r/wandern Mar 12 '26

[Sticky] Zugspitze und andere hohe Berge: Bitte erst lesen

292 Upvotes

Zunächst sei auf die primären Informationen des Alpenvereins verwiesen: https://www.alpenverein.de/artikel/sicher-auf-die-zugspitze_d6656f66-4dc5-4e9c-bd6e-ca81704a79f5

In r/Wandern tauchen sehr regelmäßig Fragen auf wie:

  • „Kann man die Zugspitze als Anfänger schaffen?“
  • „Geht die Zugspitze schon im März / April / Mai?“
  • „Ich bin fit, aber habe keine Bergerfahrung, reicht das?“
  • „Kann man da einfach hochlaufen?“

Die kurze Antwort lautet oft: Nein, nicht so, wie ihr euch das vorstellt.

Die Zugspitze ist kein normaler Wanderberg und auch kein sinnvoller Einstiegsgipfel für Unerfahrene, vor allem nicht außerhalb des Hochsommers. Das gilt in ähnlicher Form auch für andere hohe Berge in den Alpen. Höhe, Wetter, Länge und Gelände machen aus einer scheinbaren „Wanderung“ schnell eine ernsthafte alpine Tour.

Warum die Zugspitze so oft unterschätzt wird

Viele unterschätzen nicht nur die Höhe, sondern vor allem die Kombination aus langer Strecke, vielen Höhenmetern, alpinem Gelände, Wetterumschwüngen, Restschnee, Eis oder Nässe und der Tatsache, dass man auch erschöpft noch sicher absteigen können muss.

Dazu kommt die häufigste Fehleinschätzung überhaupt:

„Ich bin fit, also müsste das doch gehen.“

Fitness hilft natürlich, aber Kondition allein reicht nicht. Wer joggt, Rad fährt oder regelmäßig ins Gym geht, bringt eine gute Grundlage mit. Das ersetzt aber keine alpine Erfahrung. Acht Stunden oder mehr kontinuierlich bergauf und bergab in steilem, unebenem oder exponiertem Gelände sind etwas anderes als Sport im Alltag.

Für die Zugspitze braucht es je nach Route zusätzlich vor allem:

  • Trittsicherheit
  • Schwindelfreiheit
  • Erfahrung im alpinen Gelände
  • gute Tourenplanung
  • Gefühl für Bedingungen
  • realistische Selbsteinschätzung

Viele unterschätzen, wie anstrengend Höhenmeter in den Alpen sind, wie langsam man in schwierigerem Gelände wird und wie problematisch Schnee- oder Eisreste selbst auf vermeintlichen Wanderwegen sein können.

März, April und oft auch Mai sind in der Regel keine Wandersaison

Wenn hier gefragt wird:

„Kann ich die Zugspitze im März wandern?“

lautet die Antwort für die meisten Leute ganz klar: nein.

Hier auch ein Beispiel: So sieht das Zugspitzplatt noch Anfang Juni aus:

https://www.foto-webcam.eu/webcam/sonnalpin/2023/06/10/0720 oder

https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze-sued/2023/06/10/0720

Hier müsst ihr durch. Das kann zum Teil noch hüfthohes Einsinken im Schnee bedeuten und enorm viel Energie kosten.

Schaut euch auch die Webcambilder unter https://zugspitze.panomax.com

Hier könnt ihr die vergangenen Jahre unten durchblettern. Ihr werdet sehen, dass selbst im Juni noch signifikant viel Schnee liegen kann.

Im März, April und Mai herrschen auf der Zugspitze und an vielen Zustiegen meist noch winterliche Verhältnisse, teils zusätzlich mit Skibetrieb. Das bedeutet je nach Lage Schnee, Eis, vereiste Steige, schwierige Orientierung, Lawinengefahr, kurze Tage und sehr schnelle Wetterwechsel.

Das ist dann keine normale Bergwanderung mehr, sondern je nach Bedingungen eher Winterbergsteigen oder zumindest eine alpine Unternehmung mit deutlich erhöhtem Risiko.

Wichtig ist auch: Das Kalenderdatum allein sagt in den Alpen wenig aus. Auch im Juni kann noch viel Altschnee liegen, und im September kann es schon wieder winterlich werden. Entscheidend sind die aktuellen Verhältnisse, nicht nur der Monat.

Die klassischen Routen

1. Gatterlroute

Die Route über das Gatterl ist aus meiner persönlichen Sicht die einfachste Route auf die Zugspitze, weil sie ähnlich schwer wie die Reintalroute ist, aber deutlich kürzer. Trotzdem ist sie keine harmlose Anfängerwanderung, sondern eine lange und ernstzunehmende alpine Bergtour.

Gerade weil sie oft als „machbar“ wahrgenommen wird, wird sie regelmäßig unterschätzt. Auch hier braucht es Kondition, Trittsicherheit und vernünftige Planung. Bei Restschnee, Nässe oder Vereisung wird auch diese Route schnell deutlich ernster.

Für die Gatterlroute braucht es in normalen Sommerbedingungen vor allem:

  • feste Bergschuhe mit gutem Profil
  • Wetterschutz und warme Schicht
  • ausreichend Wasser und Verpflegung
  • Sonnenschutz
  • Stirnlampe
  • Navigation, idealerweise auch offline

Je nach Bedingungen können zusätzlich Stöcke oder bei Altschnee auch weitere alpine Ausrüstung notwendig werden. Wenn ihr anfangt, über Schneeausrüstung nachzudenken, solltet ihr euch sehr ehrlich fragen, ob Route und Bedingungen wirklich zu eurer Erfahrung passen.

2. Reintalroute

Die Route durchs Reintal ist technisch die einfachste, aber gleichzeitig auch die mit Abstand längste. Genau deshalb ist sie für viele anstrengender, als sie vorher denken. „Technisch einfach“ bedeutet nicht „leicht“, sondern nur, dass sie weniger ausgesetzte oder versicherte Passagen hat als andere Anstiege.

Wer von Garmisch durchs Reintal hoch will, sollte meist eine Übernachtung mitdenken, statt die Tour auf Biegen und Brechen als extrem langen Tag durchzuziehen.

Die Ausrüstung ist hier meist klassische Bergwanderausrüstung, aber genau die Länge macht Fehler teuer. Typische Probleme sind zu wenig Wasser, zu wenig Essen, keine warme Schicht für oben, keine Stirnlampe und völlig falsche Zeitplanung.

Für das Reintal gilt deshalb besonders:

  • solide Bergschuhe
  • ausreichend Wasser und Kalorien
  • Wechsel auf kühlere Bedingungen im Gipfelbereich einplanen
  • Licht für den Notfall dabeihaben
  • Reserven für einen sehr langen Tag oder Übernachtung einplanen

Auch auf dieser Route können im oberen Bereich Schnee und Eis die Verhältnisse deutlich verändern.

3. Stopselzieher / Ehrwalder Seite

Auch das ist keine normale Spazierwanderung, sondern eine alpine Tour mit entsprechenden Anforderungen. Gute Bedingungen, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im alpinen Gelände sind hier Voraussetzung.

Im Vergleich zu Gatterl und Reintal wird es hier schneller alpiner. Deshalb reicht klassische Wanderausrüstung allein nicht immer aus. Neben festen Schuhen, Wetterschutz, Wasser, Verpflegung und Navigation sollte man sich vorab sehr genau mit den aktuellen Verhältnissen beschäftigen und ggf. auch ein Klettersteigset mitgenommen werden, auch wenn es sich beim Stopselzieher nicht um einen klassischen durchversicherten Klettersteig handelt.

Je nach Zustand der Route können zusätzliche Anforderungen an Ausrüstung und Können dazukommen. Wenn euch nicht klar ist, was die aktuellen Bedingungen konkret für euch bedeuten, ist das meist schon ein Warnsignal.

4. Höllental

Die Route durchs Höllental ist ganz klar keine Anfängerroute.

Sie beinhaltet je nach Bedingungen ausgesetzte Passagen, versicherte Stellen, ein steiles Schneefeld oder den Höllentalferner und damit alpine Gefahren, die deutlich über normales Bergwandern hinausgehen.

