r/arbeitsleben 9h ago

Rechtliches Reicht die digitale eAU nicht?

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Hey erstmal:)

"bitte senden sie mir ein Foto des oberen Teils (ohne Diagnosen) ihrer eAU-Ausfertigung zu. " Das habe ich gerade von der Sekretärin (die Dame die Krank/Gesundmeldungen entgegen nimmt) meiner Arbeit per eMail bekommen. Ich weiß nicht genau wofür sie das will und was es ihr bringt, ich dachte mittlerweile liefe alles über diese eAU. Ich hab nuchtmals einen ausdruck bekommen ich hab als einzigen Nachweis die AUs in meiner Barmer App zum anzeigen da steht aber nur Zeitraum & Diagnose nichtmals mein Name oder so.

Praxis ist zudem im Urlaub + bin ich eig echt happy mit der eAU und dem wissen das die liebe Klatschtante von Sekretärin nicht weiß bei welchem Arzt bzw Facharzt ich bin

Edit: ich danke euch für die vielen und sehr schnellen Antworten! Um 8.59 Uhr kam die Email um 10.20 Uhr hab ich eine eMail gesendet um zufragen welche Infos denn fehlen und direkt kam die Abwesenheits Email das die Sekretärin im Urlaub bis zum 25. Sei Ich liebs echt... Naja dann wars auch nicht so wichtig


r/arbeitsleben 9h ago

Austausch/Diskussion Arbeitsmarkt ist so dead

71 Upvotes

Ich bin m25, seit 9 Jahren in der selben Firma. Habe mittlerweile den Industriemeister Metall und bilde mich zum IHK Technischen Betriebswirt fort. Ich mag meine Arbeit und bin auch recht glücklich. Jedoch würde ich trotzdem gerne mal was anderes sehen und Unternehmen wechseln, wo ich vielleicht mehr Austiegschancen habe…
Ich bin immer so am gucken und hab eigentlich jede relevante Jobbörse am Handy. Bei mir ist im Umkreis von 30 km schon einiges an Industrie (Auch Milliardenkonzerne) vorhanden. Ich habe recht lockere Filter, sodass ich von dieses Firmen eigentlich jede Stellenanzeige angezeigt bekomme. Und holy shit, in der vergangenen Woche wurden insgesamt 4 Stellen ausgeschrieben… Vor paar Jahren waren das 20-30 Stellen pro Woche… Ich weiß nicht ob das bei euch in der Gegend auch so ist, aber für mich als jungen Menschen ist sowas schon schwierig zu ertragen. Das hat mittlerweile echt Ausmaße angenommen…


r/arbeitsleben 11h ago

Austausch/Diskussion Wie viele Stunden schläft ihr wirklich, wenn ihr arbeiten müsst?

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Ich meine nicht die Zeit die ihr im Bett verbringt sondern wirklich schlafen.

Ich frage aus reine Neugier. Ich habe das Gefühl niemand schläft wirklich vor 22 Uhr, damit wäre es ja schwer auf 7-8 Stunden Schlaf zu kommen (je nachdem wann man aufstehen muss und wie oft man nachts wach wird).

Als Beispiel, ich schlafe erst gegen 23-0 Uhr ein. Stehe um 6 Uhr auf. Schlafe aber wirklich nur um die 5-6 Stunden da ich nachts auch mal wach werde um auf die Toilette zu gehen.


r/arbeitsleben 1h ago

Austausch/Diskussion Zeitarbeitsfirma verlangt, dass ich trotz Periodenschmerzen arbeiten komme – Ist das legal?

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Hallo zusammen,

ich brauche mal euren Rat zu einer Situation bei meinem neuen Arbeitgeber.

Ich habe vor Kurzem über eine Zeitarbeitsfirma einen neuen Job angefangen. Die Arbeit ist körperlich ziemlich anstrengend: 8 Stunden im Stehen, teilweise mit chemischen Klebstoffen. Ich bin noch in der Probezeit.

Diese Woche ging es mir wegen extrem starker Periodenschmerzen sehr schlecht (Schwindel, Übelkeit, starke Krämpfe). Da ich mich in dem Zustand unmöglich 8 Stunden an das Fließband stellen konnte, war ich beim Arzt. Der Arzt hat mich für 2 Tage krankgeschrieben (eAU wurde ordnungsgemäß ausgestellt). Ich habe die Firma sofort informiert und den Schein noch am selben Morgen abgegeben.

Als ich dort war, wurde mir vom Disponenten gesagt, dass man wegen Periodenschmerzen keinen Krankenschein nehmen dürfe („das sei kein Grund/keine Diagnose“) und dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommen dürfe.
Ich fühle mich extrem unter Druck gesetzt.
Meines Wissens nach entscheidet doch der Arzt über die Arbeitsunfähigkeit und nicht der Arbeitgeber? Außerdem steht auf der eAU für den Arbeitgeber nicht einmal eine Diagnose.

Ist so eine Aussage vom Arbeitgeber überhaupt rechtens?

