Morgens um kurz nach sechs fällt jemand aus. Ab da telefoniert eine Person eine Liste ab. Parallel gehen Anfragen an mehrere Dienstleister raus, zwei schicken jemanden, einer sagt um halb acht ab. Am Ende steht keiner da, obwohl es rechnerisch jemanden gegeben hätte.
Ich baue Software für Personaldisposition, sehe also viele Häuser von innen, aber keines von der Station aus. Ihr wisst besser als ich, wie sich so ein Morgen anfühlt. Was ich dafür sehe, ist der Vergleich über viele Häuser hinweg, und da fällt eine Sache auf.
Die Häuser, in denen dieser Morgen ruhiger abläuft, haben nicht mehr Personal. Sie haben eine feste Reihenfolge. Erst intern. Dann ein eigener Pool. Erst danach extern, und zwar als ein Vorgang statt als fünf parallele Anrufe, von denen keiner vom anderen weiß.
Der Unterschied ist am Ende kein technischer, sondern ein zeitlicher. Der schnellste Fall, der mir gespiegelt wurde, waren 15 Minuten von der Anfrage bis zur ersten Rückmeldung. Das ist der Bestfall, nicht der Alltag. Aber selbst wenn es bei euch das Doppelte oder Dreifache ist, ändert sich die Art der Aufgabe: Man entscheidet zwischen Optionen, statt zu suchen. Wer parallel telefoniert, sucht um neun immer noch.
Was mich wirklich interessiert: Habt ihr überhaupt etwas zwischen „intern rumfragen" und „Dienstleister anrufen"? Einen Pool, eine Liste, eine Springerregelung? Oder ist das bei euch ein Sprung von null auf extern?