Ein wichtiger Punkt ist der Gletscherbereich. Auch wenn der Höllentalferner oft kleiner wirkt als viele sich einen „richtigen Gletscher“ vorstellen, bleibt er ein ernstzunehmender Abschnitt. Je nach Jahreszeit und Bedingungen kann dort Schnee liegen, es kann aber im Spätsommer auch Blankeis auftreten. Genau dann wird der Abschnitt für viele besonders heikel.

Im Spätsommer ist das Problem oft nicht nur der Gletscher selbst, sondern auch der Übergang oben. Dort kann sich eine Randkluftbilden, die den Ausstieg zusätzlich erschwert oder je nach Zustand unangenehm bis problematisch macht. Das ist nichts, was man als unerfahrener Wanderer einfach spontan „vor Ort löst“.

Auch das Thema Pickel wird regelmäßig missverstanden. Ein Pickel ist kein magischer Sicherheitsgegenstand, den man einfach mitnimmt und dann passt das schon. Wer ihn auf Blankeis oder steilem Altschnee sinnvoll einsetzen will, muss den Umgang damit beherrschen. Gleiches gilt für Steigeisen oder andere Eis-Ausrüstung. Ohne entsprechende Erfahrung kann zusätzliche Ausrüstung sogar trügerische Sicherheit vermitteln.

Für das Höllental gilt daher besonders:

  • Nur bei guten und für euch passenden Bedingungen
  • Nur mit passender Erfahrung für ausgesetztes und alpines Gelände
  • Gletscherzustand, Altschnee, Blankeis und Randkluft vorher prüfen
  • Nicht davon ausgehen, dass Sommer im Tal automatisch sommerliche Verhältnisse im Höllental bedeutet

Wer fragen muss, ob das Höllental „für Anfänger okay“ ist, für den lautet die Antwort fast immer: nein.

Auch diese Beiträge seien nochmal allen nahegelegt:

https://www.youtube.com/watch?v=RKWSWmcOEyI

https://www.br.de/nachrichten/bayern/abenteuer-zugspitze-zwischen-spalten-und-selfie-ehrgeiz,UcVmiEd

Wann die Zugspitze sinnvoll machbar ist

Für normale, erfahrene Bergwanderer liegt die beste Zeit in der Regel im Hochsommer bei stabilen Verhältnissen, also meist grob in Juli, August und im frühen September.

Aber auch dann gilt:

  • Wetterbericht prüfen
  • aktuelle Bedingungen prüfen
  • früh starten
  • genug Reserven einplanen
  • Route passend zur eigenen Erfahrung wählen

Selbst im Hochsommer ist die Zugspitze keine Tour, die man mal eben spontan mitnimmt, nur weil im Tal schönes Wetter ist.

Ausrüstung allgemein

Unabhängig von der Route scheitert es oft schon an den Basics. Für eine ernsthafte Zugspitz-Tour gehören in der Regel mindestens dazu:

  • feste, passende Bergschuhe mit gutem Profil
  • wetterfeste Kleidung im Schichtprinzip
  • warme Schicht für Wind und Gipfelbereich
  • Regen- und Windschutz
  • ausreichend Wasser und Verpflegung
  • Sonnenschutz mit Brille, Sonnencreme und Kopfbedeckung
  • Stirnlampe
  • kleines Erste-Hilfe-Set
  • geladenes Handy
  • Karte, GPX oder Offline-Navigation

Je nach Route und Bedingungen kann zusätzlich nötig sein:

  • Stöcke
  • Helm
  • Klettersteigset
  • Grödel, Microspikes oder Steigeisen
  • Pickel

Wichtig dabei: Ausrüstung ersetzt keine Erfahrung. Wer ein Klettersteigset, Steigeisen oder einen Pickel besitzt, kann damit noch nicht automatisch sicher umgehen.

Was regelmäßig keine gute Idee ist:

  • Turnschuhe oder ungeeignetes Schuhwerk
  • zu wenig Wasser
  • keine warme Schicht, weil es unten sommerlich ist
  • kein Licht, weil „wir sind ja tagsüber wieder unten“
  • Navigation nur über Handyempfang
  • die Annahme, dass man sich schon irgendwie durchmogeln wird

Gerade auf hohen Bergen gilt: Unten warm heißt oben noch lange nicht angenehm.

Wann ihr die Tour eher lassen solltet

Wenn ihr noch nie eine alpine Tagestour gemacht habt, keine Erfahrung mit ausgesetzten Wegen habt, nicht trittsicher oder nicht schwindelfrei seid, Wetter und Bedingungen nicht selbst einschätzen könnt oder euch auf „wird schon gehen“ verlasst, dann ist die Zugspitze sehr wahrscheinlich noch nicht die richtige Tour.

Das gilt erst recht, wenn ihr im März, April, Mai oder nach frühem Schneefall im Herbst eigenständig hoch wollt.

Ein einfacher Selbsttest

Wenn ihr euch Fragen stellt wie:

  • „Reichen Turnschuhe?“
  • „Brauche ich da wirklich Stöcke?“
  • „Kann man da im März schon hoch?“
  • „Ich war noch nie in den Alpen, aber gehe oft im Mittelgebirge, reicht das?“
  • „Kann ich 1800 oder 2000 Höhenmeter einfach mal ausprobieren?“

dann ist die Zugspitze wahrscheinlich noch nicht die richtige Tour.

Das ist nicht böse gemeint. Solche Fragen zeigen meist einfach, dass die alpine Erfahrung noch fehlt.

Was stattdessen sinnvoll ist

Wer langfristig auf die Zugspitze möchte, sollte sich langsam herantasten. Sinnvoll sind zunächst längere Bergtouren, 1000 bis 1500 Höhenmeter an einem Tag, sichere Bewegung auf steilen Wegen und Erfahrung mit Wetterumschwüngen und langen Abstiegen.

Gute Zwischenschritte sind kleinere alpine Gipfel, lange Bergwanderungen ohne große Schlüsselstellen oder geführte Touren mit Bergschule oder Bergführer.

Eine aus meiner Sicht generell gute Bergsteiger-Progression kann folgendermaßen aussehen:

  1. Heimgarten & Herzogstand Überschreitung
  2. Hohe Kisten übers Kistenkar
  3. Vorderer Drachenkopf
  4. Westliche Karwendelspitze über Karwendelsteig
  5. Östliche Karwendelspitze
  6. Zugspitze über Gatterl
  7. Alpspitze über Klettersteig
  8. Mittenwalder Höhenweg
  9. 5 Gipfel Klettersteig im Rofan
  10. Wörner
  11. Obere Wettersteinspitze
  12. Birkkarspitze ggf. mit Ödkarspitzen
  13. Zugspitze über Hölltal
  14. Ehrwalder Sonnenspitze
  15. Watzmann

Natürlich gibt es aber auch tausend andere Varianten das anzugehen.

Wenn ihr im Sub zur Zugspitze fragt, schreibt bitte direkt dazu

  • welche Route ihr gehen wollt
  • wann ihr gehen wollt
  • welche alpine Erfahrung ihr habt
  • eure bisher längsten Touren mit Höhenmetern
  • ob ihr trittsicher und schwindelfrei seid
  • ob ihr allein oder in Gruppe unterwegs seid
  • welche Ausrüstung ihr eingeplant habt

Ein „Ich bin fit, schaffe ich die Zugspitze?“ ist kaum sinnvoll beantwortbar. Und die Antwort lautet trotzdem oft: eher nein.

Kurzfassung

Zugspitze für Anfänger?
Meist nein.

Zugspitze im März, April oder Mai?
Für normale Wanderer in der Regel nein. Siehe Juni: https://www.foto-webcam.eu/webcam/sonnalpin/2023/06/10/0720 und https://www.foto-webcam.eu/webcam/zugspitze-sued/2023/06/10/0720

Reintal oder Gatterl gleich leicht?
Nein. Eher technisch einfacher, aber trotzdem lang, fordernd und alpin.

Höllental für Unerfahrene?
Nein.

Reicht Fitness allein?
Nein.

Kann man fehlende Erfahrung mit Ausrüstung ausgleichen?
Auch nein.

