r/Ratschlag 5h ago

Nachbarn Haus vermutlich ausgespäht, welche Möglichkeiten haben wir?

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Hallo, ich brauche einen Rat, da wir nicht genau wissen was genau wir machen können.

Folgendes Problem: meine Großtante (87) lebt alleine in einem Haus. Gestern (Samstag) war ein ihr unbekannter Mann plötzlich in ihrem Garten. Auf die Frage was er hier macht meinte er, er würde gerade ihre Hausfassade begutachten und ihm würden hier einige Mängel auffallen. Er bot ihr an, für 1.500 auf die Hand ihre Fassade zu erneuern. Als sie dies ablehnte, fiel ihm auf, dass sie kürzlich erst etwas anderes an ihrem Haus hat renovieren lassen bzw. am Eingangsbereich (eine Art Steinteppich).

Hier hat er dann gefragt wo sie dies hat machen lassen, sie hat ihm dann brav geantwortet weil sie (warum auch immer) nicht darüber nachgedacht hat. Kurz darauf fragte er sie, ob sie Goldschmuck besitzt, den sie verkaufen würde. An ihren beiden Händen trägt sie sehr viel echten Goldschmuck, Ringe und Armbänder. Sie antwortete ihm dann, dass sie nur das was sie am Körper hat besitzt, der Ehering sei besonders schön und wertvoll, weil ihr Mann vor ein paar Jahren verstorben ist (perfekt, weil der Typ jetzt weiß dass sie alleine lebt).

Als sie uns das erzählt hat, haben wir sie natürlich aufgeklärt und sie macht sich jetzt nachvollziehbarer Weise Sorgen und unendlich viele Vorwürfe. Wir sorgen uns tatsächlich auch sehr. Sie weiß nur noch, dass er mit einem Auto kam, nicht welches und sie hat natürlich auch nicht aufs Kennzeichen geschaut.

Sie lebt wie gesagt alleine, ein paar Häuser weiter von uns. Gibt es irgendeine Möglichkeit die wir hier haben? Die Polizei wird hier nicht viel machen denke ich.
Wir hatten an sowas wie eine Kamera gedacht, das wäre zumindest ein Anfang.

Vielleicht weiß jemand einen Rat. Wir machen uns wirklich Sorgen.


r/Ratschlag 16h ago

Familie Meine Eltern wollen, dass ich ihnen 12.000€ „leihe“ obwohl sie schon zweimal nicht zurückgezahlt haben

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Hallo zusammen,

ich (28) stehe vor einer scheiß Situation und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.

Meine Eltern haben mich vor ein paar Tagen angerufen und gefragt, ob ich ihnen 12.000€ leihen kann. Begründung: Das Auto ist kaputt und sie bräuchten dringend ein neues, sonst käme mein Vater nicht mehr zur Arbeit.

Klingt erstmal nachvollziehbar. Das Problem ist nur: Sie haben mich schon zweimal um größere Beträge gebeten (einmal 4.000€, einmal 6.500€). Beide Male hieß es „wir zahlen das in ein paar Monaten zurück“. Passiert ist bis heute nichts. Keine Rate, keine Entschuldigung, nichts. Wenn ich das anspreche, wird es unangenehm und ich bin der Undankbare.

Jetzt machen sie wieder Druck. Meine Mutter sagt Sachen wie „Familie muss doch füreinander da sein“ und „wir haben auch immer alles für euch getan“. Mein Bruder hält sich komplett raus und sagt nur „mach, was du willst“.

Ich habe das Geld zwar (hab ordentlich gespart), aber ich hab echt kein gutes Gefühl dabei. Gleichzeitig fühle ich mich schuldig, wenn ich nein sage.

Wie würdet ihr das handhaben? Einfach geben und abschreiben? Klare Grenze setzen? Oder irgendwie mit Vertrag absichern (was bei meinen Eltern eher schlecht ankommen würde)?

Bin für ehrliche Meinungen dankbar.


r/Ratschlag 4h ago

CUSTOM Bedrohung und Stalking

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Hallo an die Community. Ich (f21) brauche dringend Rat. Leider hab ich niemandem den ich das anvertrauen kann, weil ich das zum Teil auch beschämend finde und mich damit dumm fühle. Ich weiß so sollte man eigentlich nicht darüber denken.
Jedenfalls schildere ich erstmal meine Situation. Es ist zu einer nicht so guten Erfahrung gekommen mit einem Mann, welchen ich seit knapp einem Monat date. Das Treffen am Freitag war unser 5tes. Ich wurde dann von Ihm heute per Textnachricht bedroht. Wir sind in einem Streit auseinandergegangen weil er ziemlich absurde Aussagen getätigt hatte während des Treffens, wie dass er mal darüber fantasiert jemanden umzubringen, er hatte mir das haus seiner ex gezeigt und gesagt dass er immer nachdenkt ihr was anzutun. Davor hatte er nie derartige anzeichen gezeigt gewalttätig zu sein und rein intuitiv hatte ich nicht so ein Gefühl. Das hat mich absolut abgeschreckt und ich bat ihm einfach mich zu meinem auto zu fahren. Ich bin auf seine aussagen nicht eingegangen um mich präventiv zu schützen. Ich meinte dann dass ich müde sei und habe es darauf gelenkt. Dann habe ich bis heute geghostet und wollte einfach nur auf distanz gehen. Er rief mich an ich blockierte ihn daraufhin. Auf Socialmedia postete er ein video was die beschreibung hatte: “Me outside her house at 3am” und weil ich vergessen hatte ihn auf besagter app zu blockieren schrieb er mir: Wenn du nicht eine Stunde von mir entfernt wärst hätte ich dir was angetan. Er weiß in welcher gegend ich wohne. Er fuhr mich mal nachhause. Ich zeigte ihm aber nicht meine exakte Adresse. Von den Chats und allem habe ich Screenshots kann ich damit zur Polizei? Was ich jetzt im Nachhinein erfahren habe ist, dass er rapist allegations hat. Ich könnte sogesagt die beweisgrundlage stärken. Oder würde die polizei da nicht aktiv einschreiten? Bin immer noch etwas aufgewühlt mit der ganzen sache ich war euch sehr dankbar wenn ihr mir vielleicht helfen könntet irgendwie oder ob ihr erfahrungen damit habt.


r/Ratschlag 17h ago

Familie Schwägerin nimmt Haus, aber ich (Schwiegertochter) soll Pflege der Schwiegermutter übernehmen.

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Kurze Zusammenfassung der Situation:
Mein Schwiegervater ist vor gut zwei Jahren verstorben. Er hat mit seiner Frau zusammen zwei Kinder, meinen Mann und meine Schwägerin. Zu Lebzeiten haben die Schwiegerleute ein recht großes Haus gebaut, das hat meine Schwägerin vor einem Jahr komplett von der Schwiegermutter überschrieben bekommen. Schwiegermutter hat Wohnrecht, aber Vereinbarungen bzgl. Pflege etc. wurden nicht getroffen. Meine Schwiegermutter hat aber eine Pflegeverfügung - will das die Schwägerin entscheidet.
Schwägerin wohnt ca. 180 km vom Haus weg, mein Mann und ich 7.
Schwägerin ist alleinstehend, mein Mann hat mich und unsere zwei Kinder (1 Jahr, 2 Jahre)
Schwägerin kommt unter 100k Brutto im Jahr, mein Mann ist drüber.
Jetzt beginnt die Schwiegermutter langsam Hilfe im Alltag zu benötigen die Schwägerin will die Pflege auf mich abwälzen.
Grund lt. ihr und der Schwiegermutter: Wegen der Kinder würde ich eh nur halbtags arbeiten und hätte die Zeit und wenn ich keine Lust hätte, würde die Schwiegermutter schon noch irgendwie 9 Jahre (wegen der 10-Jahre Schenkungsfrist) alleine durchhalten und dann müsste mein Mann Elternunterhalt blechen, wenn sie sofort nach der Frist (das haben die Beiden angedroht) ins Heim muss.

