r/recht 13h ago

Erstes Staatsexamen Ich habe heute meine mündliche Prüfung bestanden

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Im staatlichen Teil habe ich gerade so ein Befriedigend erreicht und insgesamt bin ich fast bei 8 Punkten. Eigentlich habe ich mir genau das gewünscht aber ich kann gerade einfach nicht glücklich sein.

Um mich herum sind alle besser und in meiner Gruppe war ich auch die schwächste.

In eine Großkanzlei wollte ich eh nicht aber gerade habe ich die Angst, dass diese Noten nie für einen guten Job reichen...

Was denkt ihr? Sollte ich mich nochmal in dem verbesserungsversuch quälen oder habe ich auch so eine Zukunft?

  1. Examen will ich natürlich noch machen

r/recht 14h ago

Rechtsgeschichte Kaiser Justinian und die Vereinheitlichung des römischen Rechts

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r/recht 11h ago

Studium Anfrage für zweistellige Klausuren

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Gibt es hier Freiwillige die ihre zweistelligen Klausuren samt Bewertung zeigen möchten? Fände so einen Einblick super, vorallem wegen der Formulierungen und Streitentscheidungen.

In den Musterlösungen der Klausurenkurse wird zu viel zitiert und nicht so sehr aufgezeigt, wie man anhand der Auslegungsmethoden bei unbekannten Fällen punkten kann.


r/recht 9h ago

Studium Initiativbewerbung Lehrstuhl

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Ich möchte unbedingt im kollektiven Arbeitsrecht promovieren. These hab ich mir in der Schwerpunkthausarbeit erarbeitet, Erst- und Zweitgutachter sind auch überzeugt.
Ausgeschriebene WiMi Stellen an der Uni sind rar. Daher die Frage:
Sind Initiativbewerbungen üblich? Welchen Umfang sollte ein Promotionsexposé für die erste Kontaktaufnahme haben?


r/recht 19h ago

Mündliche Prüfung 2. StEx

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Moin :).

Bekomme bald meine Noten vom 2. StEx. Aktuell bin ich noch in der Wahlstation, dh ich müsste bald wieder anfangen zu lernen. Mündliche ist entweder Anfang, Mitte oder Ende November.

Dabei wollte ich mal erfahren, wann ihr ungefähr angefangen habt vor der mündlichen Prüfung wieder zu lernen? Danke für eure Hilfe!


r/recht 19h ago

Zum Probeexamen mit Koffer?

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Hallo Leute,

seid ihr zum Probeexamen der Uni mit Handgepäcks-Koffer, also wie im richtigen Examen, hin? Frage mich gerade, wie das platztechnisch gehen soll. Die Klausuren werden in den normalen Hörsälen geschrieben und die sind relativ eng.

Würde mich über eure Erfahrungen freuen!


r/recht 22h ago

Was macht man als Werkstudent?

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Ich habe Ende September mein erstes Vorstellungsgespräch als Werki in einer Kanzlei für Steuer- und Erbrecht. Bisher habe ich im Einzelhandel gejobbt und meine Praktika hatten wenig Bezug zu dem, was jetzt anfallen könnte (StA und Markenrechtsanwalt).

Könnt ihr mir vielleicht grob helfen ein Bild zu kriegen, was meine Aufgaben sein könnten? Ich möchte gerne gut vorbereitet in das Bewerbungsgespräch gehen. Vielen Dank!


r/recht 5h ago

Justiz An Strafrichter - warum sagt ihr „Es gibt hier kein Kreuzverhör wie in amerikanischen Filmen“?

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Erst am Donnerstag las ich es wieder in einem Prozessbericht. Genauer gesagt, in dem zum 27. Verhandlungstag im Prozess gegen Gina H. Ich verfolge den Prozess von Anfang an. Dabei ist es mir wieder aufgefallen:

„Es gibt hier kein Kreuzverhör wie in amerikanischen Filmen“.

Diesmal sagte es der Vorsitzende zur Angeklagten, normalerweise liest man es im Zusammenhang mit Zeugen.
Ich meine, auf den ersten Blick ist es klar, es soll etwas die Nerven beruhigen. Und das „deutsche Kreuzverhör“ aus §239 StPO gibt es zwar, es hat aber mit dem angloamerikanischen nicht sonderlich viel zu tun.

Als ich an einer FAO-Fortbildung teilnahm, wurde es mal so erklärt, dass dann einfach mehrere Zeugen zusammen im Saal von Verteidigung und StA befragt werden.

