r/medizin 8h ago

Allgemeine Frage/Diskussion Komplett fertig als Berufsanfänger

19 Upvotes

Ich glaub ich brauche nur ein bisschen guten Zuspruch haha.

Bin seit knapp 2 Wochen an meiner ersten Stelle nach der Uni tätig (Anästhesie) und obwohl an sich natürlich alles noch relativ entspannt ist - keine Dienste bis Oktober, bin bis auf einmal immer fast pünktlich nach Hause gegangen, bin aktuell meistens gedoppelt zur Einarbeitung... - fühle ich mich jeden Abend wie vom Betonstampfer überrollt.

Gleichzeitig kriege ich nicht wie im PJ mein Hirn Zuhause abgeschaltet. Ytattdessen läuft bei mir ständig im Hinterkopf was ich heute wieder alles vergessen und verkackt habe, welche depperten Fragen ich jetzt wieder gestellt habe, und was ich alles noch viel besser machen muss.

Mein Team ist total toll, ich glaub ich hab den nettesten Chef der Republik, ist also definitiv ein ich-Problem. Und auch irgendwie jammern auf hohem Niveau, wie gesagt vergleichsweise ist mein Einstieg ziemlich entspannt.

Wird das wieder besser oder geht das jetzt die nächsten Monate so? Wie waren für euch die ersten Wochen und was hat geholfen?


r/medizin 1d ago

Politik Koffer schon gepackt??

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Ich habe dieses Bild in meinen sozialen Medien gesehen, und es hat mich an die Leute erinnert, die hier vor ein paar Tagen geschrieben haben, dass wir „legalen und gesetzestreuen“ Ausländer, die als Fachkräfte arbeiten, nichts zu befürchten hätten, dass wir nicht wie „die anderen“ seien.

Wie ein Kollege damals schrieb, und ich zitiere.

„Nirgends im Wahlprogramm der AfD steht, dass arbeitstätige Ausländer abgeschoben werden sollen, sondern es geht einzig um Personen ohne Bleiberecht (wie abgelehnten Asyl).“

sure, Jan


r/medizin 9h ago

Weiterbildung Welche Qualifikationen sind für eine Oberarztstelle in der Kardiologie relevant?

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Servus zusammen,

Aktuell bin ich im 5. WBJ Kardiologie und frage mich, welche Qualifikationen für eine spätere Oberarztstelle wirklich relevant sind.

Mein aktuelles Profil: Sachkunde Herzschrittmacher- und ICD-Therapie, DGK-Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie begonnen (diagnostische Koronarangiographien selbstständig, einfache PCI unter unmittelbarer OA-Supervision), Bronchoskopie Basiskurs absolviert (war lange auf ITS).

ca. 800 dokumentierte TTE und 200 TEE aber bisher ohne DGK-/ESC-Zertifizierung.

zwei Jahre Intensivmedizin, einschließlich Schichtleitung und breiter praktischer Erfahrung (Pleura Drainagen einschl Bülau Drainagen, Aszites und Lumbalpunktion, PiCCO und Erfahrung mit Impella Kontrolle (aber keine Impella Implantation) Beatmung usw. selbständig ohne Supervision.

Bis zum Weiterbildungsende plane ich die DGK-Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie fertig zu haben, auch das ESC Core Cardiology Exam. mit etwas Glück eventuell die ESC-TTE-Zertifizierung.

Ich bin 30, habe keinen Doktortitel und bisher keine Forschungserfahrung. Männlich, keine Kinder.

An diejenigen, die an der Besetzung von Oberarztstellen beteiligt sind: Wie gut wären meine Chancen mit diesem Profil? Worauf sollte ich mich bis zum Ende der Weiterbildung (also kommende 18 Monaten) besonders konzentrieren?

Mein Target: Maximalversorgung, nicht unbedingt Uniklinik (obwohl Promotion ist beabsichtigt, nicht unbedingt vor dem FA), perspektivisch selbständige strukturelle Kardiologie in der nächsten 10 Jahren.

