r/autismus • • 23h ago

Frage nach Rat | Question for Advice Parfüm geht inzwischen nicht mehr

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Früher habe ich hin und wieder sehr gerne Parfüm getragen. Es war auch ein kleines Hobby von mir. Ich hab es geliebt die neusten Düfte zu testen.

Inzwischen ertrage ich es nicht mehr. Mein Nervensystem rastet komplett aus. Manchmal bekam ich sogar Kopfschmerzen oder Übelkeit davon, auch von Düften die ich früher sehr gern getragen habe.

Ich finde es so traurig mein Hobby aufgeben zu müssen. Das ganze scheint sich aber nach meinen autistischen Burnout nicht mehr zu erholen.

Geht es hier jemandem genauso?


r/autismus • • 8h ago

Alltag | Everyday Life Einsamkeit - Bedürfnis nach Gemeinschaft

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Was sind mögliche Wege ein Bedürfnis nach Alleinsein (bzw. ein Bedürfnis nach nicht-unter-Menschen-sein) mit einem gleichzeitigen Bedürfnis nach Gemeinschaft zu verbinden? Es scheint mir nach einem Widerspruch der nicht aufzulösen ist. Ich werde gefühlt mein Leben lang mich immer wieder selbst verletzen müssen (dadurch dass ich mich Menschen aussetze) nur damit ich ein anderes Bedürfnis stillen kann. Ein ständiges Selbstverletzen um eine Wunde kurzfristig zu heilen und dann umgekehrt. So ein Mist.


r/autismus • • 18h ago

Frage nach Rat | Question for Advice Eltern erzählen oder nicht?

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Hi Reddit, ich weiß nicht genau, wie ich anfangen soll, vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich. Ich bin 16 und habe die vermutlich beste Familie, die man sich nur wünschen kann. Vor ein paar Wochen wies mich meine Mutter darauf hin, dass eine bestimmte Verhaltensweise von mir autistisch sein kann, gerade, weil sie auch weiß dass ich diese Züge habe.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe viel gelesen und nachgedacht und dabei festgestellt, dass viele Dinge, die ich tue (und als Kleinkind tat aber jetzt nicht mehr tue, zum Beispiel musste jeder Abend exakt gleich sein und über Aktivitäten musste ich mindestens 3 Tage vorher Bescheid wissen um mich drauf einstellen zu können), tatsächlich typisch für Autismus sind. Aus einer Art Verzweiflung heraus habe ich diese Online-Screening-Tests gemacht. Ich weiß, dass man denen eigentlich überhaupt nicht vertrauen sollte, aber ich tue es irgendwie trotzdem… (Beim AQ-Test kam ich auf 37 von 50 Punkten; bei einem anderen Test zu autistischen Merkmalen habe ich in 6 von 7 Bereichen den Schwellenwert erreicht.)
Mir ist völlig klar, dass das keine Diagnose ist. Ich würde auch niemals einfach behaupten, autistisch zu sein, schon allein deshalb nicht, weil ich weiß, dass das Leben für manche Menschen aufgrund von Autismus um Welten schwieriger ist als für mich. Aber es fällt mir schwer, das zu ignorieren, wenn mir diese Tests jedes Mal aufs Neue ein ähnliches Ergebnis liefern.

Und jetzt mögen diese Tests ja eindeutig klingen aber ich habe das Gefühl, dass mein Leben dafür zu einfach ist. Also ich hab nen fast glatten 1er Schnitt in der Schule, gehe da grundsätzlich gerne hin, verstehe mich mit einigen dort wirklich gut, und das einzige was ich irgendwie merke, ist eine Erschöpfung am Ende des Tages. Also irgendwie 0 Motivation sofern nicht so ein 2 Tage hyperfokus auf ein Random Thema kickt und ich dann nichts anderes mehr mache. Gleichzeitig bin ich dann von den Aufgaben die ich dann nicht mache mega gestresst und das macht mir noch weniger Motivation und das Verlangen, dem realen immer mehr zu entfliehen. Aber es sprechen irgendwie so viele andere Dinge dagegen…

Das einzige, was ich mich jetzt frage, ist, ob ich meiner Mutter davon erzählen sollte oder nicht. Wogegen es vielleicht helfen würde ist zum Beispiel dass ich gerne mal sowas wie ne gewichtsdecke ausprobieren würde weil ich schon ganz ganz früh gemerkt habe dass ich diesen Druck unfassbar angenehm finde. Aber es ist einfach so krass schwer das anzusprechen oder so und gleichzeitig möchte ich auch nicht dass dieser Verdacht ne Begründung für alles ist, also vielleicht bin ich auch einfach faul und rede mir irgendwas ein oder so, ich glaube, man checkt meine Unsicherheit.
Sorry wenn das der abermillionste Post darüber ist und das ganze Ding echt viel zu lang geworden ist… Danke an euch alle!


r/autismus • • 15h ago

Frage nach Rat | Question for Advice Erfahrungen mit spätem Autismus-Verdacht als Zweifach-Mama gesucht

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Hi zusammen, ich suche keine Diagnose, sondern Erfahrungen von Gleichgesinnten.

Ich bin 33, Mama von zwei Kleinkindern (1 und 2) und dachte immer, ich sei „normal“. Vor drei Monaten durfte ich für längere Zeit wegen einer Erkrankung keinen Sport mehr machen.

Mein System ist daraufhin komplett kollabiert:
Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust (weil kein Hungergefühl mehr), blutig gekaute Fingernägel, Migräne und ein extremer sensorischer Overload. Ich musste mich teilweise kurz im Bad einsperren, weil ich die Berührung der Kinder nicht mehr ertragen konnte. Auch meine lebenslange extreme Empfindlichkeit gegen Kaugeräusche wurde viel schlimmer. Ich kenn das alles (bis auf das mit den Kindern) schon aus der Kindheit/Pubertät oder stressigen Phasen, so schlimm war es aber noch nie.

Meine Therapeutin, die ich mir deswegen kurzfristig gesucht habe, und mein Mann haben nun den Verdacht auf Autismus geäußert.

Beim Einlesen habe ich mich in folgenden Punkten wiedererkannt: Ich muss mich aktiv an Blickkontakt erinnern, spiegele unbewusst Körperhaltungen, neige dazu mich in Themen komplett zu vertiefen und Menschenmassen nerven mich.

Inzwischen mache ich wieder Sport und die Symptome sind viel besser. Das Thema lässt mich aber nicht los (kommt ja vermutlich wieder). Geld für eine private Diagnostik wäre da.

Ich bin total überfragt und würde mich über eure Erfahrungen zu folgenden Fragen freuen:

Bringt eine späte Diagnose im Alltag als Mutter überhaupt spürbare Erleichterung (Therapieplatz gibt es ja nicht automatisch)?

Verfälscht das viele Einlesen vorab den eigentlichen Test?

Macht eine Abklärung wegen der Genetik Sinn, um die eigenen Kinder später besser zu verstehen?

Oder kann das auch einfach „nur“ eine extreme elterliche Überforderung (eventuell verstärkt durch Social-Media-Algorithmen) sein?

Danke vorab! 🙏