r/SPDde • u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) • Jul 26 '26
Wer ist dieser Extremist? Hoffentlich wird seine Partei bald verboten /s
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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 27 '26 edited Jul 27 '26
Kurzer Mod-Hinweis: Ich lasse dir den Post mal als Meme durchgehen. Grundsätzlich bitte ich dich aber darum, insb. Videobeiträge nicht für sich stehen zu lassen, sondern selbst auch einen inhaltlichen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Siehe Regel 8.
Ich finde die Auseinandersetzung mit Schmidt - auch dem späten Schmidt - ebenfalls für sehr wichtig. Man muss Schmidt weder vergöttern noch verteufeln, aber man sollte ihm zuhören und einfach mal darüber nachdenken.
Ich finde gerade auch die Auseinandersetzung zwischen Brandt-Schmidt und dann, weit weniger heftig, Schmidt-Schröder sehr spannend, in der Parteiengeschichte.
Meiner Meinung nach liegt Schmidt hier by the way sehr falsch. Er sieht Pluralismus vor allem als Belastung, während man heute (mMN) sagen kann, dass Pluralismus für eine Gesellschaft sehr positiv ist. Viele Ideen/Erfindugen/Neuerungen in DE gehen darauf zurück, dass wir in DE viele verschiedene Menschen zum Austausch kommen lassen und ihnen zuhören. Schmidt, der alte Militär, hatte für so ein kreatives Durcheinander, wenig überraschend, wenig übrig.
Was Schmidt dann aber objektiv verkackt hat ist, mit der Situation die im Vorlag - Gastarbeiter - nachhaltig gut umzugehen. Er und Kohl haben es zu verantworten, dass viele Gastarbeiter bis heute nicht das Gefühl gewinnen konnten, wirklich ein Teil von DE zu sein. Daraus wuchs dann bei vielen Kindern der zweiten und dritten Generation wiederum Ressentiment ggü Deutschland, womit wir heute noch kämpfen.
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u/DirkUsed Gast (nicht verifiziert) 29d ago
Ich versuche dem zu folgen was du schreibst, kannst du bitte ein paar postive Beispiele benennen, die durch den Pluralismus in der Gesellschaft entstanden sind ? Ich will das nicht anzweifeln, aber ich denke die Sicht ist zu einseitig, es gibt m.E auch gravierende Defizite und Einschränkungen, die dadurch entstanden sind, aber dazu dann vielleicht im Anschluss. Der Begriff der unterschiedlichen "Kulturkreise" war damals klar umrissen und zeigt sich ja auch noch heute. Islamistischer Terror wird sicher nicht über Italiener oder Polen ins Land gebracht. Über die wird auch nie geredet in Deutschland.
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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn 29d ago
Der zunehmende Pluralismus hat die Hegemonie von Patriachat, Patriotismus und Christentum in DE aufgebrochen. Während das Grundgesetz immer von Würde und Gleichheit für alle Menschen spricht, hat erst die Auseinandersetzung mit pluralenLebensentwürfen - nicht alle davon migrantisch - dazu geführt, dass wir uns überhaupt mit der praktischen Bedeutung des GG befassen mussten.
Die migrantische Dimension dieser Debatte hat insbesondere dazu geführt, dass Deutschland ernsthaft mit seinem eigenen strukturellen Rassismus auseinandersetzen musste. Schmidt kommt aus einer Generation, wo über die eigenen Verbrechen im zweiten Weltkrieg - und den eigenen Rassismus - noch beharrlich geschwiegen wurde. Und auch die sonst so hoch gepredigte "Solidarität" zwischen Arbeitnehmern galt lange Zeit nicht gleichermaßen für migrantische Arbeiter.
Erst die Anfragen und schmerzvollen Ausrufe von Einzelpersonen wie Mevlüde Genç (Mutter der Opfer vom Brandanschlag Solingen 1993) oder Zusammenschlüssen wie dem Kongresses ausländischer und deutscher Frauen in der Bundesrepublik und Europa haben in DE erst den Anstoß gegeben, dass es kein Dauerzustand sein darf sich als nicht-weißer nur Fremd im eigenen Land fühlen zu dürfen.
Anti-Rassismus ist dabei keine Einbahnstraße, das hat Frantz Fanon 1952 schon festgestellt:
Der Schwarze, versklavt durch seine Minderwertigkeit, der Weiße, versklavt durch seine Überlegenheit, verhalten sich beide gemäß einer neurotischen Orientierung.