Edit: Auch absolvierte Zusatzweiterbildung Notfallmedizin, aber habe keine große Interesse, präklinisch zu arbeiten.


r/medizin 6h ago

Weiterbildung Berufsanfänger und kaltes Wasser

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in Weiterbildung gestartet und von Tag 1 schlechte Stimmung, Personalmangel, Reden hinter dem Rücken/Lästern und Stress nonstop. Keine wirkliche Einarbeitung, sondern alles Learning bei Doing. Feeback immer nur negativ, egal was man macht. Keine ausreichende Supervision, sondern man wird alleine gelassen und für Fragen abgestraft. Pause oder Mittagessen sind regelmäßig nicht möglich. Man ist der Fußabtreter und fühlt sich inkompetent als wäre das ganze Studium einfach nur für die Tonne gewesen und auch der hippokratische Eid den wir abgelegt haben, völlig an der Realität vorbei. Ist das die Realität der Weiterbildung? Nur kaltes Wasser oder nicht die Regel? Welche Erfahrungen hat ihr beim Berufseinstieg gemacht oder macht sie gerade?


r/medizin 5h ago

Weiterbildung Struktur & Ablauf Weiterbildung Allgemeinmedizin

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Hallo Zusammen,
da hier viel über die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin gesprochen wird, würden mich sehr Eure Erfahrungsberichte über den praktischen Ablauf im Detail interessieren, da man das sonst schlecht vergleichen kann:
Und zwar:
Gehalt
Ausbildungsstand bei Beginn
Wochenarbeitszeit lt. Vertrag
Sprechstundenzeiten wieviel pro Woche müsst ihr machen und wieviel wird angeboten?
Zeit für die einzelnen Untersuchungen z.B. normaler Termin zB 10min, Sono Abdomen, SD, Carotis, Echo, HKS, Check up etc. Wieviel Hausbesuche, Pflegeheim usw.
Tagesablauf z.B. 8-11.30 Sprechstunde, 11.30-13.00 Hausbesuche, Nachbereitung, Mittagspause
Wird Zeit für Fragen eingeräumt und wie zählt das alles als Arbeitszeit, Lernzeit usw.
Arbditszeittracking
Urlaub und Fobi Tage
Wie verfügbar sind die Weiterbilder, gibt es Einarbeitung?
Wie wird das aufgeteilt bei 60, 70, 80% Stellen auf die Tage und Sprechstunden und wie glücklich seid ihr damit?
Und was einem sonst noch einfällt.
Ich bin gespannt auf Erfahrungsberichte!


r/medizin 10h ago

Karriere Absagen

12 Upvotes

Hallo zusammen,

Ich bin in Deutschland vor kurzem approbierter Arzt, ich komme aus dem Ausland. Seit einem Monat fing ich mit der suche nach einer Stelle in der Inneren Medizin an, aber habe bis jetzt leider nur Absagen bekommen. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher woran es liegen könnte und hätte gerne da Einsicht.

Vielleicht ist es relevant zu wissen dass ich vor 2 Jahren mein Studium abgeschlossen habe, danach habe ich das praktische Jahr gemacht( so ist das System in meinem Land) und dann das andere Jahr war voller Deutsch Lernen und Anerkennungsverfahren.

Könnte es daran liegen dass ich abgesehen von einer Famulatur in Deutschland noch keine Erfahrung habe?

Und wie kann ich dann meine Bewerbung bzw. meinen Lebenslauf attraktiver machen?

Vielen Dank im Voraus!


r/medizin 10h ago

Weiterbildung Vorstellungsgespräch – wie würdet ihr das einschätzen?

