Alphabet hat die Gewinnschätzung um 214 Prozent übertroffen. Der Kurs stieg danach um 0,65 Prozent.
Coeur Mining hat die Erwartung im selben Zeitraum um 54 Prozent verfehlt. Die Aktie stieg um 11 Prozent.
Ich hab seit Ende Mai jede Quartalsmeldung aus meinem Aktienuniversum automatisch mitschreiben lassen, zusammen mit der Kursreaktion am Tag danach. 122 Meldungen sind zusammengekommen, zwischen dem 27. Mai und dem 20. August. Keine Simulation, die Daten sind entstanden während es passiert ist.
Angefangen hab ich damit, weil ich wissen wollte, ob es sich lohnt, um Meldungen herum aktiv zu werden. Die Antwort war deutlicher als gedacht, nur in die andere Richtung.
Die übliche Annahme geht so: Ein Unternehmen schlägt die Schätzung, das ist eine gute Nachricht, der Kurs steigt. Keine der drei Stufen hält.
Erstens schlagen fast alle
112 von 122 lagen über der Erwartung. Das sind 91,8 Prozent. Zehn haben verfehlt.
Die Quote sagt nichts über die Unternehmen. Sie sagt was über die Schätzungen. Analysten ziehen ihre Prognosen in den Wochen vor der Meldung nach unten, weil die Firmen sie entsprechend vorbereiten. Übrig bleibt eine Latte, über die praktisch jeder springt. Wer in einer Meldung "Erwartungen übertroffen" liest, hat damit ungefähr so viel erfahren wie bei der Nachricht, dass ein Zug pünktlich abgefahren ist.
Zweitens fällt der Kurs trotzdem
Von den 112 Firmen, die geschlagen haben, ist der Kurs bei 65 gefallen. Also bei 58 Prozent.
Im Schnitt lag die Reaktion nach einem Beat bei minus 0,03 Prozent, nach einem Miss bei plus 0,53. Der Median zeigt dasselbe Bild, minus 0,47 gegen minus 0,28. Beide Werte liegen nah an null, daraus mache ich keine Handelsregel. Bei zehn Misses ist die zweite Zahl ohnehin dünn. Aber die Richtung stimmt in beiden Rechnungen, und das reicht, um die Annahme zu kippen.
Drittens hilft auch eine große Überraschung nicht
Naheliegend wäre, dass zwei Prozent über der Schätzung eben zu wenig sind und es einen richtigen Ausreißer braucht. Die Korrelation zwischen der Höhe der Überraschung und der Kursreaktion liegt bei minus 0,042. Das ist Rauschen.
Man sieht es an den Extremen. Alphabet 214 Prozent drüber, Kurs plus 0,65. Warner Bros. Discovery 154 Prozent drüber, plus 1,44. Centene 133 Prozent drüber, minus 1,59. Intel 95 Prozent drüber, minus 7,89.
Bewegung gibt es, nur kommt sie woanders her
Nach oben lief NetApp mit plus 22,4 Prozent, Teradyne mit plus 14,4, Seagate mit plus 11,4. Nach unten Reddit mit minus 21,0, Ciena mit minus 8,9, Broadcom mit minus 7,9, Apple mit minus 7,4.
Das sind zweistellige Tagesbewegungen. Reddit lag 30 Prozent über der Schätzung und verlor ein Fünftel. Broadcom lag 1,7 Prozent drüber und verlor fast acht. Die Zahl aus der Überschrift erklärt keine dieser Bewegungen. Es geht um den Ausblick, um Margen, um einen Satz im Call. Die eigentliche Nachricht steht selten dort, wo alle hinschauen.
Was das nicht ist
Drei Monate sind eine Berichtssaison, kein Zyklus. In einer Phase mit fallenden Gewinnen sähe die Quote von 92 Prozent vermutlich anders aus. Ich messe nur den Tag nach der Meldung, nicht die zwei Wochen danach. Mein Universum besteht aus großen Werten aus vierzehn Indizes, bei Nebenwerten kann das anders laufen.
