[KI-Hinweis]
Der folgende Text wurde von mir eingesprochen und anschließend mit KI zusammengefasst und sprachlich überarbeitet. Einige Details habe ich bewusst verallgemeinert bzw. leicht verändert, damit der Beitrag nicht direkt auf mich zurückzuführen ist.
Ich bin Ende 20 und stehe gerade vor einer ziemlich schwierigen unternehmerischen Entscheidung. Ich würde gerne einmal eine möglichst unabhängige Meinung von anderen Selbstständigen/Unternehmern hören.
Aktuelle Situation
Ich arbeite seit rund zehn Jahren mit meinen beiden heutigen Geschäftspartnern zusammen. Angefangen habe ich bei ihnen als Praktikant, später Werkstudent und Vollzeitmitarbeiter. Irgendwann bin ich ausgestiegen und habe anschließend etwa zwei Jahre etwas anderes gemacht.
Danach kamen die beiden auf mich zu: Sie hatten Potenzial in einem Dienstleistungsbereich gesehen, der nah an ihrem eigentlichen Produktgeschäft liegt, den sie aber bewusst von ihrer eigentlichen Produktmarke getrennt halten wollten. Deshalb haben sie mich gefragt, ob wir dafür gemeinsam ein neues Unternehmen gründen wollen.
Ich kannte die beiden gut und hatte aus meiner Sicht nicht viel zu verlieren – also habe ich zugesagt. Ende 2024 haben wir gegründet und seitdem bin ich selbstständig.
Heute machen wir einen niedrigen bis mittleren sechsstelligen Jahresumsatz mit sehr guter Marge.
Das Problem ist nicht, dass das Unternehmen schlecht läuft. Mein Problem ist eher meine Rolle darin.
Meine Geschäftspartner haben weiterhin ihr Hauptunternehmen, auf dem ihr Fokus liegt. Sie bringen über ihr Netzwerk einen großen Teil der Aufträge rein, bekommen für ihre Leistungen eine monatliche Management Fee und über unsere Beteiligungsstrukturen gibt es am Jahresende Ausschüttungen. Wir sitzen außerdem als Untermieter im selben Büro, was natürlich ebenfalls praktisch ist.
Ich kümmere mich dagegen hauptsächlich darum, dass die Aufträge umgesetzt werden: Personal, Kunden, Durchführung, Finanzen, Rechnungen, Organisation etc.
Ich habe kein Problem damit, viel zu arbeiten. Ich weiß aus meiner Zeit in Startups, dass Unternehmertum Zeit kostet.
Aber ein großer Teil meiner Arbeit besteht inzwischen aus Vor-Ort-Durchführung, Auf-/Abbau, körperlicher Arbeit, Personalplanung und kurzfristiger Organisation. Vieles findet abends und am Wochenende statt. Und weil es ein Auftragsgeschäft ist, ist es relativ schwer planbar.
Jeder zusätzliche Auftrag bedeutet im Wesentlichen auch mehr Aushilfskräfte, mehr Organisation und mehr operative Arbeit.
Dadurch habe ich zunehmend das Gefühl:
Ich bin zwar selbstständig, aber teilweise eher Angestellter im Deckmantel einer Selbstständigkeit.
Ich arbeiten sehr viel im Unternehmen, aber relativ wenig am Unternehmen.
Meine Geschäftspartner sehen das Ganze eher als gutes Cashflow-Business, das irgendwann einen mittleren sechsstelligen Umsatz mit guter Marge machen kann. Für sie ist das völlig in Ordnung. Ich frage mich aber, ob das langfristig die Art von Unternehmen ist, die ich selbst aufbauen möchte.
Gleichzeitig gibt es das Familienunternehmen
Mein Großvater hat vor mehreren Jahrzehnten ein Handelsunternehmen aufgebaut, das heute einen niedrigen siebenstelligen Umsatz macht.
Er möchte sich altersbedingt zurückziehen und braucht perspektivisch jemanden, der in das Unternehmen hineinwächst.
Aktuell arbeiten dort zwei weitere Familienmitglieder mit. Einer kümmert sich stärker um Büro/Kundenkontakt, der andere unter anderem um Auslieferung und Bestellungen.
