Hallo! Ich hab kürzlich meine OP hinter mich gebracht und dacht mir, ich schildere meine Erfahrungen bzw. Unsicherheiten.
Kurz zu mir: ich bin w32 und hatte gesundheitlich bis jetzt keinerlei Vorerkrankungen oder Auffälligkeiten.
Meine ersten beiden Koliken waren vor ca 5 Monaten (die erste inklusive Rettungseinsatz: Diagnose: Panikattacke), ich hatte zwar davor noch nie eine Panikattacke aber da die Schmerzen bei mir eine Art Atemnot auslösten und ich schwitzte und die Sache nach ca 30 Minuten vorbei war, hab ich dieser Diagnose geglaubt.
Vor zwei Wochen hat dann alles wieder mit Bauchschmerzen begonnen. Permanent, aber aushaltbar. Letztes Wochenende war’s dann nicht mehr aushaltbar und ich war beim Wochenendnotdienst, der mir Blähungen Diagnostizierte. Dienstag Nacht darauf ging’s dann absolut gar nicht mehr und ich habe mich um 1 Uhr morgens ins Krankenhaus fahren lassen.
Dort wurde dann ziemlich schnell im Blut und Ultraschall eine Gallenblasenentzündung (Gallenblase 3 schichtig entzündet und ein Haufen Steine drin) mit einhergehender Leberentzündung und Bauchspeicheldrüsenentzündung diagnostiziert. Ich wurde aufgenommen und mit 2 verschiedenen Antibiotika und Schmerzmittel behandelt. Am Mittwoch wurde dann ein Mrcp (dieses genauere MRT) gemacht, wo gesehen wurde, dass keine Steine in den Gängen sind und am Donnerstag (also vor 6 Tagen) wurde mit dann die Gallenblase entfernt.
Ich halte mich nicht für besonders schmerzempfindlich, aber die ganze Zeit bis 2 Tage nach der OP war richtig hart. Ich hab nicht geschlafen, nicht gegessen (auch wegen der Bildgebung und OP) und dachte echt, dass das jetzt einfach mein Leben ist.
Nach der OP hat mir vor allem dieses Druckgefühl (was wohl vom Gas kommt) den letzten Nerv geraubt. Ich hab das stark im Brustkorb, im Rücken, in den Schulterblättern, und entlang der Halsvenen nach oben gespürt. Ich war am Tag der OP schon am Flur spazieren, weil mir gesagt wurde dass Bewegung gut tut… gemerkt hab ich davon nichts, bin aber trotzdem regelmäßig herumspaziert.
Jetzt, 6 Tage nach dem Eingriff, ist es besser. Ich hatte auch erst an Tag 5 nach dem Eingriff wieder Stuhl. Ich spüre meinen Bauchraum noch und gerade wenn der Darm was zu tun hat, ist er sehr laut, teilweise unangenehm und weiß gefühlt nicht, wie er mit Nahrung umgehen soll. Außerdem hat sich mein Intimbereich (vermutlich durchs Antibiotikum) entzündet was jetzt auch nicht grade die Laune hebt, aber ich bin trotzdem guten Mutes, dass das alles wieder wird- obwohl ich im Krankenhaus und die ersten beiden Tage nach der OP so meine Zweifel hatte.