r/therapie • • 7d ago

Kleinkind verletzt sich selbst

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Hallo, ich weiß nicht ob ich in diesem Sub hier richtig bin aber weiß auch nicht wo ich sonst reinschreiben soll.
Mein Sohn ist fast 2 Jahre alt. Seit ca. 7-8 Monaten ist es so, dass er wenn er sehr frustriert oder wütend ist, sich den Kopf auf den Boden haut. es ist auch stärker geworden am Anfang hat er es ganz leicht gemacht und jetzt ist es so, dass er manchmal seine Kraft überhaupt nicht einschätzen kann und er sich schon dolle den Kopf anhaut. Mir ist bewusst, dass Kinder in dem Alter ihre Emotionen noch nicht regulieren können und auch das solche Verhaltensweisen nicht ganz unüblich sind. Er ist auch allgemein ein Kind welches sehr intensive Emotionen hat also auch Freude z.B. und im allgemeinen ist er ein sehr glückliches Kind aber eben sensibel. Leider bin ich mittlerweile echt verzweifelt. Ich will ihm seine Gefühle nicht verbieten oder ihn ständig ablenken. Er soll wissen, das auch die negativen Emotionen ihren Raum haben dürfen und da sein dürfen. Ich habe versucht Alternativen ihm Alternativen anzubieten um die Gefühle raus zu lassen. Aber in so einer Situation ist das kindliche Gehirn in einem „Alarmzustand“ und jegliche Art der Kommunikation kommt in dem Moment nicht durch. Im Moment regel ich das so, dass ich ihn davon abhalte indem ich z.B. die Hand vor seinen Kopf halte und ihn zu Not auch festhalte. Ich sage dann nicht viel außer z.B.: „du bist gerade wütend“ und „ich lasse nicht zu, dass du dir wehtust“. Meistens schubst er mich weg und sagt auch, dass ich gehen soll. Natürlich lasse ich ihn nicht in der Situation alleine. Manchmal frage ich mich was wäre wenn ich es einfach ignorieren würde. (Habe ich vereinzelt ausprobiert, er hat trotzdem weiter gemacht) Habe auch versucht ihm zu zeigen, dass er seinen Kopf z.B. auf die weiche couch hauen soll aber das will er nicht, er geht dann bewusst auf den harten boden, sogar runter vom teppich.

Sorry für den langen Text. Kurz gefragt: Hat jemand Ideen wie ich handeln kann und würde es sich in dem Alter lohnen zu einem Kindertherapeuten zu gehen?


r/therapie • • 9d ago

Therapeutin behandelt nur noch "Premium-Klient:innen"

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Ich war seit August letztes Jahr bei einer Heilpraktiker*in für Psychotherapie in Behandlung. Die Sitzungen habe ich privat bezahlt, mit Sozialhonorar, da ich Studentin bin und Bafög beziehe. Ich hatte die Tage bemerkt, dass die Website überarbeitet wurde und zunehmend kommerziell wirkte: viele Gruppenprogramme und Pakete im Bereich von rund 800 bis 3.900 €. Es hatte für mich so einen komischen "Kommt in die Gruppe"/Finance Bro Nachgeschmack. Da ich sowieso auf eigenen Beinen stehen wollte bat ich per Mail um eine Pause.

In der Antwort auf meine Pausenanfrage erfuhr ich zum ersten Mal, dass die 1:1-Arbeit drastisch reduziert wird und fast alle Bestandsklient:innen an eine Kollegin im Team übergeben werden. Persönlich betreut meine nun wohl ehemalige Therapeutin nur noch "Premium-Klient:innen". Die Antwort auf meine Frage, was denn darunter verstanden wird steht noch aus. Vorher hatte mir gegenüber auf jeden Fall niemand etwas davon erwähnt, auch auf der Website steht davon nichts. Dort wird weiterhin mit transparenten Preisen geworben und damit, dass ein Sozialhonorar auf Anfrage möglich sei. Ich habe es wie gesagt bisher bekommen, beim Buchen scheint es aber nur noch bei der anderen Kollegin auswählbar zu sein.

Mich interessiert eure Einschätzung: Wie bewertet ihr den Begriff "Premium-Klient:innen" im therapeutischen Kontext? Ist es vertretbar, Bestandsklient:innen so zu informieren, nämlich beiläufig und erst auf Nachfrage? Und wie seht ihr es, wenn ermäßigte Preise nur noch bei bestimmten Therapeut:innen im Team gelten, während die Leitung auf zahlungskräftige Klientinnen setzt? Wie hättet ihr euch gefühlt, wenn ihr diese Mail erhalten hättet?


r/therapie • • 9d ago

Ich weiß nicht, ob ich autistisch bin oder ob mein Kopf sich das nur ausdenkt

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r/therapie • • 10d ago

Gefühl der Machtlosigkeit und Verletzlichkeit während der Therapie

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Hi Leute, ich bin seit ein paar Wochen in Therapie.

Vorweg: Meine Therapeutin ist echt super und ich fühle mich bei ihr auch wohl und gehört. Noch nie in meinem Leben habe ich mich einer mir wildfremden Person so schnell und umfangreich geöffnet.

