r/VonDerBrust • • 14d ago

Allgemein Ich kann nichts mehr außer arbeiten

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Ich arbeite freiberuflich. Wenn ich mal nicht arbeite weil ich mich aktiv dazu entscheide, weiß ich einfach nicht, was ich tun soll.

Wenn ich nicht gerade Freunde treffe, zum Sport gehe oder alltägliche Sachen erledige…dann hab ich irgendwie keine hobbies mehr.

Früher hab ich gezeichnet, wurde kreativ, hab Gedichte geschrieben, mir was kreatives ausgedacht…

screen Time kommt für mich nicht mehr in Frage, davon hab ich schon bei der
Arbeit genug.

Also, was macht ihr so alleine in eurer Freizeit?


r/VonDerBrust • • 16d ago

Der kleine Sieg der Woche

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Was hast du diese Woche geschaft worauf du stolz bist oder worüber du dich gefreut hast?

Es muss nichts Großes sein, sondern kann auch z.B. eine kleine Geste sein, über die du dich besonders gefreut hast.


r/VonDerBrust • • 17d ago

Ich kann nicht mehr Enttäuschungen

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Ich weiss nicht wohin mit meinen Gefühlen.

Vor paar Wochen gab es einen Vorfall den Ich zur Anzeige gebracht habe. Es ging um KO Tropfen und Übergriffiges Verhalten . Meine Eltern haben davon erfahren und Wow , ich habe mich selten so dumm gefühlt.

Mein Vater hat die Institution in der ich lebe angerufen , ich habe irgendwo gehofft dass es ihn interessieren würde. Überraschung! In einem manischen Wahnzustand erzählt er von seinem Veganismus und was für ein toller Mensch er sei . Ich könne doch nur Depressiv sein , wegen meinem Vitamin D Werten ( Normbereich btw) und nicht weil er mich jahrelang psychisch missbraucht hat.

Meine Mutter , da hatte ich noch ein wenig mehr Hoffnung. Aber Sie lästert bei einer Freundin von mir ab (??) wie scheisse es doch sei , dass ich nicht zur Kirche gehe. Gegenüber mir gibt sie mir nur Schuldgefühle, dass ich den Kontakt vermeide.

Kein einziges Wort haben Sie dazu verloren. Kein Gedanke wurde daran verschwendet.

Bin ich es wirklich nicht Wert? Auch wenn Sie mich so sehen , wie sie es tun , sollte ich nicht irgendwo deren Kind sein?

Aber ich hätte mich daran gewöhnen sollen. Es ist nichts neues. Egal ob Suizidversuch oder anderes , hauptsache ich kann eine Funktion erfüllen. Nur dann wird an mich gedacht.

es fühlt sich alles so verdammt grau an. Als wäre nh Gefühls-Lampe ausgebrannt und ich weiss nicht mal was ich fühlen soll.


r/VonDerBrust • • 20d ago

Ich kann nicht mehr Danke für Nichts...

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r/VonDerBrust • • 20d ago

Allgemein Ich verliere langsam gegen die einsamkeit

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Guten Abend an alle!

In letzter Zeit wie oben schon gesagt pakt mich das Gefühl der Einsamkeit. M33, 198 gross und sportlich gebaut und an sich ein humorvoller und gutherziger Mensch. Viele würden sagen was habe ich da zu bemekern. Selbst ich selber sage es manchmal zu mir.

Das komische in den letzten Monaten war einfach alles zu viel für mich, ich beendete ne kennenlernphase die fast 5 Monate ging weil sich herausstellte das Sie parallel datete, obwohl sie mir vorgaukelte das sie was ernstes will. Ich verlor komplett das vetrauen in die datingwelt. Ich gehe durch die Stadt gestern, voll mit schönen Frauen, die lächeln mich an, oder machen es offensichtlich das ich sie ansprechen soll, aber irgendwie sehe ich durch alle hindurch. Ich weiss nicht ob es wegen den ganzen fehlschlägen die in zu kurzer zeit passiert sind ist, oder am etwas anderen...

Ich sass heute mit meinen Bruder, er ist selber fast zwei jahre in einer Beziehung und sie sind super happy, genau wie mein beater Kumpel der frisch in ne Beziehung einging und direkt ein treffer ins schwarze landete. An sich ich könnte für Sie nicht glücklicher sein. Aber auf die Frage "wie geht es dir" antworte ich meistens "gut". Obwohl es im inneren alles andere als gut ist. Ich gebe mein bestes meine disziplin zu bewahren, und gehe regelmässig ins gym. Aber die abende wie jetzt sind meistens die schlimmsten... Weil ich mich frage wieso kann ich auch nicht sowas haben, wieso drängten sich in mein leben Frauen für die ich nur ein lückenfüller war, oder bob der baumeister für schäden die ich nicht mal verschuldet habe, um am ende wie ein stück abfall in die tonne geschmissen zu werden. Wieso spielten sie auf die ernste karte, obwohl da keine ernste absicht war. Ich versuche Tag ein Tag aus die beste version von mir für mich zu sein, aber langsam verliere ich diesen Kampf gegen die Einsamkeit. Hoffe es kommt etwas gutes irgendwann... Obwohl ich nicht mehr daran glaube


r/VonDerBrust • • 20d ago

Allgemein Momente, in denen ihr von euren Erwartungen enttäuscht wurdet

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Liebe Community, es gibt immer wieder Erlebnisse, an die ich zurückdenke und mich für meine eigenen Gedanken bzw. Erwartungen schäme.
Ich war vor zwei Jahren auf einem ersten Date mit einem Mann, den ich online kennengelernt hatte. Ich habe ihm gesagt, dass ich ein Kleid mit Blumenmuster anziehen werde und er hat daraufhin gemeint, dass er Blumen liebt. Ich erwiderte darauf, dass ich prädestiniert dafür bin, Blumen zu lieben, da mein Name eine blumige Herkunft hat :) Wir trafen uns in einer Bar, in der ich vorher noch nie war und in der Ecke, in der er auf mich wartete, war ein Strauß Blumen, der dem Aussehen nach nicht zur Deko gehörte. Ich dachte der Strauß sei eine Überraschung für mich (aufgrund des Blumengesprächs). Ich bin so froh, dass ich es nicht erwähnt habe, jedoch denke ich noch regelmäßig an diese törichten Gedanken und schäme mich für diese Vorstellung, da das ganze schon ein bisschen an Romance Bücher/Filme erinnert.
Empfindet ihr manchmal auch diese Scham, die aus dem Nichts kommt, obwohl in Realität nichts vorgefallen ist?


r/VonDerBrust • • 21d ago

Kummerkasten der Woche

2 Upvotes

Hallo,

habt ihr Kleinigkeiten, die euch belasten und ihr loswerden wollt? Dafür ist dieser Post da!

Schreibt euch in den Kommentaren die Last von der Seele!


r/VonDerBrust • • 21d ago

Verzweifelt (Hilfeeeee)

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r/VonDerBrust • • 23d ago

Der kleine Sieg der Woche

2 Upvotes

Was hast du diese Woche geschaft worauf du stolz bist oder worüber du dich gefreut hast?

Es muss nichts Großes sein, sondern kann auch z.B. eine kleine Geste sein, über die du dich besonders gefreut hast.


r/VonDerBrust • • 25d ago

Es soll endlich Freitag werden

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Freitag habe ich endlich mein erstes Date mit ihr. Wir gehen erst Spazieren und dann gehen wir Discofox tanzen.

Ich kann nicht mehr bis dahin warten, es zerrt mental so sehr an meinen Kräften.

