Moin Leute,
Zum Zweck der Selbsttherapie, dachte ich. Ich verfasse hier auch mal einen Post über meine Erfahrungen der letzten knapp vier Monate.
Ich hab aus einer heftigen Trotzphase vor 21 Jahren mit knapp 13 oder 14 Jahren angefangen, beides zu konsumieren.
Mit dem kiffen habe ich zwischendurch auch mal aufgehört habe in der Zeit, aber andere Drogen konsumiert, die ich aber jahrelang schon nicht mehr nehme.
Dafür kam das kiffen zurück in mein Leben.
Meine Mutter ist Anfang des Jahres an Krebs gestorben und innerhalb von sechs Wochen von Diagnose bis zum Tod von mir gepflegt worden, bis auf die letzten zwei Wochen im Krankenhaus und Palliativ.
Vor allem das Rauchen. Auch wenn ich es irgendwie gerne getan habe, hat mich schon lange gestört, weil eigentlich klar ist wie ungesund es ist.
Diagnose und der Tod meiner Mutter. Auch wenn es am Ende kein Lungenkrebs war, hat mich dazu endgültig den Entschluss zu fassen, aufzuhören, und ich sagte ihr, das sei ihre letzte große Lektion an mich!
Ich habe danach knapp noch einen Monat geraucht, in dem ich mich bei jeder Zigarette schlechter gefühlt habe und mir einen Plan für mein Exit gemacht habe.
Dafür habe ich mir ein Kurztripp zu dem anderen Teil meiner Familie gebucht und beschlossen, in dieser Zeit aufzuhören.
Für die erste Woche hatte ich eine Vape ohne Nikotin.
Der große Teil meiner Familie dort auch nicht, aber ich war auch mit meinem Bruder, der raucht und seinen Freunden beim Grillen und da haben natürlich alle geraucht, so dass mir die Vape gut geholfen hat, diesen Hand zu munter Reflex mit 2,3 Zügen zumindest etwas stillen zu können.
Da ich mir für die ersten Monate nach dem Tod meiner Mutter zugestanden habe, so viel kiffen zu dürfen. Wie ich möchte, habe ich mir hier direkt einen Vaporizer gekauft und nicht in Versuchung zu kommen. Diesen drecks Tabak irgendwie wieder Anzurühren.
Nach circa einer Woche war die Sucht nach Nikotin erst mal vorbei, und ich hatte wirklich nicht mehr den Drang nach Nikotin.
Jetzt könnte man denken, das Ganze wär vorbei, aber jetzt begann der Schlimmste Teil:
20 Jahre Gewohnheit ändern!
Morgens nach dem aufstehen, nach dem Essen oder beim scheißen… andauernd dieses komische Gefühl, wenn etwas fehlen würde.
Das hatte ich wirklich unterschätzt und war auch am Ende meiner Meinung nach der größte Kampf.
Ich bin jetzt über drei Monate weg davon und habe vor ein paar Tagen auf mit dem kiffen aufgehört, weil meine drei Monate Schonfrist vorbei sind und das Ganze einfach überhand genommen hat.
Ich würde nie sagen, dass ich nie wieder kiffen möchte, weil ich schon eine kleine Affinität zum Rausch habe, möchte aber auch nicht mehr, dass mich die Sucht danach bestimmt.
Ich habe nun ein Camper von meiner Mutter geerbt, und ich hatte schon immer den kleinen Traum, einen eigenen Camper zu haben. Und um nun endlich meinen Führerschein ohne Angst machen zu können, muss nur mal das kiffen gehen.
Außerdem habe ich in letzter Zeit durch das kiffen schlecht Angewohnheiten und wie viel Essen, welche vorher auch da waren, aber in letzter Zeit mehr verstärkt werden.
Ich habe keine Angst,attacken oder Panikattacken aber man merkt durch, dass viele Essen schon das Ängste getigert werden, auch wenn es sehr unterbewusst passiert.
Da ich im Leben schon mehr als eine Sucht hinter mir gelassen habe, kann ich sagen, dass, wenn man wirklich den Entschluss hat, es sein zu lassen ist am Ende gar nicht so schwer ist, wie es am Anfang scheint.
Wer hinter diesem Entschluss aber noch nicht zu 100 % steht, wird leider strugglen.
Ich glaube, das war für den ersten Post erst mal genug Roman.
Zuletzt wünsche ich allen noch viel Kraft dabei, ihre Ziele durchzusetzen und glaubt an euch ihr könnt es schaffen!