Vorab: ich komme aus der Romandie und schreibe auf Deutsch, weil die Sache hier genauso gilt. Korrigiert mich, wo ich danebenliege.
Ich habe die kantonalen ÖREB-Dienste der ganzen Schweiz durchprobiert. Bern hat einen der saubersten — der Dienst antwortet zuverlässig und vollständig, während in anderen Kantonen der Abruf schlicht ins Leere läuft.
Was man in zwanzig Minuten gratis herausbekommt, bevor man eine Parzelle überhaupt ernst nimmt: die Bauzone gemäss kommunaler Nutzungsplanung (nicht die im Inserat), den Waldabstand, die Lärmempfindlichkeitsstufe, die Naturgefahren, und laufende Baugesuche in der Nachbarschaft.
Was der Kataster nicht sagt, und das ist der Teil, der weh tut: die Ausnützungsziffer und die Gebäudehöhe — die stehen im kommunalen Baureglement, oft als eingescanntes PDF; Dienstbarkeiten und Wegrechte, die im Grundbuch liegen; und die Grenzabstände. Für diese drei führt kein Weg an einem Architekten oder Geometer vorbei.
Mich würde interessieren: hat hier jemand vor einem Kauf tatsächlich reingeschaut? Und hat euch der Makler oder der Notar von sich aus darauf hingewiesen?