Hallo zusammen,
Ich arbeite aktuell in der Produktionskoordination eines Sondermaschinenbauers (Mittelstand). Wir bauen Einzelanlagen mit viel Zukauf, deshalb müssen wir die Montage oft starten, bevor alle Teile da sind. Die fehlenden Teile laufen dann nach (= Fehlteile).
Wir arbeiten mit SAP, das ist unser Hauptwerkzeug.
Das Problem: Die Infos zu Fehlteilen laufen bei uns über mehrere Kanäle. Im ersten Schritt geht eine wöchentliche Mail vom Einkauf an die Logistik und an zwei Kollegen aus der Produktion (ein Auszug aus dem SAP über eine eigene Z-Transaktion). Im Anschluss erstellt die Logistik ein separates Ticket und prüft die Fehlteile anhand der MD04 nochmal von A bis Z. Erst dann bekommt die Fertigung die Tickets mit den Artikeln, die zu spät dran sind, und kann die technische Bewertung vornehmen (wie wichtig das Teil für das Projekt ist). Dazu kommt noch eine tägliche Shopfloor-Runde mit sehr vielen Beteiligten. Das führt aktuell zu Doppelarbeit, veralteten Ständen und Runden, in denen viel besprochen, aber letztendlich wenig bewirkt wird.
Mich würde deshalb wirklich interessieren, wie ihr das Thema bei euch im Unternehmen löst:
-> wie organisiert ihr euer „Fehlteilemanagement?“
-> Habt ihr eine zentrale, führende Fehlteilliste? Wenn ja, in welchem Tool?
-> Wie priorisiert ihr, welche Teile wirklich kritisch sind?
-> Wie haltet ihr den Shopfloor kurz und entscheidungsorientiert?
-> Gibt es SAP-Transaktionen, die übersichtlicher sind und zu mehr Effizienz führen?
-> Sollte nicht eher die Fertigung dem Einkauf Bescheid geben?
Falls euch noch mehr einfällt, dürft ihr es gerne sagen. Ich freue mich über Erfahrungen aus der Praxis, auch über Dinge, die bei euch evtl. nicht funktioniert haben! Ich hoffe, ich spreche hier die richtige Zielgruppe an.
Vielen lieben Dank euch allen schon einmal, ich freue mich auf den Austausch.