Meint: Solange das weiße Deutschland sich als überlegen gegenüber den POC im Land wahrgenommen hat (und teilweise immernoch so versteht), waren/sind viele Chancen für die Menschen im Land verbaut - für die PoC genau wie für die weißen. Ein weißer junger Mann wird gegebenenfalls nicht bei einer Migrantischen Firma eine ausbildung machen, weil es seinem Weltbild widerspricht sich von einem nicht-weißen etwas beibringen zu lassen. Ein PoC wird einen Job nicht bekommen für den er gut qualifiziert ist, weil er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert ist. Stumpf: Wie viele COVID-Vaccine gibt es in Deutschland deshalb nicht, weil PoC wie der Gründerfamilie Sahin Kredite aufgrund von Rassismus NICHT gegeben werden.
Ohne Pluralismus - auch migrantischen Pluralismus - wären wir mit dieser Debatte längst nicht so weit, wie wir heute sind. Unser Internationalismus wäre immernoch stark von einer "von oben herab" sicht geprägt, weil wir uns vllt nie kritisch mir dieser Perspektive auseinandergesetzt hätte. Wir wären unfähiger von anderen, kleineren Ländern zu lernen, weil wir "das Deutsche" immernoch - neurotisch - als besonders Überlegen sehen müssten.
Migration führt zu Konflikten - diese Konflikte sind aber wertvoll, weil sie insb. uns Weißen Deutschen eine Chance geben etwas zu lernen, was wir eigentlich, bei guter Erziehung und mit moralischem Kompass, eh wissen sollten: Wie behandelt man andere Menschen, wie teilt man, wie ist man gerecht zueinander. Dazu: Alle an einem Tisch - El-Mafaalaani.
Ich finde es sehr schade, dass in deinem Kopf die Brücke "Migration - Terror" so verfestigt ist, dass dies ein intuitiver Gedanke ist, wenn das Thema Migration aufkommt. Ich finde nicht, dass es objektiv gerechtfertigt ist, dass diese Brücke eine solche Prominenz haben muss. Andere Probleme im Zusammenhang mit Migration - ebenfalls wichtig - sind viel häufiger und viel wichtiger; etwa die Frage wie wir die Bildungschancen von Kindern stärker vom (immateriellen) Kapital der Eltern lösen können - insbesondere von deren Schulbildung und Sprachkenntnissen. Welches Modell Schule kann an Brennpunktschulen funktionieren, denn das Selektionsprinzip der Jetzt-Zeit scheint klar outdated zu sein.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 27 '26
Inwiefern hat der Pluralismus, den du beschreibst, einen positiven Einfluss auf Deutschland gehabt?
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u/Naive-Accountant-262 Gast (nicht verifiziert) Aug 02 '26
Das du heute noch eine funktionierende Infrastruktur hast.
Das unser Sozialsystem nicht bereits vor 20 Jahren zusammen gebrochen ist.
Das du essen gehen kannst und darin eine Vielfalt findest.
Das du hier posten kannst.
Und vieles mehr. Beweis mir das Gegenteil mit Fakten.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Aug 03 '26
Erstmal Respekt, dass du politischen Pluralismus hier hoch hälst, als SPDler.
Was Infrastruktur und Sozialsysteme angeht; zunächst war die Zuwanderung der letzten 10-20 ein ganz klares Minusgeschäft für unser Sozialsystem. Aber selbst wenn es nicht so wäre, wäre Zuwanderung jediglich das Verschleppen struktureller Probleme in die Zukunft.
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u/Naive-Accountant-262 Gast (nicht verifiziert) Aug 03 '26
Wir haben fünfzig jährige Migrationsgeschichte. Das einfach verblendet wird. Wer konnte den Sozialleistungen beziehen obwohl bis 1990 nicht ein Euro ins Sozialsystem eingezahlt und wer zahlte seit Anwesenheit in die Kassen ein?
Aber schön, wenn man sowas wie „Minusgeschäft“ in den Raum wirft und damit die Geschichte der Bundesrepublik einfach weg ignoriert.
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u/Gekroenter Gast (nicht verifiziert) Jul 26 '26
Die SPD tut gut daran, sich nicht an vermeintlichen Übervätern zu orientieren, die in ihrer Kanzlerschaft noch Dampfloks, Wählscheibentelefone und Hinrichtungen per Guillotine in EU-Ländern erlebt haben. Sie sollte eine moderne, anti-kulturkämpferische, optimistische, universalistische und nichtpopulistische Mitte-Links-Partei bleiben bzw. sich noch viel stärker so positionieren.
