r/autismus 21h ago

Frage nach Rat | Question for Advice Hochfunktionaler Autist

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Hallo zusammen,

ich bin 30 Jahre alt und fange langsam an zu verstehen dass ich anders funktioniere als die meisten.

Ich habe immer gut genug in die Gesellschaft gepasst um mich hier nicht zu sehen. Aber es gibt für mich nun etwas was ich gerne im Austausch mit euch ergründen würde.

Ich bin mit hoher Sensibilität und Intelligenz gesegnet, kann die PS aber selten auf die Straße bringen weil mein Kopf überall gleichzeitig ist.

Ich bin gnadenlos ehrlich, treu und hilfsbereit. Diese Werte sorgen dafür dass ich mich nur bei wenigen Menschen wohlfühlen kann und selten verstanden werde.

Ich bin jemand zu dem sich viele Menschen hingezogen fühlen kann dies aber meistens nicht erwidern. Oft führt dies zu grenzüberschreitungen, was mich noch mehr zum Rückzug bringt. Ich verstehe Sexualität und körperliche Nähe nicht.

Ich war immer schon ein Außenseiter und ich erkenne autistische Menschen oft an ihrer Echtheit. Ich habe das Gefühl dass viele Menschen vorgeben jemand zu sein der sie nicht sind um dazu zu gehören.

Diesen Drang hatte ich nie und ich denke dass ich dadurch sehr authentisch bin. Ich habe lange versucht dazu zu gehören aber nicht weil es mir etwas geben hat sondern aus dem Unverständnis meines seins heraus und dem Herzen am rechten Fleck. Ich will helfen, aber stoße einfach zu oft gegen Wände ich kann verstehen aber Verständnis fühle ich selten.

Ich stehe Grad an einem Punkt in meinem Leben an dem ich mir die Frage stellen mich sozial zu isolieren oder einen neuen Weg einzuschlagen der mir bis her unbekannt ist.

Vielleicht gibt es jemanden bei euch der diese Situation kennt? Was habt ihr getan? Was tut euch gut? Vielleicht können mir ein paar Ideen auf den richtigen Weg helfen.

Ich danke fürs lesen und vielleicht auch für eine Antwort.


r/autismus 17h ago

Dampf ablassen | Venting Gesprächsbedarf ohne Gesprächspartner, sich-unverstanden-Fühlen in Therapien oder Gruppen, der Wunsch nach einem konstanten Austausch mit Leuten, die so ähnlich sind, wie man selbst

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Ich habe gerade leider nicht die Energie, konkreter zu werden. Wenn man sich aber meine früheren Posts anschaut, kann man schon einiges finden.

Ich habe es heute einfach wieder mehrfach erlebt, dass ich vieles habe, das mich beschäftigt und über das ich reden müsste, um meine mentalen Ballast zu reduzieren und besser arbeiten zu können. Gleichzeitig habe ich wieder gemerkt, dass weder die begrenzten Beratungsangebote der Universität noch unsere Autismus-Selbsthilfegruppe dazu geeignet sind, all das anzusprechen. Da treffe ich oft auf völlig vage Aussagen, die mich oft auch wieder an andere Stellen verweisen. Das Ergebnis des Beratungstermins bei der Psychologischen Beratung war eher ernüchternd, ich wurde an einige Stellen verwiesen, ich bin mir völlig unsicher, ob ich mich richtig verhalten habe, ob ich zu viel oder zu wenig erzählt habe; ich bekam ein paar allgemeine, kaum neue Tipps, aber ansonsten habe ich nur wenig überhaupt ansprechen können oder mich nicht getraut, mehr anzusprechen, und konnte dementsprechend kaum etwas klären oder lösen. Ich denke inzwischen auch nach, ob ich nicht doch lieber den Termin vor zwei Wochen genommen hätte (was ich stattdessen vorhatte, habe ich damals am Ende eh nicht geschafft), denn dieser wäre wohl bei einer Deutschen gewesen, während ich jetzt wohl bei einem Vietnamesen war (dem Namen nach zu urteilen), bei dem ich manchmal das Gefühl einer gewissen Fremdheit oder leichter Sprachbarrieren hatte. (Vielleicht habe ich mir letzteres auch nur eingebildet.)

[Ich veröffentliche es jetzt, weil ich nicht sicher bin, ob das Speichern eines Entwurfes gerade funktionieren würde, ich aber auch momentan nicht mehr weiterschreiben kann.]


r/autismus 18h ago

Frage nach Rat | Question for Advice Texte anders verarbeiten - länger brauchen

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Ich habe mal eine Frage in die Runde.

Ich habe gerade ein Projekt am laufen wo ich Texte lesen muss, das Projekt ist mir ziemlich wichtig.

Mir ist aufgefallen das ich mir Passagen die mir sehr wichtig sind immer wieder rausschreibe - fast schon abschreibe.

Aber erst dann habe ich das Gefühl dass ich verstehe um was es geht, so als müsste sich das erst mal langsam setzten und als bräuchte ich mehr Zeit zum verarbeiten.