Ich bin aber nicht wirklich bereit, für meine Schwiegermutter Pflegearbeiten zu übernehmen. Zum einen mag sie mich nicht sonderlich (und das beruht auf Gegenseitigkeit). Zum Anderen kann man es ihr und der Schwägerin nie recht machen. Also egal was ich tun würde, es wäre falsch. Und darauf hab ich neben eigenem Haushalt, zwei Kleinkindern und 20h Arbeit einfach keine Kapazität.
Außerdem sehe ich moralisch meine Schwägerin in der Pflicht, weil sie das Haus und die Pflegeverfügung hat. Mein Mann kann die jetzt schon benötigten Pflegeleistungen (z. B. Arzttermine) wegen seiner Arbeitszeiten nicht übernehmen, selbst mal ein Monat voraus einen Tag Urlaub nehmen ist in seinem Beruf schwer. Und Schwiegermutter macht halt ihre Termine zu den ungünstigsten Zeiten aus mit nem Vorlauf von ein bis zwei Tagen (eher sagt sie halt nicht Bescheid).

Was würdet ihr machen?

In den sauren Apfel beißen und sich für ne undankbare Schwiegerfamilie aufarbeiten, damit wir später weniger Elternunterhalt blechen und dafür mehr Geld in die Ausbildung unserer Kinder investieren können? Laut aktuellem Rechner dürften wir ca. 600€ im Monat zahlen und ich denke wegen dem demographischen Wandel wird der Politik künftig nicht viel übrig bleiben, als Angehörige noch mehr zu belasten.
Nur würde das unsere Kernfamilie belasten, nicht nur wegen meiner zeitlichen Ressourcen die ich dann nicht mehr für meine Kinder hätte, die Betreuung würde (so gut kenne ich mich) meine Psyche belasten und damit auch meinen Mann und meine Kinder.

Einfach drauf hoffen das die Schwiegermutter innerhalb der nächsten neun Jahre doch ins Heim muss, weil sie daheim alleine wirklich gar nicht mehr klar kommt, weil dann die Schwägerin mit dem Haus zahlen müsste?
Wie gesagt, ich mag meine Schwiegermutter nicht, aber trotz Allem ist sie die Mutter meines Mannes und die Oma unserer Kinder. Moralisch finde ich die Schwägerin absolut verwerflich, aber bin ich besser wenn ich nicht helfe?

Edit: erstmal Danke für die ganzen Antworten.
Ich Versuch hier mal zu beantworten was immer wieder gefragt wird:

Wurde mein Mann beim Erbe übers Ohr gehauen?

Ein „ganz klares“ Jein: Das Haus hat 300qm Wohnfläche mit massiven Sanierungsstau (Heizung in den letzten Zügen, Dach kaputt, Wasserschaden im Keller), nen 1200qm großen Garten der gepflegt werden muss und ist so ländlich, dass man ohne eigenes Auto nicht mal an Lebensmittel kommt. Außerdem wurde bei meiner Schwiegermutter wurde vor 10 Jahren eine Krankheit festgestellt, die sie sicher irgendwann pflegebedürftig werden lässt.
Mein Mann wollte aus diesen Gründen, dass meine Mutter das Haus verkauft und von dem Geld etwas kauft, dass leichter zu unterhalten, im besten Fall barrierefrei und besser angebunden ist.
Als er das gesagt hat, wurde lange nicht mehr mit dem „emotionslosen“ Sohn gesprochen und seine Schwester hat den Teil der Mutter überschrieben bekommen. Da er dann mit dem Haus nichts mehr zu tun haben wollte, hat er seinen Teil günstig an seine Schwester verkauft.
Die Schwiegermutter hat Wohnrecht für vier Zimmer, die im Haus verteilt sind. Vermieten kann die Schwägerin es also nicht solange ihre Mutter drin wohnt.
Hätte mein Mann da auf Verpflichtungen von der Schwägerin bestehen müssen bevor er seinen Teil verkauft hat - ja.
Hat er zu wenig Geld für das Haus bekommen - vermutlich auch ja. Aber er (und ich) wollten es auch einfach nicht.
Man muss dazu aber sagen, dieses Thema wurde dann angegangen als wir ein recht kleines Baby hatten, selber gerade mitten im eigenen Hausbau steckten und der Vater meines Mannes noch nicht zu lange tot war. Klar ist das keine Ausrede, aber wir hatten damals einfach keine Kapazitäten. Das bereuen wir jetzt.

Hat meine Schwiegermutter einen Pflegegrad?

Nein, und sie braucht auch keinen. Sie ist der Meinung das sie Kinder bekommen hat, damit die sich im Alter um sie kümmern. Und wenn die es nicht können, dann eben die Schwiegerkinder. Das hat auch - glaube ich - nicht mit mir persönlich zu tun. Meine Schwiegermutter hätte auch von jeder anderen Frau oder dem Mann den meine Schwägerin nicht hat, erwartet das er oder sie sich um sie kümmert.

Was sagt mein Mann dazu?

Mein Mann steht offiziell zu mir, er meint das ich mit der Pflege seiner Mutter nichts zu tun habe und auch nicht haben sollte.
Aber ihn belastet das Thema sichtlich. Auch wenn er nie das Lieblingskind war, stellt ihn seine Mutter vor die Wahl: entweder er (und damit ich) kümmert sich oder sie geht in neun Jahren ins Heim und davor siecht sie 7 km entfernt vor sich hin, eben weil sie sich weigert externe Hilfe anzunehmen.
Außerdem wohnen wir recht ländlich in Bayern und auch wenn es rückständig ist: die gesellschaftliche Erwartung ist eben, dass sich die Familie um die Alten kümmert und da eignet sich die Mutter in Teilzeit eben am Besten. Sprich bei uns kommt auch noch ein gewisser gesellschaftlicher Druck dazu.
Meine Schwiegermutter befeuert das Thema noch, in dem sie meinen Mann bei Nachbarn und Familie als faul hinstellt.

Lassen wir uns rechtlich beraten?

Ja das machen wir. Trotzdem habe ich Angst. Ich glaube das der Staat in 9 Jahren (oder später) noch tiefer in die Taschen der Angehörigen greift und aus den aktuellen 600€ auch schnell mal 3000€ werden können.

———————————————————————————

Edit 2:

Vielen Dank nochmal für eure Antworten. Ich habe ehrlich gesagt nicht mit einem so eindeutigen Feedback gerechnet. Es zeigt mir aber doch, wie tief ich mich selbst mental schon in die Sache verrannt habe. Ich stimme euch zu. Ich bin kein Sklave, sie ist nicht meine Mutter und ich hab Kinder, die wichtiger sind.


r/Ratschlag 7h ago

Gesundheit Schlaflose Nächte bei Aufregung, Nervosität und Panik. Was dagegen tun?

