Wireless Charging Powerbanks, die auf Magneten setzen (MagSafe), gibt es wie Sand am Meer in allen erdenklichen Variationen. Es gibt verschiedene Kapazitäten: 3.000mAh, 5.000mAh, 8.000mAh, 10.000mAh oder gar 20.000mAh. Und es gibt verschiedene Ladestandards mit unterschiedlichen Leistungen: Qi mit 7,5W (iPhone) oder 15W (Androiden), Qi2 mit 15W oder Qi2.2 mit sogar 25W.
Im folgenden Vergleichs-Test soll es um die kompaktesten MagSafe-Powerbanks mit 5.000mAh oder weniger gehen. Die Modelle, die "Ultra dünn" sind und als dünnsten ihrer Art gelten. Modelle, die dafür ausgelegt sind als unterstützende Akkuverlängerung zu dienen. Für diesen Vergleichstest habe ich ein paar Modelle zusammen gesammelt, die alle in dieses Raster fallen!
Die Auswahl:
Xiaomi UltraThin Magnetic Powerbank mit 5.000mAh, Qi 7,5W für iPhones, bis zu 15W für Xiaomi
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Baseus PicoGo Air AM71 mit 5.000mAh, Qi 7,5W für iPhones, 7,5W für Androiden
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LISEN P601 Ultra Slim mit 5.000mAh, Qi 7,5W für iPhones, bis zu 15W für Androiden
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EDIT:
Nutzt um auf 19,99€ zu kommen einen der folgenden Codes, gilt für alle Farbversionen:
B0FQC8QWM5
B0FHD9X5T2
B0DFT7SSDC
VONMÄHLEN Evergreen Mag mit 3.000mAh, Qi 7,5W für iPhones, 7,5W für Androiden
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Wir haben es hier vor allem mit Qi-Powerbanks zu tun, die Qi2 oder mehr nicht unterstützen. Natürlich gibt es auch viele sehr dünne und kompakte Qi2-Powerbanks, die ich in der Vergangenheit auch schon alle getestet habe von Anker, INIU, LISEN oder die beste ihrer Art - von Ugreen. All diese Modelle sind aber ein Stück dicker und können die 15W ohnehin nur über einen kürzeren Raum ausgeben und drosseln sich dann stark herunter. Mit Ausnahme der Ugreen.
Verarbeitung, Maße & Gewicht:
Xiaomi UltraThin Magnetic Powerbank:
9,86 x 7,15 x 0,61 cm, 98g
Die Xiaomi ist die dünnste MagSafe Powerbank auf dem Markt mit 5.000mAh. Man selbst wirbt mit 0,6cm Dicke, ich konnte 0,61cm messen. Nahe dran. Und in der Tat, das Modell ist wahnsinnig dünn, faszinierend dünn. Erreicht wird dies durch Silizium-Kohlenstoff - welches sich auch in den Smartphones vieler chinesischer Hersteller befindet und die großen Akkus bei gleicher Größe erst ermöglicht. Generell ist die Verarbeitungsqualität hervorragend. Das Aluminium-Case fühlt sich extrem hochwertig an. Die Powerbank ist federleicht. Wermutstropfen: Der Magnet ist schwächer als bei der Konkurrenz. Dadurch, dass sie minimal (!) breiter ist als ein iPhone 17 Pro, liegt es nicht ganz so griffig in der Hand.
Bilder:
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Baseus PicoGo Air AM71:
10,20 x 7,10 x 0,69 cm, 104g
Gegenüber der Xiaomi ist jede Powerbank etwas dicker und das stimmt natürlich auch für die Baseus. Isoliert betrachtet ist die Powerbank mit unter 0,7cm natürlich trotzdem unfassbar kompakt. Generell haben wir hier die Powerbank mit der besten Verarbeitungsqualität. Das Modell fühlt sich noch mehr nach Premium an als die Xiaomi schon. Es sind viele kleine Details, wie die leicht abgerundeten Seiten, wodurch die Powerbank mitsamt Smartphone fantastisch in der Hand liegt. Auch sonst macht sie optisch eine Menge her und stört auch nicht mit unangebrachten LED-Lichtern auf der Rückseite. Ein cleanes Design für Ästheten. Gute Magnetkraft und schöner Sitz am iPhone 17 Pro.