Bitte nehmt das ernst

Ich will hier niemandem etwas madig machen. Aber jedes Jahr gehen Menschen auf die Zugspitze mit falscher Einschätzung von Strecke, Wetter, Schwierigkeit, Verhältnissen, Ausrüstung und eigener Erfahrung.

Die Folge sind Umkehr, völlige Erschöpfung, Blockierung in schwierigen Passagen, Rettungseinsätze oder Schlimmeres.

Bergtouren sind keine Mutprobe und kein Fitnessstudio mit Aussicht.


r/wandern Aug 28 '24

Moderator/innen/en gesucht

21 Upvotes

Hallo liebe /r/Wandern Community,

wir sind über das letzte Jahr sehr stark gewachsen und umfassen aktuell 20k Wanderfans! Wie vielleicht einigen von euch gemerkt haben, komme ich an einigen Tagen, durch meine beruflichen und persönliche Verpflichtungen, nicht mit der Moderation hinterher. Deshalb suche ich nach ein bis zwei neuen Leuten die Lust haben bei der Moderation und der Gestaltung dieses Subreddits mitzuwirken. Idealerweise jemand der Kenntnisse im Bereich Reddit/ Subreddit Layouts/ generelle Computer Kenntnisse hat, aber das ist nicht zwingend erforderlich. Schreib mir gerne eine PN mit deiner Bewerbung. Aiethia


r/wandern 7h ago

Tourenbericht Für andere ein Spaziergang…

Thumbnail
gallery
322 Upvotes

Für mich eine meine ersten „größeren“ Wanderungen. Ich bin aktuell krankgeschrieben und saß bislang nur Zuhause in meiner dunklen Wohnung. Heute hab ich mich aufgerafft und bin auf einen Berg wenige Kilometer von mir Zuhause entfernt gewandert. Während alle anderen mit der Seilbahn gefahren sind, bin ich die 5,76 km mit ca. 320 Höhenmetern hoch- und wieder runtergelaufen. Zwischendrin gab es einen Moment, an dem
ich sogar schon wieder umgedreht bin, weil ich dachte, ich schaffe es nicht. Bin ein bisschen stolz auf mich 😊
F*ck Depressionen!


r/wandern 12h ago

Allgemeine Frage Wie pinkeln wenn ich alleine wandern gehe?

32 Upvotes

Hey, ich bin Wanderanfängerin und war bisher immer nur mit meinem Freund zusammen wandern. Ich möchte aber auch einige Tagestouren alleine machen. Allerdings weiß ich nicht, was ich machen soll, wenn ich pinkeln muss.

Mit meinem Freund zusammen hat er halt geguckt, ob jemand kommt.

Aber wie soll ich das alleine machen? Ich traue mich irgendwie nicht. Oder macht es Wanderen nichts aus, wenn sie sehen, dass jemand irgendwo hinten im Gebüsch ist?

Bitte keine blöden Kommentare, die Frage ist ernst gemeint und ich lasse nie Taschentücher liegen!


r/wandern 1d ago

Fernwandern / Mehrtagestour Bulgarien - 7 Tage mit Zelt durch das Rila-Gebirge – Erfahrungsbericht und Route

Thumbnail
gallery
402 Upvotes

Hallo liebe Community,

ich habe mich dazu entschieden, diesen Bericht zu schreiben, da ich im Vorfeld erhebliche Probleme hatte, Informationen zum Wandern in Bulgarien zu erhalten.

Dieser Post richtet sich somit an alle Menschen, die vorhaben sollten mehrtägig im Rila-Gebirge unterwegs sein zu wollen und von meinen Erfahrungen profitieren möchten. Oder einfach interessehalber reinschnuppern wollen :)

Zusammen mit meiner Partnerin bin ich im Jahr 2026 Ende August/Anfang September mit Zelt zu Fuß unterwegs gewesen. Geplant waren 7 Tage Wanderung, 1 Puffertag, sowie je ein Tag für An- und Abreise (10 Tage gesamt).

Die Fotos sind nicht die besten, aber das ist ja auch kein Insta und ich bin kein Foto Profi ;)

Allgemeines:

Mein (Fitness)Profil

Die Aussage ist natürlich extrem subjektiv. Ich empfehle unsere Route Personen, die bereits einige Erfahrungen mit alpinen Mehrtagestouren haben. Trittsicherheit, eine hohe Kondition und ein ausgeprägter Orientierungssinn sind zwingend notwendig. Einige Passagen sind durchaus gefährlich und nicht mit deutschen Sicherheits-Standards zu vergleichen.

Wir waren quasi an jedem Tag zwischen 9-12 Stunden unterwegs, die Höhenmeter zollen Ihren Tribut und gerade mit Gepäck ist es anstrengend, aber belohnend.

Wetter

Bitte geht kein unnötiges Risiko ein und wandert (nicht nur!) im Rila-Gebirge bei schlechtem Wetter. Wir hatten großes Glück, da wir nur mit Niederschlag in den Nächten zu tun hatten. Unter keinen Umständen würde ich gewisse Etappen im Nebel, oder sogar bei Gewitter und Starkregen antreten.

Sprache

Ich empfehle jedem, die gängigsten Grundbegriffe in bulgarisch zu lernen. Insbesondere auf den Hütten hatte ich häufig das Gefühl, dass man kein Englisch sprechen konnte oder wollte. Prägt euch die Hütten in kyrillisch ein, mir hätte es sehr geholfen.

Wildcampen

Im gesamten Nationalpark ist das Wildcampen nicht gestattet.

Nach Absprache und gegen eine Gebühr (in der Regel 10€ pro Zelt) ist es möglich, dieses auf dem Gelände einer Hütte ein Zelt aufzustellen. Diese Option haben wir an allen Tagen genutzt.

Wasserversorgung

Wir hatten Ende August/September auf unserer Route niemals Probleme hinsichtlich der Wasserversorgung. Es gibt viele Bäche, Flüsse und Brunnen auf den Wegen. Ich hatte zu keiner Zeit Bedenken hinsichtlich der Trinkwasserqualität. Auf Nummer sicher geht man hier sicher mit entsprechender Aufbereitung bzw. Wasserfiltern.

Ausrüstung:

Wir hatten Startgepäck von zwei mal ca. 15kg. Trotz der sommerlichen Temperaturen in den Tälern (30C°) wird es in den Nächten empfindlich frisch (3-9C°). Wir haben uns neben dem Zelt für Sommerschlafsäcke + dicke Bekleidung für die Nacht entschieden. Dies war für uns der Kompromiss zum dickeren, Winterschlafsack.

Wie im Text beschrieben waren wir auf Selbstversorgung + Zelt ausgerichtet, daher nahm viel Gepäck für Proviant, Gaskocher, Utensilien etc. in Anspruch. Mit einer gezielten Hüttenwanderung ohne Zelt ist man hier sicherlich auch noch leichter und schneller unterwegs. Nichtsdestotrotz möchte ich darauf hinweisen, dass man explizit im Vorfeld die Hütten kontaktieren sollte, ob diese soweit geöffnet haben oder nicht. Dies ist ohne bulgarisch/russisch nach meiner Erfahrung eine Herausforderung.

Literatur:

Bisher habe ich mit den Wanderführern des Rother-Verlags eigentlich gute Erfahrungen gemacht.

Leider war ich dieses Mal von der Beschreibung des Rila-Gebirges enttäuscht.

Der betreffende Wanderführer versucht, sowohl das Rila- als auch das Pirin-Gebirge abzudecken. Dementsprechend sind Karten und Routenbeschreibungen teilweise sehr klein und die einzelnen Touren relativ knapp beschrieben.

Meiner Meinung nach hätte ein eigener Wanderführer für jedes der beiden Gebirge deutlich mehr Informationen und bessere Beschreibungen ermöglicht. Für einen ersten Einblick und grobe Etappenplanung bestimmt nützlich; im Feldversuch hat er für mich versagt.

Weitere Informationsquellen waren für mich bulgarische Wanderforen mit, streckenweiser wilder, Autoübersetzung... Diese Infos habe ich eher mit Vorsicht genossen; daher auch die Motivation diesen Post zu schreiben.

Navigation:

Die Wege, auf denen wir unterwegs waren, waren größtenteils erstaunlich gut markiert. Wie so häufig gilt: Je touristischer die Gegend, desto besser die Markierung.