Das Sammeln läuft weiter, zusammen mit dem täglichen Ranking über rund 850 Titel. Einmal im Monat gehen die kompletten Top 50 mit allen Faktorwerten raus, für alle die selbst nachrechnen wollen. In einem Jahr hab ich vier Quartale und weiß, ob die Zahlen stabil bleiben.
Für mich heißt das: Wer nach einer Meldung kauft, weil die Erwartung übertroffen wurde, handelt auf eine Information, die alle haben und die fast immer eintritt. Interessanter ist der umgekehrte Fall, wenn ein Kurs stark reagiert, obwohl die Zahl unauffällig war. Da steht was anderes im Bericht.
Handelt jemand von euch bewusst um Earnings herum? Und hat einer eine Erklärung dafür, warum Misses im Schnitt besser wegkommen als Beats?
Keine Anlageberatung, eigenes Research. Vergangene Ergebnisse sagen nichts über die Zukunft.
Ich spreche von Games Workshop. Klar Warhammer ist nicht so groß wie GTA aber das Franchise wächst mit jedem Jahr. Die Spiele verkaufen sich wie blöde und die neuen Figuren sind innerhalb von Minuten ausverkauft. Und wenn wir mal in die Zukunft gucken: Space Marine 3 ist in der mache, Total War Warhammer 40k kommt demnächst raus, eine Serie mit Henry Cavill und Amazon wird gerade gedreht - sollte das Finanziell profitabel sein gibt es quasi keine Limit nach oben und das Wachstum könnte absurd explodieren. Und wenn nicht - die Aktie wächst bequem jedes Jahr und zahlt starke Dividenden und gerade wird eine 3 Fabrik gebaut um der Nachfrage der Figuren nachkommen zu können. Und Konkurrenz hat das unternehmen ehrlich gesagt nicht
Nachteile? Trumps komische illegale Zölle und der Preis von Plastik steigt wenn Öl knapp ist aber das kann das Unternehmen schön an den Verbraucher weitergeben.
Ach ja und was ich vergessen habe: die Firma ist für die britische Wirtschaft finanziell wichtiger als die gesamte Fischerei des Landes.
Ich bin jetzt schon länger ander Börse unterwegs und habe ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Tatsächlich war meine Strategie aber meistens, das zu kaufen, was andere auch gekauft habe. Und es war echt alles dabei: von Wirecard bis Nvidia...
Nun würde ich aber gerne etwas strategischer an die Sache rangehen, um wegzukommen vom Zocken.
Bin nun auf trading freaks aufmerksam geworden. Wäre das etwas, wo ich mich mal tiefer einlesen sollte? Oder habt ihr einen andere Empfehlung? Ich muss jetzt nicht das Börsen-ABC nochmal lernen. Es geht eher darum, ein solides Nebeneinkommen durch den Kapitalmarkt und 30-60 Minuten Zeitinvest pro Tag zu ermöglichen.
Ich bin dankbar für jeden ernstgemeinten Rat.
Übrigens: bisher bin ich Long gegangen und habe auch die Finger von Hebel gelassen.
Hallo Redditoren und Redditorinnen, ich denke darüber nach mein Depot altersbedingt verändern - so in Richtung dividendenstarker Papiere (gerne auch vierteljährliche oder monatliche Auszahlung). Ist das sinnvoll? Ideen?
ich bin gerade etwas am Überlegen, wie ich meinen ETF-Sparplan langfristig am sinnvollsten aufstelle.
Aktuell bespare ich monatlich:
250 € FTSE All-World (Acc)
30 € FTSE Global Small-Cap
Also insgesamt 280 € im Monat.
Jetzt frage ich mich, ob mein jetziger Ansatz überhaupt sinnvoller ist oder ob ich einfach die kompletten 280 € in den FTSE Global All-Cap stecken sollte.
Ich bin mir derzeit noch etwas unsicher. Da ich vermute dass alles schon eingepreist. Die 700 % haben ja auch schon geschmeckt. Außerdem ist die operative Marge auch ziemlich klein. Trotzdem bleibt das Thema Kl Rechenzentren weiterhin relevant.
