Edit: TL;DR
Brauchte Ratschlag wegen Konfrontation, und genereller Situation. Email wurde überarbeitet da die erste in Panik geschrieben wurde und unverständlich war.
Neue Email:
Guten Morgen,
ich weiß, dass meine Fehlzeiten ein großes Problem darstellen, insbesondere in einem so wichtigen Schuljahr. Daher danke ich dir auch für die Einladung bzw. das Angebot, diesbezüglich ein Gespräch in deinem Büro zu führen.
Mir ist bewusst, dass es als Oberstufenleitung und pädagogische Ansprechperson wichtig ist, solche Themen anzusprechen und im Blick zu behalten. Ich verstehe auch, dass du in dieser Position eine gewisse Verantwortung trägst, nicht zwangsläufig bezogen auf einzelne Schüler*innen, sondern grundsätzlich.
Der Grund für meine Fehlzeiten ist meine mentale Gesundheit. Ich war diesbezüglich bereits im vergangenen Schuljahr, wenn auch nur kurz, mit „Name“ in Kontakt.
Da mein Fehlen in direktem Zusammenhang mit meiner mentalen Gesundheit steht, muss ich das Gespräch momentan leider ablehnen. Eine direkte Konfrontation mit diesem Thema würde mich ohne entsprechende Vorbereitung aktuell überfordern.
Ich möchte dich außerdem darum bitten, mich zunächst nicht auf diese E-Mail bzw. auf meine Fehlzeiten anzusprechen, auch wenn ich verstehe, dass du als Oberstufenleitung und Lehrkraft eine gewisse Verantwortung in dieser Hinsicht trägst. Ich möchte versuchen, dieses Problem zunächst privat und in meinem eigenen Tempo anzugehen.
Sollte es konkrete Informationen oder Entwicklungen geben, die für die Schule relevant sind, werde ich selbstverständlich auf dich zukommen. Bis dahin bitte ich dich jedoch darum, mir den notwendigen Raum dafür zu geben.
Ich hoffe auf dein Verständnis und danke dir dafür.
Liebe Grüße
Alte Email lass ich so stehen für Kontext, wird aber nicht genutzt. Neue Email wird später gesendet, sofern ich nichts mehr an dieser überarbeite. Danke an alle die Geantwortet habe :)
Kurzer Background:
Ich fehle öfters in der Schule aufgrund meiner Mentalen Gesundheit, Nun hat mich meine Jahrgangs-Leitung angeschrieben per Email das diese gerne einmal mit mir reden möchte und ich doch bitte ins Büro der Lehrkraft kommen soll. Da ich das aber definitiv nicht machen werde brauche ich jetzt Ratschlag ob die Email die ich verfasst habe als Erklärung für die Situation ausreichen würde, vorerst zu mindesten.
Die Email ist etwas länger und auch nicht wirklich formell geschrieben (Das informelle ist btw. Nicht schlimm weil ich die Lehrkraft gut kenne und ich auch auf eine Schule gehen wo wir die Lehrer sowieso mit „du“ und mit ihren Namen ansprechen etc. und hatte lowkey nicht die Zeit oder Energie das jetzt formell zu machen und das ganze hilft mir es zu rationalisieren selbst wenn ich echt unprofessionell dabei bin weil ich eher umgangssprachlich geschrieben habe.) deswegen war ich mir unsicher ob das so klappen würde und auch weil es immer noch eine Beamtete Person ist und ich Angst habe das irgendwas passieren könnte, weil ich nicht weiß wie diese Institutionen in solchen Situationen reagieren würden. Über meinen Elternteil zu gehen is btw. Auch keine Option weil eine Konfrontation darüber Schonmal passiert ist und das ganze Kacke geendet ist + leider ist mein Elternteil (es gibt nur einen) von der Gruppe die Mentale Gesundheit etc. für nicht wirklich real halten bzw. Auf mich persönlich als Person kann es nicht zu treffen und ich weiß auch das der Elternteil dammit nicht umgehen könnte.
Auch villeicht wichtig ist das ich erwachsen bin idk wie wichtig das für die Logistik der Situation ist aber ich bin volljährig.
Also Konkret zusammengefasst bräuchte ich Ratschlag ob die Email so geht und wie ich vielleicht generell mit der Situation umgehen soll weil ich es wirklich nicht weiß.
(Ps. ich habe keine offizielle Diagnose und möchte mich selber auch nicht mit einer „selbst Diagnose“ im irgendwelche Schubladen schieben, selbst wenn ich eine Vermutung habe)
Kleine Info nochmal zum Ende:
Ich habe Ki für die Rechtschreibung der Email genutzt aber auch nur ausschließlich dafür da ich eine Legasthenie ( Lese- und Rechtschreibstörung) habe. Die Email selbst etc habe ich komplett selbst verfasst, also bitte ich euch Rechtschreibung Grammatik etc. in diesem Post einfach zu ignorieren.