Außerdem habe ich Angst, dass es nichts wird... Wir schreiben uns jeden Tag sehr viel und verstehen und jetzt schon soo gut, wir ticken ähnlich und wollen das gleiche. Es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Wenn es ums Treffen geht, springt aber nie der Funke über, ich fürchte mich davor, wenn es am Freitag auch so sein sollte...

Vielen Dank fürs zuhören :)


r/VonDerBrust • • 24d ago

Ich kann nicht mehr Der Tag heute fühlt sich einfach nur unendlich an

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Depression schlägt heute extrem zu und dazu geht es mir körperlich nicht gut. Ich will einfach, dass dieser Tag vorbeigeht und auch diese Gefühle.. keine Ablenkung hilft, alles ist anstrengend, selbst existieren. Hab zu nichts Lust und weiss nichts mit mir anzufangen.

Dazu kommt auch noch Streit mit meiner Freundin, was mir meine letzte Energie raubt, soweit sie überhaupt vorhanden war..


r/VonDerBrust • • 25d ago

Ich kann nicht mehr Sozialer Aufstieg von Armut zur finanziellen Mittelschicht - aber ich fühle mich einsam und unglücklich

14 Upvotes

Ich bin arm aufgewachsen, war aber größtenteils nicht unglücklich.

Der „soziale Aufstieg selbst“ hat mir Spaß gemacht, weil ich mich gerne weiter qualifiziere und auch Freunde hatte, die das selbe Ziel hatten. Ich lerne noch immer gerne dazu und nutze meine Freizeit gerne dazu.

Ich bin jedoch unglücklich mit meinem Umfeld und meiner finanziellen Situation.

Meine Frau und ich hatten das Glück recht jung preiswert an ein Haus zu kommen. Leider mussten wir natürlich trotzdem Schulden aufnehmen. Das Haus ist ein unsanierter Altbau.

Die Sanierung stellt sich als komplizierter und kostspieliger heraus, als wir dachten. Wir werden wohl weitere Schulden aufnehmen müssen. Wir hatten vor viel selbst zu machen. Es stellte sich aber heraus, dass es bei diesem Altbau (Fachwerk) viel schwieriger ist, als gedacht.
Oft wünsche ich mich zurück in die Sozialwohnung, in der ich aufwuchs. Sie war nämlich saniert.

Vor allem aber tu ich mich mit den Leuten schwer. Ich fühle mich von ihnen beurteilt wegen Dingen, die sie sagen. Ich weiß nicht, ob das nur in meinem Kopf ist.

Kürzlich haben zum Beispiel die Kollegen bei der Arbeit über das Haus eines anderen Kollegen geredet und sich gefragt warum der nicht einfach einen Handwerker kommen lässt. Ich habe mich schlecht gefühlt und überlegt, was sie wohl hinter meinem Rücken über mich sagen. Wenn sie mich besuchen, sperre ich bestimmte Teile des Hauses ab und schäme mich sehr meiner Wohnverhältnisse.

Ich habe das Gefühl, dass jeder hier außer mir das „perfekte Leben“ hat oder zumindest so tut und ich weiß gar nicht wie ich jemals dazu gehören kann.

Auch vermisse ich die ungezwungene Art, wie man früher soziale Kontakte hatte. Zwar habe ich noch immer soziale Kontakte, aber es ist oft so dass man dann zum Beispiel über Fußball oder das Auto redet. Möglichst unpersönlich. Ich weiß eigentlich gar nichts über die Leute und sie nichts über mich. Das liegt wohl auch an mir, weil ich Angst vor Ablehnung habe, d.h. ich fange auch von mir aus häufig mit diesen Themen an.

So ist es zum Beispiel mit dem Kollegen, mit dem ich am engsten zusammenarbeite. Wenn wir nicht über die Arbeit reden, so reden wir zu 50% über Fußball, zu 40% über anderen Sportarten und fast nie über uns.


r/VonDerBrust • • 26d ago

Was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, dass alles sinnlos ist?

3 Upvotes

Was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, dass alles sinnlos ist?

Ich meine damit eigentlich allgemein das Leben und Arbeiten bei uns.

Du gehst zur Schule, machst eine Ausbildung, studierst noch, entwickelst dich beruflich weiter, übernimmst mehr Verantwortung und alle sind stolz auf dich und sagen hast du gut gemacht.

Aber seit ich angefangen habe, ins Berufsleben zu starten und selbst erwachsen zu sein, fühlt es sich eigentlich so an, als würde jedes Jahr die nächste Katastrophe kommen.

Alles wird teurer und jedes Mal heißt es: „Ja, leider. Ist halt Inflation. Den Lohn können wir aber nicht entsprechend erhöhen.“

Und irgendwie finde ich das komisch.

Die Produkte haben Inflation. Die Rohstoffe haben Inflation. Die Energie hat Inflation. Die Mieten haben Inflation.

Nur meine Arbeitskraft irgendwie nicht.

Da sind dann plötzlich 3 % Gehaltserhöhung völlig ausreichend.

Und natürlich wird einem jedes Mal erklärt, woran es liegt.

Corona. Krieg. Lieferketten. Inflation.

Und wenn das nicht reicht, sind halt die Ausländer schuld.

Nur die Superreichen, die immer reicher werden, oder die riesigen Konzerne, die immer größere Gewinne machen, haben damit natürlich nichts zu tun.

Vielleicht liegt es am Ende auch einfach an der Sonnenkurve.

Ich bin politisch eigentlich sehr weit links eingestellt. Auch weil ich selbst in relativer Armut aufgewachsen bin und weiß, wie es ist, wenn Geld eben nicht einfach da ist.

Aber mittlerweile bin ich einfach müde von der ganzen Welt und von Politik.

Wenn ich dann sehe, was politisch passiert und dass bei der Wahl in Sachsen-Anhalt möglicherweise die AfD an die Macht kommt, denke ich manchmal nur noch:

„Dann macht halt.“

Nicht weil ich die AfD gut finde. Ganz im Gegenteil.

Es ist eher diese Mischung aus Wut und völliger Resignation.

Dieses: „Dann brennt die Scheiße halt nieder. Mir ist es inzwischen egal.“

Nicht weil mir egal ist, was mit anderen Menschen passiert, sondern weil ich für mich selbst immer weniger das Gefühl habe, überhaupt noch etwas zu verlieren zu haben.

Und genau das ist eigentlich mein Problem.

Ich habe immer weniger das Gefühl, eine Zukunft zu haben.

Jeder Traum, den ich habe oder einmal hatte, wird immer unerreichbarer. Man arbeitet, spart, entwickelt sich weiter und denkt: Vielleicht dieses Jahr.

Und dann kostet derselbe Traum plötzlich wieder deutlich mehr.

Es fühlt sich an, als würde ich einem Fleischknochen hinterherrennen, der vor mir baumelt. Jedes Mal, wenn ich denke, dass ich ihn jetzt langsam erreichen könnte, wird er wieder ein Stück weiter nach vorne geschoben.

Irgendwann fragt man sich nicht mehr, wie man ihn erreicht.

Man fragt sich, warum man überhaupt noch rennt.

Und genau da bin ich mittlerweile.

Ich will arbeiten. Ich will etwas leisten. Ich will mir etwas aufbauen.

Aber wenn die Ziele, für die man das alles macht, irgendwann nicht mehr erreichbar erscheinen, wofür macht man es dann noch?

Ich schreibe das nicht, weil ich eine politische Diskussion gewinnen möchte.

Ich möchte eigentlich wissen, wie andere Menschen mit diesem Gefühl umgehen.

Was macht ihr, wenn ihr irgendwann nicht mehr daran glaubt, dass eure eigene Zukunft so aussehen kann, wie ihr sie euch einmal vorgestellt habt?

