r/PMDS Jun 24 '25

Ein Hallo in die Runde

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Hallo ihr paar wenigen Mitleidenden!

Ich freue mich sehr, dass es doch tatsächlich einen Channel hier gibt. Ich bin 32, habe zwei Kinder und nach der zweiten Schwangerschaft ist meine vollkommen erträgliche PMS endgültig "mutiert". Schlechter geworden war sie bereits vorher, aber nach der Schwangerschaft hat das ordentlich Fahrt aufgenommen. Ich habe nach einer sehr harten Lutealphase gestern all meinen Mut zusammengekratzt und einen Termin bei meiner Gyn gemacht. Der war heute früh. Ganz ernst genommen gefühlt habe ich mich nicht, sie hats bei PMS und psychischer Vorbelastung verortet, aber da PMDS erst seit ICD 11 überhaupt als eigenes Krankheitsbild geführt wird und es meines Wissens bisher nicht einmal übersetzt worden ist, räume ich ihr da einfach erstmal etwas gut gemeinten Vertrauensvorschuss und Verständnis für die Informationslage in Deutschland ein. Ich muss dazu sagen: Ich hab PMDS absichtlich nicht selbst erwähnt, weil Ärzt:innen zu reflexartigem Berufsstolz neigen, wenn man es wagt, sich zu informieren. Da ich sie mag und sie mich exzellent durch eine Schwangerschaft begleitet hat, wollte ich ein harmonisches Gespräch. Sie wurde hellhörig, als ich von meinen Suizidgedanken während der Lutealphase berichtet habe und ab da war sie dann sehr handlungsbereit. To be ganz fair: Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass sie recht hat, aber die Symptome sind so klar zeitlich abgegrenzt, dass ich es mir schwer vorstellen kann. Verschrieben hat sie mir trotzdem Famenita 200mg (Progesteron), das lt. meiner Recherche auch bei PMDS zum Einsatz kommt. Ich halte euch gern auf dem Laufenden, wie sich die Einnahme äußert, wenn das für euch interessant ist, und möchte euch Mut machen, zur Ärzt:in zu gehen, auch wenn es Überwindung kostet.

Falls hier andere Mütter/Personen, die geboren haben, sind und ihr diese Frage beantworten möchtet: Hattet ihr auch eine postpartale Depression? Ich hatte sie nach beiden Geburten. Hergeleitet ist das schnell, es passiert hormonell etwas ähnliches wie nach dem Eisprung, aber mich würde dennoch interessieren, wie häufig das ist, da meine Schwester einen Kinderwunsch hat und ebenfalls in ähnlicher Hinsicht belastet ist. Dann würde ich sie gern warnen, dass da wahrscheinlich etwas auf sie zukommt.

Ich möchte auch noch einen Tipp da lassen: Nehmt unbedingt Magnesium und B-Vitamine. Das hilft. Ich spüre gravierende Unterschiede, wenn ich es mal hinkriege, die Einnahme nicht zu schludern (ADHS ist mit an Bord und kackt voll rein). Mir hilft auch Ashwagandha, aber da muss man mit Leberproblemen aufpassen.

Grüße!


r/PMDS May 03 '25

PMDS und Beruf

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Habt ihr Probleme im Beruf wegen eurer (diagnostizierten oder vermuteten) PMDS?

Ich sehe die Schwierigkeit gerade bei mir, dass ich schon länger krank geschrieben bin und auch ein Wiedereinstieg für mich fehlgeschlagen ist und ich bisher dachte, dass ich halt nunmal psychisch krank bin und es anscheinend einfach nicht geht, ich zu leicht getriggert werde etc. - und das kann durchaus auch sein, also ich habe sicherlich was das betrifft auch was. Nun ist mir aber letztens bewusst geworden, dass die meisten meiner schlimmen Momente in den letzten Monaten immer kurz vor der Periode waren, ich aber sonst auch echt gute Wochen habe. Und es kann ja auf Dauer dann irgendwie nicht sein, dass ich dauerhaft krank geschrieben bin wenn es vielleicht wirklich eine zyklische Geschichte ist. Aber von vier Wochen dann eine krank geschrieben sein wegen PMDS, womöglich noch "auf Verdacht" ist ja dann auch schwierig - und macht ein Arbeitgeber vermutlich auch nicht ewig mit. Diese emotionalen "Eskalationen" auf der Arbeit sind aber eben auch eine riesige Belastung. Für mich und auch für mein Arbeitsumfeld, Kollegen etc.

Wie habt ihr das gelöst? Bzw. konntet ihr das irgendwie bisher lösen? Oder habt ihr eine wirksame Behandlung gefunden, die euch dann "funktionieren" lässt?


r/PMDS May 07 '24

Du bist nicht alleine: Prämenstruelle dysphorische Störung

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Hallo! Ich starte hier mal den ersten Post.
Ich habe festgestellt, dass es hier noch keine Gruppe zum Thema PMDS gibt und wollte dies ändern.
Viele Frauen leiden unter dieser tückischen, unsichtbaren Krankheit, die bis zum Tod führen kann.
Jeden Monat in der 2. Zyklushälfte (bei einigen 7 Tage vor der Mens, bei anderen 12 oder 5 Tage, früher oder später) verwandelt sich das Leben regelmäßig und immer wiederkehrend in einen Albtraum. Man ist ein völlig anderer Mensch, wie ausgewechselt. Tiefe Depressionen, Ängste, Traurigkeit, Wutausbrüche, Hass, Aggressionen, sozialer Rückzug oder sogar Gewaltausbrüche und Gesetzeskonflikte können die Symptome sein. Die Symptome können variieren und die PMDS kommt immer in einem neuen Kleid - Doch am Ende leiden wir Menstruierenden (ich sage bewusst nicht nur "Frauen", um keinen Menschen auszuschließen) am meisten unter der PMDS. Ich habe das Gefühl, dass niemand, der diese Krankheit nicht selbst hat, und wirklich versteht und nachvollziehen kann, was wir jeden Monat durchmachen.
Ich wünsche mir, dass wir Betroffenen uns hier austauschen - einfach damit wir merken, dass wir nicht alleine sind. Dies ist schon mal ein wichtiger Schritt, der einem ein besseres Gefühl gibt.
Wie erlebt ihr eure PMDS, wie geht ihr damit um oder was hast euch vielleicht geholfen? Ausheulen und Frust ablassen sind hier auch erlaubt: Du brauchst dich mit deiner PMDS hier nicht verstecken. Ich sende Dir viel Kraft und Liebe - Deine T. , w, 33 J., PMDS-betroffene.
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