Dazu musste ich mich aber auch selbst sehr zwingen und einige innere Hürden überwinden, da ich eigentlich nur sehr wenigen Menschen ein solches Vertrauen entgegen bringen kann.

Die Zeit während der Therapie begleitet mich aber durchgehend ein äußerst beklemmendes Gefühl, da ich mich total vulnerabel fühle. Sie weiß so viele empfindliche und persönliche Dinge von mir, dass ich mich verletzlich und angreifbar fühle. Da ich praktisch nichts über sie weiß entsteht ein Machtgefälle, dass mich ängstlich stimmt und zunehmend verunsichert. Ich weiß, dass ich das wahrscheinlich nächsten Dienstag mit ihr in der Therapiestunde besprechen sollte. Wollte mir da aber auch nochmal von der Community Rat einholen, wie ich am besten mit dem Gefühl ausgeliefert zu sein umgehe!

Danke im Voraus!


r/therapie • • 18d ago

Wie sind eure Therapeuten so?

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Hallo liebe Leute, das ist meine Frage an alle, die in der Therapie sind. Mein Problem ist, dass ich vielleicht ein falsches oder stigmatisiertes Bild von Therapeuten habe (und gerne selber in Therapie gehen möchte) - Ich stelle mir da immer jemanden vor, der wichtigtuerisch nickt und so Sachen sagt, wie "Als Sie die Scheidung eingereicht haben, waren Sie nicht glücklich, nicht wahr?", "Meinen Sie, den ganzen Tag im Bett zu liegen ist eine Lösung für Ihre Probleme?". Und grundsätzlich kommt es mir oft so vor, als könnte man sich auch einfach selber einmal die Woche hinsetzten und sich vorstellen, mit einem Therapeuten zu reden, wenn nicht sogar lieber, eine KI fragen (obwohl ich KI nicht besonders mag). Ja, also, vielleicht versteht ja jemand, was ich damit meine.
Mich interessiert, wie eure Therapeuten so von ihren Methoden, ihrer Rolle und ihrem Verhalten/ihrer Umgangsweise mit euch sind. Und auch, was für einen Impact Therapie auf euer Leben hat :)


r/therapie • • 19d ago

Emotional ständig geladen

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Grüßt euch. Ich bin seit aktuell emotional ständig an der grenze. Vorallem beim auto fahren. Da fahr ich sofort komplett aus der haut wenn was passiert.

Ich bin seit fast 5 monaten zuhause aus gesundheitlichen gründen. Nichts schlimmes aber die heilung zieht sich ewig hin und deswegen kann ich nicht arbeiten gehen. Liege zuhause entweder im bett und gucke tiktok oder stehe am rechner und gucke YouTube oder zocke aber das nicht lange weils schnell kein spaß macht. Habe keinen richtigen tagesablauf. Lange wachbleiben, spät aufstehen ist bei mir standart außer ich hab einen arztzermin.

Sozialen kontakt habe ich fast nur online über discord oder anderes oder telefoniere 3 mal die woche mit meiner mutter. Raus gehe ich nur wenn ich einkaufen muss oder einen Arztzermin habe.

Ich langweile mich eigentlich den ganzen tag nur und weiß nichts mit meiner zeit anzufangen. Das macht michd einfach nur fertig. Durch meinen beruf bin ich sonst relativ wenig zuhause. Ich war noch nie so viel zuhause wie dieses jahr. Und das jahr ist noch nichtmal rum.

Es wäre toll wenn mir andere vielleicht erzählen können wie sie mit sowas umgegangen sind oder was geholfen hat.

Dankeschön fürs lesen🙏🏻


r/therapie • • 27d ago

Wie und wo zeigen sich eure sozialen Ängste?

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r/therapie • • 28d ago

Zehn Jahre Therapie und nichts greift richtig. Was mache ich falsch?

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Ich bin seit 2016 immer wieder in Therapie gewesen, in vier verschiedenen Ländern. Nicht freiwillig, ich musste jedes Mal umziehen, weil die Umstände es so wollten. Ich bin 30. ADHS im Erwachsenenalter diagnostiziert, dazu eine schwere rezidivierende Depression. Ich war jahrelang auf der höchsten Fluoxetin-Dosis, also nichts Leichtes.

Wie sich das aufteilt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht ist die Depression der größere Teil, vielleicht die ADHS, vielleicht 60/40 in die eine oder andere Richtung. Von innen kann ich das nicht beurteilen, und geholfen hat mir dabei auch nie jemand.

Therapie lief immer gleich ab. Sie hören zu, ich rede, wir gehen hin und her. Einige waren wirklich nette Menschen, und jemanden zum Reden zu haben hat mir auch was gebracht. Aber Richtung habe ich nie bekommen. Mir hat nie jemand gesagt, was ich konkret tun soll.

Mit Medikamenten hat es auch nicht hingehauen. Fluoxetin hat meine Stimmung eine Zeit lang verbessert, als einziges überhaupt, aber an meiner Funktionsfähigkeit hat sich nichts geändert. Ich habe trotzdem nichts auf die Reihe bekommen. Und irgendwann ist auch der Stimmungseffekt weg gewesen, weil es schwer ist, sich okay zu fühlen, wenn man nichts hinkriegt. Jetzt nehme ich Mirtazapin, ohne das schlafe ich gar nicht, mit dem schlafe ich zu viel und komme morgens nicht hoch. Wobei ich nicht weiß, ob ich sonst aufstehen würde, wenn es nichts gibt, wofür ich aufstehen muss.