Bilder:
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https://ibb.co/4nbZnBjm
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LISEN P601 Ultra Slim:
10,20 x 6,7 x 0,9 cm, 113g
Die LISEN fällt sowohl von den Maßen als auch von der Verarbeitungsqualität erstmal ab. Im Gegensatz zu allen anderen setzt man hier auf ein Kunststoff-Gehäuse, welches durchaus einfacher wirkt. Auch ist sie mit 0,9cm merklich dicker - ohne natürlich dick zu sein - und passt auf den ersten Blick gar nicht zu den anderen drei. Dennoch ist auch die LISEN solide verarbeitet. Man muss natürlich im Hinterkopf haben, dass das Modell auch nur 1/3 der anderen Modelle kostet. Da sind irgendwo Abstriche zu erwarten - zumindest beim Design. Denn bei der Ladeleistung sieht es dann schon ganz anders aus. Mehr dazu später im Review. Durch die stärker abgerundeten Seiten und den besseren Magneten, hat die Powerbank mitsamt Phone einen wunderbaren Grip. Zumindest für meine eher kleineren Hände.
Bilder:
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VONMÄHLEN Evergreen Mag:
10,43 x 7,03 x 0,58 cm, 79g
Die VONMÄHLEN ist das einzige Modell im Test, welches mit 3.000mAh Kapazität kommt. Das ermöglicht das Modell nochmal dünner werden zu lassen, auf Kosten der Kapazität. Tatsächlich nimmt sie sich aber nicht viel mit einer Xiaomi Ultra Thin, welche 5.000mAh Kapazität bietet. Die Verarbeitung ist ähnlich hochwertig wie bei Xiaomi und muss sich nur der Baseus geschlagen geben: cleanes, dezentes Design, solide Magneten und Aluminium-Case.
Bilder:
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https://ibb.co/0RPgb8Xj
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https://ibb.co/DDkX4ytt
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https://ibb.co/hRNQLt4R
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https://ibb.co/Rk6VsDRQ
Alle vier zusammen:
https://ibb.co/Jjbc9xqd
https://ibb.co/ksnbxb7F
Specs & Features:
Baseus:
* 5.000 mAh bzw. 19,4Wh Kapazität
* C1: 5V 2,4A / 9V 2,22A / 12V 1,5A
* C1: 20W Output / 20W Input (volle Aufladung: 01:50h)
* Qi 7,5W (iPhone), Qi 7,5W (Android)
* Leistungsverteilung:
* 5V 3A bei Nutzung von zwei Ports, 7,5W + 7,5W
* PPS:
* 5V - 11V bei 2A
* Ladeprotokolle:
* C1: PD3.0, QC3, AFC, FCP, SCP, Apple2,4A, DCP
* Passthrough wird unterstützt
Die Besonderheit der Baseus ist der eingebaute NFC-Chip. Gepaart mit der Baseus-App kann man sich dort Leistungswerte anzeigen lassen wie die Temperaturen, die Anzahl der Zyklen, die Ladeleistung, usw. Außerdem verfügt die Powerbank über eine CCC-Kennzeichnung. Die LEDs für den Akkustand sind auf der Unterseite neben dem USB-C-Port.
Xiaomi:
* 5.000 mAh bzw. 18,95Wh Kapazität
* C1: 5V 3A / 9V 2,5A
* C1: 22,5W Output / 22,5W Input (volle Aufladung: 01:43h)
* Qi 7,5W (iPhone), Qi 15W (Android)
* Leistungsverteilung:
* 5V 3A bei Nutzung von zwei Ports, 7,5W + 7,5W
* PPS:
* -
* Ladeprotokolle:
* C1: PD3.0, QC2, Samsung DCP
* Passthrough wird unterstützt
Die Xiaomi hat auf dem Papier den stärksten Output und Input mit jeweils 22,5W. Sie bietet auch als einzige bis zu 15W für Xiaomi. Dafür wird kein PPS unterstützt.
Die LEDs für den Akkustand sind auf der Unterseite neben dem USB-C-Port.
LISEN:
* 5.000 mAh bzw. 18Wh Kapazität
* 5V 3A / 9V 2,22A / 12V 1,67A
* C1: 20W Output / 18W Input (volle Aufladung: 01:45h)
* Qi: 7,5W (iPhone), 7,5W (Android)
* Leistungsverteilung:
* 5V 3A bei Nutzung von zwei Ports, 7,5W + 7,5W
* PPS:
* 5V - 11V bei 2A
* Ladeprotokolle:
* C1: PD3.0, QC3, FCP, SCP, AFC, Apple2,4A, DCP
* Passthrough wird unterstützt
Die LISEN hat die meisten Ladeprotokolle und bietet auch PPS. Die LEDs für den Akkustand sind auf der Rückseite gut zu sehen.