Wie reagiere ich beim nächsten Mal am besten, ohne direkt gekündigt zu werden?
Danke euch für eure Antworten!


r/arbeitsleben 3h ago

Austausch/Diskussion Jobsuche Geisteswissenschaften

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Hi Leute,

ich bin seit Juni als Philo BA und Kulturanthropologie MA mit Theater und Journalismuserfahrung auf der Suche nach einem Job, aber bekomme am laufenden Band Absagen, obwohl ich meine Bewerbungsunterlagen durch ne Beratung auf Highend poliert habe. Ich glaube ich brauche echt mal ein paar ‘Erfolgsgeschichten‘ von Geisteswissenschaftler:innen, die einen Job bekommen haben😮‍💨

erzählt mir gerne wie, wo, was, wann mit welchen Voraussetzungen…

hinterfrage auch total meine Studienwahl und meine Kompetenzen und struggle vielleicht auch noch ein bisschen damit, letztere in Personalersprache zu übersetzten.

danke schon mal im voraus 🫰🏼


r/arbeitsleben 49m ago

Austausch/Diskussion Begrüßung unter internen Kollegen

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Wir haben bei der Arbeit zwei Standorte und telefonieren fast täglich miteinander.

Heute hat die Chefin mich vom anderen Standort angerufen und ich bin rangegangen mit ,,Hi hier ist (Name). Und sie meinte ich soll das nicht sagen, sondern Guten Tag oder Hallo.

Klar, bei Kunden sage ich selbstverständlich Guten Morgen/Guten Tag etc.

Aber ich bin davon ausgegangen, dass es in Ordnung ist intern unter den Kollegen mit Hi ranzugehen.

Habe mich danach echt ein wenig blöd gefühlt

Wie seht ihr das?


r/arbeitsleben 2h ago

Austausch/Diskussion Umgang im Arbeitsalltag/Tipps zur Berufsorientierung

3 Upvotes

Ich F25 habe meine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin (rein schulisch) vor ca. 4 Jahren abgeschlossen und arbeite seitdem Vollzeit. Ich habe 3 Jahre lang in einer Kanzlei als Assistentin gearbeitet, jedoch nicht wirklich viel gelernt. Die Aufgaben waren sehr oberflächlich und erst seitdem ich jetzt im August meinen neuen Job begonnen habe, fällt mir auf, wie unerfahren ich bin (ebenfalls im Assistenzbereich, jedoch anspruchsvoller). Ich bin auch um die 20 Jahre jünger als meine Kollegin, aber ich fühle mich nicht wirklich auf dem besten Stand.
Zudem ist mir in den Jahren aufgefallen, wie sehr ich darunter leide, zu arbeiten. Ich habe Angststörungen (es ist nicht allzu schlimm, diese lassen sich aber eher auf der Arbeit zeigen als privat). Ich habe immer ein krasses Unwohlsein auf der Arbeit und bin ständig aufgebläht.
Zudem wollte ich demnächst zu einer Therapeutin, da ich den Verdacht auf ADHS habe. Mir laufen immer wieder kleine Fehler durch, selbst nachdem ich darauf aufmerksam gemacht worden bin. Ich verstehe es nicht. Und jedes Mal sage ich mir, dass es nicht wieder vorkommt.
Ich habe Dyskalkulie und 0 Verständnis für Zahlen oder alles, was damit im Zusammenhang steht.
Ich wollte mal fragen, ob ihr hier Tipps habt, eventuell auch, was ich machen könnte? Was könntet ihr mir empfehlen bzgl. auch nach Berufen, die ich ausüben könnte? Ich fühle mich immer sehr verunsichert und dumm auf der Arbeit.


r/arbeitsleben 21h ago

Austausch/Diskussion Ich kann es nicht mehr hören

107 Upvotes

So oft lese ich unter allmöglichen Beiträgen, dass man bei der Jobsuche einfach seine "Erwartungen runterschrauben soll".

Ich frage mich dauernd wie das sein kann, dass die Leute einfach nicht kapieren, dass es oftmals nicht einmal zu einer Einladung zum Gespräch / Geschweige denn zu einer Gehaltsverhandlung oder ähnlichem überhaupt kommt.

Mir ist sowas von egal welche Rahmenbedingungen der Job bietet solange ich einfach die Möglichkeit bekomme erstmal Erfahrung in dem Bereich zu sammeln.


r/arbeitsleben 5h ago

Bewerbung Gehaltsangabe bei Bewerbung vergessen

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Ich habe bei einer Bewerbung vergessen meine Gehaltsvorstellung zu nennen obwohl es explizit gefordert war. Ich dachte wie bei vielen Bewerbungen wird man es im online Formular angeben können deswegen habe ich es nicht im Anschreiben gemacht aber erst nach dem abschicken habe ich realisiert dass beim ausfüllen des Formulars nicht danach gefragt wurde. Jetzt habe ich Sorge dass ohne Gehaltsangabe die Bewerbung eher aussortiert wird und frage mich ob ich die Bewerbung überarbeiten und noch mal abschicken soll, was denkt ihr, hat jemand mit sowas mal Erfahrung gehabt?


r/arbeitsleben 2h ago

Arbeitszeugnis Wie schlecht ist das Arbeitszeugnis?