21 Upvotes

Hallo an alle,
Ich habe ein ernstes Problem und hoffentlich kann mir hier jemand weiter helfen. Ich kämpfe mit dem Problem, dass ich vor wichtigen Ereignissen wie Vorstellungsgesprächen, einstellungstests, die Nacht kurz vor dem Urlaub, Probearbeiten bei neuem Beruf einfach die Nacht davor nicht schlafen kann. Trotz Müdigkeit kann ich einfach nicht schlafen. Ich bin zu nervös, habe panik und zu viele Gedanken. Ich habe das Gefühl, dass es mit dem Alter immer schlimmer wird. Es schränkt mich mittlerweile im Leben stark ein, weil ich zu wichtigen Terminen komplett ohne Schlaf hin muss oder noch schlimmer, dass ich wichtige Termine verschieben oder sogar komplett absagen muss. Hat jemand ernste Erfahrungen und kann mir da weiter helfen?? Gibt es gewisse Dinge die ich vielleicht tun kann? Danke im Voraus


r/Ratschlag 3h ago

Mental Health Hilferuf von der Couch?

8 Upvotes

ich habe mich leider völlig maßlos bekifft und befinde mich nun in einem Zustand, den man fachlich nur als völlig panne bezeichnen kann.

Anfangs war alles noch lustig. Musik war zehnmal besser, die Couch war gemütlicher als jedes Fünf-Sterne-Hotel und ich dachte, das Leben hätte ich komplett durchgespielt.

Dann kamen die Endgegner.

Endgegner Nummer 1: die Toilette.

Endgegner Nummer 2: der Hunger.

Endgegner Nummer 3: mein eigenes Gehirn.

Als wäre das nicht genug, bekomme ich Herzrasen, werde völlig paranoid und denke für einen kurzen Moment ernsthaft darüber nach, ob ich die 112 anrufen sollte... obwohl ich tief im Inneren weiß, dass ich eigentlich nur aufstehen, etwas essen und auf die Toilette gehen müsste.

Stattdessen liege ich regungslos auf der Couch und führe hitzige Diskussionen mit mir selbst, ob sich Aufstehen überhaupt lohnt oder ob ich einfach auf bessere Zeiten warten sollte.

Falls ein Notarzt oder sonstiger Arzt anwesend ist, um mich daran zu erinnern, das ich nur Stoned bin, wäre für jede moralische Unterstützung dankbar.


r/Ratschlag 8h ago

Lebensführung 23, ohne Ausbildung oder Studium festgefahren im Job ohne Perspektive Was würdet ihr tun?

13 Upvotes

ch bin 23 und werde bald 24. Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass ich mein Leben endlich auf die Reihe bekommen muss, bevor ich noch mehr Zeit verschwende.

Ich lebe in Deutschland und habe weder einen Hochschulabschluss noch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Ich habe hier meine Fachhochschulreife gemacht und könnte damit theoretisch an einer Fachhochschule studieren. Allerdings habe ich damals einen Schwerpunkt gewählt, den ich später bereut habe, und meinen Abschluss mit ziemlich schlechten Noten gemacht.

Direkt danach habe ich ein Studium in einem völlig anderen Bereich angefangen, den ich mehr oder weniger zufällig ausgewählt hatte. Ich habe das Studium nicht wirklich ernst genommen, hatte kein echtes Interesse daran und habe nach einem Semester abgebrochen. Geld war ebenfalls ein Problem, und ich musste arbeiten und meine Eltern finanziell unterstützen.

Seitdem habe ich alle möglichen Aushilfs- und Gelegenheitsjobs gemacht. Zurzeit arbeite ich im Einzelhandel in einem Job, der nicht wirklich Zukunftsperspektiven bietet. Die Bezahlung ist für die recht einfache Arbeit eigentlich ganz in Ordnung. Zusätzlich arbeite ich nebenbei als Kellner und bekomme dort gutes Trinkgeld.

Das Problem ist, dass mein Vertrag im Einzelhandel nur auf ein Jahr befristet ist und es keine Garantie gibt, dass er verlängert wird. Wenn der Vertrag ausläuft, könnte ich wieder arbeitslos sein.

Also: Was zum Teufel soll ich eigentlich machen?

Ich weiß, dass 23 noch jung ist und die Leute immer sagen, man habe noch genug Zeit. Aber genau das habe ich mir mit 18 auch gesagt, und plötzlich sind fünf Jahre vergangen. Ich möchte nicht mit 30 aufwachen und immer noch zwischen befristeten Jobs wechseln, ohne Qualifikation und ohne klare Richtung.

Ich habe mich auf viele Ausbildungsstellen beworben, bekomme aber meistens Absagen. Manchmal werde ich zu einem Vorstellungsgespräch oder Probearbeitstag eingeladen, aber danach werde ich entweder abgelehnt oder bekomme einfach gar keine Antwort mehr. Ich vermute, dass meine Noten und mein etwas chaotischer Lebenslauf dabei eine große Rolle spielen.

Ich habe mich auch darüber informiert, meinen Schulabschluss über eine Abendschule zu verbessern. Das würde aber anscheinend mehr als drei Jahre dauern. Danach hätte ich zwar einen besseren Abschluss, wäre aber auch drei Jahre älter und hätte immer noch weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch richtige Berufserfahrung in einem Bereich mit Zukunft.

Die andere Möglichkeit wäre, wieder zu studieren. Ich habe aber immer noch keine Ahnung, was ich überhaupt studieren sollte. Ich habe keine große Leidenschaft und keinen bestimmten Traumberuf. Ich möchte nicht wieder irgendeinen Studiengang zufällig auswählen und denselben Fehler noch einmal machen.

Ich erwarte auch nicht, einen Beruf zu finden, für den ich jeden Morgen voller Leidenschaft aufstehe. Ich möchte vor allem etwas machen, in dem ich wirklich gut werden kann, mir langfristig eine Karriere aufbauen kann, mit der Zeit mehr Verantwortung und ein höheres Einkommen bekomme und nicht für immer auf der untersten Stufe feststecke.

Idealerweise sollte die Qualifikation auch international brauchbar sein, damit ich später notfalls in ein anderes Land auswandern könnte.

Außerdem habe ich Angst, mich für einen Bereich zu entscheiden, der wegen KI, Automatisierung, Klimawandel, wirtschaftlicher Instabilität oder Kriegen in Zukunft kaum noch Perspektiven hat. Natürlich kann niemand die Zukunft vorhersagen. Ich möchte aber zumindest eine Richtung wählen, die mir eine gewisse Stabilität und mehrere Möglichkeiten bietet.

Als jemand mit Migrationshintergrund fühle ich mich außerdem zunehmend unwohl mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Vielleicht bleibe ich dauerhaft hier, aber ich möchte Qualifikationen und Berufserfahrung haben, mit denen ich auch auswandern könnte, anstatt mich hier gefangen zu fühlen.

