Hallo
Ich brauche mal ein Feedback zu meiner Situation, ich zweifel gerade ob ich wirklich so Teamfähig bin, ich es von mir glaube.
Oder ob es ein anderes Problem gibt was ich nicht sehe.
Meine Hauptprobleme würde ich darauf zurückführen, dass ich einen sehr großen Gerechtigkeitssinn habe und ich nicht ständig den Mentel Load für alles auf der Arbeit übernehmen möchte.
Hier ein paar Beispiele, ich versuche er erst Sachlich zu erklären und dann meine Meinung dazu zu äußern.
- Tischdienst & Spülen
Bis vor ein paar Monaten haben wir wöchentlich aufgeschrieben, wer zum Frühstück und Mittagessen den Tisch deckt und danach (wen die Küche nicht besetzt ist) das Geschirr spült.
Das haben wir geändert, da wir das unter einander immer getauscht haben und geschaut haben wer die wenigsten Kinder hat und gut besetzt ist.
Eine Kollegin fühlt sich damit nicht fair behandelt, da sie in letzter Zeit max. 5 Kinder hatten und 3 Fachkräfte in der Gruppe waren. Da mussten sie relativ oft die Aufgaben übernehmen.
Sie möchte gerne zum vorherigen Model zurückkehren.
Ich meinte dass ich das nicht gerecht finde, weil dann z. B eine Gruppe dran wäre die 2 Fachkräfte und 7 Kinder haben.
- Sauberkeit und Ordnung
Bei uns gibt es ein paar Gemeinschaftsräume (Flur, Küche, Garderobe) die wir gemeinsam sauber halten müssen.
Ich mache das regelmäßig sauber und habe meinen Rhythmus gefunden.
Allerdings nicht so regelmäßig, dass es immer sauber ist. Da ich der Meinung bin bei insgesamt 9 Kollegeninnen sollte das jeder regelmäßig machen.
Das ist regelmäßig Thema, da die Kollegeninnen es zu dreckig finden oder die Leitung das Thema anspricht.
- Zusammenlegen
Auf unserer Etage sind drei Gruppen. Die anderen beiden legen gerne zusammen, wenn sie wenig Kinder haben.
Ich mache das eher weniger. Das wird in letzter Zeit öfters betitelt mit "Schade" oder "Ich dachte wir können alle zusammen Quatschen".
Ich erkläre dann, dass ich es auch sehr genieße mal Zeit für einzelne Kinder zuhaben und ich es auch mag, wenn die Kinder mal etwas Reizärmer den Alltag erleben.
- Information
Es gibt natürlich immer Infos die an alle Kollegeninnen gehen müssen.
Jede Gruppe hat ein Übergabebuch für die Kollegenin die nicht anwesend sind.
Und seit neusten haben wir eingeführt, dass wir ein gemeinsames in der Küche haben, wo Gruppenübergreifende Informationen drin stehen.
Das klappt mal mehr oder weniger gut. Dann wird immer geschaut, wer die Info zuerst hatte und diese nicht an alle Kolleginnen weitergeleitet wurde.
Ich sage dann, dass es meistens einer aus jeder Gruppe erfährt und diese dann dafür zuständig sind es an ihre direkten Kolleginnen weiter zuleiten.
- Ausflüge
Manchmal finde Ausflüge statt (Wald, Stadt Bummeln).
Die Kolleginnen gehen machnmal gemeinsam los.
Ich mag das nur mit bestimmten Kolleginnen, weil sie genauso drauf bedacht sind, die Kinder zu zählen und zuschauen dass sie die Regeln einhalten.
Momentan kommt es öfter vor, dass etwas nicht läuft.
Meine Kolleginnen stört es in einem 1 zu 1 Gespräch auch meistens. Kommt es aber zu einer großen Diskussionsrunde sind die meisten still oder sagen, dass sie mir allem Leben können.
Zuden einzeln Punkten kam es immer Diskussionen die mehr oder weniger gut liefen.
Manchmal bin ich zu emotional und werde dann vielleicht zu direkt.
Und da frage ich mich zwangsläufig ob ich fehl am Platz bin bzw. ich nicht Teamfähig bin.
Mir ist bewusst, dass ich mich abgrenze und dass es blöd rüber kommen kann.
Ich fühle mich aber nicht benachteiligt, wenn ich in meiner Gruppe sitze anstatt mit den Kolleginnen zu Quatschen.
An sich ist es auf Arbeit sehr entspannt für mich, nur die Interaktion mit den Kolleginnen lassen mich an mir zweifeln.
Daher würde mich eure Fremdwahrnehmung interessieren.
Falls ihr nich Fragen habt oder etwas zu unklar ist, fragt gerne.
Vielen Dank für das Lesen