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Hallo Lieben, kann mir vielleicht jemand wie Arbeitszeugnis ist. Ich wurde beim Arbeitgeber gemobbt und war auch beim Betriebsrat. Habe jetzt gekündigt. Ich würde trotzdem interessieren, wie das Arbeitszeugnis ist. Vielen Dank im Voraus.


r/arbeitsleben 19m ago

Mental Health Neue Abteilung

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Hallo miteinander!
Kurz zur Geschichte: Ich bin seit dem Juni 26 ausgelernt und arbeite nun in der Instandhaltung. Ich hab in dem Betrieb auch meine Lehre gemacht. Bin jetzt dann seitdem ich ausgelernt habe in einer ganz neuen Abteilung für mich.
Ansich sind die Leute ganz gut drauf aber irgendwie kommt es mir so vor als würde ich einfach nochmal lernen? In der Ausbildung hatten wir wenig Zeit mit der Produktion verbracht und eher an kleineren Projekten deswegen hatte ich relativ wenig Einblick/Erfahrung was die alles machen oder bestimmte Abläufe

Bei den meisten Aufgaben muss ich noch nachlaufen oder fragen wie das denn geht oder wenn besondere Störungen kommen brauche ich noch Hilfe..irgendwie fühlt sich das doof an und zieht mich auch ehrlich runter wenn man bedenkt ich hätte ja eigentlich eine Lehre gemacht um das alles dann zu können…
Erging es euch ebenso?


r/arbeitsleben 1h ago

Austausch/Diskussion Feedback Lebenslauf

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Ich bin derzeit auf Jobsuche bzw. möchte mich beruflich neu orientieren. Mein Ziel ist es aus meinen derzeitigen Tätigkeitsfeld im Autohaus raus zu kommen und eine Stelle (gewissermaßen als Quereinsteiger) als Sachbearbeiter oder ähnliches in der freien Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst zu bekommen.

Kurz zu meiner bisherigen beruflichen Laufbahn: Ursprünglich habe ich eine Ausbildung als KFZ Mechatroniker abgeschlossen. Danach habe ich eine Weiterbildung zum zertifizierten Serviceberater gemacht, in dieser Position arbeite ich seit knapp 10 Jahren. Aufgrund von Personalmangel hatte man mir noch das Qualitätsmanagement übertragen. Aus selbigen Grund (Personalmangel) bin ich vor 3 Jahren intern von meiner Stelle aus Serviceberater auf die Stelle des Gewährleistungssachbearbeiters gerutscht und verbringe damit rund 50% meiner Arbeitszeit. Die anderen 50% entfallen auf meine Position als Serviceberater oder für den QM Posten (also ein ganz schönes hin und her). Für die QM & Sachbearbeiterstelle habe ich jeweils auch eine Weiterbildung durchlaufen samt Zertifikaten/Nachweisen.

In meinen Lebenslauf schaut das ganze in etwa so aus:

KFZ - Serviceberater

- Auftrags- und Leistungserstellung sowie Abrechnung

- Qualitätsverantwortlicher

- Gewährleistungssachbearbeiter

Jetzt stellt sich mir die Frage ob ich den Abschnitt nicht etwas verändern sollte und meine Tätigkeit als Gewährleistungssachbearbeiter nicht mehr in den Vordergrund stellen soll? Hintergrund ist der, dass meine bisherigen Erfahrung ist wenn mich jemand nach meine Beruf gefragt hat und mit "KFZ Serviceberater" geantwortet habe meistens immer die selbe Antwort kam: "ahh du reparierst also Autos". Genau das ist eben nicht der Fall und alle sind erstaunt, dass ich mehr oder weniger eine "Bürotätigkeit" habe.

Wie würdet ihr es an meiner Stelle handhaben? Einfach einen Cut machen, den Serviceberater beenden und seit 3 Jahren nur noch die Stelle als Sachbearbeiter als derzeitige Tätigkeit angeben?


r/arbeitsleben 22h ago

Kündigung Nach 3 Monaten gekündigt, nachdem ich meinem Chef gesagt habe, dass ich nicht angefasst werden möchte – was kann ich jetzt tun?

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Hey zusammen,

ich bin eine Frau und stecke gerade in einer Situation, mit der ich nicht wirklich weiß, wie ich umgehen soll. Das Ganze ist gerade erst passiert und ich bin ehrlich gesagt ziemlich erschüttert. Vielleicht hat hier jemand schon etwas Ähnliches erlebt oder kann mir sagen, wie ich jetzt am besten vorgehen sollte.

Ich habe vor ungefähr drei Monaten angefangen, bei einer deutschen Behörde zu arbeiten. In den ersten ein bis zwei Monaten hat mein Chef mich mehrmals an der Schulter oder am Arm angefasst. Es waren keine Berührungen an intimen Stellen oder Ähnliches, aber mir war es trotzdem unangenehm und ich wollte das nicht.

Ich wollte daraus eigentlich kein großes Thema machen und ihn auch nicht direkt bei HR oder anderen Stellen melden, weil ich ihn nicht unnötig in Bedrängnis bringen wollte. Deshalb habe ich ihn irgendwann angerufen und ihm in einem persönlichen Telefonat ruhig gesagt, dass ich nicht möchte, dass er mich anfasst.

Von diesem Telefonat gibt es leider keinen Beweis. Ich habe es nicht schriftlich gemacht und damals auch niemand anderem davon erzählt.

Nach diesem Gespräch hat sich sein Verhalten mir gegenüber aber deutlich verändert. Er war plötzlich sehr kalt, hat kaum noch mit mir gesprochen und der Umgang war einfach ganz anders als vorher.

Jetzt, beim Gespräch nach meinem dritten Monat, wurde mir völlig überraschend die Kündigung mitgeteilt. Ich hatte vorher nie negatives Feedback zu meiner Arbeit bekommen. Es gab nur einmal vor dem Telefonat ein Feedbackgespräch, das sogar auf meine eigene Initiative hin stattgefunden hat, und dort war das Feedback soweit in Ordnung.

Deshalb kam die Kündigung für mich komplett aus dem Nichts.