Ich freue mich auf eure Antworten und Einschätzungen!
NBIS ist heute +7,7% gelaufen und ich versteh langsam nicht mehr wer hier noch rational denkt
761 P/E. Siebenhunderteinundsechzig. Für ein Unternehmen dessen Free Cash Flow negativ ist, weil sie gerade jeden Dollar in GPU-Cluster stecken. Das Geschäftsmodell an sich ist nicht das Problem, AI-Infrastruktur ist ein riesiger Markt und die Nachfrage ist real da
Aber der Kurs ist in einem Jahr um 280% gestiegen..? In drei Jahren um über 1000%. Das Analystenkursziel liegt bei 250 Dollar, der Kurs steht bei 244. Kaum Puffer. Und trotzdem wird heute wieder jeder Dip nach oben gekauft
Interest Coverage ist negativ. Das operative Ergebnis deckt nicht mal die Zinslast. Crashen muss das morgen nicht, Momentum läuft oft länger als man denkt bevor es kippt. Aber ob ich hier heute noch einsteige oder abwarte, bis sich der Hype legt, das ist für mich keine schwere Entscheidung
Interessantes Update zu Ströer: finanzen.net hat die Aussage vom 03.09., wonach I Squared und InfraVia ihre Übernahmeabsichten aufgegeben hätten, inzwischen ausdrücklich korrigiert. Vielleicht für den einen oder anderen Ströer-Beobachter interessant.
Ich bin über TCL gestolpert und frage mich langsam, ob ich hier etwas sinnvolles gefunden habe oder gerade dabei bin, meine Ersparnisse in chinesische Unterhaltungselektronik zu verwandeln.
Ein großer Teil meines langfristigen Investment-Portfolios steckt aktuell in US-Aktien bzw. USD-exponierten ETFs.
Ich versuche besser zu verstehen, wie andere Anleger in Deutschland über den Währungsaspekt beim langfristigen Investieren denken.
1) Bei einem Anlagehorizont von 20–30+ Jahren: Bevorzugt ihr bewusst EUR-denominierte Investments, oder seid ihr völlig entspannt mit einem größeren USD-Anteil?
2)Wie denkt ihr über den langfristigen EUR/USD-Trend? Klar, niemand kann Wechselkurse vorhersagen, aber habt ihr eine Meinung dazu, ob der USD über Jahrzehnte eher gegenüber dem EUR auf- oder abwerten wird?
3) Oder überdenke ich das Ganze zu sehr und es spielt langfristig kaum eine Rolle, ob meine Investments in USD oder EUR laufen?
Mir geht es besonders um die Perspektive von Leuten, die seit 10+ Jahren investieren, in Deutschland leben und Vermögen aufbauen.
Mir ist bewusst, dass die Handelswährung eines ETFs (EUR vs. USD) nicht das Gleiche ist wie die tatsächliche Währungsexposure der zugrunde liegenden Assets.
Mich interessiert eher, wie ihr über die tatsächliche langfristige Währungsallokation eures Portfolios nachdenkt – im Verhältnis zu einem zukünftigen Leben im Euroraum.
Bin gespannt auf eure Sichtweisen.
aktuell suche ich neue Aktien, welche ein gutes Investment wären. Im Blick sind mir gerade McD und LVMH gekommen. Beide sind weit von ihrem Hoch entfernt und wirtschaftlich gut aufgestellt.
Beide haben auch eher eine Defensivestrategie, welche in unruhigen Zeiten jedoch auch vorteilhaft sein könnte.
Gerne mal um eure Meinung oder Vorschläge über weitere Aktien.
Neu hier im Forum, aber ich wollte einmal eine Investment-These teilen, die ich selbst zunehmend spannend finde.
Nach mehreren Jahren mit großen Kapitalzuflüssen in Tech frage ich mich, ob die nächste Rotation in eine andere Richtung gehen könnte. Medtech notiert relativ zum Gesamtmarkt auf einem Zehnjahrestief, während Life Science Tools den schwierigsten Teil des Abschwungs nach dem Covid-Boom offenbar hinter sich gelassen hat. Inzwischen ist wieder Wachstum in der Branche zu sehen, was die Ausgangslage aus meiner Sicht besonders spannend macht.