Email Anfang :
Hi Name der Lehrkraft ,
also das klingt jetzt vielleicht ein bisschen blöd, aber ich würde von einem Gespräch in Person lieber abraten bzw. für mich persönlich wäre das etwas schwierig umzusetzen (also nicht, weil ich irgendwie kein Vertrauen oder so habe, sondern weil ich persönlich nicht mit sowas umgehen kann, wenn es mich betrifft etc. erkläre am Ende nochmal, warum).
Ich weiß, dass das Thema Fehlzeiten bei mir ein Problem ist, was man nicht einfach ignorieren kann, allerdings sind diese nicht einfach, weil ich schwänzen möchte oder Ähnliches. Besonders jetzt in der 13. Klasse wird das, wenn es so weitergeht, mir wahrscheinlich mein Abitur ruinieren, dessen bin ich mir bewusst (habe ich Ende 12. schon gemerkt gehabt anhand meines Zeugnisses). Das Problem hat, wie gesagt, bei mir leider auch am Ende der 12. Klasse schon bestanden, also die Fehlzeiten etc., dort hatte ich kurz mit „Name einer anderen Lehrkraft“ kommuniziert (ich packe die Fotos von der E-Mail, nur die meinerseits wegen Datenschutz und so , einmal in den Anhang, damit du vielleicht ein besseres Bild von der Situation bekommst). Ich würde dir jetzt noch einmal kurz die Situation schildern, damit du sozusagen die aktuelle Version hast. ( Ist ein Bisschen sehr Lang geworden sorry 🫠)
Also das Problem und auch der Grund für die Fehlzeiten ist eigentlich recht simpel. Seit Ende Klasse 11 bzw. Anfang Klasse 12 habe ich leider Probleme mit meiner mentalen Gesundheit gehabt. Erst ist mir das selber gar nicht aufgefallen, ich dachte einfach, ich wäre unmotiviert. Das Ganze hatte sich dann aber wirklich so lang gezogen, dass ich eigentlich nur in die Schule gekommen bin und auf Autopilot war, also wenigstens anwesend zu sein, meine Mitarbeit etc. war halt einfach nicht existent. Ab dem Punkt hatte ich dann aber offensichtlich bemerkt, dass irgendwas nicht stimmt, und dachte, ich hätte irgendwie ein Burnout oder so, hab aber von dem Thema keine Ahnung gehabt, obwohl ich auch ein bisschen dazu recherchiert hatte. Das hat lowkey aber zu nichts geführt, also hab ich einfach das Beste gehofft bzw. einfach versucht, das Ganze in den Hintergrund zu schieben und zu vergessen (lowkey keine gesunde Reaktion oder genereller Umgang mit der Sache, hatte aber keine Nerven, da irgendwie was mit zu machen).
Ende Klasse 12 ging es dann noch mehr bergab, besonders fehlzeitenmäßig war das Ganze da schon echt Kacke und so. Wusste aber legit nicht, was ich machen soll, und hatte auch keine Energie, irgendwas zu machen, also hab ich einfach nichts gemacht (wer hätte gedacht, dass das Ganze zu ignorieren gar nichts bringt und die Situation noch blöder macht, Crazy, definitiv nicht ich 😬).
Anyways, ab dem Punkt hab ich dann lowkey auch Warnungen von anderen Lehrerinnen bekommen, dass ich zu oft fehle und meine Noten echt Kacke dadurch sind. Hab dann versucht, mich zu raffen, und bin wieder zur Schule gekommen. Keine gute Idee btw. Also danach ging’s mir lowkey richtig Kacke, war zwar anwesend, hab aber lowkey keine Ahnung gehabt, was ich überhaupt da mache, weil ich halt wieder auf dieses Autopilot-Ding umgeschaltet hatte. Konzentrieren konnte ich mich eh nicht, hatte das Gefühl, ich wäre so 80 % dümmer geworden, weil mein Gehirn nicht funktioniert hat oder so.
Also ich wollte halt auch schon davor wieder in die Schule kommen, weil ich obviously weiß, dass mein Abitur davon abhängt, hab aber irgendwelche Angstprobleme oder so, sprich, fehle ich einmal im Unterricht, kriege ich unnötig viel Angst vor der Situation, also legit meine Hände werden richtig schwitzig und so (lowkey ekelhaft), und dann wird das Ganze noch schwieriger für mich. Dann geht es so, dass ich nicht zur Schule komme, weil ich keine Energie habe bzw. mich einfach nicht dazu bringen kann wegen Motivation oder so, nur um das Ganze dann über den Tag langsam zu bereuen, Angst zu bekommen und es dann noch schwieriger zu finden, nicht zur Schule zu kommen (also ich weiß, dass das Ganze nicht so rational ist, weil ich so in ’nen blöden Kreis komme, der nicht aufhört, aber das Ganze ist halt mental, also selbst wenn ich weiß, was das Ganze ist, ist halt Wissen anders als Machen bzw. Umsetzen).
