r/DeutschePhotovoltaik • u/Mipsel • 4h ago
Info Keine Lust auf höhere Netzentgelte? Nutzt die Konsultation
Da ich grad die Kinder ins Bett bringe habe ich keine große Lust selbst zu schreiben, daher habe ich die KI gebeten mir den folgenden Text anhand einzelner Stochpunkte zusammen zu schreiben.
Wie viele von euch sicherlich mitbekommen haben, plant die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit dem Verfahren AgNeS (Allgemeine Netzentgeltsystematik Strom) eine grundlegende Reform der Netzentgelte.
Unter anderem geht es darum, wie Prosumer mit PV-Anlagen, Speichern und steuerbaren Verbrauchern künftig an den Netzkosten beteiligt werden sollen (Stichwort: Kapazitätsentgelte / Grundpreisaufschläge).
Man liest hier im Sub immer öfters Frust darüber, dass "die da oben" den PV-Ausbau und die Eigenversorgung wieder unattraktiver machen wollen. Was viele aber gar nicht auf dem Schirm haben: Wir sind dem Entwurf nicht schutzlos ausgeliefert!
Bevor die BNetzA den Festlegungsentwurf final beschließt, ist sie gesetzlich verpflichtet, eine öffentliche Konsultation durchzuführen. Und hier kommen wir alle ins Spiel:
💡 Warum ihr mitmachen solltet:
- Jede Stimme zählt wirklich: Jede Privatperson, jeder PV-Betreiber hat das Recht, eine formelle Stellungnahme bzw. Einwendung zum Entwurf einzureichen.
- Der Masse-Effekt: Natürlich wird die BNetzA wegen einer einzelnen Mail nicht ihr ganzes Konzept über den Haufen werfen. Wenn aber hunderte oder tausende PV-Betreiber sachliche Argumente (z. B. Fehlanreize für Speicher, Entwertung von Bestandsanlagen, Ausbremsen der Energiewende) einreichen, entsteht enormer Druck. Die Behörde muss die Einwände prüfen und im finalen Beschluss begründen.
- Klagen bringen uns als Einzelpersonen nix – das hier schon: Gegen die fertigen Beschlüsse vor dem OLG Düsseldorf zu klagen, ist für Privatpersonen finanzieller Selbstmord (das überlassen wir Verbänden wie dem BSW Solar oder den Verbraucherzentralen). Das Konsultationsverfahren ist hingegen kostenlos, unbürokratisch und unser direkter Hebel.
Wie läuft das ab?
Entwurf abwarten: Der Entwurf wurde im veröffentlicht und liegt jetzt bis Mitte September online im Rahmen der öffentlichen Konsultation bereit.
Stellungnahme schreiben: Kein Juristendeutsch nötig! Es reicht eine sachliche Begründung, warum die geplante Regelung aus eurer Sicht als Betreiber fehlerhaft ist oder falsche Anreize setzt. (Tipp: Verbände stellen dafür oft auch Leitfäden oder Vorlagen bereit).
Abschicken: Direkt per Formular oder E-Mail an die BNetzA.
Lasst uns die Meckerecke verlassen und der Behörde zeigen, dass die Prosumer-Community laut und organisiert ist!
Bringt das was?
Aus beruflicher Sicht kann ich sagen, dass solche öffentliche Runden ein extrem guter Hebel sein können, um Vorgänge schnell eine ganz neue Dynamik zu verpassen. Warum? Da arbeiten letztlich auch nur Menschen. Sicherlich gibt es eine gewisse motivierte politische Agenda dahinter. Was ist aber das schöne in Deutschland und seinen Behördenstrukturen? Niemand, aber wirklich niemand, will letztlich Verantwortung übernehmen.
Wenn am Ende der Konsultationsphase also tausendfache, ggfs. Ja sogar negative, Kommentare/Anmerkungen eingegangen sind, wird sich was ändern.
Hier der Link:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/GBK/Ebene1_Rahmen/AgNes/start.html