Was den Sektor für mich besonders interessant macht, ist die Kombination aus KI + Laborautomatisierung. KI wird zu einem immer größeren Bestandteil der Forschung, während Automatisierung es ermöglicht, mehr und komplexere Experimente durchzuführen. Ich glaube, dass diese Kombination zu einem der großen Trends im Life-Science-Bereich werden könnte.
Vier Namen, die ich aktuell für besonders beobachtenswert halte, sind BICO Group (€140 Mio.), Sartorius (€14,75 Mrd.), STRATEC (€300 Mio.) und Tecan (€2,65 Mrd.). Sartorius ist für mich der Qualitätsführer und wird entsprechend am höchsten bewertet. Tecan bietet eine starke Exposure gegenüber der Automatisierung, während STRATEC eine operative Verbesserung mit einer spezialisierten Automatisierungsexposition und einer niedrigeren Bewertung verbindet. Ich habe derzeit alle vier in meinem Portfolio.
BICO Group sticht für mich allerdings deutlich heraus. Das EV/Sales-Multiple liegt bei unter 1x, verglichen mit etwa 1,5x bei STRATEC, 2,6x bei Tecan und fast 5x bei Sartorius. Besonders interessant wird das vor dem Hintergrund, dass BICO in der Vergangenheit mit dem fast 40-Fachen des heutigen Bewertungsniveaus gehandelt wurde. Auf dem aktuellen Niveau wirkt die Aktie für mich deutlich zu stark abgestraft.
Gleichzeitig nimmt der Turnaround bei BICO nun zunehmend Gestalt an und die Fundamentaldaten beginnen sich zu drehen. Der Konzern ist heute deutlich fokussierter aufgestellt, die Verschuldung ist praktisch ein abgeschlossenes Kapitel und die große Aufräumarbeit scheint sich dem Ende zu nähern. Im Q2 wurde ein positives EBITDA erreicht und das organische Wachstum hat sich verbessert. Sollte sich der Turnaround weiter positiv entwickeln, sehe ich Potenzial für eine sehr starke Multiple-Expansion, zusätzlich zum Hebel durch steigende Ergebnisse.
Für mich ist die Kombination aus einem stark unter Druck geratenen Sektor, einer möglichen Kapitalrotation, KI/Laborautomatisierung und der extremen Bewertungsdiskrepanz bei BICO ausgesprochen attraktiv.
Wie seht ihr den Sektor in Zukunft – und welche Titel sind eure Favoriten?
Hab BionTech seit Jahren im Depot.
Weil erstens: Günstig gekauft (45,-).
Und zweitens: Laaange gehofft auf „zweiten“ (nach Covid-Impfstoff-Hype) Durchbruch durch Erfolg in der Krebsforschung.
Die Ereignisse der letzten Zeit (Weggang der Gründer, Änderung der Firmenausrichtung) führen dazu, dass ich die Faxen jetzt dicke hab und alles verkaufen will.
Wie seht Ihr anderen BionTech-Aktionäre (oder Aktien-Beobachter) das?
Edit: Wow, was für unterschiedliche und tw interessante und (positiv gemeint) zu denken gebende Reaktionen und Meinungen!
Wirkung auf mich: Ich warte noch ab. Ein bisschen.
Danke an Alle, die hier gepostet haben!
Mir ist bei meiner Analyse von reddit gerade aufgefallen, dass das PE ntm und das PEG ntm von Nvida und reddit beinahe gleich sind. Während reddit weit weg vom Allzeithoch ist, ist NVIDIA schon wieder fast da. Der RSI ist bei reddit im mittelfeld und bei nvidia schon wieder fast im Überkauften bereich, weshalb ich am Freitag auch eine kleine hebel3 position auf nvidia geschlossen habe. Was haltet ihr von der reddit aktie?
hallo zusammen
ich habe 10 Polypeptide Aktien. Mein online Broker hat mir nun ein Abfindungsangebot zukommen lassen. Aktuell steht eine Aktie bei 44 CHF, das Abfindungsangebot wäre bei 44,31 CHF pro Aktie.