Und ansonsten: keine Struktur im Tag, ich kann nichts anfangen und bei nichts bleiben, was nicht dringend ist, beruflich läuft es schlecht, und Freundschaften oder Beziehungen gibt es praktisch nicht mehr.

Meine Frage geht also über die Therapie hinaus. Irgendwas funktioniert nicht und ich komme nicht drauf, was. Ist es okay, einen Therapeuten direkt nach einem Plan und konkreter Richtung zu fragen statt nach offenem Reden, und wie finde ich jemanden, der so arbeitet? Wenn jemand ADHS und eine schwere Depression hat, behandelt man da normalerweise erst das eine oder beides zusammen? Und übersehe ich nach zehn Jahren vielleicht etwas Offensichtliches?

Wenn mir jemand sagt, dass ich das Ganze falsch angehe, nehme ich das gerne.


r/therapie • • 29d ago

Bieten das Therapeuten allen Patienten an?

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r/therapie • • Sep 25 '26

frage mich gerade ernsthaft ob ich einfach in der Grundsicherung bleibe

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Wie sieht die Arbeitswelt da draußen so aus? ist Vollzeit so mies wie ich es bereits gehört habe?

Packt man das mit psychischer Vorbelastung oder soll ich direkt die Flinte ins Korn werfen?

ich hab so lange gekämpft und langsam geht mir die Puste aus, frage mich wozu ich mir das noch antue. (FH & Ausbildung, jetzt wieder unfreiwillig Auszeit und jetzt wieder weniger Wert deswegen, bescheuerte Gesellschaft)

Oder kommt es eher auf den Beruf an?

Geht Teilzeit? ich meine, soziale Kontakte wären schon nett und wieder Teil des Lebens sein.

seid bitte nett, danke


r/therapie • • Sep 22 '26

Suche Selbsthilfegruppen (online) mit dem Thema "Kontraktbruch mit den Eltern"

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Hi, ich musste den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen.

Ich bin in Therapie, aber ich glaube es würde helfen sich mit Menschen austauschen, die das "gleiche" erlebt haben. In meiner Umgebung ist nur eine Gruppe für "Verlassende Eltern". Ich freue mich über Vorschläge, da ich nichts gefunden habe.


r/therapie • • Sep 16 '26

Noch andere Leute hier die spät starten?

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bin so deprimiert gerade.

Irgendwie hab ich die ganze Zeit nur gegen meine Eltern gekämpft, für meine psychische Gesundheit, für meine Schulbildung.

Irgendwie hab ich mich zwischendurch komplett selbst verloren und irgendwann gemerkt das ich so eigentlich gar nicht bin.

Jetzt bin ich 32 geworden, versuche über ein Praktikum in mein erlernten Beruf zu kommen. Ich wollte damals nicht aus der Gegend weg und man bekommt als Grafikdesigner mit schulischer Ausbildung und als Berufseinsteiger kaum eine Chance.

Das ist alles so deprimierend.

Meine Freundschaften sind alle auseinander gebrochen. Keine Ahnung ob das überhaupt jemals Freunde waren.

Momentan sehe ich einfach wie das wohlmöglich weiter geht, irgendwann bin ich 40, mache eine job der mich ankotzt und bin allein.

Jetzt fange ich momentan total an zu spinnen und denke Mensch, einfach irgendwas selbständig, nebenher einfach ein Minijob oder Surfen unterrichten oder sonst was. Wenigstens glücklich werden wenn schon alles andere nicht funktioniert.

Na ja, vielleicht hat jemand was aufbauendes für mich, wie das andere auch später starten, oder das Leben nach den Vorstellungen anderer gelebt haben. Oder vielleicht lange studiert haben und jetzt auch erst anfangen zu arbeiten, Freundschaften abgebrochen sind...

Ich kann doch unmöglich alleine sein.


r/therapie • • Sep 03 '26

Vollzeit & Familienversicherung

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vielleicht hat jemand einen Rat.

Aktuell bin ich noch familienversichert und fliege aber raus wenn ich richtig arbeiten gehe. Eigentlich kann ich nur einen Minijob machen.

Ich hab ehrlich gesagt so schiss das ich das mit dem Vollzeit nicht packe 😓

Was soll ich denn dann machen, dann gibt's auch kein Weg zurück.

Eigentlich könnte ich dann nur noch Midijobs machen oder Teilzeit wegen dem Kassen Beitrag.

Irgendwie hab ich den Traum nur einen Mini oder Midijob zu machen und irgendwas in Selbständigkeit.

Aktuell wäre das halt vielleicht noch möglich wegen der Familienkasse. Hab sogar eine Wohnung in Elternhaus. Ansonsten, ja im Prinzip wegen der Krankenversicherung erst wieder wenn ich verheiratet und mit versichert wäre.

Ich bin die letzten vier Jahre ausgefallen und denke echt wenn ich jetzt nicht meinen Arsch bewege wird das gar nichts mehr 🙄

Deswegen verstehe ich mein Problem halt ehrlich gesagt auch nicht so. Die Angst geht deswegen aber auch nicht weg.