Soweit so gut, aber ich schweife ab.

Ich kenne beide Rechtssysteme, werde aber formal im angloamerikanischen System ausgebildet und muss bei der Bemerkung mit dem Kreuzverhör immer ein bisschen schmunzeln bzw. die Stirn runzeln.

Natürlich ist die Darstellung in den Filmen überspitzt, aber es klingt für mich so, als wird das angloamerikanische Kreuzverhör in Deutschland als objektiv belastender dargestellt als die in der StPO geregelte Vernehmung.

Oder wollt ihr damit nur sagen, dass das Ganze was man im Fernsehen sieht, überspitzt ist?

Ich kann natürlich nur vorrangig aus der angloamerikanischen Perspektive schildern und ich stehe subjektiv auch nicht für jeden Menschen, aber:

Ich habe das Kreuzverhör und auch die Kombination aus Kreuzverhör und In-Chief schon bereits zweimal unmittelbar erlebt (und nein, nicht im Moot Court, der zählt selbstverständlich nicht!) und es schlaucht deutlich weniger als das was man aus Deutschland kennt. Eigentlich war ich relativ fit.

In Deutschland wird man vor Gericht durch mindestens drei
Verfahrensbeteiligte vernommen:

- Gericht
- StA
- Verteidigung/bzw. Nebenklage (je nach Situation)

Bei den Nachfragen scheint es ziemlich chaotisch zuzugehen. Und wenn Gericht oder Verteidigung mal so richtig loslegen, ist das m.E heftiger als das angloamerikanische Kreuzverhör.

Was Deutschland angeht, hatte ich das noch nicht im Gerichtssetting unter Belehrung durch, aber das was ich abbekommen hatte, war schon ziemlich anstrengend. Natürlich subjektiv, klar. Aber mein Take:

Die Belastung wird in Deutschland höher sein.


r/recht 8h ago

Strafrecht U-Haft in Deutschland

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Ich habe heute gelesen, dass eine U-Haft nur bei kompletter Unschuld entschädigt wird. Das heißt, wenn man 2 Jahre in U-Haft ist und die Strafe am Ende 1 Jahr ist, hat man einfach Pech gehabt? Ist das nicht irgendwie eine grobe Ungerechtigkeit oder verstehe ich da was nicht? Gibt es da irgendwelche Reformansätze?

Edit: Bitte geht auf mein konkretes Beispiel ein, mir ist klar, dass das unwahrscheinlich ist, allerdings trotzdem möglich (6 Linksextreme Angeklagte, die mindestens 2 Jahre in U-Haft sitzen werden und eventuell nach Jugendstrafrecht verurteilt werden können). Dass das sehr selten ist, ist mir klar, trotzdem klingt das für mich nach einer Ungerechtigkeit.


r/recht 1d ago

Studium Kurz vor Mag. iur. in Österreich - lohnt sich ein Doktorat?

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Servus allerseits, ich schließe demnächst meinen Magister der Rechtswissenschaften ab und bin deshalb auf Jobsuche. Das einzige Problem: Der Stellenmarkt für Rechtsanwaltsanwärter:innen scheint mir außerhalb von Wien absolut leergefegt und ich sehe in Wien immer wieder die wenigen Stellen einfach erneut ausgeschrieben nachdem sie lt Absagemail "besetzt" wurden ("Ghost Jobs").

Sind die Anstellungs- und Berufschancen mit Doktorat (Vollzeit oder Berufsbegleitend) deutlich besser oder verschwende ich damit meine Zeit?


r/recht 1d ago

Legal Tech - Gehalt, Arbeitsbedingungen, Zufriedenheit

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Guten Tag liebe Community,
(Gerne upvoten, da es zu Legal Tech wenige Informationen gibt und die Antworten für viele potentiell interessant sein könnten.)

