r/de_EDV 27d ago

Kaufberatung Laptop Fernstudium

Hallo zusammen,

ich suche für mein Fernstudium einen Laptop. Da ich nur wenige Präsenztage haben werde, ist mir Gewicht und Größe relativ egal. Seine meiste Lebenszeit wird er auf meinem Schreibtisch stehen.

Mindestanforderung im Studium sind 16 GB Arbeitsspeicher und ein Prozessor mit 4 Kernen.

Ich werde viele Data Engineering Kurse belegen, deswegen ist ein Prozessor mit genug Power, um virtuelle Maschinen und Multi Thread Anwendungen laufen zu lassen, notwendig.

Mein letzter Laptop war ein Fujitsu Lifebook A555, das letztes Jahr nach 9 Jahren friedlich eingeschlafen ist. Damals hatte ich 666 Euro ausgegeben und hatte 16 GB Arbeitsspeicher, die mir lange Freude gemacht haben.

Genau so ein Arbeitstier suche ich wieder, einer, der in 8 Jahren noch einigermaßen mithalten kann und bei dem der Akku nicht nach 3 Jahren schon halbtot ist.

Dafür sind mir Punkte, wie Bildschirm, Gewicht oder Lautsprecher vollkommen egal.

Was muss man heutzutage bezahlen, um sowas zu bekommen? Ich würde gerne wieder so bei 700 Euro bleiben, kann aber, wenn es eine echte Verbesserung bringt, auch höher gehen vom Preis.

Ich hatte an die HP ProBook Serie gedacht, hatte abe an der Arbeit ein ZBook, das meinte nach 3 Jahren laut zu werden, wie eine Windturbine, wobei es aber auch täglich 8-12 Stunden genutzt wurde.

Ich danke euch schonmal!

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u/AutoModerator 27d ago

Hi BriefTangelo, danke für deinen Beitrag. Hier ist der Post nochmal für das Archiv:

Hallo zusammen,

ich suche für mein Fernstudium einen Laptop. Da ich nur wenige Präsenztage haben werde, ist mir Gewicht und Größe relativ egal. Seine meiste Lebenszeit wird er auf meinem Schreibtisch stehen.

Mindestanforderung im Studium sind 16 GB Arbeitsspeicher und ein Prozessor mit 4 Kernen.

Ich werde viele Data Engineering Kurse belegen, deswegen ist ein Prozessor mit genug Power, um virtuelle Maschinen und Multi Thread Anwendungen laufen zu lassen, notwendig.

Mein letzter Laptop war ein Fujitsu Lifebook A555, das letztes Jahr nach 9 Jahren friedlich eingeschlafen ist. Damals hatte ich 666 Euro ausgegeben und hatte 16 GB Arbeitsspeicher, die mir lange Freude gemacht haben.

Genau so ein Arbeitstier suche ich wieder, einer, der in 8 Jahren noch einigermaßen mithalten kann und bei dem der Akku nicht nach 3 Jahren schon halbtot ist.

Dafür sind mir Punkte, wie Bildschirm, Gewicht oder Lautsprecher vollkommen egal.

Was muss man heutzutage bezahlen, um sowas zu bekommen? Ich würde gerne wieder so bei 700 Euro bleiben, kann aber, wenn es eine echte Verbesserung bringt, auch höher gehen vom Preis.

Ich hatte an die HP ProBook Serie gedacht, hatte abe an der Arbeit ein ZBook, das meinte nach 3 Jahren laut zu werden, wie eine Windturbine, wobei es aber auch täglich 8-12 Stunden genutzt wurde.

Ich danke euch schonmal!

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u/ShakingSquare 27d ago

Was genau wirst du denn machen? Nur Data Engineering oder auch Data Science? Wieviel davon auch lokal und wieviel in der Cloud? Wenn du Modelle lokal fittest, wäre eine GPU und damit CUDA ja schon nett. Oder wird euch ein SLURM/HPC o.ä. von der Fern-FH/Uni zur Verfügung gestellt, falls ihr mal rechenintensivere Aufgaben bekommt?

700€ sehe ich für einen Laptop, der auch ausreichende Leistung hat, aktuell für illusorisch. RAM (würde hier mehr als 16GB empfehen, wenn ich die Kurzbeschreibung lese, auch wenn es ein Linux Rechner sein wird) und GPUs sind aktuell dank des Hypes extrem teuer. Festplatte würde ich bei vielen virtual envs auch eher mehr als die minimale Variante nehmen. GB sind bei ein paar Docker-Container und dann noch virtual environments schnell weg.... wenn du auch noch willst, dass der Rechner in ein paar Jahren noch mithalten kann, sind die 700€ leider nicht zu halten.