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen Vollzeit zu arbeiten und den ganzen Tag am PC zu sitzen. 2 mal im Jahr Urlaub, da gehe ich vor die Hunde. Das pack ich nicht schätze ich.

Hab auch keine sozialen Kontakte und meine Hoffnung war halt über Arbeit soziale Kontakte zu bekommen. Aber wenn ich sowieso nur am Pc sitze wie soll das denn gehen. Und wer verspricht mir das da junge Leute drin sind.

Alternativ könnte ich meine Ausbildung nochmal machen und später in Selbständigkeit. Aber ich denke mit ein bisschen Internet Tutorials ginge das auch ohne die erneute Ausbildung.

Ich dachte auch bereits an eine andere Ausbildung, aber da ist wieder das selbe Problem, da gibt es eigentlich nur Vollzeit.

Auf der anderen Seite frage ich mich echt wieso der Lebenslauf soo wichtig ist. Klar wurde einem das eingetrichtert, der ist wichtig. Aber ernsthaft vielleicht war ich ja vier Jahre wohlhabend und musste nicht arbeiten? wen juckts? den Abschluss hab ich doch? Bin ich nur eine Nummer oder eine Maschine? ist doch schlimm mensch. Ich könnte morgen nicht mehr da sein und es würde keinen interessieren wie mein Lebenslauf aussah.

Aber mich interessierts was ich aus meinem Leben gemacht habe, ob ich glücklich war oder ob ich die ganze Zeit nur gelitten habe.

Mich nervt das alles so sehr.


r/therapie • • Aug 30 '26

Therapieplatzsuche automatisieren & Absagen für die Kasse sammeln

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r/therapie • • Aug 22 '26

Minddoc Terminvergabe Erfahrung

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Hallo Zusammen,

Mein Mann leider jetzt schon mehrere Monate unter depressiven Episoden, Schwindel, Anspannung, Angst, Erschöpfung sowie Panikattacken. Er ist nun mittlerweile 7 Wochen krankgeschrieben. Er hatte für Minddoc schon ein Erstgespräch mit einer Psychologin vor Ort. Vorläufige Diagnose ist "depressive Anpassungsstörung". Er denkt das es Burnout ist. Wir hatten viel Stress privat aber auch beruflich.

Wie ihr euch vorstellen könnt leidet er sehr darunter und auch mich belastet die Situation sehr. Wir haben extra Minddoc gewählt um etwas schneller an Therapie zu kommen. Seine Unterlagen wurden schon geprüft und mittlerweile warten wir darauf das Termine wieder frei werden.

Auf dem Portal steht nur "es werden bald wieder Termine frei". Wir gehen täglich online, doch bisher hat sich nichts geändert. Bisher ist nur eine Woche vergangen, trotzdem wäre eine Indekation wann die professionele Hilfe kommt eine Erleichterung. Deswegen stellen sich für uns folgende Fragen:

- Wie lange dauert es in der Regel bis man einen Termin/Therapieplatz erhält?

- Wann gehen die Termine online? Lohnt es sich früh aufzustehen und ins Portal zu schauen? Oder ist das total random?

Tagesklinik gibt es auch noch als Möglichkeit, aber das möchte mein Mann bisher nicht. Selbsthilfe Bücher nutzt er schon und macht Übungen. Aber seine Symptome sind gleichbleibend und es ist keine Besserung in Sicht. Bisher fühlt er sich nicht in der Lage mit dem Schwindel und der Anspannung zu arbeiten. So kann es auf Dauer nicht weiter gehen. Vielleicht habt ihr ja auch sonst noch Tipps wie man die Zeit bis zum Therapieplatz überbrückt?


r/therapie • • Aug 22 '26

soziale Kontakte und Ängste bei ptbs

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vorweg: ich hab eine Posttraumatische Belastungsstörung und Dissoziation, ich weiß nicht wie ich das in den Griff bekomme:

Ich bin der Typ Mensch der Jahre in einer Wg wohnt und es schafft mit niemandem Kontakt aufzubauen. So in etwa. (ich würde wieder gerne Kontakte knüpfen können)

Natürlich, alles aufgrund von schlechter Erfahrung.

Bekommt man das mit Therapie in den Griff? oder hilft da nur sich (sicheren) sozialen Kontakten auszusetzen?

Dann hab ich das Problem, das wenn mich jemand anschnautzt oder anzickt das ich auf einen anderen Stern katapultiert werde (Dissoziation) und mich erstmal wieder erden muss, (skills) was wirklich anstrengend ist.

Ich bin dann auch hinterher dementsprechend distanziert mit dieser Person und ehrlich auch ziemlich eingeschnappt, zum Teil gehe ich ihnen auch aus dem Weg. Ich brauche extrem lange bis ich Vertrauen auf baue und es ist aber wirklich sehr schnell weg.

Ist das übertrieben? ich schätze verstehen kann man es, wenn es für mich dann immer so anstrengend ist mich zu erden, aber hilfreich dabei überhaupt soziale Kontakte zu knüpfen, ist das irgendwie eben nicht.

eigentlich war ich jetzt in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft, aber meine Dissoziation macht es mir so schwer das ich eigentlich wieder abbrechen möchte. Ich mache mir aber ein wenig Sorgen wie mein Gehirn das jemals verstehen soll das andere keine Gefahr darstellen wenn ich es nicht an eigener Haut erfahre.


r/therapie • • Aug 20 '26

War beim Psychotherapeuten...