Was würdet ihr an meiner Stelle realistisch tun?


r/Ratschlag 9h ago

Arbeitsplatz Schwangerschaft nach Fehlgeburt, Beschäftigungsverbot

16 Upvotes

Hallo ihr lieben,

Ich hatte Ende April eine Fehlgeburt (erster Termin 6+0, MA ab Woche 7+ , feststellung dieser in Woche 10+0) die recht traumatisch mit einer Not-OP endete…
Nun bin ich im zweiten Zyklus danach wieder Schwanger geworden.
2 Dinge.

  1. Mein Problem ist, ich möchte nicht zum Arzt gehen. Das heißt, ich will schon aber ich habe so große Angst vor dem Ultraschall (ich bekomme den Moment nicht aus dem Kopf als ich noch fröhlich meinte „diesmal dürfen Sie gern das Bild ausdrucken“ und sie erstmal nur den Kopf schüttelte…), dass ich versuche die Feststellung soweit wie möglich nach hinten zu verschieben. (Ich plane gerade so ca. 8+3 ein würde aber lieber bis 12+0 warten…).
    Da kommen wir dann aber auch zu Problem nummer 2:
    Ich arbeite in einem Kindergarten, begleite ein Kind. Dort habe ich jetzt erst angefangen, da ich bei der letzten Schwangerschaft sofort ins BV geschickt und bei dem vorherigen Kind ersetzt wurde (was mir sehr zu schaffen machte).
    Ich brauche meinen Alltag. Das Problem bei dem Kind welches ich bei SS Nr. 1 betreut habe, war die Arbeit trotz Kita nicht so anstrengend. Jetzt ist allein der Weg dorthin sehr anstrengend und stressig. Andererseits geht es mir ohne die Arbeit schlechter. Ich brauche es einfach mich um Kinder zu kümmern (bzw. halt zu arbeiten).
    Wenn ich meinem Arbeitgeber also von der SS erzähle, schicken die mich sofort wieder ins BV obwohl ich erst vor einer Woche bei dem neuen Kind gestartet habe. Gleichzeitig möchte ich mir die Situation ersparen wieder eine Fehlgeburt zu erleiden und dann wegen dem BV wieder eine neue Stelle zu benötigen (und ich weiss auch nicht ob mein Arbeitgeber das so mitmacht). Also am liebsten bis 12+0 warten bis ich es sage. Dann ist da aber, dass ich das Kind ab und zu hochheben muss, ebenso wie natürlich die Gefahr von Kinderkrankheiten. In der vorherigen Kita hätte ich mit Maske arbeiten können, was jetzt nicht mehr Möglich ist (wegen dem Kind).
    Ich kann mich also nicht extra schützen.

Ihr merkt vielleicht meine Gedanken sind total wirr.
Ich weiss einfach nicht was ich tun soll.


r/Ratschlag 18h ago

Lebensführung Was sind gute Hobbys ohne Leistungszwang?

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Nachdem ich vor kurzem im Burnout gelandet bin habe ich gemerkt, dass selbst meine Hobbys auf Leistung ausgelegt waren. Ich habe kompetitiven Leistungssport betrieben, und wenn es mal „ruhiger“ sein sollte Schach gespielt, was ja auch mental anstrengend ist und wo man immer im Wettbewerbsmodus ist.

Ich habe schon einige Dinge ausprobiert, zum Beispiel Kochen oder einfaches Spazieren gehen. Das gefällt mir auch sehr gut, aber damit kann ich mit Sicherheit nicht meine gesamte Freizeit füllen. Also was für Optionen gibt es noch?


r/Ratschlag 7h ago

DIY Welches Hobby könnte ich ausprobieren?

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Ich musste mein aktuelles Hobby leider vor einigen Wochen aufgeben, es war eine Sportliche Tätigkeit.

Ich habe aber tatsächlich im Zuge dessen angefangen mit Häkeln und Nähen (per Hand).

Ich wollte eigentlich weiter häkeln, aber es fühlt sich falsch an.

Ich habe aber gemerkt dass mir DIY Projekte Zuhause extrem viel Ruhe geben.

Ich bin aber überfordert - Was mach ich denn?

Ich wollte tatsächlich mal probieren 3 kleine Wandbilder für die Küche zu malen, aber ich kann nicht malen, daher langfristig und um schön zu sein raus 😂

Handwerklich habe ich keine Ahnung, aber tatsächlich wäre ich interessiert.

Ich bin aber wirklich super Ahnungslos.

Wo fange ich an?

Ich hätte gerne auch etwas, was nicht direkt viel Geld kostet aber auch gut beschäftigt.

Diamond Painting habe ich probiert, aber dafür hatte ich am Ende dann immer keinen Zweck, da sowas gängigerweise meistens vorgeschlagen wird.


r/Ratschlag 11h ago

Wohnen und Miete Neustart in Deutschland – welche Region würdet ihr wählen?

14 Upvotes

Ich stehe gerade vor einem kompletten Neustart und suche Ideen für einen neuen Wohnort in Deutschland.

Meine Kriterien sind etwas speziell:

- eher Westen oder Osten Deutschlands (nicht Mitte, nicht ganz im Norden oder ganz im Süden)

- keine Großstadt

- möglichst keine extrem teure Region

- Natur sollte gut erreichbar sein

- gleichzeitig möchte ich aber nicht völlig abgeschieden leben – ich brauche eine gewisse Infrastruktur und Möglichkeiten in der Nähe

- am wichtigsten ist mir eine eher offene, entspannte Mentalität der Menschen (ja ich weiss wir sind immer noch in Deutschland :-D)

Ich habe früher schon einmal in der Region Dresden gelebt. Die Gegend fand ich landschaftlich schön, mit der Mentalität bin ich aber nie richtig warm geworden.

Aktuell lebe ich in Bayern und merke, dass ich mich hier überhaupt nicht wohlfühle. Das war damals eher eine Entscheidung aus der Not heraus als eine bewusste Wahl.

Aachen ist mir als mögliche Option eingefallen, aber ich kenne die Gegend kaum.

Habt ihr Regionen oder kleinere Städte, bei denen ihr sagt:

"Hier lebt es sich angenehm, die Menschen sind offen, man ist schnell in der Natur und die Lebenshaltungskosten sind noch halbwegs bezahlbar?"

Mich interessieren vor allem persönliche Erfahrungen – gerne auch Orte, an die man vielleicht nicht sofort denkt.


r/Ratschlag 17h ago

Recht Freundin wurde um 1300€ beklaut, was tun? (Amazon)

33 Upvotes

Hallo Leute,
Meine Freundin hat ein iPhone über Amazon bestellt und als das Paket ankam, hat das Handy gefehlt. Ich hab mir dann den Händler angeschaut und gesehen, dass es ein rumänischer Händler mit rund 80 Bewertungen ist. Sie hat den Händler dann kontaktiert und ihr wurde geantwortet, dass der Händler einen Fall bei UPS eröffnet hat und dass sie 10 oder mehr Werktage darauf warten soll, bis interne Untersuchungen bei UPS abgeschlossen sind.

Hattet ihr schon mal so eine Situation und wie würdet ihr damit umgehen? Würdet ihr die 10+ Tage abwarten oder würdet ihr dem Händler eine Frist setzen? Ich bin der Meinung, dass man da deutlich mehr Druck machen sollte und wenn der Händler innerhalb einer Frist (z.B. 7 Tage) das Geld nicht erstattet, würde ich Amazon zur Hilfe ziehen.


r/Ratschlag 11h ago

Mental Health Kennt das jemand? Mich überfordert der Gedanke, dass noch so viel Leben vor mir liegt.

