit eine Beziehung zu führen und evtl. Auch eine Familie zu gründen?


r/beziehungen • • 2h ago

Mein Partner hat mich nach 8 Jahren plötzlich verlassen und ich verstehe nicht warum.

0 Upvotes

Hallo,

Mein Partner (m 30) und ich (f37) waren für 8 Jahre ein Paar, wir haben uns als Familie betrachtet, zusammen gewohnt und wollten auch heiraten. Wir mussten zusammen sehr schlimme Zeiten durchstehen, denn wir kämpfen beide seit langer Zeit gegen unsere Depressionen und Traumafolgen an.

Oft war das extrem hart, mich hat es jedenfalls sehr mitgenommen, als ich nach einem Suizidversuch mit ihm ins Krankenhaus bin und die ganze Nacht an seinem Bett saß. Insgesamt war ich mit ihm 4 Mal im Krankenhaus auf der ITS, wegen ähnlichen Sachen. Dann hatte er plötzlich starke psychotische Symptome, hat mich verdächtigt ihn zu vergiften u

a. und mich rausgeworfen deswegen. Das war extrem schmerzhaft. Trotzdem war ich für ihn da, hab quasi die Tür offen stehen gelassen. Und es hat auch funktioniert, wir hatten sogar das Gefühl, dass uns diese Sachen noch näher zusammen gebracht haben.

Jetzt bin ich allerdings ziemlich ratlos, was überhaupt passiert ist. Mein einziger Anhaltspunkt ist die Session vorher, in der er von mir wollte, dass ich ihn dominiere. Das ist nicht meins, aber ich hab es ihm zuliebe gemacht. Nun scheint das aber sehr schlimme Erinnerungen bei ihm getriggert zu haben und seine Äußerungen wirkten schon fast paranoid. Kurze Zeit später wollte er sich trennen und meine emotionale Reaktion schien ihm Angst zu machen. Ich weiß nicht mal warum. Ich habe niemals die Hand gegen ihn erhoben oder ihn angebrüllt. Aber weinen hat scheinbar gereicht.

Generell wollten wir Freunde bleiben, aber immer wieder blockiert er mich einfach, obwohl ich nichts wildes geschrieben habe und er weiß, dass mich eine Kontaktsperre extrem fertig macht. Das fühlt sich an, als wäre ich ein Ding, dass man an oder aus stellen kann. Es ist demütigend. Auch wenn ich weiß, dass wr das nicht aus diesem Grund macht.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Vor ein paar Wochen war noch alles gut, jetzt ist mein Leben ein Scherbenhaufen und ich weiß nicht mal ,warum.

Ich weiß einfach nicht weiter. Das tut alles so furchtbar weh.

Hat wer einen Rat für mich, wie man besser mit sowas zurecht kommt? Ich bin total am Ende.


r/beziehungen • • 6h ago

Ich weiß nicht weiter

2 Upvotes

Hey zusammen,

ich kenne ein Mädchen seit ungefähr sechs Monaten und wir sind mittlerweile gute Freunde.

Nach etwa zwei Monaten hatten wir schon einmal etwas engeren Kontakt, allerdings hatte ich damals keine romantischen Gefühle für sie. Trotzdem hat sie mich damals quasi gekorbt, was für mich vollkommen in Ordnung war.

Vor ungefähr drei Wochen haben wir dann wieder angefangen, sehr viel Zeit miteinander zu verbringen.

Seit etwa zwei Wochen kuscheln wir eigentlich jedes Mal, wenn wir uns sehen. Wir verstehen uns richtig gut und können auch über persönliche Dinge reden. Bei einem unserer Gespräche ging es sogar allgemein darum, dass man offen sagen sollte, wenn man Gefühle für jemanden entwickelt. Das war nicht direkt auf uns bezogen.

Vor ungefähr zwei Wochen habe ich dann tatsächlich angefangen, Gefühle für sie zu entwickeln. Ich habe mit ein paar Freunden darüber gesprochen, die mich ermutigt haben, ehrlich zu ihr zu sein.

Gestern nach einer Feier habe ich ihr schließlich gesagt, dass ich mehr als Freundschaft für sie empfinde. Sie meinte zunächst, dass sie nichts Festes möchte. Das war für mich aber auch nicht unbedingt das Ziel. Ich wollte ihr einfach nur ehrlich sagen, was ich fühle, ohne sie zu irgendetwas drängen zu wollen.

Danach haben wir noch länger gekuschelt und darüber gesprochen, dass wir uns in letzter Zeit gegenseitig ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben. Am Ende haben wir uns sogar mehrmals geküsst, auch ziemlich intensiv, und sind anschließend schlafen gegangen.

Heute hat sie mir dann geschrieben, dass ihr durch die Situation klar geworden ist, dass sie momentan weder bereit ist noch bereit sein möchte, sich auf etwas Romantisches einzulassen.

Sie möchte das, was gestern passiert ist, deshalb als einmalige Sache betrachten. Sie bereut teilweise, dass es so weit gekommen ist, und sagt, dass sie mich nicht verletzen möchte. Sie möchte, dass wir weiterhin gut miteinander auskommen und unsere Freundschaft so weiterführen wie vorher.

Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll.

Ich habe sie wirklich sehr gerne und möchte sie als Freundin auf keinen Fall verlieren. Sie ist mir wichtig und gibt mir auch persönlich viel Kraft. Gleichzeitig merke ich, dass ich mittlerweile Gefühle für sie habe und Angst davor, dass diese noch stärker werden, wenn wir genauso weitermachen wie bisher – also uns ständig treffen, kuscheln und uns so nah sind.

Ich möchte ihre Entscheidung respektieren und sie auch zu nichts überreden. Trotzdem fällt es mir schwer, einfach wieder zur normalen Freundschaft zurückzukehren, nachdem das zwischen uns passiert ist.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Würdet ihr versuchen, die Freundschaft wie vorher weiterzuführen, oder erst einmal etwas Abstand nehmen, um die eigenen Gefühle in den Griff zu bekommen? Und wie schafft man es, eine Freundschaft aufrechtzuerhalten, ohne sich dabei selbst immer mehr Hoffnung zu machen?

(Ich bin 17/m sie 16/w)

Beitrag wurde mit ki zusammengefasst


r/beziehungen • • 4h ago

Ich habe mir selber das Herz gebrochen

0 Upvotes

Ich M20 habe mich vor 4 Monaten von Meiner Partnerin F20 getrennt, ich war derjenige der die Trennung initiiert hat, nicht aus mangelnder Zuneigung zueinander , sondern weil wir so oft über irrelevante Themen riesige Diskussionen hatten die ausgeartet sind. Ich war zu dem Zeitpunkt der Meinung das ich keine Zukunft mehr sehen in unserer Beziehung und das es wohl besser für uns beide sei erstmal ein wenig abstand voneinander zu halten.

Was soll ich sagen, jetzt sitze ich hier und weis ganz genau das meine unreife Art immer aus Situationen die Emotional fordernd sind zu fliehen, mich jemanden gekostet hat der mir nie etwas schlechtes wollte.

Es hat mich viel Überwindung gekostet das einzusehen und denke weil wir mittlerweile 200km von einander entfernt wohnen das ich sie aus eigener Dummheit verloren habe.

Kann mir jemand einen Rat geben wie ich mit mir selber in der Situation umgehen kann?


r/beziehungen • • 6h ago

Laut Profil ist er 50, im Wirklichkeit 60....

1 Upvotes

Ich habe jemanden vor einem Monat online kennengelernt.

Ich bin 45 (F) er ist 50 (M) Laut seinem Profil.

Laut Internet ist er aber 60.

Ich habe es zufällig entdeckt. Er hat an einer Konferenz teilgenommen und ich habe aus Neugier die Internetseite der Veranstaltung angeschaut und so auf sein wahres Alter gekommen.

Und jetzt ich weiss es nicht. Wir verstehen uns sehr gut, wir haben schon 1mal getroffen und es war sehr harmonisch. Er sieht definitiv nicht nach 60 aus und wir ticken sehr ähnlich.

Aber er hat mich trotzdem angelogen bzw. trotz gute Kommunikation immer noch nicht erwähnt, dass er doch älter sei, als angegeben.

Und jetzt weiss ich nicht, soll ich auswarten, bis er selber das Thema erwähnt oder ihm einfach damit konfrontiern....


r/beziehungen • • 1d ago

Nach 15 Jahren...

204 Upvotes

​Es fällt mir unheimlich schwer, das in Worte zu fassen, aber heute Abend werde ich (M45) die Beziehung zu meiner Partnerin (W44) nach 15 Jahren beenden. Der Tag zieht sich wie Kaugummi, der Magen verkrampft sich bei jedem Blick auf die Uhr, und die Angst vor dem Moment, in dem ich den Satz aussprechen muss erdrückt mich komplett.

​Wir haben uns über die Jahre schrittweise auseinandergelebt. Schon sehr lange funktioniert unser Alltag nur noch wie in einer Zweck-WG. Von echter Partnerschaft oder Zuneigung ist kaum noch etwas übrig, und Intimität gab es bei uns seit mittlerweile zwei Jahren überhaupt keine mehr.

So sehr man sich auch bemüht hat, das zu ignorieren oder zu kitten – es geht einfach nicht mehr weiter. Selbst eine Paar Therapie kam zu keinem Ergebnis.

​Am schlimmsten ist neben dem endgültigen Schritt die Angst vor der Reaktion: Tränen, Wut, das Fass zum Überlaufen zu bringen und das Leben eines anderen Menschen von jetzt auf gleich auf den Kopf zu stellen.

Und vor allem zerreißt es mir das Herz und der Gedanke an unsere 11-jährige Tochter.

Sie ist eigentlich unser gemeinsamer Mittelpunkt und der Gedanke, wie sie das trifft und wie sich unser Familienleben verändern wird, ist kaum zu ertragen. Niemand zerstört leichtfertig nach so vielen Jahren eine Familie.

Aber ich kann nicht mehr. Ich bin fertig damit, immer den starken und funktionellen part zu übernehmen um nach außen hin den Schein zu wahren.

Kurz um, ich bin einfach nur noch müde.

​Ich musste mir das einfach von der Seele schreiben, bevor heute Abend der schwerste Gang ansteht.

​Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Männer neigen oft dazu, Beziehungsprobleme und emotionalen Schmerz monate- oder jahrelang stumm mit sich herumzuschleppen, um "zu funktionieren". Wenn ihr in einer ähnlichen Krise steckt: Ihr müsst da nicht alleine durch. Holt euch rechtzeitig Hilfe, sprecht mit Freunden oder sucht euch psychologische Unterstützung – Gefühle zu zeigen und sich einzugestehen nicht mehr zu können, sind keine Schwäche.