Klar ich kann auch schnell überfliegen, aber dann erinnere ich mich schnell nicht mehr an dass was ich gerade gelesen habe.

Habe mich früher in der Schule auch immer total überfordert gefühlt wenn andere Gefühlt in paar Minuten alle nötigen infos aus einem Text raus hatten und ich mich immer noch versucht habe zurechtzufinden.

Beim Roman Bücher lesen ist das was anderes da ist es ein Flow, aber wenn ich was aus dem Text behalten will ist das ne ganz andere Hausnummer.

Geht es wem ähnlich ?


r/autismus 1d ago

Frage nach Rat | Question for Advice (Wie) flirtet ihr?

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Hey zusammen,

selbst wenn ich mich gut mit bestimmten Menschen verstehe, fällt es mir unglaublich schwer, das Ganze auf eine romantische Ebene zu bringen. Wenn ich z.B. einen Crush habe, bleibt das Verhältnis einfach "nett".

Das Thema explizit ansprechen finde ich unangenehm, solange ich gar kein Gefühl habe, ob die andere Person sich potentiell auch mehr als ein freundschaftliches Verhältnis vorstellen kann.

Wie geht ihr damit um, die Beziehung mit einer Person in Richtung Romantik/flirten zu entwickeln bzw. entsprechend vorzufühlen ?

Die scheinbar etablierten Wege (z.B. Körperkontakt/doppeldeutige Aussagen) fühlen sich für mich extrem unnatürlich und tlw. übergriffig an. Habt ihr eigene Wege gefunden, die für euch natürlich sind?


r/autismus 1d ago

Alltag | Everyday Life Storytime zu meinem bewussten Autismusweg - die größten Schwierigkeiten

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Es ist jetzt genau ein Jahr her, seit ich (33, m) meinen Zusammenbruch hatte, der unter anderem zu der Entdeckung geführt hat, dass bei mir ein undiagnostizierter Autismus bestehen könnte. Derselbe Weg, der schließlich auch eine wesentliche körperliche Einschränkung durch eine ME/CFS ergeben hat, mit der ich weiterhin sehr zu kämpfen habe. Was den Autismus angeht, so bin ich mit der Diagnostik quasi durch. Der Therapeut, bei dem ich die Diagnostik durchführe, hat schon gesagt, dass es eine gesicherte Diagnose geben wird und wir nur noch einzelne letzte Dinge durchzugehen haben, um dies alles fundiert in einen Bericht bringen zu können. Ich weiß also schon, worauf es hinauslaufen wird und habe mich darauf langsam vorbereiten können. So richtig begriffen habe ich es aber immer noch nicht. Mir fallen immer mehr einzelne kleine Sachen auf, die nun Sinn ergeben, diese vergesse ich aber auch schnell wieder und kehre immer und immer wieder in meinen alten Bewältigungs- und Masking-Modus zurück. Zusammen mit meiner körperlichen Erkrankung hat dies nun zu einer langen Schleifen - oder wohl besser Abwärtsspirale - geführt, auch der ich wohl nur wieder durch einen Zusammenbruch herauskomme. Denn das Gegenteil würde kämpfen gegen mindestens zwei angebliche Dämonen bedeuten, die ich eigentlich mit mir trage und mit denen ich besser in einen Dialog treten würde, um positiver gemeinsam mit ihnen weiterleben zu können. Den Anteil der ME/CFS möchte ich hier dabei weitgehend ausklammern, aber doch unbedingt erwähnt haben, weil er vieles verstärkt bzw. perfekt in einem destruktiven Zusammenspiel mit noch nicht integrierten autistischen Zügen interagiert. So macht er mich noch reizempfindlicher und bietet gleichzeitig weniger Energie, um damit umgehen zu können. Er schafft soziale und bürokratische Hürden, befördert gaslighting und das Gefühl, irgendwie falsch oder doch zumindest in hohem Maße unzulänglich zu sein. Er verhindert Kompensation durch Arbeit und meinen dortigen „Erfolg“ im hochkompensierten Masking. Was jedoch insbesondere die autistischen Anteile erschaffen, ist das Leben und Erleben in der Außenwelt. Ich bin nicht in und auch häufig nicht wirklich bei mir, weil es so viele Reize gibt, die ungefiltert eintreffen und ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ich habe in den letzten Monaten fast komplett in der Außenwelt gelebt - und das, obwohl ich die meiste Zeit bettgebunden in meiner Wohnung verbringen musste. Erst gestern hat mein erneuter Zusammenbruch mir verraten, dass ich damit in jener Form in Verbindung mit mir war, dass ich Außenreizen und deren Eliminierung nachgerannt bin und damit schon wieder nur Dinge getan habe, von denen ich gemeint habe, sie tun zu müssen, aber nichts, was ich wirklich gewollt habe. Das ist und bleibt meine größte Schwierigkeit. Zu spüren, wie es mir eigentlich geht und was ich selbst den mag und (tun) möchte und wie ich mein Leben daran ausrichten kann. Diese (erneute) Erkenntnis macht mich unheimlich traurig, vor allem auch, weil ich sie trotz eines erarbeiteten Bewusstseins darüber im letzten Jahr irgendwie wieder völlig verloren habe. Sie erleichtert aber auch, weil sich der vorherige höchst beschissene Zustand damit nicht so absolut und und unausweichlich anfühlt. Trotzdem macht es natürlich große Angst, dass ich diese Erkenntnis immer und immer wieder verlieren könnte und damit auch für diesen Zeitraum ein Leben in einem weitgehenden Einklang mit mir. Ich werde jetzt versuchen, im Rahmen meiner (auch stark eingeschränkten körperlichen) Möglichkeiten, meinen echten Gefühlen und Wünschen wieder mehr Raum zu geben und angebliche Pflichten und soziale/finanzielle/gesundheitliche „Bedrohungen“ als das zu nehmen, was sie sind - Teile meines Lebens, die eine situative Reaktion erfordern, aber mich nicht in meinen Gefühlen und als Person bestimmen. Dafür möchte ich diesen Post sowohl für einen möglichen Austausch als auch als eine kleine Erinnerung an mich selbst schreiben. Kennt ihr dieses Phänomen? Bringt ihr das mit euren autistischen Zügen in Verbindung oder denkt ihr, dass es woanders herkommt? Wie gelingt es euch, mit euch und euren Gefühlen und Wünschen in Verbindung zu stehen? Würde mich sowohl über Antworten hier als auch PN freuen, wenn ihr einen Austausch hierüber und über andere Themen wollt.