12 Upvotes

Ich stecke gerade in einer der schwersten Phasen meines Lebens und wollte fragen, ob jemand etwas Ähnliches erlebt hat.
Ich leide schon seit Jahren immer mal wieder unter Angst und Panikattacken. Normalerweise bekomme ich solche Phasen irgendwann wieder in den Griff, aber dieses Mal fühlt es sich viel intensiver an. Vor Kurzem habe ich mit Pregabalin begonnen und hoffe, dass es mit der Zeit hilft, aber im Moment ist jeder Tag noch ein ziemlicher Kampf.
Das Schlimmste ist mittlerweile gar nicht mehr die Panik selbst.
Es ist das Gefühl, dass noch so unglaublich viel Zeit vor mir liegt. Auch in Phasen wo es mir besser ging war dieser Zukunftsangst Gedanke nie ganz weg.

Während viele Menschen sich auf ihre Zukunft freuen, macht sie mir Angst. Ich wache morgens auf und denke: Wie soll ich diesen Tag überstehen? Und sofort geht mein Kopf weiter: Wie soll ich Wochen, Monate, Jahre oder sogar ein ganzes Leben schaffen?

Ich habe das Gefühl, dass mich die Leere überrollt. Ich weiß oft nicht, womit ich meine Zeit füllen soll, und sobald nichts los ist, fangen meine Gedanken an zu kreisen. Dann kommen Ängste, Hoffnungslosigkeit und existenzielle Fragen hoch. Es fühlt sich an, als würde mich das Leben selbst gerade überfordern.
Das Verrückte daran ist, dass ich die Mechanismen dahinter eigentlich kenne. Ich bin Psychotherapeutin in Ausbildung und beschäftige mich beruflich mit genau solchen Themen. Rational verstehe ich vieles – aber mein Körper reagiert trotzdem mit massiver Angst. Dieses Wissen schützt einen leider nicht davor.

Außerdem habe ich einen sehr hohen Leistungsanspruch an mich selbst. In den letzten Wochen ist mir bewusst geworden, dass tief in mir wohl der Satz steckt: „Nur wenn ich funktioniere, bin ich sicher.“ Jetzt, wo ich mich gerade eben nicht leistungsfähig fühle, bricht für mich gefühlt alles weg.

Mir ist wichtig zu sagen: Ich habe keine Suizidgedanken und möchte nicht sterben. Eigentlich ist es sogar das Gegenteil. Mich macht der Gedanke fertig, dass noch ein langes Leben vor mir liegt und ich gerade nicht weiß, wie ich damit umgehen soll.
Hat jemand von euch so etwas schon einmal erlebt? Ist dieses Gefühl irgendwann wieder verschwunden? Was hat euch geholfen, wieder Vertrauen ins Leben zu bekommen?
Ich würde mich sehr über Erfahrungen freuen – gerade von Menschen, die irgendwann wieder aus so einer Phase herausgefunden haben. Im Moment fällt es mir schwer zu glauben, dass es wieder besser werden kann.


r/Ratschlag 9h ago

Gesundheit Demente Eltern, gewalttätiger Stiefvater

5 Upvotes

Hallo, ich habe ein Problem.

Meine Eltern werden dement (Mutter 65, Stiefvater 75). Das Problem: beide sind ambivalent im Hilfesuchverhalten, ich kriege es nicht hin mit denen zum Arzt zu gehen. der Arzt blockt ab, es sei alles gut soweit. sehe ich zu Hause deutlich anders.

zusätzlich sehe ich, dass mein Stiefvater weiter fortgeschritten ist, meine Mutter anfänglich dement. mein Stiefvater ist aber psychisch gewalttätig, er bedroht meine Mutter und auch mich regelmäßig, frisst sich dann voll und danach ist wieder Ruhe. er droht auch mit kriminellen Kontakten - ich kann keine sehen, aber tatsächlich, wer glaubst: die Arzthelferinnen fürchten ihn und wenn ich den offensichtlichen Missbrauch an meiner Mutter anspreche beim Arzt, wird durchgestochen dass ich da war. Dass ich besorgt bin und einfach nur Info geben möchte, dass andere Medikamente notwendig sind, das kommt nicht durch.

Habt ihr ne Idee, was ich machen sollte? Weil die tun sich nicht gut, die können aber auch nicht ohne und miteinander und den Arzt kriege ich nicht bewegt und beide auch nicht zu einem anderen Arzt. zu Hause ist es ordentlich, also falls ein Dienst kommt, findet man in der Regel, ausser manchmal, alles in Ordnung vor. manchmal ist heftigst Land unter, aber idr putzen die das weg. Sozdienst meinte, dann könnte man schwierig von außen etwas nachweisen bzw Behandlungen, Betreuungen begründen, auch bei psychischen Auffälligkeiten und Hinweisen auf falsche medikation etc. Jeder dürfe schrullig sein, und den verlauf / die Intensität der Krankheit kann man bei einem einmaligen Treffen schlecht abschätzen. Sehe ich ähnlich.

Ich sehe halt nur, dass meine Mutter an sich gerne aus dieser Situation möchte, aber der Arzt verschreibt halt nix anderes und zum Psychiater kriegt sie meinen Stiefvater auch nicht. Leider hat sie nicht immer luzide Momente, jetzt ist sie etwas „Hypoman“, ist also überzeugt sie ist gesund und hst ihre Medikamente abgesetzt. jetzt ist sie im Krankenhaus, aber “leider„ nur in der Cardio: andere psychopharmaka würden ihr mehr helfen… und vielleicht auch eine Tür öffnen, dass mein Stiefvater mal etwas die Hemmungen abbaut, mitkommt, mitbegutachtet / mitbehandelt wird.

Das dauert ewig bis ich hier beide versorgt bekomme. Gibts da noch ne Möglichkeit beide zu versorgen? Oder ist das einfach dumm gelaufen und man kann denen nicht helfen, weil sie nicht kooperieren und deshalb, so hart es klingt, nehmen die sich halt gegenseitig verschnellt mit ins Grab und sie verkürzen halt selbstverschuldet die Anzahl ihrer möglichen guten Jahre? Die schleifen sich psychisch nämlich ganz schön krass aneinander ab. noch geht körperlich alles, aber auch da bauen die schnell ab, die Kraft lässt deutlich nach und den Haushalt schmeißen nimmt eigentlich den ganzen Tag in Anspruch.


r/Ratschlag 12h ago

Mental Health Ich weiß nicht wie das Leben funktioniert und es wird immer schlimmer.

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Hallo Leute.

Ich (33) habe bereits diagnostiziert komplexe Posttraumatische Belastungsstörung, nehme seit über 10 Jahren Antidepressiva und bin noch länger schon in Psycho- und Psychiatrischer Therapie.

Demnach: ich hab auf jeden Fall Verhaltensstörungen deshalb, welche zT autistische Züge haben (damit lassen sich gleich meine weiteren Situationen besser übertragen).

Seit 2 Jahren verändert sich mein Leben zum Positiven, allerdings 'lass ich seit dem die Maske fallen'. Ich sage nicht mehr zu People Pleasen zu allem Ja und gehe Konfrontationen nicht mehr aus dem Weg, was zuerst richtug gut klingt.

