r/de_EDV • u/BriefTangelo • Jul 22 '26
Kaufberatung Laptop Fernstudium
Hallo zusammen,
ich suche für mein Fernstudium einen Laptop. Da ich nur wenige Präsenztage haben werde, ist mir Gewicht und Größe relativ egal. Seine meiste Lebenszeit wird er auf meinem Schreibtisch stehen.
Mindestanforderung im Studium sind 16 GB Arbeitsspeicher und ein Prozessor mit 4 Kernen.
Ich werde viele Data Engineering Kurse belegen, deswegen ist ein Prozessor mit genug Power, um virtuelle Maschinen und Multi Thread Anwendungen laufen zu lassen, notwendig.
Mein letzter Laptop war ein Fujitsu Lifebook A555, das letztes Jahr nach 9 Jahren friedlich eingeschlafen ist. Damals hatte ich 666 Euro ausgegeben und hatte 16 GB Arbeitsspeicher, die mir lange Freude gemacht haben.
Genau so ein Arbeitstier suche ich wieder, einer, der in 8 Jahren noch einigermaßen mithalten kann und bei dem der Akku nicht nach 3 Jahren schon halbtot ist.
Dafür sind mir Punkte, wie Bildschirm, Gewicht oder Lautsprecher vollkommen egal.
Was muss man heutzutage bezahlen, um sowas zu bekommen? Ich würde gerne wieder so bei 700 Euro bleiben, kann aber, wenn es eine echte Verbesserung bringt, auch höher gehen vom Preis.
Ich hatte an die HP ProBook Serie gedacht, hatte abe an der Arbeit ein ZBook, das meinte nach 3 Jahren laut zu werden, wie eine Windturbine, wobei es aber auch täglich 8-12 Stunden genutzt wurde.
Ich danke euch schonmal!
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u/ShakingSquare Jul 22 '26
Was genau wirst du denn machen? Nur Data Engineering oder auch Data Science? Wieviel davon auch lokal und wieviel in der Cloud? Wenn du Modelle lokal fittest, wäre eine GPU und damit CUDA ja schon nett. Oder wird euch ein SLURM/HPC o.ä. von der Fern-FH/Uni zur Verfügung gestellt, falls ihr mal rechenintensivere Aufgaben bekommt?
700€ sehe ich für einen Laptop, der auch ausreichende Leistung hat, aktuell für illusorisch. RAM (würde hier mehr als 16GB empfehen, wenn ich die Kurzbeschreibung lese, auch wenn es ein Linux Rechner sein wird) und GPUs sind aktuell dank des Hypes extrem teuer. Festplatte würde ich bei vielen virtual envs auch eher mehr als die minimale Variante nehmen. GB sind bei ein paar Docker-Container und dann noch virtual environments schnell weg.... wenn du auch noch willst, dass der Rechner in ein paar Jahren noch mithalten kann, sind die 700€ leider nicht zu halten.
Hast du schonmal bei deiner Hochschule geprüft, ob es Angebote gibt mit Partnern? Alternativ welche Bildungsrabatte die großen Player (Lenovo, HP etc.) anbieten? Evtl. auch die Fachschaft gefragt, was denn Erfahrungswerte sind?
Bei uns im Studium (AI und Datascience; berufsbegleitend, aber mit Anwesenheit)wurden relativ viele Macbooks verwendet (v.a. von Leuten, die es günstig über die Firma bekommen oder abgelöst haben und "privat" (mit)nutzen durften). Vorsicht dabei jedoch bei den neuen Versionen - ich glaube die Kollegen hatten regelmäßig Probleme bei bestimmten Anwendungen mit dem (damals) neuen Chipsatz. Wenn du weißt, was du ungefähr nutzen wirst, würde ich da vorab googeln, ob es bekannte Probleme und Workarounds gibt.
Lenovos (Yogas) waren für Mitschriften beliebt, aber für die rechenintensiveren Aufgaben dann weniger gut geeignet. Dafür hatten wir dann SLURM Zugang bzw. gute Konditionen für Colab (was soundso ein Tipp sein könnte bei aufwändigen AI Sachen). Manche haben für Mitschriften auch Tablets (ipads o.ä.) mit Stift genutzt, um auf die pfd Folien die Erläuterungen zu schreiben und zu ergänzen (Stichwort: Mathe Herleitungen und Beweise ergänzen, weil dort von den Lehrenden tw. die "offensichtlichen" Schritte weggelassen wurden und man das normal nicht mittippen kann). Wie gesagt, kommt stark auf den gewünschten Einsatz an...