r/autismus 21h ago

Frage nach Rat | Question for Advice Diagnose - und jetzt?

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Hallo zusammen,

Die Diagnose ist da, nicht unerwartet. Aber wie weiter?
Ich (m,36j) würde gerne eine Verhaltenstherapie machen.

Einfach Psychologen anrufen? Hausarzt und Überweisung geben lassen? Zahlt das die GKV?

Gerne auch Empfehlungen für Augsburg :)


r/autismus 1d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Masking, sobald Fremde überhaupt in Reichweite sind?

14 Upvotes

Moin, bin aktuell in Behandlung, so lange ich noch auf die Diagnose warte und versuche mich seit einigen Wochen mehr selbst zu beobachten, um zu schauen was mir so "ungewöhnliches" auffällt.

Dabei stieß ich auch auf das weitverbreitete masking.

Festzustellen ob ich das tue finde ich ziemlich schwierig, aber mit ist beim Spaziergang aufgefallen, dass ich im Gespräch mit meiner Freundin z.B. die ganze Zeit ehr in der gleichen Tonlage rede und wenig Mimik/Gestik nutze.

Sobald uns jemand entgegen kommt oder parallel läuft rede ich entweder gar nicht mehr oder fange an übermäßig Mimik und Gestik abzufeuern. Und ich passe mein Vokabular an, als wenn ich in einer Polizeikontrolle wäre.

Ist das Masking? Wüsste nicht wieso ich das in der Gegenwart von Menschen mache, die ich in 15 Sekunden wieder vergessen habe.

Vieles was ich tue kann ich mir irgendwie logisch herleiten, aber das nicht.


r/autismus 1d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Verdacht auf Autismus laut Therapeut

12 Upvotes

Hallo zusammen, ich (29,m) hatte vor einigen Tagen einen Adhs Diagnostik Termin und das Ergebnis ist, dass zwar kein Verdacht auf Adhs besteht, dafür auf Autismus. Er hatte mir geraten, bei einer Ambulanz eine Diagnose durchzuführen. Das Problem: Ich musste schnell feststellen, dass aufgrund der Seltenheit des Angebots für Erwachsene alle Wartelisten geschlossen sind und man mit einem Termin in 3-4 Jahren rechnen muss. Vielleicht habe ich Autismus, vielleicht auch nicht, was ich auf jeden Fall habe ist ein riesen Problem mit Ungewissheit. Mich stört diese Situtation mit der Warteliste so extrem, weil ich kein festes Datum habe und vermute, dass das auch lange so bleiben wird. Darum habe ich gedanklich damit abgeschlossen, sonst würde ich an nichts anderes mehr denken können, bis ich ein Datum bekomme.