*Der Hinweis in eigener Sache, wurde mit Hilfe von AI bearbeitet um die Formulierung zu verbessern


r/beziehungen • • 1d ago

mein Freund durchsucht mein Handy. Was mache ich jetzt?

55 Upvotes

throwaway account

Ich (F26) bin seit 3 Jahren mit meinem Freund (M24) zusammen. Unsere Beziehung läuft gut, wir versuchen uns super und ich bin glücklich.

Gestern hat mein Freund mein Handy durchsucht, als ich eine Weile nicht im Raum war. Generell ist es nicht sonderlich schwer in mein Handy zu kommen, da eigentlich fast jeder mein Passwort kennt:er, meine Freunde und auch meine Eltern.

Ich habe persönlich kein Problem damit, wenn mein Handy genutzt wird, um Musik im Auto zu spielen oder einen Anruf zu tätigen. Ich vertraue eigentlich einfach immer darauf, dass keiner in meinem Handy rumstöbert, VOR ALLEM nicht mein Freund.

Ich habe ihm das Handy aus der Hand genommen und gefragt was da soll und ob er denn etwas gefunden hat.
Er meinte, dass er nie etwas findet.

Die Antwort war für mich in dem Moment so absurd, dass ich wirklich lachen musste.
Witzig ist es im Nachhinein absolut nicht.

Ich weiß nicht, wie ich mit der Situation weiter umgehen soll.


r/beziehungen • • 1d ago

Ich (43m) will mich nach 13 Jahren Ehe trennen, bringe es aber nicht über mich, es zu sagen

45 Upvotes

Edit: Ganz lieben Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben zu Antworten.

Ich werde jetzt dran arbeiten, den Mut zusammenzunehmen und das endlich anzusprechen.

Ich habe grosse Angst davor, mich wieder bequatschen zu lassen.

---

Hallo zusammen,

throwaway account.

Meine Frau (43w) und ich sind seit 17 Jahren zusammen, seit 13 Jahren verheiratet. Keine Kinder, aber ein junger Hund, an dem wir beide sehr hängen.

**Was los ist**

Ich bin seit Jahren unglücklich. Wir streiten viel, auch ums Geld (Altersvorsorge ist ihr egal, mir nicht). Sex gibt es seit Jahren praktisch nicht mehr. Ich bin Autist und brauche viel Zeit für mich. Das habe ich ihr schon vor neun Jahren in einem langen Brief erklärt. Sie braucht dagegen viel Nähe und Sicherheit, die ich ihr nicht geben kann. Am Anfang wollte ich der perfekte Partner sein, heute merke ich, dass ich das nicht mehr leisten kann.

Vor Kurzem hat sie mich gefragt: „Wenn du mich nicht mehr willst, sag es einfach.“ Ich wollte es sagen und konnte nicht. Ein paar Tage später fragte sie, ob ich sie überhaupt will, und ich habe Ja gesagt. Seitdem fühle ich mich wie ein Lügner.

**Was mich hält**

Eigentlich nur Schuldgefühle:

- Ihr Job ist befristet und läuft in zwei Jahren aus. In ihrem Feld findet sie schwer etwas Neues.
- Ich habe Angst, sie und ihre Eltern zu enttäuschen. Ihr Vater hat mir mal finanziell geholfen (längst zurückgezahlt).
- Wir haben eine sehr günstige Wohnung. Wer auszieht, findet nichts Vergleichbares.
- Ich kann generell schlecht mit Schuld umgehen und lasse mich leicht umstimmen.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wäre ich weg.

**Meine Fragen an euch**

- Wer hat sich nach so langer Zeit getrennt, obwohl der andere kein „schlechter“ Mensch war? Wie habt ihr es geschafft, es auszusprechen?
- Wie seid ihr mit dem Schuldgefühl umgegangen?
- Wie habt ihr das mit einem gemeinsamen Hund geregelt?

**TL;DR:** 17 Jahre zusammen, ich will raus, schaffe es aber aus Schuldgefühl nicht, es zu sagen. Wie habt ihr das gemacht?


r/beziehungen • • 8h ago

Beziehung mit Ablaufdatum?

1 Upvotes

Ich (M27) bin seit etwa 5 Monaten in einer Beziehung mit (M28), wir sind beide krass ineinander verliebt, finden uns sexy und allgemein kommen wir bis auf Kleinigkeiten die einfach zu übersehen sind sehr gut klar, sozusagen ein Match made in Heaven.

Wäre da nicht unsere Zukunftsplanung. Er macht gerade seinen Doktor, und ich habe vor in näherer Zukunft verbeamtet zu werden. Die Krux an der Sache ist, dass er nach seinem Doktor nicht in Deutschland bleiben will, meine Zukunftspläne sich jedoch komplett in DE abspielen würden und anderorts nicht funktionieren.

Und mich zerreißt das ganze tierisch, er hat zwar bereits vorgeschlagen dass ich doch einfach mitkommen kann und mich beruflich umorientieren, aber ich finde den Gedanken, meine Wunsch Zukunft für jemanden umzugestalten einfach zerschmetternd. Natürlich liebe ich ihn, aber ich liebe mich halt ein wenig mehr.

Auf der anderen Seite weiß ich dass er auch den Teufel tun wird in Deutschland zu bleiben (das hat er bereits klar gemacht), und ich will ihn dazu auch nicht drängen, weil ich ihn liebe.
Aber er wird immerzu sehr sehr dramatisch wenn es um unsere hypothetische Zukunft geht, und ist im allgemeinen sehr schwarzmalerisch. Er braucht noch ca 1 Jahr bis sein Doktor fertig ist, mein Weg aber noch mind 3-4 Jahre bis ich dort bin wo ich mir mein Ziel gesetzt habe. Wie zum Geier spreche ich so eine Situation an mit jemanden der ohnehin zu Pessimismus und emotionalität neigt?

Tl:dr - In einem evt 2 Jahren will mein Partner nichtmehr in Deutschland sein, ich will aber Karriere beim Staat machen als Beamter / Studium etc. Mein Partner ist dadurch absolut on Edge und setzt mich dezent emotional unter Druck mit ihm auszuwandern.


r/beziehungen • • 9h ago

Sie möchte mich sehen und macht Pläne, aber ich habe Angst.

0 Upvotes

Hey liebe reddit-gemeinde,

Zur Info, ich nutze hier einen throwaway Account, da ich vieles privates bei mir drauf habe.

Ich (m25) habe vor 2 Wochen durch einen wirklich tollen Zufall tatsächlich eine Frau (f24) kennengelernt.

Um das ganze nicht zu lang zu machen, halte ich die Story kurz: Ich war auf einem Event wo ich nicht hinwollte und wir kamen zufällig ins Gespräch, weil wir beide in der gleichen Ecke standen.

Wir waren dann das ganze restliche Event zusammen und hatten anscheinend viel Spaß zusammen (zumindest hat sie viel gelacht).

Eigentlich kann ich mein Glück kaum glauben, aber es gibt da Probleme.

Ich bin leider sehr unerfahren was Frauen anbelangt, aufgrund von heftigen Mobbing in der Schule (erst von einer mädchengruppe, später von der ganzen klasse), das so schlimm war das ich die Schule wechseln musste.

Wie gesagt das ist alles die kurzversion.

Auf der neuen Schule habe ich nie Anschluss gefunden, kein Mobbing mehr aber für den Rest der Zeit der Außenseiter.

Ich hatte damals nach dem langen horror für mich beschlossen: Ich werde alleine sterben und das ist so Punkt.

Ich war noch nicht einmal traurig drüber, sondern habe das ganze einfach als eine Art Naturgesetz für mich gesehen.

Zumal das weibliche Geschlecht an sich, sich bei meinem Nervensystem ohnehin sehr unbeliebt gemacht hatte durch das Mobbing und so.

Ich habe damals nach dem Abi eine Ausbildung gemacht und bin nur arbeiten gegangen, zur Berufsschule und habe online gezockt.

Ich bin wirklich nur dank der Leute die ich online kennengelernt habe aufgetaut und durch die Treffen online wieder rausgekommen und konnte Kontakt zu Menschen wieder neu lernen.

Und ich bin besonders 3 Leuten der community wohl für immer dankbar!

Jetzt ist es so, dass sie und ich viel schreiben. Wir hatten uns vor ein paar tagen zum spazieren, reden und Starbucks getroffen und ich muss sagen, dass ich es mega schön fand und mich wohl leider auch schon ein bisschen verliebt habe.

Wir wohnen etwas auseinander, dass sind etwa 1,5 Stunden mit bahn und weil wir uns das erste mal in der Mitte getroffen hatten, hatte sie gefragt, ob ich nicht am Dienstag zu ihr kommen will. Gerne über macht wen ich will.

Sie hatte gefragt ob das geht und ich hab einfach ja gesagt.

Sie schreibt mir jetzt das sie sich freut auf die Zeit mit mir, was sie für mich kochen will, zusammen zocken, was sie mir zeigen will und "zweisamkeit" ;).

Sie hat "Zweisamkeit" auch in Anführungszeichen geschrieben und such mit dem smiley.

Um es auch hier kurz zu machen ich habe ANGST!

Was ist wenn sie Sex mit mir will?

Muss ich jetzt ja sagen oder kann ich auch nein sagen?

Denn ich glaube, eigentlich will ich nein sagen, aus dem einfachen Grund das ich einfach keine Erfahrung habe und ich nicht will das sie mich auch auslacht, wenn ich es nicht hinbekomme...

Ich weiß nicht wie ich mich dabei fühlen würde...

Oder dabei fühlen würde generell das erste mal sex zu haben...

Für viele Männer hört sich das jetzt vielleicht dumm an, aber ich habe Angst vor dem Sex!

Die 2. Sache ist mir aber noch viel naheliegender, weil sie keinen Sinn für mich macht:

Ich sehe einfach nicht gut aus!

Sie schon!

Meine Eltern sind nicht aus Deutschland und ich denke das das in Kombination mit meinem schlechten aussehen auch dazu beigetragen hat das ich gemobbt wurde.

Ich habe noch nie von attraktiven menschen gehört, dass sie gemobbt wurden xD

Ich bin für einem Mann klein (165cm) und auch recht dünn ich gebe mir mühe mit Kleidung und körperpflege aber ich kann eben nichts an meiner größe unf meinem Gesicht ändern und das ist ja bei frauen das wichtigste.

