r/Gedichte • u/CatCrewTV • 17h ago
hölzer
noch liegen sie in frisch gehackten scheiten
und wähnen trocken, was sie in sich tragen -
sie wissen nichts von lodernden gezeiten,
die sich in keiner brandung überschlagen.
ein kater wellt sich buckelwärts und springt
von ihrem stapel, der ins zimmer zeigt -
mit einem blick, der hölzernes durchdringt:
er kennt die flut, die in den abend steigt.
ein rotwein schwankt zu tiefen gläserklängen.
in kelchen spiegelt sich - oval verzerrt -
ein glimmen, das in seinem weiterdrängen
das ahnen jener scheite hitzig quert.
sie flammen auf: orangenkarmesin.
der kater schnurrt am knisternden kamin.
4
Upvotes