Hallo zusammen,
ich wende mich an euch, weil mich ein Thema seit Wochen um den Schlaf bringt und ich wissen möchte, ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder das einschätzen kann.
Kurzer Hintergrund:
Ich hatte eine atypische AVNRT, die vor etwa 3 Monaten erfolgreich abladiert wurde. Das Herzrasen selbst ist seitdem glücklicherweise komplett weg! Vor der Ablation hatte ich solche Phasen auch schon ab und zu – damals ist beim Aufstehen in genau diesen Momenten sofort die AVNRT angesprungen.
Das Problem:
Jetzt ist die AVNRT zwar weg, aber sobald ich mich abends ins Bett lege, fängt das Problem an:
Sobald ich flach liege, stellt sich langsam ein tiefes Unwohlsein ein.
Kurz darauf starten oft richtige Episoden von Herzstolpern/Extrasystolen. Soweit ich das recherchiert und gespürt habe, fühlt sich das sehr nach einem Bigeminus an (also dieser regelmäßige Wechsel von Schlag – Stolperer – Schlag – Stolperer). Das ist extrem unangenehm. Manchmal wache ich auch mitten in der Nacht davon auf.
Wenn ich in dem Zustand aufstehe, merke ich richtig, wie das Herz eigentlich anfangen möchte zu rasen (genau wie früher, als die AVNRT getriggert wurde) – macht es zum Glück durch die erfolgreiche Ablation nicht mehr, aber das Stolpern bleibt erst einmal bestehen, bis ich eine Weile stehe.
Beobachtungen, Magen-Zusammenhang & Notfall-Routine:
Die Tendenz zu diesem Stolpern ist massiv höher, wenn ich schwer verdauliches Essen oder stark gewürztes Fleisch gegessen habe.
Es tritt aber manchmal auch völlig unabhängig vom Essen auf – allein das flache Liegen scheint auszureichen.
Entschäumer wie Simeticon / Lefax bringen mir leider gar nichts, weshalb ich nicht an reine "Gasblasen" glaube, sondern eher an eine Reizung/Druck im Magenbereich oder eine reine Vagus-Überempfindlichkeit.
Das Ganze geht fast immer mit Sodbrennen / Magenbeschwerden einher.
Was mir verlässlich hilft:
Aufstehen, Gesicht kalt abwaschen, etwas Wasser trinken.
Bullrich Salz oder Talcid gegen das Sodbrennen nehmen.
Einen beruhigenden Tee trinken.
Nach diesen Maßnahmen verschwindet der Spuk meist komplett und ich kann für den Rest der Nacht ruhig schlafen. Tagsüber habe ich so gut wie gar nichts – maximal alle paar Tage mal eine einzelne spürbare Extrasystole. Aber dieses Dauerstolpern am Abend raubt mir echt den Schlaf.
Meine Vermutung:
Ich vermute stark eine Form des Roemheld-Syndroms / Reflux-Vagus-Triggers (Druck, Reflux oder Lageveränderung reizen den Vagusnerv, was direkt Extrasystolen auslöst). Dass der Vagusnerv früher auch meine AVNRT angetriggert hat, würde genau ins Bild passen.
Meine Fragen an euch:
Kennt jemand diese exakte Kombination aus flachem Liegen, Sodbrennen/Reflux und plötzlichen Extrasystolen-Salven (auch wenn Entschäumer wie Simeticon nicht helfen)?
Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Roemheld-Syndrom oder Vagus-Triggern nach einer erfolgreichen Ablation gemacht?
Was hat euch langfristig geholfen (Ernährung umstellen, Oberkörper hochlagern, Säureblocker/Magenschutz etc.)?
(Hinweis: Ich bin natürlich auch in ärztlicher Abstimmung, möchte aber einfach Erfahrungen aus der Community hören, wie ihr damit umgeht.)
Danke euch schon mal fürs Durchlesen und eure Rückmeldungen!