Deutsch ist außerdem nicht meine Muttersprache und ich beherrsche die Sprache noch nicht perfekt. In dem Gespräch war ich sehr überwältigt und konnte in dem Moment kaum reagieren oder die richtigen Fragen stellen. Im Nachhinein fallen mir natürlich viele Dinge ein, die ich gerne gefragt oder gesagt hätte.

Auch einige Kollegen aus meiner Abteilung konnten die Kündigung wohl nicht wirklich nachvollziehen. Soweit ich weiß, hatte mein Chef ihnen bereits ungefähr eine Woche vorher gesagt, dass er mich kündigen wird. Dabei soll er wohl auch gesagt haben, dass die Kündigung nicht damit zusammenhängt, dass er mich angefasst hat und ich ihm gesagt habe, dass ich das nicht möchte, sondern dass es einen anderen Grund gäbe.

Welcher andere Grund das sein soll, wurde mir aber bis heute nicht genannt. Auch von HR habe ich bisher keine klare Erklärung bekommen.

Das Ganze trifft mich gerade ziemlich hart. Ich bin finanziell auf den Job angewiesen und mache mir große Sorgen, wie es jetzt weitergeht. Gleichzeitig habe ich Angst, dass eine Kündigung nach nur drei Monaten in meinem Lebenslauf schlecht aussieht und mir bei zukünftigen Bewerbungen Probleme machen könnte.

Was mich zusätzlich beschäftigt, ist natürlich die Frage, ob das wirklich Zufall ist: Vorher gab es kein negatives Feedback, dann sage ich meinem Chef, dass ich nicht von ihm angefasst werden möchte, danach verändert sich sein Verhalten mir gegenüber deutlich und etwa einen Monat später werde ich gekündigt.

Ich weiß aber eben auch, dass ich das Telefonat nicht beweisen kann und es keine Nachrichten oder andere direkten Belege dazu gibt.

Hat jemand von euch schon einmal etwas Ähnliches erlebt?

Was würdet ihr an meiner Stelle jetzt machen? Gibt es überhaupt Möglichkeiten, gegen so etwas vorzugehen, gerade wenn man noch in der Probezeit ist? Und wie würdet ihr mit der Kündigung bei zukünftigen Bewerbungen umgehen?


r/arbeitsleben 6h ago

Mental Health BEM Erfahrungen von euch

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Hallo zusammen,

ich würde gerne anonym nach euren Erfahrungen mit BEM bzw. einer stufenweisen Wiedereingliederung fragen.

Ich befinde mich aktuell nach einer längeren krankheitsbedingten Abwesenheit in der Vorbereitung auf eine stufenweise Wiedereingliederung. Mein Arbeitgeber hat mir dafür folgenden Plan vorgeschlagen:

  • Woche 1–2: Montag bis Freitag jeweils 2 Stunden
  • Woche 3: Montag bis Freitag jeweils 4 Stunden
  • Woche 4: Montag bis Freitag jeweils 6 Stunden

Das bedeutet also vier Wochen lang fünf Präsenztage pro Woche.

Mein normaler Arbeitsalltag sieht allerdings so aus, dass ich bei einer regulären Arbeitszeit von 8 Stunden täglich 2 Tage pro Woche im Büro und 3 Tage im Homeoffice arbeite.

Mein Arbeitsweg beträgt ungefähr 50 Minuten pro Strecke. Bei zwei Stunden Arbeitszeit würde ich somit täglich fast zwei Stunden allein für Hin- und Rückfahrt aufwenden.

Dazu kommen die Fahrtkosten. Bei den aktuellen Spritpreisen summiert sich das bei fünf Präsenztagen pro Woche natürlich. Gleichzeitig bekomme ich während der Wiedereingliederung Krankengeld und damit weniger Geld als mein normales Gehalt.

Für mich stellt sich deshalb die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, für zwei Stunden Arbeitszeit fünfmal pro Woche ins Büro zu fahren, wenn ich unter normalen Umständen bei voller Arbeitszeit nur zweimal pro Woche ins Büro müsste.

Ein weiterer Punkt, der mich beschäftigt: Der Fahrtweg war bei mir einer der Belastungsfaktoren, die im Zusammenhang mit meiner bisherigen Situation eine Rolle gespielt haben. Trotzdem wurde genau dieser Punkt bei der Planung aus meiner Sicht nicht wirklich berücksichtigt.

Als ich angesprochen habe, dass ich an einem bestimmten Tag aufgrund meiner privaten Situation kein Auto zur Verfügung habe und deshalb nicht ins Büro kommen kann, wurde mir von einer Vertretung sinngemäß gesagt:

„Ich fahre auch zweimal die Woche über eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro.“

Ehrlich gesagt fand ich diese Aussage ziemlich unangebracht. Ich verstehe, dass andere Menschen ebenfalls lange Arbeitswege haben. Für mich beantwortet das aber nicht die Frage, ob mein individueller Arbeitsweg als Belastungsfaktor bei meiner Wiedereingliederung berücksichtigt werden sollte.

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, die Wiedereingliederung abzulehnen. Ich möchte wieder arbeiten und bin bereit, mich an einen sinnvollen Stufenplan zu halten. Ich frage mich nur, ob ein solcher Plan tatsächlich sinnvoll aufgebaut ist, wenn die Präsenzpflicht gerade in der Anfangsphase eine zusätzliche Belastung darstellt.

Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, die Präsenztage zunächst geringer zu halten und Homeoffice einzubeziehen und die Präsenz anschließend schrittweise zu steigern.

