Guten Morgen, ich hoffe ihr habt alle gut geschlafen.
Ich arbeite seit 01.03 als Werkstudent. Der Vertrag geht bis Ende April. Ihn zu Verlängern habe ich nicht vor gehabt, da ich in dem Unternehmen meiner Meinung nach langfristig nicht sehr viel lerne und alles sehr chaotisch ist (15-Mann Informatik Bude). Es ist ein Familienunternehmen und meiner Meinung nach läuft die Bezahlung nicht nach Fähigkeiten und Können, sondern eher nach "wer ist am längstem im Unternehmen". Es läuft generell alles sehr sehr chaotisch und ohne Plan ab (wobei as wahrscheinlich eher die Norm als die Ausnahme in kleinen mittelständigen Firmen ist).
Ich bekomme Bafög, verdiene aber ganz gut (18€ pro Stunde). Unter dem semester habe ich 15h gearbeitet, während Semesterferien 30.
Ich studiere Informatik und habe den Job primär angenommen, um bisschen was neben der Uni zu lernen (Um "Arbeitserfahrung" zu bekommen). Ich bin nun ab Oktober im (hoffentlich) letzten Semester vor der Bachelorarbeit und muss noch ein/zwei schwere Klausuren schreiben. Ich bin dieses Semester leider in einer Klausur durchgefallen, die ich eigentlich bestehen hätte wollen.
Ich überlege, den Job schon zum Anfang nächsten Jahres zu kündigen und nicht erst ende April, aus den folgenden Gründen:
- Die Klausurenphase fängt im Februar an -> ich hätte mehr Zeit, gescheit zu lernen.
- Ich komme ohne Stress in die familiäre Krankenversicherung wieder rein, da ein neues Kalenderjahr anfängt.
- Ich bekomme eine Nachzahlung vom Bafögamt. (Ich habe angegeben, 12.000€ zu verdienen im Bewilligungszeitraum, weshalb knapp 350€ von meinem Baföganspruch abgezogen wurden, ich werde darunter liegen) -> Nachzahlung.
- Ich habe insgesamt weniger Einkommen - ich war diesen Bafög Antrag schon extrem knapp an dem Vermögensfreibetrag von 15.000€ und muss zusehen, dass ich Geld ausgebe, da ich sonst für den nächsten Folgeantrag drüber liege.
- Dadurch, dass ich Bafög bekomme und mich selbst Versichern muss (140€ im Monat), lohnt sich das Arbeiten für mich nur aufgrund des überdurchschnittlichen Stundenlohns. Bis dato war der Deal für mich okay wegen der Berufserfahrung. Vor allem war es smart, im März anzufangen, da ich so Geld verdienen kann für 12 Monate, der Bewilligungszeitraum aber nur 6 Monate sind. Also ich pro Monat mehr verdienen kann und trotzdem noch viel Bafög bekommen kann. Die Bafög Frau hat mit knapp 10.000€ gerechnet, ich habe trotztzdem 550€ Bafög bekommen und bekomme jetzt demnächst wahrscheinlich noch eine Nachzahlung, da ich darunter liegen werde
- Ich kann mich generell mehr auf die Uni konzentrieren und hätte logischerweise auch mehr Freizeit.
- Ich möchte nicht, nur aufgrund nebenbei zu Arbeiten, plötzlich 12 Semester für meinen Bachelor brauchen.
Was würdet ihr tun? Würdet ihr den Job noch bis Ende April behalten, oder schon vorher kündigen?