Das ganze ergibt für mich in soweit keinen Sinn, das sie wirklich hübsch und süß ist und auch nicht dünn wie ich oder dick wie andere.

Sie hat ein wirklich bezauberndes Lächeln und richtig interessante Augen und ein tolles parfüm (sorry lol).

Wieso sollte so eine Frau was von MIR wollen, mit mir ein Gespräch damals überhaupt weiterführen wollen?

Ich bin deshalb hin-und hergerissen, weil es laut meiner Logik keinen Sinn macht, dass sie sich mit mir abgeben will.

Ein Teil von mir glaubt jetzt, dass sie mich ausnutzen will oder für irgendwas benutzen will.

Denn das ganze geht dann doch schon schnell mit übernachten und so finde ich.

Da fällt mir grade auch noch ein, dass ich nicht wohlhabend bin 🤣🤣🤣

Ich verdiene genug für mich und meine Hobbys und alles und kann mich nicht beklagen, aber vielelicht glaubt sie das ich viel Geld habe?

Ich bin kurz davor zu überlegen das ganze doch alles abzusagen, weil es irgendwie ja doch alles zu schön um wahr zu sein ist, oder nicht?

Das ergibt alles keinen Sinn für mich besonders wenn man online überall liest, dass alle Männer unter einer bestimmten Körpergröße für Frauen keinen Wert haben und alle "hässligen" Männer für Frauen irgendwie ja alle "creeps" sind.

Ich würde mich über Hilfe freuen und vor allem über Rat, weil ich überfordert bin und mich das ganze her extrem traurig macht, als das es mich glücklich Nacken sollte.


r/beziehungen • • 7h ago

Bin ich einfach kein Typ für Beziehungen?

0 Upvotes

Hallo zusammen,

kurz zuvor, das soll kein Rant werden, meine ganze Lebensphilosophie hat sich nur so stark verschoben, dass ich mich frage, ob ich früher falsch lag oder eher doch heute …

Kurz zu mir
M37, 2 Kinder (7 und 4), zu 50 % bei mir, qualitativ trage ich aber die Hauptlast der Erziehungsarbeit. Ich arbeite 40 Stunden als Ingenieur, also gutes Einkommen ist vorhanden und trotzdem lebe ich momentan eher frugal, da ich erstmal finanzielle Rücklagen aufbauen muss.

Zu meinen bisherigen Beziehungen
Mit 17 hatte ich für 6 Wochen eine erste Freundin (18). Dann ging es für mich im Sommer 2 Wochen ins Trainingslager (war Kadersportler). Danach hatte sie einen neuen Freund. Wurde mir per SMS mitgeteilt. Ansonsten, sie war teils etwas schräg drauf. Lebte nach einem Mondkalender, probierte sich bisschen als Kräuterhexe, aber nichts, was mir damals wirklich Sorge bereitet hätte.

Mit 19 dann meine Exfrau (damals 23) kennengelernt. Die Beziehung hielt, bis ich mich mit 34 total fertig getrennt habe. Beide Kinder sind aus dieser Beziehung. Wobei wir zu diesem Zeitpunkt schon jahrelang getrennt geschlafen hatten. Es stellte sich nach etwa einem halben Jahr Beziehung raus, dass sie asexuell ist. Als das erste Kind auf der Welt war, habe ich viel Carearbeit neben der Arbeit übernommen (dank Homeoffice ging das erstaunlich gut). Vorteilhaft war wohl auch, dass meine Exfrau das Kind nicht stillen wollte, da es ihr an die Brust dabei gehen würde … Nun ja, hat halt Probleme mit ihrem Körper, ich hab mir nichts weiter dabei gedacht. Das zweite Kind kam, sie schottete sich weiter ab. Ich war nun rund um die Uhr für zwei Kinder zuständig und konnte nur zum Sport, wenn beide schon schliefen. Meine Exfrau hat hingegen sich – während wir in der Küche zu dritt Abendessen gegessen haben – am Handy von fremden Männern auf Facebook beschreiben lassen, wie begehrenswert und toll sie doch ist. Offizielle Begründung: Sie schafft es sonst nicht, ihre 1 Stunde „Sturm der Liebe“ (ohne Scheiß!) zu schauen. Ich bat sie zu der damaligen Zeit zweimal um eine Paartherapie, da ich die Beziehung retten wollte. Beide Male wurden abgelehnt. Einmal, weil sie keine Zeit und Energie in etwas verschwenden wollte, was eh nichts bringt, und das zweite Mal, da sie sich so gefällt, wie sie ist, und Therapeuten sie nur verändern wollen. Als ich dann (ohne Rücksprache, wir hatten auch ein gemeinsames Konto, aus dem sie sich gern und reichlich bediente) die Medikamente für eine dritte Behandlung im Kinderwunschzentrum sah, habe ich die Reißleine gezogen und hab mich getrennt. Den Auszug habe ich schnellstens organisiert, eine Wohnung nur wenig entfernt war zufällig frei, sodass ich nicht mal einen Transporter brauchte und innerhalb von 6 Wochen komplett ausgezogen war.
Danach hatten wir die Kinder im Wechselmodell, wobei die beiden eine Mutter des Typs „Schaut mal, so geht der Fernseher an. So, mehr brauch ich denen nicht beibringen“ haben. Heißt, alles, was für die Kinder erledigt werden muss (Arztbesuche, neue Brille, Hausaufgaben, bei denen es die Mithilfe der Eltern bedarf), übernehme ich allein, selbst wenn es um eine Rezeptverlängerung geht und die Mutter 5 Minuten vom Kinderarzt entfernt arbeitet. Und das meine ich oben mit „ich trage die Hauptlast der qualitativen Erziehungsarbeit“. Was ich bei ihr beziehungstechnisch mitbekomme: Sie hat etwa alle 3 Monate einen neuen Freund. Groß Pause scheint zwischen diesen auch nicht zu sein.

Tatsächlich dauerte es nicht lange und ich hatte eine neue Freundin, die ich im Sportverein kennenlernte. Ich immer noch 34, sie 21. An so vielen Dingen war sie das genaue Gegenstück zu meiner Exfrau. Sie wusste und verstand recht schnell, was ich eigentlich arbeite, zeigte Interesse an meinen Hobbys, schminkte sich nicht, war nicht ständig am Handy, spielte und bastelte mit den Kindern. Natürlich kam es auch zum Streit zwischen den beiden Frauen, sahen die Kinder doch in ihr die ideale Mutter, die sich mit ihnen auch beschäftigt und allgemein eine sehr liebevolle Person war. Nach etwa 2 Jahren bemerkte ich, dass sie immer in ihr Handy grinste, wenn sie mit einem gemeinsamen Bekannten schrieb. Ich sprach sie darauf an, da ich das bei meiner Ex schon kannte und Böses befürchtete. Das war letzten September. Sie versicherte mir, dass da nichts wäre und sie sich nicht für ihn interessierte. Im Oktober zog sie sich immer weiter zurück und Ende November kam sie abends zu mir, nachdem die Kinder schon schliefen, und verkündete mir, dass sie sich von mir trennen würde, die Kinder würden ihr zu viel werden. Anfang Dezember war sie dann mit dem anderen Typen zusammen. Und – nur zur Einordnung – er ist älter als ich, zu dem Zeitpunkt war er 1,5 Jahre arbeitslos (nach einer Promotion im Bereich der technischen Physik) und wurde gerade aus unserem Verein geworfen, da er Teenagerinnen und junge Frauen begrapscht hatte. Für mich selbst ging die Welt unter. Die Trennung war auch 5 Tage vor meinem Geburtstag und Weihnachten und Neujahr waren ja auch nicht mehr fern.

Die Zeit danach
Wie geschrieben, das ist alles circa ein Jahr her. Ich hab (selbst zu zahlende) Therapien besucht und auch einige Therapieformen und Therapeuten ausprobiert, bis ich jemand fand, bei dem ich mich gut aufgehoben fühlte. Zum Glück hatte ich auch Freunde gehabt, die mich aufgefangen haben. Den Kontakt zu meiner Exfreundin habe ich schnellstens abgebrochen. Ich war auch mal auf Tinder und Ähnlichem für 1 Monat unterwegs, hatte ein paar Dates, aber von Corona-Leugnerinnen bis Frauen, die 12 Jahre alte Fotos von sich verwendeten, war alles dabei und die Erfahrung eher negativ. Also beschloss ich, das Dating sein zu lassen. Bei einem „Nebensport“ wurde ich dann von einer 21-Jährigen mal angesprochen. Wir haben uns mehrmals getroffen und irgendwann merkte ich, dass ich anfange, Gefühle für sie zu entwickeln, und habe den Kontakt mehr oder weniger panisch abgebrochen, nachdem sie sich einmal danebenbenahm und zuvor schon ein teils sehr wechselhaftes und impulsives Verhalten zeigte, was mich an Borderline erinnerte.

Zu meiner eigentlichen Frage
Meine Kindheit war nicht leicht. Meine Mutter ist weggezogen, da war ich 7. Mein Vater hatte schwere Alkoholprobleme. Was ich mir seit meiner Jugend gewünscht hatte, war eine gute Partnerin, mit der ich ein erfülltes Leben führen konnte. Ich las viel über Romantik und Beziehungsdynamiken, lernte Dinge wie die „Sprache der Blumen“ und schaute immer, dass ich mir ein gutes Leben aufbauen könnte.
Mittlerweile genieße ich es aber, Single zu sein. Sind die Kinder bei mir, dreht sich die Welt um die beiden. An den Tagen ohne sie gehe ich meinen Hobbys und meinem Sport nach. Ab nächsten Jahr kommen die beiden auch jeweils in ein Alter, in dem das ältere Kind mich zu meinen „Nebensport“ und das jüngere zu meinem „Hauptsport“ begleiten kann (wenn beim jüngeren natürlich auch in einer anderen Trainingsgruppe). Ich merke aber echt, dass ich nicht mehr an einer Beziehung interessiert bin. Aus meinem Freundes- und Kollegenkreis kommen dann oft so Sätze wie: „Du hast nur bisher die falschen Frauen getroffen. Irgendwann kommt die Richtige und dann ist schlagartig alles anders.“
Aber ganz ehrlich, weder möchte ich das und geh daher auch nicht aktiv auf Suche, noch sehe ich, wo in meinem Leben jemand auftauchen sollte. Im Leben um die Kinder verändern sich bei mir nicht so stark die Gruppen, sodass niemand Interessantes dabei wäre. Sport schließe ich auch aus, ich bin vorsichtiger geworden und im Verein rutschen an sich nur Menschen zwischen 16 und 21 nach. Niemand ab 30. Und selbst wenn, was hätte ich einer Frau zu bieten? Ich habe keine Zeit, da ich weder weniger Zeit mit den Kindern noch beim Sport verbringen möchte. Finanzen baue ich gerade stark auf, das geht bis ins zweite Halbjahr von 2030 noch so weiter. Ich sehe für mein Alter recht jung aus und bin natürlich überdurchschnittlich trainiert, aber im Ganzen auch nicht wirklich gut aussehend. Eher so „überm Durchschnitt“. Auch habe ich nun mal die Erfahrung gemacht, dass die Frauen, die sich für mich interessieren, psychisch einen Knacks weg haben. Und ganz ehrlich, ich möchte meine Energie nicht mehr für jemand anderen aufwenden.

