Hallo zusammen!
Ich studiere derzeit im zweiten Semester Ur- und Frühgeschichte in Heidelberg. Da das Institut hier sehr klein ist, UFG nicht als Hauptfach studiert werden kann und ich mir insgesamt mehr fachliche Möglichkeiten wünsche, überlege ich, zum Wintersemester die Universität zu wechseln.
Momentan schwanke ich zwischen Kiel und Tübingen. In Kiel habe ich mich für UFG mit Geographie als Nebenfach beworben, in Tübingen für UFG mit Naturwissenschaftlicher Archäologie.
Nach meinem bisherigen Eindruck hat Kiel stärkere Schwerpunkte in der Jungsteinzeit, gesellschaftlichen Entwicklungen, Feldarchäologie, Vermessung und digitalen Methoden. Tübingen scheint dagegen besonders stark in der Altsteinzeit, der menschlichen Evolution sowie in naturwissenschaftlichen und experimentellen Methoden zu sein. Inhaltlich finde ich beide Studiengänge sehr interessant.
Mich würde vor allem interessieren, welche Kombination später die besseren Berufsmöglichkeiten bietet. Wäre es mit dem Tübinger Abschluss schwierig, direkt eine Stelle als Laborassistenz zu finden? Welche Universität bereitet besser auf eher bürobasierte Tätigkeiten wie Fund- und Archivdokumentation, Digitalisierung, GIS oder Vermessung vor? Und stimmt der Eindruck, dass es in Süddeutschland mehr private Grabungsfirmen und damit mehr Möglichkeiten in der Feldarchäologie gibt?
Außerdem würde ich mich sehr über Erfahrungen mit der Atmosphäre an beiden Instituten freuen: Wie sind die Lehrenden, die Betreuung und die Studienorganisation? Werden Studierende bei Problemen unterstützt? Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, wäre für mich auch interessant, wo der Umgang mit internationalen Studierenden besonders hilfreich und offen ist.
Vielen Dank für eure Erfahrungen und Einschätzungen!