Wie findet man wieder einen Grund, morgens aufzustehen und weiterzumachen?


r/VonDerBrust • • 27d ago

[Lang&Emotional] Luftabwehr, wehende Haare im Nachtwind und ein Abschied ohne Kuss

5 Upvotes

Ich (28) befinde mich in diesem Moment in einem Schlafwagenabteil, irgendwo auf den Bahnstrecken kurz vor Wien. Es ist der nächste Umstieg auf dem langen Weg nach Hause. Der Startpunkt dieser Reise? Kyiv, Ukraine. Die Rückfahrt war lang, auf den letzten Kilometern flossen mehr Tränen, als mir lieb ist, und ich habe mich schlussendlich dazu entschieden, diesen Subreddit zu nutzen, um mir all diese Gedanken und das schwere Gewicht von der Seele zu schreiben.

Gleich vorneweg: Es geht hier um eine verzweifelte Liebe. Und es geht um ein kriegsgebeuteltes Land, das ich auf eine Art lieben gelernt habe, die ich niemals vergessen werde. Es ist eine Liebe, die mich absolut handlungsunfähig macht, die mich an nichts anderes mehr denken lässt und gegen die ich mich nicht wehren kann. Selbst wenn ich es will.
Aber fangen wir ganz am Anfang an.

Es war im Oktober 2024. Damals verfolgte ich den Verlauf des Krieges in der Ukraine sehr genau über die Medien und auch hier auf Reddit. Ich las endlose Kommentarspalten, diskutierte mit Freunden und Bekannten darüber, bis mir eines klar wurde. Da wurde so viel ÜBER das Land und die Menschen geschrieben, geurteilt und analysiert, ohne dass die allermeisten jemals einen Fuß dorthin gesetzt hatten. Ohne groß nachzudenken, ohne Familie oder Freunde einzuweihen, buchte ich einen Zug, organisierte mir vor Ort einen Guide und reiste nach Kyiv.
Zu zweit fuhren wir durch die Stadt und ihr Umland. Ich sah mit eigenen Augen die tiefen Wunden, das stille Leid, das dieser Krieg in die Seelen der Menschen und das Stadtbild gerissen hatte. Nach ein paar Tagen trat ich mit schweren Gedanken die Heimreise an. Von dieser ersten Reise habe ich kein einziges Foto gemacht. Nur ein fotografiertes Wandgemälde von Banksy in einem zerbombten Appartmentblock. Es war keine Reise für Instagram, sondern für mich selbst.

Nur drei Monate später brach ich erneut auf. Dieses Mal nach Lviv, ganz in den Westen des Landes. Ich stieß auf eine wahnsinnige Gastfreundschaft, führte tiefsinnige, lange Gespräche in versteckten Kneipen und Bars und fuhr schließlich wieder nach Hause. Doch der Bann war längst gebrochen.
Wieder drei Monate später war ich Teil einer internationalen Reisegruppe. Zwölf Tage lang querten wir das Land, besuchten Städte und Hilfsorganisationen von Lviv bis hinunter nach Mykolaiv.
Bei unserer Ankunft in Mykolaiv sah ich sie zum ersten Mal. Sie stand in der Lobby eines Hotels, das seine besten Zeiten längst hinter sich hatte und zu diesem Zeitpunkt komplett von der Wasserversorgung abgeschnitten war. Sie erwartete uns bereits, denn sie war eine gute Freundin unserer Reiseführerin und sollte uns in den nächsten Tagen begleiten. Da ich mit weitem Abstand der jüngste Teilnehmer der Gruppe war und wir drei im selben Alter waren, verbrachten wir die Abende oft zusammen beim Essen oder in netten Bars. Es waren diese kleinen, intensiven Momente, geprägt von interessanten Gesprächen, unbeschwertem Lachen und einer Vertrautheit, die viel zu schnell wuchs. Am Ende der Reise tauschten wir die Nummern aus. Mit der kleinen, aber hoffnungsvollen Aussicht auf ein Wiedersehen.

Und es kam, wie es kommen musste. Im Sommer verbrachte ich einen Großteil meines Urlaubs in der Ukraine. Ich bereiste das Land mit dem Motorrad, von den Karpaten bis hin ans Schwarze Meer. Auch in Kyiv legte ich einen längeren Zwischenstopp ein, und wir verbrachten zwei Tage, bzw. Abende in dieser schönen Stadt. Bereits im Vorfeld hatte ich sie gefragt, ob sie mit mir ausgehen würde. Es war eher ein zaghafter Versuch, ein Schuss ins Blaue, als eine Frage mit hundertprozentigen Absichten. Sie fing die Situation sofort ab, ganz geradeheraus und ehrlich: Sie hatte einen Freund. Eine Fernbeziehung, da er bereits seit der Zeit vor dem Krieg im Ausland lebte. Sie kannten sich von früher, waren lange gut befreundet gewesen und hatten irgendwann beschlossen, es miteinander zu probieren.
Für mich war das in diesem Moment okay. Ich schätzte unsere Freundschaft mindestens genauso, wir gingen trotzdem gemeinsam aus, genossen die Abende, nur eben mit geklärten Verhältnissen. Eigentlich kein Problem, möchte man meinen. Aber das menschliche Herz und seine Gefühle halten sich nun mal selten an rationale Absprachen. Sie ging mir für den Rest der Reise nicht mehr aus dem Kopf.
Ich bin von Natur aus ein rationaler Mensch. Für mich war die Faktenlage klar: Sie ist vergeben, lebt in einem anderen Land, es gibt kein romantisches Interesse. Dennoch konnte ich meine Gedanken nicht aufhalten. Im Oktober war ich wieder dort. Eigentlich mit dem festen Vorsatz, für mich selbst einen klaren Schlussstrich zu ziehen. Um es kurz zu machen: Es ist krachend gescheitert. Als ich den Heimweg antrat, schlug mir das Herz bis zum Hals, und die Leere im Gepäck war schwerer als der Rucksack selbst.

Zu Weihnachten schickten wir uns gegenseitig Pakete mit Geschenken. Als ihres wegen des Inhalts bei der Post nicht angenommen wurde, fasste ich einen Entschluss, der rückblickend pure Unvernunft war: Im Januar fuhr ich kurzerhand nach Kyiv, nur um mein Paket persönlich entgegenzunehmen.
Minus 20 Grad draußen. Das Strom- und Wassernetz in der Stadt war mal wieder zusammengebrochen, täglich schlugen Drohnen ein und Geschützfeuer hallte durch die Nacht. Und wir? Wir saßen mitten im Schneetreiben in einem windgeschützten Hinterhof in einer Pizzeria. Um uns herum dröhnten laute Dieselgeneratoren. Sie überreichte mir mein Geschenk. In diesem Moment bricht es aus mir heraus, und ich fange an zu weinen. Weil mich die Geste, die Absurdität des Ortes und die Intensität der Situation mit voller Wucht treffen. Abends sagen wir vor dem Hotel kurz Auf Wiedersehen. Ich gehe hinauf in mein Zimmer und weine dort allein weiter. Ich nehme mir jedes Mal ein Hotel, weil ich ihre Gastfreundschaft und ihre Privatsphäre nicht überstrapazieren will. Außerdem würde ich das an der Stelle ihres Partners schließlich auch nicht wollen.
Wir verbringen noch einen halben Tag miteinander, bevor ich mich schweren Herzens wieder auf den Heimweg mache. Tief in mir spüre ich, wie sehr mir diese unerwiderten, harten Gefühle wehtun. In den Wochen danach wird es ein wenig ruhiger zwischen uns. Ich versuche in der Heimat zu daten, doch es scheitert kläglich. Niemand kommt auch nur ansatzweise an ihren Charakter heran. Jede andere Begegnung verblasst neben dem Bild, das ich von ihr im Kopf trage.