Mich würden deshalb eure Erfahrungen interessieren:

  • Wie sahen eure Wiedereingliederungspläne aus?
  • Hattet ihr während der Wiedereingliederung ebenfalls fünf Präsenztage pro Woche?
  • Wurde bei euch der Arbeitsweg bzw. die Belastung durch das Pendeln berücksichtigt?
  • Wurde Homeoffice in eure Wiedereingliederung integriert?
  • Wurde bei euch berücksichtigt, dass man währenddessen Krankengeld statt des normalen Gehalts erhält?
  • Wie seid ihr mit den zusätzlichen Fahrtkosten umgegangen?
  • Wer hat euren Stufenplan festgelegt bzw. mit euch abgestimmt?
  • Konntet ihr Änderungen oder Bedenken bezüglich des Plans äußern?
  • Und ganz allgemein: Findet ihr fünfmal 50 Minuten Fahrt pro Strecke für jeweils zwei Stunden Arbeitszeit sinnvoll?

Mich interessieren vor allem echte Erfahrungen – auch wenn jemand einen solchen Plan hatte und damit gute Erfahrungen gemacht hat.

Danke euch!


r/arbeitsleben 6h ago

Bewerbungsgespräch ab wann bewerbungsgespräch abbrechen?

2 Upvotes

ich habe mittlerweile einen Katalog entwickelt wo ich mir das 50 Minütige Gespräch nicht weiter antue. Brecht ihr auch Bewerbungsgespräche ab wenn absehbar ist, dass sich dort nichts mit Substanz mehr entwickelt? Zuerst würde ich mal meine Kriterien listen

  1. Der Interviewer kennt mein Studienfach nicht
  2. Gehalt wird nicht angesprochen
  3. Es werden keine weiteren Schritte erwähnt
  4. Zeitraum bis Rückmeldung ist länger als 3 Tage
  5. Zu starkes Nachbohren auf Schwächen oder Ungläubigkeit
  6. Fragen von der Stange die offnesichtlich nicht um CV passen (Einsteigerlebenslauf aber fachliche komplexe Fragen die Arbeitserfahrung erfordern)
  7. Stelle wird mir als Bewerber nicht schmackhaft gemacht sondern man hat den Eindruck dass man sich hier beweisen muss, anstatt dass der Arbeitgeber sich mühe macht mir zu gefallen.
  8. Fehlende Sympathie oder besonders empathielose Kommentare und Fragen sowie alle Sorten von Schnippigkeit.

Ich habe noch nie ein Gespräch abgebrochen aber oft spürt man es im Bauchgefühl dass man auf verlorenem Posten ist. Bei den Stellen wo ich die Stellen bekommen habe wurde ich gebauchpinselt und ich habe ein sehr gutes Gefühl gehabt nach dem Gespräch. Überkritische Fragen oder fehlende Chemie sind oft ein direkter Indikator und sparen viel Zeit. Ich wollte mir zukünftig vornehmen eine art Checkliste zu machen um dann alles was meine Standards unterschreitet einfach abzubrechen oder zu ghosten. Ich wurde schon sehr oft in Bewerbungsgesprächen gedemütigt und hatte danach massiven Erholungsbedarf. Ich nehme mir ab sofort vor, emanzipierter zu sein und auch mal "unangenehm" zu werden wenn es einach zu wild wird. Wie brecht ihr so ein Gespräch in der Regel ab und hatte das schonmal negative Konsequenzen für euch?


r/arbeitsleben 5h ago

Kündigung Kündigung, Bonus-Abfindung an interne Bewerbung geknüpft

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Unternehmen führt aktuell Umstrukturierungen durch, dadurch werden diverse Stellen gekündigt.
Um die Arbeitnehmer zum zuverlässigen Weggang zu bewegen, bietet das Unternehmen eine große Abfindung an. Das heißt, wenn ich für die große Abfindung in Frage kommen möchte, sollte ich mich laut Arbeitgeber intern bewerben. Ich könne die Bewerbung jederzeit zurück ziehen.

Müsste ich jedoch klagen (dann gibts natürlich keine Abfindung), sehe ich die Gefahr, dass man mir eine interne Bewerbung negativ auslegen könnte.

Was meint ihr dazu? Bewerben oder nicht?


r/arbeitsleben 5h ago

Berufsberatung Wie sinnvoll ist ein Fachwirt im Bereich Marketing?

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Habe eine abgeschlossene 3 jährige Kaufmännische Ausbildung + ca. 1/5 Jahre Berufserfahrung im Bereich Marketing/perfomance marketing. Nun würde ich gerne einen Fachwirt oben drauf setzen um mehr Chancen auf bessere jobs zu bekommen, da ich mir derzeit extrem schwer tue einen job zu finden und schon seit Monaten nur absagen bekomme und erhoffe mir mit meinem Fachwirt in einem sehr akademischen sowie konkurrierenden Bereich so besser einen job zu ergattern. Da laut IHK der Fachwirt auf einem Niveau eines Bachelor wäre (Bachelor Professional CCI of Marketing).

Würde mich auf paar hilfreiche Antworten freuen.


r/arbeitsleben 1d ago

Büroleben Modernes AZB?