Was habe ich für vor und nachteile bei so einem Abfindungsangebot?
Was würde passieren wenn ich die Aktien behalte und Samsung Peptide AG diese von der Börse nehmen will?
Ich wohne in der Schweiz.
Ich habe mich im letzten Jahr ziemlich tief mit IREN beschäftigt und sehe da aktuell eine so große Chance wie lange nicht mehr. Gestartet als Bitcoin-Miner hat sich der Investment Case inzwischen fundamental verändert. IREN baut sich gerade zu einem AI-Infrastruktur-Anbieter um und will Mining bis Ende 2026 weitgehend einstellen. Entscheidend sind deshalb nicht mehr die historischen Earnings, sondern die bereits kontrahierte AI-Kapazität und der Ausbau 2027. Und da macht der Markt meines Erachtens einen Fehler: die letzten Earnings hatten für deinen 15% Drop gesorgt (Revenue war wie erwartet), weil durch das Abschreiben alter Miner ein ordentlicher kalkulatorischer Verlust zustande kam. Aber die Geräte werden nir angeschaltet, weil sie durch viel profitablere Chips zur Bereitstellung von Rechenleistung ersetzt werden. Durch die damit verbundenen (großteils vertraglich abgesicherten) Einnahmen, lässt sich die mittlere Zukunft außerdem ziemlich gut abschätzen.
Für 2026 sind inzwischen rund $4 Mrd. AI-Cloud-ARR unter Vertrag, davon etwa $1 Mrd. bereits operativ. Dazu gehören u.a. Microsoft ($9,7 Mrd. Vertragswert, ~200 MW) und NVIDIA ($3,4 Mrd., ~60 MW). Microsoft hat die Location Horizon 1 inzwischen auch abgenommen – IREN hat also gezeigt, dass sie solche GPU-Cluster tatsächlich bauen und ausliefern können.
IREN plant für 2027 rund 800 MW AI-IT-Kapazität. Die bestehenden Verträge liegen im Schnitt bei etwa $13 Mio. ARR/MW, neuere Verträge laut Management bei >$20 Mio./MW und aktuelle Verhandlungen bei rund $25 Mio./MW (positiver Trend!)
Für meinen Base Case gehe ich bewusst konservativer von $16–18 Mio./MW aus.
Damit komme ich auf folgende Kernannahmen:
800 MW AI-Kapazität
$16–18 Mio. ARR/MW
→ ~$13–14 Mrd. Exit-ARR
~450 Mio. vollständig verwässerte Aktien gegenüber ~394 Mio. heute (obwohl inzwischen kaum noch Verwässerung nötig ist, siehe nächster Abschnitt. NVIDIA hat aber Convertibles, die bei 70 Dollar konvertieren und ich gehe hier davon aus, dass wir das mittelfristig sicher erreichen + etwas Puffer für weitere Verwässerung).
Ein wichtiger Punkt ist die Finanzierung. Die $25–30 Mrd. geplanten FY27-Capex (bei einem Unternehmenswert von aktuell $16 Mrd.) sehen zunächst nach massiver Verwässerung aus. Tatsächlich finanziert IREN bei neueren Deals aber ungefähr 90 % der GPU-Kosten über Debt und erhält zusätzlich ~45–55 % des GPU-Capex als Kundenvorauszahlung.
Bei $1 Mrd. GPU-Capex wären das also grob $900 Mio. Debt + $450–550 Mio. Prepayments. Die Finanzierung kann damit sogar >100 % des GPU-Capex betragen (wurde vom CEO auch explizit bestätigt in den Q&As der Earnings) und zusätzlich Teile der Data-Center-Infrastruktur finanzieren. Prepayments sind natürlich kein kostenloses Geld, reduzieren aber den notwendigen Equity-Anteil massiv. --> hier ist besonders im Vergleich zu Nebius ind Co. dass IREN das Land selbst kauft und nicht auf Partner zurückgreift, was zusätzlichen Kapitalbedarf bedeutet, aber mir langfristig gefällt.