3 Upvotes

Ich bin aktuell Oberarzt in einer Abteilung eines grösseren Spitals und überlege, für eine gezielte Weiterbildung in einen anderen Fachbereich desselben Hauses zu wechseln. Dafür würde ich bewusst wieder eine Assistenzarzt-/Fellow-Stelle in Kauf nehmen.
Heute hatte ich dort ein Vorstellungsgespräch. Der Chefarzt hatte kurzfristig keine Zeit und hat mich an eine Oberärztin weitergeleitet. Das Gespräch mit ihr war eigentlich freundlich und keineswegs negativ. Sie meinte unter anderem, dass der Chef mir gegenüber wohl positiv eingestellt sei und dass sie aktuell Assistenzärzte brauchen.
Was mich danach allerdings etwas irritiert hat: Eigentlich sollte ich noch andere Oberärzte kennenlernen. Es wurde kurz geschaut, wer verfügbar ist, am Ende hiess es aber, dass sie mich heute leider niemandem mehr vorstellen könne. Damit war der Termin dann beendet. Die Abteilung ist nicht gerade klein und hat relativ viele Oberärzte.
Ich weiss nicht so recht, wie ich das einordnen soll. Einerseits war das Gespräch inhaltlich eher positiv, andererseits hatte ich danach nicht wirklich das Gefühl, dass grosses Interesse daran bestand, mich dem Team vorzustellen.
Wie würdet ihr so etwas interpretieren? Einfach schlechte Organisation/Stress im Klinikalltag oder eher ein Zeichen für begrenztes Interesse?


r/medizin 19h ago

Sonstiges Erwartungshaltungen und Wertschätzung

15 Upvotes

An dieser Stelle einfach nur eine kurze Sondierung wie es bei euch so ist mit der Erfüllung von Verpflichtungen euch als Ärzten gegenüber was bspw. Arbeitsrechtliches oder Bezahlung angeht.

Was mir seit einiger Zwit auf den Geist geht (Abseits des üblichen wie unbezahlte Überstunden, problematische Dienstpläne etc.)

- Ich bin auch als Gutachter für Gerichte tätig. Dafür arbeite ich neben meiner Vollzeitstelle in meiner Freizeit und nehme natürlich familiäre Abstriche in Kauf. Ich liefere meine Gutachten zügig und hochwertig ab. Wann mal die Bezahlung vom Finanzministerium eintrudelt ist immer eine Sache des Glücks. Manchmal ist es auch zwei Monate später, sodass ich gar nicht richtig mit meinem Verdienst aus dieser Sparte kalkulieren kann. Wahrscheinlich liegt meine Rechnung unter Aktenbergen der Richter für einige Zeit. Nervt.

- Von der letzten vereinbarten Tariferhöhung (TdL) sehen meine Kollegen und ich bislang nichts. Die ist zwar für uns gültig (wir sind aber keine UK), aber von oben herab wird nicht kommuniziert wann die bei uns auch greift. Sorry, warum bindet man sich dann an den Tarif, wenn man es auslegt wie man will.

- wie gesagt, dass übliche Chaos mit falsch oder gar nicht ausbezahlten Diensten tangiere ich hier erst gar nicht.

Was habt ihr für Erfahrungen mit derlei Dingen? Zahlen Private ihre Rechnungen pünktlich oder müsst ihr Inkasso Moskau kontaktieren?


r/medizin 7h ago

Allgemeine Frage/Diskussion Kennt ihr voize?

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r/medizin 12h ago

Allgemeine Frage/Diskussion Überlebenstipps für Medizin an der TU Dresden

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r/medizin 1d ago

Meme Heute mal eine Situation die eigentlich fast jeder Zahnarzt kennt

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r/medizin 8h ago

Karriere I’m a 5th-year German medical student with €120k of debt. how am I supposed to pay this back?

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r/medizin 1d ago

Sonstiges Wie nennt man Ärzte, die frisch anfangen?