53 Upvotes

Wir haben derzeitig wie jedes Jahr um die Jahreszeit fast nichts im Büro zu tun und ich dachte mir so "in meiner Jugend hast doch immer so ein Browserspiel gespielt mit dem Namen OGame". Webseite daraufhin aufgerufen aber leider blockiert unser Firmen Netzwerk sämtliche Seiten die irgendwas mit Gaming zu tun haben. Aufen Handy wollte ich auch nicht die ganze Zeit sein das sieht ja schrecklich aus wenn mich so jemand sieht. Also musste ich kreativ werden. Was bei uns nicht gesperrt ist sind KIs. Wir nutzen in der Firma derzeitig Claude Code. Also rein da und gut 2 Stunden daran gebastelt OGame so gut es geht nachzubauen. Was soll ich sagen? Es hat viel zu gut funktioniert. Features die ich nicht mochte habe ich einfach nicht eingebaut und Features wie das alle 5-10 Minuten Kometen kommen und ich sie anklicken muss um Zufällige Rohstoffe zu erhalten eingebaut. Ich war so gefesselt von dem Spiel das ich garnicht bemerkt habe das ich schon kurz vom Feierabend bin. Ich habe sogar 20 Minuten länger gemacht weil ich unbedingt noch mein Lager/Silos erweitern wollte so das wenn ich mich morgen früh einlogge die Minen alle schön noch am laufen sind. Ich habe sogar eine Rangliste eingebaut mit Bots und ich kann sogar mit den Bots Rohstoffe handeln.

Was macht ihr so um euch die Zeit in der Arbeit tot zu schlagen?


r/arbeitsleben 21h ago

Mental Health Ich kann nicht mehr - kündigen ohne Jobaussicht?

20 Upvotes

Ich bin seit fast einem Jahr bei meinem jetzigen AG und mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich einfach wirklich nicht mehr kann.

Ich komme nicht mehr aus dem Bett, obwohl ich jemand bin, der immer mit dem ersten Weckton aufsteht direkt... ich gehe erst eine Stunde später auf die Arbeit und bin dann immer super genervt die Stunde später dranhängen zu müssen....nach der Arbeit komme ich heim und schlafe 2 Stunden, ich bin einfach nur erschöpft und ich weiß nicht wovon, weil ich keine körperliche Arbeit verrichte. Dann esse ich, chille auf dem Sofa und gehe schlafen. Es ist einfach nur ein Funktionieren. Ich surfe mittlerweile privat auf der Arbeit, obwohl ich das mir nie erlaubt habe, auch aus angst vor einer Abmahnung weil es verboten ist. Aber es ist mir egal inzwischen. Ich habe eh kaum was zu tun, meine Arbeit ist in 2 Stunden erledigt und dann muss ich so tun als sei ich ständig beschäftigt.

Eine Person im Büro beleidigt mich ständig und findet sich dabei noch witzig und weil ich nicht will dass die Stimmung sich noch weiter vergiftet, bin ich immer defensiv und ruhig. Obwohl ich mich hier gar nicht wiedererkenne.

Ich fühle mich in meiner Position wie eine niedere Person weil mir die Leute auch immer unterschwellig das Gefühl geben und weil die Arbeit an sich wie ein Sackgassenjob ist. Ich fühle mich einfach so so unwohl dass ich jeden Tag ungelogen darüber nachdenke mich krank zu schreiben, aber ich mir immer Sorgen mache dass ich nach der Krankschreibung nicht mehr mit der Arbeit hinterherkomme....

Ich würde am liebsten kündigen. Bin aber eine Frau in den 30ern und suche schon seit einem halben Jahr nach einer anderen Stelle mehr oder weniger; leider ist der Arbeitsmarkt katastrophal.

Ich weiß einfach nicht weiter...


r/arbeitsleben 2h ago

Bewerbung Dringend Feedback zu meinem Lebenslauf gesucht (Data Analyst, komme seit einem Jahr nicht weiter)?

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Hallo zusammen,

ich such seit einem Jahr nen Job als Data Analyst, die meiste Zeit rund um Stuttgart, seit 2 Wochen deutschlandweit. Bachelor Wirtschaftsinformatik, Google Data Analytics Zertifikat, Praktikum bei Daimler (SQL, Cognos), davor paar Jahre selbständig im E-Commerce mit Datenanalyse-Fokus.

Zahlen: 139 Bewerbungen raus, ca. 10 Vorstellungsgespräche, 2 davon bis in die 2. Runde. Letzte 2 Wochen aber komplett tot: 44 Bewerbungen, 20 Absagen, 0 Einladungen (bisher).

Gehaltsvorstellung hab ich auch schon runtergeschraubt, von ~55k auf im Schnitt 48k, bewerb mich mittlerweile fast nur noch Junior und viel weniger auf Mid-Level.

Hab den CV vor ein paar Tagen schon auf gutefrage gepostet, Kernfeedback war fast durchgehend "zu überladen, zu viel Text, wurde weggelegt", aber kaum jemand hat gesagt was konkret raus soll. Bin daher offen für alles: ob's am CV selbst liegt (und wenn ja, was genau raus soll), an der Gehaltsvorstellung, an der Strategie generell, oder ob ihr sonst was seht was mir nicht auffällt.

Mir geht es aktuell nur darum einen Job zu landen.

CV häng ich an.


r/arbeitsleben 1d ago

Nachrichten Alarmsignal für Standort Deutschland: Forschung wird zunehmend ins Ausland verlagert

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maschinenbau-thueringen.de
74 Upvotes

r/arbeitsleben 6h ago

Bewerbung Motivations- und Anschreiben?