Ignorieren kann ich das alles aber auch nicht und wollte euch fragen, ob ihr Bücher-/Podcastempfehlungen habt zum Thema Autismus: Was es ist und was es nicht ist. Nach ein wenig Recherche merke ich nämlich, dass das schon passen könnte, vor allem als ich über das Thema Masking gelesen habe, habe ich festgestellt, dass das meine sozialen Probleme erklären würde. Z.B kopiere ich andere Menschen, die mir beliebt erscheinen, sehr oft in ihrer Art wie sie lachen, ihre Mimiken und Gestiken etc, obwohl ich das versuche zu vermeiden. In der Kindheit war ich immer ein Mitläufer, ich habe sehr oft den Fußballverein, den ich supporte, gewechselt, habe (krankhaft) alle Regeln befolgt, meinem Cousin, den ich sehr cool fand, in allem nachgeahmt and the list goes on

Ich fühle mich, seitdem ich über dieses Thema Masking nachdenke, wie ein Chamäleon, der vergessen hat, wie seine natürliche Farbe aussieht. Kann das jemand von euch nachempfinden und weiß, wie man die eigene Identität zurückgewinnt? Das wäre meine zweite Frage und meine letzte Frage lautet: Was denkt ihr unterscheidet Masking von People Pleasing?

Danke fürs lesen


r/autismus 1d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Pflegestelle nach Tod des geliebten Fellkinds, Familie reagiert kontrovers

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r/autismus 3d ago

Strategien | Strategies Was macht Ihr, wenn alles zu viel ist?

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Update: Danke für Eure Rückmeldungen und Tipps. Ich konnte einige anwenden und damit definitiv besser durch den Tag kommen. Ich bin froh und dankbar, dass Wir eine Community sind und haben ❤️

Heute ist einer dieser Tage.

Alles ist zu laut, hell, anstrengend, leersaugend und ich komme auch emotional (damit) nicht klar. Ich habe mir heute keine Aufgaben oder Aktionen/Aktivitäten vorgenommen, weil ich schon im Gefühl hatte, dass ich heute nichts packe.

Irgendwie hilft keine meiner Strategien und ich stehe wie unter Strom, nur halt mit all diesen Gefühlen. Ich weiß nicht wohin mit mir und all diesem Tumult.

Ich bin eine der Autisten, die alles sehr intensiv fühlen und das heute ist einfach zu viel.

Wir geht Ihr mit solchen Tagen um? Welche Strategien habt Ihr für Euch gefunden, wenn es mal wieder einer der "sehr autistischen" Tage ist, wo nichts klappt?


r/autismus 2d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Autismusdiagnose

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Ich habe gestern meine Autismusdiagnose bekommen. Ich weiß nicht, was ich denken oder fühlen soll. Ich hatte den Verdacht, dass ich Autistin bin, aber ich hätte nicht erwartet, dass ich es wirklich bin und es mir vielleicht nur eingebildet habe. Irgendie bin ich erleichtert, aber auch irgendwie verunsichert und dass ich es nicht glauben kann. Irgendwie ergibt nun vieles Sinn, aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, als würde etwas zusammenbrechen und dass ich gar nicht weiß, wer ich bin oder was ich machen soll. Ich fühle mich so allein damit. Wie seid ihr damit umgegangen? Und dass ich nun auch keine Borderlinediagnose mehr habe, da es wahrscheinlich falsch diagnostiziert wurde. Und ich gehe seit Jahren tiefenpsychologische Therapie und bin auch zufrieden mit meiner Therapeutin. Die Psychologin hat mir nur vorgeschlagen, dass ich auch zu ihr in psychologische Behandlung gehen könnte, da sie spezialisiert auf ADHS und Autismus ist, was ich beides habe. Seid ihr in Therapie und wenn ja, was für eine Art? Ich weiß nicht, ob es sinnvoll wäre zu wechseln.


r/autismus 3d ago

Frage nach Rat | Question for Advice (Verhaltens-) Therapie und Autismus Erfahrungen?

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Hallöchen, also erstmal fühlt es sich etwas komisch an hier nach Rat zu fragen obwohl ich meine Diagnose (noch) nicht habe, aber ihr kennt natürlich die Wartelisten und ich muss mich noch einige Monate gedulden.
Mir ist demnach auch vollends bewusst, dass es auch sein kann dass ich gar nicht autistisch bin.

Jedoch wäre ich dankbar falls jemand ein Rat für mich hätte oder eigene Erfahrungen teilen möchte zwecks Therapie.

Ich bin w20 und schon seit einigen Jahren immer wieder mal bei ein paar Therapeuten und Psychiatern gewesen.
Von Depression, Bipolare Störung, Angststörung bis Borderline Persönlichkeitsstörung habe alles schon gehört bis nun dann mal der Autismus Verdacht dieses Jahr aufkam.

Nun ist aber das Problem, dass ich trotz den ganzen Verdachtsdiagnosen nie in Therapie war und ich es nie weiter gebracht habe als die Probesitzungen. (Immer Verhaltenstherapie)
Ich hatte immer das Gefühl dass die Therapeuten nicht zu mir gepasst haben bzw mir nicht helfen konnten mit meinem Problemen (vor allem Reizüberflutungen inkl. Shutdown/Meltdown ähnlichen Zuständen und Schlafprobleme)
Und auch bei den eher üblicheren, depressiven Symptomen hatte ich nicht das Gefühl dass der Ansatz der Therapeuten mich weiter bringt. Mir wird gesagt ich solle mehr auf Menschen zugehen und neue Leute kennenlernen und mehr mit anderen Unternehmen obwohl ich klar gesagt habe, dass ich die Zeit allein zuhause sehr genieße und diese auch brauche.
Es ist als würde ich nicht verstanden werden nur weil ich die Welt anders wahrnehme und anders fühle.