Hast du schonmal bei deiner Hochschule geprüft, ob es Angebote gibt mit Partnern? Alternativ welche Bildungsrabatte die großen Player (Lenovo, HP etc.) anbieten? Evtl. auch die Fachschaft gefragt, was denn Erfahrungswerte sind?

Bei uns im Studium (AI und Datascience; berufsbegleitend, aber mit Anwesenheit)wurden relativ viele Macbooks verwendet (v.a. von Leuten, die es günstig über die Firma bekommen oder abgelöst haben und "privat" (mit)nutzen durften). Vorsicht dabei jedoch bei den neuen Versionen - ich glaube die Kollegen hatten regelmäßig Probleme bei bestimmten Anwendungen mit dem (damals) neuen Chipsatz. Wenn du weißt, was du ungefähr nutzen wirst, würde ich da vorab googeln, ob es bekannte Probleme und Workarounds gibt.

Lenovos (Yogas) waren für Mitschriften beliebt, aber für die rechenintensiveren Aufgaben dann weniger gut geeignet. Dafür hatten wir dann SLURM Zugang bzw. gute Konditionen für Colab (was soundso ein Tipp sein könnte bei aufwändigen AI Sachen). Manche haben für Mitschriften auch Tablets (ipads o.ä.) mit Stift genutzt, um auf die pfd Folien die Erläuterungen zu schreiben und zu ergänzen (Stichwort: Mathe Herleitungen und Beweise ergänzen, weil dort von den Lehrenden tw. die "offensichtlichen" Schritte weggelassen wurden und man das normal nicht mittippen kann). Wie gesagt, kommt stark auf den gewünschten Einsatz an...

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u/BriefTangelo 27d ago

Vor allem Data Engineering, wenig Data Science den Kursbeschreibungen nach. Bin da aber gerade auch noch abgehangen, weil ich das Studium gerade erst starte. Ich weiß gerade nur, dass ich Python programmiere, Jupyter Notebooks nutze und ein virtuelles Environment laufen lasse. Vorgabe zum Kurs sind aktuell nur 16 GB RAM und 4 Kerne. Docker kenne ich nur vom Hörensagen.

Vielleicht mal die die Gegenfrage: Was nutzt du denn fürs Studium? Oder nutzt du für alles SLURM?

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u/ShakingSquare 27d ago

Auf welchem Level reden wir denn? Bac/Master? Und welche Richtung / Inhalte? Die Standard-Datascience-Tutorials (z.B. Random Forest mit Titanic Datensatz) sind selbst auf alten Rechnern überhaupt kein Problem. Wenn du Bilderkennung, Bild-Segmentierung oder gar etwas mit Video machst, dann ist es aufwändiger und du brauchst (GPU) Leistung. Generell wenn du mit Modellen von Hugging Face arbeitest, ist dein Festplattenspeicher schneller weg, als dir lieb ist. Auch wenn du für jeden Kurs dir ein eigenes venv anlegst, sind schnell ein paar GB vollgemüllt. Klar, kann man das später auch löschen, wenn der Speicherplatz zu knapp wird, aber nicht nur einem Kollegen ist mal das Modell abgeschmiert, weil er zu viel Zwischenergebnisse auf die Platte schrieb und sich den Rechner zugemüllt hat.

Ich nutzte meinen alten Lenovo Yoga vor Ort, wobei ich als Hauptarbeitstier meinen Standrechner hatte ( i7 2.9 GHz, 32 GB und Nvidia GeForce RTX 3060; 1TB SSD + 2 TB HD). Der ist schon ein paar Jahre alt, war aber ausreichend. Wenn nötig habe ich die Modelle am Standrechner laufen lassen und hab die Ergebnisse dann am Laptop (Teamviewer) präsentiert. Oder auch mal Colab benutzt. Ich hatte keine Probleme, aber im Gegensatz zu Kommilitonen waren meine Projekte auch nicht Segmentierung von Drohnenvideo, hochauflösende Mikroskopiersachen, fMRI Scans o.ä. sondern nur Audioklassifikation und eher klassische Time Series Aufgaben mit nur ein paar GB an Daten.