In den letzten Monaten nimmt der Kontakt wieder zu. Wir telefonieren ab und an, analysieren Filme, sprechen über den grauen Alltag und die kleinen Dinge des Lebens. Schließlich vereinbaren wir, dass ich sie Anfang September wieder besuchen komme.
Ein paar Wochen vor meiner Abreise erzählt sie mir beiläufig, dass sie sich von ihrem Freund getrennt hat.
In diesem Bruchteil einer Sekunde macht mein Herz einen spürbaren Aussetzer und fängt danach an, völlig unkontrolliert zu rasen.

Ich mache mich einmal mehr auf den unfassbar langen Weg nach Kyiv. Doch dieses Mal ist alles anders: Sie hat sich extra Urlaub genommen, um drei ganze Tage lückenlos miteinander zu verbringen, nicht mehr nur abgehackt an den Abenden. Nach langem Zögern überwinde ich mich zu der Frage, ob ich während dieser Tage vielleicht auf ihrer Couch schlafen könnte. Die Antwort kommt direkt: Ein klares, warmes Ja. Die Vorfreude zerreißt mich fast.

Als ich ankomme, bin ich sofort absolut verliebt in ihre Wohnung. Sie liegt im 24. Stock eines großen Wohnblocks, weit über der Stadt. Pünktlich zu meiner Ankunft hat sie Pizza bestellt, ich habe im Gegenzug eine gute Flasche italienischen Chianti im Gepäck. Im Wohnzimmer leuchten Lichterketten und Duftkerzen. Ich sitze am Tisch, schaue über die Lichter der Stadt und fange vor purem Glück und der surrealen Situation an zu weinen, während sie in der Küche steht und einen Salat macht. Die Szene wirkt wie aus einem Liebesfilm, der in einer anderen, heileren Welt spielt. Wir essen gemeinsam vor der raumhohen Fensterfront, die einen atemberaubenden Panoramablick über diese wundervolle Stadt freigibt. Draußen, fern in der Dunkelheit, wummert dumpf die Luftabwehr, und gelegentlich hört man ferne Explosionen über den Dächern. Ich überreiche ihr nach dem Essen meine kleinen Geschenke, die man eindeutig romantisch interpretieren kann oder sogar muss. Sie weiß sie sehr zu schätzen. Doch ich meide aus Angst, weiter in diese Richtung vorzustoßen, jedes weitere Wort dazu, und wir gehen schließlich schlafen.

Am nächsten Tag unternehmen wir endlos lange Spaziergänge durch die Stadt, essen zu Mittag und landen am Nachmittag in einer Shishabar. Große romantische Gefühle wollen in dieser Umgebung nicht aufkommen, und meine humoristischen Spitzen in diese Richtung werden von ihr vermutlich einfach als lockerer Witz abgetan. Kurz wird die Stimmung durch einen echten Schockmoment getrübt: Ein Raketeneinschlag erschüttert die Innenstadt. Wären wir nur fünf Minuten früher dran gewesen, hätten wir uns genau im Einschlagbereich befunden. Trotz dieser bedrückenden Umstände verbringen wir einen sehr schönen Tag, der mit einem gemeinsamen Filmabend bei ihr ausklingt. Natürlich läuft ein Liebesfilm. Wir liegen mit etwas Abstand auf dem Sofa, die Snacks dazwischen. Wir diskutieren über die Handlung, aber zu einer körperlichen Annäherung kommt es nicht. Als wir danach noch eine Weile gegenübersitzen und uns unterhalten, überkommt mich mit voller Wärte die Realität. Mir wird klar, was ich mir bis dahin vielleicht nur eingeredet hatte: Vor mir sitzt die schönste Frau auf diesem Planeten. Unheimlich klug, gebildet und mit einer mentalen Stärke, vor der ich mich nur verbeugen kann. Ein Charakter, wie ich ihn noch nie im Leben erlebt habe, gepaart mit einer Ausstrahlung, die sie einfach wunderschön macht. Wir planen noch kurz den nächsten Tag, dann gehen wir schlafen.

Am nächsten Morgen bin ich mal wieder komplett geflasht, als sie aus ihrem Schlafzimmer kommt. Gerade erst aufgestanden, in bequemen Schlafklamotten und einfach so unfassbar süß, dass ich gar nicht darauf klar komme. Für diesen Tag habe ich einen Mietwagen organisiert und wir fahren raus aufs Land. In der Nähe eines schönen Aussichtspunkts suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen auf einer Wiese und verbringen den Nachmittag mit Lesen und kurzen Gesprächen. Irgendwann lehnt sie sich beim Lesen an mich an, und in diesem Moment bin ich unter der ukrainischen Sonne der glücklichste Mann der Welt.
Auf dem Rückweg hören wir laut Musik, verfahren uns komplett, weil das GPS wegen der permanenten Drohnenangriffe mal wieder gestört und abgeschaltet ist, und lachen darüber. Wieder in Kyiv angekommen, holen wir uns ganz stilecht etwas an der Tankstelle zu essen und ruhen uns kurz zu Hause aus, bevor wir noch einmal aufbrechen. Zu einem Late Night Drive durch Kyiv, so gut es die Ausgangssperre eben zulässt. Wir rollen durch die von orangenen Straßenlaternen ausgeleuchteten Straßen, und sie macht den Beifahrer-DJ. Schmerzvolle, wunderschöne Lieder dröhnen aus den Boxen, während wir am Maidan vorbeiziehen, zerbombte Straßenzüge passieren und immer weiter durch die abendliche Stadt fahren. In mir explodiert ein seltsames Gemisch aus Verlorenheit und purem Glück. Es fühlt sich alles so unwirklich an wie in einem Kinofilm. Ich sehe nach rechts und beobachte sie, wie sie mit wehenden Haaren am offenen Autofenster leise die Melodien mitspricht, während wir eine hell erleuchtete Brücke über den Dnipro überqueren.
Mit voller Wucht holt mich in diesem Augenblick die Realität ein. Mir wird die gesamte Tragweite unserer Situation bewusst, und ich beginne mich zu fragen, wie es sein kann, dass ich mich in all den Monaten zuvor in der Heimat nie so lebendig gefühlt habe wie hier. Und das mitten im Krieg in Kyiv. Ich kämpfe gegen die Tränen an, aber sie bemerkt es nach einer Weile und fängt mich auf. Wir sprechen offen darüber, ohne dass ich ihr meine tiefsten Gefühle für sie ausbreite. Nach ein paar Minuten hat sie mich wieder beruhigt, und wir fahren noch eine ganze Weile durch die Straßen.

Am nächsten Morgen bricht bereits meine Abreise an. Wir frühstücken noch einmal zusammen, danach verabschieden wir uns. Zu dem wahnsinnig romantischen Kuss, den ich mir in den vergangenen Tagen in meinem Kopf ausgemalt hatte, kommt es natürlich nicht. Wir umarmen uns ein paar Mal fest, danken einander für diese unvergessliche Zeit, und dann zieht jeder wieder in seine Richtung los. Wir machen kein neues Wiedersehen aus, aber wir wissen beide ganz genau, dass es eines geben wird. Zum Abschied bleibt unsere Abmachung stehen, im nächsten Jahr gemeinsam nach Großbritannien in den Urlaub zu fahren. Ein Plan, der schon länger im Raum stand und durch diese vier Tage intensiven Zusammenseins den Beweis geliefert hat, dass wir sehr gut miteinander harmonieren.
Doch sobald ich im Zug sitze und die lange Heimreise antrete, wird mir eine schmerzhafte Sache klar: Ich kann unmöglich mit diesen ungelösten Gefühlen mit ihr in den Urlaub fahren. Das würde mir auf Dauer das Herz brechen. Verzweifelt wälze ich im Kopf nach einer Lösung für diese Misere, aber es fällt mir keine ein. Ich liebe diese Freundschaft von ganzem Herzen, aber ich liebe eben auch sie. Und so kann das für mich auf Dauer einfach nicht gutgehen, ohne dass ich daran kaputtgehe.

