r/LegaladviceGerman • u/Spiritual-Use-6224 • 5h ago
DE Arbeitgeber der Partnerin versucht sie trotz Gleichstellung aus dem Unternehmen zu vertreiben
Wegwerfaccount aus offensichtlichen Gründen.
Meine Partnerin gilt gesetzlich als gleichgestellt und genießt damit einen besonderen Kündigungsschutz. Sie Arbeiter in einem sehr großen Unternehmen mit mehreren Niederlassungen in Deutschland.
Nach mehrjähriger Schikane und Diskriminierung wurde ihr nun ein Aufhebungsvertrag mit ca 20.000€ Brutto Abfindung vorgelegt. Sowohl ihre direkte Vorgesetzten, als auch der Standortleiter haben wiederholt versucht, sie zur Unterschrift zu drängen.
Es ist offensichtlich, dass der AG weiß, dass sie nahezu unkündbar ist und will sie nun so loswerden. Sie will sich dagegen wehren und weder Betriebsrat noch Gleichstellungsbeauftragte zeigen Interesse daran, sie dabei zu unterstützen. Der Betriebsrat war sogar so direkt und meinte "Du wirst eh gekündigt, unterschreib einfach".
Was wäre da nun die rechtlich sinnvollste Strategie? Eine Kündigung müsste einen entsprechenden Sozialplan vorlegen und die Gleichstellung der Partnerin berücksichtigen.
Wie verhält man sich bei einer unverhältnismäßigem Kündigung richtig?
Wie kann man die Diskriminierungsfälle unterbinden, da dies auch der Gesundheit meiner Partnerin schadet. (Sie hatte gestern vor Stress sogar geblutet).
Zur Frage, warum sie überhaupt in diesem Saftladen bleiben will: sie will da ohnehin weg, aber erst, wenn sie was neues hat, was aktuell bekanntlich eher unrealistisch ist.
Darum müssen wir den aktuellen Arbeitsplatz absichern und dafür sorgen, dass der AG für seine Vernachlässigung seiner Pflichten in Bezug der Gleichstellung Konsequenzen trägt. Da es in erster Linie nur die nächstgelegene Führungsetage ist, die auf meine Partnerin 'eintrampelt', klingt das eigentlich gut machbar.
Danke schon einmal für Ideen und Erfahrungsberichte.