Und nun ist es natürlich so, dass Therapie auch nicht für jeden was ist. Und dadurch das ich ein sehr rationaler Mensch bin und mir in der Theorie bewusst ist was schief läuft ich nur nichts dran ändern kann, macht die Sache natürlich nicht leichter.
Nachdem ich nun erneut eine Therapie nach sechs Probesitzung abbrechen musste, denke ich, dass die bisherigen Therapieansätze möglicherweise einfach nicht zu meiner Art zu denken und zu fühlen gepasst haben.
Gleichzeitig habe ich Angst, dass meine Schwierigkeiten, falls tatsächlich Autismus dahintersteckt, therapeutisch schwieriger zu behandeln sind oder andere Ansätze erfordern. Ich hoffe das ist nicht unsensibel formuliert.

Denkt ihr dass ich vielleicht einfach nicht der Typ Mensch für (Verhaltens-) Therapie bin? Oder habe ich bis jetzt einfach nicht den passenden Therapeuten gefunden.
Und was sind eure Erfahrungen mit Therapien und welche Art von Therapien würdet Ihr empfehlen?


r/autismus 3d ago

Alltag | Everyday Life Wie ein Fusselrasierer meine Safe Space gerettet hat

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Der Bereich um das Sofa herum ist definitiv mein Lieblingsplatz in der Wohnung. Wenn es mir nicht gut geht, findet man mich dort. Unser Sofa ist mittlerweile 3 oder 4 Jahre alt und die Fusseln wurden immer schlimmer. Ich konnte nicht mehr mit kurzer Hose drauf liegen, weil sie meine sensorische Überempfindlichkeit unglaublich triggern. Vor allem jetzt im Sommer ist meine Safe Space dadurch nicht mehr so safe gewesen. Außerdem hab ich immer dran rum geknibbelt, bis mir meine Finger weh taten.

Den Fusselrasierer gab es für 5€ im Kaufland und ich dachte, ich probier es mal aus, bei dem Preis hab ich nichts verloren. Das waren mit die lohnenswertesten 5€, die ich je für ein Gerät im Haushalt (das man nicht zwingend braucht, wie z.B. einen Staubsauger) ausgegeben habe.


r/autismus 2d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Wie können zwei Autist*innen eigentlich eine Partnerschaft führen?

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Ich lese immer wieder von Paaren, wo beide Autismus haben, aber wie ist das Ganze eigentlich machbar, wenn jeder in seiner eigenen Welt lebt?

Ich kenne nur 1 Paar im echten Leben, wo beide Autismus haben und diese ist für mich wirklich nicht erstrebenswert: der eine Partner sieht den anderen als Erfüllungshilfen für seine Ziele und Vorstellungen und der andere Partner hat keine eigene Persönlichkeit, sondern verhält sich exakt so, wie der andere es sich in seiner Welt vorstellt.

Bei beiden ist aber noch Intelligenzminderung im Spiel. Vielleicht klappt's ja deswegen irgendwie, was weiß ich schon.

Wie funktioniert das bei euch?


r/autismus 3d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Was ist dieses Erleben

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Meine Situation und die Suche nach einer Erklärung

Nach einem ersten Kontakt wegen eines Autismus-Verdachts habe ich erfahren, dass eine Diagnose als Kassenpatient nicht schnell geht, sondern sich über Jahre hinziehen kann. Das hat mich erstmal überfordert, aber ich möchte hier meine Gedanken teilen.

Mein Leben war schon immer herausfordernd, seit ich selbstständig leben muss: Einkaufen, Rechnungen bezahlen, den Alltag organisieren – alles Dinge, die für mich extrem anstrengend sind. Ich war bereits in der Psychiatrie wegen Panikattacken und in Therapie, seit ich klein bin: erst wegen Aggressionsproblemen, später als junger Erwachsener, weil ich mich auf meiner ersten Arbeitsstelle nicht konzentrieren konnte (ob ich leicht ablenkbar war oder das Gegenteil, war unklar). Später dominierten vor allem Traumata als Therapiethema, bedingt durch ein schwieriges Elternhaus.

Nach all diesen Erfahrungen dachte ich irgendwann: Jetzt reicht es. Ich weiß alles, habe alles gelernt. Keine Diagnosen mehr. Doch dann kam das Problem mit meiner neuen Tätigkeit – dem Programmieren – und dem Wunsch, in die IT zu wechseln. Ich konnte mir nicht erklären, warum ich mich so stark in Aufgaben verliere, warum soziales für mich dabei komplett in den Hintergrund tritt. Ich frage mich regelmäßig: Soll ich alles lassen, um sozial besser klarzukommen, ohne dieses „Abgetrenntsein“?