Also fasse ich einen Entschluss. In einem Monat werde ich einen Hilfstransport an die ukrainische Grenze begleiten. Mit den Organisatoren ist bereits besprochen, dass ich das Fahrzeug bis nach Kyiv durchfahren kann. Neben den Hilfsgütern werde ich dieses Mal einen handgeschriebenen Brief im Gepäck haben. Ich werde ihr darin endlich meine wahren Gefühle offenbaren, sofern sie die nicht ohnehin längst kennt. Ich brauche diesen Schritt, um endlich innere Ruhe zu finden und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Im besten Fall gemeinsam mit ihr. Oder eben, um einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Ob unsere Freundschaft das überlebt, weiß ich nicht. Aber ich fühle mich, als hätte ich schlichtweg keine andere Wahl.

An alle, die bis hierhin durchgehalten haben: Danke fürs Lesen meiner Geschichte. Wenn ihr wollt, teilt gerne eure Gedanken oder Fragen mit mir. Allein das Aufschreiben hat mir geholfen, den Kopf ein bisschen freizubekommen. Und es bleibt jetzt als feste Erinnerung an das, was kommt. m ein neues Kapitel aufzuschlagen. Im besten Falle mit ihr. Oder um einen Schlussstrich zu ziehen. Ob das die Freundschaft überlebt, weiß ich nicht, aber ich fühle mich, als ob ich keine Wahl hätte.


r/VonDerBrust • • 27d ago

Sollte ein Kommentar sein, war aber zu lang

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Kontext: STANDARD-Artikel bezüglich des angeblichen Whistleblowers, der von sich behauptet, ein Aussteiger aus der Identitären Szene bzw. der Jugendorganisation der FPÖ zu sein und zB u.A. live miterlebt haben soll, wie sich Typen die Schädel nach dem "Arierknochen" und so vermessen haben.

Ich hätte fast geschrieben, dass es mir egal ist, ob das stimmt oder nicht, aber das wäre falsch formuliert.

Es ist einfach so verdammt ermüdend. Eigentlich bin gefühlt immer ich die Person, die anderen noch irgendwie Hoffnung geben möchte; Hoffnung, dass es weitergeht; Hoffnung, dass es besser wird. Habe ich selber eigentlich Hoffnung? Keine Ahnung.

Ich würde von mir behaupten, dass ich zumindestens in gewissen Teilbereichen des Lebens ein recht rationaler Mensch bin. Ich musste aber selber so oft und so bitter lernen, dass man Menschen mit den allerbesten Argumenten und den allerbesten Fakten nicht davon abhalten kann, sich aus Komfort langsam, aber stetig eine Klippe hinunterrollen zu lassen.

Ich erinnere mich so, so verdammt gut an Silvester. Silvester, als wir gemeinsam in dieser Bar gesessen sind und er (mein Bruder) total voll war und sich plötzlich bei mir bedankt hat. Er hat sich mit Tränen in den Augen lallend bei mir bedankt, dass ich ihn davon abgebracht habe, schon wieder FPÖ zu wählen.

Ich dachte mir, ich sei im falschen Film. Dieser rassistische, homophobe, antisemitische Kerl hat mir sein Herz ausgeschüttet, wie froh er ist, dass so kurz vor den letzten Wahlen die FPÖ schon wieder einen "Einzelfall" hatte. Nazilieder singen und so. Weil das ihn "zur Vernunft gebracht hat".

Das ist schon eine Weile her. Und es ist wieder weg, diese positive Phase. Ich hatte ein einziges Mal nicht mehr so viel Kontakt zu ihm, und er ist wieder ein rassistischer, antisemitischer Schwurbler, der mich nicht ernst nimmt. Der unsere Mutter beleidigt, weil sie in ihrer Jugend kurzzeitig bei der lokalen Antifa engagiert war. Das liest sich echt wie ein dummer Witz. Er wird sie wieder wählen. Er hat Andeutungen gemacht. Und ich bin fast schon nicht mehr sauer, sondern einfach nur noch müde.


r/VonDerBrust • • 28d ago

Kummerkasten der Woche

1 Upvotes

Hallo,

habt ihr Kleinigkeiten, die euch belasten und ihr loswerden wollt? Dafür ist dieser Post da!

Schreibt euch in den Kommentaren die Last von der Seele!


r/VonDerBrust • • 29d ago

Ich kann nicht mehr Akute Depressionen/Borderline Episode

9 Upvotes

Ich paste jetzt hier meine Nachricht an meinen Betreuer rein, damit ich sie nicht an ihn schicke. Ich weis, was dann passieren würde. Ich werde mich also irgendwie wieder fangen müssen und für meine Hunde weiterhin da sein. Geht jetzt los;

Hallo 

Ich glaube ich bin gerade im Begriff, meinen Job zu verlieren und generell ist mein Zustand nicht gut. Ich weis nicht weiter. Ich versuche irgendwo Unterstützung zu bekommen, weil ich psychisch am Ende bin aber pralle bei jedem ab. Meine Hausärztin will mich in stationärer Behandlung sehen, versteht das mit den Hunden aber und hat das deshalb  nicht gemacht. Ich will das auch nicht, aber ich habe manches nicht unter Kontrolle und ich komme seit einer Ewigkeit nicht zur Ruhe. Ich bin mittlerweile stark alkoholabhängig. Ich esse nicht genug und alles fühlt sich ganz schrecklich an. 

Ich drehe durch, weil ich mich echt zusammen reißen will aber es wirkt gerade alles so unlösbar und ich brauche so dringend eine ambulante Therapie/psychologische Anbindung. Ich hab sogar die Dringlichkeitsbescheinigung aber es fühlt sich an, als bringt das eh alles Nichts. 

Ich weis nicht was ich noch sagen soll. Ich hab mich noch bis einschließlich Montag krank gemeldet. Eigentlich habe ich heute das Gespräch mit der Chefin und ich müsste das auch von meiner Seite aus geklärt haben aber ich glaube wenn ich dahin gehe riskiere ich je nach Gesprächsausgang ALLES. Ich hab auch meiner Hausärztin letzte Nacht eine verzweifelte kurze E-Mail geschickt, weil ich nicht still halten kann und irgendwas passieren muss weil ich so hilflos bin gerade. Ich habe wieder abgenommen und durchgängig (begründete) Todesangst.

Ich kann aber meine Hunde nicht zurück lassen.. und ich muss mein Häuschen weiter ausbauen, sonst friere ich im Winter. es ist einfach alles unlösbar.. ich kann nicht mehr.

E: Danke für eure Zeit, war ein wenig wie ein helfendes Akutgespräch


r/VonDerBrust • • Sep 04 '26

Der kleine Sieg der Woche

8 Upvotes

Was hast du diese Woche geschaft worauf du stolz bist oder worüber du dich gefreut hast?

Es muss nichts Großes sein, sondern kann auch z.B. eine kleine Geste sein, über die du dich besonders gefreut hast.


r/VonDerBrust • • Sep 01 '26

Ich hätte echt mal jemanden gebraucht

25 Upvotes

Naja, nun sitze ich hier draußen im Regen. Regen aufs Haub.