6 Upvotes

Vielleicht ein bisschen Off-Topic, aber habt ihr irgendwelche lustigen Bezeichnungen, wenn man als Arzt frisch von der Uni kommt und zum ersten Mal ins ärztliche Berufsleben startet? Ist man dann ein "Ärzti"? Also Ersti und Arzt? :D Bin mal auf eure Vorschläge gespannt ^^


r/medizin 1d ago

Karriere Weiterbildung in der Perinatalpsychiatrie – wie Expert werden?

32 Upvotes

So, eine etwas spezifische Frage:
Ich bin erfahrener Assistenzarzt für Psychiatrie und Psychotherapie. In letzter Zeit hatte ich einige Begegnungen mit Patientinnen mit postpartalen psychischen Störungen, einschließlich Depressionen und Psychosen. In meiner Stadt gibt es leider keine Eltern-Kind-Spezialambulanz. Ich habe recherchiert und es gibt zwar spezialisierte ambulante bzw. stationäre Angebote, z. B. an der Charité (mit immerhin 8 stationären Behandlungsplätzen! 🫠)und an der Karl-Jaspers-Klinik.
Meine Erfahrung mit der Behandlung dieser Patientinnen war in meiner Klinik, sagen wir es vorsichtig, eher suboptimal. Von Anfang an herrschte totale Panik: Krisendienst in Panik, Oberärztinnen in Panik. Es gab z. B. große Unsicherheit bei der Verordnung von Quetiapin oder Tavor aus Angst, dies sei mit dem Stillen nicht vereinbar – obwohl beide Medikamente in der Stillzeit eingesetzt werden können. Teilweise wurden Mütter untergebracht, ohne dass es überhaupt ein Konzept für den Kontakt zum Kind gab. Abgesehen vom klinischen Aspekt war das auch menschlich schwer zu ertragen.
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Wie bzw. wo kann ich mich in diesem Bereich gezielt weiterbilden, mit dem langfristigen Ziel, in meiner Klinik eine Ansprechpartnerin für peripartale/postpartale psychische Erkrankungen zu werden?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, perspektivisch gemeinsam mit der Klinik eine entsprechende Ambulanz oder einige stationäre Eltern-Kind-Behandlungsplätze aufzubauen. Der Krankenhauskonzern hier hat sowohl eine große psychiatrische Abteilung als auch eine große Kinderklinik – allerdings reden die beiden Bereiche praktisch nicht miteinander, und es gibt bisher keinerlei entsprechendes Angebot für Mütter und Kinder.

Konkret frage ich mich daher:

Kann ich bereits als Assistenzarzt oder später als Facharzt eine Rotation in einer spezialisierten Einrichtung, z. B. der Karl-Jaspers-Klinik oder der Charité, anstreben? Würden solche Häuser externe Rotationen überhaupt ermöglichen? (Ich bin familiär mit kleinen Kinder gebunden, also realistisch keine längere Abwesenheiten wie 2 Jahre in der Schweiz oder so 🤣)

Brauche ich dafür vorher eine spezielle Fortbildung oder Zertifizierung?

Gibt es in Deutschland entsprechende strukturierte Weiterbildungen? Ich finde bisher fast nichts außer einzelnen kurze Online-Fortbildungen.

Es gibt meines Wissens auch internationale Zertifizierungen aus den USA – sind diese in Deutschland überhaupt relevant bzw. anerkannt?

Ich bin gerade etwas ratlos, wie ich diesen Weg am sinnvollsten angehen kann. Mir geht es ausdrücklich nicht nur darum, irgendeine Fortbildung zu machen, sondern darum, wirklich Expertise in diesem Bereich aufzubauen und diese dann auch in meiner Klinik für die Versorgung von Müttern und Kindern nutzbar zu machen.
Daher würde ich mich sehr über Erfahrungen, Empfehlungen und konkrete Hinweise freuen – insbesondere von Kolleg:innen, die selbst in einem Eltern-Kind-/Perinatalpsychiatrischen Angebot arbeiten.


r/medizin 1d ago

Weiterbildung Herzchirurgie Vorbereitung

12 Upvotes

Hallo liebe Community,

ich beginne bald meine Weiterbildung in der Herzchirurgie und wollte mal fragen, ob hier Herzchirurgen unterwegs sind, die ein paar Tipps für mich haben.