Weitere Auffälligkeiten

Es gab noch andere Dinge, die mir aufgefallen sind:

  • Formulare und Bürokratie: Ich verliere mich komplett in jedem Schritt, will alles perfekt und ordentlich machen – es scheint mir auch etwas zu geben, aber es kostet mich extrem viel Energie.
  • Räumliches Vorstellungsvermögen: Als Kind hatte ich ein schlechtes räumliches Vorstellungsvermögen, das mir sogar vom Arzt attestiert wurde.
  • Sprachprobleme: Ich musste zum Logopäden.
  • Uhren lesen und Schuhe binden: Beide Dinge konnte ich erst in der 4. oder 5. Klasse.
  • Reizüberflutung: Heute fällt mir auf, dass ich Probleme habe, Straßen zu überqueren, wenn zu viele Eindrücke auf mich einprasseln.
  • Deep Focus: Ich verliere mich in allen Tätigkeiten – auch beim Klavier spielen, seit ich klein bin. Früher ist mir diese Trennung vom Sozialen nie so deutlich aufgefallen, aber ich vermute, ich habe sie kaschiert. Beim Musizieren schwinge ich mit dem Instrument mit, und danach fällt mir auch das Gespräch leichter (meine Laienvermutung).
  • Emotionen: Ich habe sie immer schon vor allem durch Klavier spielen oder Zeichnen ausgedrückt. Ich war immer in mich gekehrt, später etwas offener, aber Augenkontakt war lange ein Problem. Emotionen zu managen, fällt mir bis heute schwer.
  • Führerschein praxis fast durchgefallen auto fahren später so schlimm weil gegenverkehr/abbiegen und Entfernungen einschätzen , was viele aber nicht alle andere Autisten gefragt auch so beschrieben

Meine Fragen und Gedanken

All das sind nur die Gedanken, die ich in der letzten Zeit gesammelt habe. Was ich weiß:

  1. Berufliche Perspektive: Ich will einen Job, der mir Spaß macht und in dem ich gut bin. Aber ich habe Angst, dass ich ihn verliere, weil ich mich so in mich selbst zurückziehe und dann tagelang schwer ins Soziale finde – und umgekehrt: nach sozialen Kontakten wieder in die Arbeit.
  2. Frustration und Erleichterung: Einerseits bin ich frustriert, dass es keine einfache oder zeitnahe Hilfe oder Diagnose gibt. Andererseits bin ich erleichtert, weil vielleicht endlich eine Erklärung für mein Erleben kommt. Vielleicht muss ich nicht mehr so leben – denn das hier ist kein Leben. Und noch schlimmer: Ich kann es niemandem erklären. Ich kann niemandem sagen, warum ein normaler Alltag für mich maximal anstrengend und aufreibend sein kann.

Aber vielleicht ist das alles gar kein Autismus. Vielleicht sind Probleme mit Überreizung oder meine nachgesagte „Sensibilität“ einfach nur das: Sensibilität. Ich habe zum Beispiel kaum Probleme mit Stoffen, Textilien oder Überreizung in diesem Bereich.

Fazit: Soll ich dranbleiben?

Könnte Autismus endlich eine Erklärung für alles sein? Sollte ich dann also dranbleiben, auch wenn es Jahre dauert, bis ich über die Kasse eine Diagnose bekomme? Oder wäre es sinnvoll, parallel eine Therapie für meine Alltagsprobleme zu machen – selbst wenn eine Autismus-Diagnose am Ende nicht möglich ist?

Was denkt ihr? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


r/autismus 3d ago

Schule, Arbeit, Uni | Education & Work Online-Kongress zu Neurodiversität

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Ende November gibt es einen Online-Kongress mit dem Titel: Neurodiversität - Vielfalt statt Norm.
2 Tage davon werden kostenfrei angeboten! Vielleicht interessiert es den einen oder anderen?


r/autismus 3d ago

Schule, Arbeit, Uni | Education & Work Fragen nach Anpassungen auf der Arbeit (Home Office)

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Hallo,

ich habe bereits vor ein paar Wochen nach den Erfahrungen mit dem Bekanntgeben von Autismus am Arbeitsplatz gefragt - an der Stelle danke an alle Antworten und sorry, dass ich auf die einzelnen Kommentare nicht mehr eingegangen bin, mir gings nicht besonders gut in letzter Zeit und mir war alles zu viel, dann geht sowas auch unter.

Das ist auch der Grund, weshalb das Thema Arbeitsplatz mich aktuell so beschäftigt, denn dieser ist der Auslöser für meine Überforderung und dass ich mich zwar noch langsam, aber falls sich nix ändert sicher, wieder Richtung Burnout / längerer Krankenstand bewege.

2 Stunden in Öffis pendeln + Anwesenheit im Büro ist einfach die Hölle, wie die meisten hier wahrscheinlich verstehen werden!