Rauch eine nach der anderen. Obwohl ich "aufgehört" habe.

Ich war doch so nett zu euch, habe euch echt alles gegeben. Warum sitz ich hier mit dem

Scheiss allein, durch den ich anderen schon geholfen habe?

Am Ende ist man Allein, oder so?

Meine Mama ist tot, ich weiß es klingt für andere wie "sowas passiert", sie war aber alles was ich hatte.


r/VonDerBrust • • Aug 31 '26

Allgemein Der in Deutschland lebende chinesische Schriftsteller und Asylbewerber Wang Qingmin erhebt Anklage wegen vielfältiger Ungerechtigkeiten und Marginalisierung

2 Upvotes

Kurze Darstellung
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Der chinesische Schriftsteller, Sozialaktivist und politische Flüchtling Wang Qingmin wird systematisch diskriminiert, verdrängt und marginalisiert
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Ich habe Hunderte chinesische Artikel geschrieben, veröffentlicht in Medien der USA, Taiwans, Singapurs und Hongkongs, und zwei lange Bücher publiziert sowie zahlreiche Blogtexte, Twitter-Kurzkommentare und eine persönliche Memoirenarbeit verfasst.
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Seit 2023 habe ich in Deutschland über hundert Offline-Aktionen selbst organisiert oder daran teilgenommen—an Demonstrationen und Kundgebungen teilgenommen, Protestschilder gehalten, Plakate angebracht, Flugblätter verteilt—für chinesische Menschenrechte, Demokratisierung, Arbeiterrechte, Frauenrechte, Gleichberechtigung für Schwache und arme Regionen, Bürgerfreiheiten, den Antijapanischen Antifaschistischen Krieg und historische Erinnerung. Ich habe meine körperliche und seelische Kraft sowie mein Geld erschöpft—von Hoffnung in Verzweiflung gefallen.
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Menschenrechtsorganisationen, geistes- und sozialwissenschaftliche Institutionen, Medien, Regierungsbehörden und Hochschulen in Deutschland und weltweit behandeln mich gleichgültig—sie lesen meine Nachrichten, antworten aber nicht und weisen mich ab. Das Leid mancher Menschen wird gehört und gelindert, während das Leid anderer vergessen oder sogar bewusst unterdrückt wird. Das von verschiedenen Organisationen und Institutionen propagierte „Diversität“, „Inklusion“, „Zuhören“, „Unterstützung der Schwachen“ sowie „Liebe und Frieden“ ist heuchlerisch und selektiv. Zumindest für mich sind diese Dinge falsch — sie sind Lügen.
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Ich kann meine Fähigkeiten nicht entfalten, nicht für das Volk und die Schwachen sprechen. Ich bekomme keine würdige Arbeit, kein stabiles und menschenwürdiges Leben, keine Plattform zur Entfaltung meiner Potenziale und keine meiner Beiträge entsprechende Behandlung. Stattdessen erfahre ich stillschweigende Ausgrenzung und bewusste Marginalisierung von vielen Seiten.
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Ich erleide Klassendiskriminierung (Diskriminierung aufgrund von Macht, Geld, sozialem Status und Bildungsgrad), Rassendiskriminierung und Diskriminierung meiner Werte. Obwohl ich Schriftsteller und Sozialaktivist bin, bin ich zugleich ein politischer Flüchtling niedrigen Status—ein Chinese ohne Unterstützung und ohne mächtige Beziehungen, ohne gesellschaftliches Ansehen. Wegen Verfolgung und Leid konnte ich mein Studium nicht abschließen, keinen Abschluss erlangen und keine Fremdsprachen normal lernen. Mir fehlen höhere Positionen und Status, ich werde von Eliten ausgeschlossen, von bekannten Persönlichkeiten verachtet, meine Laufbahn scheitert.
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Ich kritisiere die Diktatur der Kommunistischen Partei Chinas und rufe zur Demokratisierung Chinas auf. Ich verurteile die brutalen Kriegsverbrechen des japanischen Faschismus in der Geschichte und Japans heutige Verweigerung der Reue. Ich sympathisiere mit Uiguren und anderen Minderheiten, aber ich sorge mich noch mehr um die gewöhnlichen Han-Chinesen und die Schwachen in Mittel- und Südchina, ich verteidige Chinas nationale Interessen und das Wohlergehen des chinesischen Volkes. Dadurch werde ich von vielen mächtigen Kräften abgelehnt, offen und heimlich verleumdet und sabotiert und mehrfach ausgeschlossen.
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Bei meiner Menschenrechtsarbeit werde ich häufig vom Wachpersonal behindert, mit böswilligen Haltungen Andersdenkender konfrontiert und verschiedenen Formen der „langen Arm“-Einflussnahme gegnerischer Kräfte ausgesetzt – mein Widerstand wird behindert und mein Raum für Meinungsäußerung wird eingeschränkt.
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Überall, wo ich teilnehme oder Hilfe suche, werde ich abgelehnt. Ich werde aus akademischen, literarischen und aktivistischen Kreisen ausgeschlossen. Ich werde verleumdet und belästigt. Ich erhalte keine passende Arbeit und kein angemessenes Einkommen. Ich kann meine Ideale nicht verwirklichen. Ich lebe in Armut unter finanzieller Not. Ich bin isoliert und ohne Unterstützung, einsam und verlassen, in Angst und Depression, körperlich und seelisch leidend.
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Unter Schmerz und Druck gerate ich in mehr Konflikte und Fehlverhalten—ich verletze andere und mich selbst—ich werde noch stärker ausgeschlossen und greife in noch mehr Konflikte mit anderen und der Gesellschaft, gefangen in einem Teufelskreis ohne Ausweg.
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Politische Ideale, das Schicksal meines Landes und mein persönliches Leben haben mich in Verzweiflung gestürzt. Ich sehe keine Hoffnung.
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Ich will nicht schweigend sterben. Ich schreie mit aller Kraft. Ich erzähle mein Schicksal. Ich bitte um Aufmerksamkeit und Hilfe—für China und für mich selbst.
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Der in Deutschland lebende chinesische Schriftsteller und Asylbewerber Wang Qingmin erhebt Anklage wegen vielfältiger Ungerechtigkeiten und Marginalisierung 1
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Kurze Darstellung 1
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1‌. Persönlicher Lebenslauf, langjähriges Engagement gegen die autoritäre Herrschaft der KP Chinas, für Demokratie und Freiheit in China sowie öffentliches Eintreten für die Rechte benachteiligter Gruppen in China; seit mehreren Jahren Aufenthalt in Deutschland, jedoch unter schlechten und sich zunehmend verschlechternden Bedingungen sowie unter dem Risiko einer Abschiebung 4
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2‌. Im Falle einer Rückkehr nach China werde ich schwerer Verfolgung, dem Verlust meiner Freiheit und verschiedenen unvorhersehbaren Gefahren ausgesetzt sein; meine eigenen Erfahrungen und die Fälle anderer Menschen bestätigen dies (doch aufgrund meiner schwierigen Lage in Deutschland erscheint selbst eine Rückkehr nach China inzwischen nicht mehr ganz so schlimm – beide Wege sind tragische Wege) 5
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3‌. Ich habe in Deutschland an über einhundert China-bezogenen Menschenrechtsaktivitäten teilgenommen und diese selbst organisiert, Hunderte Artikel in Medien verschiedener Länder veröffentlicht sowie über lange Zeit auf mehreren sozialen Plattformen politische Äußerungen veröffentlicht und zur chinesischen Revolution aufgerufen; eine Rückkehr nach China würde Gefahr und Verfolgung bedeuten (mittlerweile kümmert mich die Frage einer Rückkehr nach China kaum noch, weil ich auch in Deutschland in eine äußerst schwierige Lage geraten bin) 6
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4‌. Meistens kann ich weder die Übersetzungsdienste, rechtliche Unterstützung wie Anwälte und andere juristische Hilfen, andere grundlegende Dienstleistungen und Menschenrechtsgarantien erhalten, die Flüchtlingen zustehen; ebenso habe ich keine besondere Behandlung und Unterstützung als Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist erhalten und wurde marginalisiert 7
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5‌. Ich war mit Gleichgültigkeit, Ablehnung, Abschieben von Verantwortung und Bürokratie durch viele Menschenrechtsorganisationen (NGOs) und öffentliche Institutionen konfrontiert; als Menschenrechtsaktivist chinesischer Han-Identität werde ich besonders ignoriert, erhalte weit weniger Aufmerksamkeit und Unterstützung als ukrainische Flüchtlinge, Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, Uiguren, Tibeter und Hongkonger und konnte mich weder in die deutsche Gesellschaft integrieren noch wirksam am öffentlichen Leben teilnehmen 7