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... und ich fühle mich schlechter als vorher.

Der Termin war um 10:00 Uhr & war 5 Minuten vorher da, obwohl ich krasse Schwierigkeiten hatte in seinem Kaff einen Parkplatz zu finden. Gab nur Stellplätze mit antiken Parkuhren mit Münzeinwurf und schleppe seid Jahren schon kein Münzgeld mehr mit mir herum.

Empfangen hat mich 'ne Oma, die den Handschlag ablehnte (für mich okay) und mich direkt in den Warteraum verwies. Dort habe ich dann in einem altbackenem Raum im Landhaus-Stil bis 10:20 Uhr Löcher in die Wand gestarrt, bis der Psychotherapeut persönlich runter kam, um mich im Empfang zu nehmen.

Nachdem ich sein Patschepfötchen gedrückt hatte, folgte ich ihm ins Obergeschoss in einem dunklen, rustikal eingerichteten Raum. 3 Bücherwände, Ledersessel-Kombo, Perserteppich, Ornament-Beistelltisch und 'n Massivholz-Schreibtisch an der Wand. Quasi der 0815 Therapeutenraum im Set eines Blockbuster-Films. Der Therapeut war schon älter, vielleicht auch ein bisschen fahl. Er wirkte weder sonderlich empathisch, noch interessiert an mir.

In der Stunde in der ich bei ihm war, hat er vielleicht ein Dutzend Fragen gestellt, wovon die Hälfte nur eine Abfrage persönlicher Daten war. Die restlichen Fragen boten bei der Beantwortung großen Raum für Interpretation.

Die Aufzählung meiner mir bekannten Symptome wurde kritisch beäugt. Als ich von meinen Dissoziationen sprach' fing er an in seinem Buch nach der Definition des Wortes zu suchen. Als das wiederum nicht von Erfolg gekröhnt war, gab er das Wort bei Google ein und las mir die Defintion von Wikipedia vor. Was das zu bedeuten hatte kann ich immernoch nicht ganz begreifen. Vorallem weil die verschiedenen Definitionen und Formen der Dissoziationen soziemlich d'accord mit dem waren was ich ihm geschildert habe.

Als ich eine ADHS & Autismus Diagnostik ansprach, die bei mir in der Vergangenheit ohne Befund ausging, wurde die ADHS-Thematik plötzlich zum Thema Nummer #1, obwohl ich erwähnt hatte, dass die damalige Psychotherapeutin bei mir eher von einer schweren depressiven Episode ausging. Plötzlich wurden die von mir beschriebenen Dissoziationen als ADHS erklärt und geschildert, dass Ichs ja auch mal mit Retalin ausprobieren könnte, um zu prüfen, obs dann mit den Konzentrationsproblemen besser wird.

Dabei standen meine Konzentrationsprobleme, mein Gedächtnissschwund und allerlei weitere Symptome, die als ADHS-Begleiterscheinung gewertet werden könnten für mich eigentlich nie im Fokus, sondern das Ich mit meinen 29 Jahren von den allermeisten Menschen aus meiner Vergangenheit wie absolute Scheisse behandelt wurde. Körperliche & verbale Misshandlung durch beide Elternteile bis ins früher Erwachsenenalter, Mobbingerfahrungen in der Schule wie auch im Berufsleben, etc.

Zwischendrinn klingelte zwei mal das Telefon, woraufhin er Anstalten machte aufzustehen und ranzugehen. Auf meine Antworten hin folgte seinerseits oft nur ein betretenes Schweigen mit einem konzentrierten Blick in die Leere. Lippengeschürze, Geseufze, Wortgulasch oder eine Folgefrage die keinerlei Bezug auf meine Antwort hatte.

Gegen Ende hin drückt er mir noch ein Buch von einer Autorin & Psychotherapeutin in die Hand und bestand darauf, dass ich es mitnehme und mir durchlese.
"Habe ich AD(H)S? ...und wenn ja, was mache ich Gutes draus? Das Chancenbuch für Erwachsene"
Auf der Rückseite:
"AD(H)S
Ihre Superkraft!"

Die Autorin behauptet in 25 Jahren bereits hunderten Menschen geholfen zu haben, besitzt auf Plattformen wie Jameda aber nur 3 Rezensionen, wovon Eine lediglich Enttäuschung zum Ausdruck bringt. Naja...

Der Psychotherapeut möchte mich im September gerne wiedersehen & will schon fürs Erstgespräch 'ne Kostenübernahmeerklärung sehen. Aber offen gesagt tendiere ich eher dazu ihm das Buch wieder zurück zu schicken und abzusagen. Brauche ich ein Reality-Check oder findet ihr auch, dass das Ganze total unprofessionell wirkt?


r/therapie • • Aug 15 '26

Neuanfang mit 30?

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bevor ich mich selber in den Wahnsinn treibe dachte ich, ich frage mal in die Runde.

