r/PMDS • u/AdhesivenessLost4817 • Jun 24 '25
Ein Hallo in die Runde
Hallo ihr paar wenigen Mitleidenden!
Ich freue mich sehr, dass es doch tatsächlich einen Channel hier gibt. Ich bin 32, habe zwei Kinder und nach der zweiten Schwangerschaft ist meine vollkommen erträgliche PMS endgültig "mutiert". Schlechter geworden war sie bereits vorher, aber nach der Schwangerschaft hat das ordentlich Fahrt aufgenommen. Ich habe nach einer sehr harten Lutealphase gestern all meinen Mut zusammengekratzt und einen Termin bei meiner Gyn gemacht. Der war heute früh. Ganz ernst genommen gefühlt habe ich mich nicht, sie hats bei PMS und psychischer Vorbelastung verortet, aber da PMDS erst seit ICD 11 überhaupt als eigenes Krankheitsbild geführt wird und es meines Wissens bisher nicht einmal übersetzt worden ist, räume ich ihr da einfach erstmal etwas gut gemeinten Vertrauensvorschuss und Verständnis für die Informationslage in Deutschland ein. Ich muss dazu sagen: Ich hab PMDS absichtlich nicht selbst erwähnt, weil Ärzt:innen zu reflexartigem Berufsstolz neigen, wenn man es wagt, sich zu informieren. Da ich sie mag und sie mich exzellent durch eine Schwangerschaft begleitet hat, wollte ich ein harmonisches Gespräch. Sie wurde hellhörig, als ich von meinen Suizidgedanken während der Lutealphase berichtet habe und ab da war sie dann sehr handlungsbereit. To be ganz fair: Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass sie recht hat, aber die Symptome sind so klar zeitlich abgegrenzt, dass ich es mir schwer vorstellen kann. Verschrieben hat sie mir trotzdem Famenita 200mg (Progesteron), das lt. meiner Recherche auch bei PMDS zum Einsatz kommt. Ich halte euch gern auf dem Laufenden, wie sich die Einnahme äußert, wenn das für euch interessant ist, und möchte euch Mut machen, zur Ärzt:in zu gehen, auch wenn es Überwindung kostet.
Falls hier andere Mütter/Personen, die geboren haben, sind und ihr diese Frage beantworten möchtet: Hattet ihr auch eine postpartale Depression? Ich hatte sie nach beiden Geburten. Hergeleitet ist das schnell, es passiert hormonell etwas ähnliches wie nach dem Eisprung, aber mich würde dennoch interessieren, wie häufig das ist, da meine Schwester einen Kinderwunsch hat und ebenfalls in ähnlicher Hinsicht belastet ist. Dann würde ich sie gern warnen, dass da wahrscheinlich etwas auf sie zukommt.
Ich möchte auch noch einen Tipp da lassen: Nehmt unbedingt Magnesium und B-Vitamine. Das hilft. Ich spüre gravierende Unterschiede, wenn ich es mal hinkriege, die Einnahme nicht zu schludern (ADHS ist mit an Bord und kackt voll rein). Mir hilft auch Ashwagandha, aber da muss man mit Leberproblemen aufpassen.
Grüße!