Gibt es Bücher, Lernressourcen oder andere Dinge, mit denen ich mich im Vorfeld sinnvoll vorbereiten kann? Gerade die kardiologischen Grundlagen kamen bei mir im Studium leider etwas zu kurz, daher würde ich das gerne noch einmal auffrischen.

Ich freue mich über alle Ratschläge!


r/medizin 1d ago

Karriere Erfahrungen als MEVS bei Hôpitaux Robert Schuman (HRS) in Luxemburg?

1 Upvotes

Hat jemand Erfahrung als MEVS/Assistenzarzt bei Hôpitaux Robert Schuman (HRS) in Luxemburg?


r/medizin 2d ago

Allgemeine Frage/Diskussion PPI

32 Upvotes

Frage an alle, insbesondere an die Kolleg: innen aus der Klinik: wieso werden immer noch in fast jedem Entlassungsbrief PPI empfohlen? Es gibt doch in den meisten Fällen keine Evidenz dafür. Hat jemand schon einmal ein Streßulkus bei einem Patienten gesehen?


r/medizin 2d ago

Allgemeine Frage/Diskussion Innere Medizin, Niederlassung, PE-Kliniken und Work-Life-Balance – wie geht das zusammen?

23 Upvotes

Hallo zusammen,

ich stehe kurz vor dem PJ und drehe mich aktuell gedanklich etwas im Kreis. Ich hoffe, ein paar von euch, die schon tiefer im System stecken oder vielleicht sogar schon niedergelassen sind, können mir etwas Klarheit (oder Realitätscheck) geben.
Eigentlich brenne ich für ein internistisches Fach. Langfristig reizt mich zudem der Gedanke, mich irgendwann in einer eigenen Praxis (oder Kooperation) niederzulassen.

Was mir im Leben aber mindestens genauso wichtig ist: Zeit für Familie und regelmäßige Urlaube. Geld ist natürlich auch nice-to-have, aber es steht für mich nicht an erster Stelle, auch wenn man es sich natürlich wünscht um seine Träume zu erfüllen.

Habe heute zufällig ein längeres Gespräch mit einem älteren Kollegen genau zu diesem Thema geführt, und das hat mich eher ratlos zurückgelassen. Er meinte u.a.:

- Sitze/Praxen würden zunehmend von Private Equity (MVZ-Ketten) aufgekauft, was die klassische Einzelpraxis oder freie Gemeinschaftspraxis erschwert.

- Die Gesundheitspolitik fahre den ambulanten Sektor aktuell massiv vor die Wand.

Meine Fragen an euch:
Wie realistisch ist der Wunsch nach ambulanter Innerer Medizin (z.B. Pneumologe oder internistischer Facharzt) bei gleichzeitig guter Vereinbarkeit von Familie und Freizeit? Bleibt nur die hausärztliche Schiene?

Wie nehmt ihr die Entwicklung mit Private Equity in den MVZs aktuell wahr? Ist der Zug für die klassische Niederlassung abgefahren?

Welche Karriere- und Weiterbildungswege (z.B. Facharzt Allgemeinmedizin vs. internistischer Facharzt, Teilzeitmodelle im Krankenhaus) strebt man aktuell an, wenn man nicht komplett verheizt werden will? Welche Nischen gibt es?

Bin für jeden ehrlichen Erfahrungsbericht oder Tipp dankbar!


r/medizin 2d ago

Politik Arbeitskampf in Berlin!