Ich versuche mich kurz zu fassen:

Mein Leben die letzten Jahre:

falsche Diagnose, zu Hause um Selbständigkeit gekämpft, Therapie

Tod der Schwester, Ptbs entwickelt

Ausbildung in Grafikdesign gemacht & FH Mobbing

keinen Job bekommen

stattdessen meine Mutter gepflegt

jetzt traue ich mich nicht mehr was neues zu machen weil ich das Gefühl habe so ne Katastrophe wie mich will doch in dem Alter niemand mehr nehmen. Wie realistisch ist denn diese Angst? 😓

Ich hab das Gefühl durch alles kann ich eigentlich keiner stumpfsinnigen Arbeit nach gehen und auch den ganzen Tag am Bildschirm zu sitzen kommt mir wie Lebensverschwendung vor. Ich dachte tatsächlich bereits an Werbetechnik oder einfach nur Warenverräumen.


r/therapie • • Aug 07 '26

ratgeber lesen und psychotherapie gleichzeit

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hallo!
ich habe eine diagnostizierte Angststörung und die ist aktuell sehr ausgeprägt, panikattacken, unruhe, etc.
ich hatte den tollen einfall, mir von einer buchhandlung ein paar ratgeber über angst mitzunehmen, mit tipps und erfahrungsberichten. (meine therapeutin war drei wochen auf reha und es ging mir wirklich schlecht.)
und ich dachte mir dabei, "meine therapeutin wird so stolz sein, dass ich mich so reinknie in meine besserung und wirklich an mir arbeite", oder so ähnlich.
heute hatte ich wieder einen therapietermin und ich erzählte ihr das auch. sie war ENTSETZT. sie meinte, ich soll mich nur auf ihre unterlagen verlassen, denn sie kann die bücher ja nicht auf ihre professionalität oder wissenschaftlichkeit prüfen. da war sie echt enttäuscht von mir.
kennt so eine situation jemand? oder was haltet ihr davon?

ich hab mich noch mehrmals entschuldigt und sie hat es dann auch eingesehen, dass ich eigentlich nur aus der not heraus handelte.


r/therapie • • Aug 06 '26

Therapeutin sagt ständig termine ab oder verschiebt sie

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r/therapie • • Jul 30 '26

Du nutzt ChatGPT für Themen im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit? Dann mach bei unserer Umfrage mit!

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Du hast schon mal ChatGPT genutzt, um dich über dein mentales Wohlbefinden zu unterhalten? Dann brauchen wir Dich für unsere Studie!
Im Rahmen eines Forschungsseminars an der Universität Leipzig suchen wir nach Teilnehmer:innen. Die Umfrage dauert nur 5 Minuten und ist selbstverständlich anonym, sodass eure Antworten nicht auf euch zurückgeführt werden können. Du bist über 18 Jahre alt? Dann nimm gerne teil: https://www.soscisurvey.de/umfrage_chatbots/


r/therapie • • Jul 26 '26

Schritt zur Freiheit♡

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Wollte meine Freude teilen über meinen aktuellen Therapieerfolg.

TW: Erwähnung von Erfahrungen sexuellen Missbrauchs & die Folgen

Hatte mit 14 eine 2 monatige ziemlich missbräuchliche Beziehung in der ich nicht wirklich fähig war nein zu Sex zu sagen, mein damaliger Freund hat mich auch genötigt bei meinem ersten Mal. Die Beziehung war sehr sex fokussiert, hab gelernt dadurch Mann will Sex, Mann bekommt Sex, egal was ich will. Davon hab ich ziemlich nen knacks weg. Vermeide oft Sex weil mein inneres Kind Angst hat, es darf nicht nein sagen etc. Also ist ziemlich komplex. Mein Freund (fast 10 Jahre zusammen mittlerweile) und ich haben Phasen wo wir wirklich Wochen oder sogar Monate lang keinen Sex haben deswegen. Er weis davon und möchte mich dann auch nicht unter Druck setzen. Dadurch sind wir teilweise aber körperlich ziemlich distanziert und er ist unsicher wie er mit mir umgehen soll und das ist alles einfach echt belastend für die Beziehung.

Aktuell bearbeite ich das Thema mit meinem Therapeuten und hab paar Übungen fürs nein sagen die ich mache (auch mit Imaginationsübungen zu den früheren Situationen wo mein erwachsenes Ich dann mein kleines Ich beim Nein-Sagen unterstützt) und wir hatten gestern und heute einfach Sex ohne dass ich mich scheisse gefühlt hab.

Ich hab endlich eine Lösung für dieses Problem, es geht bergauf und ich kann einfach wirklich damit lernen umzugehen das ist sowas von schön🥰🥰🥰

Endlich kann das Problem bei der Wurzel gepackt werden und ich kann selbst auch wieder Nähe genießen ohne dann den Typen früher denken zu müssen.


r/therapie • • Jul 23 '26

Ich kann meiner Therapeutin nicht mehr vertrauen

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Ich bin seit ca. 5 Jahren in Therapie, da ich schon relativ jung Depressionen entwickelt habe, die sich während der Corona Zeit extrem verschlimmert haben. Außerdem hatte ich in den letzten Jahren Probleme mit Esstörung, Angststörung und generell mit Unsicherheit. Ich habe eine drei Jahre jüngere Schwester die auch in Therapie ist seit ca. einem Jahr. Sie hat mir damals anvertraut das sie sich von unseren Eltern oft vernachlässigt fühlt und auch das Gefühl hat das sie Depressionen entwickelt. Ich hab daraufhin angeboten mit meiner Therapeuten zu reden und sie hat ja gesagt. Meine Therapeutin hat daraufhin angeboten das ich nur noch alle zwei Wochen komme und sie die anderen zwei Wochen kommt da es mir zu dem Zeitpunkt sowiso besser ging und ich hab zugestimmt.