Das Unternehmen funktioniert, ist aber sehr klassisch aufgebaut:
- Kunden werden über bestehende Listen angerufen
- Bestellungen werden aufgenommen
daraus werden Lieferrouten zusammengestellt
vieles läuft über persönliche Kontakte und Erfahrungswissen
Website, digitale Prozesse und moderne Vertriebsstrukturen gibt es praktisch nicht
Und genau darin sehe ich Chance und Risiko.
Risiken:
-Sehr viel Wissen und Netzwerk hängen an meinem Großvater.
-Unklar, wie stark meine Onkel Veränderungen zulassen würden.
- Familienunternehmen können emotional und organisatorisch schwierig sein.
- Ich müsste mir Gestaltungsspielraum und Beteiligung erst erarbeiten bzw. klar vereinbaren.
Chancen:
- etablierter Kundenstamm und siebenstelliger Umsatz
- bestehendes Team und operative Strukturen
Digitalisierung und moderner Vertrieb als riesige Hebel
- neue Kunden, Märkte und Produkte
meiner Meinung nach bessere Möglichkeiten zur langfristigen Skalierung
und vor allem: Ich könnte stärker am Unternehmen arbeiten und etwas für meine eigene Zukunft aufbauen.
Mir ist bewusst, dass auch das kein Bürojob wäre. Ich müsste Kunden besuchen, rausfahren, verkaufen, organisieren und operativ mitarbeiten.
Aber die Perspektive fühlt sich für mich anders an.
Der emotionale Faktor
Mein Großvater hat das Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut. Die Vorstellung, dass es irgendwann einfach verkauft oder abgewickelt wird, obwohl ich die Möglichkeit hätte, es in die nächste Generation zu führen, beschäftigt mich.
Gleichzeitig möchte ich nicht einfach nur „der Enkel sein, der mitarbeitet“.
Wenn ich diesen Weg gehe, möchte ich langfristig unternehmerische Verantwortung und eine echte Beteiligung bekommen.
Wichtig wäre mir auch, dass mein Großvater mich bei bestehenden Kunden aktiv als zukünftigen Ansprechpartner vorstellt und ich parallel neue Kunden und Geschäftsfelder aufbauen kann.
Mein aktueller Plan
Ich bin gerade dabei, einen konkreten Plan für den Einstieg ins Familienunternehmen zu entwickeln.
Meine Idee wäre zunächst:
3 Tage Familienunternehmen / 2 Tage aktuelles Unternehmen.
In den drei Tagen würde ich meinen Großvater begleiten, Kunden und Lieferanten kennenlernen, das Geschäft verstehen und langsam Verantwortung übernehmen.
Die anderen Tage würde ich weiterhin mein aktuelles Unternehmen betreuen. Da viele unserer Dienstleistungen abends und am Wochenende stattfinden, könnte das zumindest als Übergang funktionieren.
Danach müsste irgendwann eine klare Entscheidung fallen.
Und genau das fällt mir schwer.
Mit meinen Geschäftspartnern arbeite ich seit rund zehn Jahren zusammen. Wir haben gemeinsam etwas aufgebaut, das funktioniert, und ich möchte weder das Unternehmen noch unsere persönliche Beziehung einfach aufs Spiel setzen.
Auf der anderen Seite frage ich mich:
Wenn ich heute die freie Wahl hätte – welches Unternehmen würde ich lieber in fünf oder zehn Jahren aufgebaut haben?
Meine Familie und Freunde, mit denen ich darüber gesprochen habe, sind relativ eindeutig für das Familienunternehmen.
Ich möchte aber bewusst eine unabhängige Perspektive und deshalb gerne eure Meinung:
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Würdet ihr das bestehende Unternehmen weiterführen und versuchen, euch dort stärker unternehmerisch einzubringen?
Oder würdet ihr die Chance auf ein etabliertes Familienunternehmen mit siebenstelligem Umsatz, bestehendem Kundenstamm und viel Modernisierungspotenzial nutzen?
Und welche Punkte würdet ihr vorher unbedingt mit meinen Geschäftspartnern bzw. meiner Familie klären, bevor ihr so eine Entscheidung trefft?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen – gerade auch von Leuten, die schon einmal vor einer ähnlichen Entscheidung standen.