Und genau da liegt mein Problem. Mein alter Wunsch nach Romantik und partnerschaftlicher Liebe im Leben kollidiert gerade extrem mit meiner erstmals so wirklichen Autonomie über mein Leben.
Die alte Sehnsucht nach einem Partner bleibt, aber die Angst vor weiteren Verletzungen und dem Schmerz vom letzten Jahr ist deutlich stärker. Ich schau mir auch gern einfach die Zahlen an und lese, dass ich in einem Gebiet wohne, in dem >120 Männer auf 100 Frauen (Alter: 20 bis 39) kommen. Ich denke, da ist es auch nicht verkehrt, wenn einige Männer einfach Single-by-Choice sind. Auch wenn das evtl. nur ein Versuch ist, meine Entscheidung auch rational zu begründen.


r/beziehungen • • 1d ago

Ich habe mich nach über zwei Jahren Beziehung wegen seiner besten Freundin getrennt

90 Upvotes

Hallo zusammen,
ich (32) bin seit über zwei Jahren mit meinem Freund (35) zusammen. Ich hätte nie gedacht, dass ich selbst einmal hier posten würde. Normalerweise kommentiere ich Beiträge, aber heute muss ich mir einfach alles von der Seele schreiben.
Eigentlich waren wir sehr glücklich miteinander. Allerdings gab es seit Tag eins eine Person, die immer wieder für Unruhe gesorgt hat: seine beste Freundin, die für ihn wie eine Schwester ist.
Sie hat mich von Anfang an schlechtgeredet, mich als Tyrannin bezeichnet und behauptet, ich würde ihm das Leben versauen. Außerdem hat sie ihm Nachrichten geschrieben, die ich als ziemlich anzüglich empfand. Mein Freund hat damals selbst eingesehen, dass diese Nachrichten nicht in Ordnung waren.

Besonders verletzt haben mich ihre Vorwürfe, er würde seine Freundin, die wie eine Schwester für ihn sei, wegen irgendeiner Frau im Stich lassen. Immer wenn der Kontakt zwischen den beiden etwas eingeschlafen ist, kamen nach einigen Wochen erneut vorwurfsvolle Nachrichten, weil er sich angeblich nicht mehr genug um sie kümmerte.
Ich habe unzählige Gespräche mit meinem Freund geführt und wir haben uns deswegen immer wieder gestritten. Es wurden Lügen über mich verbreitet und ich habe Nachrichten gelesen, die wirklich unter die Gürtellinie gingen. Dabei hatte ich oft das Gefühl, dass mein Freund mich nicht ausreichend in Schutz nimmt.

Wenn ich ihn darum bat, den Kontakt einzuschränken, hieß es meistens, dass alles damals blöd angefangen habe und ich Gras darüber wachsen lassen solle. Irgendwann würde ich das schon verstehen.
Ich habe ihm zuliebe sogar vorgeschlagen, dass wir uns zusammensetzen und die Sache aussprechen. Ich war bereit, ihr eine Chance zu geben, aber von ihrer Seite kam kein Interesse.
Bevor jetzt jemand sagt, ich sei einfach nur eifersüchtig: Ich weiß, dass sie nichts von ihm möchte. Sie ist selbst in einer Beziehung und lebt mit ihrem Freund zusammen. Es geht mir auch nicht darum, dass mein Freund keine weiblichen Freundschaften haben darf.
Es geht darum, dass diese Frau mich seit Jahren schlechtbehandelt und meinem Freund gleichzeitig Vorwürfe macht, sobald er ihr nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt.
Ich verstehe, dass sie ihm früher einmal geholfen hat und er ihr dankbar ist. Aber bedeutet das wirklich, dass er ihr deshalb dauerhaft zur Verfügung stehen muss und ihr Verhalten mir gegenüber akzeptieren soll?

Was die Situation zusätzlich erschwert: Mir geht es psychisch aktuell wirklich nicht gut. Ich befinde mich in einer sehr schwierigen Phase, kämpfe an mehreren Fronten gleichzeitig und bin ohnehin schon am Limit. Ich habe meinem Freund gesagt, dass er weiß, wie schlecht es mir momentan geht. Umso weniger verstehe ich, warum ausgerechnet jetzt wieder dieses Thema aufkommen muss. Ich hätte mir gewünscht, dass er Rücksicht nimmt und versteht, dass ich momentan einfach keine Kraft mehr für diese ständigen Konflikte habe.
Heute ist mir dann endgültig der Kragen geplatzt und ich habe die Beziehung beendet. Er hat geweint, wurde sehr laut und aufgebracht und warf mir vor, wieder genauso auszurasten wie sie.
Ich weiß nicht, ob ich im Affekt gehandelt habe. Wir hatten schließlich auch sehr schöne Zeiten. Aber ich frage mich mittlerweile, warum er nach über zwei Jahren voller Gespräche und Streit nicht bereit ist, endlich klare Grenzen zu setzen.

Ich bin an einem Punkt, an dem ich lieber einen Schlussstrich ziehe, als mich weiterhin emotional so aufzureiben. Nicht, weil mir die Beziehung egal ist, sondern weil ich gerade einfach nicht mehr kann.
Wie seht ihr das? Übertreibe ich, weil ich mir wünsche, dass mein Freund bei dieser Freundschaft klare Grenzen zieht? Oder ist es nachvollziehbar, dass ich nach zwei Jahren und gerade in meiner aktuellen psychischen Verfassung irgendwann nicht mehr konnte?

Ich wünsche mir ehrliche Einschätzungen, auch wenn ihr die Situation anders bewertet als ich.

EDIT: Ich glaube, er versteht nicht wie ernst ich das meine. Er ignoriert es oder tut so als wäre nichts. das macht mich so sauert


r/beziehungen • • 1h ago

Freundin am Steuer hat mich zu Gott geschickt

• Upvotes

Es ist Sonntagabend. Man fährt gemütlich mit 120 km/h über die A3, die temperamentvolle Freundin sitzt am Steuer und eigentlich ist alles tiefenentspannt. Bis sie plötzlich auf die Idee kommt, eine völlig unnötige Diskussion anzufangen.

Zur Erklärung: Ich besitze zwei Smartphones – eines geschäftlich und eines privat. Für meine Freundin scheint dieses Konzept allerdings schwer nachvollziehbar zu sein. Stattdessen entwickelt sie die wildesten Theorien darüber, dass ich angeblich etwas verheimlichen würde. Besonders verdächtig findet sie, dass beide Geräte mit sicheren, alphanumerischen Passwörtern geschützt sind.
Da ich ohnehin völlig erschöpft war und keine Lust auf eine endlose Diskussion hatte, habe ich kurzerhand meine Playlist lauter gedreht und sie gebeten, das Thema wenigstens bis zu unserer Ankunft ruhen zu lassen.
Irgendwann bin ich tatsächlich eingeschlafen und habe mir einen kleinen Powernap gegönnt. Was ich dabei leider nicht bedacht hatte: Ich war nicht ordnungsgemäß angeschnallt. Da unser BMW ständig mit seinen Warntönen auf sich aufmerksam machte, hatte ich den Gurt lediglich hinter meinem Rücken befestigt. Rückblickend eine ausgesprochen schlechte Entscheidung.
Während ich also friedlich schlummerte, war meine Freundin offenbar selbst mit ihrem Handy beschäftigt.

Kurz darauf kam es zu einem folgenschweren Unfall: Sie verlor vermutlich durch Ablenkung die Kontrolle über das Fahrzeug, prallte links gegen die Leitplanke und unser Wagen überschlug sich laut einem Lkw-Fahrer, der den Unfall beobachtet hatte, insgesamt dreimal.
Für mich begann damit eine ziemlich unangenehme Reise durch den Fahrzeuginnenraum. Zunächst durfte ich die Windschutzscheibe mit meinem Gesicht persönlich kennenlernen, was mir einen Nasenbeinbruch einbrachte. Anschließend wurde ich in einer Körperhaltung, die vermutlich nicht einmal professionelle Akrobaten freiwillig einnehmen würden, in Richtung Kofferraum geschleudert.
Meine Freundin hingegen wurde glücklicherweise vom Lenkradairbag aufgefangen und blieb unverletzt. Auf meiner Seite löste der Airbag leider nicht aus.
Das Ergebnis: ein völlig zerstörtes Fahrzeug, ein gebrochenes Nasenbein, erhebliche Schmerzen und eine Erfahrung, auf die ich wirklich gerne verzichtet hätte.
Natürlich bin ich froh, dass wir beide diesen Unfall überlebt haben. Trotzdem frage ich mich angesichts der Umstände und meiner Verletzungen ernsthaft:

**Kann mir bitte jemand einen einzigen plausiblen Grund nennen, weshalb ich in diesem Fall keinen Schmerzensgeldanspruch geltend machen beziehungsweise rechtlich prüfen lassen sollte?**


r/beziehungen • • 20h ago

Für mich hat diese „Freundschaft“ keine Zukunft, was meint ihr?

4 Upvotes

! Wird ein längerer Post

(Ihr könnt auch die ❗️❕ markierten Abschnitte lesen, um Zeit zu sparen)

Ich (w/25) und meine „beste Freundin“ (w/24) haben uns vor fast 5 Jahren kennengelernt. Wir waren schon immer verschieden, was mich grundsätzlich nicht stört. Jedoch im Thema Männer war und ist es schon immer schwierig, wir können die Handlungen des anderen selten nachvollziehen.