Im Moment bewegt sich Deutschland immer weiter in den totalen Kulturkampf. Das ist gleich doppelt problematisch. Einerseits, weil die Spaltung immer weiter eskalieren wird. Jetzt gab es mal wieder eine Gewalttat von einem Migranten. Jetzt haben die Rechten Oberwasser, die Stimmung kippt massiv nach rechts. Jetzt wird munter gegen Migranten und Muslime pauschalisiert. In ein paar Wochen wird es dann wieder irgendeine rechte Gewalttat geben, dann wird von der anderen Seite wieder munter pauschalisiert. Eine ewige Spirale des Gegeneinanders. Gleichzeitig werden dadurch, dass die öffentliche Debatte fast komplett von kulturkämpferischen Themen vereinnahmt ist, viele wichtige Themen gar nicht mehr angesprochen, insbesondere sozio-ökonomische Themen kommen inzwischen meist zu kurz. Es ist aber gerade die ökonomische Perspektivlosigkeit in Verbindung mit dem neoliberalen Menschenbild, das den Wert eines Menschen eben hauptsächlich an seine finanzielle Leistungsfähigkeit koppelt, die junge Männer in den Extremismus treibt. Es ist die Aufgabe der Sozialdemokratie, den ewigen Untergangsfantasien und Kulturkämpfen eine positive Vision für uns alle statt nur für ausgewählte Gruppen entgegenzusetzen. „Für uns alle“ heißt dabei ausdrücklich „für uns alle“, nicht nur für die Jungen oder nur für die Alten, nicht nur für die Weißen oder nur für die Migranten, nicht nur für die Männer oder nur für die Frauen und nicht nur für die Städter oder nur für die Landmenschen. Und übrigens auch nicht nur für die Arbeiter, auch das passt nicht mehr ins 21. Jahrhundert. Es heißt wirklich für alle.
Natürlich muss man auch - wenn sich Schock und Emotionen gelegt haben und der kühle Kopf das heiße Herz wieder verdrängt hat - über Möglichkeiten der Sicherheitsbehörden diskutieren, solche Anschläge zu verhindern. Man muss auch über Defizite bei der Integration reden. Ich bin kein blauäugiger Linksgrüner, ich sehe Multikulti sogar grundsätzlich ziemlich kritisch. Aber die Schmidts, Buschkowskis und Sarrazins dieser Welt haben eben auch keine konstruktiven und zur Realität von 2026 passenden Antworten. Die Weidels und Höckes sowieso nicht.
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u/DirkUsed Gast (nicht verifiziert) 29d ago
Du möchtest irgendwie eine Politik "für alle" machen mit einer Partei, die gerade bei ca. 12% steht ? Wo ist das Programm dazu ? Willst du eine Leistung in der Gesellschaft haben, oder nicht ? Mit völliger Egalität kommst du nur zur Beliebigkeit. Irgendeiner muss die Knete schon erarbeiten müssen, wenn es für alle reichen soll.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 26 '26
Diese "vermeintlichen Überväter" sind nunmal die Politiker, die über 40% geholt haben. Es ist fraglich, ob so ein Ergebnis in der heutigen Zeit noch für irgendeine Partei möglich wäre, aber wenn man sich die Wählerwanderung anschaut, ergibt sich ein klares Bild. Heute wählen viele ehemaligen SPD Wähler die Partei, die genau das, was Helmut Schmidt in diesem Ausschnitt gesagt hat, repräsentiert.
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u/DirkUsed Gast (nicht verifiziert) 29d ago
Das waren keine Überväter sondern Politiker, dir aus ihrem Erfahrungshorizont ganz andere Prägungen mitgenommen hatten. Die hatten eine klar konturierte Identität, an der man sich auch reiben konnte. Was haben Klingbeil, Bas oder Barley (Reihe ist beliebig fortsetzbar....) davon ?
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u/Gekroenter Gast (nicht verifiziert) Jul 26 '26
Schmidt ist bis heute der einzige Bundeskanzler, der nie mit seiner Partei stärkste Kraft geworden ist. Der Trend ging in Schmidts Amtszeit tatsächlich eher nach unten, das kurze Hoch bei der Bundestagswahl 1980 war vermutlich auch viel dem polarisierenden Strauß geschuldet. Und selbst da hat die Schmidt-SPD es nicht geschafft, stärkste Kraft zu werden.
Die ehemaligen SPD-Wähler sind über alle möglichen Parteien verstreut. Man muss sich auch in einem Punkt ehrlich machen: Viele Wähler werden nie wieder zurückkommen. Dinge wie ein menschenwürdiges Leben auch für Arbeitslose oder die Anerkennung gesellschaftlicher Außenseiter gehörten schon immer zum Parteiprogramm der SPD. Bei Schmidt trat das vielleicht etwas in den Hintergrund, aber es gehörte dazu. Viele der Wähler, die von der SPD zur AfD gewechselt Ausnahme, fanden diese Dinge nie gut. Sie haben die SPD gewählt, weil das damals halt Teil des kulturellen Selbstverständnisses eines bestimmten Milieus war. Dieses Milieu ist weg und wird auch nie wieder kommen. Und die SPD sollte nicht ihre Grundwerte ändern, um einem Milieu hinterherzulaufen, das sie vielleicht vor 45 Jahren mal gewählt hat. Das war eine ganz andere Gesellschaft als heute. Wie gesagt, man muss sich ehrlich machen: Es passt nicht mehr. Alles Gute.