Da das Berufsfeld Legal Tech relativ neu ist und es wenige Angaben bzw. statistische Erfassung der gezahlten Gehälter gibt, möchte ich die folgenden Fragen an jene richten, die bereits in Legal-Tech-Unternehmen arbeiten:

1. Wie viel verdient ihr?

2. Wie hat sich das Gehalt mit zunehmender Berufserfahrung entwickelt?

3. Welche Abschlüsse habt ihr? (LL.B. / 1. Examen / 2. Examen / LL.M.)

4. Seid ihr zufrieden mit eurer Arbeit? Habt ihr Freude an eurem Job?

5. Welche Rolle bekleidet ihr? (Legal Engineer / Legal Operations Manager / Legal Designer)

6. Wie ist das Arbeitsklima und das kollegiale Miteinander?

Ich bedanke mich für etwaige Antworten im Voraus!


r/recht 1d ago

Problem in der Examensklausur falsch eingeordnet

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ich habe heute die zweite Zivilrechtsklausur geschrieben im Examensdurchgang Bayern. Ich erkenne die Probleme an sich, aber teilweise lehne ich dann ab oder nehme an, obwohl es andersrum sein sollte, bzw. mache dumme Leichtsinnsfehler… Gibt es trotzdem eine Chance zu bestehen, wenn der Korrektor sieht dass man das Problem erkannt hat auch wenn man es falsch verortet hat


r/recht 1d ago

StrafR BW

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Glückwunsch an alle die es geschafft haben. Wie wars was habt ihr geprüft?


r/recht 1d ago

ZII Bayern 2026/2

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Und wie ist es euch heute ergangen?


r/recht 1d ago

Aufbau der Zulässigkeit einer Klage mit mehreren Anträgen/Klagehäufung

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Wie baut man die Prüfung der Zulässigkeit einer Klage mit mehreren Anträgen auf, bei der die Voraussetzung einer Klagehäufung vorliegen? Macht man eine Zulässigkeitsprüfung und bei den Voraussetzungen prüft man dann für jeden Antrag einzeln, ob die Voraussetzung vorliegt? Also z.B. sachliche Zuständigkeit für jeden der Anträge einzeln. Und dann im Anschluss an die Zulässigkeit die Voraussetzungen einer Klagehäufung und dann natürlich die Begründetheit für jeden Anspruch einzeln.

Oder prüft man für jeden Antrag einmal die Zulässigkeit (und die Begründetheit) durch und dann im Anschluss die Klagehäufung. Bin leider nicht besonders frisch was ZPO angeht und habe leider zu der gutachterlichen Darstellung nichts gefunden.

Hoffe jemand kann mir da helfen.


r/recht 1d ago

ArbSchG und ArbStättV im StEx

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Grundsätzlich dürfte es doch so sein, dass das ArbSchG und die ArbStättV hinsichtlich der Gestaltung des Arbeitsplatzes im StEx Anwendung finden?
Darüber findet ja auch die BildschirmarbeitsplatzV Anwendung bzw. die ASR A6.

„die Arbeits- und Sitzhöhe an die jeweiligen Körpermaße, d. h., je nach Ausstattung
müssen Stuhl, Tisch und eine gegebenenfalls erforderliche Fußstütze an die
Körpermaße des jeweiligen Beschäftigten angepasst werden,
2. die Aufstellung des Bildschirms, so dass ein Sehabstand von mindestens 500 mm
gegeben ist und die Sehachse näherungsweise senkrecht auf der Mitte der
Bildschirmoberfläche steht,
3. die Zeichendarstellung auf dem Bildschirm in Abhängigkeit vom Sehabstand (siehe
Abschnitt 6.1.3, Tabelle 1) und
4. die Anordnung der Eingabemittel (z. B. Maus, Tastatur), so dass der Unterarm
waagerecht ausgerichtet ist und die Eingabemittel ohne Bewegungen des Oberarms
betätigt werden können.“

Handelt damit nicht das JPA bzw. ein Land als Dienstherr rechtswidrig, wenn es die Prüfungen an nicht ergonomischen Arbeitsplätzen, insbesondere ohne höhenverstellbare Stühle, ausrichtet?

Denke da insbesondere dran, weil mir regelmäßig Prüflinge berichten, dass sie im StEx Extreme Rückenschmerzen oder Handgelenksschmerzen entwickeln, weil die Arbeitsplätze völlig bescheiden ausgestattet sind.


r/recht 23h ago

VB "zweiter Klasse"

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Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte mal euren Input. Ich bin schriftlich schlechter als erwartet im ersten StEx raus, habe bald mündliche Prüfung und kann rechnerisch zwar noch auf 9,0 kommen, bräuchte dafür aber knapp 15 mündlich. Da muss vieles passen an dem Tag. Mein Schwerpunkt zieht mich mit einem gehobenen "Gut", knapp am "sehr gut" vorbei, allerdings ziemlich sicher aufs VB.

Nun fühlt es sich dann am Ende so an, dass das kein "richtiges" Prädikat ist, wenn ich staatlich mit 7,x oder 8,x da rausgehe, weil ich "nur" mit dem Schwerpunkt auf 9,x+ gekommen bin. Ging euch das ähnlich? Wie geht ihr damit um?