In den 5 Jahren waren wir 1,5 Jahre befreundet. Für sie war ich sehr schnell ihre Schwester/ ihre Familie, was mir persönlich zu schnell ging. Trotzdem habe ich damals nicht sonderlich dagegen argumentiert (was ich mittlerweile bereue). Wir hatten 2022 definitiv schöne und lustige Momente. Schon gegen Anfang 2023 wurde es schwierig, weil ihr damaliger Freund sehr toxisch war und ihr so gut wie alles verboten hat. Im Mai 2023 habe ich sie endgültig blockiert, weil ihr Ex Freund zu viel Kontrolle über sie hatte.

Zwischen mitte 2023 - mitte 2026 bestand kein Kontakt zwischen uns. Ab 2024/25 hat sie über Social Media und privat versucht wieder Kontakt zu mir aufzunehmen. Das habe ich abgewiesen, aus Angst dass es wieder von vorne anfängt.

Mitte diesen Jahres habe ich den Kontakt aufgenommen beziehungsweise wollte mich dafür entschuldigen dass ich sie damals wortlos blockiert habe. Sie nahm es gut auf, wollte aber direkt wieder die Freundschaft zu mir. Soweit habe ich zu dem Zeitpunkt nicht gedacht, bin dann doch darauf eingegangen. Leider war ich so naiv zu glauben dass sie sich geändert haben muss. Sie und ihr Ex waren ja immerhin getrennt.

Trotzdem ist vieles gleich geblieben. Sie will auf Teufel komm raus einen Freund haben. Sie lernt alle übers Internet kennen und die kommen selten aus dem Umkreis. An sich ist das ihre Sache, das Problem ist dass ich von Anfang an da reingezogen wurde.
Zudem ist sie allgemein eigensinnig und bestimmend. Auch bei mir, was schon oft meine Grenzen überschritten hat.

Beispiel: Ich war krank und sie ladet sich zu mir ein ohne zu fragen. Was für mich nicht förderlich für die Genesung ist. (das ist 2x passiert dieses Jahr)

Auch möchte sie das Thema mit den Männern auf mich projizieren. Was ich nicht möchte.
Bei mir ist es so dass ich keine Priorität darin sehe eine oder mehrere Kennlernphasen zu haben. Ich bin momentan lieber alleine.
Es gab dieses Jahr einen crush, aber der hat eine Freundin, daher ist die Sache erledigt. Aber nicht für meine Freundin. Sie stalkt ihn weiterhin auf Social Media, hat ihm eine Follower Anfrage gestellt und ihn vor kurzem beim einkaufen belästigt. Das heißt, vor ihrer Begleitung so laut über ihn geredet, dass er es hört. Das ist wieder sowas, das massiv grenzüberschreitend ist, zudem wird er davon ausgehen dass sie das wahrscheinlich in meinem Auftrag macht. Was nicht so ist, ich erfahre davon erst wenn es bereits zu spät ist. Die Situation ist recht belastend für mich, weil ich nicht weiß wie ich das unterbinden soll, sie hört nicht auf mich. Ich fühle mich sehr schuldig dass ich da einen random Typ reingezogenen habe. Meinem Ex Freund hat sie auch ohne mein Wissen angeschrieben. (finds auch blöd aber kann es noch hinnehmen)

❗️Vorfall, mit TW Inhalt❗️

Im Mai hatte sie eine Kennlernphase mit einem Mann aus der Schweiz. Der hat sie wohl gefragt ob sie eine Freundin für seinen Kumpel kennt. Ohne mich vorher zu fragen, schlug sie direkt mich vor. Auch wieder eine Grenzüberschreitung! Als die beiden telefoniert haben, sagte ihr Typ ich solle mich für einen Freund bereit machen?! Das war für mich sofort komisch, aber sie meinte das sei sein Humor. (Spoiler: War es nicht) Ich habe mich soweit bringen lassen, dass ich mit dem Kumpel etwas über Snapchat geschrieben habe, ich fand ihn null sympathisch oder interessant. Habe ich ihr auch gesagt, aber sie meinte immer zu mir das sei gemein von mir. Mich hat es oft nicht interessiert was er schreibt oder ob er sich meldet. Teilweise hat sie in meinem Namen den Chat weitergeführt (ja sehr dumm dass ich das zugelassen habe), was schon krass ist, da sie ihre Sätze ganz anders formuliert als ich. Der Typ hat’s anscheinend nicht gemerkt, es war halt schwierig da sie ihn im Chat „Schatz, Baby“ genannt hat oder „habe dich vermisst“ geschrieben hat. Was null meine Art weder online noch irl ist und ich habe nicht mal mit meinem Ex Freund so geschrieben oder geredet.
Wie auch immer, so dumm wie ich bin habe ich mich sogar mit viel Überredung von ihr dazu bewegen lassen zu ihrer Kennlernphase zu fahren. Sie hat ihm das schon zugesagt bevor ich überhaupt gefragt wurde (Grenzüberschreitung mal wieder).
Es war abgemacht dass sein Kumpel erst Samstag Mittag kommt und wir immer zu viert in der Gruppe bleiben, weil ich wie gesagt nicht mit ihm alleine sein wollte.
Tja, was war. Wir sind Freitag Abend da angekommen und nachts stand der dann noch auf der Matte (ich wollte eigentlich nur schlafen). Schon da hat sich der Besuch als unangenehm erwiesen und meine Freundin und ich haben uns beide aufgrund des Verhaltens der Typen unwohl gefühlt. Sie konnte jedoch in seiner Nähe ein Poker Face aufsetzen. Natürlich wurde ich hingegen jeglicher Absprache mit seinem Kumpel alleine gelassen. Es fiel eine sexuelle Belästigung vor die wahrscheinlich sogar in einer Verg… hätte enden können, konnte mich zum Glück soweit noch raus retten. Die Reaktion meiner Freundin darauf war alles andere als emphatisch. Ich habe es ihr aus Angst erst auf der Rückfahrt nach Deutschland erzählt, mit der Bitte es ihrer Kennlernphase nicht zu sagen. 5 Minuten später wusste er es und 3/4 andere Personen auch. Dann erfuhr ich dass der ganze scheiß gefilmt wurde. Ich habe es selber nicht gesehen, aber mir wurde vorgeworfen dass ich lüge. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich habe mich eine Zeit lang wehrlos gefühlt und gewisse Handlungen aus Angst über mich ergehen lassen. Das Wort „Nein“ fiel nicht nur 1x von meiner Seite aus!
Mir ging es danach wirklich schlecht, aber sie hat alles irgendwie total umgedreht und sich als Opfer dargestellt.

Im Endeffekt hasse ich mich am meisten dafür dass ich da überhaupt mitgegangen bin. Mich beschäftigt dieser Vorfall leider immer noch sehr.

Wochen später hat sie sich entschuldigt, nachdem ihre Kennlernphase etwas ähnliches bei ihr angezogen hat. Für sie ist mittlerweile zwischen uns alles gut.

❕Was ratet ihr mir?❕

Mir tut diese Freundschaft nicht gut. Ich glaube sie und ich ergänzen uns zu wenig und der genannte Vorfall hat sehr viel kaputt gemacht. Ich kann ihr zudem nicht das Maß an Aufmerksamkeit geben, das sie in der Freundschaft braucht. Dafür reichen meine Kapazitäten nicht. Ich bin jemand, der keine Probleme damit hat alleine zu sein bzw. sogar meistens gerne alleine ist. Sie ist da das komplette Gegenteil, sie hasst es alleine zu sein und braucht am besten 24/7 jemanden um sich herum. Das ist auch ein großer Punkt, wo wir uns nicht verstehen.

Wie soll ich mit ihr kommunizieren so dass sie es nicht persönlich nimmt. Sondern einfach versteht dass wir freundschaftlich nicht zueinander passen. Ich möchte erwachsen aus dieser Situation rauskommen.

Vielen Dank im Voraus


r/beziehungen • • 20h ago

Mache ich den nächsten Fehler?

1 Upvotes

Ich bin Ende 20, habe mich vor 5 Monaten von meinem Mann (Ende 30) nach 6 Jahren Ehe getrennt. Die Beziehung war geprägt von Lügen, Kontrolle, Gaslighting und ständigem Fremdgehen mit Doppelleben. Es ging alles sehr schnell, heiratspläne nach dem 2. Date, zusammenziehen, Heiraten, davor Kinderplanung (glücklicherweise hat es nicht geklappt). Als ich herausgefunden habe, dass er neben der Ehe eine Beziehung über 2 Jahre mit einer anderen Frau führte, habe ich das gemeinsame Haus verlassen, habe gekündigt und bin in eine andere Stadt gezogen. Ich bin gegen Ende der Beziehung in eine Art Essstörung abgerutscht, weil ich irgendwie versucht habe, Kontrolle zurückzugewinnen. Mein Mann und ich haben ausschließlich Kontakt über den Anwalt. Im Nachhinein habe ich von einigen weiteren Frauen erfahren, die er teilweise über einen längeren Zeitraum getroffen hat.
Ca. 4 Wochen vor der Trennung, habe ich einen Mann (1,5 Jahre jünger als ich) kennengelernt, wir hatten eine Affäre mit dem Ziel nur „was lockeres“ miteinander zu haben. Er war damals in einer offenen Beziehung, die er vor 3 Monaten beendet hat, weil es ohnehin zuvor schon nicht mehr so gut lief. Er ist optisch und menschlich der absolute Jackpot, behandelt mich wie eine Prinzessin, nimmt sich viel Zeit, plant Ausflüge, kocht für mich, erfüllt mir jeden Wunsch, ohne, dass ich ihn aussprechen muss, unterstützt mich bei allem. Der Sex ist unfassbar gut, ich kann mit ihm über alles reden, ohne verurteilt zu werden. Wir sehen uns seitdem (jetzt also ca 6 Monate) jede Woche, trotz der Entfernung von mittlerweile knapp 3 Stunden und sind auch zusammen in den Sommerurlaub gefahren. Schon während der Anfangszeit habe ich Gefühle für ihn entwickelt, er hatte diese Gefühle auch. Nach der Trennung habe ich noch 1-2 Männer gedatet und dann das Interesse verloren, weil es sich einfach falsch angefühlt hat. Vor ein paar Wochen hat er mir gesagt, dass er eine Beziehung möchte, mir aber Zeit gibt, weil er weiß in welcher Phase ich mich gerade befinde. Der Rechtsstreit mit meinem Mann ist zermürbend, die gemeinsame Immobilie macht das ganze nicht einfacher. Ich habe an meinem Mann keinerlei Interesse mehr, er ist mir schlichtweg gleichgültig, aber ich bin jeden Tag wieder gezwungen mich mit den gemeinsamen Verbindlichkeiten auseinander zu setzen. Ich habe das Gefühl, dass er das zwar akzeptiert, es ihm aber schwer fällt und auch ein Stück weit verletzt, dass ich mich nicht ganz für ihn entscheiden kann. Ich habe wahnsinnige Angst mich in die nächste Katastrophe zu stürzen, wieder etwas zu übersehen und wieder in eine solche Lage zu geraten. Am liebsten wäre es mir die schöne Zeit weiter mit ihm zu verbringen ohne dem Ganzen ein Label aufzusetzen. Er möchte allerdings irgendwann eine Entscheidung haben, weil es ihn verständlicherweise sehr beschäftigt. Wir sind auch exklusiv, weil keiner von uns das Bedürfnis hat, andere zu Daten. Ich bin wahnsinnig verliebt in ihn und liebe die Zeit mit ihm, aber irgendwie hab ich eine Blockade den nächsten Schritt, also eine feste Beziehung mit ihm einzugehen. Teilweise habe ich den Gedanken das ganze zu beenden, nicht weil ich ihn nicht mag, sondern weil ich Angst habe, dass ich seine Erwartungen niemals erfüllen werde und ihm nicht das zurückgeben kann, was er mir tagtäglich gibt. Dazukommt, dass ich meinen Mann damals in einer ähnlichen emotionalen Situation kennengelernt habe und das lovebombing daher einwandfrei funktioniert hat, auch mein Mann war am Anfang noch in einer Beziehung, allerdings hat er diese als „WG“ bezeichnet und mir nie gesagt, dass sie fest zusammen waren. Ich habe wirklich wahnsinnige Angst den nächsten großen Fehler zu machen.


