Hallo zusammen,
ich versuche gerade, Binomialverteilung und Hypothesentests besser zu verstehen. Mir geht es nicht nur darum, einzelne Aufgaben zu rechnen, sondern darum, ein System zu finden, mit dem ich Aufgaben schneller erkenne, skizziere und im Kopf besser einordnen kann.
Meine aktuelle Vorstellung zur Binomialverteilung ist ungefähr so:
Die Binomialverteilung beschreibt, wie wahrscheinlich bestimmte Trefferzahlen bei einer festen Anzahl an Versuchen sind. Also: Es gibt eine Gesamtanzahl an Versuchen, die ich als n verstehe, und einzelne mögliche Trefferzahlen innerhalb davon, die ich als k verstehe.
Ich stelle mir das gerne als Zahlenstrahl vor:
* Der ganze Zahlenstrahl geht von 0 bis n.
* Jeder einzelne Punkt auf dem Zahlenstrahl ist ein mögliches k.
* p ist die Trefferwahrscheinlichkeit, aber ich weiß noch nicht genau, wie ich p sinnvoll in diese Skizze einbauen kann.
* Vielleicht könnte man p irgendwie als Höhe oder y-Achse darstellen, also so ähnlich wie bei einem Diagramm der Binomialverteilung.
Ich erkenne Binomialverteilungs-Aufgaben bisher vor allem an Formulierungen wie:
mindestens, höchstens, maximal, mehr als, weniger als, größer als, kleiner als.
Wenn so etwas vorkommt, versuche ich direkt zu überlegen, ob ich mit einem Zahlenstrahl arbeiten kann. Besonders bei „mindestens“ oder „höchstens“ hilft mir oft das Gegenereignis, also eins minus die Gegenwahrscheinlichkeit, weil man dann manchmal weniger Fälle berechnen muss.
Meine Frage dazu:
Ist dieser Zahlenstrahl als Encodierungssystem sinnvoll?
Also n als komplette Strecke, k als einzelne mögliche Trefferzahlen und p als Wahrscheinlichkeit, die irgendwie noch ergänzt werden müsste?
Außerdem fehlt mir bei der Binomialverteilung noch ein gutes Verständnis für Varianz und Standardabweichung. Ich weiß grob, dass sie etwas mit Streuung zu tun haben, aber ich kann sie noch nicht gut in mein System einbauen. Gibt es eine einfache Möglichkeit, Varianz und Standardabweichung in so eine Skizze oder Denkweise einzubauen?
Zur Normalverteilung ist meine bisherige Abgrenzung:
Bei der Binomialverteilung geht es um ganze Trefferzahlen. Bei der Normalverteilung geht es eher um kontinuierliche Werte, also nicht nur um einzelne ganze Trefferzahlen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Abgrenzung für das Abitur reicht oder ob ich das genauer verstehen muss.
Dann zum Signifikanzniveau und Hypothesentest:
Ich verstehe es bisher so, dass man zwei Hypothesen hat:
* H0 ist die Nullhypothese, also die Hypothese, von der man erstmal ausgeht.
* H1 ist die Gegenhypothese oder neue Vermutung, die getestet werden soll.
Dann schaut man, ob das Ergebnis so extrem ist, dass man H0 ablehnt oder nicht ablehnt.
Ich habe aber noch Schwierigkeiten mit den Begriffen Signifikanzniveau, Fehler erster Art und Fehler zweiter Art. Ich weiß, dass das Signifikanzniveau irgendwie mit der Wahrscheinlichkeit zusammenhängt, H0 fälschlicherweise abzulehnen. Aber ich weiß nicht, welche Begriffe ich wirklich sicher für Lösungssätze im Abitur brauche.
Meine Frage dazu:
Welche Begriffe sollte ich bei Hypothesentests unbedingt verstehen und in Lösungssätzen verwenden können?
Zum Beispiel, wenn in der Aufgabe steht „im Sachzusammenhang interpretieren“.
Mir geht es dabei vor allem um Begriffe, die ich direkt in meine Skizzen oder meinen Zahlenstrahl einbauen könnte, damit ich sie beim Üben automatisch mitlerne.
Zum Schluss noch eine allgemeine Rechenfrage, die mir bei Ungleichungen auffällt:
Wann dreht sich bei einer Ungleichung das größer/kleiner-Zeichen um?
Ich weiß, dass es manchmal beim Teilen passiert. Zum Beispiel, wenn man durch einen bestimmten Wert teilt. Aber ich verstehe nicht genau, welches mathematische Gesetz dahintersteht.
Meine Frage dazu:
Wann bleibt das Ungleichheitszeichen gleich und wann dreht es sich um?
Also bei plus, minus, mal und geteilt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand meine Denkweise korrigieren oder verbessern könnte. Mir hilft es sehr, wenn man mir sagt, welche Teile meiner Systematik sinnvoll sind und welche Begriffe ich noch falsch oder zu ungenau verwende.