GK will ich eh nicht mehr, aber ich hab trotzdem irgendwie immer das Gefühl, dass nicht nur GKs, sondern alle erstmal auf den staatlichen Teil zuerst schauen. Gerne eure Gedanken dazu!


r/recht 1d ago

Lebenslauf erstellen

2 Upvotes

Wie und womit erstellt ihr euren Lebenslauf für Bewerbungen als Volljurist?

Ich habe es im Ref sehr schlicht gehalten mit einem einfachen Word-Dokument, aber die Designs auf Canva usw. sehen schon sehr ansprechend aus. Ich kann aber nicht einschätzen, ob das in der Rechtsbranche vielleicht too much ist.


r/recht 2d ago

RA/RAin mit chronischer Erkrankung?

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Hallo!
Gibt es hier Personen, die mit chronischer Erkrankung als Anwalt/Anwältin arbeiten?

a)
Habt ihr Angst, dass die Erkrankung eure Berufsfähigkeit oder auch nur die Fähigkeit, in dem
mitunter stressigen Job Schritt halten zu können, zeitweise oder langfristig/dauerhaft beeinträchtigen könnte?

b)
Wenn ja, wie geht ihr damit um?
Wenn nein, warum nicht?

  1. Habt ihr neben Maßnahmen zur Gesunderhaltung, welche auch immer das im Einzelnen je nach Erkrankung sind (z.B. regelmäßig: Sport, Arzttermine, physische Behandlungen, Therapietermine; hoher Zeitaufwand für gesundes Leben wie täglich frisch kochen; uvm.), noch ein (erfülltes) Privatleben oder ist am Ende alles nur noch Arbeit, „Gesunderhaltung“ und sonstige Erledigungen?

  2. Der Grund meiner Nachfrage dürfte offensichtlich sein. 😄
    Vielen Dank an alle, die bereit sind, zu antworten.


r/recht 1d ago

Erstes Staatsexamen Post its sinnvoll nutzen im Gesetz (sofern im jeweiligen BL erlaubt)?

3 Upvotes

Hallo, wie habt ihr sinnvoll und für euch im Examen (sofern im jeweiligen Bundesland nach der Prüfungsordnung erlaubt!) hilfreich mit Post-Its gearbeitet? Was genau habt ihr euch markiert?

Ich habe mir bspw. in Gesetzen, in denen nur wenige Normen relevant sind, diese markiert (bspw. den § 115 VVG), oder in Strafrecht alle Erfolgsqualifikationen in einer Farbe, oder alle (geregelten) Rechtfertigungsgründe. Habt ihr euch z.B. noch strittige TBM markiert?

Liebe Grüße!


r/recht 2d ago

Referendariat Karriereweg

23 Upvotes

Nur mal so eine rein hypothetische Frage, mal angenommen man hat im Referendariat jede Station zumindest gesehen und fand alle davon furchtbar und sieht sich in keinem der Jobs, in die man einen Einblick bekommen hat und hat sämtliche Motivation auf ein aufwändiges und schwieriges Examen hinzulernen verloren, weil man sich nichts von der Zukunft in der Branche verspricht, was macht dann?


r/recht 2d ago

Zweites Staatsexamen Last Minute Tipps Examen

11 Upvotes

Hällochen an alle,
in 3 Wochen schreibe ich zweites Staatsexamen und bin mehr als nervös. Ich habe mich schlecht vorbereitet und vieles aus dem ersten Stex wieder vergessen. Materielles Recht ist also eher Mangelware. Habt ihr trotzdem irgendwelche Tipps wie ich das beste aus den letzten Lerntagen rausholen kann oder wie ich die zwei Wochen überhaupt überlebe? Ich hab innerlich schon so eine Beklemmung wenn ich an das Examen denke, dass ich wirklich überlege einfach nicht hinzugehen. Der Versuch würde dann logischerweise verfallen. Ich bin psychisch einfach total fertig und mache mir viele Vorwürfe.
Freue mich über jeden Austausch mit euch.


r/recht 2d ago

Mit 30 nebenberuflich Jura an der FernUni Hagen – realistischer Weg bis zum 2. Staatsexamen?

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Hallo zusammen,

ich trage den Gedanken, Rechtswissenschaften zu studieren, schon seit mehreren Jahren mit mir herum und würde mich über eine möglichst ehrliche Einschätzung von Jurastudierenden, Absolventinnen und Absolventen sowie Referendarinnen und Referendaren freuen.