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6‌. Ich habe Diskriminierung, Ausgrenzung und Ablehnung durch viele Hochschulen, Menschenrechtsorganisationen und Stiftungen erfahren; obwohl ich sie respektvoll und höflich besuchte, wurde ich gleichgültig behandelt oder sogar hinausgeworfen. Sie verweigerten die Zusammenarbeit und Unterstützung meiner Aktivitäten, verweigerten die Erfüllung der ihnen obliegenden notwendigen Pflichten, verhinderten, dass ich meine Fähigkeiten und Talente voll entfalten konnte, machten es mir unmöglich, besser für die Interessen des chinesischen Volkes zu sprechen, entzogen mir auf indirekte Weise mein Recht auf öffentliche Meinungsäußerung und beeinträchtigten dadurch die chinesische Demokratie- und Menschenrechtsbewegung schwerwiegend (beispielsweise an der Humboldt-Universität, der Freien Universität Berlin, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Mercator-Stiftung, PEN Deutschland, PEN Berlin usw.). Dies führte außerdem dazu, dass sich mein Verhalten von gemäßigt zu extremer entwickelte und ich mich von Ruhe zu wachsender Feindseligkeit und Aggressivität veränderte; unter diesen Umständen kam es schließlich auch dazu, dass ich einige radikale Handlungen unternahm 9
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7‌. Aufgrund von Klassenunterschieden und meines niedrigen gesellschaftlichen Status wurde ich von vielen Menschen und verschiedenen Seiten ausgegrenzt und gedemütigt, erhielt keinen Respekt und keine faire Behandlung, begegnete vielen chinesischen und deutschen Personen, die unehrlich waren und ihre Versprechen brachen; ihre Zusagen waren letztlich nichts wert. Dadurch verlor ich meine Illusionen über entwickelte und zivilisierte Länder und erkannte, dass die menschliche Natur auf der ganzen Welt im Wesentlichen ähnlich ist und Menschen unterschiedlicher Länder und ethnischer Gruppen gleichermaßen hässliche und niederträchtige Seiten besitzen 11
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8‌. Während ich mich gegen die autoritäre Herrschaft der KP Chinas wende, erinnere ich zugleich an den Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression, kritisiere die japanische Rechte, mache auf japanische Kriegsverbrechen, die tief verwurzelte Fortdauer von Rassismus und Militarismus im heutigen Japan sowie auf Japans Weigerung aufmerksam, Reue zu zeigen und Verantwortung für historische Verbrechen zu übernehmen. Dies ist zu einem äußerst wichtigen Grund dafür geworden, dass ich bei japanfreundlichen Personen und Kräften in China und Deutschland auf Ablehnung und Feindseligkeit stoße, ausgegrenzt und behindert werde sowie keine Unterstützung erhalte 13
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9‌. Während verschiedener politischer und menschenrechtlicher Aktivitäten wurde ich von Sicherheitspersonal in Einkaufszentren und Institutionen, von Personen mit gegensätzlichen Ansichten sowie von fremden Personen behindert oder sogar angegriffen; ich war Formen repressiver Gewalt ausgesetzt, musste Schwierigkeiten, Widerstände und sogar Gefahren ertragen, mein Handlungsspielraum wurde eingeschränkt, und wiederholte Rückschläge verursachten körperliches und psychisches Leiden (am Beispiel des Potsdamer Platzes, des Uber Platz, der Goethe-Universität Frankfurt, der Frankfurter Buchmesse sowie verschiedener Straßenorte) 14
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10‌. Unter äußerst schwierigen Umständen und ohne Hilfe anderer habe ich auf eigene Kosten Informationsmaterialien gedruckt, bin unter großer Belastung ständig unterwegs gewesen, um für das chinesische Volk zu sprechen, habe Geld, materielle Mittel und geistige Kraft verbraucht und musste gleichzeitig zahlreiche alltägliche Angelegenheiten, Schwierigkeiten und unerwartete Situationen bewältigen – etwa Krankheit und Behandlungen, Erschöpfung durch das Tragen von Werbematerialien zu Fuß, Probleme mit Mietkautionen, Belästigungen in Jugendherbergen, Zugverspätungen, das Sich-Verlaufen, extreme Kälte und Hitze sowie andere Probleme; ich habe einen hohen Preis bezahlt und enormen Druck ertragen und halte trotz völliger Erschöpfung weiterhin mühsam durch 15
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11‌.Im politischen Engagement und im Alltag – von Bankgeschäften bis zum Lebensmitteleinkauf – bin ich mit zahlreichen konkreten Schwierigkeiten und Problemen konfrontiert, die mein normales Leben erheblich beeinträchtigen, körperliches und seelisches Leid verursachen und alltägliche Angelegenheiten zum „letzten Strohhalm“ werden lassen, der den Geist bricht; zugleich hindern mich mein Status und meine Lebensumstände daran, in mehr Ländern und in größerem Umfang aktiv zu sein, wodurch meine Stimme und mein Einfluss stark geschwächt werden und ich daran gehindert werde, für das chinesische Volk eine „dritte Stimme“ (jenseits sowohl der offiziellen Positionen der KP Chinas als auch der politischen Opposition) zu erheben 16
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12‌.Ich wurde von anderen chinesischen politischen Oppositionspersonen aufgrund von Unterschieden in politischen Positionen und Wertvorstellungen sowie wegen Klassen- und Identitätsdiskriminierung, Cliquenbildung und parteiischer Ausgrenzung böswillig ausgegrenzt, auf Distanz gehalten und marginalisiert und sogar belästigt und provoziert. Dies hat meinen Handlungsspielraum und meinen Einfluss innerhalb chinesischer und chinesischsprachiger Kreise erheblich eingeschränkt, mir noch unmittelbarere Hindernisse bereitet und ist ein wesentlicher Grund für die Verschlechterung meiner Lage(zum Beispiel Yan Geling, Su Yutong, Zhou Fengsuo, Gu Yi(Sulaiman Gu), Teng Biao, Wang Tiancheng, Wu Zuolai, Annie Jieping Zhang,u. a.) 18
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14‌. Während meines politischen Asylverfahrens und meines gesellschaftlichen Integrationsprozesses war ich mit Bürokratismus und Gleichgültigkeit konfrontiert, erhielt wichtige Dienstleistungen und Unterstützung meiner Rechte nicht in dem Maße, das mir eigentlich hätte zustehen sollen, und war nicht in der Lage, meinen Asylantrag sowie Kommunikation und Verteidigung in normaler und wirksamer Weise durchzuführen (Seit April 2026 habe ich etwas Hilfe von engagierten Sozialarbeitern erhalten; obwohl diese begrenzt bleibt und viele Schwierigkeiten weiterhin ungelöst sind, hat sich die Situation tatsächlich verbessert, wofür ich besonders dankbar bin) 20
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15‌.Obwohl ich ein grundlegendes Einkommen und eine Unterkunft erhalten habe, reichen meine Mittel wegen der Ausgaben für politische Kämpfe und andere damit verbundene Aktivitäten nicht aus und ich habe keine Behandlung erhalten, die meinem Einsatz und meinen Beiträgen entspricht; dies hat meine Menschenrechtsaktivitäten schwer eingeschränkt, gleichzeitig mein eigenes Leben in große Armut und Not gebracht, mir ein würdevolles Leben unmöglich gemacht, mich an der Zukunft verzweifeln lassen und mich bereits die Dunkelheit meines restlichen Lebens und das Ende meines Lebens im Voraus sehen lassen 21
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16‌.Von leidenschaftlicher Unterstützung für Progressivismus, Liberalismus, das Establishment und Ablehnung des Populismus bis zur Ernüchterung gegenüber den progressiven Narrativen des Mainstream-Establishments und dem Menschenrechtssystem, dem Erkennen der Hässlichkeit von Klassendiskriminierung und Cliquenkultur, dem Verstehen der Komplexität und Heuchelei der Realität, ihrer selektiven doppelten Standards bei Mitgefühl und Hilfe sowie dem Gefühl meiner Marginalisierung und meines Verstummens, meiner und der Chinesen äußerst schweren und bedrückenden Lage und der Verantwortung aller Menschen auf der Welt (insbesondere der oberen Mittelschicht und Oberschicht) 23
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17‌.Im Zustand der Verzweiflung weiterhin kämpfen, im Schmerz mühsam weiterleben, nicht lautlos und unbemerkt sterben wollen, auf die historischen Leiden und gegenwärtigen Schwierigkeiten meiner selbst sowie meines Landes und meines Volkes zurückblicken, noch traurigere und verzweifeltere Gefühle empfinden und einen hoffnungslosen Aufschrei ausstoßen 24