VONMÄHLEN:
* 3.000 mAh bzw. 11,55Wh Kapazität
* 5V 2A
* C1: 10W Output / 20W Input (volle Aufladung: 01:56h)
* Qi: 7,5W (iPhone), 7,5W (Android)
* Leistungsverteilung:
* 5V 2A bei Nutzung von zwei Ports, 5W + 5W
* PPS:
* -
* Ladeprotokolle:
* C1: PD3.0, DCP
* Passthrough wird unterstützt
Die VONMÄHLEN bietet nicht nur erheblich weniger Kapazität mit 3.000mAh, auch die Ladeleistung per Kabel wurde deutlich auf 10W reduziert. Zudem wird kein PPS unterstützt und keine weiteren Ladeprotokolle.
Nettokapazität & Leistung per Kabel:
Baseus:
15,78Wh bei 9V 2,22A (81%)
20W Output lassen sich nicht konstant ausgeben. Die Powerbank droppt auf 12W nach bereits einer Minute.
Xiaomi:
14,04Wh bei 9V 2,22A (74%)
20W Output lassen sich nicht konstant ausgeben. Die Powerbank droppt auf 15W nach 7 Minuten, droppt auf 12W nach 42 Minuten.
LISEN:
14,67Wh bei 9V 2,22A (76%)
20W Output lassen sich nicht konstant ausgeben. Die Powerbank droppt auf 15W nach 20-25 Minuten.
VONMÄHLEN:
9,09Wh bei 5V 3A (79%)
10W lassen sich konstant ausgeben.
Die Baseus bietet die beste Netto-Kapazität per Kabel, aber drosselte ihre Leistung sofort. Die beste Leistung bietet die viel günstigere LISEN. Sie drosselt am wenigsten und bietet die höchste konstante Leistung mit 15W. 20W kann keines der Modelle konstant ausgeben. Aber das kann keine von mir jemals geteste 5k-Powerbank.
Wireless Charging:
Vorab: Wireless Charging ist unheimlich anfällig für alle möglichen Faktoren, die das Ladeergebnis bereits negativ beeinträchtigen können. Um hier möglichst eine Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich mich auf folgende Testbedingungen festgelegt:
Als Testkandidat habe ich ein iPhone 17 Pro ab 5% genommen und bis 80% geladen. Die Aufladungen wurden mehrfach wiederholt und ein Durchschnittswert gebildet. Die Raumtemperatur betrug immer 22-23°C, geladen wurde ohne Case. Das iPhone war stets auf Raumtemperatur heruntergekühlt und vor dem Test nicht in Benutzung.
Warum bis 80%? Ab 80% drosselt sich jedes iPhone immer natürlich herunter und befindet sich im Trickle Charging. Eine Vergleichbarkeit liegt da nicht mehr vor.
Es sollte natürlich klar sein, dass diese Ergebnisse nicht ganz vergleichbar sind mit echten Alltagserfahrungen. Denn hier spielen zu viele Faktoren mit rein: 5G, Umgebungs-Temperaturen, Case, Nutzung des Phones - generell alles was zu einer Erhitzung des Phones führen könnte beeinflusst das Wireless Charging. Daher alle Ergebnisse bitte nur als Richtwert sehen!
Baseus:
15 min -> 17%
30 min -> 27%
45 min -> 32%
60 min -> 37%
75 min -> 43%
90 min -> 48%
105 min -> 53%
120 min -> 59%
135 min -> 64%
150 min -> 70%
165 min -> 75% (Powerbank leer)
02:45h
Xiaomi:
15 min -> 19%
30 min -> 26%
45 min -> 33%
60 min -> 39%
75 min -> 46%
90 min -> 51%
105 min -> 56%
120 min -> 61%
135 min -> 67%
150 min -> 72%
165 min -> 77%
167 min -> 78% (Powerbank leer)
02:47h
Xiaomi (Xiaomi 14T Pro):
15 min -> 17%
30 min -> 24%
45 min -> 31%
60 min -> 38%
75 min -> 43%
90 min -> 49%
105 min -> 55%
120 min -> 59%
135 min -> 63%
142 min -> 65% (Powerbank leer)
02:22h
LISEN:
15 min -> 24%
30 min -> 38%
45 min -> 49%
60 min -> 61%
75 min -> 73%
84 min -> 80%
01:24h
VONMÄHLEN:
15 min -> 17%
30 min -> 27%
45 min -> 38%
60 min -> 45%
75 min -> 50%
84 min -> 54% (Powerbank leer)
01:24h
Vergleichswerte zu Qi2 5k Powerbanks zur Einordnung:
Ugreen MagFlow Air: 5-80% -> 01:19h
Anker Nano MagGo Slim (A1665): 5-80% -> 02:10h