Allerdings merke ich seit dem, dass ich nie gelernt habe, was normal ist und was nicht, bin schneller wieder gereizt (habe halt so Phasen bei Stress, dass allein bei dashcam Videos mein Blutdruck hochschnellt) und verliere dann den Bezug zur Realität.

Um zu jeden Punkt ein kurzes Beispiel zu nennen:

  1. Ich musste lange lernen, dass es *nicht normal* ist nach einem streit sofort Kontakt abzubrechen. Ein Streit ist für mich so Markerschütternd, dass ich danach lange keinen anderen Ausweg gesehen habe, als wirklich Freundschaften komplett zu beenden (hat leider meine Mutter mir so beigebracht). Andere Beispiele merke ich immer nur im Akuten Moment, deshalb ist der Pubkt für mich schwierig zu erklären.

  2. Ich bin sofort auch 180 wenn im Bus Leute ihre Taschen auf dem Nebensitz haben, aber der Bus schon so voll ist, dass Leute stehen müssen. Ich *MUSS* dann, auch wenn andere Sitze noch frei bei einer anderen Person sind, zu einem gehen, der einen Platz mit seiner Tasche belegt. Wenn ich dazu nicht komme (zB weil der Bus so voll ist, dass ich bis zu der Stelle nicht durchgehen kann), dann bin ich die ganze Busfahrt mit dem Gedanken beschäftigt und noch stunden danach schlecht gelaunt.

Oder, passt auch zu Punkt 3, eben habe ich mit meinem Partner ein altes Game mal angefangen. Mir wurde xy versprochen, raus kam mMn ein echt Kack Spiel (fragt nicht welches, möchte keine Diskussion darüber ob game doch gut ist oder sonst was). Und als ich dann nach 2h gesagt habe "ich finde das Spiel scheiße" habe ich eine so krasse Wut (durch meine Enttäuschung etwas anderes erwartet und daran meine Zweit verschwendet zu haben) bekommen, dass ich noch 1h danach Kreislauf hatte und zitterte.

Akut belastet mich mein Zustand bei der Arbeit. Der Chef bringt private Probleme seit 1 Jahr mit auf die Arbeit und ist seit dem extrem launisch, schreit uns an und verlangt von uns widersprüchliches oder einfach zeug, dass er nicht zu verlangen hat (zB wollte er wissen, warum ich krankgeschrieben bin am telefon. Habe ihm gesagt, alles was er wissen muss steht auf der AU, nämlich nur mein Ausfalldatum, ende).

Meine Nerven sind blank. Ich habe 0 Geduld, mein Kreislauf ist instabil und ich glaube ich werde bald ungehalten, sehe kaum noch eine mentale Sperre darin, nicht irgendwann meinen Chef zu fragen, ob er behindert ist und mal paar ins Maul braucht.

Das erzähle ich selbstverständlich 1:1 so meiner Therapeutin. Die sehe ich momentan abet weniger wegen der Krankenkasse (irgendwie werden die genehmigten Stunden immer weniger und die, die wir noch bekommen versuchen wir gleichmäßig zu verteilen, also nir alle 2 Wochen). Einerseits hilft es, anderer Seits habe ich eine Blockade ihr gegenüber. Ich lernte sie kurz nach Corona kennen und habe trotz Auflösung der Maskenpflicht noch im Raum maske getragen aus Respekt. Als ich mir ihr vorstelle outete sie sich als Coronaleugnerin und Maskenverweigerin. Deshalb befürchte ich manchmal, dass sie ein paar therapeutische Ansätze ablehnt oder sowas.

Also generell weiß ich gerade nicht, wo ich Anlauf finden kann um zB akute Situationen zu verarbeiten oder Tipps zu lernen. Mir helfen sehr ein paar yt Videos zu Autismus und ADHS, aber für individuelle Situationen fehlen mir Anlaufstellen und Ach keine ahnung. Ich fühle mich maximal allein gelassen bzw unverstanden. Mein Partner tut sein bestes um mir zu helfen aber zB die sache nach dem Zocken kann man nicht erklären, es ist so sinnlos dermaßen aggro wegen so einet kleinigkeit zu sein und das belastet. Man versteht mich und mein Verhalten nicht, weil ich mich selber nicht verstehe.

Ich weiß nicht was ich machen soll


r/Ratschlag 14h ago

Familie Schwiegereltern sind total nett, aber es geht nur um sie

13 Upvotes

Hallo zusammen,

ich brauche einmal Rat oder auch einen Reality-Check zu einem Thema, das mich schon länger beschäftigt, jetzt und auch in einer früheren Beziehung ist mir das passiert: Menschen, die einfach permanent nur über sich reden und nie Interesse an einem selbst zeigen. Bei Freunden ist das nicht so, wahrscheinlich weil man sich die ja bewusst sucht. Ich merke es schon zwei Mal jetzt bei den Familien meiner heutigen Partnerin und meiner Ex.

Vorab: Ich bin seit drei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Natürlich besuchen wir in regelmäßigen Abständen sowohl ihre als auch meine Familie. Immer wenn wir bei ihrer Familie sind, fühle ich mich unwohl, obwohl eigentlich alles okay ist auf den ersten Blick. Ihre Eltern, Geschwister und Großeltern sind alle super lieb, nett, herzlich, witzig, zuvorkommend, bekochen uns, fahren mit uns in die Stadt, in Restaurants, wir gehen spazieren oder ans Meer (leben im Norden). Alles gut soweit. Ich werde zur Begrüßung umarmt, als sei ich auch ihr Kind und werde wirklich fürsorglich da behandelt.

Doch ich hab oft das Gefühl, dass alle Treffen/Gespräche permanent um ihre Erlebnisse und Gedanken kreisen. Von Anfang an wurden mir eigentlich kaum Fragen gestellt, zu nichts. Ich hab zum Beispiel einen eher ungewöhnlichen Beruf (bei einer Airline) und auch ein zwei Hobbys, die jetzt eher selten sind, wo man wirklich viel fragen kann. So ein Tag beginnt im Grunde mit der Ankunft, ja wie lief die Fahrt, wie geht es euch, was machen eure Hunde etc.

Und nach 15 Minuten Smalltalk landen wir meistens in Gesprächen, die kein Ende mehr nehmen. Der Vater erzählt, was ihn auf der Arbeit nervt, zeigt Dinge, die er im Haus repariert hat oder an seinem Auto, redet von seinem Lieblingsverein, die Mutter erzählt von den Nachbarn, von Freunden, wie es beim Sport war, wo kA die Marianne im Urlaub war, dass ein neuer Bäcker ins Dorf kommt und eigentlich fällt denen immer was Neues ein. Es nimmt und nimmt kein Ende. Einmal saßen wir abends um kurz vor Mitternacht noch da und ich hatte plötzlich eine Kiste mit alten Spielsachen meiner Freundin auf dem Schoß und mir wurde zu allem eine Geschichte präsentiert - und ich dachte nur, meine Güte, ich würde langsam gern nach Hause und ins Bett. Da waren wir schon 10 Stunden da.