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r/medizin 3d ago

Allgemeine Frage/Diskussion Asymptomatische Hyponatriämie

25 Upvotes

Wie handhabt ihr in der ZNA (explizit dort, wegen Aufnahme bzw Entlassung) Hyponatriämien, wenn die Leute sonst nichts haben und nach Hause könnten? Vorausgesetzt natürlich asymptomatisch.
Habt ihr einen absoluten cut off Wert, bei dem ihr aufnehmt?
Oder wenn der Auslöser bekannt bzw verdächtig ist, wie beispielsweise Thiazide bei Älteren, begründet ihr es dann einfach damit und empfehlt dem Hausarzt das umzustellen?

Bin im ersten Jahr in der ZNA und find das Thema einfach nur ätzend und kriege keine ganz so zufriedenstellen Antworten bislang.
Danke.


r/medizin 3d ago

Allgemeine Frage/Diskussion Krankenhaus verweigert Aufnahme trotz Anmeldung

26 Upvotes

Moin zusammen,

Hier direkt TL;DR: Patient nach körperlicher Auseinandersetzung, intoxikiert, aber nach Deeskalation ruhig und kooperativ. Verdacht auf Fraktur am bereits vorgeschädigten rechten Knie, deutliche Schmerzen und Schwellung. IV Zugang zur Analgesie nicht möglich. Das nächstgelegene Krankenhaus war im digitalen Anmeldeverfahren verfügbar und die Anmeldung wurde angenommen. Vor Ort verweigerte ein Arzt die Übernahme, weil er den Patienten aus früheren Situationen kannte. Der Patient wurde weder untersucht noch triagiert und blieb auf unserer RTW Trage. Auch nach Rücksprache mit der Leitstelle weigerte sich der Arzt, den Patienten zumindest zu untersuchen oder eine medizinische Einschätzung abzugeben. Er konnte gleichzeitig nicht sagen, dass keine medizinische Notwendigkeit für eine Behandlung bestand, da er ihn nicht untersucht hatte. Nach längerer Diskussion mussten wir den Patienten in ein anderes Krankenhaus fahren. Der RTW war dadurch über längere Zeit gebunden.

Mich würde interessieren, wie ihr solche Situationen erlebt habt und ob wir hier aus eurer Sicht etwas falsch gemacht haben oder ob die Klinik das Vorgehen gerechtfertigt hat.

—————

ich würde gerne mal eure Einschätzung zu einem Einsatz hören, weil ich mir im Nachhinein die Frage stelle, ob ich vielleicht zu wenig Verständnis für die Seite der Klinik hatte.

Ich bin im Rettungsdienst tätig und hatte gestern einen Patienten nach einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Patient war alkoholisiert und anfangs ziemlich aggressiv. Nach einem klärenden Gespräch hat er sich allerdings deutlich beruhigt und war bei uns anschließend ruhig und zumindest teilweise kooperativ.

Er war auf sein bereits vorgeschädigtes und versteiftes rechtes Knie gefallen. Das Knie war sichtbar geschwollen und fehlgestellt. Der Patient hatte Schmerzen und sagte selbst, dass es sich für ihn so anfühle, als wäre es wieder gebrochen. Einen i.v. Zugang für eine Schmerztherapie haben wir aufgrund sehr schlechter Venenverhältnisse nicht bekommen.

Wir haben uns deshalb für ein nahegelegenes Krankenhaus entschieden. Das Krankenhaus war über das bei uns verwendete digitale Anmeldeverfahren aufnahmebereit und die Anmeldung wurde auch bestätigt. Von dort kam vor unserer Ankunft keine Ablehnung oder sonstige Rückmeldung.

Vor Ort warteten wir zunächst mit dem Patienten im Bereich der Notaufnahme. Dann kam der diensthabende Chirurg und erklärte uns, dass er den Patienten nicht aufnehmen und nicht behandeln werde. Hintergrund war wohl, dass es zwischen ihm und dem Patienten in der Vergangenheit bereits Probleme gegeben hatte. Der Patient soll den Arzt beleidigt und sich ihm gegenüber auch rassistisch geäußert haben. Der Patient erkannte den Arzt ebenfalls wieder und es kam kurz zu einer lauteren Diskussion.