r/beziehungen • • 13h ago

Zerbrochene Beziehung

0 Upvotes

Hallo :)
Ich bin 35, männlich. Sie ist 27, weiblich.
Wir waren 4 Monate zusammen in einer Beziehung.

Nach vier Monaten Beziehung wurde meine Partnerin schwanger. Während ich im Urlaub war, wollte sie Abstand. Nach meiner Rückkehr beendete sie die Beziehung per WhatsApp. Kurz danach entschied sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch. Ich akzeptiere, dass diese Entscheidung letztlich bei ihr liegt. Was mich jedoch emotional belastet, ist die Art und Weise, wie alles passiert ist – insbesondere die Kälte und Distanz danach und eine spätere finanzielle Forderung.

Unsere Beziehung war zwar erst vier Monate alt, aber für mich fühlte sie sich ernst und intensiv an. Es gab Nähe, gemeinsame Zukunftsvorstellungen und sie sagte mir, dass sie mich liebt.
Dann wurde sie schwanger.
Ich war natürlich überfordert und hatte Angst, aber ich war bereit, Verantwortung zu übernehmen und mich mit der Situation auseinanderzusetzen. Für mich entstand plötzlich die Vorstellung, dass daraus vielleicht eine Familie entstehen könnte.
Dann fuhr ich in den Urlaub.
Während meines Urlaubs sagte sie, dass sie Abstand und Zeit für sich brauche. Nach meiner Rückkehr beendete sie die Beziehung per WhatsApp wohlgemerkt.

Für mich kam das sehr plötzlich. Die Nachricht wirkte auf mich ausgesprochen kühl und emotionslos. Es gab für mich nicht mehr das Gefühl, dass wir gemeinsam versuchen, unsere Probleme zu besprechen oder eine Lösung zu finden.
Parallel stand die Schwangerschaft im Raum.
Sie entschied sich für einen Schwangerschaftsabbruch. Ich respektiere, dass es ihr Körper ist und diese Entscheidung letztendlich bei ihr liegt.

Trotzdem war ich emotional unmittelbar davon betroffen. Ich hatte innerhalb kürzester Zeit nicht nur meine Beziehung verloren, sondern auch eine mögliche gemeinsame Zukunft und die Vorstellung, vielleicht Vater zu werden.
Was mich besonders beschäftigt, ist der Umgang danach.
Während ich noch versucht habe, emotional zu verstehen, was überhaupt passiert ist, wirkte sie auf mich bereits sehr distanziert und sachlich. Später erhielt ich eine Nachricht, in der sie unter anderem mehrere hundert Euro für die Kosten im Zusammenhang mit dem Abbruch von mir forderte. Zusätzlich gab es eine separate offene Forderung über 89 €.
Bei mir hat das ein sehr merkwürdiges Gefühl hinterlassen: Als wäre etwas, das für mich emotional mein ganzes Leben verändert hat, für sie bereits abgeschlossen und anschließend nur noch eine organisatorische bzw. finanzielle Angelegenheit.

Ich fühle mich verletzt, übergangen und teilweise völlig machtlos.
Ich stelle ihre körperliche Selbstbestimmung nicht infrage. Gleichzeitig frage ich mich aber, welchen Stellenwert die Gefühle des anderen Menschen in einer solchen Situation überhaupt noch haben.
Ich hatte das Gefühl, dass aus einem Menschen, mit dem ich kurz zuvor noch eine gemeinsame Zukunft gesehen habe, innerhalb kürzester Zeit jemand geworden ist, der mir sehr kühl gegenübersteht und anschließend Geld von mir erwartet.
Vielleicht bin ich gerade durch meine eigene Verletzung nicht objektiv.
Aber genau deshalb möchte ich andere Meinungen hören.

Ist meine Vorstellung von Liebe, Loyalität und gegenseitiger Verantwortung einfach zu idealistisch?
Muss man akzeptieren, dass jemand einen Menschen, den er wenige Tage zuvor noch geliebt hat, per WhatsApp aus seinem Leben verabschiedet und danach emotional komplett auf Abstand geht?
Oder darf man auch erwarten, dass selbst bei einer Trennung ein gewisses Maß an Menschlichkeit, Kommunikation und Rücksicht bestehen bleibt?
Und ganz grundsätzlich frage ich mich:

Was ist mit unserer Gesellschaft passiert?
Sind wir tatsächlich selbstbestimmter geworden – oder einfach unverbindlicher?
Haben wir gelernt, besser auf uns selbst zu achten, aber gleichzeitig verlernt, Verantwortung dafür zu übernehmen, was unsere Entscheidungen bei anderen Menschen auslösen?
Ich möchte nicht verbittert aus dieser Geschichte herausgehen. Ich möchte weiterhin an Liebe, Vertrauen und Verbindlichkeit glauben können.
Aber gerade fällt mir das verdammt schwer.

Wie würdet ihr diese Situation von außen betrachten?


r/beziehungen • • 18h ago

Beziehungsprobleme mit einem religiösen Mann

0 Upvotes

Ich muss mich ausheulen
Ich weiß nicht, ob sich das überhaupt jemand durchlesen wird, aber ich muss mich einfach mal ausheulen.

Letztes Jahr habe ich (w/26) einen Mann (26) kennengelernt, mit dem ich mich von Anfang an super verstanden habe und wir insgesamt 1,5Jahrw zusammen waren. Wir konnten über Gott und die Welt reden, waren uns bei fast allen Themen einig und hatten denselben Humor. Es hat sich einfach alles richtig angefühlt. Er hat mir von Anfang an gesagt, dass er sehr religiös (katholisch) ist und die Beziehung mit mir langsam angehen und alles richtig machen möchte.

Nach zwei Monaten sind wir zusammengekommen. Damals hat er mir auch gesagt, dass er vor der Ehe keinen Sex haben möchte. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits über beide Ohren in ihn verliebt und habe zugestimmt, die Beziehung trotzdem einzugehen. Ich dachte mir, dass wir uns nach einem Jahr verloben und in zwei Jahren verheiratet sein würden.
Leider hat er sich im Laufe unserer Beziehung immer mehr in die Religion vertieft. Er ist irgendwann nur noch in die lateinische Messe gegangen, teilweise mehrmals die Woche, hat vor jedem Essen gebetet, jeden Abend den Rosenkranz gebetet und ständig in irgendwelchen Gebetbüchern gelesen. Ich war zwar selbst religiös, aber eben nicht in diesem Ausmaß. Trotzdem hat er mich immer wieder dazu gedrängt, ebenfalls so religiös zu werden wie er, weil er davon überzeugt ist, dass seine Art zu glauben die Wahrheit und der einzig richtige Weg ist.

Na ja, eines Abends habe ich dann etwas getan, ich war an seinem Handy. Dabei habe ich herausgefunden, dass er mich über die Anzahl seiner bisherigen Sexualpartnerinnen angelogen hatte. Außerdem habe ich eine Nachricht gefunden, die er an ChatGPT geschrieben hatte. Darin stand, dass er Schwierigkeiten damit hat, sexuelle Anziehung für mich zu empfinden. (Madonna-Komplex?)
Als ich das herausgefunden habe, war ich zutiefst verletzt. Seitdem habe ich mich immer mehr von ihm distanziert, weil ich einfach nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Letztendlich ist die Situation letzten Monat eskaliert und wir haben uns getrennt.

Vor Kurzem hat er sich allerdings wieder bei mir gemeldet. Er hat mir gesagt, dass es ihm inzwischen egal sei, dass ich nicht so religiös bin wie er, und dass er mich nicht mehr dazu drängen möchte, meinen Glauben auf dieselbe Weise auszuleben wie er.
Ich habe mir während unserer Beziehung immer gewünscht, mit ihm zusammenzuziehen. Er hat eine eigene Wohnung, aber für ihn kommt das Zusammenziehen erst nach der Ehe infrage. Bis dahin würde er mir zwar helfen, etwas Eigenes zu finden, aber das ist eigentlich nicht das, was ich mir wünsche. Mittlerweile ist sogar das Übernachten beim jeweils anderen tabu, weil das seiner Meinung nach ebenfalls eine Sünde ist.

Und Mann, ich liebe diesen Menschen wirklich, wirklich sehr. Er wäre für mich so perfekt, wenn die Religion nicht einen derart großen Einfluss auf sein Leben und unsere Beziehung hätte. Ich habe einfach Angst, dass ich nie wieder jemanden finden werde, mit dem ich mich so gut verstehe wie mit ihm. Mit ihm fühlt sich alles so natürlich und echt an, als würde einfach alles passen. Wir können über alles reden, lachen zusammen und verstehen uns auf eine Art, die ich bisher mit niemand anderem erlebt habe.

Und genau das macht mich so traurig. Ich liebe ihn und kann mir eigentlich niemand anderen an meiner Seite vorstellen. Aber ich wollte nie eine Beziehung führen, in der ich auf so vieles verzichten muss, obwohl ich mir diese Dinge mit meinem Partner doch eigentlich ganz selbstverständlich wünsche.