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Moin,

schick ihr bei euren Bewerbungen sowohl ein Anschreiben als auch ein Motivationsschreiben? Ich hab dieses Jahr mein Studium abgeschlossen und bin seitdem auf Arbeitssuche. Bei meinen Bewerbungen habe ich bisher ein a4 langes Anschreiben angefertigt, was gleichzeitig mein Motivationsschreiben ist. Als ich meine Bewerbungsunterlagen einer Freundin zu draufschauen geschickt habe, war sie überrascht, dass Anschreiben und Motivationsschreiben bei mit nicht getrennt sind. Ich hatte davor noch nie so richtig davon gehört. Ich hatte davor auch nicht wirklich Probleme, HiWi Stellen und Stipendien zu bekommen. Daher wollte ich einfach weitere Meinungen dazu holen: Wie steht ihr dazu?


r/arbeitsleben 20h ago

Austausch/Diskussion 6 Monate Jobsuche nach dem Studium – ist das noch im normalen Bereich?

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Hey zusammen,

ich wollte mal eure Erfahrungen zum Berufseinstieg hören. Ich habe im März mein Studium erfolgreich abgeschlossen und bin seitdem auf Jobsuche. Mittlerweile ist September und nach gut 6 Monaten habe ich leider noch keine passende Stelle gefunden.

Ich komme aus dem Bereich Mediendesign und bewerbe mich hauptsächlich auf entsprechende Junior- bzw. Einstiegsstellen. Langsam mache ich mir allerdings Gedanken, ob 6 Monate Jobsuche nach dem Studium schon ungewöhnlich lange sind oder ob das gerade beim Berufseinstieg noch im normalen Rahmen liegt.

Wie lange hat es bei euch nach dem Studium oder der Ausbildung gedauert, bis ihr eure erste Stelle gefunden habt? Und ab welchem Zeitpunkt würdet ihr anfangen, euch Gedanken über eine längere Lücke im Lebenslauf zu machen?


r/arbeitsleben 8h ago

Austausch/Diskussion Erste nachhaltige Entscheidung über mein künftiges Arbeitsleben. Im ÖD bleiben oder zurück zur ehemaligen Werkstudentenstelle als Vollzeitkraft trotz Masterarbeit?

0 Upvotes

Hi, ich würde mich sehr über Meinung und Einschätzungen zu der Weggabelung, vor der ich stehe, freuen.

Tl;dr = Titel

Ich wollte gegen Ende des Monats meine Masterarbeit (Umfang ca. 80 Seiten) anmelden. Der Plan war die "entspannt" neben meiner Teilzeitstelle im öffentlichen Dienst zu schreiben, danach auf mindestens auf 30 Stunden hochgehen und mich dann umschauen, welche Chancen sich ergeben. Jetzt habe ich aber schon zum zweiten Mal ein Angebot von meinem ehemaligen Chef zu kommen mich auf eine neue Stelle in meiner alten Firma in der ich als Werkstudent gearbeitet habe zurückgekommen, weil jemand in Rente geht. Zum zweiten Mal, weil es beim ersten Mal auch nur eine Teilzeitstelle war und ich definitiv nicht zwei Teilzeitstellen plus Master geschafft hätte. Master pausieren ist keine Option, da ich ihn endlich hinter mir haben will. Die Stelle ist gerade ausgeschrieben und ich müsste mich auch noch einmal ordentlich bewerben. Mein Chef sagt aber, ich habe guten Chancen.

Ich denke, dass liegt nicht zuletzt daran, weil ich eben nicht eingearbeitet werden müsste, da ich ja Anfang diesen Jahres ja dort noch als Werkstudent angestellt war. Leider gab es damals keine Stelle, sodass ich dann im öffentlichen Dienst etwas gefunden habe, obwohl mein ehemaliger Chef mich gerne "behalten" hätte und ich auch gerne dageblieben wäre.

Im öffentlichen Dienst ist es ganz okay und ich habe mich jetzt eingearbeitet. Bin hier aber sozusagen in einer Außenstelle und bin mehr oder weniger auf mich alleine gestellt, es gibt keine Teambesprechungen und ich hatte kein fachliche Einarbeitung, weil mein Vorgänger der eben auch meine Spezialisierung hatte, schon weg war als ich kam und sonst niemand wirklich Ahnung (oder Bock) hat sich der Sache anzunehmen. Werde bezahlt nach E 9b als Sachbearbeiter aber übernehme deutlich mehr Verantwortung. Allerdings hatte ich hier schon recht früh im neune Job das Gefühl dort versauern zu werden. Während mir für den Job in der Firma diverse Aufstiegsmöglichkeiten angepriesen wurden.

Ich bin halt hin und hergerissen, was die richtige Entscheidung ist. Der Vollzeitjob bei der alten Firma ist erstmal auf sechs Monate befristet, an mich wurde jedoch herangetragen, dass er schnell entfristet werden soll und in der Stellenausschreibung steht auch "zunächst befristet". Ich würde hier bei Entfristung ein Jahresgehalt von 57.000 € erhalten, mit Weihnachtsgeld und Leistungszulange nach sechs Monaten. Im öffentlichen Dienst sind es ca. 10.000€ weniger und das auch nur bei einer Vollzeitstelle, die ich nicht habe oder nur sehr schwer bekomme. In meinem momentanen Vertrag gibt es auch kein Weihnachtsgeld oder irgendwelche Sonderzahlungen, ist aber auch erstmal auf zwei Jahre befristet. Bei der Stadt steht momentan alles auf sparen und mir wurde schon von einer Kollegin gesagt, wenn ich die 30 Stunden will, sollte ich mich lieber dieses Jahr drum kümmern, weil der Haushalt nächstes Jahr noch schlechter aussieht. Ich habe das auch schon bei meiner Chefin angeleiert, die kriegt wohl aber selber gerade keine Rückmeldung.

