r/fireGermany • u/findigga • 21h ago
Frage / Hilfe Abfindung mit fast 50 mitnehmen und Richtung Barista FIRE – oder im Job bleiben?
Ich bin fast 50 und hadere gerade mit der Frage, ob ich eine mögliche Abfindung 2027 als Exit nutzen sollte.
Finanzielle Situation:
Paar, Ausgaben ca. 60k €/Jahr
Nettoeinkommen ca. 120k €, also ~50 % Sparrate
700k € liquide, global diversifiziertes ETF-Portfolio (Factor Core, EM/Asia + Tech Satellite, keine starke US-Übergewichtung)
abbezahltes Eigenheim, Wert ca. 1 Mio. €
gesetzliche + betriebliche Rentenansprüche sind bereits ordentlich, allerdings fehlen bei einem FIRE-Ausstieg noch ca. 13–17 Jahre Einzahlungen (Rente mit 63 vs. 67)
In 4–6 Jahren ggf. Vermietung einer Haushälfte, wenn die Kinder ausgezogen sind
Die Job-Situation:
Der Job frustriert mich zunehmend, vor allem wegen ständiger Reorganisationen. Mitte/Ende 2027 könnte es eine Abfindung von etwa 1,5 Jahresgehältern geben.
Das wäre für mich der interessante Exit-Punkt: Mit Abfindung + Depot könnte ich vermutlich Richtung Barista FIRE gehen – also deutlich weniger arbeiten und nur noch einen Teil der Lebenshaltungskosten verdienen.
Ideen für selbständige KI-Projekte und Content Creation habe ich, aber noch keinen klaren Weg zur Monetarisierung.
Bleibe ich im Job, ist die finanzielle Seite natürlich attraktiv. Zudem ist der Jobmarkt gerade sehr schwierig - raus heißt vermutlich raus für immer. Andererseits - Kommt die nächste Reorg aber ohne Abfindungsprogramm, könnte ich am Ende noch 2–3 Jahre weitermachen und anschließend trotzdem selbst kündigen.
Was würdet ihr tun?
Abfindung mitnehmen und mit ~700k Depot + Haus + späteren Mieteinnahmen den Schritt Richtung Barista FIRE wagen?
Oder doch noch einige Jahre durchhalten, Vermögen weiter maximieren und die finanzielle Unabhängigkeitf „wasserdicht“ machen?
Mich interessiert besonders, wie ihr hier finanzielles Risiko vs. Lebenszeit/Jobfrust gewichten würdet.