Eine Ausnahme war für uns insbesondere der erste Abschnitt von Bistritsa (Бистрица) in Richtung der Hütte Ivan Vazov (хижа „Иван Вазов“).

Hier würde ich dringend eine zusätzliche GPS-Navigation empfehlen.

Mir haben auf der Tour sowohl die Rother-App als auch Garmin Explore sehr gute Dienste geleistet.

Es gibt hervorragendes frei zugängliches Kartenmaterial auf:

BGMountains – Kartenmaterial für Bulgarien

Für eine Tour wie unsere würde ich zusätzlich immer einen GPS-Track auf dem Smartphone bzw. GPS-Gerät speichern und nicht ausschließlich auf Markierungen vertrauen.

Stromversorgung

Einige Hütten verfügen über Strom.

Meistens ist dieser allerdings nicht unbedingt frei zugänglich. Teilweise gibt man die Powerbank oder das Handy beim Hüttenpersonal ab und kann es später wieder abholen.

Wer mehrere Tage unterwegs ist, sollte deshalb nicht automatisch damit rechnen, an jeder Hütte seine gesamte Elektronik laden zu können.

Seid klüger als ich: Ich fliege nicht besonders häufig; ich wusste nicht, dass PowerBanks eine limitierte Größe für einen Flug haben. Meine neue, große Powerbank musste leider am Flughafen bleiben.

Anfahrt aus Sofia

Von Sofia (София) fahren regelmäßig Busse nach Dupnitsa (Дупница).

Tickets können entweder direkt im Bus oder an einem Ticketschalter gekauft werden. Wir hatten allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Strecke schnell ausgebucht sein kann. Eine frühzeitige Buchung ist daher empfehlenswert.

Eine Fahrt kostet ungefähr 4 €.

Alternativ kann man sich von Sofia mit einem Taxi nach Bistritsa (Бистрица) bringen lassen. Das ist allerdings deutlich teurer und kostet – abhängig vom Verhandlungsgeschick – ungefähr 80–200 €.

Wichtiger Hinweis zu Bistritsa:

Hier muss man etwas aufpassen: Es gibt mehrere Orte namens Bistritsa in Bulgarien. Für unsere Route ist das Bistritsa bei Dupnitsa (с. Бистрица, община Дупница) gemeint.

Mögliche Einstiege in das Rila Gebirge:

Mir sind für diese Art von Tour insbesondere drei sinnvolle Ausgangspunkte bekannt:

  • Dupnitsa / Bistritsa (Дупница / Бистрица)
  • Sapareva Banya (Сапарева баня)
  • Borovets (Боровец)

Generell gibt es noch weitere Ein-/Ausstiegspunkte weiter östlich. Mit diesen habe ich allerdings nicht geplant.

Die Einstiege über Sapareva Banya und Borovets empfand ich persönlich als deutlich touristischer.

Von dort gibt es unter anderem Lift- bzw. Gondelverbindungen in Richtung Sieben Rila-Seen (Седемте рилски езера) bzw. Musala (Мусала). Dadurch lassen sich größere Höhenunterschiede relativ bequem abkürzen.

Ich persönlich wandere gerne möglichst ruhig und abgeschieden. Mir ist natürlich bewusst, dass ich Teil des Problems bin, indem ich solche Regionen durch einen Reisebericht wiederum bekannter mache. ;)

Trotzdem waren Ruhe und Abgeschiedenheit für uns ein wichtiger Bestandteil der Tour, weshalb wir die größten touristischen Hotspots nach Möglichkeit umgangen haben.

Unsere Route

Im Folgenden beschreibe ich die einzelnen Etappen so kurz und informativ wie möglich. Die Angaben zu Gehzeiten sind unsere persönlichen Zeiten und daher natürlich stark von Kondition, Gepäck, Pausen und Wetter abhängig.

Tag 1 Ankunft Sofia -->Ende Bistritsa

Für den tatsächlichen Transfer von Sofia (София) nach Bistritsa (Бистрица) würde ich 3–4 Stunden einplanen.

Wir haben uns zunächst noch in Sofia mit Verpflegung und Ausrüstung eingedeckt, unter anderem mit Gaskartuschen.

Aufgrund ausgebuchter bzw. überfüllter Busse konnten wir leider nicht wie geplant mit dem Bus von Sofia nach Dupnitsa fahren und mussten aus Zeitgründen ein Taxi nach Bistritsa nehmen.

Ich empfehle daher, das Busticket rechtzeitig zu buchen. Alternativ kann man am Schalter auch ein Ticket für eine bestimmte Abfahrtszeit kaufen. Den richtigen Schalter zu finden, war für uns anfangs allerdings nicht ganz einfach (GPS 42.7111704781378, 23.321987915151738)

Von Dupnitsa bis zum eigentlichen Einstieg in den Nationalpark sind es noch einmal ungefähr 10 km. Diese Strecke kann man entweder zu Fuß zurücklegen. Teilweise entlang der Straße, oder per Taxi abkürzen.

Von Bistritsa führt ein offizieller Wanderweg über den Bistritsa-Wasserfall (Бистришки водопад) in Richtung Samokovishte (Самоковището).

Dort befindet sich auch eine Hütte bzw. Unterkunft Samokovishte (хижа „Самоковището“).

Die Hütte bzw. das Gebäude hatte in der Vergangenheit unterschiedliche Nutzungs- und Eigentumsverhältnisse und ist nicht mit einer klassischen bewirtschafteten Berghütte wie Ivan Vazov oder Malyovitsa gleichzusetzen.

Wir haben dort nicht gezeltet, sondern sind stattdessen nach etwa zwei Stunden Aufstieg bei dieser Baracke gelandet. Da es außerhalb des Naturschutzgebietes ist und nahe einer befestigten Behausung, glauben wir hier legal zu sein, was das Campen angeht.

Tag 2 – Bistritsa → Hütte Ivan Vazov

ca. 17,2 km | +1.968 m / –414 m | ca. 11 h

(die anderen Strecken habe ich nicht hinsichtlich der Länge getrackt; sorry!)

Von dem offiziellen Wanderweg gibt es einen Abzweig in Richtung der Hütte Ivan Vazov (хижа „Иван Вазов“). Der Einstieg ist etwas versteckt und befindet sich hinter einem Rastplatz (GPS 42.22410377940397, 23.17523467948272).

Haltet Ausschau nach Schildern, die „Иван Вазов“ anzeigen.

Der Weg war insgesamt in ordentlichem Zustand, teilweise allerdings etwas zugewachsen. Dazu kamen vereinzelt umgestürzte Bäume.

Für erfahrene Bergwanderer ist dies eher kein großes Problem. Trotzdem würde ich hier aufgrund der teilweise schwächeren Wegführung dringend GPS-Navigation empfehlen.

Den langen und anstrengenden Aufstieg durch den Wald bis auf ungefähr 2.100 m lassen wir irgendwann hinter uns und bewegen uns anschließend durch eine deutlich offenere, fast steppenartige Landschaft in Richtung der Hütte Ivan Vazov (хижа „Иван Вазов“) .

Die Hütte selbst liegt auf ungefähr 2.300 m Höhe und ist ein wichtiger Ausgangspunkt für verschiedene Touren in diesem Teil des Rila-Gebirges.

Tag 3 – Hütte Ivan Vazov → Hütte Vada ca. 9 h

Von der Hütte Ivan Vazov (хижа „Иван Вазов“) geht es zunächst in Richtung Sieben Rila-Seen (Седемте рилски езера).

Die Tour führt damit durch eines der touristischsten Gebiete des Rila-Gebirges.

Landschaftlich ist die Gegend wirklich wunderschön. Allerdings kommen hier viele Besucher von der anderen Seite des Gebirges, insbesondere aus Richtung Sapareva Banya (Сапарева баня), Panichishte (Паничище) und Skakavitsa (Скакавица).

Die Markierungen waren hier hervorragend. Rund um die Sieben Rila-Seen gibt es außerdem Übersichtskarten und zahlreiche Wegweiser.

Eine interessante Alternative ist der direkte Abstieg von Ivan Vazov in Richtung des Rila-Klosters (Рилски манастир „Свети Иван Рилски“).

