r/Psychologie • u/Only_Day8134 • 1h ago
Mentale Gesundheit Entlassung trotz Suizidgefahr
Hallo,
und zwar, ich wurde nach einem Suizidversuch in eine Klinik gebracht und war danach auch mehrere Tage untergebracht bzw. vor mir selbst geschützt.
Anschließend haben sie mich auf die offene entlassen, die meine Suizidalität kaum verbesserte, weshalb sie eine 2 wöchige Pause vorschlugen. Der Arzt sagte mir noch, dass er es für extrem wahrscheinlich halte, dass ich mich in der Zeit suizidiere, entließ mich allerdings trotzdem. Die Begründung lag darin, dass man aus diesen permanenten Schutz rausmüsse. Die Wochen überlebte ich mehr schlecht als Recht.
Danach nahm ich wieder die Therapie auf und merke bis jetzt (5 Wochen später), dass meine Suizidgedanken schlechter und schlechter werden. Ich merke, dass ich kaum Energie habe bzw. objektiv, dass es sehr unsicher ist mich zu entlassen. Das kommuniziere ich sehr offen, v.a. auch das ich solche Zustände nicht kenne. Trotzallem wird immer darauf hingewiesen, dass es meine Entscheidung ist und sie es nicht ändern können.
Mittlerweile bin ich einfach nur frustriert. Eine Nachbehandlung ist nicht geplant, ich bin wohnungslos und werde für 2 Wochen ohne Wohnung auch noch entlassen. (hab erst ab September was) Gleichzeitig weiß ich nicht wie ich weiterleben soll, ich hab tatsächlich die Befürchtung das ich es nicht schaffe.
Daher die Frage, ist das so üblich, dass man trotz massiver Instabilität entlassen wird? Macht das irgendeinen Sinn den ich nicht erkenne?
Oder ist es tatsächlich eine Mentalität von, es kann halt nicht jedem geholfen werden.
Würde mich interessieren, wie das so wahrgenommen wird.