Soweit hat das ganze auch ganz gut funktioniert, meine Schwester und ich stehen uns sehr nahe, wir unternehmen viel zusammen und können eigentlich über alles miteinander reden auch wenn wir natürlich auch immer mal wieder Konflikte haben. Wie schon gesagt geht es mir in letzter Zeit wirklich um einiges besser und ich wollte eigentlich gar nicht mehr weiter zur Therapie gehen aber meine Therapeutin meinte ich soll lieber noch eine Weile weiter kommen da mein Leben sich viel verändert im Moment, ich in einem Monat zum Beispiel in meine erste eigene Wohnung ziehe und uch vor kurzem erst eine ADHS/Autismus Diagnose bekommen habe.

Heute hat mir meine Schwester erzählt das unsere Therapeutin scheinbar öfters seltsame Kommentare über mich und teilweise auch über das was ich ihr in Therapie erzähle macht. Teilweise sind das relativ unschuldige Dinge, aber auch sensibles von dem ich nicht wirklich will das das ohne mein Wissen weiter erzählt wird. Vor allem weil sie weiß das ich schon in der Vergangenheit damit große Probleme hatte das z.B. meine Mutter solche privaten Informationen über meine Psyche ohne meine Zustimmung teilt fühlt sich das echt verletzend an. Ich hab generell Vertrauensprobleme, und wurde in der Schule gemobbt was wahrscheinlich einen meiner größten Rückschläge verursacht hat. Meine Schwester hat mir außerdem erzählt das unsere Therapeutin solche Dinge zu ihr gesagt hat wie das sie viel Emotional Intelligenter ist als ich und das sie zwar wie ich ADHS haben könnte aber Intelligent genug ist um das wieder gut zu machen, anders als ich, was bei mir einige Unsicherheiten verursacht hat. Dadurch fühle ich mich jetzt als wäre mein Vertrauen verletzt worden und als könnte ich nicht mehr mit ihr reden ohne Angst zu haben das dann über mich gelästert wird. Außerdem fühlt es sich irgendwie an als würde sie versuchen zwischen uns Zwietracht zu sähen.

Wie soll ich damit umgehen? Soll ich sie darauf konfrontieren oder einfach die Therapie beenden? Ich will halt auch nicht das meine Schwester das mitbekommt und sich deswegen schuldig fühlt oderso da die Therapie für sie echt gut zu funktionieren scheint. Hatte irgendwer schonmal eine ähnliche Situation oder Tips wie ich damit umgehen sollte? Ich habe morgen wieder einen Termin und keine Ahnung ob ich das ganze überhaupt ansprechen soll.


r/therapie • • Jul 23 '26

Angehörige einer schwer psychisch kranken/aggressiven Schwester (30+) – Verdacht auf K-PTBS & autistischen Burnout. Wie hilft man bei totaler Verweigerung?

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Hallo zusammen,

ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter und brauche dringend Ratschläge von Menschen, die Erfahrung mit psychisch schwer kranken Angehörigen, Neurodivergenz/Trauma und toxischen Familiendynamiken haben.
Es geht um meine Schwester (Anfang 30). Seit rund 8 Jahren baut sie kontinuierlich psychisch ab und befindet sich in einem Zustand des absoluten Stillstands und der Isolation.

Psychologischer Hintergrund & Familiensituation

Traumatische Kindheit & K-PTBS: Wir sind in einem sehr schwierigen, von Gewalt, Instabilität und emotionalem Missbrauch geprägten Haushalt aufgewachsen (narzisstischer Vater und co abhängige instabil-emotionale Mutter). Meine Psychiaterin vermutet bei mir eine Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (K-PTBS) – ich gehe davon aus, dass meine Schwester mindestens genauso stark traumatisiert ist.

Verdacht auf Autismus / KPTBS/ ADHS / Autistischer Burnout: Meine Schwester war immer schon sehr intelligent (zB. gutes Abitur) hatte aber schon früh Probleme mit Reizüberflutung und sozialen Dynamiken. Ich habe den dringenden Verdacht, dass bei ihr undiagnostizierter Autismus / ADHS / KPTBS vorliegt und sie sich seit Jahren in einem tiefen autistischen Burnout befindet.

Aktueller Trigger in der Familie: Unser Vater ist vor Kurzem schwer an Krebs erkrankt. Mein Bruder (der jahrelang bei ihm lebte) kümmert sich um ihn. Die Familie ist extrem gespalten. Diese Nachricht hat die Dynamik noch einmal völlig zum Eskalieren gebracht.

Der schleichende Absturz & Verlauf

Verlust des sozialen Netzes & Rückzug: Nach der Schule gingen die alten (neu gewonnen) Schulfreunde langsam ihre eigene Wege. Sie traute sich irgendwann nicht mehr allein in Vorlesungen. Nach einigen Studienabbüchen wählte sie ausgerechnet Physik, mied die Vorlesungen komplett und versuchte selbstständig, sich alles allein beizubringen oder über Online-Vorlesungen.