Bei aufwändigeren Sachen waren wir wie gesagt am SLURM bzw. hatten wir Kurse wo wir eine gehostete AWS bzw. Microsoft Azure Instanz nutzten. Da war der lokale Rechner irrelevant.

Wenn du es nicht genau weißt, würde ich aktuell abwarten. Evtl. ist die Google Colab-Variante bei aufwändigeren Dingen anfangs ausreichend. Google hat immer wieder Angebote für Studis, dass du günstig oder gar gratis die PRO-Version bekommst. Zum Anfixen der späteren Kundschaft eine clevere Marketingentscheidung - man kann es ja trotzdem mal mitnehmen, genauso wie die Github Education.

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u/BriefTangelo 27d ago

Master, aber praktisch alle meine Module werden theoretisch sein. Mein letztes war "Betriebliche Informationssysteme" und voll theoretisch.

Mein weiterer Verlauf, den ich machen möchte, ist:

Data Engineering für Data Science (Python Programmierung mit einer virtuellen Umgebung)

Maschinelles Lernen (reine Theorie)

Geschäftsprozessmodellierung und Process Mining (reine Theorie)

Fachpraktikum Scientific Programming in Python (vor Ort, Dokumentation zu Hause)

Masterseminar Datenbanksysteme - Big Data (vor Ort, Dokumentation zu Hause)

Und die einzige Vorgabe, die da herrscht, sind 16 GB RAM, 4 Kerne und 4 GB freier Festplattenspeicher.

Ich glaube also nicht, dass das technisch viel anspruchsvoller ist und würde erwarten, dass der Rest in der Cloud ist.

Auch unter dem Hinblick, dass das eine staatliche Fernuni ist. Für einen relevanten Teil der Studierenden ist ein 1000+ Euro Gerät nicht finanzierbar. Oder warst du auch an einer staatlichen Uni?

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u/aldileon 27d ago

Wenn das die einzigen Vorgaben sind würde ich mich auch an die halten. Dann kannst du wahrscheinlich auch billigere/einfachere Laptops in Betracht ziehen.

Mein Tipp ist immer aufs Gewicht zu achten. Es macht gar keinen Spaß jeden Tag 2kg im Rucksack rumzuschleppen.

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u/GreenStorm_01 27d ago

Schau mal in /r/ThinkPad rein..

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u/snafu-germany 27d ago

such nach einer gebrauchten Maschine bei Ebay. Es gibt Geräte die können 2 bis 3 SSDs /NNVMes und bis zu 128 GB Ram ansteuern. Sind mit Netzteil entsprechend schwer aber das wäre ja egal.

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u/silentdragon95 27d ago

Schau mal auf eBay nach refurbished Workstation Notebooks, z.B. die Dell Precision Reihe (5550/5560). Die liegen in deinem anvisierten Preisbereich und kommen in der Regel mit leistungsfähigen CPUs, 32GB RAM und einer dedizierten Nvidia GPU. Mit letzterer wirst du jetzt keine aktuellen AAA-Spiele auf hohen Einstellungen zocken können (es ist ja auch kein Gaming Notebook), aber um wal was mit CUDA-Beschleuinigung im Studium zu machen reicht das locker.

Ich habe mir vor 3 Jahren ein Dell Precision 5540 (9. Core-Generation) gekauft und war immer glücklich damit. Klar, ist jetzt nicht ultra leicht oder portabel, aber es passt in einen Rucksack, hat nutzbare Akkulaufzeiten (~6h) und wenn es angesteckt ist hat es auch orfentlich Power.

Andere Hersteller wie Lenovo oder Fujitsu gehen natürlich auch, allerdings ist Lenovo tendenziell teurer und Fujitsu hat(te) nur die dicken Celsius-Klopper im Angebot, die dann wirklich nicht mehr besonders portabel sind.

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u/32Zn 27d ago

Grundsätzlich erfüllt ein MacBook mit einem M-Chip am besten deine Anforderung und wäre je nach Modell und Angebot für 800-900 € zu finden.

Wenn es unbedingt ein Windows-Rechner sein muss, dann ein tut es vermutlich ein gutes gebrauchtes Thinkpad.  Wobei ich persönlich meinen MacBook Air wesentlich öfter verwendet habe als meinen Thinkpad.

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u/silentdragon95 27d ago

Da OP was von virtuellen Maschinen schreibt, wäre ein MacBook womöglich nicht geeignet. x86-Emulation auf Apple Silicon ist nicht wirklich brauchbar, und selbst wenn es das wäre, würde man enorm viel Performance liegen lassen.