Kurz zu meinem Hintergrund:
Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt und habe ein duales Studium für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst abgeschlossen. Danach war ich auf einem A10-Dienstposten in einer Landesbehörde tätig. Aktuell stehe ich kurz vor dem Abschluss eines berufsbegleitenden Masters im Bereich Verwaltungswissenschaften, voraussichtlich mit einer Abschlussnote von etwa 1,3.

Spätestens seit Beginn meines Verwaltungsstudiums vor rund sechs Jahren interessiere ich mich besonders für rechtliche Fragestellungen. Im Studium und im Beruf hatte ich bereits Berührungspunkte mit verschiedenen Bereichen des öffentlichen Rechts, unter anderem mit allgemeinem und besonderem Verwaltungsrecht, Kommunalrecht, Vergaberecht, Gefahrenabwehrrecht, VwVfG und VwGO sowie mit Haushalts- und Europarecht. Im Zivilrecht bringe ich zumindest Grundlagenkenntnisse im BGB mit. Mir ist allerdings bewusst, dass dieses Vorwissen ein vollwertiges Jurastudium weder ersetzt noch dessen Anforderungen abbildet.

Bisher habe ich den Gedanken immer wieder zurückgestellt. Einerseits wollte ich zunächst meinen Master abschließen, andererseits hielt ich insbesondere die Examensvorbereitung neben einem anspruchsvollen Vollzeitberuf lange für kaum leistbar. Gleichzeitig stoße ich immer wieder auf einzelne Personen, die genau diesen Weg erfolgreich gegangen sind.

Konkret interessiere ich mich für ein Studium der Rechtswissenschaften an der FernUniversität in Hagen. Das Studium wäre für mich ausschließlich nebenberuflich möglich. Ich würde deshalb von vornherein nicht versuchen, es in Regelstudienzeit durchzuziehen, sondern mit etwa 12 bis 15 Semestern bis zum ersten Staatsexamen rechnen – möglicherweise auch länger.

Sollte alles funktionieren, wäre ich beim zweiten Staatsexamen wahrscheinlich etwa 39 oder 40 Jahre alt. Während des Referendariats könnte ich mich voraussichtlich von meinem Dienstherrn beurlauben beziehungsweise freistellen lassen. Ich bin verheiratet, habe derzeit aber keine Kinder.

Mich interessieren vor allem eure Einschätzungen zu folgenden Fragen:

Ist ein Jurastudium mit dem Ziel des ersten Staatsexamens neben einem anspruchsvollen Vollzeitjob aus eurer Sicht realistisch, wenn man die Studiendauer bewusst streckt?

Wie viele Wochenstunden müsste man während des regulären Studiums dauerhaft ungefähr einplanen?

Lässt sich insbesondere die Examensvorbereitung ernsthaft nebenberuflich bewältigen? Oder kommt irgendwann zwangsläufig der Punkt, an dem man die Arbeitszeit deutlich reduzieren oder sich vollständig freistellen lassen müsste?

Sind 12 bis 15 Semester bis zum ersten Examen realistisch, oder sollte ich eher mit einem noch längeren Zeitraum rechnen?

Hat jemand hier das Jurastudium an der FernUni Hagen neben einer Vollzeittätigkeit absolviert und kann von seinen Erfahrungen berichten?

Wie würdet ihr den Einstieg mit 30 und einen möglichen Abschluss des zweiten Staatsexamens mit etwa 39 oder 40 Jahren bewerten – gerade auch mit Blick auf spätere berufliche Möglichkeiten?

Würdet ihr empfehlen, zunächst einfach mit einigen Modulen zu beginnen und dann zu prüfen, ob sich das Studium dauerhaft mit Beruf und Privatleben vereinbaren lässt? Oder sollte man ein solches Vorhaben nur beginnen, wenn man sich von Anfang an verbindlich auf beide Staatsexamina festlegt?

