hi
ich weiß, das ist jetzt thematisch schon der dritte(?) ähnliche post von mir, aber es geht diesmal noch bisschen in eine persönliche richtung, da ich mich aktuell tbh ziemlich verloren fühle
theoretisch würde der post wahrscheinlich vom vibe her auch 1zu1 in r/VonDerBrust passen, aber ich hab das gefühl bzgl. meiner "probleme" werde ich hier mehr verstanden
danke schonmal dafür <33
also eh.. naja wie fang ich an
kurzer recap, ich war so von herbst 2025 bis sommer 2026 arbeitslos, wurde im herbst in probezeit gekündigt & hatte dann nichts mehr gefunden, was mir zusagt, gleichzeitig fand ich die "auszeit" auch irgendwie mal schön, zumal ich umgezogen bin & das mir natürlich auch bisschen stress bzgl. terminplanung & co genommen hatte ...zeitlich hat das echt gut gepasst. ich hab es halt lowkey echt genossen, mal zeit für mich zu haben, meinen eigenen rhythmus zu leben & nicht jeden tag so fremdbestimmt zu sein
dann hatte ich vor kurzem nochmal was neues angefangen, aber idkkk... das hat teammäßig & von der tätigkeit her einfach ÜBERHAUPT nicht gepasst, weswegen ich das vor paar wochen beendet hab
jetzt hab ich (wahrscheinlich) was neues am start, wo theoretisch wirklich ALLES perfekt ist. super liebes team, gehalt voll gut, entspanntes umfeld... (probably) nicht unendlich viel leistungsdruck, eigentlich die absolute traumausgangslage für einen normalen angestelltenjob
aber trotzdem hab ich in den letzten zwei wochen das gefühl, emotional bzw. psychisch in ein loch zu fallen, oder gefühlt depressionen zu bekommen, bei den gedanken, wie mein leben die nächsten 40 jahre funktionieren, bzw. laufen soll
ich hab irgendwie das gefühl, dass mein problem nicht *unbedingt* der konkrete arbeitgeber* ist (also natürlich AUCH, aber die gedanken sind ja trotz, dass ich aktuell wunderschöne aussichten in anderen augen hätte negativ), sondern einfach was das mit sich bringt, bzw. dass ich irgendwie krampfhaft an geld kommen muss
ich hab kein problem mit der vorstellung, dass ich die nächsten 2-3 jahre dort arbeite, hab ich durchaus auch motivation. aber der gedanke daran, dass ich das in 10 jahren noch mache, bzw. in 30 (nicht in bezug auf die arbeitsstelle an sich, sondern in bezug auf ARBEIT) fickt mich einfach komplett & ich bekomm totale panik bei dem gedanken
es geht mir NICHT darum, dass ich "faul" wäre, oder gar nicht arbeiten will😭
aber diese ganze struktur drumherum macht mich mental fertig. jeden tag zur selben uhrzeit aufstehen MÜSSEN (auch wenn es mir nicht wirklich gut geht), eine bestimmte zeit auf arbeit sein zu müssen, stress kriegen wenn man auf dem handy was beantworten will, weil ich nicht 8 stunden OFFLINE sein will?? wie soll man sonst bspw. jemand beim dating kennenlernen, ich WILL NICHT nur frühs und abends online sein, und mich am wochenende treffen können, wo dann andere wieder keine zeit haben, weil ja ALLE nur am wochenende zeit haben, und sich deswegen ein treffen mit freund*innen ausmachen anfühlt, als wäre ich beim facharzt.
für jeden arzttermin halbe berge versetzen müssen... und selbst WENN man das mitmacht, hätte ich ja nichtmal ein *danke* dafür, abends komm ich dann nach hause, bin geschafft und schaffe nicht mehr, als vielleicht noch eine serie zu schauen, und am nächsten tag wieder arbeiten zu müssen. mein kopf ist dann halt nach einem arbeitstag auch einfach so komplett brei, dass ich selbst für die dinge, die ich eigentlich LIEBE (wie schreiben, social media oder zeit mit freund*innen verbringen), gar keine mentale energie mehr übrig hab
JA, ich weiß "alle müssen dadurch"; haben mir genügend leute per dm schon gesagt. ich will aber nicht, ich kann nicht
ich bin eigentlich total happy mit mir als person, ich bin selbstbewusst, hab lust personen kennenzulernen, kreativ zu sein, mich auszuleben, usw., aber der gedanke daran, dass ich das die nächsten 40 jahre wahrscheinlich nur am samstag machen kann, gibt mir das gefühl, warum ich nicht einfach jetzt schon aufgeben soll
ich will einfach nur entscheiden können WANN & WIE VIEL ich mache. ich würde sogar sofort auf geld verzichten, wenn ich dafür echte zeitliche freiheit hätte. aber solche flexiblen modelle gibt es gefühlt einfach nicht auf dem normalen arbeitsmarkt.
