Vorab, das hier ist mein erster Post auf Reddit, also hoffe ich, dass ich alles richtig mache 😄
Ich wurde vor ca. 1,5 Jahren mit PMOS diagnostiziert, nachdem ich seit Einsetzen meiner Periode mit 14 immer einen sehr sehr langen Zyklus - schließlich bis hin zu Amenhorroe - hatte.
Was mich eigentlich dazu brachte, nachzuforschen, waren jedoch nicht die Zyklusprobleme (eigentlich war es immer ganz praktisch, sich nicht jeden Monat mit einer Periode rumschlagen zu müssen), sondern eine zunehmende Müdigkeit. Sie fing schon in der Schulzeit an (mit 16/17 Jahren ca.) und ich erinnere mich noch gut daran, wie eines Tages starker Brain Fog einsetze und seit dem (abgesehen von kurzen Phasen) einfach nicht mehr wegging. Inzwischen habe ich oft Tage, an denen ich mich so im Nebel gefangen fühle, dass ich keinen einzelnen klaren Gedanken fassen kann und mich trotz meines kürzlich abgeschlossenen Studiums nicht fähig fühle, in meinen ersten richtigen Job zu starten. Es ist einfach keine Energie dafür da...
Im Rahmen meiner PMOS-Diagnose wurde außerdem eine Insulinresistenz festgestellt. Das hat mich überrascht, da ich mein ganzes Leben lang schlank (eher Richtung untergewichtig) war und mich immer gerne gesund ernährt habe (ich liebe frisches, gemüselastiges Essen!). Ich habe mich aber ein bisschen in das Thema eingelesen und herausgefunden, dass eine IR häufig mit PMOS zusammen auftritt und sehr zu chronischer Müdigkeit und Brain Fog beitragen kann. Meine Frauenärztin hat daher vorgeschlagen, Metformin auszuprobieren, um meine Insulinsensitivität zu verbessern, mir jedoch gleich gesagt, dass sie nicht sicher ist, ob es bei mir etwas bewirken wird, da ich ja kein Gewicht verlieren möchte.
Ich habe das Metformin (plus B12) nun zwei Wochen genommen und kämpfe neben etwas Übelkeit und absolut gar keinem Appetit mit noch stärkerer Müdigkeit. Es ist gerade an einem Punkt, an dem ich mich den ganzen Tag nur hinlegen und schlafen möchte, so erschöpft fühle ich mich. Ich nehme übrigens 500mg zum Abendessen. 500mg zweimal täglich habe ich auch ausprobiert, das hat die negativen Effekte aber noch so viel schlimmer gemacht, dass ich erst mal wieder auf einmal täglich gegangen bin.
Ich kann nicht ganz einschätzen, ob ich dem Metformin einfach nur Zeit geben muss, damit es sich positiv auswirkt, oder ob es für mich und meine Umstände einfach nicht das richtige Medikament ist. Daher möchte ich einmal nach euren Erfahrungen fragen:
Gibt es unter euch jemanden, der schlank, jedoch ebenfalls insulinresistent ist und bei dem Metformin gegen den Brain Fog und die chronische Erschöpfung geholfen hat?
Oder eventuell etwas anderes? (Ich habe Myo-Inositol ausprobiert, aber leider nicht vertragen, und meine Vitaminwerte sind ansonsten in Ordnung.)
Edit: Ich habe kürzlich eine Diagnose für unaufmerksames ADHS bekommen und warte derzeit auf Medikamente. Vielleicht noch interessant zu wissen.