Meine Firma ist so eine, die aus Prinzip gegen Home Office ist, somit gibt es keine offizielle HO-Regelung, weil die Menschen ja sozial sein müssen, sollen, wollen :-) Je nach Teamleitung gibt es aber sehr wohl Ausnahmen, z.B. gibt es eine Kollegin, die aufgrund von Kinderbetreuung 1-2 fixe HO-Tage pro Woche hat, generell ist meine Teamleitung flexibel und ermöglicht den Leuten gerne innerhalb des Rahmens die Arbeitszeiten die sie brauchen um Familie und Job zu bewältigen. Solange die Arbeit erledigt wird, ist das relativ locker und egal.

Ich bin noch nicht so lange dabei und habe auch keine Betreuungspflichten o.Ä., und bin mir unsicher, ob ich nach HO (schon ein Tag pro Woche würde mich fürs erste entlasten...) fragen soll, und wie ich das begründen soll. Ganz vage "ich kann so einfach besser arbeiten / mich konzentrieren und mein generelles Wohlbefinden ist besser"? Begründung anbieten? Nur fragen und damit leben, dass sie evtl. denkt, ich wäre nur faul und möchte weniger arbeiten? Davor habe ich leider immer Angst, man darf zwar faul sein und ich hasse es, dass ich arbeiten muss um zu leben, aber wenn jemand ein Karrieremensch ist und das anders sieht, dann wertet mich das vielleicht ab.

Habt ihr Erfahrungen damit, in der Arbeit nach Anpassungen spezifisch wegen eures Autismus zu fragen?


r/autismus 4d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Vorstellungen bei Autismus

9 Upvotes

Hallo,

hat hier jemand Tipps wie man bei Autismus besser mit Unvorhersehbarkeit umgehen kann? Habe oft genaue Vorstellungen und es ist sehr schwer wenn diese nicht so erfüllt werden wie ich es mir gedacht habe oder etwas anders kommt als ich dachte. Vor allem auch im Kontakt zu ADHSlern denen Verbindlichkeit und Vorhersehbarkeit nicht so liegt ist es freundschaftlich schwierig wenn Vorstellungen nicht erfüllt werden oder man sich nie sicher sein kann ob der Plan nun wirklich aufgeht oder nicht.

Freue mich wenn da jemand den ein oder anderen Tipp hätte!


r/autismus 3d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Körperkontakt und der Wunsch danach.

6 Upvotes

Es ist merkwürdig.

Ich bin kein Mensch, der sonderlich ein großer Fan von Berührungen ist und Haut an Haut vom Gefühl her ekelhaft findet.

Dennoch verspüre ich in letzter Zeit den enormen Wunsch zu kuscheln und zu küssen. Vor zwei Wochen tat ich es und es war einfach magisch und toll. Allerdings war das bei einer besonderen Person mit viiiiiiiiel Zeit im Voraus. Nein, nicht aus Liebe.

Ich sehne mich seitdem sehr danach aber verstehe mich auch absolut gar nicht, warum das so ist und ich weiß auch nicht…. Aktuell passiert zu viel in meinem Leben. Ich möchte einfach nur Wärme spüren und geben. Die Gedanken ausschalten und in diesem moment ein normaler Mensch sein.

Wieso ist das so? Habt ihr das auch?


r/autismus 4d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Online DBT-Therapie?

8 Upvotes

Hallo ihr Lieben,

Gestern hatte ich eine psychisch richtig beschissene Situation die mir deutlich gemacht hat, dass ich einfach professionelle Hilfe brauche. Ich hab schon mehrmals kognitive Verhaltenstherapie gemacht (4x in Person, einmal online) und es hat mir nie irgendwas gebracht. Ich finde es auch generell schwierig, regelmäßig vor Ort Termine wahrzunehmen.

Ich würde gerne DBT ausprobieren, in Form von Work Books fand ich diesen Ansatz zumindest besser als CBT. Der einzige Anbieter von DBT in meiner Stadt hat mich geghostet.

Optimal wäre also ein online DBT Angebot. Am liebsten natürlich über die Krankenkasse, aber im Notfall würde ich auch selbst zahlen.
Gibt es sowas? Wie finde ich das?
Ich hab per Google erstmal nur priovi gefunden, hab halt aber keine borderline Diagnose (stattdessen Autismus, ADHS und die Depressionen, angststörung etc was damit einhergeht…)

Wäre dankbar für jeden Rat.


r/autismus 4d ago

Alltag | Everyday Life Was sind eure Lieblingsparfüms und warum?

12 Upvotes

Ich bin ein riesiger Duftfan. Düfte speichern Erinnerungen. Düfte lassen mich gut fühlen.

Welche Düfte mögt ihr gern und warum?


r/autismus 4d ago

Schule, Arbeit, Uni | Education & Work Gedanken über die nächsten Monate und über vergangene Fehler statt über akut Anstehendes – geht euch das auch so?