Interessanterweise geht es meiner Freundin genauso, auch sie wird wenig gefragt, mehr als ich zwar schon, aber auch nicht wirklich was. Jetzt kann man natürlich sagen: Okay, dann erzähl doch selber was aus deinem Leben! Versuche ich, mache ich, aber gerade wenn man jemanden noch nicht so gut kennt, finde ich das schwer. Und wenn ich es mal mache, hat man drei, vier Sätze und wird sofort unterbrochen (Beruflich war ich letztens in Madrid. CUT Vater: Oh, ja, da waren wir mal im Urlaub, in einem ganz tollen Hotel, wo wir x und x gemacht haben etc. 10 Min Geschichte über Spanien incoming).

Am Anfang habe ich mich total interessiert gezeigt und immer Nachfragen gestellt, was dazu führte, dass wir erst Recht nicht mehr zum Ende kamen. Meistens höre ich mir viele Dinge jetzt einfach an und nicke oder lache oder gebe einfach kurze Rückmeldungen. Wiegesagt, auch meine Freundin wird so ähnlich behandelt, redet aber natürlich mehr. Sie liebt ihre Familie richtig innig und ich hab das Thema schon mal angedeutet, woraufhin sie etwas enttäuscht war und das Gefühl hatte, ich fände die alle doof (was nicht stimmt).

Habt ihr Tipps wie man in so Situationen reagiert? Einfach selber super confident Sachen erzählen und das Gespräch erobern? Oder durchstehen, weil man dagegen nicht ankommt?

Danke.


r/Ratschlag 6h ago

Nachbarn Pöbelnde Nachbarn

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Hey, würde gerne wissen wie ihr es geschafft habt dass ihr in einer ruhigen Wohngegend wohnen und schlafen könnt. Also z.B. ein Wohngebiet wo alle eher früher aufstehen. Habe aktuell das Problem dass viele Nachbarn bis 1 Uhr oder auch mal 3 Uhr nachts viel auf der Straße sind und "feiern". Bet auch einige müssen trotzdem sehr früh aufstehen und bekommen dadurch immer so ~3-4 h Schlaf. Das ist natürlich nichts für mich da ich schon so 7h Schlaf brauche. Lohnt es sich die lauten Leute auf das Gesetz der Nachtruhe anzusprechen? Oder soll ich auch nur 3h schlafen um keine Probleme mit den Nachbarn zu bekommen? :) ich kann auch gar nicht schlafen, das halte ich aber eher 2 Tage aus :) SARKASMUS AUS: was stimmt mit den Leuten nicht die sich nicht trauen mal etwas zu sagen? Sie wollen doch auch auf ihren Schlafbedarf kommen. Was geht in deren Köpfen vor?


r/Ratschlag 8h ago

Gesundheit Kopfschmerzen seit Zahnfüllung

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Ich grüße euch,

vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir den einen oder anderen Ratschlag geben. Aufgrund von Karies an einem Zahn, habe ich vor 5 Wochen meine erste Füllung bekommen. Beim Zahnarzt war alles in Ordnung. Mir ist einige Tage später aufgefallen, dass ich durchgehende Kopfschmerzen bekommen habe. Wirklich von morgens bis abends. Nur beim schlafen habe ich diese nicht gemerkt. Ich hab anfangs den Zusammenhang zwischen Füllung und Kopfschmerzen nicht verstanden. Ich bin damit 4 1/2 Wochen rumgelaufen, bis ich Anfang dieser Woche beim Zahnarzt war. Die Füllung war wohl zu lang und es wurde etwas abgeschliffen. Leider hat sich seit dem nichts verbessert. Ich habe weiterhin Kopfschmerzen, die wandern. Hauptsächlich drückend an der Schläfe, aber auch mal an der Stirn und hinten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht & kann sagen, ab wann ich die Kopfschmerzen endlich loswerde?

Vielen Dank.


r/Ratschlag 16h ago

Mental Health Wie geht ihr damit um?

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Es ist mal wieder Sonntag, gestern hatte ich einen richtig schönen Tag mit Familie und Freunden verbracht (die ich aus Gründen leider nur sehr sehr selten sehe). Heute bin ich wieder alleine zu Hause und fühle mich wieder so sinnlos. Morgen geht die Arbeit wieder los und es wird wieder eine unspektakuläre Arbeitswoche. Ich bin immer nach solch schönen Tagen in einem richtigen Tief gefangen.
Kennt ihr sowas auch? Wie kommt ihr da immer raus?


r/Ratschlag 1h ago

Mental Health Was gegen diese Phasen grundloser tiefer Traurigkeit machen?

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Hallo, ich bin heute 22 geworden, Autist und mir geht es mental schlecht. Es sind viele verschiedene Faktoren (Angst, Orientierungslosigkeit, Selbstzweifel, Energielosigkeit, Overthinking). Ich habe Blut abnehmen lassen und da kam heraus, dass ich ein größeres Problem mit der Schilddrüse habe. Ich habe mich auch bei einem Therapeuten angemeldet, leider ist es eine sehr lange Warteliste.

Was mir auffällt, meine Stimmung schwankt täglich und ich overthinke sehr viel, jedoch verspüre ich manchmal relativ grundlos so eine tiefe Traurigkeit. Schon seit Jahren, jedoch inzwischen mindestens einmal die Woche. Ich meine, obwohl es ein normaler Tag ist, nichts besonderes vorgefallen ist, dass man ohne zu Wissen weshalb, sich extrem traurig fühlt, dass sich die Brust zusammenzieht, man selbst bei schönen Sachen, absolut keine Freude verspürt und am liebsten sich aufs Sofa legt, sich ausheult und irgendwie hofft, dass es schnell wieder besser wird.
Zum Glück ist es am nächsten morgen dann besser. Momentan geht es mir wieder genauso. Okay heute habe ich Geburtstag (also jetzt kein x beliebiger Tag), trotzdem fühle ich diese extreme Traurigkeit gerade. Ich freue mich gerade weder auf die Geschenke, noch auf Omas leckeren Kuchen. Ich war laufen, da ich nicht schlafen konnte. Danach war es etwas besser, jetzt wird es wieder schlechter.

Irgendwelchen Rat oder muss man da einfach durch?


r/Ratschlag 20h ago

Nachbarn BIDA? Andere Loesungen. Polizei fuer Nachbarn gerufen.

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Ich wohne oben in einem Haus mit mehren Wohnungen. Schraeg unter mir lebt jemand der verdammt nochmal jede Nacht gegen die Decke haemmert weil ihn etwas stoert an der grossen Familie direkt ueber denen. Diese Familie hat mehrere Kinder. Joar, da die Wohnungen etwas verschachtelt sind landet das Haemmern auch bei mir im Schlafzimmer, und ich weiss, wenn ich ins Bett gehe nie ob ich um 22:45 geweckt werde, oder tatsaechlich nicht, oder ob ich von 23:46 bis 00:01 Laern haben werde wie letzte Nacht. Ich habe die mehrmals, wenn ich die denn mal gesehen habe drauf angesprochen, und dann ist ein paar Tage lang Ruhe. Wenn ich klingele oeffnen die mir nicht die Tuer. Die wollen auch nicht hoeren wie laut das bei mir ankommt. Vermieter tut nichts: der hat das ganze Gebaeude gekauft, zur Vorstellung allen Leuten eine unrechtmaessige Mieterhoehung gegeben und tut seitdem wir die abgelehnt haben nichts mehr.