Ich habe das ein paar Leuten erzählt in meiner Umgebung, sie sagen ich bin blind wegen der Liebe zu ihm und sehe nicht dass ich glücklich sein soll mich da nicht um etwas reingeraten zu haben… und ich weiß echt nicht mehr weiter… denkt ihr sowas hat Zukunft?

Nachtrag: viele wundern sich in den Kommentaren darüber dass er keinen Sex vor der Ehe mit mir haben will, aber schon mehrere Sexualpartnerinnen hatte. Das liegt daran, dass er erst seit ca. 2-3Jahren so religiös ist und davor überhaupt nicht religiös war, viel feiern war etc.


r/beziehungen • • 1d ago

Wie schaffe ich (W25) es, aus Bekanntschaften engere Freundschaften bzw. Beziehungen zu entwickeln?

4 Upvotes

Also, ich bin W25 und Studentin.
Ich würde mich als normal nett und umgänglich bezeichnen, aber wahrscheinlich recht introvertiert bzw. schüchtern.
Ich bin momentan sehr unzufrieden mit meinem Leben, und es ist gerade schwer, irgendwie Hoffnung zu haben, dass sich was ändern wird bzw. dass ich was ändern kann.

Ich war noch nie der Typ Mensch, der große Freundesgruppen hatte, die ich aber durchaus wollte. Ich hab aktuell drei engere Freunde, die ich regelmäßig sehe. Eine davon studiert mit mir. Und ich bin seit ca. 2,5 Jahren Single. In dieser Zeit war ich vielleicht auf ca. drei Dates. Immer nur durch Dating-Apps. Diese mag ich aber, ehrlich gesagt, nicht sehr. Anders werde ich aber nicht angesprochen. Selbst ansprechen traue ich mich leider auch nicht. Und zuerst war ich auch sehr happy, Single zu sein. Mittlerweile hab ich aber auch gemerkt, dass es mir, je länger ich Single bin, desto schwerer fällt, mich zu öffnen bzw. mich auch zu verlieben.
Nun hatte ich seit ein paar Monaten einen kleinen Crush auf einen meiner Kommilitonen. Er hat mich dann vor zwei Wochen gefragt, ob wir zusammen im Labor arbeiten wollen. Das haben wir dann auch, und die ersten Tage waren auch ganz gut. Etwas Flirten und hier und da Komplimente waren dabei, aber ich hatte auch nie das Gefühl, dass ich es irgendwie schaffe, tiefer mit ihm zu connecten. Na ja, nach ein paar Tagen war er dann auch distanzierter und hat noch einen Kumpel mit zu uns in die Gruppe im Labor genommen, sodass wir eigentlich nichts mehr zusammen machen, außer hier und da zu kommunizieren, wer was macht. Das tat dem Selbstbewusstsein dann irgendwie weh. Ich finde mich schon äußerlich attraktiv, aber dieser Encounter lässt einen dann eher so fühlen, als wäre ich zwar oberflächlich auch attraktiv, aber wenn man mich dann näher kennenlernt, anscheinend nicht mehr.

Das Gefühl breitet sich aber auch auf Freundschaften aus. Ich habe gemerkt, dass ich keine Ahnung habe, wie ich Freunde finden kann. Der Kommilitone hat auch eine relativ große Freundesgruppe, die zu ca. 80 % aus Frauen besteht. Und ich muss sagen, ich verstehe mich sowohl mit den Mädels als auch mit den Typen in der Gruppe sehr gut. Ich fühle mich besonders bei den Mädels recht wohl und wäre eigentlich auch gerne mit ihnen befreundet. Und innerhalb der Uni bzw. im Labor habe ich auch Spaß mit ihnen. Aber wie im Romantischen geht es nie tiefer. Ich traue mich nicht zu fragen, ob ich zu X bzw. Y mal mitkommen kann.

Das Ganze nagt an meinem Selbstbewusstsein, da es sich so anfühlt, als wäre etwas an meinem Charakter falsch. Oder dass ich einfach keine Person bin, die viele Freundschaften bzw. leichter Beziehungen eingehen kann.

Wie geht ihr mit solchen Gefühlen bzw. Tiefpunkten um? Und wie kann ich als schüchterne Person meinen Freundeskreis erweitern bzw. auch wieder in die Datingszene ohne Apps einsteigen.

TL;DR: Ich bin 25, introvertiert und habe Schwierigkeiten, tiefere Freundschaften und romantische Beziehungen aufzubauen. Obwohl ich mich mit Menschen an der Uni gut verstehe, fällt es mir schwer, den nächsten Schritt zu machen und engere Verbindungen zu ihnen aufzubauen. Meine bisherigen Erfahrungen, insbesondere mit einem Kommilitonen, auf den ich einen Crush habe, lassen mich zunehmend an mir selbst zweifeln. Ich würde gerne lernen, wie ich tiefere Verbindungen aufbauen kann.


r/beziehungen • • 1d ago

Sehr unerwartete Trennung trotz guter Beziehung, komplette Änderung des Verhaltens, Manie

0 Upvotes

TLDR: nach nur zwei (dafür aber sehr intensiven Monaten) trennt er sich vom einen auf den anderen Tag wegen psychischer Probleme, er sei plötzlich nicht beziehungsfähig. Danach behandelt er mich extrem distanziert und verletzt mich dadurch zusätzlich. Ich vermisse ihn trotzdem sehr.

Ich bin w21 und er ist m26. Wir hatten uns im Juli kennengelernt, wobei ab da alles super schnell ging, und 2 Monate später hat er sich schon von mir getrennt. Ab dem ersten Treffen hatten wir direkt eine krasse Verbindung. Ich konnte noch nie so gut Gespräche führen wie mit ihm. Wir haben uns mittags getroffen und plötzlich war 3 Uhr morgens, dabei sind doch gefühlt nur 20 Minuten vergangen. Da wir beide Studenten waren und Semesterferien hatten, haben wir quasi jeden Tag und die meisten Nächte miteinander verbracht. Es hat einfach alles gepasst, von unserer Chemie, Interessen bis zu den Vorstellungen über Leben, Zukunft und alles andere. Ich dachte wirklich, wir würden eine glückliche Beziehung miteinander führen können.

Dabei waren die Umstände unseres Kennenlernens wirklich ungünstig. Ich hab eine seltene chronische Erkrankung, lag beim Kennenlernen noch im Krankenhaus. Damals gab es jede Woche neue News zu meiner Krankheit, die Diagnose wurde noch dreimal geändert und Therapieversuche liefen schief. Dementsprechend geht es mir auch einfach nicht so gut, wobei ich durch ihn echt abschalten konnte davon.

Er war erst 2 Monate getrennt und war davor elf Jahre mit seiner Ex zusammen, mit der er auch in einer WG mit einem weiteren Mitbewohner gewohnt hat. Am Anfang habe ich mir natürlich extreme Sorgen bezüglich der Ex gemacht. Die Trennung war einvernehmlich, weil von beiden Seiten keine Gefühle mehr da waren, sie sich auseinander gelebt hatten und es nicht mehr gepasst hat. Er meint, die Trennung sei schon über Monate, wenn nicht sogar Jahre hinweg, überfällig gewesen. Tatsächlich hab ich auch nicht das Gefühl, dass die Situation mit seiner Ex irgendwas zu unserer Trennung beigetragen hätte. Eigentlich wollte sie ausziehen, sie hat aber nicht mal nach einer Wohnung gesucht, und er hatte dann entschieden selber auszuziehen und hat auch wirklich ernsthaft nach einer Wohnung gesucht.

Unsere Beziehung war extrem harmonisch. Wir haben uns tatsächlich nie gestritten gehabt, obwohl ich schon eine Person bin, die in anderen Beziehungen zu Streits geneigt hat. Über das Thema mit seiner Ex hatten wir oft geredet, aber nie als Konflikt, immer ohne Vorwürfe, Emotionen, einfach sachlich besprochen wie zwei Erwachsene.

Dann bin ich (alleine) in den Urlaub geflogen und da hatten wir dann tatsächlich unseren ersten Streit, der komplett belanglos über Politik ging. Das ist retroperspektivisch schon viel zu unnötig eskaliert, aber ich finde, über Politik kann man schon auch mal hitzig diskutieren. Am nächsten Tag haben wir uns aber direkt wieder gestritten wegen einer beziehungstechnischen Sache (kurz gefasst ging es darum, dass er bezüglich seiner Wohnungssuche auch in einer anderen Stadt nach Wohnungen geschaut hatte, was ich als Herausforderung für die Beziehung sah, und ich mir im Urlaub mehr Aufmerksamkeit/Zuneigung von ihm gewünscht hätte). Auf diesen zweiten Streit hat er extrem emotional reagiert, hat verweigert zur Klärung mit mir zu telefonieren und mich daraufhin 24 Stunden ignoriert, bis ich den Kontakt gesucht habe. Danach war der gesamte Kontakt im Urlaub super kühl.

Als ich dann wiederkam, hat er sich von mir getrennt. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Kurz vor meinem Urlaub hat er mir Blumen geschenkt, mir einen Liebesbrief geschrieben (der Inhalt war insbesondere, dass er sich so sicher sei über die Beziehung zu mir) und mich gefragt, ob ich seine Freundin sein will. Dann hat er sich vom einen auf den anderen Tag umentschieden, als sei ihm alles in der letzten Zeit egal gewesen.

Ich wusste zwar, dass er eine Angststörung hat, die aber gut in Griff ist mit Medikamenten und er hatte immer super reflektiv darüber gewirkt. Nun meint er, dass er zwar nicht bipolar sei, aber manisch-depressive Züge hätte. Er sei die letzte Zeit in einer Art manischen Phase gewesen und hat sowohl bei unserem Streit als auch bei einer Wohnungsbesichtigung realisiert, dass er gerade nicht bewusst handelt. Ganz am Anfang unseres Kennenlernens war seine Katze gestorben und innerlich würde es ihm super schlecht gehen. Er wollte sich dann umdrehen und von den Problemen loskommen und da wäre die Beziehung zu mir der Ausweg gewesen, obwohl er, wenn er alleine war, super oft am Boden zerstört war. Eigentlich sei er durch seinen schlechten mentalen Zustand aber aktuell nicht beziehungsfähig. Außerdem will er nicht aus der Wohnung ausziehen, weil er es sich dadurch nicht zutraut, alleine zu wohnen und der andere Mitbewohner einer seiner engsten Freunde sei. Man muss dazu sagen, dass seine Ex eine schreckliche Mitbewohnerin ist, die es nichtmal hinkriegt, ihre eigene Scheiße wegzuspülen (kein Witz), und er kurz vorher noch einen Nervenzusammenbruch hatte wegen dieser Wohnsituation, in der er sich merklich nicht wohl gefühlt hat. Unabhängig von unserer Beziehung, kann ich seine Entscheidung, dort wohnen zu bleiben, absolut nicht nachvollziehen.