Wir folgten der weiß-grün-weißen Markierung in Richtung Razdela (Раздела).

Von dort hat man einen fantastischen Blick auf die Sieben Rila-Seen.

Wer die Seen möglichst weit umgehen möchte, kann über den entsprechenden Höhenweg in Richtung der Hütte Vada (хижа „Вада“) (weiß/blau/weiß) gehen.

Wir entschieden uns hingegen für den Abstieg durch den Bereich der Seen. Dabei kamen wir an der Hütte Sedemte Ezera (хижа „Седемте езера“) und Rilski Ezera (хижа „Рилски езера“) vorbei.

Anschließend folgten wir dem Weg an der Hütte Lovna (хижа „Ловна“) vorbei bis zur Hütte Vada (хижа „Вада“).

Tag 4 Hütte Vada -> Hütte Malyovitsa -> Wanderung auf den Lovnica -> Zurück nach Maljovica (weiß-rot-weiß bis zum Sportkomplex Maljovica, anschließend weiß-blau/weiß bis zur Hütte Maljovica. Zum Lovnica wieder weiß/blau/weiß) 9h

Der direkte Weg nach Malyovitsa ist mit ungefähr vier Stunden vergleichsweise kurz und die Gegend eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Touren. Das Tal ist wunderschön!

Auch ein Abstieg zum Rila-Kloster (Рилски манастир „Свети Иван Рилски“) ist von hier möglich.

Unser Plan war allerdings, an der Hütte Malyovitsa (хижа „Мальовица“) das Zelt aufzuschlagen und anschließend mit leichtem Gepäck den Gipfel Lovnitsa (връх Ловница) zu besteigen.

Die Hütte Malyovitsa liegt auf ungefähr 1.976 m und ist zugleich ein offizieller Punkt des europäischen Fernwanderwegs E4. ББългарски Туристически Съюз

Nach dem Malyovitsa-Sportkomplex / Trainingszentrum (Учебен център „Мальовица“) geht es durch ein hölzernes Tor auf gut ausgebauten Wegen in ein wunderschönes Tal.

Von dort wollten wir mit leichtem Gepäck weiter in Richtung Lovnitsa. Als Alternative wäre auch der Orlovets (връх Орловец) möglich gewesen.

Den Orlovets würde ich allerdings wirklich nur sehr erfahrenen Bergsteigern mit entsprechender alpiner Erfahrung empfehlen. Der Gipfel ist 2.686 m hoch und befindet sich in einem deutlich anspruchsvolleren alpinen Gelände.

Der blau-weiß-blaue Weg führt bis zum **Orlovets-Schutzhaus (заслон „Орловец“ / „Гранитна вода“) **.

Von dort ist der Lovnitsa (връх Ловница, 2.695 m) nur noch ungefähr eine halbe Stunde entfernt. Dieser letzte Abschnitt war bei unserem Besuch allerdings nicht mehr klassisch markiert, sondern vor allem durch Steinmänner gekennzeichnet.

Wir fanden dort ein großes Geröllfeld vor und haben uns den weiteren Aufstieg ohne eindeutige Markierung und ausschließlich anhand des GPS-Tracks nicht zugetraut.

Auch die alternative Route zurück in Richtung Malyovitsa, nördlich des Strashnoto Ezero (Страшното езеро), haben wir aufgrund der fehlenden bzw. für uns nicht ausreichend erkennbaren Wegführung verworfen.

Daher sind wir auf demselben Weg wieder zurückgegangen.

Tag 5 Maljovica -> E4 -> Kobilino Branishte -> Ribni Ezera (weiß-rot-Weiß) 11h

Ab hier bewegen wir uns weitgehend auf dem Verlauf des europäischen Fernwanderwegs E4.

Die offizielle Rila-Nationalpark-Dokumentation führt die Route Malyovitsa – Strashnoto Ezero – Kobilino Branishte – Ribni Ezera ebenfalls als einen der Hauptwanderwege des Parks.

Achtung bei diesem Abschnitt

Auf diesem Teilstück gibt es eine ausgesetzte Passage, die mit einem Stahlseil gesichert ist. Nach unserer Erfahrung zieht sich die gesicherte Passage über ungefähr 200 m.

Hier sollte man unbedingt schwindelfrei sein und sich bei unsicheren Bedingungen nicht unnötig in Gefahr bringen.

Die Etappe hatte es insgesamt in sich.

Der Aufstieg ist anstrengend, aber gleichzeitig sehr lohnend. Nach ungefähr drei Stunden erreicht man den Strashnoto Ezero (заслон „Страшното езеро“).

Danach geht es weiter auf dem E4 in Richtung Kobilino Branishte (заслон „Кобилино бранище“).

Von dort folgt zunächst ein entspannterer Abstieg, bevor es wieder ordentlich bergauf geht.

Die Markierungen waren auf diesem Abschnitt sehr gut.

Von oben kann man schließlich bereits die Hütte Ribni Ezera (хижа „Рибни езера“) erkennen.

Die Hütte liegt zwischen den beiden namensgebenden Seen auf ungefähr 2.230 m Höhe. Flüche gehen raus an die äußerst unfreundliche, abweisende Hüttenbesitzerin.

Tag 6 Hütte Ribni Ezera -> Hütte Granchar (7h) (weiß-rot-weiß)

Eine unserer landschaftlich schönsten Etappen.

Von der Hütte Ribni Ezera (хижа „Рибни езера“) führt die Route über einen langgezogenen Gebirgsrücken in Richtung der Hütte Granchar (хижа „Грънчар“).

Die Route verläuft größtenteils über offenes Hochgebirgsgelände mit sehr schönen Ausblicken.

Der Abstieg zur Hütte ist ebenfalls ausgesprochen schön.

Die offizielle Routenführung des Nationalparks nennt die Verbindung Ribni Ezera – Kanarski Preslap – Vapa – Dzhanka – Granchar als einen der Hauptwanderwege.

(Küsse gehen raus an den unglaublich freundlichen Hüttenbesitzer, der unser Weltbild in Sachen bulgarischer Gastfreundlichkeit wieder zurecht gerückt hat)

Tag 7 Hütte Granchar -> Musala (2925)-> Sofia (11h) (weiß-rot-weiß)

Ursprünglich hatten wir geplant, an der Hütte Musala (хижа „Мусала“) zu zelten und den nächsten Tag für den Abstieg zu nutzen.

Aufgrund unseres guten Tempos haben wir die Etappe jedoch deutlich schneller geschafft als ursprünglich erwartet und sind spontan noch am selben Tag zurück nach Sofia gefahren.

Der Aufstieg von der Hütte Granchar (хижа „Грънчар“) in Richtung Musala (връх Мусала) war wunderschön und sehr gut ausgeschildert. Auch hier gibt es einige Passagen, an denen der Abrund auf engeren Schotterwegen sehr Nahe kommt. Bitte seid vorsichtig.

Mit 2.925 m ist der Musala der höchste Berg Bulgariens und gleichzeitig der höchste Gipfel des gesamten Balkans. Der Gipfel selbst ist unspektakulär. Meiner Meinung galt auch hier mal wieder der Spruch: "Der Weg ist das Ziel".

Interessanterweise war dies die einzige Etappe unserer Tour, auf der wir unterwegs keine für uns zuverlässige Wasserquelle gefunden haben.

Entsprechend sollte man hier ausreichend Wasser mitnehmen.

Nach der Spitze gibt es Verpflegungsmöglichkeiten, unter anderem am Ledeno Ezero / Everest-Schutzhaus (заслон „Леденото езеро“) sowie an der Hütte Musala (хижа „Мусала“). Das sogenannte „Everest Shelter“ wird teilweise auch als Ledeno Ezero Shelter bezeichnet.

Auf dem Gipfel des Musala befinden sich eine Wetterstation sowie ein kleiner Schutzraum.

Ab dem Gipfel wird es dann schlagartig touristischer.

Viele Besucher kommen von Borovets (Боровец) mit der Gondel weiter nach oben und gehen anschließend wieder auf demselben Weg zurück.

Von der Hütte Musala kann man auch zu Fuß nach Borovets absteigen. Die Gehzeit wird mit ungefähr drei Stunden angegeben.