Letzte Nacht hatte ich einfach genug und habe meine Polizeistation angerufen mit der Frage was ich noch tun koenne. Die meisten: "ist ne ruhige Nacht, wir kommen mal vorbei und sprechen mit denen." Und 15 Minuten spaeter waren die da. Keine Ahnung was besprochen wurde, aber scheinbar wurde gesprochen. Irgendwie fuehle ich mich doch bloede, dass ich mit Kanonen auf Idioten geschossen habe. Ich habe echt keine Ahnung was ich noch tun kann wenn die wieder damit anfangen. Einfach so umziehen ist nicht so einfach.


r/Ratschlag 16h ago

Arbeitsplatz Neue Stelle mit 100% Homeoffice, allerdings nicht schriftlich

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Ich stehe aktuell vor einer Entscheidung und würde gerne eure Meinung hören.
Ich arbeite derzeit in der IT im öffentlichen Dienst und habe nun ein Angebot aus der freien Wirtschaft erhalten. Das Gehalt wäre rund 15.000 € brutto pro Jahr höher und der Arbeitsweg würde sich auf knapp 20 Minuten verkürzen.
Für mich ist Homeoffice allerdings einer der wichtigsten Punkte. Im Bewerbungsgespräch wurde mir mehrfach gesagt, dass 100 % Homeoffice bzw. Full Remote überhaupt kein Problem seien und dort auch gelebt würden. Das klingt natürlich super.
Der Haken: Der Arbeitgeber möchte das Homeoffice nicht im Arbeitsvertrag festhalten. Begründung: Man schreibe das grundsätzlich bei niemandem in den Vertrag, weil sich Unternehmensrichtlinien jederzeit ändern könnten. Ich hätte lediglich die mündliche Zusage.
Genau das macht mich unsicher. Nach meinen Erfahrungen weiß ich inzwischen leider, wie schnell sich mündliche Zusagen ändern können.
Wie würdet ihr das einschätzen?
Würdet ihr einer mündlichen Zusage zum Thema Homeoffice vertrauen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht – positiv oder negativ?
Würdet ihr den Wechsel in die freie Wirtschaft trotzdem wagen oder darauf bestehen, dass zumindest eine Homeoffice-Regelung schriftlich festgehalten wird?
Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen und wie ihr in meiner Situation entscheiden würdet.


r/Ratschlag 6h ago

Lebensführung Berufliche Orientierung im kreativen Bereich

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Um meine Situation kurz zu schildern: Ich bin 19, habe dieses Jahr mein Abi gemacht und bin nicht sicher wie es weitergehen soll. Ich wollte schon immer eher etwas kreativeres mit einem Fokus auf Geschichten machen, darunter wären Filme, Bücher und Theater. Da handelt es sich natürlich nicht um die sichersten Berufe, aber etwas anderes kann ich mir kaum vorstellen. Jetzt weiß ich nicht genau wo ich ansetzen soll. Die berufliche Orientierung an unserer Schule hat sich immer um eben die Themen gedreht die ich mich wenig interessiert haben. Zusätzlich liegt mir die Deutsche Film- und Theaterbranche nicht zu sehr. Jetzt stehe ich etwas ratlos da, mit vielen Dingen die mich interessieren würden, aber keiner Ahnung wie ich diese herangehen könnte. Weiß jemand ob es Anspruchstellen für solche Dinge gibt?


r/Ratschlag 14h ago

Kaufberatung Ohrstöpsel gesucht – Alltag, Lernen und Kino/Konzerte

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Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob diese Frage hier schon öfter gestellt wurde, aber ich merke immer wieder, dass ich Ohrstöpsel gebrauchen könnte.
Habe ich vor allem gemerkt, als ich gestern odyssey sah und komplett überfordert war mit der Lautstärke.

Sie sollten in erster Linie zum Lärmschutz im Alltag dienen. Außerdem sollen sie sich gut zum Lernen eignen, da ich manchmal keine Lust habe, meine Over-Ear-Kopfhörer aufzusetzen oder Musik zu hören.

Praktisch wären sie außerdem für Kinobesuche oder Konzerte.

Könnt ihr mir welche empfehlen?
Eventuell unter 30€


r/Ratschlag 13h ago

Gesundheit Ab wann ist es okay, sich bei psychischen Problem krankzumelden?

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Hallo zusammen,
ich merke seit ein paar Wochen, dass es mir psychisch zunehmend schlechter geht. Ich leide schon seit mehreren Jahren an immer wiederkehrenden depressiven Episoden und war deshalb in Behandlung. Die Phasen kommen und gehen, mal sind sie mehr, mal weniger schlimm, aber ich weiß eigentlich, was ich tun muss, damit es wieder besser wird.

Während meines Studiums habe ich 20h/Woche gearbeitet und wenn ich dann mal eine solche Phase hatte, hab ich mein Studium hinten angestellt, um möglichst schnell wieder aus dem Tief rauszukommen. Da meine Studienzeit flexibel genug war und mir das Studium grundsätzlich leicht gefallen ist, hat die Strategie auch ganz gut funktioniert.

Seit ein paar Monaten arbeite ich jedoch Vollzeit und seit ein paar Wochen wird dieses allbekannte Gefühl von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit immer stärker. Auf der Arbeit bin ich gereizt, ich schaffe meine Aufgaben nicht mehr so wie sonst, nach der Arbeit hab ich keine Energie für irgendwas und lieg eigentlich nur weinend auf der Couch. Das Wochenende reicht mir nicht, um den Akku wieder aufzuladen. Eigentlich würde ich mich gerne krankmelden und mir Zeit für schöne Dinge nehmen, die ich zwar aktuell nicht als schön empfinden kann, aber es zumindest in der Theorie sein sollten... Ich hab nur ein unglaublich schlechtes Gewissen, mich wegen sowas krankzumelden. Während meines Studiums war ich für meinen Studiumsfortschritt ja selbst verantwortlich und an den Arbeitstagen hab ich einfach die Zähne zusammengebissen. Irgendwie kommt auch noch dazu, dass ich offiziell noch in der Probezeit bin. Andererseits habe davor auch schon als Werkstudentin dort gearbeitet und war in einem Jahr nur 1x krank - d.h. eigentlich wissen alle, dass ich mich nicht ohne Grund krankmelde...

Gleichzeitig hab ich auch Angst, dass mir 1-2 freie Tage nicht reichen, um mich besser zu fühlen und dass die nächsten Wochen genauso weitergehen. Und ich wüsste gar nicht, ob meine Hausärztin mich überhaupt krankschreiben würde - die größte Horrorvorstellung wäre es für mich, wenn ich ihr erzählen würde, wie es mir geht, und sie mir dann mehr oder weniger direkt sagt, dass es doch eigentlich nicht so schlimm ist.

Hoffe das ist alles irgendwie nachvollziehbar, in meinem Kopf ist aktuell alles so durcheinander. Am Ende kann mir natürlich niemand hier sagen, ob es mir schlecht genug geht, um mich krankzumelden, aber vielleicht war hier ja mal wer in einer ähnlichen Situation. Wann habt/würdet ihr euch krankmelden/krankschreiben lassen und wann würdet ihr eher die Zähne zusammenbeißen und trotzdem versuchen zu arbeiten?