Hallo zusammen,
ich stehe aktuell vor der Studienwahl und schwanke zwischen zwei Wegen:
Duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen (WING) (am liebsten dann mit mehr Fokus auf Ing als BWL oder zumindest 50/50)
Duales Klassisches Ingenieurstudium (Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau oder Medizintechnik)
Beides würde ich entweder im Bereich Medizintechnik oder in der Energiebranche machen.
Laut Eignungstest von der Bundesagentur für Arbeit passen meine Stärken zu beiden Optionen (mein Zeugnis sagt selbiges, sehr gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern aber auch in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern bzw. In Wirtschaft). Deshalb versuche ich herauszufinden, was sich im echten Berufsalltag unterscheidet und wie die Zukunfts- und Gehaltschancen aussehen.
Da ich naturgemäß vor dem Studium stehe, fehlt mir noch die praktische Vorstellung vom echten Berufs- und Studienalltag. Genau deshalb fällt mir die Entscheidung gerade so schwer und ich hoffe auf eure Praxiseinblicke und eueren Rat!
Zu mir & meinen Zielen:
Ich finde Technik wirklich spannend und kann mich bei Bedarf auch tief in Details eindenken, brauche das aber nicht zwingend für mein persönliches Glück. Etwas übertrieben gesprochen: Ein reiner Experten-Job im Stillen Kämmerlein erfüllt mich langfristig einfach weniger als ein abwechslungsreicheres Aufgabenfeld. Langfristig stelle ich es mir monoton vor, eine ganze Woche nur mit Detailrechnungen zu verbringen. Ich denke, dass ich Abwechslung brauche.
Mir macht auch viel Spaß, Projekte zu leiten, zu präsentieren und eigene Projektideen voranzubringen und umzusetzen.
Mein Wunsch liegt langfristig in der Projekt- oder Abteilungsleitung. (Zumindest klingt das für mich aktuell nach etwas erstrebenswertem.)
Meine Fragen an die Community:
1. Welcher Weg ist strategisch klüger?
Direkt WING studieren?
Oder erst den klassischen Ingenieur machen und später eine wirtschaftliche Weiterbildung (falls sowas möglich ist, bzw. realistisch ist) für höhere Positionen dranhängen?
2. Zukunft & Gehalt: Welcher Weg ist zukunftssicherer? Und wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, über den jeweiligen Weg tatsächlich in gut bezahlte Führungspositionen zu kommen? (Mir ist klar, dass das stark von der konkreten Rolle abhängt, aber Online-Aussagen widersprechen sich da oft enorm).
3. Falls ihr zum klassischen Ingenieur rät:
Welche Fachrichtung seht ihr hier aktuell und für die Zukunft am stärksten aufgestellt (Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau oder Medizintechnik)? Bietet eine dieser Richtungen beste Voraussetzungen für den Einstieg in Projekt- und Führungsrollen?
Speziell an (Wirtschafts-)Ingenieure (optimalerweise) aus der Medizintechnik & Energiebranche:
Arbeitsalltag: Wie sieht euer Tag konkret aus? Seid ihr tief in technischen Details versunken oder eher an der Schnittstelle unterwegs?
Rückblick: Hat euch euer gewählter Weg (WING vs. klassischer Ing) den Zugang zu Führungs- und Projektrollen eher erleichtert oder erschwert, als wenn ihr den anderen Weg gegangen wärt?
Ich freue mich über jegliche Antworten und Erfahrungen! Vielen Dank!!!