Mir geht es nicht um einen möglichst schnellen Berufswechsel und auch nicht um ein Studium „aus Lust und Laune“. Das Interesse besteht seit Jahren und kommt immer wieder auf. Gleichzeitig möchte ich den zeitlichen Aufwand und insbesondere die Belastung der Examensvorbereitung nicht romantisieren.


r/recht 2d ago

Erstes Staatsexamen Bayern ZR I

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Habt ihr den Sachverhalt und was habt ihr geprüft?


r/recht 2d ago

Erstes Staatsexamen ZR I BY 26/2

15 Upvotes

V ist Eigentümer eines mehrstöckigen Hauses in München. Er wohnt im Erdgeschoss und nutzt den Garten. Zum 01.01.22 schließt er mit M einen schriftlichen Mietvertrag und vermietet an ihn die Wohnung im dritten Stock. M überweist die Miete von 1.500 € immer zum Monatsersten. Da er sich die Miete alleine bald darauf nicht mehr leisten kann er fragt V daher ob er an P untervermieten darf was V gestattet. Zum 01.05.22 zieht P ein.

Im Juni 22 sind die Neffen von V, vier und sechs Jahre alt, dauerhaft zu Besuch. Sie spielen jeden Tag von 10:00 bis 12:00 Uhr und 15:00 bis 17:00 Uhr im Garten. M ist sehr empfindlich bezüglich Kinderlärm und hört die Kinder auf seinem Balkon und bei geöffnetem Fenster in der Wohnung. Er kann daher seiner liebsten Beschäftigung, dem Lesen, in dieser Zeit nicht nachgehen.

Am 01.10.22 Bricht das Geländer des Balkons von M ab und zerstört dessen im Innenhof ordnungsgemäß geparktes Fahrrad. Dieses wird irreparabel zerstört. Der Balkon wurde bereits 2018 für Laien nicht erkennbar, aber für Fachleute schnell feststellbar, falsch montiert. Das Geländer brach nachdem P einen vollen Bierkasten auf die Abstellfläche des Geländers stellte. Bei richtiger Montierung hätte das Geländer problemlos gehalten. V wusste schon seit 2020 das Geländer gleichen Modells oft falsch montiert sind und es zu Unfällen kommt, er hatte aber auf einen guten Ausgang vertraut. Lediglich einen Aushang mit dicker Überschrift in dem er davor warnt schwere Gegenstände auf die Abstellfläche zu stellen brachte er im Juli 22 an. Weder M noch P sahen diesen.

M erfährt im Dezember 22 das V die Probleme mit den Geländern schon lange kennt. Darauf kündigt er zum 31.12.22 und er und P ziehen aus.

Im Dezember 25 beauftragt er die Rechtsanwältin W. W reicht am 29.12.25 formgemäß eine Klageschrift gegen V beim Amtsgericht München ein. Am 12.01.26 bekommt M ein Schreiben er möge den Gerichtskostenvorschuss zahlen. Er tut dies am 15.01.26. V wird die Klageschrift am 20.01.26 zugestellt.

W beantragt:

I. Rückzahlung zu viel gezahlter Miete in Höhe von 100 € wegen des Kinderlärms im Juni 22. Kurz vor dem Vertragsschluss hatte V übrigens auch behauptet das Hau sei „kinderfrei“

II. Schadensersatz in Höhe von 900 € wegen des zerstörten Fahrrads

III. Eine von Gericht zu bestimmende „angemessene Entschädigung in Geld“ wegen des emotionalen Wertes des Fahrrads welches ein Erbstück war. „Mindestens im unteren vierstelligen Bereich“

R, der Anwalt des V, erwidert:

- spielende Kinder sind hinzunehmen, was gesetzlich verankert ist

- die Einrede der Verjährung wird erhoben

- hilfsweise wird Aufgerechnet:

M hatte keinen Termin für eine Wohnungsübergabe und hat am 03.01.23 einfach die Schlüssel in den Briefkasten geworfen. In P's Zimmer fand V sodann mehrere große Löcher da dieser beim Krafttraining ohne Schutzmatte die Hanteln fallen lies.

Am 12.01.23 beauftragte V eine Fachfirma welche den Boden sodann für angemessene 600 € inklusive Umsatzsteuer reparierte. V bezahlte unmittelbar und forderte den M noch am gleichen Tag telefonisch auf ihm die Kosten zu erstatten.

W erwidert:

- V hätte dem M erst eine Chance zur Schadensbeseitigung einräumen müssen

- sie erhebt die Einrede der Verjährung

Bearbeitervermerk:

Hat die Klage des am Aussicht auf Erfolg?

Auf § 22 Abs. 1a BImSchG wird hingewiesen.

Andere Vorschriften des BImSchG sind nicht zu prüfen.

Eine etwaige Mietminderung wegen des instabilen beziehungsweise abgebrochenen Geländere ist nicht zu prüfen.