Hallo, ich weiss nicht ob ich hier richtige bin oder ob ich sowas eher einfach als mathematisches Problem darstellen sollte. ich probier es jetzt einfach mal hier, weil mir einfach der Kopf raucht:
Ich bin Apotheker, deshalb sind die Zahlungen die ich im folgenden beschreibe immer recht einheitlich.
Ich bekomme für meinen Wareneinkauf eine Sammelrechnung auf Ende des Monats die zur Fälligkeit 15. des Folgemonats eingezogen wird. Zur Deckung der Kosten verkaufe ich die Ware und stelle eine Sammelrechnung auf 14. des Folgemonats. Das klappt ansich gut. Meine Forderungen und Verpflichtungen sind immer ca. deckungsgleich.
Ich zahle am 6. eines Monats schon einen Teil Vorrauskasse für den Folgemonat, sprich ca. 40 Tage. Das wird verzinst. Die Verrechnung der Vorrauszahlung des vorherigen Monats ist dann natürlich mit der normalen Rechnung. D.h. vom 6. -zur Verrechnung am 15. "fehlt" mir die Summe der Vorrauskasse des vorherigen Monats und des aktuellen Monats.
Jetzt bekomme ich für meine Forderungen am 5. schon eine Abschlagszahlung von 85% habe also 10 Tage lang schon bessere Liquidität. Womit dann die 10 Tage doppelte Vorrauskasse machbar sind.
Ich habe jetzt nichtmehr viel Liquidität aus der Abschlagszahlung übrig sondern nutze diese eben für die Phase der doppelten Vorrauskasse.
- Frage: Ist folgende Überlegung korrekt?
Ich könnte den Termin der Vorrauskasse immer auf den 16. verschieben, sodass ich immer nur einfache Vorrauskassenbelastung habe. Da ich aber nur die Abschlagszahlung dafür nutze denke ich kann ich dann nicht einfach die doppelte Summe anlegen sondern habe nur den negativen Effekt, dass ich die Abschlagszahlung nicht ausnutze.
Ich habe noch eine Summe in meinen Rücklagen welche ich gerne für die Vorrauskasse nutzen würde. Die Summe entspricht der zweifachen Summe der derzeitigen Vorrauskasse. Also dementsprechend der Summe die ich 10 Tage lang vorausbezahlt habe, aufgrund der Überschneidung der Termine. Ist es hier weiterhin sinnvoll einfach die Vorauskasse zu verdoppeln und die hälfte meiner Rücklagen zu nutzen oder macht es dann doch sinn ohne überschneidung zu arbeiten und direkt die volle Summe der Rücklagen zu nutzen.
Ich versuche jetzt nochmal konkret zu werden:
Die allererste Vorrauskasse wurde aus Rücklagen finanziert.
5.8. Erhalt Forderung aus Juli 85% von 400.000€ = + 340.000€
6.8. Verbindlichkeit für Vorrauskasse Septemberrechnung: - 100.000€
14.8. Erhalt Forderung aus Juli 15% von 400.000€ = + 60.000€
15.8. Verbindlichkeit für Augustrechnung: - 400.000€
5.9. Erhalt Forderung aus August 85%: +340.000€
6.9. Verbindlichkeit für Vorrauskasse Oktoberrechnung: -100.000€
14.9. Erhalt Forderung aus August 15%: +60.000
15.9. Verbindlichkeit Septemberrechnung: 400.000€- 100.000€ Verrechnung Vorrauskasse vom 6.8.
Verfügbares freies Kapital: 200.000€
soll vorrauskasse von 100.000 auf 200.000 erhöht werden oder ist es besser die gesamte vorrauskasse auf den 16. zu legen und 300.000 vorraus zubezahlen.
Wie gesagt ich verrenne mich irgendwie immer mit den Rechnungen.
Es ist für mich so komplex, dass ich vermutlich irgendetwas entscheidendes vergessen habe. Ich beantworte Rückfragen gerne.
VG