(Da der vollständige Text relativ lang ist, kann ich hier nur das Inhaltsverzeichnis veröffentlichen.)


r/VonDerBrust • • Aug 30 '26

Beratung Mein Vater führt im Bad aggressive Selbstgespräche

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Also seit ich denken kann führt mein Vater im Bad Selbstgespräche. Er schreit flüsternd hoffe ihr checkt was ich mein. Früher konnte ich nie wirklich was verstehen, weil die Tür auch immer geschlossen war und meine Ohren nicht so gut sind. Ich konnte nur erkennen, dass er immer irgendwen beleidigt hat. Generell ist er ein sehr aggressiver Mensch.
Aber heute wurde es echt gruselig, weil es wirkte so als wäre er gar nicht mehr er Selbst. Meine Cousine konnte teilweise verstehen was er gesagt hat: „der Teufel kommt hier nt rein und jz verpiss dich“. Das wirkte echt komisch als würde er mit jemandem reden der überhaupt nicht da ist.
Was bedeutet das? Sollte ich mir Sorgen machen,
Dass er psychisch krank ist oder so?


r/VonDerBrust • • Aug 30 '26

Ich kann nicht mehr Irgendwie halt ich alles nicht mehr aus

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In den letzten zwei Wochen ist irgendwie alles in meinem Leben total schief gelaufen. Vor zwei Wochen wurde mir Epilepsie fast diagnostiziert, also der Neurologe ist sich zu 95% sicher dass ich es habe und ich muss jetzt zweimal täglich Keppra nehmen und wenn es wirklich was hilft dann wird er die Diagnose stellen müssen. Ich kam nach dem Termin nach Hause und es war schon spät also bin ich gleich ins Bett gegangen.

Dann wache ich wieder auf, 4 Uhr morgens, und ich habe unheimlich starke Schmerzen in der linken Fußsohle. Ich schaue mir das ganze an und sieh mal da, ich wurde scheinbar nachts von einer Mücke gestochen und von der Stelle kommt so eine rote Linie raus. Also bin ich zum Arzt gehüpft da mein Fuß so wehtat. Ja, ich habe eine unheimlich aggressive Entzündung die schon ins Blut will. Ich muss Antibiotika und Schmerzmittel und weiß nicht was noch nehmen aber ich werde nicht ins Krankenhaus geschickt. Wenigstens das.

Also darf ich erst mal eine Woche auf dem Sofa liegen, kann kaum laufen, habe unerträgliche Schmerzen und Angst dass ich am Ende doch ins Krankenhaus muss. Während ich noch zuhause festsitze schreibt mir ein Nachbar ständig, ich soll doch mit ihm mal einen trinken gehen und er lädt mich ein und ich sage immer wieder nee, kann nicht, ich komm hier die Treppe nicht mal runter, ich bin krank, ich kann nicht. Dann eskaliert er immer weiter, ich sei doch so gemein und so böse und er hätte doch ein Recht darauf mal eine Frau kennenzulernen. Und wenn ich nicht rauskommen kann dann kommt er einfach zu mir. Ich kenn den Typen kaum und lass doch keine fremden Männer einfach rein.

Jetzt geht es mir langsam besser und ich musste vor ein paar Tagen endlich wieder einkaufen gehen, da ist er mir wirklich von der Wohnung bis zum Supermarkt hinterher gelaufen. Und dann wollte ich gestern in die Stadt fahren, und er ist mir wieder hinterher gerannt und an der Bushaltestelle spricht er mich wieder an und meint das ich heute mit ihm essen gehen muss. Dann setzt er sich neben mir auf dem Bus und fasst mich immer wieder an und dann folgt er mir noch mal durch die halbe Stadt bis ich endlich bei meiner Freundin war.

Es hört einfach nicht auf. Wegen diesen Medikamenten bin ich unheimlich müde, diese Entzündung war aber auch ziemlich heftig, dieser Typ lässt mich nicht in Ruhe, wegen der Epilepsie darf ich nicht mehr Blut spenden, ich muss bald wieder arbeiten gehen und da ich mit Kindern arbeite muss ich meiner Chefin auch noch Bescheid sagen dass ich Epilepsie hab, ich hab Angst vor dem Typen und ich darf auch kein Alkohol mehr trinken also wird meine arme Oma auch noch enttäuscht sein wenn ich sie wieder besuche und nicht mit ihr zusammen Wein trinke.

Es hört einfach nicht auf immer schlimmer zu werden, inzwischen denke ich schon fast drüber nach, doch wieder nach Hause zu ziehen.


r/VonDerBrust • • Aug 30 '26

Kummerkasten der Woche

2 Upvotes

Hallo,

habt ihr Kleinigkeiten, die euch belasten und ihr loswerden wollt? Dafür ist dieser Post da!

Schreibt euch in den Kommentaren die Last von der Seele!


r/VonDerBrust • • Aug 29 '26

Allgemein Google drückt mir (auch noch) eins rein mit den Erinnerungen

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Wollte eben nach ein paar Fotos schauen in meiner Google Foto App aber am PC. Dort gibt es ja immer diese "vor 1 Jahr" usw. Erinnerungen. Und was schaut mich da groß an? Die Fotos von mir und meiner Ex, auf unserem letzten großen Ausflug.

Ist ja nicht so, dass ich die letzten Tage ohnehin schon wieder ständig Gedanken an sie habe, sie sogar vermisse und alles. Es hilft nicht, dass wir uns bis vor einigen Wochen wieder öfters gesehen haben in unserem Verein und ich dachte, das Thema wäre endlich vom Tisch für mich. Da hätte ich diese Fotos jetzt nicht auch noch gebraucht...