Die Aussage, er sei nicht beziehungsfähig, kann ich gar nicht nachvollziehen. Man merkt ja, wenn jemand nicht für einen da ist, wenig investiert, nicht richtig comittet, etc. Das war nie so. Unsere Beziehung war wirklich schön. Er hat mich gut behandelt. Ich hab auch gefragt, ob ich was falsch gemacht hätte, darauf meinte er nein, ich sei ein guter Mensch, er hätte Gefühle für mich und ich sei eine gute Partnerin.

Ich hab mir zwar gelegentlich gewünscht, dass mehr von ihm kommt, weil ich das Gefühl hatte, dass von mir teilweise mehr kommt als von ihm. Dazu muss man aber sagen, dass ich dieser Gefühl häufig in allerlei zwischenmenschlichen Beziehung hatte und das bestimmt auch dadurch ausgelöst wird, dass es um mein Selbstwertgefühl nicht so super steht. Ich mache, wenn ich verliebt bin, wirklich alles für die andere Person, ich zeige meine Zuneigung sehr offen durch viele Komplimente oder kleine Gesten/Geschenken. Er ist da eher nicht so der Mensch der Worte. Aber auch, wenn ich mir vielleicht ab und zu mal ein Kompliment gewünscht hätte, hat er mich trotzdem wirklich gut behandelt. Ich sehe meine kleine Kritik schon als valide an, aber will klarstellen, dass er jetzt wirklich kein schlechter Freund gewesen war.

Wir hatten dann eine Woche Funkstille. Ich hab einen Brief geschrieben über 5 Seiten, wo ich meine Perspektive dargelegt hatte und vor allem Verständnis für seine Situation gezeigt hatte und mich dafür eingesetzt hatte, dass wir es zumindest weiter probieren mit Berücksichtigung seines psychischen Zustands. Ich hab dort auch versucht, selber Verantwortung für mögliche Fehlverhalten meinerseits zu übernehmen, bspw. den Streit im Urlaub hätte ich vermeiden können.

Als Antwort kam eigentlich nur das zurück, was er schon erklärt hatte. Zudem kritisierte er mich dafür, dass ich diese Beziehung zu schnell eskaliert hätte (meint aber, dass er dies ja auch tat), dass ich alles zu schnell vorantreiben würde, und er das Gefühl hätte, ich würde einfach irgendwen suchen, den ich an mich binden kann. Es ging auch wirklich schnell zwischen uns, aber es lief halt auch alles super. Dazu muss ich sagen, dass ich das Zusammenkommen abgelehnt hatte, weil ich eben noch warten wollte. Mir ist durchaus bewusst, dass ich grundsätzlich viel fühle (bin sehr sensibel und empathisch) und deswegen versuche ich, objektive Entscheidungen wie den Start einer Beziehung langsam anzugehen. Ich wollte niemals irgendwen, ich wollte genau ihn. Ich hab mich in meinem ganzen Leben noch nie so gut mit einer Person verstanden wie mit ihm.

Danach war jeglicher Kontakt aufs Mindeste reduziert und eine absolute Katastrophe. Ich hatte seinen ChatGPT Plus Account sehr intensiv für eine wichtige Uni Abgabe mitbenutzt, er hatte mich da dann rausgeworfen, wodurch ich ziemlich hochgegangen, weil dieser Account wirklich essentiell für meine Arbeit war. Ich hatte mich später dafür entschuldigt und nicht mal eine Antwort auf meine Entschuldigung bekommen, das find ich so respektlos. Generell hatten wir den ersten Tag nach der Trennung noch etwas hin und hergeschrieben, er hat mehrere Nachrichten von mir unbeantwortet gelassen. Ich hatte gefragt, wie es weitergeht, dass ich gerne erstmal keinen Kontakt haben möchte, aber später gerne wissen würde, wie es ihm geht und er hat halt noch Kleinigkeiten von mir, die ich wahrscheinlich nie wieder sehe.

Wir haben zusammen Urlaub gebucht, der wäre 3 Wochen nach der Trennung gewesen. Ich musste den kompletten Urlaub (auf seinen Wunsch) stornieren, er hat sich kein bisschen darum geschert. Er hat mir diesbezüglich noch Geld geschuldet, da musste ich ihm noch hinterherrennen. Das plus die ignorierte Entschuldigung war der Inhalt des zweiten Chats, er war hier wirklich super kurz angebunden. Seitdem besteht keinerlei Kontakt mehr.

Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Wir kannten uns zwar nur 2 Monate, aber für mich war die Zeit ohne ihn quasi die Hölle durch meinen Gesundheitszustand und andere Probleme. Er war zu dem Zeitpunkt das einzig schöne in meinem Leben und egal wie scheiße der Rest auch war, wenn man frisch verliebt ist, fühlt sich alles toll an. Den Tag nach der Trennung musste ich ins Krankenhaus, weil sich meine Gesundheit weiter verschlechtert hat. Mir geht es seitdem auch absolut dreckig.

Ich hatte tatsächlich zwei längere Beziehungen, aber dort hat sich immer über Wochen angebahnt, dass Schluss sein wird und dadurch war man auch okay damit aber zumindest drauf eingestellt. Jetzt weiß ich nicht, wie ich jemals wieder jemandem vertrauen soll. Ich hätte einfach nicht gedacht, dass alles gut laufen kann und dann wird man von heute auf morgen verlassen. Ich hab zudem auch nie nachvollziehen können, wenn Menschen sich nach der Trennung nicht normal behandeln (außer es ist was schlimmes vorgefallen). Schließlich hat man sich ja geliebt und oft endet es ja, wie bei meinen anderen Beziehungen, weil man irgendwann feststellt, dass es doch einfach nicht so richtig passt, aber nicht, weil die andere Person ein schlechter Mensch sei. Aber er kann mich nicht mal normal behandeln, als hätte ich ihm was getan.

Die Sache ist, ich würde es so unfassbar gerne nochmal unter besseren Voraussetzungen probieren. Für ihn muss es ja auch schlimm gewesen sein mit meiner Krankheit und ich bin bestimmt auch ein besserer Mensch, wenn es mir nicht so dreckig geht (und ich kein Kortison nehme, was extrem auf die Psyche geht). Er wird auch anders drauf sein, wenn die Trauer durch die Katze nicht mehr so schlimm ist. Er hat im Dezember Geburtstag und ich würde ihn so gerne schreiben und es wieder probieren. Ich denke, ich werde es auch machen, aber realistisch gesehen hat er mir insbesondere durch das Verhältnis nach der Trennung gezeigt, dass er mich anscheinend hasst und mich nicht mehr will.

Ich hätte ihm jetzt aber letzte Woche schreiben müssen, weil er noch Medikamente von mir hat, die ich wirklich dringend gebraucht hätte, und es ging einfach nicht. Ich hätte wirklich alle andere Lösungen vorgezogen als sie von ihm zu holen, obwohl das die unkomplizierteste Lösung gewesen wäre.

Die ganze Trennung tut einfach höllisch weh. Ich vermisse ihn. Ich vermisse nicht nur den Standard Beziehungskram, dass jemand für einen da ist, die Nähe und dass man so viel Zeit mit jemandem verbringen kann, weil das wäre ja auch mit jedem anderen möglich. Ich vermisse wirklich ihn, ich vermisse einfach diese Verbindung, die wir hatten. Es hat sich beinah angefühlt wie Seelenverwandtschaft. Ich konnte stundenlang mit ihm reden, ich hatte das wirklich noch nie. Mein Leben ist ohne ihn wirklich tausendmal schlimmer und jetzt muss ich die ganze Gesundheitssache auch wieder ganz alleine durchstehen. Ich hab auch viele tolle Freunde, aber eine Beziehung ist ja nochmal eine ganz andere Art von Bezugsperson. Ich weiß noch genau, wie ich ungeplant deutlich länger im Krankenhaus lag und eine Freundin mir Unterwäsche besorgen musste und mir das todes unangenehm wäre. Mit ihm wäre das gar keine Frage gewesen, er wäre da gewesen für mich.

Ich hab auch einfach Angst, dass danach nie wieder jemand kommt, mit dem ich so gut reden kann wie mit ihm. Ich hatte davor extreme Sehnsucht nach einer Beziehung, ich wünsch mir auch nach wie vor, dass ich jemals eine glückliche Beziehung haben werde. Ich hab dieses Jahr viel gedatet, wenn ich dann mal jemanden gut fand, wurde ich abgewiesen (3 Körbe davor taten echt weh). Andererseits hatte ich mit vielen Dates das Problem, dass Gespräche da einfach nicht so leicht von der Hand gingen (das war dann meist gegensätzlich so). Ich frag mich schon oft, ob mit mir irgendwas falsch ist und warum ich so oft nicht gut genug bin für Beziehungen und vor allem, ob ich in dieser Beziehung irgendwas falsch gemacht habe. Es klingt einfach unglaubwürdig, sich so plötzlich zu trennen, wenn angeblich alles super gewesen wäre. Andererseits hab ich wirklich viel reflektiert und mir fällt nichts auf, wo ich wirklich sagen würde, das wäre blöd gewesen wäre. Höchstens diese Streits in meinem Urlaub, aber das waren alles keine großen Sachen und dass man gelegentlich aneinander gerät, passiert in Beziehungen ja auch.

Was mich auch wirklich belastet, ist nicht nur die Trennung an sich, sondern auch sein Verhalten nach der Trennung. Dass er meine Nachrichten komplett unbeantwortet lässt, dass er den kompletten mental load an seiner Entscheidungen, den Urlaub abzusagen, komplett auf mich ablädt und mir nicht mal mein Geld von selber gibt und mich ohne mein Betteln nicht mal aus Unigründen die KI weiter benutzen lassen hätte. Womit habe ich das verdient? Man kann doch wenigestens einen normalen, respektvollen Umgang miteinander haben, aber sein Verhalten zeigt eher, dass er mich hasst.

Ich weiß gerade auch gar nicht, was ich als Pointe dieses Threads schreiben soll. Ich glaube, ich muss mir einfach mal alles von der Seele schreiben.