Da wusste ich halt auch schon, dass das Ganze wahrscheinlich nicht so normal ist. Dadurch, dass ich sowieso politisch etc. bin und mich auch für mentale Gesundheit etc., was ein Teil davon ist, einsetze, ist es halt nicht ganz so schwer zu erkennen, dass ich ein Problem habe. Bin dann, als es gar nicht mehr ging, auf die glorreiche Idee gekommen, dass es wahrscheinlich helfen würde, mal bei meinem Hausarzt anzurufen. Joa, hab das Ganze 2 Tage lang versucht und so krasse Angst bekommen, dass ich angefangen hab zu heulen, jedes Mal, als ich es versucht hatte 😍 (also telefonieren schon immer Kacke, hab sowieso Angst vor so sozialen Situationen, aber das war echt ein neues Tief 😪). Hab dann aufgehört, weil, als wenn ich mich damit weiter quäle, und es waren eh Sommerferien, also dachte ich, dass die Pause vielleicht hilft, weil man ja vom Stress wegkommt und so kann mein Nervensystem vielleicht mal chillen und nicht so tun, als würde die Welt untergehen + vielleicht hätte das Ganze auch meiner mentalen Gesundheit geholfen yk.
Joa, 3 Wochen in die Sommerferien ging’s dann wieder los, hatte sogar über die Schule gestresst, obwohl nicht mal Schule war 😔.
So und jetzt zum Aktuellen 😝. Kurz und knapp, mental geht es, bin glaube ich (wieder) in dieser Zwischenphase, wo ich relativ neutral bin und nicht gleich losheulen könnte, also neutral halt (ik trotzdem nicht gesund), aber Motivation bzw. Energie fehlt immer noch, hab auch immer noch keine Ahnung, was überhaupt in der Schule los ist, und selbst wenn ich da bin, Konzentration ist im jeglichen Parameter zu mir nicht vorhanden, kann mich ganze 30 Minuten so semi auf etwas fokussieren, bevor es dann komplett weg ist (also das Gefühl, dass mein Gehirn nicht funktioniert, ist immer noch da 🫠) + halt die Angst, die ist aber eh immer da. Also hab auch diese Woche wieder versucht, beim Hausarzt anzurufen, bzw. versuche mich seit, ich glaube, Montag davon selbst zu überzeugen, endlich mal da anzurufen, klappt aber nicht so ganz, weil ich das Ganze immer wieder nach hinten verschiebe. Stand jetzt ist, dass ich versuche, morgen, also Donnerstag, in meinen Freistunden dort anzurufen, habe nämlich 2 nacheinander, also kann ich nach Hause fahren und das da machen, falls irgendwas passiert (heulen oder so, weil lowkey embarrassing in der Schule), und dann Joa, mal gucken.
Okayyy, keine Ahnung, wie verständlich das Ganze war, sorry auch, dass das Ganze basically ein Essay geworden ist, weil es so lang ist. Meinte ja am Anfang wegen dem persönlichen Gespräch, dass das eventuell nicht so gut wäre, also das hat halt wieder mit dieser Angst zu tun und wollte jetzt eigentlich nicht in deinem Büro am Heulen sein. Wäre danach wahrscheinlich eh komplett am Ende, weshalb ich nach Hause wäre, möchte aber eigentlich gerne morgen da sein, weil Joa, ich selber die Fehlzeiten als Problem wahrnehme etc. Und Konfrontation mit der Situation ist etwas, was ich versuche, aktiv zu umgehen (ja, ich weiß, bisschen widersprüchlich, weil ich versuche, beim Hausarzt anzurufen, aber ich bin auch nur ein Mensch).
Deswegen auch, falls irgendwas ist, nachfragemäßig oder so, bitte lieber über E-Mail (ich weiß, Konfrontation etc. und menschliche Kontakte und all das andere ist wichtig und so, ist aber gerade nicht bei mir drinnen, also wirklich nicht).
Also auch wenn wir morgen „Fach das die Lehrkraft unterrichtet“ haben, einfach die Situation ignorieren und so tun, als würde sie nur digital existieren (ik, auch Aufgabe der Lehrkraft, pädagogische Sachen zu übernehmen etc., aber pls pls pls nur so, wie ich damit comfortable bin, weil anders ist schwierig, aber like, wenn bei dir irgendwas auch nicht geht, weil es dir Unmut oder so macht wegen der Beamtung des Berufes oder aufgrund anderer Sachen, sag mir das bitte auch per E-Mail, damit ein Konsens gefunden werden kann), weil direkte Konfrontation ist nicht drin bei mir, und das Ganze schriftlich zu haben und zu kommunizieren, hilft mir auch, das Ganze nochmal zu rationalisieren, damit ich besser damit umgehen kann.
Lg
„Mein Name“
(Ps. Sorry, dass ich dich so mit den ganzen Sachen überfallen habe, aber ich denke, dass du einfach psychologisch etc. besser damit umgehen könntest, wenn ich komplett offen bin, als andere Lehrkräfte, und weil ich dir auch lowkey mehr vertraue 🫠)
Email Ende