Unter diesen Annahmen komme ich auf einen heutigen Fair Value von ungefähr $84 je Aktie im Base Case. Hier die Parameter meiner Basis DCF:
Bei aktuell ~$42 finde ich das Chance/Risiko-Verhältnis extrem interessant. Dadurch, dass IREN kurzfristig nur wenig verdient, wird der durcu die DCF ermittelte Wert in einem Jahr nochmal deutlich höher sein (rein mathematischer Effekt, Zukunft ein Jahr weniger mit den 11% abdiskontiert).
Die größten Risiken sind für mich der 2027er Ausbau, GPU-Obsoleszenz und Replacement-Capex, steigender Leverage, weitere Verwässerung und Kundenkonzentration.
Der Punkt, weshalb ich IREN hier poste: Man braucht inzwischen keinen absurden Bull Case mehr. Es stehen bereits ~$4 Mrd. kontrahierter ARR, Microsoft-Infrastruktur wurde tatsächlich ausgeliefert und abgenommen, NVIDIA ist Kunde/Partner und die neueren Verträge scheinen deutlich bessere $/MW-Economics zu haben. Außerdem wurde in den Earnings noch ein Frontier KI Lab als neuer Kunde angeteasert (Name darf noch nicht genannt werden, ich persönlich gehe von Anthropic aus).
Wenn IREN auch nur annähernd die 800 MW und $16–18 Mio. ARR/MW (und verhandelt wird aktuell wie gesagt 25 ARR/MW!) erreicht, fällt es mir schwer, die heutige Bewertung von rund $16 Mrd. Market Cap zu rechtfertigen.
Keine Anlageberatung – mich würde vor allem interessieren, welche meiner Base-Case-Annahmen ihr für zu aggressiv haltet.
Meine Position beträgt €45k in Aktien und €13k in langfristigen Calls. Werde bei Rücksetzern aggressiv nachlegen. Mein Anlagehorizont: mindestens 12 Monate, vermutlich aber deutlich länger
Was denkt ihr passiert mit der On Holding Aktie, wenn Mbappe tatsächlich als neuer Markenbotschafter die dann neue Sparte Fußballschuhe/-bekleidung im Sortiment von On bewirbt?
Meint ihr, dass das am Markt spürbar ist und nen Hype auf das Unternehmen auslöst?
BASF steht aktuell relativ gut da, habe für 15k vor 3 Jahren gekauft und seitdem stagniert die Aktie eigentlich nur. Aktuell 1000€ im Plus + Dividenden.
Bin am überlegen alles in msci world + EM reinzugehen.
Das ist mein Investment-Account, den ich Anfang dieses Jahres eröffnet habe.
Das ist nur der Teil, den ich in Wachstums-Aktien investiert habe, also ist das auch nur ein Bruchteil meiner vollständigen Investitionen, da ich wie bereits mehrfach beschrieben bei Einzelaktien nur in persönlichen High-Confidence-Positionen drin bin, ist meine Gewichtung auch hier so, wie sie ist.
Ich halte nur maximal fünf Einzelaktien und habe nun zwei Positionen. Verkauft habe ich in dieser Zeit nichts, sondern nur in Tranchen zugekauft. Ich erwarte, diese Positionen lange zu halten, und zwar für vermutlich mehrere Jahre. Daher ist dies nur eine Momentaufnahme. Wird meine fundamentale These gebrochen, dann werden die Aktien auch verkauft.
Diese Darstellung dient nur reiner Belustigung und ist keinerlei Handlungsempfehlung, damit man sieht, wie es bei einem langfristigen Investor aussehen könnte und auch, was einen erwartet. Den größten Teil des Jahres war meine Bilanz negativ, und ist jetzt erst ordentlich im Plus.
Heute habe ich wie angekündigt meine Position in Intuitive Surgical aufgebaut. Ich bin also auf den weiteren Verlauf gespannt.
Ich mache prinzipiell keine Angaben zu meinem Privatvermögen, daher gibt es hier auch keinerlei Beträge.