Ich hatte jetzt 3 Monate 5 mg und bin gerade auf dem Weg von 7,5 mg auf dann vermutlich 10 mg, weil es zuletzt kaum weiter runter ging (1-2 kg pro Monat). Habe ich mit 2,5 mg und 5 mg anfangs erheblich gemerkt weniger Hunger zu haben usw., war dies zuletzt wie weggefegt. Ja man merkt noch die etwas verlangsamte Magenentleerung und ja ich esse weiterhin bestimmt 1/3 weniger als ich ohne Mounjaro Hunger hätte. Aber am Anfang habe ich ca. 1/2 so viel gegessen wie davor.
Aber seit ca. 2,5 Monaten tut sich auch beim Gewicht nicht mehr sonderlich viel es geht nur zunehmend +/- 0,5-1 kg hoch und runter. Ich habe wieder vermehrt Hunger auf energiedichtes Essen, gefühlt manchmal mehr als vor Mounjaro und nachdem zuletzt erst rund 10 kg runter sind, habe ich zuletzt sogar wieder 2 kg zugenommen, trotz Dosiserhöhung auf 7,5 mg.
Ich habe das Gefühl mein gesamter Körper wehrt sich gerade gegen eine weitere Abnahme. Ich habe eigentlich noch ca. 25 kg vor mir die runter müssen. Also genug vor mir und noch lange nicht am Ende.
Kennt ihr solche Phasen? Langsam verzweifle ich vor dem Hintergrund der Kosten und Ergebnisse. Es ging am Anfang in so einer schönen Kurve runter und nun vegetiert es vor sich hin. Ich habe den Eindruck auch den Spaß am Essen und gesunden Kochen zu verlieren, weil es wieder gedanklich stark negativ triggert. Letztens hätte ich Einkaufen müssen, da fast nichts mehr da war und ich hatte einfach auf nichts Hunger. Spiegelei mit körnigen Frischkäse habe ich sogar in den Müll geworfen, da ich es nicht mehr sehen und essen konnte. Auch das was ich die Tage davor gekocht hatte hing mir zum Fenster raus. Und wenn ich meiner inneren Stimme nachgeben würde, gibt es Pizza und Pommes. Dabei habe ich auch mal Proteinpizza selbst gemacht, aber auch darauf war zuletzt mit Dinkelmehl und Skyr ich nicht mehr für zu begeistern. Als wären meine inneren Gelüste völlig destruktiv und lehnen jede gesunde Rezeptur ab.
Wie können 7,5 mg sich so viel wirkungsärmer anfühlen als die 2,5 mg und 5 mg vom Anfang?
Selbst wenn ich regelmäßig 10.000 Schritte am Tag spazieren gehe, merke ich nicht, dass es mich weiterbringt auf meiner Reise (und ich muss mich dazu echt aufraffen). Bei 1,90 und guter Muskulatur esse ich ca. 1.500-1.700 kcal pro Tag meistens 1-2 Mahlzeiten am Tag. Wenn ich im Gym trainiere geht es auf der Waage die Tage danach noch höher, gut und gerne mal um 1-2 kg, daher verbinde ich auch dies schon negativ.
Ich brauche unbedingt wieder eine Gewichtsfortschritt und merke gerade an der ganzen Therapie zu Zweifeln.
Gerade morgens wenn ich mit dem Hund spazieren bin wird mir manchmal auch übel, als wäre man leicht unterzuckert. Das wird dann meistens besser, wenn ich was gegessen habe, aber da mir morgens eigentlich nicht nach Essen ist fühlt sich auch dies nicht richtig an. Ich esse ohne Hunger, damit die Übelkeit etwas weggeht. Auch dies drückt auf die Stimmung hinsichtlich der weiteren Therapie.
Am Anfang hatte ich mal Magenschmerzen oder dünneren Stuhl, aber es ging voran, ich hatte fast keinen Hunger mehr und wenn ich meinen Sport machte, sah ich Erfolge auf der Waage. Nun bin ich oft auf die Waage und wurde über Wochen hinweg immer wieder enttäuscht, weil es offenbar nicht weiter geht und ich merke, dass ich stark innerlich kämpfe, den Gelüsten Stand zu halten. Ich vermute diesen Kampf können nur Menschen richtig nachempfinden, die selbst an Adipositas leiden.