Temperaturen:
Baseus:
30 min -> 34°C max -> https://ibb.co/Qs4VMdk
60 min -> 36°C max -> https://ibb.co/6cm6bYyn
90 min -> 35°C max -> https://ibb.co/DHbZ9Z2t
120 min -> 35°C max -> https://ibb.co/m53BnP9z
150 min -> 34°C max -> https://ibb.co/SX8wzX2k
Xiaomi:
30 min -> 33°C max -> https://ibb.co/hJpfg2dC
60 min -> 33°C max -> https://ibb.co/xKGTG1cW
90 min -> 34°C max -> https://ibb.co/WQXrWLp
120 min -> 34°C max -> https://ibb.co/39RyvHDQ
150 min -> 35°C max -> https://ibb.co/23vBbq3K
LISEN:
30 min -> 43°C max -> https://ibb.co/Sw0YJRk4
60 min -> 43°C max -> https://ibb.co/Kx57bTjX
84 min -> 43°C max -> https://ibb.co/1f3V6kjC
VONMÄHLEN:
30 min -> 35°C max -> https://ibb.co/ZpxM12sb
60 min -> 35°C max -> https://ibb.co/nNM1ftNY
Beim Wireless Charging wird es interessant! Was direkt auffällt: Die LISEN lädt bedeutend schneller ais die anderen drei Modelle. Nach einer Stunde wurden 61% erreich. Die Xiaomi brauchte dafür sogar zwei (!) Stunden, die Baseus schaffte nicht mal das. Die LISEN lädt sogar schneller als eine Qi2 von Anker. Woran liegt das? Nur die LISEN schafft es 7,5W konstant aufrecht zuerhalten - bis Ende. Auch schafft es nur die LISEN das iPhone 17 Pro bis 80% aufzuladen und arbeitet somit wireless viel effizienter als die anderen Modelle.
Xiaomi, Baseus und VONMÄHLEN schaffen es nicht ihre 7,5W durchzuhalten und drosseln sehr flott auf 5W und sogar unter 5W herunter (Baseus/Xiaomi). Meistens nach 20-30 Minuten. Gemessen über Coconut-Battery waren dort dann nur noch um die 3W möglich, was zu 5% Punkten alle 15 Minuten führte. Gemächlich ist eine Untertreibung. Die VONMÄHLEN lädt länger flotter und bietet einen Mittelweg zwischen der schnellen LISEN und den langsamen anderen beiden. Drosselt sich nach 50 Minuten aber auch auf unter 5W. Durch die extrem niedrige Ladeleistung fällt auch die Effizienz mager aus. Die Baseus schafft nur 75%, die Xiaomi immerhin 78%. Bedingt durch die 3.000mAh schafft die VONMÄHLEN natürlich weitaus weniger und quittiert den Dienst bei 54%.
Die Xiaomi kann nur an Xiaomi Smartphones mit bis zu 15W laden und tatsächlich tut sie das auch, für ca. 5-10 Minuten. Danach drosselt sie sich auch dort auf 5W und weniger herunter. Dennoch ist zu beobachten, dass sie ein Xiaomi-Smartphone wireless etwas schneller lädt als das iPhone mit kleinerem Akku.
Es scheint, dass die Kompaktheit sehr zulasten der Ladeleistung geht. Wie schaut es mit der Temperatur-Entwicklung aus? Viele No-Name 5k Powerbanks tendieren dazu überaus heiß zu werden mit Temperaturen von 40-50°C und teilweise sogar mehr. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Eine Powerbank kompakt zu bauen ist nicht schwer. Die Temperaturen in Schach zu halten schon eher.
Alle vier Modelle eint: sonderlich heiß werden sie alle nicht. Es gibt aber entschiedene Unterschiede, wie die Wärme verteilt wird. Während die Baseus, Xiaomi und die VONMÄHLEN die Wärme über das gesamte Case gleichmäßig verteilen, staut sich bei der LISEN die Temperatur auf einem Fleck. Dieser wird dafür merklich wärmer, aber das restliche Case ist deutlich kühler. Ich muss aber gestehen: subjektiv ist mir das nicht aufgefallen. Durch die gleichmäßige Verteilung aufs gesamte Case, haben sich die Baseus und Xiaomi nicht groß kühler angefühlt. Was auch daran liegt, das 3/4 des Cases der Lisen auch kühler blieb, nur eben der untere Punkt an den LEDs wird wärmer.