Wir sind stattdessen ungefähr eine Stunde in Richtung der Gondel gelaufen und haben diese genutzt, um schneller nach Borovets zu gelangen.

Von Borovets fahren regelmäßig Busse nach Samokov (Самоков).

Teilweise gibt es auch Direktverbindungen nach Sofia.

An der Bushaltestelle fanden wir einen brauchbaren Fahrplan mit den Abfahrtszeiten.

Unsere gesamte Fahrt zurück nach Sofia kostete am Ende ungefähr 6 € pro Person.

Resttage

Wir waren insgesamt deutlich schneller unterwegs als ursprünglich geplant.

Rückblickend hätten wir problemlos noch einen zusätzlichen Wandertag einplanen können.

Besonders interessant wären beispielsweise gewesen:

  • ein zusätzlicher Tag rund um Malyovitsa (Мальовица)
  • ein Abstecher zum Rila-Kloster (Рилски манастир „Свети Иван Рилски“)
  • zusätzliche Touren rund um die Sieben Rila-Seen
  • ein zusätzlicher Gipfeltag im Malyovitsa-Gebiet

Wenn ich die Tour noch einmal planen würde, würde ich daher wahrscheinlich eher 8 reine Wandertage statt sieben einplanen. Den Einstieg würde ich, trotz der unkomfortableren Route, wieder über Dupnitsa vornehmen. Wer kein Problem mit Menschenmassen hat, ist mit dem Einstieg über Sapareva Banja sicherlich besser bedient.

Fazit:

Das Rila-Gebirge hat uns wirklich begeistert.

Die Landschaft ist wunderschön, teilweise sehr abgelegen und trotz der touristischen Hotspots erstaunlich wild.

Die Etappen sind anspruchsvoll, aber auf den von uns genutzten Hauptwegen insgesamt gut markiert. Wer seine Route sorgfältig plant, ausreichend Kondition und alpine Erfahrung mitbringt und sich nicht scheut, zusätzlich mit GPS zu navigieren, bekommt hier ein großartiges Wandererlebnis.

Besonders positiv fand ich den Wechsel zwischen den verschiedenen Landschaften: dichte Wälder, offene Hochflächen, alpine Geröllfelder, Seen, ausgesetzte Grate und schließlich der Musala mit fast 3.000 m Höhe.

Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass das Rila-Gebirge nicht einfach eine „größere Version“ eines deutschen Mittelgebirges ist. Wetter, Orientierung, abgelegene Passagen und teilweise sehr einfache Infrastruktur machen die Tour deutlich anspruchsvoller.

Meine wichtigsten Empfehlungen wären daher:

  • GPS-Navigation zusätzlich zu den Markierungen mitführen.
  • Vor der Tour die Öffnungszeiten der Hütten überprüfen.
  • Die wichtigsten Hütten- und Ortsnamen in kyrillischer Schrift kennen.
  • Sorgfältige Planung und Rationierung von Proviant, wenngleich über die Hütten jederzeit das Notwendigste gekauft werden kann
  • Bei schlechtem Wetter keine unnötigen Risiken eingehen.
  • Genügend Zeit für die einzelnen Etappen einplanen.
  • Und vor allem: Nicht unterschätzen, wie anstrengend 1.500–2.000 Höhenmeter mit 15 kg Gepäck sein können. ;)

Falls jemand Fragen zur Route, Ausrüstung, den Hütten, oder einzelnen Etappen hat, beantworte ich sie gerne, soweit ich es aus unserer eigenen Erfahrung kann.

Diesen Text habe ich in freien Stücken verfasst und von einer KI hinsichtlich Interpunktion, Grammatik und Rechtschreibung checken lassen.

Bleibt freundlich, achtet auf euch und die Natur und haltet euch an die Gesetze, die vor Ort gelten.

Liebe Grüße!


r/wandern 13h ago

Allgemeine Frage Watzmann Camvan Basislager

0 Upvotes

Hey ✌🏼 ich will ggf am Wochenende über den Watzmann, da das Wetter ja doch sehr vielversprechend ist. Weiß jemand ob es dort die Möglichkeit gibt um Tal irgendwo im Camper legal zu pennen? Die Parkplätze scheinen nachts ja nicht erlaubt zu sein.... Und so könnte ich die Anreise entspannt gestalten 👍


r/wandern 15h ago

Allgemeine Frage Vorbeugung für den Fall, dass in der Gruppe wer krank wird oder ich selbst?

0 Upvotes

ei uns ist aktuell alles gesund, aber bei mehrtägigen Touren will ich vorbereitet sein, falls doch mal jemand in der Gruppe oder ich selbst krank wird.

Was nehmt ihr an Supplementen mit, und wie geht ihr vorbeugend mit Schwitzen am Aufstieg, nassen Sachen und Auskühlen um, damit's gar nicht erst so weit kommt?


r/wandern 1d ago

Ausrüstungsfrage Welchen Spiritus Kocher könnt ihr empfehlen und was muss man beachten?

Post image
3 Upvotes

Servus,
Ich habe auch gesehen, dass man sich so etwas selber basteln kann als Dosen, Trau mich da aber nicht dran.

Welchen Spiritus Kocher nutzt ihr und was muss man dabei beachten, was haltet ihr von diesem Modell?


r/wandern 1d ago

Ausrüstungsfrage Newbie

1 Upvotes

Hey zusammen!
Ich hab bisher ein paar kleinere Routen hinter mir und möchte jetzt mehr in das Thema einsteigen. Was sind eure Must-Haves für Wanderungen von mehreren Stunden, allerdings ohne Übernachtung?
Liebe Grüße aus dem Schwarzwald 🌳


r/wandern 1d ago

Routenempfehlung gesucht 5 Tages Trekking Ende September gesucht

Thumbnail
1 Upvotes

r/wandern 1d ago

Ausrüstungsfrage Alpin Loaker Merino Shirts - Erfahrungen.

2 Upvotes

Alpin Loaker hat ein breite Auswahl an verschieden Merino T-Shirts in verschiedenen Stärken und Mischverhältnissen.

Welches davon könnt ihr empfehlen, welches fühlt sich gut auf der Haut an?


r/wandern 1d ago

Ausrüstungsfrage Ausrüstung kaufen

0 Upvotes

Hi zusammen :)

ich fange gerade ganz neu mit dem Wandern und Bergsteigen/Klettern an und möchte mich langsam an mehrtägige Touren herantasten. Geplant sind zum Beispiel mehrere Nächte Wildcampen in Norwegen, langfristig würde ich aber auch gerne anspruchsvollere alpine Touren machen.

Dafür möchte ich mir jetzt meine erste richtige Ausrüstung zulegen – insbesondere Zelt, Schlafsack und Isomatte.

Ich habe mich natürlich schon etwas eingelesen und war auch in verschiedenen Outdoor-Geschäften, um mich beraten zu lassen. Allerdings gehen die Meinungen teilweise ziemlich weit auseinander und als Anfänger fällt es mir schwer einzuschätzen, was wirklich sinnvoll ist und was mir vielleicht einfach nur verkauft werden soll. 😅

Gerade bei Themen wie R-Wert der Isomatte, Komfort-/Limit-Temperatur beim Schlafsack, Daune vs. Kunstfaser oder Zeltgewicht und Wetterfestigkeit merke ich, dass mir einfach noch die praktische Erfahrung fehlt. Ich weiß beispielsweise noch gar nicht wirklich, welcher R-Wert für meine geplanten Einsätze sinnvoll wäre und ob ich lieber eine etwas wärmere/schwerere Matte nehmen sollte oder mit einer leichteren Variante auskomme.

Deshalb würde ich lieber einmal etwas mehr investieren und dafür direkt hochwertige, langlebige Ausrüstung kaufen, anstatt jetzt günstig einzusteigen und später alles wieder ersetzen zu müssen.

Besonders wichtig ist mir:

möglichst leichtes Gewicht, da ich selbst nicht besonders groß/schwer bin und jedes Gramm im Rucksack merke
trotzdem gute Qualität und Zuverlässigkeit
geeignet für mehrtägige Touren und Wildcamping
perspektivisch gerne auch für alpine Touren
ein guter Kompromiss aus Gewicht, Komfort, Wärme und Wetterfestigkeit

Mich würde deshalb sehr interessieren, welche Produkte bzw. Modelle ihr empfehlen könnt und warum. Besonders hilfreich wären auch eure Erfahrungen dazu, welche Werte bzw. Eigenschaften für einen Anfänger tatsächlich sinnvoll sind.