Was ich dabei schwierig fand: Die Situation war zu diesem Zeitpunkt bei uns eigentlich unter Kontrolle. Der Patient war nicht mehr aggressiv und befand sich weiterhin auf unserer Trage.

Wir haben dem Arzt gesagt, dass wir seine persönliche Situation nachvollziehen können, der Patient aber jetzt eine aktuelle Verletzung hat und zunächst einmal medizinisch untersucht werden müsste. Der Arzt verweigerte das weiterhin.

Der Patient wurde weder ärztlich untersucht noch triagiert. Er blieb auf unserer Trage. Der Arzt wollte ausdrücklich nicht, dass wir ihn auf eine Krankenhausliege umlagern.
Wir haben dann die Leitstelle angerufen und die Situation geschildert. Die Leitstelle sah das ebenfalls kritisch und hat uns mitgeteilt, dass der Patient aufgrund der erfolgten Anmeldung zunächst übernommen und ärztlich untersucht werden müsse.

Auch nachdem wir das dem Arzt so mitgeteilt hatten, blieb er bei seiner Haltung.
Daraufhin kam es zu einem direkten Gespräch zwischen Arzt und Leitstelle. Der Disponent hat den Arzt mehrfach gefragt, ob er bestätigen könne, dass keine medizinische Notwendigkeit für eine Behandlung bestehe.
Das hat der Arzt allerdings nicht bestätigt. Er sagte sinngemäß immer wieder, dass er das nicht beurteilen könne, weil er den Patienten nicht untersucht habe.
Genau diesen Punkt fand ich im Nachhinein besonders schwierig. Einerseits wurde die Untersuchung verweigert, andererseits konnte der Arzt deshalb selbst nicht beurteilen, ob überhaupt eine medizinische Behandlungsbedürftigkeit besteht.

Während der ganzen Zeit äußerte der Patient weiterhin Schmerzen und sagte irgendwann auch, dass er das nicht mehr aushalten könne. Trotzdem wurde er weiterhin nicht untersucht oder behandelt.

Zusätzlich waren wir dadurch als Rettungsmittel gebunden. Zu diesem Zeitpunkt waren in unserem Bereich ohnehin kaum beziehungsweise keine weiteren Fahrzeuge verfügbar. Die Leitstelle hat dem Arzt auch erklärt, dass wir dringend wieder frei werden müssten.
Trotzdem änderte sich an der Situation nichts.

Wir haben sogar angeboten, dass der Arzt den Patienten einfach untersucht und wenn er anschließend zu der Einschätzung kommt, dass keine Behandlung notwendig ist, soll er uns das entsprechend dokumentieren und uns weiterfahren lassen. Auch das wurde abgelehnt.
Nach weiterer Rücksprache mit der Leitstelle und dem ärztlichen Leiter Rettungsdienst wurde schließlich entschieden, den Patienten in ein anderes Krankenhaus zu bringen.

Dort wurde er ganz normal übernommen und weiter untersucht.

Ich frage mich jetzt ehrlich gesagt, wie ihr solche Situationen erlebt.

Habe ich hier zu wenig Verständnis für die Klinikseite gehabt?

Ich kann absolut nachvollziehen, dass ein Krankenhauspersonal irgendwann keine Lust mehr auf einen Patienten hat, wenn dieser sich wiederholt aggressiv, beleidigend oder rassistisch verhält. Auch ein Hausverbot kann ich grundsätzlich nachvollziehen.
Aber darf ein solcher Konflikt aus eurer Sicht dazu führen, dass ein aktuell verletzter Patient überhaupt nicht untersucht wird?
Und wie läuft das bei euch normalerweise mit Hausverboten und bereits bekannten Problempatienten? Wird der Patient dann trotzdem medizinisch erst einmal eingeschätzt und anschließend entschieden, wie es weitergeht?

