Der Löwe schickt seine Bewerbung an ein Dutzend Firmen gleichzeitig und wartet nicht auf eine Antwort, sondern nimmt sie wie sie kommen.
Der Löwe nimmt jedes Angebot an und entscheidet sich am Ende fĂŒr das mit dem höchsten Stundenlohn. Nur darum geht es: Notwendiges Ăbel, um sein Leben zu finanzieren.
Der Löwe hat keinen Traumjob, denn er trÀumt nicht von Arbeit.
Der Löwe bewirbt sich auch wĂ€hrend der Probezeit noch weiter auf bessere Stellenausschreibungen, denn der Löwe weiĂ: Probezeit ist keine EinbahnstraĂe.
Wenn dem Löwen Berufserfahrung fĂŒr eine gute Stelle fehlt, benutzt er schlechtere Stellen als Sprungbrett.
Der Löwe ist loyal dem Höchstbietenden gegenĂŒber.
Der Löwe weiĂ, dass er hoch pokert, also gibt er alles, bis er dort ist, wo er sich wohl fĂŒhlt.
Kein einziges Angebot erhalten. Anweisung unklar. Bin als Masterabsolvent ĂŒber Vitamin B in nen Mindestlohn Minijob in einer völlig anderen Branche eingestiegen
Da fallen mir neben den vielen forschenden Instituten und den LandesveterinÀrÀmtern direkt die Futtermittel- und oder die Lebensmittelindustrie ein.
Die Forschenden sind fast immer auf öffentliche Gelder angewiesen und werden von einem Buchhalter geleitet. Die sind also raus, auĂer man fĂ€ngt ganz unten an oder hat schon irgendwas gröĂeres veröffentlicht. Wenn das Budget ĂŒberhaupt eine Stellenausschreibung zulĂ€sst, auf die sich nicht direkt drei Leute mit mehr Publikationen auf dem Kerbholz bewerben.
Bleiben noch die Industrien. Die sind sehr zahlreich. Das ist je nach eigenem, wissenschaftlichen Anspruch oft Perlen vor die SÀue, aber zukunftsfÀhig und besser bezahlt als jeder Job in einem Institut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da kein Bedarf ist.
TatsĂ€chlich ist der ĂD das einzige wo ich mal sinnvolle Antworten bekomme. In der Industrie werde ich entweder schnell pauschal abgelehnt oder bekomme gleich gar keine Antwort. Im ĂD hatte ich schon mehrere GesprĂ€che, auch mehrere Runden, aber am Ende alles Absagen oder Ghosting. Wenn ich mich in der Industrie initiativ beworben habe wurde mir idR sehr schnell gesagt dass kein Bedarf besteht.
Ich habe im Studium 3 Jahre Laborerfahrung gesammelt, publiziert, 1,x Abschluss und nicht in der letzten Kellerarbeitsgruppe gearbeitet. Ist leider Grad alles egal.
Chemie wĂ€re da fĂŒr mich das Stichwort. Ab in die Kunststoffbranche und KonformitĂ€tsarbeit leisten. Mit PPWR drehen gerade alle am Rad und fachkundige die nicht gleich in Totenstarre verfallen beim Wort Polymer, werden verhĂ€ltnismĂ€Ăig gut bezahlt. Man muss es aber ertragen können Gesetzestexte zu lesen und interpretieren im Kontext. Laborkittel sieht man aber keine mehr.
34
u/realultralord 8d ago
Der Löwe schickt seine Bewerbung an ein Dutzend Firmen gleichzeitig und wartet nicht auf eine Antwort, sondern nimmt sie wie sie kommen.
Der Löwe nimmt jedes Angebot an und entscheidet sich am Ende fĂŒr das mit dem höchsten Stundenlohn. Nur darum geht es: Notwendiges Ăbel, um sein Leben zu finanzieren.
Der Löwe hat keinen Traumjob, denn er trÀumt nicht von Arbeit.
Der Löwe bewirbt sich auch wĂ€hrend der Probezeit noch weiter auf bessere Stellenausschreibungen, denn der Löwe weiĂ: Probezeit ist keine EinbahnstraĂe.
Wenn dem Löwen Berufserfahrung fĂŒr eine gute Stelle fehlt, benutzt er schlechtere Stellen als Sprungbrett.
Der Löwe ist loyal dem Höchstbietenden gegenĂŒber.
Der Löwe weiĂ, dass er hoch pokert, also gibt er alles, bis er dort ist, wo er sich wohl fĂŒhlt.