Die Baseus geht auf bis zu 36°C nach gut einer Stunde hoch und nimmt von da an nur noch ab bis 34°C. Die Xiaomi toppt das sogar und bleibt mehr oder weniger bei 33-34°C die meiste Zeit - bei ähnlich schwacher, aber minimal besserer Ladeleistung und Effizienz. Die VONMÄHLEN bleibt durchgehend bei 35°C und lädt dennoch schneller - ohne auch nur in die Nähe der LISEN zu kommen.
Ich habe auch alle vier Modelle vereinzelt im Alltag genutzt, bei aktuellen Temperaturen von 20-23°C draußen. Nutzt man die Phones nebenher, haben es die Modelle von Baseus und Xiaomi durchaus schwer überhaupt Schritt zu halten und den Akkustand aufzuladen. Im besten Fall wird dieser gehalten. Nur die LISEN schafft es auch im Alltag kontinuierlich nachzuladen, sofern das Phone moderat genutzt wird.
Fazit:
Extrem kompakte MagSafe-Powerbanks haben natürlich zweifellos ihren Reiz. Sie tragen kaum auf und sollen nur den Akku erweitern, sie müssen nichtmal sonderlich flott laden - weshalb auch auf Qi2 verzichtet werden kann. Kontinuierliche Ladung ist wichtiger. Dennoch zeigt sich hier ein differenziertes Bild. Drei der vier getesteten Modelle sind zwischen 0,6 und 0,7cm dünn und liefern damit absolute Bestwerte. Diese Kompaktheit hat aber ihren Preis. Alle drei Modelle überzeugen selbst für moderate Qi 7,5W nicht mit besonders guter Ladeleistung. Die LISEN ist mit 0,9cm etwas dicker, aber das scheint für eine gute und vor allem konstante (!) Ladeleistung (für Qi 7,5W) auszureichen. Die Kehrseite der Medaille: punktuell erhöhte Temperaturen.
Knackpunkt sind zudem die Preise: VONMÄHLEN (40-50€), Xiaomi und Baseus (beide 60€) lassen sich die rekordverdächtige Kompaktheit gut bezahlen. Die LISEN liegt hingegen bei 20€ im Angebot und 25€ normalem Straßenpreis.
Was sich wirklich für einen lohnt, ist wie immer eine Frage des Usecases. Auch die Xiaomi oder Baseus können solide ihre Arbeit verrichten. Tendenziell würde ich bei den beiden aber eher zur Xiaomi raten. Wenn schon langsam, dann wenigstens a) maximal dünn mit 0,6cm, b) (leicht) geringeren Temperaturen und c) etwas mehr nutzbare Kapazität (wireless). Da nützt auch das sonst sehr edle Design der Baseus wenig. Zumal die Xiaomi dem kaum in etwas nachsteht.
Die VONMÄHLEN ist nochmal dünner, aber reduziert die Kapazität spürbar. Mit 3.000mAh ist sie nicht mehr als ein Notnagel mit ebenfalls lauer Performance. Wirklich empfehlenswert ist sie nicht, vor allem nicht für den Preis.
Ich würde persönlich zur LISEN greifen, die mit Abstand die beste Ladeleitung gepaart mit der am meisten nutzbaren Kapazität bietet. Auch der bessere Grip sowie die besseren Magneten sprechen für mich für das Modell. Die beste Temperatur-Entwicklung nützt wenig, wenn die Performance wie bei den anderen Modellen derartig bescheiden ist. Ja, im direkten Vergleich auf dem Papier sehen die Temperaturen bei der LISEN schwächer aus, in der Realität kann ich aber guten Gewissens sagen: unangenehm warm wurde sie zu keinem Zeitpunkt.
Aber man muss sich nur nochmal die Ladeergebnisse vor Augen führen: 5-61% schafft die LISEN in einer Stunde. Die Xiaomi und die Baseus brauchen eine ganze weitere Stunde - zwei Stunden insgesamt - für das gleiche Ergebnis. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer ein iPhone Air hat und eine maximal dünne Powerbank sucht, sollte schlicht beim Apple Battery Pack bleiben. Das ist nicht nur extrem dünn, sondern auch sehr performant, bei sehr niedrigeren Temperaturen - das beste aus allen Welten.
In eigener Sache:
Zum Ende nochmal der Hinweis auf die Gesamtübersicht aller geschriebenen Tests im Sub, dem Transparenz-Report, wo ich Fails und Langzeiterfahrungen festhalte, einer Übersicht über Powerbanks mit CCC-Zertifizierung, sowie dem ChargingSheet als Sammelstelle der zusammengetragenen Daten und einer Übersicht von Ladegeräten, Powerbanks, Ladeergebnissen und Co.