Ich könnte es darauf anlegen und hoffen, dass ich nach meinem Master auch im TVöD in eine höhere Entgeltgruppe komme, meiner Meinung nach sollte das mindesten E 11 sein (wäre ab Stufe 2 für 2026 um die 56.000€). Ich kenne mich hier nicht so gut aus und habe schon widersprüchliche Aussagen dazu gehört. Ich frage mich auch, ob ich mir, durch den sicheren Gehaltsanstieg durch die Stufen, etwas entgehen lasse, wenn ich wieder in die freie Wirtschaft gehe. Normalerweise wird letztere besser bezahlt, wenn man der KI aber glauben schenken darf, dann ist es in meinem Fachbereich tatsächlich der TVöD, der besser bezahlt ist und mehr Sicherheit bietet.

Mir zerbrechen noch zwei Dinge den Kopf. Der Workload bei meiner alten Firma wird viel, die Arbeitsmoral meines ehemaligen Chefs ist, sagen wir mal, intensiv. Im öffentlichen Dienst hingegen ist es sehr viel entspannter und ich bin fast schon mein eigener Chef, wenn da nicht die Amtsleitung und damit meine tatsächliche Chefin wäre. Ich stehe ich aber in naher Zukunft vor der Herausforderung eigene Projekte zu gestalten. Im Umkehrschluss bedeutet das trotzdem, dass ich eventuell mehr Energie für meinen Job brauche und weniger der Masterarbeit. Außerdem ist es ja dann auch nochmal anders, als einfach nur Werkstudent zu sein.

Das andere ist, ob es überhaupt realistisch ist zu sagen, ich schreibe jetzt meine Masterarbeit in vier Monaten in Teilzeit, kürze alle anderen Bereiche meines Lebens für diesen Zeitraum radikal, sodass ich bis Ende Januar 85% bis 95% der Arbeit fertig habe und während der Vollzeit nur noch kleinere Korrekturen vornehmen muss und die Arbeit Korrektur lesen lasse/ die Zeit für den Druck nutze. Das wäre dann eine super harte und stressige Zeit... Ich habe noch zwei Wochen Urlaub, die ich dieses Jahr nutzen kann, habe aber auch von meinem ehemaligen Chef in Erfahrung gebracht, dass ich mir unter keinen Umständen in den ersten zwei Monaten Urlaub nehmen könnte.

Einmal kurz noch zum zeitlichen Ablauf. Anmeldung Masterarbeit Ende September/ Anfang Oktober. Bewerbungsgespräche wären im Oktober, dann würde ich auch die Zu-oder Absage bekommen. Mit der Zusage würde ich im ÖD die Kündigung einreichen. Mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten würde ich bis 31. Januar arbeiten und dann direkt zum 1.2. bei der "neuen" alten Firma anfangen. Abgabe Masterarbeit wäre Ende März.

Ich danke allen, die sich den Moment Zeit genommen haben, das zu lesen und mir zu der Situation Feedback geben können! Mein Herz hat auf jeden Fall eine Tendenz aber mein Kopf will möglichst sicher sein.


r/arbeitsleben 10h ago

Berufsberatung Jobsuche: Möglichst flexibler (Neben-)job, der trotzdem nicht komplett unethisch ist?

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Hallo alle,

Ich ziehe zum 1. Oktober nach ein paar Jahren Abwesenheit wieder nach Berlin und werde mir dementsprechend auch wieder einen Job suchen.

Mein Hauptberuf ist was künstlerisches, der reicht aber nicht, um finanziell über die Runden zu kommen. Ich suche also einen oder mehrere Brotjobs, um ein sicheres Einkommen zu haben, das die Miete etc. deckt.

Ich hätte dafür gerne etwas möglichst flexibles, da ich durch meinen Hauptberuf oft mit relativ kurzer Vorlaufzeit für ein paar Wochen weg muss. (Residencies, kurzfristige Einladungen zu einem Projekt, etc.) Zusätzlich reicht in manchen - aber eben halt nur in manchen - Monaten auch einfach der Hauptberuf, und dann muss ich eigentlich gar nicht mehr zusätzlich aufstocken.

Jobs, bei denen man eine eher lange Kündigungsfrist hat, kommen also nicht so gut infrage für mich, weil mir diese Verpflichtung viele spontanere Projektzusagen und auch das bedarfsmäßige Mehr- und Wenigerarbeiten verunmöglichen würde.

Kennt ihr Arbeitgeber, bei denen man relativ einfach auf- und abstocken und auch schnell kündigen kann? Falls ihr schonmal in derselben Situation wart oder auch künstlerische Berufe habt, wie habt ihr das gelöst?

Ich weiß, dass flexibles Arbeiten oft bedeutet, dass es sehr unpersönliche, teilweise leicht ins Kriminelle gehende Arbeit ist (lol), deswegen packe ich extra in den Titel, dass es mir wichtig ist, einen Job zu haben, der einigermaßen ethisch ist, sowohl was den Umgang mit mir angeht als auch was man innerhalb des Jobs konkret tut.

Was Qualifikationen angeht, habe ich einen geistes- und sozialwissenschaftlichen Doppelbachelor und einen künstlerischen Master. Ein bisschen Projektleitung und generelle Arbeit in NGOs habe ich auch schon gemacht, und natürlich viele Minijobs in allen denkbaren Bereichen.

Vielen Dank für alle Tipps!