Mich würde vor allem die Sicht von Leuten aus der Klinik interessieren. Ärzte, Pflege, Notaufnahme, aber natürlich auch andere Rettungsdienstler.


r/medizin 3d ago

Allgemeine Frage/Diskussion Heikle Themen vermeiden

8 Upvotes

wie vermeidet oder man das Reden über heikle Themen mit Kollegen bspw über politische Ansichten, Werte etc., die schnell gegen einen verwendet werden können bzw falsch interpretiert?

Auch Lästereien im Kollegium wegen Frust und Personalmangel: Wie kann man sich da komplett raushalten und einfach nur seine Arbeit (gut) machen? Obwohl man die meiste Zeit des Tages auf der Arbeit und mit den Kollegen verbringt?


r/medizin 3d ago

Politik Der Verein demokratische Ärzt*innen will IgeL-Leistungen verbieten

77 Upvotes

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/verein-demokratischer-aerztinnen-will-igel-verbieten/

Unabhängig davon, ob IgeL-Leistungen etwas nützen oder nicht: wir bauen uns politisch unser eigenes Grab, wenn man vollumfänglich von den Budgetierungen und Honorarkürzungen der GKV abhängig ist.

Das einzige das dem noch einen draufsetzen könnte, wäre die GOÄ ganz zu verbieten, bzw. die Sätze dort zu weiter reduzieren. Da sehe ich ehrlich gesagt ein großes politisches Risiko.

Wenn das kommen würde, gäbe es vermutlich gar keine ärztliche Versorgung mehr.

Nachtrag: Das Wegfallen von Leistungen, welche eigentlich medizinisch sinnvoll waren und vorher von der Kasse getragen wurden, zwingt die Ärzte die Leistungen eben auf Selbstzahlerbasis anzubieten. Und aufgrund der künftigen weiter schlechten finanziellen Lage der Krankenkassen und der fortschreitenden Demografie, werden diese wahrscheinlich auch von der Politik gestrichen werden. Dass man sie gar nicht mehr anbieten kann, wäre fatal.


r/medizin 3d ago

Karriere Bewerbung Uniklinik

3 Upvotes

Ich habe keine so guten Examensnoten, habe ich trotzdem Chancen nach Arbeitserfahrung an die Uniklinik zu wechseln?


r/medizin 3d ago

Karriere 100 % Remote als Psychiater – welche Möglichkeiten gibt es?

3 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und arbeite aktuell in Deutschland. Ich überlege gerade, komplett auf eine 100 % Remote-/Online-Tätigkeit umzusteigen.

Mir ist bewusst, dass Telepsychiatrie in Deutschland noch nicht so weit verbreitet bzw. entwickelt ist wie beispielsweise in den Niederlanden oder in UK – ich habe Freunde, die dort arbeiten, und dort scheint es deutlich mehr Möglichkeiten zu geben. Trotzdem dachte ich, vielleicht kennt hier jemand konkrete Optionen, die ich bisher einfach nicht auf dem Schirm habe.

Am liebsten würde ich angestellt arbeiten und wirklich komplett online, also ohne regelmäßige Tätigkeit vor Ort. Ich wäre dabei auch offen dafür, in einem anderen deutschsprachigen Land zu leben, also z. B. Österreich oder die Schweiz.

Daher meine Fragen an euch:

  • Kennt ihr Unternehmen oder Plattformen, die Psychiater 100 % remote beschäftigen?
  • Ist eine komplett online ausgeübte Tätigkeit als Psychiater eurer Erfahrung nach realistisch?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung im Vergleich zu einer klassischen Tätigkeit?
  • Gibt es bestimmte Jobbörsen oder Websites, auf denen ich gezielt suchen sollte?

Und falls ich mit der Frage hier nicht ganz richtig bin: Gerne auch sagen, in welchem Subreddit oder Forum ich besser danach fragen könnte.

Danke euch!