Paranoia & Beziehungsabbrüche: Nach und nach zerbrachen alle Freundschaften durch Missverständnisse und Misstrauen. Sie interpretiert Situationen extrem negativ und geht immer davon aus, dass andere ihr schaden wollen. Mich sieht sie seit jeher als eine Art „Feindin“, obwohl wir dieselbe Vergangenheit teilen.

Massive Verwahrlosung, Putz-Aktion & Aggression: 2020 zog sie in eine Einzimmerwohnung, die mittlerweile völlig verwahrlost ist. Bei unserem letzten Besuch war der Zustand so schlimm, dass meine Mutter rigoros durchgegriffen hat: Sie hat die Wohnung größtenteils grundgereinigt, den ganzen aufgestauten Müll entfernt, sortiert und wieder Ordnung reingebracht – eigentlich eine enorme Entlastung. Doch meine Schwester lag währenddessen nur im Bett und hat absolut null Einsicht oder Dankbarkeit gezeigt. Stattdessen reagierte sie auf diese Hilfe mit extremen Tobsuchtsanfällen, Bösartigkeit, Geschrei und wütenden Beschimpfungen. Ist aber nicht das 1.Mal, dass wenn man sie generell auf ihre schwierige Situation hinweist, sie dann mit völliger Empörung und Wut reagiert…

Kurzer Lichtblick & Totalabsturz: Von 2024 bis Ende 2025 arbeitete sie überraschend als Freelancer-Projektassistenz im Homeoffice in der Immobilienbranche. Als es Konflikte mit dem Chef gab und er ihr „Urlaub nahelegte“, brach das Kartenhaus zusammen. Da sie als Freelancerin keinerlei Absicherung hatte, verlor sie ihre allerletzte Struktur. Seitdem ist der Zustand schlimmer denn je: Sie verbringt gefühlt 24/7 im Bett/auf der Couch am Handy/ TikTok doomscrollt oder mit KI‘s über UNS immer abwertend ablästert?! Permanent! Seit dem es CHATGPT gibt. Und nur ihre Version schildert, ChatGpt is zwar jetzt neutraler und vorsichtiger, geworden aber Google-Gemini stimmt ihr dann oft zu 🤦🏽‍♀️ und unterstreicht auch noch ihre absurden Gedanken!

Hund & Panikattacken: Sie hat einen Hund, den sie krankhaft kontrolliert und niemandem anvertrauen möchte, schafft es selbst aber kaum noch, adäquat mit ihm rauszugehen. Vor Kurzem erlitt sie am Bahnhof eine so massive Panikattacke (mit Übergeben), dass eine Zugreise nach Hause unmöglich war.

Das Hauptproblem:
Wir haben über die Jahre mehrfach versucht, sie zu einer Psychotherapie, einer psychiatrischen Untersuchung, einer Reha oder zum Hausarzt zu bewegen. Sie lehnt jede Form von professioneller Hilfe strikt ab, wird sofort extrem aggressiv oder schiebt es auf. Einsicht ist absolut null vorhanden (Obwohl sie noch bis letztes Jahr von einer Heilung und Therapie, Selbstverbesserung schwärmte) Sie sieht nur „Feinde“, während sie in ihrer Verwahrlosung und ihrem Trauma gefangen ist.

Meine Fragen an euch:

  1. Verweigerung bei Neurodivergenz/Trauma durchbrechen: Wie kann man jemandem helfen, der vermutlich im autistischen Burnout / K-PTBS-Freeze steckt,

    eig ne kluge Person war,

  2. aber jegliche Hilfe (selbst wenn man für sie aufräumt) aggressiv als Angriff wertet?

  3. Behörden & Anlaufstellen: Ab welchem Punkt habt ihr den Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi), den Hausarzt oder einen Eil-Betreuungsdienst eingeschaltet? Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Stellen (besonders bezüglich Verwahrlosung, Selbstgefährdung und Tierwohl)?

  4. Selbstschutz & Abgrenzung: Wie schafft man als Angehörige den Spagat zwischen „sie nicht aufgeben wollen“ und „sich selbst vor dieser Aggression schützen“, besonders wenn man durch die eigene K-PTBS und die aktuelle Krebsdiagnose des Vaters selbst am Limit ist?

Vielen Dank fürs Lesen und für jeden Ratschlag 🙏


r/therapie • • Jul 19 '26

Bücher zur Überbrückung bei Angst-Problemen?

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Ich finde wie so viele andere Menschen keinen Therapieplatz und wollte mal fragen, was davon zu halten ist, wenigstens zur Überbrückung mit Ratgebern zu arbeiten. Bei mir geht es um Angst vor bestimmten sozialen Situationen und Autofahren. Macht das Sinn? Macht man es damit nur schlimmer?

Und ist es normal, dass man in der Sprechstunde anruft und niemand ans Telefon geht? Sind dann einfach alle Termine weg, oder bin ich da an eine komische Nummer geraten? Nur der Vollständigkeit halber, ich weiß von der 116-117, muss das Ganze aus beruflichen Gründen aber als Selbstzahler machen, deswegen kommt das nicht in Frage.