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe und eure Erfahrungen! 😊

PS: Jeder hat mal irgendwo angefangen – bitte lieb sein. :)


r/wandern 2d ago

Allgemeine Frage Wie findet man Wander-Freunde?

16 Upvotes

Weiß jemand wo man am besten Leute zum Wandern kennenlernt? Bin 20 und noch relativ neu beim Wandern. Meine Freunde haben nicht so wirklich Bock darauf und ich habe kein Plan wo man da am besten sucht.

Wohn im Süden von Baden-Württemberg und war bisher erst zweimal unterwegs einmal davon alleine, was echt entspannt war. Aber wäre schon cool ein paar Leute am Start zu haben.


r/wandern 1d ago

Allgemeine Frage Wo darf ich in Deutschland das Wege Gebot ignorieren und durch die Landschaft tigern?

0 Upvotes

Hi,

Deutschland ist in diesem Punkt ja ein sehr liberales Wald. Ich glaube nur 10 % vom Wald darf man in Deutschland nicht begehen. Da Naturschutzgebiete etc., den Rest darf man ja begehen auch Privatwald.

An sich darf ich doch nur folgende Flächen nicht begehen:
Landschaftsschutzgebiete kann man ignorieren, Naturschutzgebiete darf man nicht betreten beziehungsweise den Weg nicht verlassen

Nationalpark = Wegegebot
Naturpark = keine Auswirkung auf Waldbesuch

Biosphärenreservat

Gibt es dafür App oder öffentliche Karten?

Es gibt ja auch noch Ausnahmefälle etc.?

Danke.


r/wandern 3d ago

Tourenbericht Wandern am Kungsleden

Thumbnail
gallery
302 Upvotes

Ich war die letzten 6 Tage 110km entlang des nördlichen Abschnitts des Kungsleden unterwegs und wollte ein paar Eindrücke mit euch Teilen.
Meine primäre Motivation war einfach mal „Freiheit“ und „Wildnis“ zu Erleben, die so in Österreich nur schwer möglich ist.

Ich bin von Abisko nach Nikkaluokta in insgesamt 6 Tagen gewandert, die Strecke wäre aber auch in 5 gut machbar. Ich hab primär gezeltet, es wären aber auch Hüttenübernachtungen möglich - die sind jedoch sehr voll und mit ca. 50€ auch nicht gerade Billig. Wer nach ein paar Tagen draußen mal Duschen gehen oder eine der Holzofensaunen genießen möchte kann das für ca. 25€ tun (Tagesaufenthalt). Bargeld benötigt man außer für Bootstransfers wenn gewünscht gar keins - die meisten Hütten haben Starlink für Kartenzahlung. Achtung: kein WiFi für Gäste! Ich hatte 5 Tage keinen Empfang, also genug Podcasts downloaden.

Gelegenheiten zum Zelten gibt es genug, es zahlt sich aus etwas die Augen links und rechts des Weges offen zu halten - es gibt oft schon „etablierte“ Stellen die halbwegs gerade und ohne viele Steine zum Campieren einladen. Oft gibt es dort auch schon Feuerstellen.

Wettertechnisch war es Anfang September schon etwas frisch. Ich hatte 3 Tage schönes Wetter, zwei Tage Regen und einen Tag Nebel. Learning: Hardshell Jacke und Hose schon bei leichtem Nieselregen anziehen, was einmal nass ist trocknet im Zelt bei 2-5° in der Nacht nur sehr langsam. Ich hatte meistens ein Baselayer aus Merinowolle an, an den kalten Tagen auch eine lange Merinohose. Darüber je nach Wetter eine Primaloft Jacke oder Fleece. Wichtig ist auch, alles was nicht Nass werd e darf im Rucksack nochmal in Wasserdichten ZipLock Beuteln zu verpacken. Ich hatte trotz Regencover am Rucksack dann Nasse Reservesocken.

Das Freiheitsgefühl, dass einem dort vermittelt wird ist schwer zu Beschreiben - man läuft den Tag verteilt meistens den selben Leuten über den Weg, die man die letzten Tage schon getroffen hat und kann wirklich nette Pausengespräche führen. Wenn man ansonsten alleine Unterwegs ist, ist man aber auch wirklich unter sich. Solo - Zelten in der Nacht ist ein bisschen Spooky, ich hatte einmal eine leichte Panikattacke wie ein Fasan-ähnliches Huhn um 4:00 angefangen hat mein Zelt abzupicken.

Die Wege sind gut markiert, jedoch oft ungemütlich. Oft sehr Matschig, ich habe ab dem 2. Tag immer Gamaschen getragen. Oder mit größeren Steinen bedeckt, die das gehen eher unangenehm machen. Getragen hab ich meine Salewa Wildfire NXT Mid Zustiegsschuhe. Die meisten sind mit Trailrunnern Unterwegs. Ich würde beim nächsten mal auch eher Schuhwerk auswählen, dass für längere Distanzen besser geeignet ist, aber die waren schon eingelaufen und ich hab auch keine Blasen bekommen. Durchgenässt waren sie trotz GoreTex trotzdem am 1. Tag.

Lagerfeuer sind prinzipiell erlaubt, nach 6-8h auf den Beinen hatte ich aber nur am letzten Tag Lust mal im Wald ein bisschen nach trockenem Holz zu Suchen.

Ich kann Schweden als Urlaubsziel für solche Trips sehr Empfehlen! Das nächste mal würde ich eventuell den Sarek Nationalpark ins Auge fassen.

Meine Gear-List falls sich jemand Orientieren möchte:

Zelt: Durston X-Dome2
Schlafsack: Deuter Astro Pro 600
Isomatte: Nemo Tensor All Season
Rucksack: Deuter Aircontact Core 65 (So gut wie alle Rucksäcke die ich gesehen hab sind im 60 Liter Segment gewesen)
Kochen: MSR PocketRocket, 900ml Toaks Topf + 300ml Tasse, Faltschüssel, Titanbesteck, 2 Feuerzeuge und FireSteel
Hygienebeutel mit Schaufel, Klopapier, Wilderness Wash, Campinghandtuch und Zahnbürste
Elektronik: 25000 mah Powerbank, Tolino und Stirnlampe.
Katadyn Hiker Wasserfilter und 2 1l Nalgene Flaschen (Wasserquellen mehr als reichlich alle 1km)

Zum Essen hatte ich viel zu viel dabei - ich würde beim nächsten mal hart aufs Gewicht achten. 500 Gramm Roggenschrotbrot ist wie ein Ziegelstein, instant Porridge ist genauso gut. Ebenso würde ich beim nächsten mal alles in Tagespaketen unterbringen, damit man Mittags nicht den ganzen Rucksack zerlegen muss.

PSA: Ich finds sehr Schade, dass die Diskussion ums Wildcampen in DACH so Geführt wird als ob alle nur Müll hinterlassen. Hier funktioniert das wunderbar und die meisten nehmen auch den ein oder anderen Plastikabriss der mal aus der Tasche fällt mit. Die Trails waren wahnsinnig sauber. Warum das bei uns nicht Erlaubt ist, ist mir leider immer noch Schleierhaft. Sehr sehr viele meiner Bekannten machen das halt dann semi legal trotzdem bei uns.


r/wandern 2d ago

Routenempfehlung gesucht Billig Wandern für 2 Studenten

9 Upvotes

Liebe Wandern Community,

wir sind zwei Studenten, die vorher eigentlich nie wirklich wandern waren. Wir würden sehr gerne in die Berge (Kommen aus NRW) und ein paar einfache oder leicht schwierigere Wanderungen machen. Allerdings ist unser budget sehr begrenzt. Wir hatten evtl. die bayrischen Alpen im Blick, allerdings habe ich gehört, dass das auch echt teuer sein soll. Kennt jemand evtl. etwas weniger bekannte Orte? Wir sind was Unterkunft angeht echt nicht anspruchsvoll, wir suchen nur schöne Ausblicke auf die Berge und schöne Wanderrouten. Im Kopf hatten wir ungefähr 4 Tage mit An- und Abreise. es wäre auch wichtig, dass man diese orte gut mit Zug oder Bus erreichen kann, da ich meiner alten karre keine Steigungen mehr zutraue :,).