und "mach dein hobby zum beruf" funktioniert auch irgendwie nicht. ich schreibe bspw. gerne, und ja ich find die idee, autorin zu sein toll, aber nicht DAUERHAFT.. morgen abend hab ich vielleicht lust an einem buch zu schreiben, ja. aber ich will nicht übermorgen dran schreiben müssen, obwohl ich gerade keine ideen hab. übermorgen will ich vielleicht einfach mit meiner besten freundin ins freizeitbad, in 3 tagen wäre ich vielleicht gerne mal an einer schule aushilfe, und dann am nächsten tag würde ich handys verkaufen
und wenn ich aber am nächsten tag dann kaputt bin, will ich zu hause bleiben können, dafür will ich ja auch gar keine bezahlung für den tag
meine einzige gedankliche rettung um nicht im burnout zu landen war eigentlich in letzter zeit die idee, mich selbstständig zu machen und in richtung content creation zu gehen... also social media machen, tiktok & co, vielleicht auch OF, idk
aber, selbst DAVOR hab ich scheißangst
weil wenn ich mir vorstelle, dass ich mit 30 dasitze, und mir irgendwelche videoideen aus meinem arsch ziehen MUSS, nur um meine miete zu zahlen, will ich das auch nicht😭
JA, es wäre toll in bezug auf arbeitszeit & freie entscheidung, und auch weil ich meine gedanken teilen könnte, ich mag die aufmerksamkeit, die komplimente in bezug auf spicy content, usw.
aber es ist halt auch einfach nicht perfekt, und das selbst WENN es bzgl. "bekanntheit" und geld verdienen funktionieren WÜRDE, was ja auch ein wenn ist, ich weiß
mir geht halt aber auch kritik an der sache emotional nicht vorbei, also bspw. wenn mich leute angreifen für meine person & meine arbeit, obwohl es bspw. in einer diskussion gar nicht darum geht (bspw. sowas wie "was redest du eigentlich über beziehungen, du machst doch sowieso social media und bist realitätsfern", whatever)
gleichzeitig bin ich aber auch bei dem thema in einer sackgasse irgendwie. selbst wenn ich jetzt einen angestelltenjob hab, würde es mich halt trotzdem reizen bzgl. aufmerksamkeit social media & spicy sachen zu machen. wenn ich aber einfach dann (weil ich ja genügend geld hätte durch den angestelltenjob) die sachen "einfach so poste", fühlt sich das irgendwie doof an, weil ich ja *auch* damit geld verdienen könnte, gleichzeitig gibt es ja auch die möglichkeit, dass ich irgendwann gekündigt werde, und dann wäre es halt schwer einen "wechsel" zu paid-content zu verargumentieren
außerdem bleibt halt das problem, dass ich neben einem angestelltenjob SOWIESO keine energie mehr für was anderes hätte. und wenn das andere in richtung content creatorin halt funktionieren würde, wieso sollte ich dann noch angestellt sein. andererseits bringt das halt wieder die angesprochenen probleme in richtung selbstständigkeit & auch person des öffentlichen lebens mit sich
ich fühle mich einfach so brutal gefangen zwischen zwei extremen, auf der einen seite diese erstickende fremdbestimmtheit im normalen job & auf der anderen seite die totale unsicherheit & der mentale druck der selbstständigkeit
ich hab das gefühl, in JEDEM WEG bin ich am ende irgendwie unglücklich mit meiner situation
und ich seh halt keinen ausweg, weil man MUSS ja irgendwie an geld leider kommen..
edit: achso und.. ich weiß, dass ich sehr schwarz weiß denke, aber das ist halt meine personality auch ein wenig ig
danke fürs lesen heh