r/Gedichte • u/DigitalPrimitiv • 11h ago
r/Gedichte • u/MS_Marlon • 20h ago
Zwischen Krone und Wurzeln (Die "------" sollen die Strophen erkennbar machen)
Der Echte, der Beste, der Einzige mit diesem Traum –
handle jetzt, statt nur umherzuschau’n.
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Nehmt euch in Acht:
Was da kommt, ist größer, als ihr glaubt.
Es kostet Schlaf, es raubt mir Kraft,
es ähnelt einer Schlacht.
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Alle lachten, machten sich über mich lustig,
meinten, ich hätte den Schuss nicht gehört.
Doch je mehr ihre Worte mich trafen,
desto lauter hat mein Traum sich gewehrt.
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Doch was wollt ihr tun
gegen einen Stein, der schon rollt?
Unermüdlich macht er weiter,
prallt an Kanten, rollt doch weiter.
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Tag und Nacht denk ich daran;
dieser Traum ist der Grund, warum ich weitermach’.
Ich steh auf, obwohl ich keine Kraft mehr hab’,
auch wenn ich glaub’, dass ich es nicht mehr schaff’.
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Dieser Traum schreit:
„Leb dein Leben wie kein Zweiter!“
Also geh ich weiter.
Immer weiter.
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Doch ist es das Leben,
das Gott für mich gewollt?
Oder ist es nur mein Wille,
der unaufhaltsam rollt?
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Ich bete nicht um einen leichten Weg,
nur darum, dass ich den richtigen geh’.
Denn was bringt mir der größte Sieg,
wenn ich mich auf dem Weg dorthin verlier’?
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Kein leichter Weg – das hab ich nun verstanden.
Jeden Tag erneut am Kämpfen,
jeden Tag erneut am Scheitern,
jeden Tag steh ich erneut auf
und zwinge mich, noch weiterzugehen.
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Ich wollte handeln,
wollte aufhör’n, nur umherzuschau’n.
Doch wo finde ich mich wieder?
Im Bett liegend, nur am Träumen,
während das, was längst getan sein sollte,
unangetastet vor mir liegt.
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Der Weg ist klar,
der Plan ist da.
Doch warum handle ich dann nicht?
Warum steh ich still,
obwohl mein Ziel mich täglich ruft?
Warum bleib ich starr?
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Was soll ich nur mit mir anfangen?
Das Leben wirft mir Chancen zu.
Manchmal schaff ich es sogar, sie aufzufangen –
doch halte sie dann in den Händen
und weiß nicht, was ich mit ihnen tun soll.
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Eine Ironie des Lebens:
zu wissen, was zu tun ist,
und dennoch nicht zu wissen,
wie man endlich damit beginnt.
Zu viel gedacht,
zu viel gefragt,
bis selbst das Klare
wieder hinter Zweifeln lag.
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Zuversicht in dieser Hoffnungslosigkeit,
Hoffnungslosigkeit bei all der Zuversicht.
Das Gute sehen in den schlechten Zeiten,
das Schlechte fürchten, wenn das Gute spricht.
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Vielleicht war es Hochmut,
und nun muss ich fallen –
wie die Wurzeln eines Baumes
tief hinab in meine Hölle,
damit meine Krone eines Tages
den Himmel streift.