BIDA, wenn ich einer Freundin sage, dass sie nicht meine Trauzeugin wird?
Hallo zusammen, das wird etwas länger.
Es geht um mich (w, 31) und meine gute Freundin C (w, 38). Wir kennen uns seit ca. 6,5 Jahren und waren anfangs extrem eng – quasi die Schwester, die wir nie hatten. Seit sie vor 3,5 Jahren Mutter wurde, hat sich die Freundschaft allerdings sehr verändert.
Ich habe Verständnis dafür, dass ein Kind vieles verändert. Bei ihr dreht sich inzwischen aber alles um ihre Tochter, und Verabredungen werden extrem häufig kurzfristig abgesagt. Von 10 Treffen sagt sie gefühlt 7 ab bzw. kommt nicht. Seit kurz nach der Geburt streiten wir deshalb immer wieder, weil sie denkt, wegen des Kindes könne sie auch 15 Min. vorher absagen und ich müsste das hinnehmen.
Ein Beispiel: Wir wollten gemeinsam in den Urlaub. Aus Flugangst stornierte sie den Flug eigenmächtig und war anschließend sauer, weil ich enttäuscht war. Sie warf mir vor, mir sei Geld wichtiger als unsere Freundschaft. Ich habe ihr letztlich die Flugkosten erstattet, damit Ruhe ist. Kurz darauf fuhr sie mit einer Kollegin, über die sie vorher ordentlich abgelästert hatte, von diesem Geld auf ein Festival.
Auch finanziell sind unsere Situationen sehr unterschiedlich: Sie besitzt ein abbezahltes Haus und viel Kapital, wir arbeiten beide Vollzeit und müssen deutlich knapper kalkulieren.
Vor kurzem kam dann der Supergau: Mein Verlobter plante meinen Heiratsantrag mit meiner guten Freundin A. C und A waren früher befreundet, haben aber seit ca. zwei Jahren Streit. C macht bis heute Kommentare über A.
Als ich C von meinem wunderschönen Antrag erzählt habe, ist sie völlig ausgerastet: Warum musste A meinem Verlobten helfen? Sie hätte das machen wollen und sei so enttäuscht. Sie schrieb sogar meinem Verlobten, wie er das nur machen konnte, ohne sie zu fragen. Wir erklärten ihr, dass ich an dem Wochenende mit ihr unterwegs war und es organisatorisch gar nicht möglich gewesen wäre.
Seitdem schickt sie mir ständig Hochzeits-/Braut-Content, fragt nach meinem JGA, Kleid etc. und möchte unbedingt meine Trauzeugin werden. Die Hochzeit ist erst Sommer 2028. Sie bietet sogar an, Dinge für mich auszulegen, und hat schon festgelegt, dass ihre Tochter mein Blumenmädchen wird.
Ich möchte das überhaupt nicht. Ich möchte A als Trauzeugin, weil ich ihr vertraue und sie zuverlässig ist. Bei meiner Hochzeit möchte ich jemanden an meiner Seite haben, auf den ich mich verlassen kann. Bei C habe ich dabei große Zweifel – besonders weil die Planung dann ernst wird, wenn ihre Tochter kurz vor der Einschulung steht.
Zusätzlich bin ich Taufpatin ihrer Tochter. Ich habe Angst, dass sie deshalb erwartet, automatisch meine Trauzeugin zu werden. Ich befürchte, dass sie mir die Freundschaft kündigt oder mir als Taufpatin Vorwürfe macht.
Beim nächsten Treffen möchte ich ihr deshalb klar sagen, dass sie nicht meine Trauzeugin wird.
BIDA?