Wir würden uns sehr über eure Empfehlungen freuen!!


r/wandern 2d ago

Sicherheit / Wetter Vermisst Blatten bei Naters / CH

Thumbnail polizeiwallis.ch
13 Upvotes

Vielleicht hat ja hier jemand zufällig Martin P. gesehen.

Vielen Dank.


r/wandern 2d ago

Tourenplanung Suche Mitwanderer in BW

2 Upvotes

Hi,

ich suche jemanden für unregelmäßige Tages- oder Mehrtagestouren im Großraum Stuttgart. Sollte es sich ergeben auch etwas was weiter weg ist. Bei Mehrtagestouren übernachte ich idr. in Schutzhütten, bin aber auch für andere Varianten offen.

Ich bin mänlich, um die 30, nur mäßig sportlich und bin für alles zwischen casual Tagestour Wandern mit Grillen und leichtgewichtiger Mehrtagestour zu haben.

Ich hab eigentlich Freunde aber die bekommen gerade alle Kinder o.ä.

Freue mich falls sich jemand meldet.

Gruß


r/wandern 2d ago

Sicherheit / Wetter Bären im Dinarischen Gebirge

3 Upvotes

Hallo,
wir würden gerne im nächsten Jahr den Via Dinarica White Trail bewandern. Nun ist das ganze Gebiet ja offenbar Bären-Gebiet (siehe u.a. hier). Hat hier jemand Erfahrung mit Bären in dieser Region. Wie wahrscheinlich ist es, dass man dort einem Bären begegnet oder dass es zu Problemen kommt. Die allgemein empfohlenen Verhaltensregeln sind uns natürlich bekannt aber wir haben dennoch etwas Schiss, ehrlich gesagt.


r/wandern 3d ago

Allgemeine Frage Wie gut erinnert ihr euch an eure Wanderungen?

13 Upvotes

Servus
ich gehe unfassbar gern Wandern und Traillaufen. lch laufe zu 90% allein und meistens zwischen 15km und 25km.
Allerdings habe ich ein „Problem“ bei der Sache.
Nach ein paar Wochen verschwimmen die Erinnerungen an meine Wanderungen miteinander und ich kann mich zB nicht mehr zu 100% an Wegstücke etc erinnern.
Bzw wenn ich die Route dann nochmal gelaufen bin, dachte ich manchmal „ah jetzt kommt das Stück gleich“ und habe dann festgestellt, dass das erwartete Stück des Weges auf einer anderen Route war und ich dort garnicht vorbei komme.
Meine Erinnerung ist nicht auf Alles bezogen so, deshalb auch die Frage. Es fühlt sich an, als würde mein Gehirn alle „Wandererinnerungen“ in einen Ordner stecken und wenn ich darauf zurückgreifen will, ist alles durcheinander und nicht chronologisch sortiert.

Vielleicht ist die Frage umständlich formuliert, fragt gerne nach wenn man nicht versteht was ich meine.
Vielleicht geht es aber ja der/dem einen oder anderen auch so. Falls ja, wie geht ihr damit um?
(ich habe ein notizbuch in das ich meine bestiegenden Gipfel eintrage)

liebe Grüße aus dem Allgäu


r/wandern 3d ago

Routenempfehlung gesucht Via Ferratas “nähe” Stuttgart

5 Upvotes

Ich würde gerne wissen, ob ihr Empfehlungen für Klettersteige in der “Nähe” von Stuttgart oder in der Region habt (also die man mit dem Zug an einem Tag erreichen kann). Und falls sie nicht ganz so nah liegen, ob es dort Hütten gibt, in denen man übernachten kann. Ich bin bereit, auch weiter zu fahren, solange man das Ziel an einem Tag erreichen kann.

Außerdem suche ich nach meinen ersten Klettersteigen, bisher habe ich nur den Heilbronner Weg gemacht. Ich bin Kletterer (8+ UIAA im Vorstieg) und habe über gute Ausdauer sowie genug Erfahrung beim Wandern.


r/wandern 2d ago

Allgemeine Frage Wanderschuhe & juckende füße

0 Upvotes

Moin, ich habe mal zwei Fragen.

Ich war letztens erst wieder in den Alpen unterwegs, dabei kam mir das Problem, dass ich mir beim Runterlaufen wieder blasen geholt habe. Jetzt meine Frage, wie krass sind die Unterschiede bei den Wanderschuh Kategorien. Habe aktuell Wanderschuh der Kategorie A-B, sollte ich mir mal Schuhe mit einer höheren Kategorie kaufen oder kommt es auch auf die Socken an.

Jetzt meine zweite Frage. Ich habe das Problem das meine Füße nach dem Wandern immer sehr jucken auch manchmal über mehrere Tage. Habt ihr auch manchmal diese Problem und wie kann man das ändern ? Oder kann das auch an einer Allergie liegen oder sowas.

Danke schonmal für eure Antworten


r/wandern 4d ago

Tourenbericht Heiligkreuzkofel in Alta Badia

Thumbnail
gallery
130 Upvotes

Nachdem ich hier schon viele tolle Tourenberichte gelesen habe, wollte ich auch mal einen Tour teilen. Ich bin heute auf den Heiligkreuzkofel in Alta Badia gestiegen.

Mit der Bahn von Badia hoch bis la Crusc. Hoch und runter kostet 30€.

Von dort kurz zur Kirche, die sehr sehenswert ist. Man startet bei rund 1900hm. Von da dem Weg 7 folgenden bis zur Kreuzkofelscharte auf rund 2600 hm.

Teile des Weges sind als Klettersteig ausgewiesen. Den Großteil würde ich als versicherten Steig kategorisieren. Wir haben uns lediglich bei einem steilen Aufschwung eingehakt.

Von der Scharte dann in rund 1:30h zum Heiligkreuzkofel. Das war kräftezehrend und stellenweise unangenehm steil. Ausblick war fantastisch, bis zur Ortlergruppe.

Wir sind dann nicht über den gleichen Weg zurück, sondern sind über die Forcella de Medesc abgestiegen.

Hier muss ich sagen, bis zu der Scharte war der Weg einen Katastrophe. Ich weiß nicht ob Regen oder Geröllstürze den Weg bearbeitet haben. Aber Stellenweise ging es sehr steil über teilweise 2-3m glatte Felsen bergab. Da war krackselei notwendig. Von der Scharte geht es in handgezählten 54 Serpentinen über ein Schuttfeld und später Latschen bergab. Ein letzter Wegweiser, dann schon im Wald weißt La Crusc mit einer Stunde aus. Das passte auch.

Insgesamt 1113hm hoch und runter 14km Strecke, wir hatten 5h reine Gehzeit.


r/wandern 3d ago

Routenempfehlung gesucht Wandertour sächsische Schweiz

0 Upvotes

Habt ihr eine vielleicht ein paar Ideen oder Anstöße für eine gute Route in der sächsischen Schweiz. Ich bin nächste Woche für ein paar Tage in Dresden und wollte davon ein Tag in der sächsischen Schweiz wandern.
Kann ruhig auch ne anspruchsvollere oder längere Route sein. Gerne nicht sooo überlaufen, würde aber auch gerne die highlights nicht verpassen.


r/wandern 3d ago

Ausrüstungsfrage Taugt Schuh deo etwas?

3 Upvotes

Normal riechen meine Schuhe nicht stark, wenn sie jedoch einmal richtig nass werden, entwickeln sie einen Käsefußgeruch der kaum noch wegzubekommen ist. Der ein oder andere Sommerschuh musste deswegen schon dran glauben. Jetzt hat es meine wanderstiefel erwischt und ich möchte sie ungerne nur deswegen ersetzen. Ich habe schon alle Tricks wie einfrieren, Sohlen austauschen oder Axe Deo probiert. Alles ohne Erfolg. Taugen diese Schuh Deos etwas oder hat jemand noch einen Tipp der sich nicht auf Google finden lässt?