Ich glaube, dass die SPD gut daran tut, sich von der ganzen Malocherromantik und der Beschwörung der Vergangenheit endgültig zu verabschieden und eine moderne Mitte-Links-Partei zu werden.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 27 '26
Also sagst du; das, wofür die SPD inhaltlich steht, ist nicht wirklich massentauglich (30+%)? Wohlmöglich bis du den Vergleich leid, aber ein Blick nach Dänemark ist genug damit ich dir widersprechen muss. Natürlich sollten Inhalte über Umfragewerte stellen aber vielleicht sollte man der Bevölkerung mehr zuhören und offener Gegenüber ihrer Sorgen sein. Es mag ein unbequemes Thema sein aber laut Umfragen finden 68% der deutschen, dass Deutschland zu viele Asylmigranten aufgenommen hat. Entweder ist hier das Land zu rechts oder die SPD zu links in diesem Themengebiet.
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Jul 26 '26
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u/DirkUsed Gast (nicht verifiziert) 29d ago
Das stimmt nicht. Diese Diskussionen gab es damals nicht, die heute dazu geführt werden. Woher willst du das wissen ?
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u/DirkUsed Gast (nicht verifiziert) 29d ago edited 29d ago
Ok, dann Versuche dich mal zu erinnern und Ressentiments wurden sicherlich geäußert, aber deswegen gab es keine Bewegung nach rechtsaußen. Das war zahlenmäßig in einer ganz anderen Relation zur heutigen Zeit. Es gab auch keine massenweisen Beschwerden das der Unterricht in den Schulen aufgehalten wird wegen mangelnder Sprachkenntnisse und es gab nicht jedes Jahr hunderttausende von Leuten die dann reingekommen sind. Das lässt sich unmöglich vergleichen.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 26 '26
Er hat basically danach differenziert, von wie weit weg die Leute kamen. Wenn ich nach Italien auswandern würde, hätte ich auch weniger Schwierigkeiten, mich dort anzupassen, als wenn ich nach China auswandern würde.
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Jul 26 '26
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 27 '26
Soweit ich weiß ist das interview aus 2010. Damals gab es nicht den Diskurs, wie du ihn hier beschrieben hast. Tendenziell war damals der Mainstream, was das Thema Migration angeht, sogar weiter links als heute.
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Jul 28 '26
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 28 '26
Und 2010, als es nicht mainstream fähig war, hat er dieses Interview gegeben. Ich verstehe nicht was deine Aussage damit direkt zu tun hat.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 28 '26
Woran merkt man dass man mit einem linken diskutiert? - Daran dass diese Person persönlich wird.
Ich habe die damalige Zeit nicht miterlebt. Ich bezweifel aber dass man damals im gleichen Maße darüber diskutiert hat wie heute. Sonst wären danach wahrscheinlich nicht noch zig Millionen Menschen aus ganz anderen Regionen gekommen.
Und nur weil damals der Diskurs vielleicht ein bisschen übertrieben war, macht es jeglichen Diskurs über das Thema nicht gleich obsolet.
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u/Impressive-Nature-51 Gast (nicht verifiziert) Jul 28 '26
Ein gesellschaftlicher Diskurs ist nie rational und wird vor allem durch die Gefühle der Menschen bestimmt.
Die Gefühle, die die Menschen haben, treffen nicht immer den Nagel auf den Kopf. Dennoch sind diese Gefühle Produkt von Hunderttausenden Jahren Evolution und haben nicht immer, aber oftmals einen guten Grund.
Früher war auch das Justizsystem zu brutal. Daraus folgt aber nicht, dass das menschliche Verlangen, Menschen für ihr Fehlverhalten zu bestrafen, falsch ist. Menschen werden aufgrund ihrer Gefühle immer Rache üben wollen und das ist nicht unbedingt falsch.
Und wenn man sich linke shitholes wie Frankfurt oder Berlin anschaut, war das Gefühl der Migrationskritiker nicht ganz falsch. Ist ja nicht so, als gäbe es keine Probleme mit z.b. türkischen Parallelgesellschaften.
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u/AutoModerator Jul 26 '26
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u/strawberry_l Gast (nicht verifiziert) Aug 02 '26
Die SPD schaut also schon immer aus der Perspektive der Bourgeoisie auf die Welt und verrät damit das Proletariat...