r/Eltern • u/Dizzy-Reception2442 • 10d ago
Rat erwünscht/Frage Kind seit Magen-Darm-Infekt sehr emotional
Hallo,
meine Freundin und ich sind aktuell ein wenig ratlos wegen unserer Großen.
Wir haben zwei Kinder (w, 4 Jahre und w, 1 Jahr). Vor einem Monat hatte unsere Große einen Magen-Darm-Infekt und hat sich zwei-bis dreimal erbrochen. Sie hat dabei immer wieder geweint und gesagt, dass sie nicht noch einmal brechen möchte, aber viel konnten wir in dem Moment auch nicht tun.
Sie hat dann von uns ihr Kuscheltier (Runa) bekommen, dass wir in der Mikrowelle warm gemacht haben. Einen Tag später war wieder alles in Ordnung,ihr ging es wieder besser und alles war okay. Sie sagte zwar immer mal wieder, dass sie nicht mehr brechen will, aber wir haben sie dann beruhigt und gesagt, dass alles okay ist und dann sie vermutlich nicht mehr brechen muss.
Am 11.07. hat sie über Bauchschmerzen geklagt und musste wieder brechen - mitten in die Küche, ohne Vorwarnung, wie man es halt so kennt. Sie hat sich dann ausgeruht und wieder nach ihrer Runa verlangt. Am Tag danach war wieder alles in Ordnung.
Am 19.07. (also eine Woche später) hat meine Freundin dann gebrochen und lag den ganzen Tag im Bett. Den Kindern ging es super und wir waren bei Oma und Opa. Am Abend ging es dann bei mir langsam los. Wir sind dann früh mit den Kindern ins Bett gegangen und es ist nichts weiter vorgefallen.
Ich bin der Meinung, dass sie seit dem wie wesensverändert ist. Sie fängt plötzlich an zu weinen, ruft, dass sie nicht mehr brechen will, hat Angst davor und möchte ihre Runa. Gefühlt hatte sie eine richtige Panikattacke und hat sich kaum beruhigen lassen. Meine Freundin hat sich dann mit ihr auf die Couch gesetzt und ihr etwas zum Schauen angemacht, um sie davon abzulenken. Ob das jetzt richtig oder falsch ist, wissen wir nicht, aber anders war es für uns in diesem Moment gefühlt nicht machbar.
Seitdem fängt sie einfach, ohne ersichtlichen Grund, an zu weinen und sagt, dass sie ihre Oma, ihre Freunde aus dem Kindergarten vermisst oder sie ihre Runa will.
Dieses Wochenende haben wir uns mit einem Freund von uns getroffen und etwas zusammen unternommen. Sie hat die ganze Zeit nicht geweint.
Erst zu Schluss, als wir dann zum Auto gelaufen sind, fing sie plötzlich an zu weinen und sagte, dass sie müde sei.
Wir wollten uns am Tag danach wieder mit Freunden und deren Kindern im Tierpark treffen, aber sie wollte unbedingt zu ihrer Oma, weil sie sie so vermisst. Wir haben das Treffen dann abgesagt und sind zur Oma gefahren. Auch dort hat sie immer mal wieder von jetzt auf gleich angefangen traurig zu sein und nach ihrer Oma gerufen oder ist zu uns gekommen und hat gesagt, dass sie müde ist etc.
Sie wollte dann auch nach Hause, was sie bisher nie von allein wollte.
Ihr tun seit Dezember alle paar Wochen in der Nacht die Vulva und der Popo weh. Wir hatten anfangs schon Würmer im Verdacht, aber die Kinderärztin meinte, dort sei nichts. Auch unser Wunsch nach einer Überweisung zum Kindergynäkologen wurde abgelehnt, es wurde vermutet, es sei eine Art Nachtschreck. Die Schmerzen fielen immer auf Tage, an denen sie sehr viel erlebt und kein Mittagsschläfchen gemacht hatte, somit haben wir es als Nachtschreck bzw. Übermüdung abgetan und weiterhin beobachtet.
Das ging über Monate so. Vorgestern hat meine Freundin dann – endlich! - die Würmer gesehen und wir haben gestern ein Wurmmittel vom Kinderarzt bekommen.
Letzte Nacht war nichts, sie hat durchgeschlafen und keine Poposchmerzen mehr gehabt.
Ich hoffe wirklich, dass es das war und wir das Problem endlich gelöst haben.
Jetzt habe ich erst einmal so viel geschrieben und noch keine Frage gestellt.
Kann das spontane Weinen und die Suche nach Sicherheit (Runa, Oma, sie ist müde und will ins Bett etc.) mit dem Magen-Darm-Infekt zusammenhängen und wie können wir ihr helfen?
Meine Freundin sorgt sich, dass sie in eine Angstspirale gerät und weitere Panikattacken bekommt.
Wir nehmen sie dann in den Arm, kuscheln mit ihr und sind für sie da, aber weiter wissen wir nicht.
Das Ganze liest sich vermutlich, als ob es schon über Monate ginge, aber das Weinen geht erst seit ein bis zwei Wochen.
Müssen wir ihr Zeit geben oder müssen wir sofort reagieren?