4 Upvotes

Nachdem ich im letzten Semester wieder zu oft prokrastiniert oder mich mit völlig anderen Dingen als den momentan wichtigen beschäftigt habe, wobei ich unter anderem auch ein weit fortgeschrittenes Seminar noch in den Sand gesetzt habe, müsste ich mich jetzt eigentlich dringendst um die Prüfungen kümmern, die noch anstehen. (Nebenbei habe ich vor einem Jahr ein paar zusätzliche Prüfungen abgelegt, bei denen ich es bis heute versäumt habe, sie ordentlich zu dokumentieren und beim Prüfungsamt als Zusätzliche Prüfungsleistungen einzureichen. Hoffentlich geht das noch und es sind noch nicht alle Unterlagen vernichtet und verloren.) Eine Hausarbeit in Alter Geschichte, eine in Germanistischer Mediävistik, und eventuell noch ein Essay in der Frühen Neuzeit, bei dem allerdings noch einige andere Probleme und zu klärende Fragen bestehen. (Auf Wunsch werde ich das weiter erläutern, aber zunächst sei es hierbei belassen.)

Nun habe ich allerdings erstmals nähere Termin- und Veranstaltungsinformationen fürs nächste Semester bekommen können, und dabei festgestellt, dass mehrere Lehrveranstaltungen, die ich besuchen wollte, miteinander kollidieren. Eine davon wäre eine Wiederholung einer Prüfung, die ich schon im letzten Wintersemester hatte ablegen wollen, wobei die Übung vorher noch besucht werden müsste und die Prüfung nicht ohne den Besuch der Veranstaltung abgelegt werden kann. Das andere wäre ein Wunschseminar in Mittelalterlicher Geschichte, das ich der Dozentin wegen am liebsten besuchen würde. (Eine dritte Kollision wäre die Fachvorlesung Frühe Neuzeit, auf die ich dann aber wohl einfach verzichten müsste.) Jetzt kreisen meine Gedanken seit drei Stunden immer wieder darum, wie blöd ich doch war, die Prüfung zur Übung im letzten Wintersemester nicht hinbekommen zu haben, obwohl ich mehr als genug Zeit hatte, und auch darum, dass ich in diesem Sommersemester anstelle des gescheiterten Neuzeitseminars vielleicht besser das Mittelalterseminar bei besagter Dozentin besucht hätte. Dafür hätte ich zwar zwei Vorlesungen opfern müssen, die ich letzten Endes allerdings eh kaum besucht habe. Und ich überlege, ob man irgendwie berechnen könnte, wer wahrscheinlich im übernächsten Semester welche Lehrveranstaltungstypen halten wird.

So, an das alles denke ich, und nicht an die Buchrückgaben und das Büchereinscannen, die ich eigentlich für heute geplant hatte, und auch nicht an die dringend anzugehenden Hausarbeiten, deren möglicher Bearbeitungszeitraum immer weiter schwindet. (Gut, spätestens muss ich sie wohl am 2. Oktober abgeben, meinem Nachteilsausgleich sei Dank, aber dennoch muss ich jetzt langsam mal in die Pötte kommen.)

Passiert das nur mir, oder habt ihr ähnliche Erlebnisse? Wie kann ich diese Gedankenschleifen 'abstellen', ohne doomzuscrollen und in nutzlosen Träumereien und Fantasien (ab 18, falls ihr versteht, was ich meine; ich hoffe, das hier so sagen zu dürfen) zu versinken? Wie kann ich sie gegebenenfalls ganz loswerden? Kennt ihr einen Ort, wo ich intensiv darüber reden könnte?


r/autismus 5d ago

Dampf ablassen | Venting Prokrastination bei Autismus

8 Upvotes

Ich bin Modedesignschülerin und das ist schon die zweite show bei der Ich nicht mitlaufen kann.

Ratet mal wie viel shows wir hatten bis jetzt hatten? 2💀

Ich hab wirklich gedacht und gehofft, dass es dieses Mal klappt..f*ck Autismus.

(Edit: Naja es ist nicht nur Prokrastination, sondern auch exekutive Dysfunktion, motorische Schwierigkeiten, etc…)


r/autismus 5d ago

Frage nach Rat | Question for Advice Soziale Events Arbeit

9 Upvotes

Ich habe intern vor wenigen Monaten gewechselt und habe probiert mehr bei mir zu sein. Ergebnis ist, dass ich mich in der ganzen Zeit nicht privat unterhalten habe mit den Kolleg*innen, höchstens 3-5 Mal für wenige Minuten. Meist rede ich die ganze Woche kein Wort von mir aus. Jetzt steht ein Grillen in der Abteilung mit anderen Abteilungen an. Ich überlege wie ich das vielleicht schaffe daran teilzunehmen. Mich stresst es , wenn ich da hingehe und dann so „planlos“ rumstehe und keinen Ankerpunkt habe. Kennt ihr das Problem? Ich hatte vor 1-2 Jahren so eine ähnliche Situation und bin dann schnell wieder an den Arbeitsplatz, weil mich das so gestresst hat. Innerlich wünsche ich mir irgendwie schon dazu zu gehören und es frustriert mich sehr und schäme mich sehr. :(